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Ich mach mich selbst kaputt

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von The Man, 14 Februar 2006.

  1. The Man
    Gast
    0
    Ich bin bestimmt kein Neuling hier im Forum, aber mein andere Nick, der sich hier etabliert hat, soll für dieses Thema mal unbekannt bleiben. Es geht darum, dass bei mir seit ca einem Jahr alles bergab geht. ok, nicht alles, aber sehr viel.
    Bevor jemand rummault, solche geschichten wie die folgende gibt es hier viele, wer trotzdem die Geduld und das Interesse hat sie zu lesen, dankeschön. Vor allem Dankeschön, da der Text doch etwas länger ist. Aber für alle, die gerne überfliegen, gibts Sinnabschnitte zu Hauf.

    Ich versuche alles, so offen wie möglich zu erzählen, und auch anfallende Fragen so zu beantworten.
    Während der Schulzeit war alles sehr relaxed, ab und zu lernen, meistens nicht, ausreichend gute Noten einsacken, nix machen, fernsehgucken, mit einem der wenigen guten Freunde was unternehmen. Ja das wars auch schon fast. Musikalische Talente eher des Spaßes halber gefördert, als dem wahren Ehrgeiz, der eher selten bei mir durchkommt. Nie engen Kontakt mit Mädchen gehabt (NIE), und bis zu einem bestimmten Punkt auch kein echtes Problem damit gehabt. Jetzt hat sich das Blatt gewendet.

    Schule ist zu Ende, viele Freunde sind weg, mein allerbester auch, ich stehe vollkommen allein da. Meine Schwester, die ich auch sehr liebe (also ihr wisst schon, wie ich das meine, Geschwisterliebe eben, keine Partnerliebe) ist 50km weggezogen, zwecks Studium. Alle Menschen, die mir mehr als eine normale Unterhaltung bedeutet haben, sind weg oder schwer erreichbar.

    Ich kann mit keinem über meine Probleme reden, fresse alles in mich rein, ab und zu lasse ich meine Wut an verschiedensten Einrichtungsgegenständen oder mit Faustschlägen an meiner Zimmerwand ab, aber das "befriedigt" mich auch nur kurzzeitig. Ich habe eine Arbeit gefunden, die für mich persönlich als Überganslösung gedacht ist, und definitiv nicht weitergemacht wird, wenn der Vertrag in ein paar Monaten ausläuft, einfach weils nicht unbedingt mein Ding ist.

    Nachdem ich ein wenig darüber gelesen habe, habe ich fast den Verdacht, dass ich echte (also nicht phasenhafte, sondern "krankhafte") Depressionen bekomme, oder schon längst habe.

    Ich war nie der große Partygänger, weil es mir nicht zugesagt hat (geht mal auf ne Saufparty als nicht Biertrinker, lol). Dadurch habe ich den großen Anschluss zur, hm sagen wir mal, "normalen" Gesellschaftsfähigkeit, wie man sie in meinem Alter haben sollte, verloren. Und jetzt sind alle bedeutenswerten Menschen um mich herum entweder weg, oder sind so beschäftigt mit ihrer Freundin, oder haben einfach keine Zeit mehr.

    Ich hatte schon die Einstellung, no Risk no fun, aber nicht in Bezug auf andere (z.B. Leute ansprechen), sonden auf mich selbst. Wäre es extremer, könnte man vielleicht von lebensmüde sprechen, aber das wäre definitiv zuviel des Guten.

    Aber ich bin so einer, der aus purer Langeweile mit kaputten Bremsen und ohne Körperschutz mit 55km/h (ja so schnell kann man bergab fahren, wenn man sich traut) den Berg runterbrettert, um zu sehen, wie schnell man das blöde Fahrrad kriegt. Oder der Typ, der sich demonstrativ nicht hinter die Markierung beim Bahnhof stellt, sondern sich lieber 10cm vorm vorbeifahrenden Zug die Luft um die Ohren wehen lässt. Der Typ, der runtergefallene Gläser lieber mit der Hand wegfegt, und das Risiko eingeht, sich zu schneiden, als nen Besen zu holen.

