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Ihre Mutter macht ihr alles kaputt...

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von tobey, 3 November 2005.

  1. tobey
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hi all!

    Ich schreibe diesen Beitrag hier, weil ich einfach nicht mehr weiß, wie es mit meiner freundin und mir weitergehen soll.
    Kann sein, dass der Beitrag hier ziemlich lang wird un stellenweise konfus und vll nicht verständlich. Das liegt dann wahrscheinlich einfach daran, dass mir die Worte fehlen, um zu beschreiben, wie ich mich grad fühle und wie ratlos ich bin, auch wenn es eher um sie und nicht um mich geht.

    Leider hat sie es zu Hause sehr sehr schwer und das macht auch unsere Beziehung nicht grad einfach. Ihre Eltern sind geschieden (sie wohnt mit ihrer Schwester bei ihrer Mutter) und mit "schwer haben" meine ich, dass ihre Mutter ihr im Prinzip so gut wie gar nichts erlaubt. Das fängt damit an, dass sie nur selten auf Parties darf, unter der Woche nach der Schule so gut wie nie weg darf und auch nicht bei mir übernachten darf. Ich hab manchmal auch das Gefühl, dass sie nur nicht weg darf, wenn sie mit mir was machen will. Dann heißt es:"Nein, es ist so kalt draußen, dann bist du morgen wieder krank" und so ein Scheiss. Sie durfte mich heut nicht mal vom Bahnhof abholen (10 Minuten von zu Hause weg) und mir kurz Hallo sagen.
    All die Sachen, die man als 17jähriger Jugendlicher normalerweise macht, darf sie nicht und das nur, weil ihre Mutter sie nicht lässt.
    Als wir grad einen oder zwei Monate zusammen waren, hat mich das schon immer sehr gewundert und ich hab mich irgendwie auch nie so richtig getraut, sie zu fragen, warum sie nie weg darf. Dazu kommt noch, dass sie damals auch nicht wirklich gerne darüber gesprochen hat, als ich sie dann mal drauf angesprochen hab. Sie hat immer nur gesagt, dass ihre Mutter krank ist und dass sie deshalb zu Hause bleiben muss, weil ihre Mutter es alleine nicht "aushält".
    Als ich gefragt hab, was ihre Mutter hat, sagte sie mir immer nur, dass man das nicht genau weiß. Das ganze geht anscheinend schon seit 5 Jahren so und irgendwie ist auch keine Veränderung in Aussicht.
    Ihr fragt euch jetzt sicher: "Ja, warum geht sie denn dann nicht einfach mal weg und kümmert sich nicht darum was ihre Mutter erlaubt oder nicht erlaubt?". Genau die Frage hab ich ihr auch gestellt, aber als Antwort kam nur, dass sie einen wirklich krassen Grund hat warum sie das nicht machen kann, darüber aber nicht mit mir reden kann. Ich hab mir dann erstmal nichts weiter dabei gedacht, weil ich, wenn ich dann mal mit ihr zusammen war, immer super glücklich war und nicht mit ihr über ihre Probleme zu Hause reden wollte (konnte), ihr ging es da genau so.
    Inzwischen können wir wirklich über alles reden, das lässt das Problem aber leider nicht verschwinden.
    Ne Zeit lang war es dann so, dass wir uns außer in der Schule (wir gehen in die selbe Klasse) kaum gesehen haben und ich ihr gesagt hab, dass das irgendwie alles ziemlich scheiße ist, so wie es im Moment läuft und dass ich das irgendwie alles nicht verstehen kann.
    Letztendlich hat sie mir dann alles erzählt und als ich die ganze Geschichte gehört hab, wusste ich einfach nicht was ich sagen sollte. Sie hat mir halt alles von Anfang an geschildert, hat mir erzählt was für ein lieber Mensch ihre Mutter angeblich ist (weswegen meine Freundin sie auch nicht im Stich lassen kann), dass alles wie schon gesagt vor 5 Jahren oder so angefangen hat mit ihrer Krankheit und dass sie jetzt kaum noch raus kann, die ganze Zeit im Bett liegt und halt wirklich auf Hilfe angewiesen ist. Was mich überrascht hat, ist, dass ihre Mutter das letzte Mal vor ca. 1 Jahr beim Arzt war und es den Anschein hat, als ob sie sich nicht helfen lassen will. Meine Freundin hat gemeint, dass sie den Glauben an Ärzte und so verloren hat, nach allem was passiert ist.
    Ich hab dann erfahren, dass es vor 2 Jahren oder so sogar mal soweit ging, dass sie und ihre Schwester nicht mehr in die Schule konnten, weil ihre Mutter gesagt hat, sie hält es vormittags alleine nicht aus. Das sah dann so aus, dass sie keine Woche mehr am Stück in der Schule war. Einer Lehrerin ist das aufgefallen und das Jugendamt wurde eingeschaltet, passiert ist dann aber doch nichts, bis auf das sie jetzt wieder ganz normal zur Schule gehen "darf" ohne dass ihre Mutter ihr selbst das vebietet (Muss man sich mal vorstellen, wie krank ist das eigentlich?!). Manchmal denk ich mir:"Schade, dass das Jugendamt damals nichts bemerkt hat."

