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Ich muss mich mal auslassen..

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von depri, 12 Juli 2003.

  1. depri
    Gast
    0
    Hallo,

    ich lese zwar schon seit einiger Zeit in diesem Forum mit und hab auch schon einige Tipps wahrgenommen, hatte jedoch bisher keinen triftigen Grund gesehen, mich zu registrieren und selbst etwas zu schreiben.

    Doch irgendwann kommt man zu einem Punkt, an dem man einfach schreien möchte..

    An diesem bin ich nach längerer Zeit mal wieder angelangt.

    Also, mein "Problem" bin höchstwahrscheinlich ich selber, jedoch sehe ich keine Möglichkeit, dies zu ändern.

    Ich gehe nicht davon aus, dass mich auch nur einer hier auch nur annähernd verstehen kann / möchte...

    Aber egal, bin trotzdem gespannt auf eure Meinungen, zumal es auch etwas nicht alltägliches sein dürfte.

    Ich bin 19 Jahre alt, habe letztes Jahr erstmal meinen erweiterten Hauptschulabschluss nachgeholt, nachdem ich 1999 die Schule nach massiven Problemen mit der Lehrerschaft verließ. Ich spiele mit dem Gedanken, zumindest noch den Realschulabschluss nachzuholen, wobei ich jedoch auch da am Grübeln bin, was es denn letztendlich bringen soll.

    Denn ich habe - vermutlich in euren Augen - eine ziemlich unübliche Ansicht dieser Welt und den Regeln der Gesellschaft.

    Ich hasse es, dass man an einem Stückchen Papier gemessen wird. Ich hätte gerne studiert, jedoch wurde mir dieser Weg damals verbaut. Ok, ich war nicht ganz unschuldig, von alleine hätte ich diese Entscheidung jedoch nie getroffen.

    Ich hasse es, dass man Geld benötigt, um ein angenehmes Leben führen zu können. Ich hasse Menschen, die so tun, als ob alles wunderschön wäre auf diesem Planeten.

    Ich wäre am liebsten nie geboren worden, dann hätte ich diesen ganzen Mist nicht erleben müssen. Dann müsste ich mir jetzt keine Gedanken machen, wie ich es anstellen könnte, mein Leben zu beenden. Selbstmord schließe ich aus..daran gedacht ? Na klar ! Mut dazu ? Niemals..

    Trotzdem habe ich keine Lust, noch mindestens 50 Jahre mir diesen ganzen Dreck ansehen zu müssen...

    Seitdem ich damals die Schule verließ, bin ich eigentlich den ganzen Tag vor dem PC und surfe im Internet oder mache sonst irgendetwas am Rechner. Und ich fühle mich wohl dabei. Ja, das Internet stellt meinen Lebensinhalt dar und ich möchte es im Grunde auch nicht ändern..

    Klar würde ich gerne Geld verdienen, um mein Leben so leben zu können, wie ich es gerne hätte. Doch am liebsten in meinem dunklen Zimmer zu Hause. Ich mag auch den Tag nicht, ich liebe die Dunkelheit und ich werde leicht aggressiv bei Tageslicht..

    Spätestens jetzt werden die ersten denken, dass ich ein klarer Fall für die Klapsmühle bin. Aber das ist mir ehrlichgesagt total egal..

    Naja, seit dem August letzten Jahres bin ich jedenfalls mit einer Freundin unserer Familie zusammen. Sie ist 31, also ein paar Jährchen älter als ich.

    Sie kennt mich seit 1995, also auch nicht gerade das, was man einen kurzen Zeitraum nennt. Sie hat also mein "Erwachsenwerden" (oder wie auch immer man das nennen mag) miterlebt. Ich habe auch immer mit ihr reden können, sie weiß von meinen "Problemen" die ich mit der Welt habe, aber wir kamen halt trotzdem zusammen.

    Nun auf einmal fängt sie jedoch an, mich nur noch niederzumachen und zu kritisieren, wo sie nur kann. Und das auch in Dingen, wo ich mehrmals nachhakte, ob es denn auch wirklich in Ordnung sei...

    Ich bin mittlerweile jedoch soweit, dass ich eine Ausbildung machen möchte, doch dann kriege ich nur zu hören: "Machste ja eh nich.." und das reißt mich dann wieder völlig runter und dann denk ich wieder: "Wozu eigentlich ? Is eh allen egal, was ich mach... "

    Ich würde mich selbst wahrlich nicht als dumm bezeichnen, ich könnte jetzt mein Abitur in der Tasche haben und studieren.
    Aber wozu ? Macht es einen Menschen wertvoller oder intelligenter, nur weil er einen Fetzen Papier vorweisen kann, wo ein paar Zahlen und ein paar Namen draufstehen ?

