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Ich hasse meine Mutter

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Viktoria, 11 Februar 2006.

  1. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre
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    vergeben und glücklich
    Sorry, daß es so lang ist ... ich weiß nicht, wie ich es zusammenfassen kann.

    Meine Mutter ist total welfremd und verklemmt.
    Ich kann überhaupt nicht mit ihr reden, sie wird mir niemals helfen können. Egal, was ich für Probleme habe.
    Weil sie eine Art hat, die keine Außenwelt zuläßt, die ein bisschen anders ist.
    Kann ich schlecht erklären.

    Ich habe niemals von ihr gelernt, über meine Gefühle zu sprechen und auszudrücken, was in mir vorgeht.
    Ich habe niemals von ihr gelernt, selbstbewußt zu sein und auf Menschen zuzugehen.
    Ich habe niemals von ihr gelernt, wie man offen und ehrlich seine Meinung sagt.
    Weil sie es SELBST nicht kann. Sie konnte es mir nicht weiter GEBEN.
    Aber im Gegensatz zu ihr habe ich es von alleine GELERNT.

    Ich mußte es mir selber beibringen, und das war verdammt schwer, weil ich es nicht von ihr abgucken konnte.
    Deswegen bin ich heute ein ganz anderer Mensch als sie und froh darüber.
    Ich hasse meine Mutter oft aus dem Grund, weil ich immer gegen sie kämpfen muß. Gegen ihre eigene Art, die ich hasse.


    Einfach zwei Beispiele:

    Zum Thema Verklemmt:

    Ich: "Mein bester Freund hat mich in den Arm genommen, danach ging es mir viel besser."
    Mutter: "Ich finde sowas komisch."
    Ich: "Wieso??"
    Mutter: "Ich lasse mich doch nicht von einem anderen Kerl in den Arm nehmen. Das macht man nur mit seinem Partner."
    Ich: "Bei Freunden macht man das einfach. Es gibt noch andere Menschen als nur den Partner, die man gerne hat."
    Mutter: "Für mich gäbe es dann nur noch den Partner."
    Ich: "Das ist totaler Schwachsinn. Ich gebe doch nicht meinen Freundeskreis wegen meiner Beziehung auf!"


    Zum Thema Weltfremd:

    Mutter: "In deinem Alter habe ich keine Probleme mit anderen gehabt."
    Ich: "Ja klar, du hast dich noch nie mit jemand anderes gestritten."
    Mutter: "In deinem Alter jedenfalls nicht mehr. Ich war da schon ausgelernt und erwachsen."
    Ich: "Das heißt, du kannst mir echt nie helfen, wenn ich mit jemanden Probeme habe, die mir echt zu schaffen machen?"
    Mutter: "Dazu kann ich halt nichts sagen."


    Sie kennt keine Probleme, hat sich offensichtlich noch nie mit irgendwas auseinandergesetzt und im Leben gelernt, wie die wahren Dinge sind. Es war früher ALLES so heile Welt und keine Probleme - für sie.

    Ich weiß auch gar nicht, was man mir darauf hier antworten soll. Ich wollte es mir einfach mal von der Seele schreiben.
    In meinen Augen hat meine Mutter versagt, da ich sonst nicht "gesellschaftsfähig" gewesen wäre, wenn ich nicht selbst einen ganz anderen Menschen aus mir gemacht hätte.
    Ein Mensch, der viel mit anderen Menschen umgeht, viel Humor hat, lacht und auch locker sein kann.
    Und nicht so geworden bin wie sie.
     
    #1
    Viktoria, 11 Februar 2006
  2. büschel
    Gast
    0
    hm..

    also, dass deine mum wohl schon seltsam drauf ist; wird dir wahrsch jeder hier (zurecht) sagen :smile:

    ist doch toll wenn du aus eigeninitiative die haltung und fähigkeiten entwickelt hast die dir freude & freunde bringt;

    auch eltern sind nicht perfekt..

    und es der mum beibringen..

    ich versuch (wenn auch in anderen bereichen) meine mum zu "erziehen" und wehre mich gegen ihre erziehungsversuche die auf denkmethoden und haltungen und weltanschauungen beruhen die
    völlig banane sind und mich aber dermassend rasend machen; dass ich mich wundere wie wir beide und die wohnung das überhaupt überlebt haben :zwinker:

    "s´lebe isch koin schlotzer" hab ich mal gehört..
    und:
    irgendwannemol isch d´hebeamme nimmer schuld

    das ist selbstverantwortung :smile: nicht immer leicht; aber wenns klappt ist man dann doch weiter im kopf..
     