    Ihr Vater spielt in der ganzen Geschichte natürlich auch eine Rolle und er hat die Sache mit dem Jugendamt und selbstverständlich auch die Gesamtsituation mitbekommen und wollte natürlich helfen und hat halt damit "gedroht", selbst dass Jugendamt einzuschalten, das Sorgerecht zu bekommen oder sonst irgendwas in die Wege zu leiten, wenn es so weitergeht.

    Der richtige Hammer kommt aber erst jetzt: Ihre Mutter droht ihrer "Familie" seitdem damit, sich umzubringen, sollte das Jugendamt eingeschaltet werden oder sonst irgendjemand davon erfahren. Meine Freundin hat mir gesagt, dass ihre Mutter es vielleicht schon längst auch so getan hätte, wäre ihr Glaube zu Gott nicht so stark.
    Als ich das gehört hab, war ich so schockiert, wütend und enttäuscht zugleich, dass ich nicht wusste was ich sagen sollte. Meine Freundin hat mir das unter Tränen alles erzählt und hat auch gemeint dass sie so Angst davor hat, dass ihre Mutter es wirklich irgendwann macht und dass das letzte was sie ihr sagt, sowas wie "Ich hasse dich" ist. (Ja, auch das kam schon vor, wenn die beiden sich gestritten haben)
    Schockiert war ich, weil sowas einfach unfassbar ist und man sich das einfach nicht selbst vorstellen kann.
    Wütend auf ihre Mutter war ich, weil ich es einfach nicht für gerecht halte, dass ihre eigene Mutter sie auf so eine Art und Weise erpresst und einengt und sie so aussichtslos leben lässt.
    Enttäuscht war ich von ihrer Mutter als Mensch und davon, dass sie sich nicht helfen lässt, also keine Veränderung der Situation zu erwarten ist.

