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Ich komme mit dem Aufräumen nicht mehr hinterher oder "Alles läuft sch***!!

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 67018, 2 August 2009.

  1. User 67018
    User 67018 (33)
    Sehr bekannt hier
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    in einer Beziehung
    Hi Foris,

    ich weiß nicht mehr wo ich anfangen soll, weil ich auch die Dinge nicht mal mehr nach Dringlichkeit sortieren kann... Die Stimmungskurve ist ganz weit unten, die Depression hat mal wieder gewonnen, d. h. ich sitze fast nur in meinem Zimmer und heule... Ich weiß selbst, dass mich das nicht weiter bringt (ich schreibe das grad nur für die Leute, die jetzt evt. vorhatten zu antworten, ich solle mich mal zusammen reißen!)! Aber irgendwie bin ich zu mehr im Moment nicht mehr fähig. Ich finde einfach keine Möglichkeit meine Akkus aufzuladen...

    Mal um einigen Dinge anzuschneiden bzw. zu beschreiben...
    Die Beziehung zwischen mir und meinen Eltern war schon immer scheiße. Und eingentlich haben sie mich ja schon lange fallen lassen... Damals, als ich die Essstörung hatte, sagte mir meine Schwester, dass sie mich schon aufgegeben hätten. Hinterher erzählten sie mir was von "Wir haben dich ins Krankenhaus geschickt, damit wir nicht vorgeladen werden, dass wir Hilfeleistungen unterlassen hätten und dafür dann auch noch in den Knast kommen!". Naja... Beim letzten Telefonat mit meinem Vater sollte es darum gehen, dass er mir beim Transport der Katzenstreu-Säcke hilft. Ich habe ihm dann dummerweise auch erzählt, dass ich derzeit krank geschrieben bin. Warum ich das getan habe, weiß ich nicht - wahrscheinlich der Ehrlichkeit halber - aber, "Ich erzähle es nicht", schwor ich mir von dem Telefonat. Daraufhin folgte dann schon ein Stöhnen, na ja... ich erklärte ihm dann noch, was ich wegen der Schmerzen alles unternehmen möchte(=Klinik oder Kur, spezielle Schmerztherapie usw.), dass ich da auch schon mit jemanden drüber gesprochen habe und so. Men Vater fragte mich dann, in welchem Jahr ich denn in der Ausbildung jetzt sei und wieviel ich noch vor mir hatte und dann kam sowas:
    Er:"Na, und wenn das nicht hilft?" ...Pause "...Dann war also wieder alles umsonst?"
    Mir sind die Tränen einfach nur runter getropft. Ich war so wütend. Ich habe nur noch geheult und geschrien, dass ich ja verdammt noch mal seine Tochter sei und er, als mein Vater, müsste mich eigentlich stark machen und hinter mir stehen und mich nicht auch noch runter machen... Als hätte er mich gar nicht gehört, wollte er plötzlich zum Ausgangstheme zurück und ich fragte, ob er mir gerade zugehört hätte oder so was... Ich meinte dann nur, dass ich nicht mehr kann, dass das mit dem Streu jetzt auch egal wäre und ich jetzt auflegen werde.
    Er:"Jetzt machst du´s dir wieder einfach und legst einfach so auf..."
    Zong nochmal rein da...
    Ich... ich konnte nicht mehr. Ich beschloss den Kontakt endgültig zu beenden.
    Die nächste Zeit plante ich das Streu auch ohne ihn hier her zu bekommen und war stolz auf mich, dass ich das geschafft hatte. Gerade wieder aufgebaut kam eine Karte mit ner Entschuldigung... Ablage P Ich war durch.