    Das, was ich gerne machen würde, bleibt mir verschlossen, weil mein Fetzen Papier nur wenig wertvoll ist...und das kotzt mich tierisch an..

    Nichtsdestotrotz werde ich versuchen, eine Ausbildung zu bekommen, auch wenn diese wohl eher nicht dem entsprechen wird, was ich eigentlich gerne haben würde bzw. wozu ich fähig wäre... aber was solls, das Leben spielt nunmal mit einem ein grausames Spiel. Mit den einen mehr, mit den anderen weniger..

    Naja, meine Freundin hat nun halt keinen Bock mehr und da ich mich nicht ändern kann / will, wird es wohl oder übel demnächst auseinandergehen. Vernünftig reden kann ich mit ihr nicht, sie ist sonst niemand, der die Klappe hält, sondern immer die Meinung sagt, außer in diesem Fall... Wenn ich mit ihr reden will, kriege ich nur zu hören: "Werd erwachsen" oder "Nö, keine Lust" ...

    Das finde ich jedoch ziemlich albern...
    Ich denke, ich kann sagen, dass ich sie liebe, nur will ich mich einfach nicht verstellen, nur um so zu sein, wie es jemand anderem gefällt... Ich werde sie also verlieren und das wird mir sehr wehtun, es tut im Moment auch schon so verdammt weh, aber es war abzusehen..

    Naja, wo mein problem jetzt genau liegt, diese Entscheidung überlasse ich mal anderen.

    Ich wollte mich einfach mal auskotzen, auch wenn das hier nur ein geringer Bruchteil lesen wird...

    Für die, die bis jetzt gelesen haben, sag ich einfach mal Danke, auch wenn ich nicht genau weiß, wofür eigentlich ? Helfen kann mir eh niemand und möchte ich auch nicht und ändern ist ebenfalls ausgeschlossen..

    Naja, das war mein Wort zum Samstag. Und ob ihr euch jetzt lustig über mich macht oder nicht, das liegt allein an euch.

    Ich nehms jedenfalls keinem übel, der Großteil der Menschen ist nunmal eine Marionette im großen Spiel der Erde..
     
    #1
    depri, 12 Juli 2003
  2. Porcupine
    Gast
    0
    ...... fragt sich nur, wen es berechtigt, mit den Marionetten herumzuspielen...

    Hallo.
    Ich habe Deinen Text gelesen und mich weder darüber lustig gemacht noch habe ich irgendwie gedacht, dass Du einen an der Waffel hast.
    Im Gegenteil.
    Ich habe sogar Verständnis für Deine Lage, da es mir (mit Schule) einst ähnlich erging und (mit Einstellung) teilweise noch immer ähnlich ergeht.

    Damals habe ich nach der 10. Klasse auf einem Gymnasium die Schule abgebrochen aufgrund von Problemen, die nun hier nichts zur Sache tun.
    Ich brach also die Schule ab, verschanzte mich zu Hause und verbrachte die meiste Zeit meines Wachseins am Rechner im Internet, was meist nachts der Fall war.
    Ich bildete mir ein, mich wohl zu fühlen.
    Jedoch war dies wohl nur oberflächlich und tief in mir glühte etwas, das dem Brand gefährdet war.........

    Ich zog dann fort von "zu Hause" (wohnte bei meinem Vater) - ich zog mit meinem Freund zusammen.
    Ich bildete mir wiederum ein, dass dies gut wäre für mich. Naja, war es ja im Endeffekt auch - habe gelernt.
    Jedoch passierten einige Dinge in Zusammenhang mit diesem Arsch, die ich hier ebenfalls nicht öffentlich erwähnen möchte. Trotzdem blieb ich knapp 2 Jahre bei ihm.
    Als ich mich übersäht mit blauen Flecken von ihm trennte, begann eine sehr schwere, depressive Zeit für mich. Jedoch hat eben genau DIESE Zeit meine Persönlichkeit völlig gestärkt und überhaupt erst zugelassen (bei meinem Exfreund wurde sie eher unterdrückt).
    Ich "floh" also vorerst zu meinem Vater. Ich sah keine Perspektiven mehr in meinem Leben, bekam Depressionen und wollte gar nichts mehr. Ich wollte nur weg. Fort. Ans Meer. Ins Ausland - irgendwohin, wo keine Menschen sind. Irgendwohin - egal wohin, EGAL WOHIN, hauptsache weit weg von dem ganzen Dreck...
    Nach einiger Zeit beschloss ich, das "Spiel mitzuspielen" und begann, die Schule wieder anzufangen, um mein ABI nun doch noch zu machen. Nebenbei suchte ich mir eine Wohnung in der Stadt, in der sich meine Schule befindet. Nach schwierigen zeiten klappte alles dann doch, und nun geht es mir wieder "gut" insofern, dass ich in mir selbst gefestigt genug bin, um dem ganzen Dreck standzuhalten.
    Leider kann man alleine nichts tun, nichts unternehmen gegen all diese Kaputtheit in unserer Welt. Wahrscheinlich ist das alles einfach nur menschlich.