    Durch diese Drohung ihrer Mutter ist sie natürlich sowas von machtlos, eingeengt und kann wirklich gar nichts ändern. Genau deswegen kann sie auch nicht sagen, dass sie jetzt einfach geht und nicht auf ihre Mutter hört. Sie müsste ja jedes Mal Angst haben, dass ihre Mutter sich etwas antut.
    Es gibt anscheinend keine Lösung, die nicht irgendwelche Nachteile mit sich bringt.
    Ich weiß auch nicht, welche Rolle ich in der ganzen Geschichte spiele, hab sie aber gefragt, ob ich die ganze Sache für sie nicht noch schwerer mache. Daraufhin meinte sie halt nur, dass ihr Leben wieder viel lebenswerter ist, seitdem ich mit ihr zusammen bin und dass sie mich nicht verlieren will.
    Ne Zeit lang war dann alles wieder einigermaßen "normal", d.h. wir haben uns am Samstag gesehen und halt auch ganz normal in der Schule und es war eigentlich alles okay. Bis sie dann kurz vor den Ferien krank geworden ist und ein paar Tage nicht zur Schule konnte.
    Naja, auf jeden Fall hatte sie vor, ihre Mutter mal wieder zu fragen, ob sie in den Ferien jetzt nicht mal endlich bei mir übernachten könnte. Ich war natürlich auch super gespannt und habe wirklich gedacht, dass es jetzt mal klappt und dann sagt sie mir am Telefon, dass ihre Mutter sie die ganzen Herbstferien nicht gehen lassen will, weil ihre Krankheit noch nicht ganz auskuriert wäre. Ich war dann erstmal wieder sowas von sauer, dass ich erstmal nicht wusste was ich sagen sollte. Habe mir dann den ganzen restlichen Tag Gedanken gemacht, ob das alles so weiter gehen kann. Ich komme aber immer wieder zu dem Schluss, dass ich das Mädchen, das ich über alles Liebe nicht wegen ihrer Mutter verlassen kann. Es ist einfach kein Grund, wegen ihrer Mutter mit ihr Schluss zu machen. Ich könnte das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren. Sie ist für mich einfach das perfekte Mädchen, es gibt nichts für mich, was ich an ihr auszusetzen hätte.

    Inzwischen ist es so, dass sich bei mir irgendwie ein richtiger Hass auf ihre Mutter einstellt, ohne dass ich sie überhaupt kenne. Ich frage mich immer und immer wieder, wieso sie das ihren Töchtern antut und nicht mal zum Arzt geht, sich Hilfe holt. Mit immer und immer wieder meine ich, dass ich eigentlich in jeder freien Minute darüber nachdenke, warum es ausgerechnet sie trifft, was bei ihrer Mutter los ist und wieso keiner irgendwas unternimmt.
    Ich vermute mal, bzw. bin mir sicher, dass ich alle Hintergründe einigermaßen kenne und das macht die Sache eben so unverständlich. Warum geht die Mutter nicht zum Arzt, Psychologen, was weiß ich wohin und lässt sich mal richtig helfen? Macht eine Therapie oder sonstwas? Es gibt doch heutzutage sowas wie eine Krankheit die man nicht diagnostizieren kann überhaupt nicht mehr, oder liege ich da falsch? Was bei der Sache mit der ärztlichen Hilfe, wenn ihre Mutter sie dann doch mal in Anspruch genommen hat (wenn auch schon vor Monaten bzw. Jahren), noch hinzu kommt, ist, dass sie Heilpraktikerin oder sowas ist und deswegen auch nicht zu einem sagen wir mal "normalen" Arzt geht. Ich kenn mich zwar auf dem Gebiet der Homöopathie (so heißt das doch, oder?) nicht wirklich gut aus und will jetzt hier kein vorschnelles Urteil fällen, aber ich würde mal behaupten, dass ein richtiger Arzt mehr erreicht und das mit vll. weniger fragwürdigen Mitteln. (Mir war das irgendwie schon suspekt, als meine Freundin, als sie die Grippe hat, auch zu einem Arzt gegangen ist und dann da dann sowas homöopathisches verschrieben bekommen hat. Ich mein so schlecht kann Naturheilkunde jetzt ja auch nicht sein, auch ich nehm Meditonsin, wenn ich Halsschmerzen hab, aber trotzdem geh ich zu nem gescheiten Arzt und lass mir da vll. noch ein anderes Medikament verschreiben.

