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Ich spreche mit mir selbst - es macht mir Angst

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Spinnenmann, 16 April 2010.

  1. Spinnenmann
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    nicht angegeben
    1. Die Einsamkeit & das Selbstbewusstsein

    Von Natur aus bin ich ein sehr einsamer Mensch. Noch nie in meinem Leben hatte ich Freunde. Wenn es hoch kommt hatte ich bislang 3-4 flüchtige Bekannte, nicht mehr nicht weniger. Zwar hatte ich in meinem Leben schon 3 feste Beziehungen mit einer Frau, doch nichts hielt länger als 2 Jahre. Das alles ist aber nicht das große Problem!

    In den letzten Tagen ist mir stark aufgefallen, dass ich schon seit mehr als einem Jahr mit mir selbst rede. Ich wohne allein, habe kaum soziale Kontakte zur Außenwelt (bis aufs Einkaufen, Arbeiten, Sauna etc. beschränkt). Ich gehe bestimmte Themen immer wieder mit mir selbst durch. Ich werde ab August meine Ausbildung machen (doof bin ich glücklicher Weise nicht). Ganze 5 Stunden habe ich dieses Thema mit mir selbst beredet. Zwischendrin beginne ich einfach wieder von vorn. Es ist wie eine Zwangshandlung - wie ein Waschzwang nur dass ich immer wieder mit mir selbst rede und zwanghaft von vorn beginne! Hinzu kommt, dass diese Einsamkeit bei mir teils stark depressive Stimmung auslöst, dass ich weinen muss!!

    Zu einem Psychologen möchte ich nicht, da ich vor einem Jahr wegen der Scheidung meiner Eltern dort war und man mich belächelt hatte. Die Sache mit den Freunden habe ich scheinbar von meinem Vater. Er hat auch keine Freunde, nur Bekannte und ist selten in der Lage, neue Kontakte aufzubauen. DAS möchte und muss ich ab der Ausbildung ändern! Wie?? Ab August muss ich zwecks Ausbildung auch zur Berufsschule. Wie kann ich dort eine Freundschaft bzw. Bekanntschaft aufbauen? Dort werden mit aller Voraussicht mehr Frauen als Männer sein, sollte aber kein Problem sein, denn schüchtern oder ängstlich bin ich nicht.

    Damit sind wir aber auch schon beim Thema des Selbstbewusstseins: Heute Mittag war ich bei Marktkauf einkaufen und da war es wieder extrem. Im Regelfall gehe mit dem Einkaufswagen durch den Laden und arbeite meinen Zettel ab. Total der selbstbewusste Typ! Aber es geht auch anders: Ich muss aufpassen, dass ich nicht über meine eigenen Füße falle, ich scheue Blicke zu anderen Menschen und es ist mir total unangenehm, sodass ich mir selbst in diesem Moment nichts mehr zutraue. Ich spiele Klavier und ich befand mich schon oft auf einer Bühne mit knapp 10.000 fremden Menschen. Dort stand ich dann auf der Bühne und konnte dort locker frei weg mit den Leuten übers Mikrofon reden. Deshalb verstehe ich es nicht. Anderes Beispiel: Wenn ich meine Wäsche waschen will muss ich mit der Wäsche erst mal um das Haus in den Keller. Also packe ich die Wäsche in den Korb und gehe damit um das Haus in den Keller. Doch sobald ich das Haus mit der Wäsche verlassen will um ums Haus zu gehen, verliere ich jegliches Selbstbewusstsein und es ist genau so, wie es manchmal beim Einkaufen ist. Aber warum ist es so? Es ist eben nur Phasenweise und ich kann es auch nicht bewusst kontrollieren. Es kommt völlig unerwartet! Hat es vielleicht damit zu tun, dass ich eben sehr einsam bin? Wie schließt man denn Freundschaften oder Kontakte? Ich habe es nie gelernt, genauso wie ich nie gelernt habe mich zu entschuldigen. Aber das ist ein anderes Thema.



