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Schule/Beruf Ich kann nirgendwo arbeiten!

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von MissPerú, 22 Januar 2010.

  1. MissPerú
    MissPerú (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Hi Leute!

    Ich habe seit knapp einer Woche einen Job in einem kleinen Café.
    Im Grunde sind die Leute, die dort arbeiten, wirklich in Ordnung und eigentlich war ich auch nach einigen Stunden Probearbeiten sehr froh, den Job gefunden zu haben.
    Leider habe ich mich dann gestern dazu überreden lassen, heute für eine Kollegin einzuspringen, die meist für die Frühschicht eingetragen ist.
    Frühschicht bedeutet, dass sie das Café aufschließt, ein bisschen saubermacht, nachschaut, was sie an Lebensmitteln einkaufen geht, und einige Sachen vorbereiten muss (Suppe, Dessert, Salat, Pfannkuchenteig usw...).

    Ich habe diese Schicht noch nie gemacht (wie gesagt: ich habe vor einer Woche angefangen) und meine Chefin und die Mitarbeiterin, für die ich heute eingesprungen bin, meinten beide, dass ich das bestimmt hinbekommen würde. Sie haben mir die Vorgehensweise grob erklärt und heute Morgen stand ich dann vor dem Café.
    Leider gab es dann einige Probleme:
    1.) die Tür wurde nicht geöffnet, weil der Hausmeister (von dem man mir sagte, er würde sie mir öffnen) mein Klopfen nicht hörte
    - ich musste also eine Ewigkeit warten
    2.) man hatte mir kein Geld dagelassen, um die Dinge einkaufenzugehen, die ich kaufen sollte (nach langem erfolglosen Suchen hat der Hausmeister mir schließlich etwas von sich geliehen)
    3.)der Schlüssel für die Toiletten war so gut versteckt, dass ich ihn der Putzfrau nicht geben konnte, die daraufhin nicht wusste, was sie tun sollte - die Chefin war leider nicht erreichbar
    4.)weil ich so im Verzug mit der Zeit war, musste ich in Windeseile einkaufen gehen und hatte kaum Zeit, die Dinge (Suppe, Salat) usw. zuzubereiten - ich habe dann das Nötigste zuerst gemacht und die Lebensmittel, die ich gekauft hatte, einfach erstmal (unsortiert) in den Kühlschrank gestellt.

    Eigentlich war ich der Meinung, dass ich das alles sehr gut hinbekommen hatte (unter den gegebenen Umständen natürlich).
    Ich konnte pünktlich öffnen und die ersten Gäste bedienen.
    Ich war ziemlich im Stress, aber es lief alles ganz okay. Nur dann kam meine Chefin und fing an, an allem herumzukrtiisieren. Sie hatte mitbekommen, dass ich diese besagten Probleme gehabt hatte, aber trotzdem meckerte sie mich an, ich hätte dies und das nicht gemacht usw. Ich habe ihr zu erklären versucht, dass ich eben leider nur 15 Minuten Zeit für alles hatte und dass der Schlüssel nicht da war usw. Daraufhin sagte sie, dass sie das wisse und meckerte in ihrem Stil weiter. Ich habe ihre Laune geschlagenen sieben Stunden ertragen und war mehrmals fast soweit, in Tränene auszubrechen.
    Und dann sagt sie mir auch noch:" Ich finde, Du machst das alles schon sehr gut!" Im nächsten Moment motzt sie mich dann wieder an für etwas, was ich als Neuling nicht wissen kann, weil man es mir nicht bzw falsch erklärt hat.
    Es war schrecklich! Wozu bin ich überhaupt eingesprungen?! ich wollte nett sein, einen Gefallen tun und ich habe mein Bestes gegeben. Wozu? Warum mache ich mir überhaupt immer so eine Stress und habe den Anspruch, alles perfekt zu machen? Es kommt doch bei dieser Chefin sowieso nicht an! Wieso mache ich nicht alles im "Laisser-faire-Stil" so wie das viele andere auch tun?
    Nun sitze ich seit zwei Stunden hier und heule mir die Augen aus dem Kopf. Es ist schrecklich! Warum um alles in der Welt muste ich mit dieser entsetzlichen Sensibilität auf die Welt kommen?! Wieso habe ich kein dickes Fell wie die anderen?
    Am liebsten würde ich da nie, nie wieder hingehen! So eine Respektlosigkeit! Und eigentlich lasse ich mir ein solches Verhalten von niemandem bieten. Nur leider muss man ja alles herunterschlucken, wenn man irgendwo arbeitet.
    Dass die Chefin gerne ihre Launen an den anderen auslässt, hatten mir die Mitarbeiter schon mehrfach erzählt. Ich hätte es doch wissen müssen! Also wieso komme ich einfach nicht damit klar und heule hier herum?
    Ich weiß einfach gar nicht, mit welcher Einstellung ich das nächste Mal arbeiten soll. Gibt es da irgend eine "Geisteshaltung", die einen so etwas überleben lässt?
    Ich bin wirklich verzweifelt und ich schäme mich dafür, dass ich so empfindlich bin. Aber vielleicht ist es auch einfach nur mein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn.
    Am liebsten möchte ich sterben.