    Und wir - die, die dagegen was sagen, die werden als kaputt bezeichnet....weiss der Teufel, was...

    Zumindest wird mir mehr und mehr klar, dass Freundschaft wohl eine Rarität zu sein scheint. Ich habe keine Freunde, doch, einen vielleicht - mein Vater. Eigentlich die einzige Person, die mie niemals in den Rücken fällt - man kann sich auf ihn verlassen.

    Menschen in meinem Alter (ich bin 18) - mit den meisten von ihnen komme ich nicht klar oder eben nur insofern, dass ich mit ihnen "auskomme", da es nötig ist, sprich: Schule usw...
    Aber ansonsten bin ich eigentlich eher ziemlich alleine.
    Daher glaube ich, Dich ziemlich gut verstehen zu können. Ich hatte auch Phasen, in denen ich "rebellierte", indem ich sagte: Warum wird man nach einem Zettel eingestuft? (habe auch heute noch diese Einstellung und denke, dass aufgrund dieses blöden Systems eine Menge Talente hops gehen)..
    dann, warum man denn Geld braucht, um zu leben? Ja, das verstehe ich ebenso. Es kotzt mich auch einfach an.
    Ich könnte jetzt einen Roman schreiben über meine Ansichten, aber das lasse ich jetzt lieber, denn momentan und in diesem Thread geht es schliesslich um DEIN Problem...

    Darum hoffe ich, dass Du trotz allem immer wieder ein wenig Mut zu schöpfen vermagst. Zumindest soviel, um Deine Tiefs durchzustehen...
    Doch eines mag ich Dir raten:
    Es ist eine gefährliche Sache, diese Isolation....
    Und pass auf, dass Du nicht so weit kommst, dass Du kein Glück mehr zulässt - kannst Du mir folgen?

    Zumindest wünsche ich Dir wirklich alles, alles Gute, auch, wenn Du's vielleicht nicht hören kannst.

    In diesem Sinne - Porcupine

    PS: Der ganze Mist (Schule, Arbeit, Geld - das ganze System) ist ein Spiel. Man sollte vielleicht lernen, es wirklich nur als Spiel anzusehen - mitspielen... Das macht einem das bisschen Zeit, das man noch für sich alleine hat, um einiges leichter, glaub mir...
     
    #2
    Porcupine, 12 Juli 2003
  3. Mr.Gonzo
    Gast
    0
    Der ganze Mist (Schule, Arbeit, Geld - das ganze System) ist ein Spiel. Man sollte vielleicht lernen, es wirklich nur als Spiel anzusehen - mitspielen... Das macht einem das bisschen Zeit, das man noch für sich alleine hat, um einiges leichter, glaub mir...

    das problem dabei ist, dass man sobald man begriffen hat, dass das ganze nur eine art spiel ist, man keine lust mehr auf dieses spiel hat.
     
    #3
    Mr.Gonzo, 12 Juli 2003
  4. PuppaL
    Gast
    0


    also als ich das stück gelesen habe, hab ich mich irgendwie wieder "erkannt" ....ich versteh dich sehr gut....
     
    #4
    PuppaL, 12 Juli 2003
  5. Porcupine
    Gast
    0
    Aber wenn man vorher keine Lust drauf hat, quält es einen noch mehr und drückt einen in Zwickmühlen...

    So ging es eben mir auch...Auch, wenn das alles wiederum eine Illusion sein mag.
    Mir kommts manchmal so vor, als ob irgendwie ne ganze Menge nur aus Illusionen besteht / darauf aufbaut,,,?!?
     