    Zynismus war einmal. War ne ganze Weile witzig, so nach dem Motto, lieber über die eigene Scheisse lächeln, als garnicht mehr. Aber nichtmal das geht noch. Ich dachte mir ergeht es, wie vielen anderen, von denen man hier oder anderswo liest oder hört. Die Leute, die so weit runter sind, dass sie sich sagen, jetzt ist Schluss, ich MUSS was ändern, sonst bringt es mich noch um.
    Aber der Punkt ist nicht erreicht, und wird es nie sein. Es gibt keinen finalen Tiefpunkt, es geht immer schlechter, als es ist. Und wenn nicht, geht es in eine andere Richtung, genasoweit unten.

    Auf jeden Fall bin ich nicht sicher, ob ich früher oder später mein Taschenmesser nicht doch für andere Dinge als Stöcke schnitzen benutze. Wie gesagt, ich war immer einer, den das Risiko der Verletzung gereizt hat. Aber früher war es nicht aus Notgeilheit, Lebensmüdigkeit oder ähnlichem, es war einfach mir ein Spiel. Man verliert oder man gewinnt. Man tut sich weh, oder nicht. Wer hat als kleines Kind nicht gerne mit verbotenen Sachen gespielt.

    Ich sage es gleich vorweg, ich werde kaum zu jemandem werden, der SVV betreibt. Warum, fragt ihr, woher weiss er das ?
    Traurig, aber wahr, ich habs ausprobiert. Nach dem ersten Schnitt in den kleinen Finger hatte ich keine Lust mehr. Naja, an seinem blutenden Finger zu nuckeln, war ganz witzig, aber nicht wirklich der Knaller. Gut zu wissen, dass ich mich nicht selber nach und nach zerschnippeln werde. Aber schockierend genug, dass ich es ausprobiert habe. Ich dachte, wie früher, wenn man die Bastelschere von den Eltern klaut: "mal sehen, was passieren kann". No Risk, no fun. Das Leben ist ein Spiel. Gefällt dir das eine nicht, spiel halt was anderes. Dumm nur, wenn man sich ein Spiel gesucht hat, und sich in eine Situation gespielt hat, von der man die Regeln nicht kennt.

    Ich glaube auch nicht, dass ich so schnell suizidgefährdet werden könnte, dafür fürchte ich den Tod zu sehr. Schonmal gut zu wissen. Aber da ich mittlerweile ein sagen wir Teilzeit-Impulsiver geworden bin, z.B. was Wutausbrüche angeht, ist nichts auszuschliessen.

    Wer bis herhin im Text gelesen hat, danke nochmal, war n hartes Stück Arbeit.
    Wie gesagt, ich will, dass ihr meine Situation so gut wie möglich kennt, damit irh auch so gut wie möglich helfen könnt.

    Ich weiss nicht mehr weiter, eine Woche verfliegt, die nächste ist schon um, und in mir passiert nichts. Keine positive Veränderung, kein großer Bruch im Leben, dass ich sage, jetzt ist Schluss, raff dich auf, du Arsch. Nix is. Und ich weiss nicht, wie ich da rauskommen soll. Dass ich niemanden habe, dem ich es erzählen kann (genau, niemanden), macht es um so schwieriger. Nein, es macht es unerträglich. die letzten 2 Wochen war ich bestimmt jeden dritten Abend in Tränen aufgelöst und hab nur noch wie ein Bündel dagesessen.

    ich will erstmal keine Ratschläge haben, dass ich zum Psychologen gehen soll. Warum ? ganz einfach, die Antwort kommt in sehr vielen Beiträgen, und für so eine Antwort, habe ich nicht soviel Text geschrieben. Ich habe soviel geschrieben, damit ihr mir helfen könnt, natürlich nur, wenn ihr wollt. Ich vertraue mich euch an, in der Hoffnung, dass ihr mir da raushelfen könnt, aktiv oder passiv, wie auch immer.

    Also, wer sich bis hierhin durchgekämpft hat, wird garantiert etwas antworten, also schreibt, was euch dazu einfällt. Vielleicht leide ich ja wirklich unter krankhaften Depressionen und würde mit der entsprechenden (verschreibungspflichtigen?) Medizin viel glücklicher sein, aber das glaube ich im Moment nicht. Ich bin kein pessimistischer Mensch von Natur aus, aber es gibt Dinge, die sieht man eben so, wie man sich fühlt, beschissen halt. So, jetzt ist der Beitrag fertig, dann kann ich ja auch endlich ne passende Überschrift machen.
    Nu reichts auch, danke für eure Geduld und eure Antworten !
     