    Kann mir nicht jemand irgendwas Nettes sagen?

    LG, MP.
     
    #1
    MissPerú, 22 Januar 2010
  2. Stonic
    Stonic (41)
    Grillkünstler
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    Verheiratet
    Also gleich sterben wegen so nem kleinen bisserl finde ich doch sehr übertrieben und theatralisch...
    Natürlich ist es scheiße das deine Chefin ihre Launen an dir ausläßt aber meine Güte solche Menschen wirst du dein Leben lang treffen ob als Kunde, Chef oder Mitarbeiter...was willst du machen dich im Mauseloch verkriechen und warten das ein Prinz auf dem Schimmel vorbei galoppiert kommt dich in sein Schloß mitnimmt und alles nur nach deinen Wünschen geht ?

    Wach auf das wird nicht passieren also mach es doch wie ich....denk dir immer das du dafür bezahlt wirst und sie dir am ende des Tages den Buckel runterrutschen kann und fertjg es ist schließlich nur ein Job
     
    #2
    Stonic, 22 Januar 2010
  3. Nevery
    Nevery (30)
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    in einer Beziehung
    nett? hm, vielleicht nicht wirklich.
    ich kann dir nur sagen dass die erste zeit in solchen jobs wirklich hart ist, aber wenn du die durchstehst, hast du was fürs leben gelernt.
    aber zwei dinge noch, und das soll jetzt nicht klugscheisserisch wirken, ist nur eigene erfahrung:
    1. musst dus unbedingt lernen arbeit und privatleben zu trennen. raus aus der arbeit - tief durchatmen - vorbei bis zum nächsten mal.
    2. immer lieb lächeln. du kannst noch so wütend und alles sein, "ja und amen" zu sagen ist auch nen talent. chef is chef, egal was er fürn mist anstellt.

    und jetz kopf hoch, mach dir nichts draus... so läuft das eben. auch ein dickes fell und gute nerven muss man lernen, aber schaffst du das jetzt, wirst du dein leben lang froh drum sein.
     
    #3
    Nevery, 22 Januar 2010
  4. MissPerú
    MissPerú (30)
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    nicht angegeben
    ja, ich muss eben noch einiges lernen - vor allem, was meine Nerven angeht.
    Aber deshalb mache ich ja den Job auch, weil ich eben (abgesehen von der Sache mit dem Geld) etwas lernen will.
     
    #4
    MissPerú, 22 Januar 2010
  5. Nevery
    Nevery (30)
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    richtig. musst du. aber du schaffst das schon.
    wenns dich tröstet: ich bin an meinem ersten arbeitstag auch halb in tränen ausgebrochen und dacht ich geh da nie wieder hin - und heute, etwa 3 monate später, lässt mich der ganze scheiss ziemlich kalt :zwinker:
     
    #5
    Nevery, 22 Januar 2010
  6. MissPerú
    MissPerú (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    nicht angegeben
    Wirklich? Oh, das tut gut, zu hören!

    also einfach "ja und amen" sagen.... okay, aber nicht, dass sie dann wütend wird...
     