    #5
    Porcupine, 12 Juli 2003
  6. kaninchen
    Gast
    0
    Ich find auch nich dass du in die Klappsmühle oder sonst wohin gehörst... Ich find deine Gedanken sehr berechtigt udn kann sie voll nachvollziehen. Es ist auch irgendwie armselig dass man an nem Stück Papier bemessen wird aber das is leider so.... Das is auch etwas was mich früher richtig angekotzt hat (und wasses eigentlich immer noch tut) - aber was soll man dagegen machen?? Wenn jetzt 2, 3 Leute sich trauen gegen sowas zu "rebellieren" sind die letztenendes die die drunter leiden müssen, eben weil se keine ausbidung usw. haben... Das is sowas wo ich glkaub, egal was man macht es is nich richtig...
    Erstmal isses gut dass du den Hauptschulabschluss gemacht hast... Und jetzt lass dich zum Thema Ausbildung bitte nich mit so blöden Sprüchen wie "machste ja eh nich" von deiner Freundin runterziehen... Das hab ich auchs chon oft gehört udn dachte so "pft - dann mach ichs auch nich...", aber probier vielleicht mal zu denken "Ha, dir zeig ichs und ob ich das mache!"
    Ich fidn deine Freundin sollte dich mal n bisschen mehr unterstützen und anerkennen was du bis jetzt gemacht hast und nich mit so blöden Sprüchen wie "werd erwachsen" kommen...
    Naja, richtige Tipps hab ich zwar jetzt auch nich gehabt, aber ich hab in deinem Text einige Gedanken von mir wiedergefunden... also ich hoffe deine Situation wird besser - machs gut!
     
    #6
    kaninchen, 12 Juli 2003
  7. stulle
    Gast
    0
    du hast definitiv keinen an der waffel...

    das mit der ausblidung un so das mach ich grad auch durch, kann dich gut verstehn, dass dich das alles runterzieht....
    als meine "liebe" mutter mein abschlusszeugnis gesehn hat... was wirklich nich gut ausgesehn hat...dank so einigen lehrern dies von anfang an auf mich abgesehn hatten... meinte sie nur "wo willst du dich denn mit dem wisch bewerben??? so nimmt dich bestimmt keiner..." langsam gehen mir die sprüche meiner alten so ziemlich iam arsch vorbei... ich lebe mein leben so wies mir passt un die lehrstelle die ich haben will (frisölehre obwohl ich in chemie ne fünf hab ... chemie is ausschlaggebende note für ne frisörlehre) hab ich so gut wie in der tasche... un wenn ich se doch nich bekomme... geh ich für ein jahr nach amiland als aupair... lass dir nich immer von anderen eireden, dass du dies un das eh nich tun würdest! zieh deine sache so durch wie dus willst un net so wies andere wollen...!!! setz deinen kopp durch und glaub fest an dich... dann schaffst du das auch... das wichtigste is wirklich, dass du das ziel, dass du vor augen hast nich verlierst... lass dir von KEINEM reinreden das is DEIN leben ...und deine zukunft!

    :eckig: :engel:
    lg die stulle
     
    #7
    stulle, 13 Juli 2003
  8. AndyyRS
    AndyyRS (35)
    Verbringt hier viel Zeit
    531
    101
    0
    nicht angegeben
    Ich denke mal, das was du jetzt brauchst ist viel Energie und Ehrgeiz.

    Viel Glück!
     
    #8
    AndyyRS, 13 Juli 2003
  9. Quendolin
    Ist noch neu hier
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    0
    Single
    Ich teile teils und in gewissem Rahmen deine nicht so populären Ansichten, allerdings mit einigen Einschränkungen oder möglichen Auswegen aus dem Dilemma, je nach persönlicher Situation eben.

    Scheiß auf die andren und mach's für dich. Eben drum, weil das System so (scheiße) ist, wie es ist...

    Das man jedoch Geld (Arbeitsleistung) für's Leben braucht, ist klar, auch wenn's ein Dorn im Auge sein mag, sein Leben zu einem Großteil der Arbeit zu "opfern". Allerdings find ich's auch nicht toll, alles an einem Wisch festzunageln und zweitens ist die "Gesellschaft" ein modernes Ausbeutertum. Viele reiche Leute haben ihren Reichtum gar nicht "verdient", zumindest nicht selbst. Aber wie heißt es so schön: Manche Berufsbilder sind eben eine Lizens zum Gelddrucken. Auch, wenn der Großteil der Menschheit (die gewöhnlichen Arbeiter) sich für "Hungerlöhne" halb zu Tode schuften.

    Oder was macht ein Bauarbeiter für die paar Piepen und was macht im Vergleich dazu MANCH ein Studierter? Nix.
    Und nun kommt mir bitte nicht mit hochtrabendem Gequatsche an, denn der ganze Wissenschaftsschnickschnack wird im Arbeitsleben äußerst selten benötigt, ich schätze mal, dass sich 80% den ganzen theoretischen Müll schenken könnten, da er nur forschungsbezogen von praktischem Nutzen ist, aber: Ein Fizzelchen Papier ist's ja, was heute zählt...