    2. Das Berufsleben & das Durchhaltevermögen

    Ich bin auf keinen Fall auf den Kopf gefallen. Im Gegenteil: Ich bin recht intelligent und habe auch meine mittlere Reife mit 1,8 gemacht, ohne dafür viel zu tun. Alles was ich machen möchte, hat irgendeinen Sinn. Diesen Sinn muss es auch geben, sonst mache ich es nicht. Das ist wohl irgendwie auch ein Problem. Ein viel größeres Problem ist aber, dass ich 7 Wochen nicht mehr in der Firma war und ich gestern die Kündigung bekommen habe. Seit 5 Monaten bekomme ich Hartz 4 (ungewollt!). Allerdings habe ich noch nebenbei eine Arbeit gehabt. Zusammen damit konnte ich sehr gut leben. Vor dem Hartz 4 habe ich Musikunterricht gegeben und so mein Geld verdient.

    Ich fühle mich auf der Arbeit sehr wohl. Dort bekomme ich kostenlos ein volles Mittagessen und ich bin unter Menschen. Nach der Arbeit fühle ich mich auch noch gut, da das Gefühl der Einsamkeit nicht vorhanden ist. Eben, da ich tagsüber mit vielen Menschen zu tun habe. Aber jeden Morgen frage ich mich selbst ob ich nun zur Arbeit gehen soll oder eben nicht. In solchen Momenten sehe ich arbeiten als Last, eher als Zwang etwas machen zu MÜSSEN. Ich denke zu viel darüber nach, als es vielmehr als selbstverständlich zu sehen, arbeiten zu gehen. Gut, ich habe ab Montag schon einen neuen Job. Doch wie soll ich das mit der Ausbildung machen?? Da kann ich nicht sagen, dass ich einfach nicht hingehe.

    Hierbei ist mir aber etwas aufgefallen: In der Ausbildung sehe ich einen Sinn. Ich werde nach der Ausbildung ein tolles sicheres Leben haben. Doch ich bin mir sicher, irgendwann wird die Motivation weniger und ich stelle mir wieder die Frage, ob ich gehen soll oder nicht.

    Wenn ich mir nun für jede Woche einen großen Zettel mit Terminen mache á la: 8Uhr Arbeit, 17Uhr Einkaufen, 18Uhr Musik... Dann ist es wieder anders! Ich denke nicht drüber nach. Wenn ich einfach nicht über diesen Termin auf den Zettel nachdenke und einfach nur pünktlich dort bin, läuft alles super.

    Aber auch hier kommt die Einsamkeit: Ich habe keine Freunde, keine Bekannte kein nichts! Ich habe eigentlich nur mich. Ob ich nun etwas aus mir mache, ob ich nun arbeiten gehe oder ob ich sonst was mache. Wen interessiert es denn? Aber wenn alle eigenen Freunde und alle eigenen Bekannten und vielleicht auch die eigene Freundin zur Arbeit gehen, ist es eben wieder etwas anderes. Es ist etwas Normales. Ich denke auch hier: Ich habe es nicht gelernt.
     
    #1
    Spinnenmann, 16 April 2010
  2. Damian
    Damian (36)
    Doctor How
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    598
    6.770
    Verheiratet
    Ich hatte mal einen Zahnarzt...zu dem haben mich meine Eltern schon früher im hingeschleppt...irgendwann hab ich dann bemerkt, dass er ganz gerne mal die eine oder andere unsinnige Behandlung ansetzen wollte, seine Plomben nicht sonderlich lange gehalten haben und sich darunter immer mal wieder Karies angesiedelt hat.
    Das hat mich dann dazu bewegt den Zahnarzt zu wechseln.

    Ich hätte natürlich auch die Zähne gammeln lassen können, weil ich an einen schlechten Arzt geraten bin...hab ich aber nicht
     
    #2
    Damian, 16 April 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  3. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    Verliebt
    Lieber TS,
    allein wegen den Selbstgesprächen musst du dir sicher keine Gedanken machen. Ich rede mit mir solange ich denken kann und hab mich deswegen noch nie "gestört" gefühlt. :grin: Da gibt es weitaus schlimmeres.

    Wenn du Kontakte knüpfen willst, dann setz irgendwo an. Geh in eine Verein, mach einen Kurs bei der VHS, setz ein Gesuch auf meinstadt.de oder was auch immer. Es gibt Möglichkeiten, raus zu kommen und Kontakte zu knüpfen und du wirst auch schnell merken, dass dich niemand beißt. :zwinker:

    Wenn du ansonsten das Gefühl hast, professionelle Hilfe zu brauchen, dann such dir ruhig welche. Schaden wird es dir sicherlich nicht. :zwinker:
     
    #3
    krava, 16 April 2010
  4. nachbarin88
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Soll heißen: es ist wirklich ratsam, dass du dir professionelle Hilfe suchst. Du hattest Pech und bist an einen schlechten Psychologen geraten, desegen müssen ja nicht alle so sein! Hier im Forum sind idR nur Laien unterwegs, die dir vllt vorrübergehend gute Tipps geben können. Aber dein Kernproblem wirst du langfristig so wohl nicht bewältigen können.
     