    #1
    The Man, 14 Februar 2006
  2. Flocati
    Flocati (29)
    Verbringt hier viel Zeit
    735
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Hui.....jetzt hab ich mich mal durch deinen Text durchgekämpft....und die erste Frage die sich mir stellt.....:zwinker:

    Hast du Hobbys, wenn ja welche?

    (sorry, wenn ich da irgendwie was überlesen habe)...
     
    #2
    Flocati, 14 Februar 2006
  3. Bambi
    Verbringt hier viel Zeit
    1.082
    121
    0
    nicht angegeben
    Wenn du unter der Situation leidest (ich finde, das kommt nicht ganz eindeutig rüber), dann tu was. Kein Mensch muss leiden, wenn er das nicht will. Mach dich auf die (nicht ganz einfache) Suche nach einem fähigen Berater oder Therapeuten, der dir dabei hilft, deine Balance wiederzufinden. Ist bestimmt nicht der leichteste Weg, erfordert Mut und Frustrationstoleranz, aber ist gleichzeitig der erste Schritt, nachdem man sich entschieden hat, sich nicht aufzugeben sondern zu kämpfen.

    Ich wünsch dir alles Gute.
     
    #3
    Bambi, 14 Februar 2006
  4. Jugger
    Jugger (37)
    Verbringt hier viel Zeit
    230
    101
    0
    nicht angegeben
    Erst mal, ich fühle mich Dir verbunden, ich bin auch "alleine". Mein ehemals bester Kumpel ist mit meiner Ex abgedüst, daran kanbber ich jetzt schon etliche Monate. Ich habe auch ein fantastische Bruder-Schwester-Verhältnis zu meiner Schwester, sie wohnt in halt hunderte KM weit weg. Freunde habe ich nur wenige, durch Umzug.

    Jetzt zu Dir, gibt es eine Situation, in der Du etwas glücklicher wirst? Mein erster Tipp wäre, diese explizit zu fördern, und andere nicht ganz so wichtige Dinge beiseite zu schieben. Mach keine Halb-Hobbys, mach ein richtiges! Was hat das mit Deiner Problematik zu tun? Gute Frage... Ich bin auch extrem unzufrieden mit mir (manchmal), weil ich zuviel anpack und es dann nicht hinbekomme...
    Deine Depressionen solltest Du einem Spezi anvertrauen. Sei bitte kein Mensch, der sich aus wasauchimmerfürGründen keinen Therapeut sucht... Das ist doof!!!
    Der kann Dir auch in anderen Dingen helfen.

    Und, GANZ wichtig: Arbeite an Deinem autoaggressivem Verhalten, auch hier mit dem Therapeut. Du MUßT dich selber akzeptieren und mögen, bevor Du die anderen Dinge angehen kannst.

    Ich hoffe, ich habe daß richtig gedeutet: Du ritzt Dich quasi, oder willst Dich verletzen?

    Ich kann ein paar Deiner Gefühle nachvollziehen, aber niemand wird Dir in einem Beitrag eine auch nur annähernd gute Aussage machen können. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du antworten würdest.

    Bye Jugger
     
    #4
    Jugger, 14 Februar 2006
  5. Gottkaiser
    Gottkaiser (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Kenn ich irgendwo her. Habe seitdem ich mit der Schule fertig bin gut 80% meines Freundeskreises verloren und das waren nichtmal alles Schulkameraden. Seit ich arbeite und umgezogen bin habe ich kaum noch Zeit für meine Freunde gehabt, was ich echt schade finde und wenn ich die seh, dann grüsst man sich und hält ein bisschne Smalltalk, aber man unternimmt eben einfach nichts mehr miteinander. Und die restlichen Freunde sind eignetlich alles Kiffer oder Trinker, also auch mehr für sowas zu haben, was das ganze ein bisschen langweilig macht.

    Das mit dem leichtsinnigen Verhalten geht mir ebenso. An Selbstmord denken tue ich nicht, aber ich spiele echt gerne mit dem Feuer.