    Aber bitte, die Menschen wollen es ja so, dass man (häufig) nichtsnutzige Papiere auf den Tisch legt...

    Man kann das Spiel nur aktiv mitspielen, Mitläufer sein oder aussteigen...man hat die Wahl. Man sollte sich das aussuchen, was einem selbst am meisten bringt, ein persönliches Optimum, einen Mittelweg, finden.
    Ich kann dir nur ans Herz legen, das Spiel mitzuspielen, denn wie schon gesagt wurde, Rebellen werden untergehn und sind selbst die Leidtragenden. Und insofern in gewissen Dingen ein Mitspielen nicht möglich ist, so scheiß auf die andren und mach dein Ding. Wenn du keinen Bock hast, dir 50 Jahre vom Buckel zu Surfen, um dann so dein Leben gelebt zu haben und zu sterben, dann wache auf und krempele dein Leben um.

    Geh stückweise immer paar Stunden weniger ins Netz und tu irgendwas, was du in dem Moment auch grad gern tun o. schon immer mal tun würdest - oder such dir was neues. Kram deine letzten paar Piepen, die du LOCKER hast, zusammen und fahr mal in eine andere Stadt oder irgendwas, wo du dir erst einen Ruck geben mußt, aber dir im Nachhinein doch gefallen wird, wenn du dich einmal überwunden hast, die Kiste auch mal paar Stunden ruhen zu lassen.
    Heutzutage sind eben nur noch Spezialisten gefragt, die am besten auch noch in Randgebieten Spezialisten sind. :zwinker: Irgendwo kann man den Bedarf aber auch nachvollziehen, tja, und der Arbeitsmarkt ist eben proppenvoll.

    Wenn du meinst, dein Abi nachmachen zu können etc., dann mach das doch einfach. Wenn du innerlich doch meinst, du schaffst es nicht, dann mach das Beste aus deiner Situation und mach ne ordentliche Ausbildung. Heute kriegt man auch nicht mehr unbedingt das, was man will!!
    Wenn dir die Motivation fehlt, dann schaff dir irgendwelche großen oder alltäglichen Motivationen.

    Dann bist du erstmal 1-2 Jahre über Wasser und du wirst schon sehen, was die Zukunft bringt. Fakt ist nunmal, dass dich so ein Stück Papier weiterbringt, ob du das gerecht findest oder nicht, spielt dabei keine Rolle - du wirst es trotzdem brauchen. Setz dir ein Ziel und wenn du dazu Abi brauchst, dann mach dies aus dieser Motivation heraus, auch wenn es dich langweilt oder so. Mach es einfach, bevor du 2 Jahre grübelst, was es bringen soll.... :zwinker:

    Ciao, Quen
     
    #9
    Quendolin, 14 Juli 2003
  10. AndyyRS
    AndyyRS (35)
    Verbringt hier viel Zeit
    531
    101
    0
    nicht angegeben
    Student sein heißt für 90% der Studierenden sich erstmal einschränken müssen- eben kein Auto, keine (große) Wohnung, ständig aufs Geld schauen müssen, vor allem, wenn man nicht mehr daheim wohnt.

    Wenn ich mir (als Student) das Gehalt von ehem. Klassenkameraden anschaue, die eine Lehre machen/fertig sind und noch daheim wohnen, könnte man glatt neidisch werden (allerdings nur aufs Geld :zwinker: )

    Naja; einen Ingenieur/Arzt/Rechtsanwalt/höheren Programmierberuf wird man kaum mit einer Lehre machen können-
    aber generell gebe ich dir recht.
    Was zählt, ist, dass man sich selbst organisieren kann und sich schnell in neue Wissensgebiete (z.B. programmieren) einarbeiten kann (=lernen). Kurzzeitstudenten bringen eben diese Voraussetzungen meist mit, nach den anderen (die das auch drauf haben) wird gar nicht erst gefragt.
     
    #10
    AndyyRS, 14 Juli 2003
  11. Quendolin
    Ist noch neu hier
    957
    0
    0
    Single
    Allerdings verdient man im Laufe seines Lebens dennoch weit mehr, wenn man studiert hat. Andererseits wär es aber auch kein wirklicher Anreiz mehr, aus rein ökonomischer Sicht.
    So und WAS das dann jeweils für Tätigkeitsbereiche sind, das ist dann die nächste Sache. Andererseits wäre so manch Angelernter/Nicht-Student mit einigem überfordert, und sei es nur vom sehr selbständigen Arbeiten, von der ganzen Theorie ganz zu schweigen - die ein guter Architekt z.B. sicher zu einem gewissen Anteil auch benötigt, nur eben nicht alles.