    #4
    nachbarin88, 16 April 2010
  5. capricorn84
    Beiträge füllen Bücher
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    Verheiratet
    :grin: Die erste Antwort kapier ich nicht. :confused:

    Ich rede auch mit mir selbst! :zwinker: Ich seh nix schlimmes dabei sofern es im Rahmen bleibt. Manchmal passierts mir dass ich das unter Menschen mache und dann doof angeguckt werde. :grin: Aber da steh ich mittlerweile schon drüber.

    Mit dem Selbstbewusstsein hab ich auch manchmal so meine Probleme. Wir haben zuhause einen Balkon und gegenüber befindet sich die HTL. Manchmal hab ich echt Probleme raus zu gehen um eine zu rauchen weil mich ja alle anstarren könnten. (wie wenn die nix besseres zu tun hätten *g*) Und an manchne tagen ist es total egal da denk ich auch nciht mal drüber nach. :zwinker:

    Ich denke dass sich das Freunde finden von alleine löst. Wenn du erst mal in der BS bist. Ich würds halt nicht erzwingen. So alá Ich muss jetzt unbedingt einen Freund finden. Glaub mir das kommt von alleine. :zwinker: Man trifft sich zb zum lernen oder geht mal auf ein bier - da entstehen dann zumindest schon mal Bekannte!
     
    #5
    capricorn84, 16 April 2010
  6. ThirdKing
    ThirdKing (28)
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    offene Beziehung
    Ursache-> Wirkung-> Ursache
    Du resdest mit dir selbst, weil du keine Freunde hast... und du hast keine Freunde, weil du immer nur mit dir selber redest. Wenn du daran etwas ändern willst, solltest du versuchen deine Aufmerksamkeit nach außen zu richten- weg von dem Dialog in deinem Kopf. Duadurch dass du die ganze Zeit mit dir selbst beschäftigt bist, wirkst du auf andere Menschen komisch- du höhrst ihnen nicht zu (weil du dir selbst zu höhrst), du nimmst sie nicht wahr (weil du in deinem Kopf beschäftigt bist) und du wirkst unkonsozial (weil die Vorgänge in deinem Kopf grad nicht zum Geschen passen). Wenn du merkst, dass du mit deinen Gedanken abschweifst, musst du dagegen ankämpfen! Eine gute Möglichkeit ist es, wenn du dich bewusst auf deine Umgebung konzentrierst, damit kommste erstmal raus aus deinem Kopf.

    Nein, genau das ist es nicht. Es ist keine Zwangshandlung.
    Du gehst immer wieder die gleichen Themen durch, weil du keine anderen Themen hast- du erlebst so wenig, dass dir nichts anderes übring bleibt, als immerwieder den gleichen Scheiß zu wiederholen. Afu die Umgebung konzentrieren hilft da auch-> sobald du mal was neues in deinem Kopf drin hast, hat sich das mit den ewigen Wiederholungen erledigt. Du kannst das mit nem MP3Player vergleichen, auf dem du nur ein Lied gespeichert hast... du kannst mit dem Ding auch nichts anderes machen, als dir immer wieder das gleiche Lied anzuhöhren; oder du packst eben mehr Musik drauf.

    Du bist nicht dein Vater- nur weiler verkackt hat, heißt das nicht, dass dir das gleiche passiert.

    Im Unterricht direkt neben jemanden setzen, der dir sympatisch ist. Gespräch anfangen und fertig.
    In der zweiten Woche (ihr solltet euch dann gut genug kennen) kannste dann vorschlagen, mit deinen Leuten am Wochenende was zu machen.

    Off-Topic:
    Ja, ne... :grin:


    Ich würd dir da mal das Don Juan Bootcamp oder das Daemonic Confidence Programm empfelen. An deinem Selbstbewusstsein kannste arbeiten.

    Srichwort heir ist Comfortzone. Du weißt, dass du klavier spielen kannst. Du weißt, dass die Leute nur gekommen sind, um dich spielen zu höhren. Du weißt, dass sie dich nicht ausbuhen werden. Du weißt, dass usw.
    Sobald diese Punkte allerdings wegfallen ist es wieder was anders. Deshalb solltest du genereall an deinem Selbstvertrauen arbeiten.