    #6
    MissPerú, 22 Januar 2010
  7. Nevery
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    in einer Beziehung
    naja, grob gefasst ist das was du in solchen jobs zuerst mal rüberbringen musst "du chef, ich nix, ich tu alles was du sagst" - mehr kannste dir dann erlauben, wenn du den betrieb wirklich kennst.

    grad wenn cheffe selber nicht wirklich plan hat, aber meint oberguru zu sein und auf der kleinen neuen rumhacken zu können... das erste was ich gelernt hab war wirklich "ja, kein problem, mach ich" zu sagen, lieb zu lächeln, und den gedanken dazu "fick dich doch du beschissenes arschloch!" gut zu verstecken.

    klingt jetzt relativ hart, entsprach aber ziemlich genau meiner damaligen empfindung. einstecken können muss man in so nen jobs. und ich hab mir nie zuvor was "sagen lassen", und es trotzdem gelernt :zwinker:



    ach, übrigens: heute weiss ich auch, wieso die damals so drauf waren. weil sie nämlich von oben auch ne menge druck kriegen. und was mir als völlig ungerechtfertig und purer sadismus erschien, das versteh ich jetzt, und versuch ihnen auch ihren job leichter zu machen.
     
    #7
    Nevery, 22 Januar 2010
  8. MissPerú
    MissPerú (30)
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    nicht angegeben
    Gut! Damit kann ich etwas anfangen! :smile:
    Im Prinzip mache ich das ja auch seit Tagen genauso wie Du es beschrieben hast! Nur heute war dann alles plötzlich zu viel.
     
    #8
    MissPerú, 22 Januar 2010
  9. Mìa Culpa
    Gast
    0
    ....
     
    #9
    Mìa Culpa, 22 Januar 2010
  10. spätzünder
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    Single
    Ja, kann ich: Du musst dir keine Vorwürfe machen, dass du irgendwas falsch gemacht hast. Und nein, deiner Chefin würde ich auch keinen Gefallen mehr tun, wenn du als Dankeschön auch noch einen Tritt in den Hintern bekommst. Dann soll sie das in Zukunft selbst machen, wenn sie es besser kann. Das ist eine Sache.

    Eine andere Sache ist deine Sensibilität. Ich kann mich da gut reinversetzen, da ich in meiner Jugend auch ziemlich nah am Wasser gebaut war. Heute ist es bei mir eher das andere Extrem - leider. Aber damals habe ich auch wegen jeder kleinen berechtigten oder unberechtigten Kritik sofort losgeheult. Ich finde Menschen, die sehr sensibel sind, tausendmal sympathischer als Leute, die ständig auf 'cool' machen müssen und meinen, ihre Gefühle, ob gut oder schlecht, verstecken zu müssen. Allerdings sollte man schon einen gesunden Mittelweg finden. Man muss wissen, wann es sich lohnt, Tränen zu vergießen und wann nicht, sonst kriegt man noch die Krise.

    Ein klein bisschen dickeres Fell zumindest gegenüber deiner Chefin würde dir in der Tat nichts schaden. Bis dahin muss jedoch einiges gemacht werden. Es hängt im Wesentlichen davon ab, wie nah du andere Personen an dich ran lässt bzw. welches Gewicht du den Worten anderer beimisst. Wenn du die Worte deiner Chefin bierernst nimmst, ist auch klar, dass deine Gefühle hier in Wallung kommen.
    Ich würde dir als Erstes raten, deine Chefin mal um ein Gespräch unter 4 Augen zu bitten und ihr dann klar zu sagen, dass du dich beim letzten Mal ungerecht behandelt gefühlt hast. Schließlich bist du ein Neuling in dieser Firma und kannst nicht einfach mal den Laden allein schmeißen. Ich frage mich, was das für eine Chefin ist, die einem Neuling die Verantwortung über ein Unternehmen überlässt und dann, wenn einiges - auch unbeabsichtigt - schief läuft, den Neuling auch noch anmotzt.

