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Ich schaffe es einfach nicht

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von orbitohnezucker, 9 April 2004.

  1. orbitohnezucker
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    vergeben und glücklich
    Ich bin gerade wiedermal total frustriert. Seit Jahren habe ich Probleme mit dem Essen bzw. Nicht-Essen. Mit ca. 13 hats angefangen (magersuchtmässig, nur mehr 39 kg/1.70m), danach ist es ein paar Jahre halbwegs gut gegangen und seit letztem Frühling ging es wieder los.

    Über den Sommer fast nichts gegessen und jetzt ist es meistens so dass ich ein paar Tage nichts / sehr wenig esse und dann eben wieder "Essanfälle" (ohne Erbrechen) habe und wieder total unglücklich bin. Ich versuche immer wieder OPtimismus zu finden und daran zu glauben, dass ich mein Verhalten ändern kann, aber irgendwie kommt es dann immer wieder zu Situationen wo ich mich dann nicht beherrschen kann.

    Kennt jemand so eine Situation ? bzw. hat jemand geschafft "normal" zu essen ohne Therapie zu machen ?
     
    #1
    orbitohnezucker, 9 April 2004
  2. Larkin
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    nicht angegeben
    Warum willst du keine Therapie machen?? Ich denke, es ist verdammt schwer das alleine zu meistern, wenn nciht sogar unmöglich.
    Eine Freundin von mir wurde mit ca 16 magersüchtig. Sie war vorher schlank bis leicht stämmig und auf einmal nahm sie mindestens 20 kg ab. Die Lehrer setzen sich mit ihren ELtern in Verbindung, sie kam in eine Therapie und nahm wieder zu.
    Allerdings nahm sie dann nach dem Abi wieder genauso extrem ab, stritt es aber ab und sagte dass sie höchstens 3 kg weniger hätte und sowieso niemals magersüchtig gewesen sei. Seit sie keine Therapie mehr macht geht ihr Gewicht rauf und runter, mal 10 kg mehr, mal 10-15 kg weniger, immer alle paar Monate im Wechsel. Ich glaube, sie hat die Therapie zu früh abgebrochen, wollte es alleine schaffen und kriegt es nicht hin ... und sie verleugnet ihre Krankheit, sagt sogar ab und zu Sachen wie "Diese Models sehen alle magersüchtig aus, was ein Glück dass wir sowas nie hatten", obwohl sie noch viel dünner war ...
     
    #2
    Larkin, 9 April 2004
  3. Dawn13
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    nicht angegeben

    Ich denke, das ist nahezu unmöglich... Ich selber hatte nie Esstörungen, kenne aber sehr viele, die das haben. Gerade wenn man jahrelang darunter leidet, hilft nur eine Therapie.

    Ich denke, der erste Schritt ist getan, nämlich indem du erkannt hast, dass du ein Problem hast. Aber Magersucht ist ein derartiger Teufelskreis, bei dem halt Symptombekämpfung nicht viel nützt, sondern einzige Ursachenforschung einen weiterbringt. Und die kriegt man halt nur durch professionelle Behandlung...

    Hast du denn Angst vor ner Therapie? Wenn ja, wieso?
     
    #3
    Dawn13, 9 April 2004
  4. orbitohnezucker
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    Ja, dass ich ein Problem habe, das hab ich schon länger erkannt. Mir ist das schon bewusst. Therapie möchte ich irgendwie keine machen, weil ich dann mit meinen Eltern drüber reden müsste.

    Ich meine, ich hab mit meinen Eltern ein echt super Verhältnis, total freundschaftlich und mit meiner Mutter red ich auch über alles - nur über das nicht. Sie haben sich damals als ich 13 war soviele Sorgen gemacht und ich möchte nicht, dass das wieder so ist. Ich weiß, das ist nicht grad sinnvoll, aber ich möchte einfach, dass wenn ich mal meine Eltern besuche alles "normal" ist und ich das Problem mal einfach hinter mir lassen kann und mal nicht dran denken.
     
    #4
    orbitohnezucker, 9 April 2004
  5. Larkin
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    nicht angegeben
    Hm ... musst du es denn deinen Eltern sagen, wenn du dich in Therapie begibst? Das müssen sie ja nicht zwangsläufig erfahren, oder?
     