    #2
    büschel, 11 Februar 2006
  3. Céleste
    Gast
    0
    ich kann dich sehr gut verstehen!
    Habe selbst ein großes Problem mit meinem Vater und hasse ihn leider auch seit meiner Kindheit.:mad:

    Ich hatte in den letzten jahren ständig das bedürfnis mit meinen Eltern in irgend einer Weise "abzurechnen". Ich wollte, dass sie wissen, dass sie alleine die Schuld daran tragen, dass ich so ein problematischer Mensch geworden bin, mich selbst nicht mag, Depressionen und viele Ängste habe.
    Und ich finde auch, dass du das Recht hast sehr wütend zu sein!
    Mach`deinem Ärger irgendwie Luft. Das ist wichtig!
    Deine Mutter wirst du nicht ändern können.

    mach dir vorallem klar, dass es in DEINEM leben um DICh geht (in erster Linie zumindest) und nicht um deine Mutter. Du bist dabei, erwachsen zu werden und kannst deinen lebensweg selbst wählen. Ich weiß, das ist gar nicht so einfach. Vorallem nicht, wenn man sein bisheriges Leben total abhängig von den Eltern war. Man kennt es eben nicht anders und denkt, es würde immer so weiter gehen. Tut es aber nicht! Seine Eltern kann man sich schlecht aussuchen, aber ein erwachsener Mensch kann zumindest selbst wählen mit welchen Menschen/Gedanken/Gefühlen/Ansichten/Lebensweisen er sein leben gestalten will.
    Und so blöd das klingt: Deine Mutter hat ebenfalls das Recht so zu sein wie sie ist. dass sie so ist wie sie ist, hat ja seinen Grund. das ist ja nicht zufällig entstanden und auch nicht, weil deine Mutter vielleicht einfach eine Idiotin ist.
    Deine Mutter hat auch Eltern, die sie stark geprägt haben. Sie hatte sicher auch ein schwieriges Umfeld, hat nicht gelernt zu sich zu stehen, sich selbst zu liebe usw.
    Streng genommen müsste man dann die Schuld auf die Eltern deiner Mutter schieben. Und dann wiederum auf die Eltern der Eltern deiner Mutter und immer so weiter :zwinker:
    Eigentlich geht es nicht um Schuld.

    Nimm ´dein leben selbst in die Hand und mach es so, wie es für dich gut ist! Arbeite an deinen Schwierigkeiten und du wirst sehen, dass du nicht notwendigerweise die Problme deiner Mutter übernehmen musst!

    Sobald du selbst unabhängiger wirst, wird sich auch das Verhältnis zu deiner Mutter entspannen.

    Viel Erfolg!
     
    #3
    Céleste, 11 Februar 2006
  4. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Büschel, du hast Recht. Nur das ist gerade die Sache, warum ich wütend werde ...
    Meine Mutter WILL sich nicht ändern. Sie hört nicht zu, wehrt sich gegen alles und alle anderen sind die "Bösen".
    Sie meint, sie wäre gut so, wie sie ist.
    Daß ich nicht lache ...
    Eine menschenscheue, unsichere Person, die unfähig ist, ihr Gedanken auszudrücken.
    Keine Ahnung, wie ich sowas eigentlich nennen soll ...
    Ich will meine eigenen Kinder mal ganz anders erziehen, als meine Mutte mich. Sehe ja jetzt schon alle Fehler.


    Céleste: Danke für deine Antwort!! Sie hat mir sehr geholfen :smile:
     
    #4
    Viktoria, 11 Februar 2006
  5. Céleste
    Gast
    0
    Aha...deine Mutter soll sich also ändern?
    Und warum soll sie das?
    Für dich?