    Also wenn ich das nochmal durchlese, dann klingt sogar sehr viel davon nach mir selber... Das macht mich jetzt echt nachdenklich...

    Grossartig helfen kann ich dir allerdings nicht. Hier kam die Frage nach Hobbys auf und davon habe ich so viele, das es mich schon wieder überfordert. xD Also dann hau rein
     
    #5
    Gottkaiser, 14 Februar 2006
  6. Viech
    Viech (29)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.013
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    vergeben und glücklich
    hab leider nur kurz zeit, daher das erste was mir in den sinn kommt: wie flocati schon sagte: hobby suchen und intensiv ausüben (muss ja nichts alltägliches wie radfahren oder so sein) oder du begibst dich vielleicht schon mal auf die suche nach einem neuen und ERFÜLLENDEN job für dich. der eine is nichts für dich, läuft noch n paar monate... dann nutz die monate und mach dich schlau was es so für dich geben könnte. geh auch weg, nimm nen job weiter weg an, besuch ne weiterführende schule oder sowas. denn das würde deinem leben automatisch einen gesunden ruck geben!!
     
    #6
    Viech, 14 Februar 2006
  7. streethawk
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Hallo erstmal.
    Ob du es glaubst oder nicht, aber ich steckte bzw stecke in einer Ähnlichen Situation wie du. Ich hatte nie wirkliche Freunde, immer nur Leute, die mich ausnutzten. Doch ich hatte ein Ziel: Ich wollte unbedingt zur armee. Gut, ich bin nicht zu den Fallschirmjägern gekommen; Panzerfahrer ging auch nicht, aber wenigstens hat die Airforce erbarmen gezeigt und mich genommen. Ich war sehr glücklich. Kameraden akzeptierten mich und ich durfte sehr wertvolle Erfahrungen machen. Dann waren die 4 Jahre sehr schnell rum und ich mußte mich wieder ins zivile Leben eingliedern, was mir sehr schwer fällt. Zudem ich auch im Studium nicht gerade gut bin und meine Hobbies nicht gerade von meinen Komilitonen als "gleichwertig" anerkannt werden. Außerdem werde ich von denen für dumm gehalten, nur weil ich zum Softair spielen gehe, keine Peilung von Computern habe und mit Metal-Musik, Büchern und Fantasy nix anfangen kann. Ich bin halt in deren Augen einfach out.
    Doch ich habe, auch wenn nur wenige; Freunde. Die sind zwar nicht an der Uni, stehen aber tritzdem zu mir und halten auch zu mir.
    Ich weiß, daß ich nicht dumm bin, nur weil ich anders bin. EIn Außenseiter bin ich aber wohl, das war ich schon immer. Natürlich auch weil ich halt anders bin.
    Dir kann ich echt nur raten, such dir ein schönes Hobby und lerne nette, gleichgesinnte Leute kennen. Du wirst sehen, das ist leichter als Pfannkuchen essen.
    Und immer dann, wenn du nicht dran denkst, gerade dann passieren die schönsten Dinge. Sorry wenn ich dich jetzt verwirrt habe, aber mein schreibstil ist nicht gerade der Beste ;-)
     
    #7
    streethawk, 14 Februar 2006
  8. The Man
    Gast
    0
    "Ich hoffe, ich habe daß richtig gedeutet: Du ritzt Dich quasi, oder willst Dich verletzen?"

    Nein ich ritz mich nicht. Wie gesagt, ich hatte es "versucht", aber es gab mir nicht den Agressionsabbau, der gereicht hätte, es weiter zu machen.

    Und weil es hier soviele ansprechen, ja ich habe Hobbys, genug sogar. Nur sind das alles welche, die man alleine macht (oder machen kann). Filme schauen (wer das als Langeweile abtut, sorry, das ist es nicht) ist ein großes Hobby, genauso wie Gitarre spielen, Fahrradfahren und andere Sachen. Ein Aussemseiter war ich nicht direkt, aber auch nicht der totale Insider.
    @ Bambi
    Ist evtl nicht rübergekommen, ja ich bin mehr als unzufrieden mit meiner Situation. Ich HASSE sie, ich hasse alles, wie es jetzt ist. Aber irgendwann findet man sich schon fast damit ab, dass es nicht mehr in Ordnung ist.