    Gleiches Beipiel...
    Mit der Wäsche in den Keller gehen, hast du schon tausendmal gemacht... und dabei sieht dich keiner.

    ThirdKing
     
    #6
    ThirdKing, 16 April 2010
  7. Kaya3
    Kaya3 (33)
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Sorry, ich weiß, dass es schon arg abgedroschen ist, aber: wenn du keine Ahnung hast, warum mußt du dann unbedingt posten?? Der TS hat doch definitv ein Problem, er muß Dinge immer wiederholen, obwohl er das gar nicht will. Da kann ich doch als Laie nicht hingehen und einfach ne Diagnose stellen "Ne, da ist nix." Und dann am besten noch PU-Tipps als Therapievorschlag :kopfwand Irgendwann muß doch echt mal gut sein.

     
    #7
    Kaya3, 16 April 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  8. LiLaLotta
    LiLaLotta (31)
    Sehr bekannt hier
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    335
    vergeben und glücklich
    Ist doch klar, dass wenn man einsam ist, man zu viel Zeit hat, um über irgendwas nachzudenken oder sich irgendwas einzubilden. Z.B. dass du Zwänge hast. Natürlich kann das sein, aber meiner Meinung nach resultiert das eher aus der Einsamkeit und der Einbildung als dass es wirklich krankhaft wäre.

    Und das mit der Unsicherheit unter Menschen kenne ich auch. Manchmal kann ich den ganzen Weg durch die Straßencafés zum Einkaufsladen langgehen, ohne dass mich die Blicke der Menschen stören. Und an anderen Tagen wiederum habe ich das Gefühl, dass mich alle anstarren und hab Angst zu stolpern oder komisch zu gucken, usw. So ist es meist, wenn ich 1-2 Tage nichts unternommen habe und nicht wirklich unter Menschen war.
    Ich vermute, dass es bei dir auch so ist?

    Was ich nicht so recht verstehe: Hast du kein Bedürfnis nach Kontakten irgendeiner Art? Mit wem redest du, wenn du Probleme hast? Und wo hast du denn deine Freundinnen kennengelernt, wenn du doch kaum unter Menschen bist?
    Irgendwie kommt es in deinem Text gar nicht so rüber, als würdest du etwas ändern wollen. Du beschreibst dein Leben und deine Probleme, aber auf mich wirkt es so, als wäre das einfach nur ne Aufreihung von Fakten.
    Aktiv versucht zu ändern hast du anscheinend ja nichts?

    Ich glaube, dass du schon zum Psychologen gehen solltest, auch wenn du schlechte Erfahrungen gemacht hast. Die hatte ich auch und wurde auch nicht ernstgenommen. Irgendwann hab ich dann aber einen gefunden, der eben was konnte. Wenn du echt unzufrieden mit der Situation bist, dann solltest du noch mal einen Versuch wagen.
     
    #8
    LiLaLotta, 17 April 2010
  9. ThirdKing
    ThirdKing (28)
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    offene Beziehung
    Off-Topic:
    Okey, mal wieder das Thema... aber owher wollen immer alle wissen, dass ich keine Ahnung hab. Irgendwie folgt dieser Vorwurf immer auf praxiserprobte Lösungsvorschläge.


    ThirdKing
     
    #9
    ThirdKing, 17 April 2010
  10. Spinnenmann
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    nicht angegeben
    @ ThirdKing: Diese PU-geschichten sind meist von Leuten "erfunden", die selbst ganz unten waren. Aus Misserfolgen Erfolge machen... Das sagt denke ich alles. Mag sein, dass manche Aussagen aus dem Bereich des PU Probleme verbessern können, doch meist ist es Schwachsinn. Genau wie die "PU-Weisheit": Nach dem Ende einer Beziehung musst Du 10 fremde Frauen ficken und dann wirst Du glücklich werden. Völliger Scheiß ist das. Egal!