    Ich würde dir empfehlen, nach dieser Erfahrung deine Einstellung gegenüber dieser Firma oder zumindest gegenüber deiner Chefin zu ändern. Sieh sie nicht als die gute Freundin und die Firma als eine Familie an, sondern sie als Chefin und die Firma als Firma. Du hast einen Arbeitsvertrag, sie kauft deine Arbeitkraft, du arbeitest für sie gemäß dem Arbeitsvertrag, und das war's dann. Du brauchst zu ihr keine persönliche Bindung aufzubauen - es sei denn, es beruht auf Gegenseitigkeit. Und das sieht mir bei deiner Chefin nicht danach aus. Versuche, zwischen Privatleben und Arbeit zu trennen. Und baue eine gewisse Distanz zu deiner Chefin auf. Zeige ihr innerlich öfter mal den Stinkefinger. Das beruhigt. Und lass mal ein paar Worte von ihr bei dir zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus fliegen.

    Wenn das nichts helfen sollte, würde ich dir empfehlen, dich für ein paar Tage mal krank zu schreiben und eventuell dir eventuell einen Berater aufsuchen oder spezielle Selbstbewusstsein-Kurse mitzumachen.

    Das Wichtigste ist aber, dass du dein Lebens- und Existenzrecht einforderst und dich weigerst, unterzugehen. Deshalb lass das mit den Selbstmordgedanken. Damit tust du dir selbst keinen Gefallen, glaub mir.
     
    #10
    spätzünder, 22 Januar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  11. Nevery
    Nevery (30)
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    in einer Beziehung
    wenn man etwas nach der arbeit anspricht, geht das an.
    aber bei uns zumindest heisst das "gnade dem, der auf der arbeit und im stress ne andere meinung zu haben wagt als cheffe".

    "nicht persönlich nehmen" ist aber schon das richtige stichwort :smile:
     
    #11
    Nevery, 22 Januar 2010
  12. User 12900
    where logic cannot intervene
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    nicht angegeben
    Hey,

    also ich habe im Sommer auch in einem kleinen Café angefangen zu arbeiten und mein Chef ist ein Choleriker, von Kolleginnen habe ich schon diverse Sachen erzählt bekommen, von Wutanfällen bis hin zu nachgeworfenen Pfannen (!).

    Ich bin auch der Meinung, man muss einfach freundlich bleiben, die Zähne zusammenbeißen, und sich "Arschloch" denken. Ich würde nicht um ein klärendes Gespräch bitten, denn zumindest bei meinem Chef würde das absolut nichts bringen und nur einen schlechten Eindruck hinterlassen, darauf hätte ich keine Lust.

    Ich habe mich immer dadurch motiviert, dass eben die meisten Gäste sehr nett zu mir waren, ich viel Trinkgeld bekommen haben, und leckere Sachen aus der Backstube essen durfte. :grin:

    Ernsthaft, es ist nur ein Nebenjob, ich würde da keinen Aufstand machen. Aber einen Gefallen tue ich in meinem Café auch keinem mehr - ich arbeite, wenn ich eingeteilt bin, und ansonsten nicht (denn mein Chef ruft auch gern um 12 Uhr an und fragt, ob ich nicht bitte um 13 Uhr da sein kann, auch wenn ich an dem Tag nicht eingeteilt bin :rolleyes:).
     
    #12
    User 12900, 22 Januar 2010
  13. KleineJuli
    Gast
    0
    Hast du vorher nur studiert oder warum kommt dir das fremd vor?