    Ich hasse es, alleine zu sein, ich hasse es, nicht zu wissen, was ich will, wie ich da rauskomme.
     
    #8
    The Man, 14 Februar 2006
  9. Teufelsengel
    0
    Ich würde sagen du schnappst dir nen Bekannten, veilleicht noch Freund aus der Schulzeit und gehst mit dem mal was trinken. Und versuche mal aus dir rauszugehen, ich weiß das sich das schwierig anhört. Aber vielleicht solltest du versuchen dich mehr in die Gesellschaft zu integrieren. Dann wird das schon wieder. Versuhe doch mal irgendeinen Mannschaftssport uzu machen. da lernst du Leute kennen. mit denen du was machen kannst und du kannst dich abreagieren, indem du dich auspowerst bis zum Get No. :zwinker:
    Das ist manchmal echt befreiend. Versuchs einfach mal so. Dann wird das schon wieder!!

    Das sind die Sachen die mir spontan eingefallen sind, ich wünsche dir viel Glück :zwinker:

    Teufelsengel:engel:
     
    #9
    Teufelsengel, 14 Februar 2006
  10. Witwe
    Witwe (35)
    Benutzer gesperrt
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    0
    3
    nicht angegeben
    Also ich habe mich auch mal gerade "durchgekämpft"... aber macht nichts, ich lese gerne auch mal längere Texte.
    Mein erster Gedanke war, als ich so deine Geschichte gelesen habe, du mußt ziemlich clever sein. Du schneidest dich in den Finger, aber du weißt, das ist es nicht. Du suchst nach irgendwas, aber weißt nicht was es ist und woher und wie alles erstmal anpacken.

    Ja, und ob du es glaubst oder nicht, es gibt viele, denen es so geht wie dir. Mir gehts es auch derzeit so ähnlich. Seit ich mit der Ausbildung fertig bin, hat sich alles um 180° Grad gedreht. Normal fängt dann erst das Leben an sagt man - ja bei allen - aber bei mir hat es dann aufgehört! Mein Leben ist aus den Bahnen geraten und nichts war mehr sicher! In jedem Lebensbereich gab es Komplikationen, und ich wußte nicht wohin mit mir und was tun. Jede Motivation, Kraft und Energie ist mir verloren gegangen, weil es sowieso nirgends mehr geklappt hat, ich hatte alles irgendwie verloren.. Und dafür sind alle Gefühle und Impulse umso stärker geworden und bis an ihre Grenzen gegangen.
    Ich komme mir jeden Tag vor, als würde ich auf einem dünnen Seil über einem tiefen Abgrund laufen. Doch drüber zu laufen gelingt nicht, aber runter zu springen ebenfalls nicht.
    Aber hey, that´s life. :zwinker: Ich denke, man muß einmal in seinem Leben an so einem Tiefpunkt angekommen sein, um wirklich was bewegen zu können.

    Ich könnte dir jetzt auch Tips geben und sagen, geh raus, du wirst auf Gleichgesinnte treffen, mach irgendwas vollkommen anderes, was du schon immer tun wolltest, und du wirst ein ganz neues Körpergefühl für dich entdecken, ein ganz neuer Sinn, aber ich denke, das willst du vielleicht alles gar nicht hören...

    Ich kann dir nur sagen, daß es "Gleichgesinnte" gibt und die sind da.
     
    #10
    Witwe, 15 Februar 2006
  11. SoulExpression
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    Single
    Also dieses Alleinefühlen kenn ich auch. Mit dem Unterschied, dass ich keinen Grudn dazu hab. Naja aber vor dem Alleinsein hab ich noch mehr Angst, weil das, was dir jetzt passiert wird mir auch wiederfahren. Mit dem Unterschied, dass ich weggehe und nicht alle andern.