    :smile:
     
    #5
    Céleste, 11 Februar 2006
  6. büschel
    Gast
    0
    hach ja..

    ich denke es ist durchaus wichtig sich mit seiner eigenen person auseinanderzusetzen..

    eine ständige mischung aus entdecken & selbst gestalten.. hört nie wirklich auf (wie ein musikinstrument spielen zu lernen)
    irgendwo muss man starten; und das ist oft stark durch die eltern beeinflusst.. da kann man glück aber auch pech haben.. wer pech hat; hat evtl das glück schon früher damit anzufangen sich damit zu beschäftigen als andere und somit evtl einen gewissen "vorsprung" zu entwickeln.. (kann man zumndest hoffen :zwinker: )
    aber aus der "scheisse" (falls es tatsächlich so schlimm ist) kann man sich nur selbst rausholen..

    leute kennenlernen; gedanken machen; lesen.. erfahrungen sammeln.. (aber nicht sinnlose.. die bringen nicht soo viel :zwinker:)

    und lieber stolz sein auf eigene erfolge als ägerlich gegenüber fremden versäumnissen..

    :smile:
     
    #6
    büschel, 11 Februar 2006
  7. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Céleste:
    Gute Frage eigentlich ...
    Ich denke mal, damit dieses Kämpfen gegen sie aufhört, weil es mir viel Kraft kostet und die brauche für meine gute Zukunft gerade ...

    Ändern eigentlich nicht ... aber mal zu verstehen, wie ich es sehe ...
    Das wird sie ohnehin nie ...
    Ich möchte ja auch bald mein eigenes Leben leben ...
    Hmmm .... es würde aber trotzdem mal so gut tun, wenn sie mich einmal wirklich verstehen würde ...
    Das macht schon traurig ...
     
    #7
    Viktoria, 11 Februar 2006
  8. büschel
    Gast
    0
    ja und die mütter haben glaube ich angst (als erzieher vllt) sich vor den eigenen kindern wie ein kind zu fühlen..

    dummer stolz; statt einsicht..

    auch ein dummer fehler.. machen wir alle mal..

    (siehe muslime, die erst recht; ihre religion muss weg, damit es ihnen besser geht)
     
    #8
    büschel, 11 Februar 2006
  9. Céleste
    Gast
    0
    Tja..., das tut immer verdammt weh, wenn man von den Menschen, die man am meisten liebt, nicht verstanden wird!
    Man denkt auch oft, die Eltern müssten doch eigentlich viel reifer sein und mehr Ahnung vom leben haben. Immerhin sind sie älter, haben mehr Erfahrungen und erziehen ja schließlich auch ihre kindern.also warum um alles in der Welt verhalten sie sich oft so dermaßen besch..?! Sie sollten doch eine Vorbildfunktion erfüllen.

    Nur, das mit den "Eltern als ideale Vorbilder" ist ein Trugschluss. Vielleicht eines der größten Märchen, die es gibt.
    Wenn man das kapiert - dass Eltern genauso schwach sind wie man selbst (oder sogar noch schwächer, beschränkter...) dann kann man wirklich ein selbstständiges leben führen. Und dann wird das verhältnis zu den Eltern auch besser. Nur, das braucht etwas Zeit - ist ein längerer Prozess. Oft hilft es auch, wenn man sich räumlich von seinen Eltern löst. Hat bei mir sehr gut geholfen!

    Weißt du, das, was du und deine Mutter gemeinsam habt, ist, dass ihr euch BEIDE gegenseitig nicht versteht. Deine Mutter hat von dir sicher auch das gefühl, dass du sie nicht verstehst.
    Du bist also nicht alleine mit deiner Traurigkeit.
    Und letztlich kann man es auch schaffen sich zu respektieren, OHNE, dass man sich versteht.

    Ich habe mal im Fernsehen gesehen, wie ein sehr großer Hund mit einem Meerschweinchen gekuschelt hat. Die beiden haben sich wirklich sehr gern gehabt (der Hund hat dem meerschweinchen nichts getan) - sowas ist selten, kommt aber vor.
    Die meiste Zeit aber hat der Hund sich sicher gedacht:" was für ein komisches Tier. Es geht nicht auf die jagd, es holt kein Stöckchen, es ist klein und leise...was soll ich mit ihm anfangen?"
    Und das meerschweinchen dürfte sich gedacht haben: "Was für ein seltsames Tier. es ist viel zu groß und unsensibel, es frisst Fleisch (igitt) und bellt - warum kann es nicht so sein wie ich?".
    Vielleicht sind sich die beiden meist auf die Nerven gefallen, aber trotzdem hatten sie etwas gemeinsam. Sie kuschelten gerne miteinander und waren in dem Moment die besten Freunde.:smile:
    Und das ist die Kunst der Liebe. Den anderen so zu lassen wie er ist, mit all seinen Eigenarten und sich da zu begegnen, wo man gemeinsamkeiten hat.