    #5
    Larkin, 9 April 2004
  6. orbitohnezucker
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    Naja, wer soll das denn bezahlen ? Ich kann mir das nicht leisten. Und zu irgendjemandem (sprich : was die Krankenkasse vielleicht nach ewigen Wartezeiten und Formular ausfüllen zur Verfügung stellt) möchte ich auch nicht.

    Man kann da schließlich nicht mit jedem drüber reden.
     
    #6
    orbitohnezucker, 9 April 2004
  7. Larkin
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    nicht angegeben
    Ich weiß nicht ob sowas bezahlt wird ... aber müsste es nicht? Ich bin nach dem Tod meines Freundes einige Male zu einer Psychologin gegangen, ohne dass meine Eltern je etwas davon erfahren haben. Bezahlen musste ich nichts. Ich bin dann nicht mehr hingegangenw eil ich meinte alleine klarzukommen, aber ich hätte über längere Zeit nicbts zu bezahlen bauchen - erst dann wenn ich völlig okay gewesen und es offensichtlich gewesne wäre, dass ich keine Hilfe mehr brauche.

    Ich hatte vorher bei der kassenärztlichen Vereinigung angerufen (Nummer bekam ich von meiner Krankenkasse), die hatten mir mehrere Psychologen in meiner Nähe genannt die dafür zuständig sind und ich bin dann direkt bei der ersten geblieben, hätte auch noch später wechseln können. GIng alle sohne Verzögerung.
    Und bei einer Essstörung müsste mM nach die Betreuung mindestens ebenso ablaufen.
     
    #7
    Larkin, 9 April 2004
  8. orbitohnezucker
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    vergeben und glücklich
    Ich hab mich da eh mal erkundigt, weil ich vor hatte etwas dagegen zu tun - aber bei uns ist das scheinbar nicht so. Bezahlt bekommt man meist nur Gruppen therapien und da war im nächsten halben Jahr nichts frei. Außerdem weiß ich nicht ob das so mein Ding ist.
     
    #8
    orbitohnezucker, 9 April 2004
  9. bmw-power
    Gast
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    wieso therapie? dir ist ja anscheinend klar das du ein problem hast, also wirst du ja wohl auch mal etwas willenskraft aufbringen können 3 mal am tag wie ein normaler mensch zu essen oder?
     
    #9
    bmw-power, 9 April 2004
  10. Kathi1980
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    Verheiratet
    An Deiner Stelle würde ich zunächst mal zu einem ganz normalen Hausarzt gehen, der Dich wiegen und einige Fragen zu Deinem Essverhalten stellen wird. Dann kann er Dich auch zu Spezialisten überweisen.
     
    #10
    Kathi1980, 9 April 2004
  11. Bastel
    Gast
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    Meistens habe solche Essstörungen andere tiefer sitzende Probleme, sei es Trouble in der Familie oder auch nur eine Beziehung die man nicht ganz vergessen kann. Traumatischer erlebnisse in der Kindheit.Die einen einfach nicht mehr loslassen. Klar ein Psychologe oder auch Therapien, Kuren oder sowas können gegen soetwas helfen aber auch meist nur so lange wie diese Therapien anhalten. Danach baut der Mut langsam wieder ab weil man wieder in den alten Trott kommt. Oftmals hilft es schon wenn man Menschen umsich hat die einen Verstehen mit denen man drüber reden kann und die einem Kraft geben. Wenn man solche Menschen nicht hat .. sollte man mit der Familie drüber reden... wenn man ansonten ein Gutes verhältniss zu der hat kann man mit ihr auch über solche Probleme reden...
     
    #11
    Bastel, 9 April 2004
  12. orbitohnezucker
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    vergeben und glücklich
    @ bmw - power

    so einfach wie du dir das vorstellst ist das aber nicht. ich kanns dir nicht vorwerfen, dass du es nicht nachvollziehen kannst - denn das kann niemand, dem es nicht selbst so geht.

    aber wenns so einfach wär, würd hätt ich das Problem wohl schon lang nicht mehr.