    Jeder, der zum ersten Mal irgendwo arbeiten geht, erlebt exakt das Gleiche. Wenn man irgendwo z.B. als Lehrling in der Gastronomie anfängt (ob Cafe, Bäckerei, Restaurant ...) wird eigentlich fast jeder so behandelt, da er alles noch nicht kennt aber irgendwie schon wissen muß *Augen verdreh* So ging es mir schon oft ... ich arbeite praktisch auch in deiner Branche.

    Ja, dazu braucht man ein dickes Fell. Wer sensibel ist (bin ich auch) muß lernen, damit umzugehen und nicht alles an sich ran zu lassen ... sobald man das Geschäft abschließt, bleibt der Rest auch dort, daß heißt, gedanklich bin ich auch nicht mehr bei der Arbeit ... alles ist vergessen ...

    Und bei einem Nebenjob wäre mir das dann eh egal. Kann man jederzeit kündigen, eine Ausbildung muß man schon zwingend durchziehen.
     
    #13
    KleineJuli, 22 Januar 2010
  14. Tinkerbellw
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    nicht angegeben
    Kopf hoch, ich erzähl dir mal aus meinem leben vielleicht muntert dich das auf.
    Hab 6 Jahren in einem kleinen Eisladen gearbeitet. Bis ich da richtig drinnen war hat es auch 2 Saisons gedauert (alle Eisbecher kennen, die 20.000 verschiedenen Verpackungen für Hörnchen, soßen, Becher, Löffel, Streusel und Zutaten kennen, Aufmachen und zumachen kennen, Sahnemaschiene kennen etc...). natürlich unterlaufen einem da immer mal wieder Fehler und meine Chefin ist dann manchmal auch hochgegangen. Bis meine Schwester dann mal ne Saison später angefangen hatte und wir dann zusammen meiner Exchefin mal gesagt haben, dass das so nicht geht, weil wir dann den ganzen Tag total geknickt sind hat es bestimmt mehrere Monate gedauert. Aber sie hat sich entschuldigt und meinte sie geht halt leicht hoch, das ist aber auch schnell wieder vergessen. Nachher waren wir sehr gut mit unserer Chefin bereundet und als sie dann nach 4 Jahren den Laden an ihre Nachfolger verkauft hat, war ich die Aushilfe die Kraft die mehr oder weniger meinen neuen Chefs gesagt hat, wie sie das machen sollen.
    Also auch schüchterne Leute meistern das, selbst wenn mir bei jedem Saisonstart beim ersten Eis die Hand gezittert hat :zwinker:
     
    #14
    Tinkerbellw, 22 Januar 2010
  15. Piratin
    Piratin (38)
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    Verheiratet
    @tinki: wie süß! :smile:
     
    #15
    Piratin, 22 Januar 2010
  16. MissPerú
    MissPerú (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
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    nicht angegeben
    die Idee, Arbeit und Privatleben zu trennen, ist natürlich genau die Richtige! Zurzeit gelingt es mir einfach noch nicht, nach getaner Arbeit abzuschalten. Und ich glaube, deswegen liegen meine Nerven auch so blank, weil ich eben "nie" wirklich Feierabend habe (innerlich). Ich muss ständig an meine Erlebnisse auf der Arbeit denken und ich versuche mir alles zu merken, was ich an diesem Tag gelernt habe.
    Deswegen reagiere ich gerade so überempfindlich auf diese "Kleinigkeiten".
    .
    Ich habe schon einige Jobs gemacht und eine ähnliche Situation auch schon des öfteren erlebt. Allerdings brauche ich jedesmal eine ganze Weile, bis ich mich an den herrschenden Umgangston meines neuen Jobs gewöhne. Ich habe das aber in nahezu jedem Job bisher irgendwann geschafft.
    Ich bin aber generell ein Mensch, der sich erst lange an eine neue Situation gewöhnen muss. Ich verkrieche mich sehr gerne vor Menschenansammlungen und Kellnern war immer mein absoluter Alptraum. Ich habe mich meiner Angst aber gestellt, indem ich diesen Job begonnen habe.
    Ich bin selbst erstaunt, dass bisher doch alles relativ gut läuft und, dass ich jeden Tag wieder hingehe anstatt wegzulaufen. Für mich, die ja schon beinahe an einer Sozialphobie leidet, ist das eine große Leistung.
    Eigentlich müsste ich stolz auf mich sein. ^^