    Mhmm...jetzt fange ich schon wieder an Gleichnisse zu erzählen...*räusper*
    versteht überhaupt irgendwer, was ich meine?!

    Und noch eine Sache möchte ich loswerden (dann muss ich dringend ins bett):
    Aus allem, was wir sehen, können wir lernen.
    Wenn sich deine Mutter wie eine blöde Kuh verhält, kann man daraus mehrere lehren ziehen.
    Entweder man gelangt zu der "Erkenntnis", dass man vom Schicksal benachteiligt ist, dass einem die Mutter sämtiche Kräfte raubt und einem die Zukunft damit versaut ist, man findet das leben ungerecht und die Welt und und und...

    Oder man lernt daraus folgendes: aha, das ist also meine Mutter. Sie hat die und die Schwächen...aus den und den Gründen. ICH möchte es anders machen als meine Mutter. ich möchte ein besseres Leben führen und glücklich sein! Ich kann aus den fehlern meiner mutter lernen.
    Du kannst es auch so sehen: Weil deine Mutter dir so viele Negativbeispiele bietet, kannst du erst für dich erkennen, wie du auf keinen Fall leben willst. Anderer Kinder haben diese möglichkeit nicht. Die wachsen wohlbehütet auf und müssen dann, wenn sie von zu hause weggehen alle fehler erst selbst machen, um zu lernen.

    das tolle ist, dass man sich aussuchen kann, welche lehre
    man aus einer Sache zieht. also such dir das aus, was dir gut tut!


    gute nacht!:smile:
     
    #9
    Céleste, 11 Februar 2006
  10. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre Themenstarter
    2.378
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    0
    vergeben und glücklich
    Ja. Wenn man Probleme mit anderen Menschen hat, und einem die Mutter nicht helfen kann, wenn man ihren Rat und Lebenserfahrung braucht, dann ist man so hilflos und alleine.

    Ja, das denke ich auch immer. Wo bleibt ihre Lebenserfahrung, die sie mir geben kann? Gar nachts!! Keinen Rat. Als würde sie gar nichts kennen! Dabei bereiten sie uns doch auf das Leben vor.


    Das weiß ich selbst, seit ich erkannt habe, wie "beschränkt" meine Mutter ist. Naja ... so ist es dann eben.


    Da ich ja in den nächsten eineinhalb Jahren ausziehen möchte, hoffe ich, daß dies dann auch eintritt. Insgeheim liebe ich ja meine Eltern sehr, aber sowas tut einfach verdammt weh.


    Hmmm ... ja, so scheint es wirklich zu sein, daß wir uns beide nicht verstehen. Besser kann man es nicht ausdrücken.
    Das mit dem Respektieren ... ist auch wahr ... nur es fällt mir eben schwer, weil wir immer gegeneinander kämpfen. Vielleicht geht es dann besser, wenn ich ausgezogen bin, wie gesagt.

    Wow ... das ist ein echt klasse Beispiel!!! Gut ausgedrückt!!

    Ja, natürlich ...bin doch froh, daß mich überhaupt hier jemand versteht.


    Du hast wirklich Recht. So sehe ich genauso. Möchte ja einmal die Erziehung zu meinen eigenen Kindern viel anders und besser gestalten als ihre ...

    Ja, da hast du wirklich Recht.

    Ja, mache ich :smile: Das hilft.
    Vielen Dank für deinen echt hilfrechen Beitrag!!! :smile: :smile:
     
    #10
    Viktoria, 11 Februar 2006
  11. sarkasmus
    Gast
    0
    **************
     
    #11
    sarkasmus, 11 Februar 2006
  12. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre Themenstarter
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    0
    vergeben und glücklich
    Sarkasmus, ich verstehe, was du meinst. So sehe ich es ja auch.
    Ich glaube, es geht mir eher darum, daß sie mich nicht verstehen will ... sich zu ändern meine ich eigentlich gar nicht ... jeder Mensch ist ja anders.
    Es macht einen eben nur traurig, wenn man in bestimmten Situationen alleine gelassen wird. "Wütend" nenne ich eher die Hilflosigkeit, in der ich mich dann befinde.
     