    Wie die anderen schon gesagt hab: Auf Hobbies festlegen. Du hast ja geschrieben, dass du gerne Fahrrad fährst... wieso meldest du dich nicht zum Beispiel in einem Fitnessstudio oder Radsportclub an? Ich weiß, du tust das eher als Spaß an der Freude anstatt aus purem Ehergeiz. Das ist völlig ok. Aber in sonem Club ode Studio sind Menschen, die dein Hobby teilen. So könntest du neue Bekanntschaften knüpfen. MIr ist auch klar, dass diese Bekanntschaften nicht von Anfang an deine großen Vertrauten werden können. Aber vielleicht lernst du dann ja doch neue Leute kennen, mit denen du Dinge unternehmen kannst. Das muss ja jetzt nicht heißen, dass ihr auf Parties geht oder so.
    Ode wieso meldest du dich nicht zu nem Tanzkurs an, oder zu einem Sprachkurs. Da sind Leute zum kennenlernen. Sag jetzt bitte nicht, du kannst nicht tanzen und nicht sprechen. :-D das zählt nich

    Wissen deine Schwester und deine Freunde eigentlich von deiner Situation? hast du mit ihnen Kontakt? Seht ihr euch dennoch regelmäßig? nur weil sie in eine andere Stadt gezogen sind, bleiben sie doch deine Ansprechpartner oder?

    Darf ich fragen, was du für nen Schulabschluss hast? Ausbildung? Lehre? STudiert? Ist dein JOb, dwen du jetzt hast wirklich was festes oder nur sone ARt Aushilfs oder ferienjob? Wie wärs mit ner Weiterbildung? UMschulung? Neues Gebiet entdecken?

    Und was mir auch noch einfällt: Gönn dir mal was. Gerade wenn du allein bist solltest du deinem Körper und deiner Seele mal was gutes tun... Kauf dir zum Beispiel nen gut richenden Badezusatz, nimm ein richtig feines Warmes vollbad mit kerzen drum rum und der musik die du magst... und denk dabei mal nicht daran, dass alle weg sind und du allein bist. Genieße einfach mal die ruhe, mach Augen zu und Entspann. MIr hilft das immer mal, wenn ich nicht weiter weiß. Oder wie wärs mit Sauna? Sauna ist toll, tut dem Körper gut. Oder bestell dir ne Pizza und zieh dir deinen Lieblingsfilm auf der couch rein. Hast ja geschrieben, dass das eines deiner Lieblingsbeschäftigungen ist. Du kannst natürlich auch einfach mal deine Lieblingsmusik ganz weit aufdrehen und mitgröhln.

    So ich hab jetzt so viel geschrieben. Wehe du nimmst nicht wenigstens einen meiner Vorschläge an....

    Vile Glück dir noch
     
    #11
    SoulExpression, 15 Februar 2006
  12. The Man
    Gast
    0
    Also wa sich jetzt mache, ist ein praktikum (kein Schülerpraktikum, bin ja kein Shcüler mehr). Das geht bis Juli. Hab letztes Jahr Abi gemacht. Und bin jeden Tag erst um 19 Uhr zu Hause. Deshalb ist Verein nicht wirklich sinnvoll. Ich arbeite noch am Wochenende und bin froh, wenn ich 3 stunden mal frei hab. Stress total.
    Meine Schwester kommt regelmässig an den Wochenenden mal nach Hause. Es geht nicht darum, mit ihr ständig in Kontakt zu sein,es geht darum, dass sie nicht mehr zu Hause bei uns ist, wenn ich abends nach hause komme, z.B.

    Ich gönn mir schon sehr viel, aber das isses nicht, es hilft mir auch nicht. Ich bin einfach mit meiner Situation überfordert.
    Und nein, ich kann NICHT tanzen, absolut Null. Und ich weiss von vorneherein, dass mir der Ehrgeiz dazu fehlt. Ich habs mal in nen Tanzkurs versucht, aber war nicht mein Ding, ist noch nicht lange her.
    Sprachkurs habe ich schon überlegt, da bin ich noch auf der Suche.

    Die Sache ist einfach, ich das fällt mir jetzt bein Schreiben erstmal selbe auf: Ich habe einfach zu wenig Zeit, und wenn ich mal Zeit habe, nutze ich sie nicht.
    Aber ob mir ein Hobby, dass ich richtig ausgiebig mache, wirklich helfen würde, weiss ich nicht.
    Sagen wir es mal so: Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden.
     
    #12
    The Man, 15 Februar 2006

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