    Dazu kommen die Jugendjahre mit kaum Kapital und Reisen, während Arbeiter schon mal auf den Putz hauen können und auch keine Sorgen haben müssen, alle Prüfungen zu bestehen. So schließt sich der Kreis dann doch. Hat eben alles seinen PREIS...unterm Strich ist Studieren wohl sinnvoller, aber eben auch nicht für jeden.

    Das dabei oft auch die (De-)Organisation der Uni schuld haben kann oder finanzielle Probleme, interessiert dabei keinen.
    Aber sei's drum, wollte keine weiterführende Diskussion entfachen.

    Ciao, Quen
     
    #11
    Quendolin, 14 Juli 2003
  12. kerl-im-pech
    0
    bei vielen sachen kann ich nur zustimmen.

    ich hasse es auch nur an zetteln gemessen zu werden. ich erweitere mein wissen privat auf mehreren gebieten doch in der schule bringt es rein garnichts, auch nicht einen job zu finden denn was zählt ist was auf einem zettel steht und wenn man selbst lernt ohne zettel ist es im grunde wertlos.
     
    #12
    kerl-im-pech, 14 Juli 2003
  13. Buh
    Buh (29)
    Verbringt hier viel Zeit
    141
    101
    0
    Single
    Also wenn du einen an der Waffel hast dann hab ich auch einen an der Waffel.
    Ich kann dir in vielen Sachen einfach nur Recht geben!!
    In unserer verkackten Gesellschaft ist es leider wirklich so das man mit einem Stück Papier das "Abitur" heißt mehr wert ist als ohne. Das ist eine Logik die ich einfach nicht verstehen werde. Ich finde das es Menschen gibt die für manche Berufe geigneter sind als so mancher Mensch mit Abitur. Ich bin der Meinung jeder soll machen wozu er Lust hat. Und man sollte ihn nicht daran hindern solange er es gut macht.
     
    #13
    Buh, 14 Juli 2003
  14. Quendolin
    Ist noch neu hier
    957
    0
    0
    Single
    Dann kommt man wohl nicht drumrum, dass Wissen möglichst lückenlos so zu verfeinern und zu strukturieren, dass man das auch irgendwo prüfen lassen oder im Rahmen eines durch ZETTEL erworbenen Jobs gekonnt umsetzen kann...was nicht einfach ist. Ich lese ab und an privat auch mal was, allerdings schon wieder etliche Wochen her. Aber hier und da mal ein Blick über den Tellerrand kann nicht schaden, außer dass es enorm viel Zeit kostet, die Kosten halten sich mehr oder minder in Grenzen, wenn man's mit z.B. teuren Büchern nicht so übertreibt.

    Aber beruflich einsetzbar ist das meiste "Privatwissen" wohl eher nur sehr bedingt, wenn es nix direkt mit dem Job oder den ach so gefragten theoretischen Inhalten zu tun hat. Man muß sich schon an eine gewisse Systematik/theoretisch fundierte Strukturierung gewöhnen, die auch allgemein anerkannt und kommunizierbar ist, also man muß sich ja auch verständigen können in der wissenschaftlichen Welt der Mehrdeutigkeit von Worten - auch innerhalb einer Fachrichtung - und eng abgrenzenden Definitionen von ähnlichen Begrifflichkeiten.

    Das private Wissen macht sich nur als Ergänzung oder zum eigenen Verständnis/besserem Merken gut, aber ist ja dann oft auch nur von privatem/persönlichem Interesse und häufig von ganz anderen Themen als im Job oder Lehre/Uni.

    Was wollt ich eigentlich sagen? Was hab ich grad alles ausgesagt? Hmm, wird schon passen... :grin:

    Aber auch das Forum leistet bei manchen indirekt einen Beitrag zu einem besseren Auskommen mit der Arbeit und co., denn wie wäre man auf der Arbeit gelaunt ohne das Forum oder Beziehungsgeschichten, die durch das Forum ermöglicht oder positiv beeinflußt worden? :smile: :zwinker:

    Die Zettel braucht man trotzdem...und jetz hab ich doch noch einen passenden Abschluß meines Postings gefunden:
    Die Zettel geben nur den Stand des IQs wieder, aber der EQ, also der Quotient der emotionalen Intelligenz wird nicht geprüft.
    Das sind u.a. die sog. Softskills wie etwa Teamfähigkeit oder guter Umgang mit Kunden.