    #12
    Viktoria, 11 Februar 2006
  13. sarkasmus
    Gast
    0
    **************
     
    #13
    sarkasmus, 11 Februar 2006
  14. Viktoria
    Viktoria (29)
    kurz vor Sperre Themenstarter
    2.378
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    0
    vergeben und glücklich
    Hmmm ... das ist was dran ...
    Naja ... vielleicht sollte ich das bei ihr nicht mehr so hochwerten.
     
    #14
    Viktoria, 11 Februar 2006
  15. Pezi5555
    Pezi5555 (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verlobt
    ich mag meinen Vater auch ned wirklich, aber ich würd nie sagen ich hasse ihn.. ich weiß nicht vielleicht bin ich noch zu altmodisch, aber ich hab da trotzdem noch Respekt...
     
    #15
    Pezi5555, 11 Februar 2006
  16. Someone82
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich muss auch mal meine Gedanken dazu loswerden, weil es mich auch in gewisser Weise betrifft.
    Bei mir ist es so, dass ich sehr stark nach meiner Mutter schlage und mich mit der Zeit immer mehr ihr zugewandt habe und dadurch auch von meinem Vater weggebewegt habe. Habe mich manchmal schon wirklich gefragt, ob er tatsächlich mein Vater ist. Nicht, dass ich es anzweifeln würde, nein, auf gar keinen Fall, aber er ist so ein ganz anderer Mensch als ich. Und auch hat er irgendwie kein richtiges Interesse an den Dingen gezeigt, die ich mag.
    Aber Hass ist ein großes Wort. Ich selbst würde es bei meinem Fall nicht benutzen. Ich kenne deine Geschichte zu wenig, um zu wissen, was wirklich bei dir abläuft. Aber musst du so weit gehen, sie zu hassen?

    Einige gute Sache wurden ja schon angesprochen, will das noch mal ein bisschen aufgreifen.
    Also, klar, Eltern sollen Vorbilder sein. Aber die Realität sieht doch ganz anders aus. Wenn man als Kind aufwächst, sieht man in den Eltern die perfekten Menschen schlechthin - die sorgen für einen, wissen Antworten auf alle Fragen, usw. Aber mit der Zeit bröckelt das Bild und man muss aufhören, seine Eltern zu idealisieren. Nur weil sie Eltern sind, heißt das nicht, dass sie unfehlbare Menschen sind.
    Versuche, dich in ihre Lage zu versetzen. Du hast dir ja schon vorgenommen, deine Kinder mal anders zu erziehen. Geht mir absolut genauso, denn falls ich in ferner Zukunft auch mal Kinder haben sollte, will ich auch einige Dinge anders machen. Ihnen z.B. viel mehr Liebe schenken und auch offen mit ihnen reden. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht auch etwas falsch machen könnte, ohne es zu wissen.

    Dass sich deine Mutter verändert, halte ich für ziemlich utopisch. In dem Alter sind Meinungen und Ansichten so festgefahren, dass man kaum mehr aus seiner Haut raus kann. Nicht, dass es unmöglich wäre!
    Aber warum willst du, dass sie sich verändert? Genauso könnte sie von dir verlangen, dass du dich veränderst. Von außen gesehen gibt es da kein Richtig oder Falsch. Worauf ich hinaus will, ist, man muss die Verschiedenheit akzeptieren und dann kann man versuchen, aufeinander zuzukommen, am Einfachsten ist es immer noch, wenn man sich in der Mitte trifft und beide Kompromisse eingehen.
    Ich habe es auch aufgegeben, auf meinen Vater zuzukommen, habe auch gar keine Lust dazu. Das ist, als würde ich gegen eine Wand reden.
     