    Ich schreibe diesen Beitrag in der Hoffnung, dass mir hier jemand nen Rat geben kann, was meine Freundin, ihre Mutter und auch ich in dieser Situation machen können. Gibt es Einrichtungen oder sowas, die helfen können? Ich bin nach meinem dauernden Denken zu dem Schluss gekommen, dass jetzt endlich mal was passieren muss und dem Denken Handlung folgen muss und dass ich jetzt irgendwie versuchen werde zu helfen, ich kann mir das nämlich nicht länger ansehen und nichts tun. Bei der ganzen Sache geht es eigentlich weniger um mich selbst, als um meine Freundin und ihre Zukunft. Klar ist es für mich auch nicht gerade einfach, wenn ich immer wieder höre:"Ne, ich kann nicht, tut mir Leid" aber ich weiß ja, dass sie nix dafür kann. Ich will nicht, dass sie in 2 Jahren immer noch zu Hause rumsitzt und sich durch ihre Mutter ihre Zukunft "versauen" lässt.

    Ich bin euch schon sehr dankbar, wenn ihr überhaupt bis hier hin gelesen habt und würde mich über einen Ratschlag, selbst wenn es nur ein kleiner Tipp ist, natürlich noch mehr freuen.

    Manches was ich geschrieben hab, klingt vielleicht, wie ich es dann doch nicht gemeint habe und auch umgekehrt und es ist auch sehr schwer wirklich alles im kleinsten Detail hier rüberzubringen. Aber ich denke doch mal, dass die Quintessenz des Ganzen und sogar noch etwas mehr rübergekommen ist.
    Vielleicht noch was zum Abschluss: Ich hab mich entschieden, die ganze Geschichte hier in diesem Forum zu posten, weil ich sonst mit niemandem darüber reden kann. (Meine Freundin hat mich darum gebeten, es wirklich niemanden zu erzählen.)
    Es ist nicht so, dass ich niemanden hätte, dem ich nicht voll und ganz vertrauen könnte, aber ich will das, worum meine Freundin mich gebeten hat auch wirklich einhalten.

    vielen dank,
    tobi

    ps: es war sehr schwer, einen passenden betreff zu finden :smile2:
     
    #1
    tobey, 3 November 2005
  2. BadDragon
    BadDragon (39)
    Verbringt hier viel Zeit
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    3
    Single
    Hi ...
    nun ja irgendwie bin ich recht sprachlos aber ich versuchs einfach mal.

    Ich kann mir gut vorstellen in welcher Zwickmuehle deine Freundin aber auch du steckst. Auf der einen seite will sie dich sehen und die Zeit mit dir geniessen aber auf der anderen seite kann sie die mutter nicht allein lassen - was ich nachvollziehen kann wenn man so unter druck gesetzt wird.
    Du willst auch anders aber kannst gegen die mutter nichts machen und deine Freundin unter druck setzen ist denk ich das letzte was du tun willst. (Waehre denk ich auch falsch)

    Na ja was gibts zu sagen, ich denke die Mutter braucht wirklich nen Arzt. Keine ahung nicht mal wegen irgendwelche Koerperlichen sachen sondern nen Psychologen. Ich denk irgendwie wenn ich das so alles gelesen hab eigentlich nur eins: Verlustangst!
    Die Mutter hat schon ihren Mann verloren und hat nun nur noch ihre 2 toechter und diese versucht sie mit allen mitteln an sich zu binden und will von ihnen die volle aufmerksamkeit und mit allen mitteln verhindern das die Kinder ihr eigenes leben leben.

    Wie man die mutter dahin bekommt? Na ja gute frage ich denke freiwillig - garnicht. Das einfachste waehre wenn deine Freundin sich selbst ans Jugendamt wendet. Ich weiss ja ja die Mutter will sich dann umbringen aber ich denke das Jugendamt wird schon nicht gleich zu der mutter rennen sondern deiner Freundin ggf tips geben und ihr erklaeren was sie da machen kann. Ansonsten wenns nicht das jugendamt sein soll gibts bestimmt irgendwelche anderen Jugendberatungsstellen in eurer Stadt (einfach mal ins telefon buch gucken), dann sollte sie da mal den Fall schildern und fragen was die ihr raten.
    Ich denke ja mal nicht das deine Freundin so weiter "leben" will wie bisher, also bleiben da nicht viele auswege.
     
