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"Ihr immer mit eurem Sex" Sex wird immer unwichtiger...

Dieses Thema im Forum "News zu Liebe, Erotik und Sexualität" wurde erstellt von popperpink, 15 August 2005.

  1. popperpink
    popperpink (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    "Ihr immer mit eurem Sex!"
    Die wichtigste Sache der Welt sehen junge Leute heute gelassen. Triebstau und verzehrende Leidenschaften sind längst passé. Der Sexualwissenschaftler Gunter Schmidt hat die Sexualmoral der Teenager erforscht und ist zu verblüffenden Ergebnissen gelangt:


    "Ally McBeal" findet Anna langweilig
    Wie haltet ihr's mit dem Sex, du und deine Freundin? Till hat eigentlich überhaupt keine Lust, über Sex zu reden. Schon gar nicht über seinen eigenen. Der 19-jährige Abiturient aus Frankfurt am Main ist seit einigen Monaten mit Anna, einem Mädchen aus der Parallelklasse, liiert. Er schaut den zur Elterngeneration gehörenden Frager gequält an. "Was habt ihr bloß immer mit eurem Sex? Das ist doch peinlich, wie wichtig ihr das nehmt!" "Interessierst du dich nicht für Erotik, für Sinnlichkeit, für Sex?" "Doch, schon." Er habe auch seine Erfahrungen. Aber er finde, Sex sei keine so große Sache. Mitmenschen, die sich für nackte Körper im Allgemeinen und für den Geschlechtsakt im Besonderen interessierten, seien "proll" - klebrig und vulgär.
    Seit einigen Jahren entdecken Sexualwissenschaftler nachhaltige Veränderungen im Paarungsverhalten der aufgeklärten urbanen Jugend. Eine rätselhafte Zurückhaltung. Eine neue Prüderie? Nein, sagen die Experten, hier wachse eine Generation heran, die Sexualität vom Reich der Triebe ins Reich der selbstbestimmten Liebe verlege.

    Ungewohnte Gelassenheit macht sich breit im Sexualleben der jungen Deutschen
    Ein neuer Sittenkodex
    Als einer der Ersten hat Gunter Schmidt den neuen Sittenkodex ausgemacht. Der ehemalige Mitarbeiter des Instituts für Sexualforschung und Professor für Sexualwissenschaft an der Universität Hamburg attestiert der neuen Sexualmoral, dass sie "friedlicher, kommunikativer, rationaler und berechenbarer" sei - mit einem Wort: herrschaftsfrei. "Verhandlungs- oder Konsensmoral" nennt Schmidt, was er und seine Mitarbeiter in den vergangenen Jahren in Gesprächen mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen an Einstellungen zur sexuellen Praxis in Erfahrung gebracht haben. Während die jahrhundertelang von der Kirche geprägte Sexualmoral sexuelle Praktiken bewertete - etwa vorehelichen Geschlechtsverkehr, Onanie oder Homosexualität -, qualifiziere die neue Konsensmoral nicht mehr diese Praktiken, sondern "die Art und Weise ihres Zustandekommens". Ob sadomasochistisch, ruppig, verschmust oder raffiniert, ob hetero- oder homosexuell - das sei moralisch nicht von Belang. Was zähle, sei nur, ob Sex einvernehmlich praktiziert werde.

    Unbändige Lust ist passé
    "Das ist eine sehr gelassene Sexualmoral", sagt Schmidt. Mit den Vorstellungen von verzehrender Leidenschaft und unbändiger Lust habe sie nicht mehr viel gemein. Diese Mystifizierung des Sexuellen passe eher in eine Zeit, als man Triebe noch als Urgewalten begriff, denen wir ausgeliefert sind und die wir nur unter Aufbietung äußerster Disziplin in den Griff bekommen könnten. "Als ich als 16-Jähriger im Kunstband meiner älteren Schwester eine nackte Frau abgebildet sah, war das ein Schock", sagt Schmidt. Und noch in den 1960er Jahren habe man Jugendlichen weisgemacht, dass ihnen das Rückenmark auslaufe beim Masturbieren. Doch die Warnung vor "wilden Trieben" habe sich heute ebenso überlebt wie das Märchen von der Lust, die einen um den Verstand bringt. Junge Leute schwebten nicht mehr ständig zwischen lustvoller Erlösung und sexueller Verderbnis. Der 19-jährige Till kann mit Sadomaso, Fetischismus und ähnlichen Begrifflichkeiten wenig anfangen. Er weiß zwar, was die Worte bedeuten, er kennt sie aus Medien und Gesprächen mit Freunden, aber seine Welt ist das nicht.