    @ bastel

    ich hab schon oft darüber nachgedacht, woher es kommen könnte - aber ich hab einfach nicht wirklich Probleme - weder in der Kindheit, noch Ärger mit Eltern oder Stress in der Beziehung. Mein Freund unterstützt mich und ist immer lieb wenns mir schlecht geht.
    Ich weiß einfach nicht, warum das alles so ist.
     
    #12
    orbitohnezucker, 9 April 2004
  13. Dawn13
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    nicht angegeben
    Sorry, das war jetzt echt unsensibel. Das ist ne psychische Krankheit, bei der nicht einfach ein "bisschen guter Wille" zählt und wie du ja siehst, hat sie die Krankheit seit 6 Jahren. Das spricht für sich...



    @orbit

    Wieso willst du deinen Eltern das denn nicht sagen? Klar, ich kann das nachfühlen, dass du ihnen keine Probleme machen möchtest oder nicht willst, dass sie sich Sorgen machen. Aber ich behaupte mal, sie merken sowieso, dass etwas nicht stimmt und es ist sicher viel härter für sie, wenn du nicht mit ihnen redest und diese Krankheit verschweigst, als wenn du offen und ehrlich sagst, dass du dein Problem erkannt hast und etwas dagegen tun musst. Ich glaube, es gibt kaum Eltern auf dieser Welt, die das nicht verstehen würden.

    Im Übrigen müsstest du mal gucken, was du für ne KK hast, vielleicht hast du ja ne Zusatzversicherung, die Therapien bezahlt? Im Übrigen, selbst wenn die nicht zahlen: Am Geld sollte so was nicht scheitern, das wäre wirklich sehr traurig.

    Es geht um deine Gesundheit, um dein Leben und kein Preis ist zu hoch.

    Btw: Die Ursachen könnten auch in etwas liegen, was du verdrängst. Das muss nicht bewusst sein, man kann Dinge auch verbergen, ohne überhaupt zu wissen, dass sie existieren. Genau das wird ja in der Therapie zum Vorschein gebracht und kann dann, und erst dann, beseitigt oder zumindest gemildert werden. Auch wenn du jetzt glaubst, du hättest ja keinen Grund für Esstörungen, so MUSS es irgendwo einen geben.
     
    #13
    Dawn13, 9 April 2004
  14. waschbär2
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    vergeben und glücklich
    Will jetzt rein sachlich bleiben ....

    Zum Hausarzt gehen (hast Du ja wohl hoffentlich), Dich zum Psychoterapheuten überweisen lassen (NEIN !, DU BIST NICHT VERRÜCKT, DU HAST NUR EIN PROBLEM !!!) und dann eine Psychotherapie machen. Dann zahlt es auch die Krankenkasse. Vor allen Dingen *noch mal nachschau* bei unter 50 Kilo bei 1,70 m Körpergröße. Das ist fast schon lebensgefährlich !

    Und wenn Du meinst, dass Deine Eltern es nicht bemerken würden, dann liegst du falsch. Sie verschweigen es nur.

    Bitte, bitte, bitte *bettel*

    Ich knuddel Dich jetzt mal :knuddel: und hoffe, dass Du die Stärke hast, Dich Deinem Problem zu stellen.

    Ganz liebe Grüße,
    Waschbär
     
    #14
    waschbär2, 9 April 2004
  15. bmw-power
    Gast
    0
    ich hatte das gleiche problem nur in die andere richtung, überwicht, zu viel gegessen und gerne. naja nachdem die 100kg marke immer näher kam und eh grad das neue jahr angefangen hatte und ich im sommer baden wollte beschloss ich abzunehmen. gleich am 1. januar angefangen mit joggen, erst mal nur 1-2km am tag, hatte ja 0 kondition usw.
    irgendwann wurdens halt immer mehr km beim joggen und bin bis jetzt jeden tag sportlich unterwegsgewesen, ausser wegen krankheit und fasching :smile:

    inzwischen ist inlinern und radfahren dazu gekommen. naja jetzt fehlen noch 4 kg bis 76 kg, mein ideal gewicht. ich sag mal so, nur durch meine einsicht und "eisernen" willen hab ich das geschaft, und es war nicht immer leicht sich täglich aufzuraffen(auch sonntags, feiertage) wenn man vorher jahrelang nichts gemacht hat.

    irgendwann wurde mir klar wenns so weiter geht wirste ein fettsack und richtig dick und ich wollte nicht mit 25 so rumlaufen. wird es dir nicht klar das dass was du machst nicht gesund ist?

    nur du kannst es ändern, essen ist nicht schlecht für deinen körper, ernähre dich regelmässig und richtig dann kann man sein gewicht halten.
     