    Ich bin mir dessen mittlerweile bewusst, dass alle Dinge die sich in meinem Leben zum Problem entwickelt haben, durch Einsamkeit entstanden sind. Ich hatte damals in der Schule mal eine sehr gute Freundin. Leider aber nur kurzzeitig, da sie verzogen ist. Aber während dieser Zeit war alles so schön! Ich hatte total viel Spaß am Leben, mir ging es einfach super. Man hatte jemanden mit dem man immer wieder Zeit verbringen und etwas unternehmen konnte. In allen Bereichen - sei es Wohnung, Hobbys, Arbeit -hatte man mehr Motivation, da man eben nicht einsam war. Hierbei genügt es wie in meinem Fall nicht, dass man im Berufsleben soziale Kontakte hat, nein auch im Privatleben muss man jemanden haben.

    Sobald meine Ausbildung beginnt, muss ich mir irgendwie Freunde suchen. Ich finde es nahezu traurig und teils auch arm, dass man in meinem Alter keine Freunde hat! In der Schule oder auf der Arbeit bin ich zwar ein gern gesehener Mensch und viele mögen mich auch gern, aber nichts ging bislang wirklich über die Schule hinaus. Es kam wohl ab und an mal vor, dass man nach der Schule noch irgendwo etwas trinken geht, aber mehr war da dann eben auch nicht. Ich habe eben nie gelernt, wirklich Freunde zu "finden". Hierbei kann ich mich noch gut an meine Kindheit erinnern. Ich habe mich damals bis ich ungefähr 13 war, nicht benehmen können. Ich war frech zu Lehrern und Mitschülern und niemand wollte etwas mit mir zu tun haben. Mein Leben spielte sich seit meiner Kindheit in meinem Zuhause ab, viel vor dem PC und TV. Im Alter von 8 Jahren wurde ich von meinen Eltern aus dem "Haus" geworfen. Natürlich nur für 1-2 Stunden mit der Auftrag: "Geh und suche dir Freunde". Ich bin stundenlang mit dem Rad durch die Straßen und zu Spielplätzen gefahren und keiner wollte mit mir spielen. Das ist verdammt hart!

    Ich denke, dass ich deshalb zu sehr mit mir beschäftigt bin, da ich nichts anderes habe, mit dem ich mich menschlich beschäftigen kann. Klar, ich habe meine Musik und werde bald wohl wieder Unterricht geben. Ich fahre auch allein ins Kino und in die Sauna, aber wie gesagt eben immer allein. Nun wohne ich seit gut einem halben Jahr in einer neuen Stadt, weit weg von meiner alten Heimat und hier hatte ich durch einen Chat ein junges Mädchen (18) kennen gelernt und ich fand sie nach einer kurzen Zeit langweilig. Sie ist kindlich und naiv und sie weiß meist nichts was man hätte unternehmen können. Am Telefon wurde ich alle 2 Minuten von ihr gefragt: "Und, was gibts sonst so neues?"... Entschuldigung, aber auch soetwas habe ich dann auch keine Lust. Leider bin ich auch nicht so der Partymensch und meide solche Veranstaltungen eher.

    LiLaLotta, so wie Du das mit dem Anstarren und dem Stolpern beschrieben hast, ist es bei mir auch. Genau so! Heute kann ich normal und selbstbewusst durch die Stadt gehen und morgen schaffe ich es grad mal so zum Postkasten vor die Haustür. Hängt dies auch mit der Einsamkeit und den nicht vorhandenen Freunden zusammen? Ich denke schon oder...

    Klar habe ich das Bedürfnis nach anderen Kontakten. Ich hätte gern mal wieder eine neue Beziehung. Schüchtern und gehemmt bin ich ja nicht. Ich kann schon locker auf fremde Menschen zugehen, keine Frage.

    Tja mit wem rede ich wenn ich Probleme habe? Wenn ich ehrlich bin mit niemanden bzw. mit mir selbst! Ich sitze auf dem Sofa und erzähle mir selbst meine eigenen Probleme und versuche dann zeitgleich eine Lösung dafür zu finden. Meine damalige Freundin hatte ich beim Einkaufen kennen gelernt. Sie saß an der Kasse und beim bezahlen fragte ich sie ob wir nicht mal etwas trinken gehen wollen und ob sie nach Feierabend vielleicht Lust und Zeit hätte. So kam dann eins zum anderen. Aber irgendwie war sie auch nicht so der Mensch mit den meisten Freunden. Doch im Gegensatz zu mir hatte sie welche.