    Hier noch die ausführlichere Quelle

    sowas, wer hätts gedacht...?
     
    #1
    popperpink, 15 August 2005
  2. User 12616
    User 12616 (27)
    Sehr bekannt hier
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    140
    nicht angegeben
    Ich.
    Ist doch klar.
    Sex wurde doch von den Medien viel zu wichtig gemacht, wir werden mit diesem Thema überhäuft.
    Kann man doch kaum noch hören...

    Wenn man erstmal Sex hatte merkt man auch, dass es nichts sooo beosnderes ist. Natürlich ist es wunderschön, natürlich macht es viel Spaß, natürlich ist es vielfältig ... aber aus Sex wird etwas so wichtiges und unentbehrliches gemacht.. das nervt.
     
    #2
    User 12616, 16 August 2005
  3. unbekannte
    unbekannte (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    113
    20
    Single
    genau viel zu häufig überall
     
    #3
    unbekannte, 31 Oktober 2005
  4. Ring
    Gast
    0
    "sowas, wer hätts gedacht...?"

    vermutlich niemand, weil es auch nicht wirklich mit den täglichen Erfahrungen übereinstimmt. Was in diesem Artikel steht kann ich zum grössten Teil nicht nachvollziehen.
     
    #4
    Ring, 1 November 2005
  5. Gravity
    Verbringt hier viel Zeit
    641
    101
    0
    nicht angegeben
    Was im Artikel beschrieben wird entspricht nicht meinen Beobachtungen in der "freien Wildbahn". Der Artikel beschreibt meiner Meinung nach ein mögliches Ideal.

    Die Mehrheit scheint noch immer auf dem Trip zu sein, dass man die Freundin allein mit gutem Sex halten kann, Sex das wichtigste in einer Beziehung ist und es eigentlich nur darum geht. Auch höre ich immer wieder, dass man immer wieder Sex will, wenn man einmal welchen gehabt hat. Und wenn man Lust hat, kann man nichts dagegen tun, außer ihr zu gehorchen. Stärke und Ausprägungen mögen varieren, aber ich begegne diesen Mythen immer wieder. Auch hier im Forum. Sex wird schon irgendwie überhöht und gepriesen, aber nicht nur von den Medien.

    Eine gewisse Prüderie habe ich aber schon entdeckt. Ich kenn da Mädels, die laufen nur in Hosen rum. Bitte keine Röcke - schon gar keine kurzen: "Ich bin doch keine Schlampe". Sowie etwas nacktes im TV zu sehen ist, muss wegschaltet werden. Und wenn man man den kurzen Röcken hinterherschaut, heißt es direkt: "Du bist ja Notgeil".

    Wenn ich mal wieder so zugekleistert werde mit Sex, hab ich kein Bock mehr. Das ist zu viel Input auf einmal. Schaltet man aber mal die eigene Sexualität ab, ist man den Frauen direkt durchs raster gefallen. "Du bist lieb und nett, lass uns Freunde sein..." - und schwups bin ich ihre beste Freundin.

    Es ist wohl wie immer: Der goldene Mittelweg ist zu suchen.
     
    #5
    Gravity, 1 November 2005
  6. komarac
    Gast
    0
    denk dass der artikel zutreffend ist.
    teenies profilliern sich oft noch mit dem thema:"boah geil ej, der hab ichs aber besorgt blabla" die realität sieht aber anders aus.
    die meisten die über n gewisses Alter hinaus sind, sich vielleicht auch die "hröner abgestoßen haben" betrachten das thema deutl. wertneutraler...ähnl. wie essen oder schlafen...es gehört eben dazu, einen kult darum zu veranstalten ist aber unsinnig....käme ja auch niemand auf die idee damit rum zu prollen wie viele Big mac`s er auf einmal schafft, oder?
    ach halt...doch...teenies prollen mit sowas rum :zwinker:
    und was evtl. noch n unterschied machen könnte, und was auch einige studien belegen....mit zunehmender Bildung nimmt offenbar die geilheit, oder der drang danach sich damit zu profilieren deutl. ab...ob der spruch:"dumm f*** gut!" daher kommt`?
     
    #6
    komarac, 6 November 2005

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