    Drei, vier Tage später klingelt es morgens, ich noch im Bad mich am Fertig machen, da höre ich auch schon den Fahrstuhl hochkommen. Plötzlich steht er in meiner Wohnung. Ich gucke einfach nur total pissig. Ein kurzes Wortgefecht meinerseints, Eingschnapptheit auf seiner Seite. Ich bekam meine Schlüssel wenigstens wieder... Ich dachte, ich wäre endlich fertig und könnte endlich anfangen, mich zu lösen, frei zu werden und mich zu entfalten... Nach Tagen nochmal was von ihm im Briefkasten. Ich Dumme, lese das auch noch, bin am Heulen...
    "Es war alles ein Missverständnis... Ich denke oft an dich und deine Katze... Wenn du mich brauchst, weißt du ja, wo ich bin... ich werde dich nicht mehr weiter belästigen..." Suuuuuuuuuper. Toll. Ich wieder eingebrochen.
    Wieder aufgerappelt kommt Post vom Amt. Die brauchen Auskünfte über meine Eltern. Ich angerufen, kein Zuständiger... naja... ihr kennt das ja bestimmt. Die mich dann tatsächlich zurückgerufen, wir das geklärt. Ich den Scheiß wieder dorthin gebracht, denen erzählt, dass ich keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern habe und auch nicht mehr haben möchte, die schicken das selbst zu meinen Eltern. Ich ging da raus und war stolz auf mich! So. Das mal zu den Eltern.

    Ach, a propros "abgeschlossen". Letzte Woche bekomme ich eine komische SMS von jemanden, der mich fragt wie´s mir geht und das es blöd ist, wie es auseinander gegangen ist. Hm, kein Name dahinter. Die SMS war definitiv für mich, denn meine Name stand darin. Ich habe diese Nummer nicht mehr im Speicher und kann sie nicht zuordnen. Ich sage mir, dass, egal wer es ist, dass es seinen Grund haben wir, dass es vorbei ist (was auch immer). Aber es spukt in meinem Kopf... die Nummer und die Befürchtung, wer es sein könnte... Durcheinander...

    Dann kam ein paar Tage später Post vom Jobcenter, die hätten da was mitbekommen. Ich wieder telefoniert und gemacht. Jetzt muss ich erstmal abwarten...

    So, ich würde das alles hier nicht schreiben, wenn ich Leute hätte, denen ich das erzählen kann... Mein Sozialleben: Eine Freundin. Eine Bekannte.
    Die Bekannte rufe immer nur ich an, weil sie mich vergisst. Das mit der Freundin... hm... also, wir wollten eigentlich am WE weggehen... sie rief mich dann vorher an, ob ich Lust hätte mit ihr und nen paar Freunden von ihr wegzugehen. Eigentlich war verabredet, dass wir beide zusammen weggehen und wenn ich nicht kann - wegen der Schmerzen - dass wir dann was bei mir machen. Ich habe ihr dann abgesagt, weil ich wirklich Schmerzen hatte und nicht noch mit ihren Freunden überfordert werden wollte, wenn wir wo hingehen, wo dann auch noch lauter Leute sind und der ganze Tumult und so... habe ihr dann nur gesagt, dass ich nicht mitkomme. Sie meinte, sie ruft mich noch mal an, dass wir was am Sonntag (also heute) was machen können... Heute kommt ne SMS, dass sie krank ist. Gut, kann sie jetzt nix für, wenn sie krank ist, aber der Mist davor wieder. Vor allem, weil ich ihr beim letzten Treffen nur gesagt habe, dass mich so etwas ziemlich verletzt. Weil das gleiche schonmal ablief.

    Ich bin einfach nur gekränkt. Warum vergisst man mich ständig?
    Warum bin ich nicht wichtig? Oder, wenn doch, warum fühlt es sich so an?
    Warum muss ich mich immer bei den Leuten melden?
    Und warum habe ich nur Leute um mich, die sich so verhalten wie meine Eltern? Immer wieder Versprechen machen, die sie nicht halten (können)!! Ich kann das nicht mehr. Dazu noch die Schmerzen (über die ich in einem anderen Thread schon was geschrieben habe)... Es kotzt mich einfach nur an, dass ich mich nicht mal mit Sport abreagieren kann. Nicht mal schwimmen ist drin.
    Gestern bin ich, weil ich´s echt nicht mehr ausgehalten habe, mit dem Fahrrad zu einem Feld gefahren und habe geschrien - so laut ich konnte. Hatte dann den ganzen Abend lang Halsschmerzen (war ja klar!). Aber das Fahrradfahren war echt toll. Ich habe mich gefühlt, als hätte ich was getan, aber nicht zu viel. War einfach nur positiv kaputt und musste mir den ganzen Abend lang noch sagen, dass ich es nicht übertreiben darf, weil ich dann gleich noch so viele andere Sachen machen wollte... Heute habe ich die Quittung: Schmerzen.