    #2
    BadDragon, 3 November 2005
  3. Toffi
    Toffi (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    123
    1
    vergeben und glücklich
    Also erstmal bin ich ziemlich sprachlos wegen deiner Geschichte, das ist schon echt hart.

    Aber ich denke dass das hier nur mit Hilfe von außen etwas werden kann. Warum die Mutter nicht zum Psychologen geht? Ganz einfache Antwort, bevor man zu so einem Arzt geht muss man erstmal einsehen dass man ein Problem hat, und das tut sie offenbar nicht. Sie hat eine Krankheit die niemand diagnostizieren kann. Ich bin sicher kein Arzt, aber wie mein Vorschreiber schon sagt, es hört sich eher nach Verlustangst an. Sie hat ihren Mann verloren und möchte ihre Töchter deswegen mit aller Gewalt an sich binden. Manche Menschen bilden sich zu diesem Zweck auch eine Krankheit ein, die gar nicht existiert. Ich will damit nicht sagen, dass sie nicht krank ist, sicher ist sie das, aber für mich hört sich das nach psychosomatisch an. Und ihre Krankheit scheint ihr auch ganz gut in den Kram zu passen, da sie ihre Töchter damit "erpressen" kann. Deswegen auch keine Arztbesuche.

    Deine Freundin sollte mal zum Jugendamt oder zu Pro Familia gehen und ihnen die Situation genau so schildern. Sie werden schon nicht sofort zu ihrer Mutter rennen, aber die können ihr denke ich ganz gute Ratschläge geben, wie sie sich in ihrer Situation verhalten kann. Denn dass es so nicht weitergehen kann, ist ja denke ich klar.

    Ich weiß nicht, ob ich dir hier helfen konnte, aber ich wünsche Dir trotzdem viel Glück und alles Gute.
     
    #3
    Toffi, 3 November 2005
  4. mein_name
    Verbringt hier viel Zeit
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    91
    0
    nicht angegeben
    Das ist ja ne sehr komplizierte Geschichte...

    Also ich denke, dass die Mutter wirklich Verlustängste hat und dadurch eben in extremer Form auch klammert. Dies wird auch dadurch verstärkt, dass sie durch die Krankheit bettlägerig ist...(Hab ich das so richtig verstanden?)
    Ich habe mal aus deinen Zeilen rausgelesen, dass sie sehr gläubig ist und deshalb auch die herkömmliche Medizin ablehnt und nur auf die Naturheilkunde setzt. War sie denn überhaupt schon mal bei einem "richtigen" Arzt, der evtl. ihre Krankheit diagnostizieren kann?
    Von der Krankheit mal ganz abgesehen denke ich, dass die ganze Familie, d.h. Papa, Mama und die beiden Töchter gemeinsam zu einem Psychologen oder erstmal zu ProFamilia oder so gehen sollten, schließlich betrifft es ja alle. Die Mutter muss lernen und vor allem begreifen, dass sie ihre Töchter nicht voll und ganz für sich beanspruchen kann. Sie müssen ihr eigenes Leben leben können, was ja nicht ausschließt, dass sie trotzdem für die Mutter da sind. Ist das eigentlich bei der Schwester deiner Freundin auch so? Wenn sie wirklich so sehr auf Hilfe angewiesen ist, dann gibt es ja auch professionelle Pflegedienste.