    Und oft ist es so, dass hochintelligente Leute daran scheitern, weil sie so arrogant und von sich und ihrer Sache eingenommen sind, dass sie dabei einen EQ von 0 haben, falls man das mal in Zahlen ausdrücken kann.

    Und für EQ allein kannst du dir noch nix kaufen, es braucht schon einiges an IQ, allerdings ist es oft so, dass intelligente Leute gar nicht die besten Jobs haben, sondern eher mittelmäßig intelligente mit einem hohen EQ...laßt euch das mal auf der Zunge zergehn und zieht eure Schlüsse draus. :zwinker:


    Quen
     
    #14
    Quendolin, 14 Juli 2003
  15. kerl-im-pech
    0
    nein zettel oder noten haben noch nie etwas über einen menschen oder seine fähigkeiten ausgesagt.

    wenn man sagen wir mal nen iq von 142 hat und in der schule nix tut hat man schlechte noten und jemand der einen von 90 hat erreicht durch lernen wesentlich bessere ergebnisse, wie kann also ein schulzeugnis was über den menschen aussagen?? es spielen einfach zu viele faktoren bei der zensurvergabe eine rolle.

    naja egal nächstes jahr werd ich wahrscheinlich ein 3.6er abi haben und nachm studium fragt eh nie wieder jemand nach abi noten wenn man kein lehrer werden will, und dann hilft mir hoffentlich mein privat angeeignetes wissen im bereiche elektronik,hardware,audiotechnik usw.



    hmm aber nochmal auf depri zurückzukommen, du könntest doch jetzt auf ne fachoberschule gehen oder braucht man da nen realschulabschluss?? mit 19 isses schon etwas schwierig, hast du vielleicht ne lehrstelle in aussicht??

    ja das spiel ist scheisse aber man muss einfach mitspielen um unseren westlichen reichtum zu erhalten.
     
    #15
    kerl-im-pech, 15 Juli 2003
  16. Jahwes
    Gast
    0

    Also ich denke mal diese Zeiten sind längst vorbei. Das war bis vor 10 Jahren vielleicht so aber heute ist es net mehr der Fall.

    Zudem sieht es in unserem Staat so miserabel um den Arbeitsmarkt aus, dass man so oder so nicht mehr die freie Wahl hat was den Berufswunsch angeht.


    Eine weitere Tatsache ist das das Abi bzw. Studium seinen "hohen" Stellenwert verloren hat, wenn es Ihn überhaupt gegeben hat.

    Für mich steht fest das ich nie studieren werde. Ich habe nächstes Jahr meinen Facharbeiter in der Tasche, wenn ich Abitur hätte wäre ich nächstes Jahr unter Umständen im 1 Semester oder Zivi und soviel Zeit habe ich einfach nicht, ich will etwas leisten und schaffen im Leben und dafür muss man net studieren.

    CU

    Jahwes
     
    #16
    Jahwes, 15 Juli 2003
  17. kerl-im-pech
    0
    nein muss man nicht, ich wollte zb auch eine lehre aber hier im umkreis von berlin findet sich nichts in dem bereich wo ich gesucht hab, weswegen ich zum gymnasium ging und wahrscheinlich auch studieren werde.

    wenn ich sehe was für leute eine lehrstelle bekommen haben frage ich mich wirklich was an mir auszusetzen war. ich habe fundiertes fachwissen mitgebracht, zu der zeit noch gute bis sehr gute noten und ich konnte mich immer gut benehmen.

    aber was solls das leben ist unfair und die größten idioten kriegen die besten jobs.



    naja irgendwie kommt man immer durchs leben, wir leben immernoch in deutschland und hier muss niemand hungern wenn er nicht will, eigentlich sind unsere probleme klein wenn man sich die dritte welt anschaut aber andererseits resultiert unser reichtum nur aus der armut dieser.
     