    Ich könnte die ganze Zeit nur schreien, als ging es um mein Leben.
    Ha, welch Ironie... tut es eigentlich auch, denn ich bin müde... ich kann und ich will so nicht mehr weiter machen. Ich versuche manchmal positiv zu denken und dann klappt auch ein kleiner Schritt nach vorne... am nächsten Tag gehe ich dann dafür wieder 3 große Schritte zurück. Ich halte das nicht mehr aus - ich halte meine Leben einfach nicht mehr aus!!!

    Ich stelle mir die Zukunft vor - nichts. Nichts was mich erfüllt oder so...
    Ich kann mir nicht vorstellen zufrieden oder glücklich zu sein. Ich frage mich, wozu es mich gibt und der einzige Grund der mir dazu einfällt ist: "Damit die anderen was zu lachen haben!" Siehe meine Ex-Beziehung, siehe den Versuch danach, siehe meine sozialen Kontakte, meine Vergangenheit, die ich einfach nicht bewältigen kann.
    Dieser riesen Berg, der sich da angstaut hat... ich komm da nicht drüber und ich kann ich auch nicht hinter mir lassen...

    Flake
     
    #1
    User 67018, 2 August 2009
  2. User 72148
    Meistens hier zu finden
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    vergeben und glücklich
    Hey Flake,
    ich fürchte, ich habe keinen guten Rat geschweige denn eine Lösung für dich.
    Vielleicht tröstet es dich ein wenig zu wissen, dass du nicht alleine bist und ich zumindest einige Probleme wieder erkenne.
    Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass es dir unmöglich erscheint, mit deinem Gesundheitszustand je wirklich glücklich und zufrieden zu sein. So geht es mir auch bei jeder schlimmeren Schmerzphase.
    Und der Rat, nicht aufzugeben wird sich bei dir vermutlich so schwachsinnig anhören wie bei mir. Deshalb einfach nur eine kleine Bekundung: Du stehst nicht alleine da und falls du mehr deiner Gedanken bei einer gezielten Person loswerden möchtest steh ich dir gerne per PN zur Verfügung.
    Liebe Grüße
    Maimamo
     
    #2
    User 72148, 2 August 2009
  3. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Bist Du denn aktuell in einer ambulanten Therapie? Oder Du bist mit Deinem Kummer ganz allein? Schau ggf., dass Du vor einer weiteren stationären Therapie aktuell Untestützung bekommst.

    Warum gibt es Dich? Das weiß letztlich kein Mensch. Ich weiß auch nicht, warum es mich gibt, also WOZU es mich gibt und ob das einen tieferen Sinn hat, dass ich existiere und bin, wie ich bin. Wir sind einfach da. Ausgesucht haben wir es uns nicht. Ich versuche, das Beste draus zu machen, wenn ich Momente habe, in denen es mir nicht gutgeht und ich an mir zweifle. Denn auch mit Freunden und Familie kann man sich schlecht, nutzlos und leer fühlen.

    Ich vermute, Deine Familie ist überfordert mit der Situation, sie verstehen nicht, warum es Dir so schlecht geht, was das Problem ist, sie sind selbst hilflos. Dein Vater hat versucht, auf Dich zuzugehen, auch mit dem Brief - ich denke, er will Dir helfen, weiß aber nicht, wie er das machen soll.

    Vielleicht wäre es gut, wenn Deine Eltern sich auch mal beraten ließen oder sich eine Selbsthilfegruppe für Angehörige psychisch Kranker suchen. Das gibt es.