    Doch, sicher möchte ich etwas ändern. Nur ich weiß nicht wie. Wie gehe ich die Sache am besten an? Der Weg zu einem Psychologen muss nicht gleich immer sein denke ich. Denn er kann mir auch nicht helfen, Freunde zu finden. Eine Verhaltensterapie wäre wohl besser oder? Draußen ist nun so schönes Wetter. Alle unternehmen etwas mit Freunden, doch ich sitze Zuhause und mache nichts. Mein Ziel ist es, ab Beginn der Ausbildung besser soziale Kontakte zu knüpfen und auch Freundschaften zu bilden. Nur wie genau dies geht, weiß ich eben nicht. Ich habe es nicht gelernt. Gehen wir davon aus ich mache einen Termin bei einem Psychologen. Ich sage diesem, dass ich einsam bin und keine Freunde habe, da ich keine finden kann und ich deshalb Zuhause mit mir selbst rede. Das Gesicht von ihm möchte ich dann gerne mal sehen... Die Antwort?: "Gehen Sie auf die Straße, sprechen Sie einfach ungehemmt Menschen an, nehmen Sie sich Zeit für andere..."
     
    #10
    Spinnenmann, 17 April 2010
  11. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    Off-Topic:
    Der TS soll seinen Psychologen wechseln :zwinker:.
     
    #11
    BrooklynBridge, 17 April 2010
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  12. User 20526
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Um nur mal kurz darauf einzugehen.. Ein guter Psychotherapeut wird genau das nicht sagen, denn er gibt keine Anweisungen. Sondern er wird dich fragen, wie du dich damit fühlst, warum du das ändern willst und was du selbst dafür tun kannst, dass es dir besser geht. Damit du von selbst auf die Lösungswege kommst.
    Ich denke, es ist keine schlechte Sache, wenn du es nochmal mit einer Verhaltenstherapie versuchst, denn prinzipiell scheinst du ja dafür aufgeschlossen zu sein und hast nur schlechte Erfahrungen gesammelt.
    Ich will nichts diagnostizieren, denn ich hab nur meine persönlichen Erfahrungen, aber für mich hören sich deine Probleme und auch das mit dem Rausgehen und sich beobachtet fühlen durchaus nach sozialen Ängsten/Problemen an. Und die können ganz gut behandelt werden, wenn man das auch selbst will.
    Aber auch wenn du keine Therapie machen möchtest, hören sich deine Vorhaben schon ganz gut an. Du musst es nur durchziehen! :smile:
     
    #12
    User 20526, 17 April 2010
  13. ThirdKing
    ThirdKing (28)
    Benutzer gesperrt
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    offene Beziehung
    ....

    ThirdKing
     
    #13
    ThirdKing, 17 April 2010
  14. diskuswerfer85
    Sehr bekannt hier
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    in einer Beziehung
    mmh was ist das ziel von PU?

    -sozialen umgang lernen und nen freundeskreis haben
    -angst vor sozialen kontakten und frauen überwinden
    -interaktion mit frauen lernen

    wären das keine erfolge für dich?
     
    #14
    diskuswerfer85, 17 April 2010
  15. Spinnenmann
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    Nein, es wären in der Tat keine Ziele für mich. Denn generell habe ich keine Angst vor sozialen Kontakten. Ich gehe nun auf die Straße und spreche 100 fremde Menschen an und es ist mir dabei egal was diese denken. Und Angst vor Frauen habe ich schon mal gar nicht, warum sollte man auch?! Interaktionen mit Frauen? Was ist daran bitte schwer?

    An die Pu-ler: ich habe kein Problem mit Frauen und auch keine Angst vor Menschen. Ich habe eben nur keine Freunde und ich frage mich warum dies so ist. Es ist mit dem ersten Sex zu vergleichen. Wie genau geht das und was kann/muss man machen. Das alles muss man auch erst lernen und ich denke ich habe es einfach nicht gelernt, Freundschaften zu bilden, da ich diese Phase im Leben "übersprungen" habe.
     
    #15
    Spinnenmann, 17 April 2010
  16. dollface
    Verbringt hier viel Zeit
    2.223
    108
    369
    nicht angegeben
    Ich würde mal sagen genau so:

    Dein Problem scheint nicht zu sein, dass du schüchtern bist, dass du große Probleme hast auf Menschen zuzugehen und sie anzusprechen, du sagst selber die Leute mögen dich, du bist ein umgänglicher Typ usw, dein Problem scheint schlicht und einfach zu sein, dass du es nicht tust. Du sprichst niemanden an, du gehst nicht auf die Leute zu und da frage ich mich warum?
    Du kannst es, du hast Erfolg, das hast du ja bei deiner damaligen Freundin bewiesen. Also warum tust du es nicht? Ich denke es stimmt nicht, dass du nicht weißt, wie man Freunde findet, ich denke du weißt es aber du wendest dein Wissen nicht an. Warum ist das so? Gewohnheit?
     