    #17
    kerl-im-pech, 15 Juli 2003
  18. Quendolin
    Ist noch neu hier
    957
    0
    0
    Single
    Stimmt, das hab ich jetzt irgendwie außer Acht gelassen. Allerdings könnte man ergänzen, dass die Wirtschaft Leute mit hohem IQ UND FLEISS braucht, sprich, die superschlauen, die zu faul sind, was zu tun, sind da weniger beliebt als einer mit einem eher mäßigen IQ, der aber durch Lernen Lernen und nochmals Lernen entsprechende Leistungen rausreißt...
    Um was zu leisten, nicht, aber um sich später etwas leisten zu können leider schon. Selbst die IT-Branche kriselt, so dass man da mit einer Lehre noch eher arbeitslos dasteht als mit einem Studium. Ich ziehe eher den Schluß, dass man, wenn's nach der "Gesellschaft" im wirtschaftlichen Sinne (Wirtschaft, Staatsinteressen) ginge, dann ist man ohne Studium gar nix mehr. Bzw. anders gesagt: Die vielen "einfachen" Arbeiter sind die Windmühlen der Wirtschaft, aber sie selbst verdienen nicht so viel daran, das übernehmen dann die Studierten - manchmal gerechtfertigt, manchmal aber auch nicht. Nicht zuletzt wird die Uni sowieso zu 80% "mißbraucht", sie ist nunmal zu Forschungszwecken da und eigentlich nicht explizit für die freie Wirtschaft gedacht, in der ja zu einem Großteil eher praktische Anwendungen als der ganze Theoriekram gefragt sind. Ist also ein Irrtum der Gesellschaft, der Bosse da oben, dass sie einen Studierten für JEDE Aufgabe bräuchten. Andererseits haben Studierte etwas, was man in der Lehre nicht bekommt und das ist extrem selbständiges arbeiten. Das heißt aber nicht, dass sich dies ein Mensch aus einer Lehre dies nicht auch anderweitig selbst aneignen könnte, dementsprechend kann man ja auch Praktika etc. machen und sein Können auch lebensverlaufsmäßig unter Beweis stellen. Also nur zu, bevor NUR gemeckert wird... :zwinker:

    Vielleicht hattest du auch extrem Pech oder die gehen mal wieder mehr nach dem Auftreten und Sympathiefaktor, der ja z.B. auch beim Kundenkontakt wichtig ist. Da nimmt sich ein Sunnyboy nun mal besser als eine "Hackfresse" (will damit niemanden persönlich ansprechen!), so unfair das auch sein mag - ist ja genauso unfair wie die Ausbeutung von Anzulernenden, aber so läuft's in der freien Wirtschaft eben...
    Das geht dann auch wieder Richtung EQ, nur dass man für sein Aussehen nunmal nix kann...

    Wer wegen Krankheit nicht arbeiten oder sein Traumstudium aufnehmen kann, hat eben auch Pech gehabt, so wie damals die Urmenschen dann halt keinen Elch mit Apfel im Maul erbeuten konnten, wenn sie zu schwach waren... :zwinker:

    Die Natur und eben auch die menschlich-gesellschaftliche sorgt eben immer dafür, dass der Stärkere (am meisten) gewinnt, aber man braucht sich wenigstens keine Sorgen zu machen, GANZ unterzugehn, dank Sozialstaat und medizinischer Hilfe.
    Es gibt da in diesem Zusammenhangeinen sog. Matthäus-Effekt, der besagt: "Gott scheißt immer auf den größeren Haufen".....


    Quen
     
    #18
    Quendolin, 15 Juli 2003
  19. Jahwes
    Gast
    0
    Naja ich denke das man das nicht so pauschal sagen kann.

    Die Armut der Länder der Dritten Welt hat ganz andere viel komplexere Ursachen (Kultur, Religion, Sitten, Geogr. Lage, usw.)

    CU

    Jahwes
     
    #19
    Jahwes, 15 Juli 2003
  20. Jahwes
    Gast
    0
    ?????

    Also ich weiß ja net was für eine Vorstellung du hast was die Ausbildung berifft.

    Geh doch mal raus und schau dir an wie es in der Freien Wirtschaft abgeht, der Azubi kriegt sein Zeug hingeschmiessen und dann muss er sehen wie er damit zurecht kommt.

    Und du glaubst do net im Ernst das die Großen Firmenbosse (bsp. der Bahn, Telekom, Post, BMW, Daimler Crysler usw.) nur dort gelandet sind weil sie brav studiert haben. Da stecken ganz andere teilweise Kriminelle Machenschaften dahinter.

    Man sollte nie vergessen das diese Menschen unseren Staat zudem gemacht haben was er heut ist, nicht die studierten haben Deutschland nach dem Krieg wieder zusammengeflickt.

    Der Arbeiter beherrscht sein Handwerk sogar im Schlaf während der Studierte das ganze theoretisch vermittelt bekommt und sich das praktische erst im Laufe seiner Tätigkeit aneignen kann.

    CU

    Jahwes
     
    #20
    Jahwes, 15 Juli 2003

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