    Zum Riesenberg: Schritt für Schritt. Du kannst nicht mal eben alle Probleme bewältigen. Aber Du kannst einen Weg finden, diesen Berg zu überwinden, Schritt für Schritt. Such Dir dazu einen "Bergführer", dem Du vertraust. Im Moment bist Du mitten in einem ganzen Wust und Knäuel von Problemen, Du weißt nicht, womit Du anfangen sollst. Hauptsache, Du fängst überhaupt an, statt zu resignieren.
     
    #3
    User 20976, 4 August 2009
  4. User 67018
    User 67018 (33)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Ja, bin ich. Aber ich verliehre i-wie immer wieder den sog. roten Faden, weil immer wieder neuer mist dazukommt (z b arge oder jobcenter)...
    Nein, mein Vater will es einfach nicht verstehen. Er ist einfach nur genervt, weil meine mutter ja auch ständig "simmuliert"... ich wusste oft selbst nicht, ob das bei ihr immer stimmte oder ob sie nur wieder im mittelpunkt stehen will... (ja, ist tatsächlich so, dass meine mutter neidisch auf mich war, wenn ich zwischen meinen eltern ging, weil sie dann nciht neben ihm gehen konnte... geil oder?!!) Mittelpunkt halt... Und wie schon gesagt: Mein vater hat mich damals als ich magersucht hatte schon aufgegeben... Damals sollten meine eltern paartherapie machen und einzel, weil die gesagt habe, dass ich einfach nur den scheiß ausbade (n muss), was DIE eigentlich miteinander hatten/haben...
    nach der magersucht kamen dann die schmerzen vlt halbes jahr später...
    seitdem bin ich in therapie, bin umgezogen, habe ne ausbildung angefangen, die ich unterbrechen musste wegen der schmerzen und habe immer wieder versucht mich abzugrenzen. nur räumlich scheint das nicht zu reichen...
    Ich kann ihnen einfach nicht verzeihen, was sie aus meiner Kindheit und Jugendzeit gemacht haben. sicher gibt es leute, denen es schlechter geht/ging - aber die gibt es immer... ich kann das nicht mehr nachholen, aber ich will. Ich will unbedingt nochmal kind sein dürfen und auch die welt durch diese augen sehen... ich will meine jugend nachholen, mit feiern gehen, mit freunden treffen, mal scheiße bauen, zu spät nach hause kommen... letzteres konnte ich z b nicht, weil ich nie rausgegangen bin, weil ich nicht wusste wohin... Ich denke mir oft, dass ich eigentlich hätte weglaufen müssen, aber richtig. Verschwinden, nicht wieder kommen... vlt hätten sie was gemerkt und ich wäre nicht krank geworden...

    Ich bin schonwieder am heulen... Schmerzen, Tränen... ist doch nicht normal...
    Ich hasse mich - ich hasse meine Existenz (denn ich weigere mich, dieses Dasein als "Leben" zu bezeichnen!)
     
    #4
    User 67018, 9 August 2009
  5. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    Deine Kindheit war, wie sie war. Es ist sehr traurig, dass Du so unglücklich bist und so viel Wut gegenüber Deinen Eltern empfindest. Anscheinend hat Deine Mutter einige Probleme - die Frage ist nur, ob Du sehr "in der Vergangenheit leben" willst oder ob Du Dich mithilfe von einer Psychotherapie davon lösen kannst. Die Vergangenheit kannst Du nicht ändern, Fehler sind passiert. Was vielleicht möglich ist: Dich mit Deiner Vergangenheit "arrangieren" und nicht zu sehr grübeln oder nach Schuld suchen. Du lebst jetzt - wie bekommst Du es hin, Dein Leben nicht als "Übel" zu betrachten und positive Aspekte Deines Lebens wahrzunehmen?
     