    #16
    dollface, 17 April 2010
  17. diskuswerfer85
    Sehr bekannt hier
    3.198
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    838
    in einer Beziehung
    Also so schwer ist das ja eig. garnicht. man führt ein enig smalltalk, ist witzig und hat ein wenig spaß(z.b bei der arbeit oder in der schule). wenn man sich dann gut versteht läd(nicht im sinne von für sie bezahlen-ok vllt die erste runde:zwinker:) man die leute ein am wochenende mal einen trinken zu gehen:smile:.

    das macht man ein paar mal und schon hat man freunde:grin:
     
    #17
    diskuswerfer85, 17 April 2010
  18. Spinnenmann
    Benutzer gesperrt Themenstarter
    14
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    nicht angegeben
    Aber genau das ist es ja. In der Schulzeit bzw. Arbeitszeit komme ich mit den Leuten super aus. Aber das wars dann auch schon. Wenn ich mit allen Leuten mit denen ich gut klar komme befreundet wäre, hätte ich viele Freunde. Leider ist dem aber nicht so, da eben nie etwas über die Schulzeit hinaus ging, bis auf einige Treffen mit Frauen/Mitschülerinnen.

    Bleibt aber immer noch die Frage warum ich mich des Öfteren unsicher fühle, wie z.B. beim Einkaufen oder aber beim Wäsche in den Keller bringen. Besonders bei der Wäsche ist es seit 4 Monaten so. Es ist schon eine große Überwindung. Warum kann ich Menschen auf der Straße ansprechen, aber keine Wäsche problemlos in den Keller bringen?

    Die Gedanken die mir dabei durch den Kopf gehen sind immer die Gleichen: Was ist, wenn mich jemand dabei sieht, wie ich mit meiner Wäsche um das Haus gehe. Immer nur dieser eine Gedanke! Was ist, wenn mich jemand sieht, wie ich in meinem Postkasten nach Post gucke. Was ist, wenn mich jemand dabei sieht wie ich meinen Müll in die Tonne bringe. Es ist immer die gleiche Frage!

    Und: In meiner Wohnung habe ich IMMER im Wohnzimmer die Jalosinen zu/fast zu. Denn auch hier: Was ist, wenn mich jemand dabei sieht, wie ich in meiner Wohnung rumlaufe. Die Fenster habe ich meist auch geschlossen, obwohl ich totaaal gut Klavier, Keyboard und Orgel spiele. Hier ist aber die Frage: Was ist, wenn das Fenster auf ist, das Telefon klingelt und mich jemand beim Telefonieren hört?

    Es ist einfach nur krank! Und ich will es ändern!
     
    #18
    Spinnenmann, 17 April 2010
  19. dollface
    Verbringt hier viel Zeit
    2.223
    108
    369
    nicht angegeben
    Mal ne ganz einfache Frage, weil ich mir schwer vorstellen kann was genau in so einer Situation in deinem Kopf vorgeht. Was soll denn sein, wenn dich jemand sieht?
    Was denkst du? Denkst du, dass die Leute sich über dich lustig machen könnten oder ähnliches?
     
    #19
    dollface, 17 April 2010
  20. Spinnenmann
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    Was ich denke, was passieren wird?

    Mich könnte jemand sehen, mir könnte jemand Hallo sagen, ich könnte stolpern oder mir könnte etwas peinliches passieren, was denken die Leute wenn sie mich sehen könnten.. Soetwas.

    Ich werden bei solchen Dingen total unsicher und extrem nervös.

    Klar, Wäsche in den Keller bringen oder zum Postkasten gehen oder die Jalosine offen lassen.. Alles Pilepalle und normale Dinge, ich weiß. Doch sind mir grad diese Dinge unangenehm. Manchmal gehe ich auch gar nicht vor die Tür zum Postkasten weil ich der Meinung bin, dass ich "hässlich" aussehe und mache mir dann erst die Haare und ziehe etwas neues an, bis ich der Meinung bin dass ich nun wieder gut aussehe.
     
    #20
    Spinnenmann, 17 April 2010

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