    Ich finde es übrigens super, von euren Erfahrungen zu hören/zu lesen!
    Das gibt mir ein bisschen das Gefühl, als ob das alles völlig normal ist und gar kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken! :smile:
     
    #16
    MissPerú, 22 Januar 2010
  17. Starla
    Gast
    0
    Das kann ich nicht bestätigen. Ich bin in fast all meinen Nebenjobs von Anfang an korrekt behandelt worden und so etwas erwarte ich ehrlich gesagt auch. Ich würde mir das jedenfalls nicht lange bieten lassen und mir einen anderen Job suchen :zwinker:
     
    #17
    Starla, 22 Januar 2010
  18. honi soit qui mal y pense
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Lass mich mit dem Laissez-faire-Stil anfangen: vergleiche Dich nicht mit anderen, wenn Du vom Typus her nicht zum Laissez-faire neigst („entsetzliche Sensibilität“). Du kannst Dir diesen Stil nicht einfach mal aneignen – und wenn: dann ist der nur für kurze Zeit, irgendwann fällst Du wieder in Deinen „alten“ Stil zurück (spätestens im Stressmoment), was prinzipiell auch gut so ist, denn: so bist Du eben.
    Was ich nicht verstehe, ist der Titel: Ich kann nirgendwo arbeiten! – schon öfters soetwas vorgekommen?

    Es war für Dich einfach ein Sch…-Tag, nicht mehr und nicht weniger. Vielleicht hatte auch Deine Chefin einen schlechten Tag und hat es an der Schwächsten (Du bist nun mal neu) ausgelassen, was kein guter Stil wäre. Ich vermute: Sie wird insgesamt mit Dir zufrieden sein, deshalb das Lob, aber eben nicht mit dem heutigen Tag.
    Sieh das Ganze doch als einen Job (auch wenn wir zu allem inzwischen Job sagen) an und nicht als Deinen beruflichen Lebenstraum an und: unterscheide zwischen Kritik an Deiner Arbeit und Kritik an Deiner Person, denn Deine Person hat sie nicht kritisiert - Du hast es nur zu persönlich genommen, das meinst Du ja mit „entsetzlicher Sensibilität“. Du kannst einfach nicht abschalten, beschäftigst Dich zu lange mit Dingen, über die andere schneller und einfach hinwegkommen bzw. gar nicht erst so nah an sich heranlassen (diesen Vergleich mache ich jetzt mal).
    Auch wenn es sich „blöd“ anhören mag: schon mal an Entspannungsübungen gedacht (nein, nicht was viele jetzt hier wieder verstehen mögen)? Ich halte dies für wichtig, denn wenn Du studierst, einen wirklich nervigen Job mal hast, wie sehr nimmt Dich das evtl. mit?
    Sei jetzt froh, dass Du den Job hast und wirf diesen nicht vorschnell hin (denke mal an die Folgen). Kritik gibt es immer. Nächstes Mal gehst Du dort hin und versuchst, Deine Aufgaben zu machen. Ohne etwaige Hintergedanken bzgl. Deiner Chefin – fertig.
     
    #18
    honi soit qui mal y pense, 22 Januar 2010
  19. User 15352
    Beiträge füllen Bücher
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    1.504
    Verheiratet
    Fühl dich erstmal ge:knuddel:!


    Ich kann das gut nachempfinden - habe auch schon diverse Nebenjobs gemacht, in denen es alles andere als rosig lief :zwinker:. Aber wie hier schon viele schrieben: Man gewöhnt sich mit der Zeit daran, kann den Chef besser einschätzen. etc. Wie ist es denn mit Deinen Kollegen - verstehst Du Dich gut mit ihnen? Manchmal hilft es auch, sich zu "verbrüdern", denn geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid :zwinker:.