    #5
    User 20976, 9 August 2009
  6. User 27629
    User 27629 (33)
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    nicht angegeben
    Hallo Flake,

    hast du denn schon mal eine stationäre Therapie gemacht? Könntest du dir das aktuell vorstellen? Deine Situation klingt gerade ziemlich akut. Ich habe das Gefühl, es tut dir gerade nicht so gut, viel allein zu sein. Wie sieht es aus mit Selbsthilfegruppen in deiner Gegend? Hast du so etwas schon mal ausprobiert?

    Aus meiner subjektiven Einschätzung war der große Streit mit deinem Vater mit anschließendem Kontaktabbruch nicht verhältnismäßig zur Ausgangssituation. Er scheint mit seiner Aussage einen sehr wunden Punkt bei dir getroffen zu haben, wo alte Verletzungen bei dir wieder aufgebrochen sind. In deiner jetzigen schwierigen Situation ist das natürlich nochmal besonders heftig. Ich weiß ja nicht, was in der Vergangenheit da so alles vorgefallen ist, aber wie schon andere vor mir geschrieben haben: Die Vergangenheit ist vorbei und alles, was man daran noch ändern kann, ist die eigene Einstellung dazu. Das ist schwer zu akzeptieren, wenn man von der Vergangenheit so schwer enttäuscht ist und sich nicht damit versöhnen kann. Das ist ein langer Prozess. Ich habe ihn auch durchlaufen müssen. Hatte viele Kontaktabbrüche und lange Zeiten der Aufarbeitung, das Stimmungsbarometer ständig am Schwanken, Dinge gemacht, die aus heutiger Sicht nicht mehr nachvollziehbar für mich sind. Es sieht alles leicht aus, wenn man es von der Distanz betrachtet. Der Weg dahin ist wahnsinnig schwierig und kräftezehrend.

    Aber du hast schon einen großartigen Erfolg geschafft, indem du deine MS besiegt hast. Niemand außer dir weiß, wie hart das wirklich war und ist. Doch die Anerkennung für diesen Erfolg können dir nur wenige Menschen geben. Für die meisten Menschen ist es ganz selbstverständlich: "Iß doch einfach normal!". Aber du weißt wie schwer es wirklich ist und weil du das geschafft hast, kannst du auch die jetzige Situation überstehen.

    Was wirst du nun für dich selbst tun??
     
    #6
    User 27629, 11 August 2009
  7. User 67018
    User 67018 (33)
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    in einer Beziehung
    Ich weiß, aber ich kann - auch mit 3 jahren therapie - immer noch nicht drüber stehen und ich sehe nicht, dass das i-wann mal kommen wird.

    Gar nicht, würde ich jetzt mal antworten. Ich weiß, das klingt stur und rechthaberisch, aber ich kann im hier und jetzt nichts gutes erkennen... ich halte diesen "kampf" ums lebens i-wie nicht aus...
    ja, die stationäre ist sogar in Planung, aber i-wie kann ich jetzt hier nicht weg, das ist ja der mist. ehe ich die beantragt habe und die dann durch ist, sind eh erstmal locker 2-3 monate um und bis ich den platz dann habe... ende des jahres steht aber ein Umzug an und in der zeit kann ich nicht in thera gehe... ausserdem weiß ich immer noch nicht, was ich mit meinen tieren machen soll in der zeit... ich habe angst davor, ich war so oft in Kliniken, dass ich die langsam nicht mehr sehen kann...

    Hm, Selbsthilfegruppen, wenn du mir sagen kannst, was da als thema für mich überhaupt in frage kommt. Ich weiß das nicht. überall bin ich falsch, ich gehöre da nicht hin. alle gruppen, die ich bis jetzt gesehen habe drehen sich um eine bestimmt erkrankung. man kann mich nicht zuordnen... nicht mal die ärzte wissen, was ich habe, wie soll ich da ne gruppe für mich finden...?
    Wie? überstehen? ich bekomme nicht mal meinen alltag gebacken. gestern habe ich fast geheult, weil ich duschen musste (mit haarewaschen); ich weiß nicht mehr, wie ich das durchstehen soll... auf der arbeit tue ich gar nichts mehr, weil ich angst habe, dass ich wieder neue schmerzen bzw. schlimmere bekomme...
    Und alles was ich dann für mich tue (wohlfühltag z b) geht nach hinten los. immer, wenn ich meinem körper was gutes tun will, dann wird es noch schlimmer, also lass ich´s (und haue meistens dann noch drauf)... er soll ja nur funktionieren - mehr nicht...
     