    #16
    Someone82, 11 Februar 2006
  17. Jolle
    Jolle (29)
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    vergeben und glücklich
    Hi,

    ach so können aus nur Eltern sein -.-

    Jedenfalls würde ich an deiner Stelle da mit deiner Mutter mal ganz in Ruhe drüber sprechen. Wenn du das nicht kannst oder ncih willlst, würde ich ihr nen Brief schreiben, in dem du ihr deine Gefühle, das was dich stört usw. schreibst.
    Ansonsten kann man dazu nur sagen, dass sie halt nun mal so is und du sie jetzt wahrscheinlich auch nicht mehr ändern kannst. Du kannst halt versuchen, ihr deine Situation etwas näher zu bringen. Aber wenn sie das alles nich nachvollzieht, dann is das nun mal so. Du weißt wie sie is und wie sie auf bestimmte Dinge reagiert, also erzähl ihr diese gewissen Dinge einfach nicht. So entgehst du diesem Stressn. Und von hassen würd ich auch mal nicht sprechen. Das is ne Meinungsverschiedenheit. Hassen ist was anderes und sowas sollte man in dem zusammenhang nichts sagen. *moralappostel* :zwinker:
     
    #17
    Jolle, 12 Februar 2006
  18. snookie
    snookie (29)
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    Single
    viktoria, viktoria .. warte mal .. wolltest du dich nich mal wieder melden? naja, whatever, ich geb mal meinen senf dazu :zwinker:

    im gegensatz zu euch hatte ich irgendwie nie die probleme, dass ich nicht mit meinen eltern reden konnte, da ich wohl anscheinend einfach viel selbstständiger aufgewachsen bin und somit auch gelernt habe mit den meisten dingen alleine zurechtzukommen. für probleme, mit denen ich nicht alleine fertiggeworden bin, hatte ich immer meine freunde - meine eltern hingegegen habe ich nur mit sachen konfrontiert, von denen ich meinte, dass sie für sie in irgendeiner hinsicht relevant wären.

    wie auch immer sich unsere ansichten unterscheiden mögen finde ich, dass du deine mutter zu unrecht so hart verurteilst.

    es ist einfach eine ganz andere generation, die mit anderen normen und werten aufgewachsen ist. es gibt eben solche eltern, konservativ veranlagte, anscheinend wie deine, und solche, "moderne", die sich in gewisser weise auf die jugend eingestellt haben.

    beides hat ihre vor- und nachteile und mit beiden muss man lernen umgehen zu können - ändern wirst du deine mutter in ihren jahren nicht mehr können.

    in diesem sinne, gruß
     
    #18
    snookie, 12 Februar 2006
  19. User 29290
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    Ich finde das doch sehr übertrieben. Meine Eltern haben mir auch nie groß Lebensratschläge geben können, weil sie einfach eine ganz andere Jugend hatten. Meine Mutter hatte z.B. nie einen anderen Partner als meinen Vater und er hatte vor meiner Mutter auch keine sexuellen Beziehungen. Sie sind auch sehr konservativ und gegen Sex vor der Ehe etc. Das heißt, ich durfte bevor ich 18 war überhaupt keinen Freund haben und schon gar keinen Sex. Mein jetziger Freund ist der Erste, den meine Eltern kennengelernt haben und sie haben sich inzwischen langsam damit abgefunden, dass die kein Sex vor der Ehe Sache für mich gelaufen ist. Da war ich aber schon 25 und ich werde und kann ihnen auch nie erzählen was alles vor meinem Freund gelaufen ist.
    Mit Freundschaften konnten sie mir auch nie helfen. Zumindest nicht mit dem, was ich hören wollte.

    Aber, es sind halt meine Eltern, die alles daran gesetzt haben, mir die bestmögliche Ausbildung zu ermöglichen obwohl beide selber finanziell nicht studieren konnten. Ich weiß, dass sie mich lieben und stolz auf mich sind. Ich könnte sie niemals hassen, nur weil sie mir keinen Rat gegeben haben, wie ich mit Freunden und Beziehungen umgehen kann. Rat kann man auch von Freunden bekommen oder im Internet. Dazu braucht man nicht die Eltern.
     
    #19
    User 29290, 12 Februar 2006
  20. Witwe
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    Ich hätte mich schon längst verpisst. Ich hasse solche Menschen. Bei mir hätte es schon längst geknallt, weil ich schließlich auch eine eigene Persönlichkeit bin und nicht mein Leben lang unter der Fuchtel von Eltern stehen möchte.
     
    #20
    Witwe, 19 Februar 2006

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