    Jedenfalls kannst Du stolz auf Dich sein, dass Du bisher alles so gut gemeistert hast.
    Kopf hoch, Du packst das :smile:!
     
    #19
    User 15352, 22 Januar 2010
  20. donmartin
    Gast
    1.903
    :smile:

    Glaube mir, nicht nur Dir oder Frauen allgemein geht das so, auch wir "gestandene Männer" müssen strammstehen und so manche Faust in der Tasche ballen..... :zwinker:

    Es ist halt so, Arbeit ist Arbeit und Privat ist Privat.
    Chef bleibt Chef.

    Das sind auch Menschen und die kochen auch nur mit Wasser.
    Solange du deine Arbeit ernst nimmst, dir nichts vorzuwerfen ist und du sie auch für Dich zuriedenstellend erledigst, du "zufrieden" nach Hause gehst kann dir nichts passieren.

    Sicherlich soll es auch Kritik geben, aber nicht vor Anderen oder gar Gästen, dazu sollte man sich unter 4 Augen unterhalten.

    Genaiso wie es dir mal schlecht geht, genauso LAunen haben Chefs natürlich auch. Sie verschaffen sich damit Lust, sie haben ein Ventil.
    Auch wenn es aus anderer Sicht nicht richtig ist.

    Siehe du zu, dass du dir auch ein Ventil schaffst. Spazieren gehen, Heulen gehört auch dazu, Musik hören oder irgendwas, was dich runterkommen lässt.
    Hinterfrage diese Dinge nicht, du wirst es nicht verstehen, dazu sind meist solche Dinge völlig aus dem Bauch heraus gesagt worden.
    Wenn es etwas zu Klären gibt, dazu sind Mitarbeiterbesprechungen da, da kommen beide zu Wort.

    Man darf sich nicht in eine Ecke drängen lassen, wenn man meint es ist ungerecht : Merken, Aufschreiben um ein Gespräch bitten. Sachlich und Ruhig.
    MAn sollte den Chef/Cheffin natürlich nicht reizen und provozieren.

    Hauptsache du hast es aus dem Kopf wenn du Feierabend machst.

    Wir haben auch eine Cheffin, die soetwas von Launisch ist, sowas hat noch niemand erlebt.
    Ich habe mir angewöhnen müssen, nichts mehr persönlich zu nehmen. Wenn ich merke, es ufert aus, nehme ich meine Sachen (auch aus ihrer HAnd oder von ihrem Tisch!) und gehe. Wortlos und Tschüss. Habe auch schon Besprechungen verlassen und gewartet bis sie sich ausgetobt haben. Nach 15 Minuten wieder rein, an den PC gestellt und ruhig mit der Vorführung weitergemacht.
    Später kann man immer noch reden, falls nicht, war das ganze nur wieder "Schaum" der geschlagen wurde und Nichts dahinter.

    Wenn du ein Ventil hast, einen Ausgleich - dann gehst du morgens frisch ans Werk. Sobald sich wieder Unsicherheit oder gar Angst einschleicht, dann beginnt die "innerliche Kündigung", das schreit nach Fehlern und Gleichgültigkeit. Dann muss man auch in den sauren Apfel beißen und den Job an den Nagel hängen.
    Denn die Cheffs sehen das nicht, sie sind erstaunt, sie wissen nochnichtmal WIE es dir eigentlich geht.

    Also, es gibt Regeln im Umgang miteinander, darauf darf und kann man auch einen Chef aufmerksam machen. und daran denken, wenns mal wieder haarig wird:
    Deine Zeit ist begrenzt, spätestens beim Feierabend, und dann bist Du wieder Du.Und "frei"! Während ein Chef 24 Std hat und da nicht rauskommt.
    Du wirst bezahlt für Deine Arbeit und nicht dafür, dass du ein Stück deines Privatlebens und dessen Qualität aufgibst.

    Du machst das schon! HAst schon ganz andere Dinge geschafft oder? :zwinker:
     
    #20
    donmartin, 22 Januar 2010

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