    #7
    User 67018, 12 August 2009
  8. sweetgwendoline
    Verbringt hier viel Zeit
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    Hey Flake,
    ich kann deine Situation auch total gut nachvollziehen. Meine Kindheit und Jugend war auch nur von Verlassenwerden, Desinteresse und Fehl-am-Platz-sein geprägt.
    Einfach jeden besch***enen ums (Über)Leben kämpfen zu müssen...achja, das habe ich auch satt. Und dann auch noch das Gefühl, man übertreibe maßlos und sollte sich nur einfach mal nicht so anstellen (weil andere viel schlimmere Sachen erlebt haben, aber damit viel besser zurecht kommen...).

    Nimmst du Medikamente?
    Meine Depressionen und Lebensmüdigkeit sind auf jeden Fall viel besser geworden seitdem ich Antidepressiva (Citalopram) nehme. Ich sehe viele Dinge entspannter und kann mich besser aufraffen. Außerdem ist meine Essstörung mehr in den Hintergrund gerückt und ich kann besser schlafen (ich grübele nicht mehr soviel).
    Falls du also noch nichts nimmst, würde ich dir auf jeden Fall raten, das mal auszuprobieren.

    Ansonsten kann ich dir (leider) nichts sinnvolles raten. Ich kann dir nur sagen, dass ich dich verstehen kann.

    *gwendoline*
     
    #8
    sweetgwendoline, 12 August 2009
  9. User 67018
    User 67018 (33)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    in einer Beziehung
    Hi gwendoline,

    ja, ich bin auf ein Medi eingestellt, aber bis jetzt zeigt es keine erkennbare Wirkung (zumindest für mich nicht).

    Ich danke dir trotzdem für deinen Beitrag. Ich finde es auch wichtig mal zu wissen, dass es anderen auch so geht oder zumindest so ähnlich... das hat auch nichts mit rumheulen zu tun, dass es dem einen noch schlechter geht als einem selbst.

    Mit meiner ES komme ich eigentlich im Moment gut klar - sie spielt halt noch mit (ich denke, dass wird sie auch immer tun), aber hat nicht mehr den Stellenwert für mich. Die Schmerzen haben sozusagen die ES abgelöst und DAS ist jetzt meine "Hölle". Ich will einfach nur funktionieren... ich habe es satt, den Leuten das immer wieder zu erklären/erklären zu müssen, damit ich dann doch wieder nur höre "Ja, dann mach halt so und so"... ich kann aber halt mal nicht so und so machen...
    Es war - allein von den Füßen her - schon mal so schlimm, dass ich nur einmal am tag runter konnte, weil ich nur einmal wieder die treppen hochkam und lange war auch nicht mit gehen und stehen... dann saß ich den ganzen tag in der wohnung und konnte nur fernsehen oder lesen... ich schreibe sehr gerne, nicht mal das ging, weil ja auch die Handgelenke schon so schmerzhaft waren, dass ich nichts mehr machen konnte... Zu der Zeit war ich gerade aus der ES raus und dann kam das.

    Genau DESHALB fühle ich mich ja so "beschnitten" und betrogen... da wollte ich endlich anfangen zu leben und dann war ich wieder gelähmt und kam nicht weiter (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich weiß, dass meine Vergangenheit, zu der meine Eltern ja auch gehören, sehr viel damit zu tun hat... aber wie soll ich denn meinen Weg weiter gehen, wenn ich kaum laufen kann? Wie soll ich an meinem Leben basteln, wenn die Hände nicht richtig funktionieren?
     
    #9
    User 67018, 13 August 2009

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