    #15
    bmw-power, 10 April 2004
  16. orbitohnezucker
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    @ bmw-power

    ich weiß, dass das nicht gesund ist, was ich mache - ich versuche ja, regelmässig was zu essen - aber ich bekomm dann immer Heißhunger auf Sachen, die eben nicht gesund sind. Ich steh eben einfach auf Fast Food und Süßes, aber das kann ich ja nicht dauernd in mich reinstopfen.
    Darum ess ich eben Reis, Nudeln, Gemüse, Obst - das macht mich aber auf Dauer nicht unglücklich und dann kommen wiedermal Riesenmengen an ungesundem Zeug.

    Ich schaffe es halt höchstens ein paar Wochen , nicht wieder in diesem Rhythmus zu landen. :rolleyes2
     
    #16
    orbitohnezucker, 10 April 2004
  17. waschbär2
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    Hallo Mäuschen,
    jetzt bin ich aber schon wirklich verwirrt !
    Wenn das stimmt, was Du schreibst, also, was Du ißt, dann dürfte das mit Deinem Gewicht eigentlich kein Problem sein *verwirrtbin*
    Oder kotzt Du das Essen dann wieder raus ?
    Oder hab ich Dein Problem falsch verstanden (bitte dann nicht böse sein).
     
    #17
    waschbär2, 10 April 2004
  18. orbitohnezucker
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    @ waschbär

    danke übrigens noch für deinen letzten beitrag :zwinker:.

    Na ich weiß jetzt nicht wie du es aufgefasst hast, was das Gewicht betrifft. Ich hab in dem Sinn nur ein Gewichtsproblem dass ich es als zuviel empfinde bzw. eben nicht zunehmen möchte (170m / 53). Hab irgendwie ein verzerrtes Bild von meinem Körper und fühle mich nachdem ich was gegessen habe schnell unwohl.

    Ich mache jetzt ziemlich viel Sport, das hilft, damit das besser wird - aber der Heißhunger verschwindet eben nicht. Ich denke, das kommt eben daher weil ich eben längere Zeit nie das gegessen hab, was ich wirklich gern esse und mir schmeckt.
     
    #18
    orbitohnezucker, 10 April 2004
  19. waschbär2
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    Hallo Mäuschen, (nenn Dich jetzt einfach so),

    habe es also doch nicht so ganz falsch verstanden !
    Sport ist immer gut und dann kannst Du auch alles essen, was Dir schmeckt. (Fressorgie bei McDooof - kenn ich *grins*)
    Aber warum hast Du denn ein gestörtes Verhältnis zu deinem Körper ?
    90 % aller Frauen würden Dich um Dein Grössen/Gewichtsverhältnis beneiden !
    Was sollte denn an Deinem Körper "falsch" sein ? *blöder Ausdruck*

    Ganz liebe Grüße,
    Waschbär
     
    #19
    waschbär2, 10 April 2004
  20. orbitohnezucker
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    vergeben und glücklich
    ist oke, bin gern das mäuschen :zwinker:

    Ich merke schön langsam durch den Sport eh, dass ich ein bissi "über die Stränge" schlagen kann, ohne dass ich mich danach wie eine Tonne fühle - aber vom Körpergefühl fühl ich mich einfach am besten, wenn ich gar nichts esse.

    Ich seh halt dann immer gleich Rundungen wo keine sind. Mein Freund sagt mir auch immer, dass er da nix sehen kann und dass ich nach dem Essen genauso aussehe wie vorher, aber das ist für mich eben nicht so. Ich weiß, das klingt wahnsinnig dumm und ich finde es selbst auch so - und versuch mir auch klar zu machen, dass da eh nichts ist, aber manchmal gehts einfach nicht so gut.

    Es ist einfach so : je "dünner" ich bin, desto besser fühl ich mich :frown:
     
    #20
    orbitohnezucker, 10 April 2004

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