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Ich mach das nichtmehr lange mit...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 64981, 15 Januar 2009.

  1. User 64981
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    vergeben und glücklich
    Hallo zusammen!

    Ich dachte nie, dass es so schlimm würde, aber ich bin im Moment echt am Ende.

    Im September 08 habe ich meine Ausbildung zur Jugend-/Heimerzieherin angefangen. Dass der Beruf kein Zuckerschlecken ist, war mir klar, aber ich dachte, ich nehme diese Herausforderung an und schaff das schon.
    Ich hing mich also da rein, suchte meinen Ausbildungsplatz, war auch erfolgreich und in der Schule kam ich auch super an.
    Nur seit Dezember geht garnixmehr.
    Ich habs am Anfang auf den Jahreszeitenwechsel geschoben, aber ich weiss mittlerweile, dass es dieser nicht sein kann - ich bin einfach tierisch unzufrieden.

    Ich arbeite in einer Jungengruppe mit 9 Jungs zwischen 6 und 11 Jahren. Für mich ist es total schwer, richtig an die Jungs ranzukommen. Ansich macht die Arbeit zwar Spaß, weil sie mich fordert, aber leider nicht fördert, ich komm keinen Schritt weiter, bin total stagniert.
    Der Schichtdienst macht mich fertig, weil ich kein normales Leben mehr führen kann. In meinem FSJ dass ich davor gemacht habe, waren die Arbeitszeiten auch unregelmäßig, aber nicht SO wie jetzt.
    Noch dazu habe ich keinerlei Erfolgsgefühl.
    Privat ging meine Beziehung fast zu Bruch - ich habe Reaktionen gezeigt, die im Nachhinein absolut krank scheinen, als ob ich nichtmehr ich selbst bin.
    Lachen - was ist das? Ich bin eigentlich nur noch am Heulen - selbst wenn ich mal lache, breche ich danach richtig in Tränen aus.
    Meine Wohnung sehe ich kaum noch von innen - da ich mich so fertig fühle, brauch ich immer meinen Freund oder meinen besten Freund um mich herum. Ok, letzterer ist ab und an auch mal bei mir, aber alleine sein geht garnicht - und früher habe ich das geliebt.

    Ich bin daher am überlegen, die Stelle zu Wechseln ab September. Wenns geht sogar schon früher, aber ich denke, bis September bekomme ich das noch hin! Ich würde gerne in einen Hort. Das ist auch ganztags (zumindest bei uns) und ich hab noch sowas wie Aktivitäten und jede Menge Organisation dahinter. Verspreche mir davon mehr Erfolg, als von meiner Arbeit im Heim - daher steht mein Entschluss zum Wechseln auch schon relativ fest.

    Dachte zwischendrin schon, ich hätte mich im Beruf getäuscht, aber es ist wirklich nur die wahre Heimarbeit, die mich so fertig macht. Ich hab das damals unterschätzt.

    Ich würde das gerne nächste Woche mal mit meinem Chef besprechen, ob der Wechsel intern geht (meine Einrichtung hat Heim, Hort und KiGa in einem Haus integriert).

    Mein Kopf sagt JA!, mein Bauch (auf den ich immer höre!) sagt auch JA!, mein Freund sagt "überlegs dir nochmal", mein allgemein psychischer Zustand schreit nach einem geregelten Leben. Oder eben einigermaßen.

    Will endlich mal wieder lachen können und entspannt zuhause meinen Feierabend genießen, ruhig schlafen und einfach leben können.

    Jetzt ist nur noch zu hoffen, dass das klappt...
     
    #1
    User 64981, 15 Januar 2009
  2. User 53463
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    vergeben und glücklich
    Fühl dich erstmal ganz dolle:gruppe:

    Ich glaube dir sofort, dass die Arbeit in einem Jugendheim nicht ohne ist. Wenn man alleine daran denkt was die Kids vorher alles durchmachen mussten. Da ist es sicher schwer wenn nicht unmöglich gut an die ran zu kommen. Und für dich ist es dadurch frustrierend, da du womöglich alles was du in der Theorie gelernt hast eben nicht mal so einfach anwenden kannst wie es sich vorher angehört hat.

    Du solltest jedoch bedenken, dass du noch ziemlich am Anfang des praktischen Teils bist, wenn du erst im Dezember angefangen hast. Da kann sich also wohl noch vieles tun. Ich denke gerade für den Umgang mit jugendlichen die so viele Probleme erlebt haben braucht man sehr viel Erfahrung. Wenn du also meinst bis September durchhalten zu können, solltest du die Zeit nutzen, um weiter zu kommen.

    Bezüglich der Frage zum Stellenwechsel. Ich denke du solltest dir wirklich erst noch ein bisschen Zeit geben. Immerhin ist das Ganze schon eine größere Umstellung für dich. Und gerade das mit dem Schichtdienst schlaucht am Anfang bestimmt mehr wie wenn man eine Weile dabei ist. Ich würde denke ich nach 3-4 Monaten überlegen, ob es so weitergehen soll oder die andere Stelle nicht doch besser wäre. Wenn dein Chef für den Wechsel jedoch eine längere Vorlaufzeit benötigen sollte wäre es vielleicht sinnvoll anzufragen unter welchen Umständen das möglich ist etc.

    Drücke dir die Daumen, dass es so weiter läuft wie du es dir ursprünglich vorgestellt hast und du darin doch noch deinen Traumberuf findest.
     
    #2
    User 53463, 15 Januar 2009
  3. User 64981
    User 64981 (29)
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    vergeben und glücklich
    @n00by: Danke für die lieben Worte!

    Ja, gerade habe ich Nachtdienst, der Dienst, der mir am wenigsten Spaß macht, aber am chilligsten läuft.
    Und auch heute hab ich wieder gemerkt, dass es nich so krass is, wenn ich mal drin bin, aber im gesamten betrachtet belastet es mich einfach zu sehr.
    Habe auch schon mit meiner Mentorin gesprochen, sie meinte, dass das voll normal ist, wenn man nich mit Schichtdienst arbeiten kann, ich solle aber mal mit unserm Chef reden, der braucht ne Vorlaufzeit, ob er mich ab Sommer wo einplanen kann - und ich denke auch, ein komplettes Jahr sollte ich machen, und schaff ich auch.

    4 Monate sind nicht viel Praxis, und, n00by, mit deiner Argumentation hast du vollkommen recht - aber ich denke, man sollte sich nicht kaputt machen, wenn nicht nötig. Und wenn man sowas wie Angstzustände und Schlafstörungen nie gekannt hat, wird man eben stutzig.

    Aber erstmal mit meinem Chef reden, ob es möglich ist, hier im Haus zu bleiben. Sollte das nich der Fall sein, muss ich zumindest mich nach neuen Stellen umsehn...
     
    #3
    User 64981, 15 Januar 2009

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