    Hat deine Freundin ihrer Mutter denn mal gesagt, dass sie mit der Situation total unglücklich ist und es sie sehr belastet? Ich glaube nicht, dass ihre Mutter das will. es liegt doch im Interesse jeder Mutter, ihre Kinder glücklich zu sehen... Deshalb ist es wichtig, dass deine Freundin (evtl. zusammen mit Schwesterchen und Papa) ihr das klar macht. In dem Zusammenhang würde ich ihr dann auch vorschlagen oder besser die Forderung stellen (denn nichts anderes macht die Mutter ja auch nicht), dass endlich professionelle Hilfe (proFamilia etc.) in Anspruch genommen wird. Klar hat die Mutter es schwer, aber nach der langen Zeit, die sie von ihrer Familie gefordert hat ist es nun langsam an der Zeit, dass sie auch mal etwas für das Wohl ihrer Lieben macht. Das bedeutet ja nicht gleichzeitig, dass sie dann alleine dasteht...

    Vielleicht solltest du ihre Mutter mal kennenlernen bzw sie dich, damit sie erkennt, dass Töchterchen langsam erwachsen wird und sie zwangsläufig ihr Leben in den Griff bekommen muss. Oder einfach nur, damit sie sieht, dass du ein ganz netter bist und sie Töchterchen öfter mal weggehen lässt....

    Ich wünsche euch jedenfalls alles Gute und viel Glück/ Durchhaltevermögen
     
    #4
    mein_name, 3 November 2005
  5. Mieze
    Mieze (31)
    Sehr bekannt hier
    5.579
    173
    3
    vergeben und glücklich
    Erstmal muss ich sagen, dass ich es toll finde, das du deiner Freundin so gerne helfen möchtest:!: Wie die anderen schon gesagt haben, handelt es sich bei ihrer Mutter sicher um ein psychisches Problem, wo ihr nur ein Psychologe richtig helfen kann. Wenn sie sogar schon damit droht, sich umzubringen, wenn das Jugendamt eingeschaltet wird (was zur Folge hätte das sie die Kinder los wäre) zeigt, dass diese Frau a) enorme Verlustängste hat oder b) Panik-Attacken bekommt wenn sie alleine ist. Deine Freundin sollte zusammen mit ihrer Schwester (richtig? weiß es net mehr so genau) auf den Tisch hauen und sie zu einer Therapie bewegen. Wenn sie so enorme Verlustängste hat, wird sie aus Angst, die beiden zu verlieren, sicherlich schon mal darüber nachdenken, sich Hilfe zu holen.
    Du sagst du kennst ihre Mutter nicht. Hm, an Stelle deiner Freundin würde ich knallhart zu meiner MUtter sagen: "Pass auf Mutti, xyz kommt heute zum Kaffee, ich möchte nämlich das du ihn kennen lernst!" Wenn die Mutter sich weiter dagegen sperrt, weiß ich auch nicht. Ich glaube, deine Freundin sollte mal mehr versuchen, ihren Willen durchzusetzen, sie ist 17 Jahre alt und sollte schon wissen, wie man Kompromisse schließt usw.
    Ich wünsche euch viel Glück:!:
     
    #5
    Mieze, 3 November 2005
  6. Gilead
    Gilead (36)
    Verbringt hier viel Zeit
    564
    113
    27
    Verheiratet
    Habt ihr eigentlich schonmal zu zweit versucht das Gespräch zu suchen?

    Ansonsten wäre der Weg zum Jugendamt vielleicht wirklich nicht verkehrt.

    Übrigens: "Ich bring mich sonst um" ist - denke ich - einfach nur eine leere Drohung - die fatale Wirkung zeigt. Glaubt sie das wirklich? Das würde nämlich bedeuten, sie lebt nur noch für Ihre Töchter - was sie diese aber in keinster Weise spüren lässt...
     
    #6
    Gilead, 3 November 2005
  7. Sie
    Sie (52)
    Verbringt hier viel Zeit
    463
    101
    0
    nicht angegeben
    Deine Freundin muss aus diesem Teufelskreis aussteigen.

    Die Mutter ist ernsthaft psychisch krank, und die ganze Familie braucht dringend prof. Hilfe.
     
    #7
    Sie, 3 November 2005
  8. tobey
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    Vielen, vielen Dank für die ganzen Antworten. Mir ist dadurch nochmal klar geworden, dass es so für sie nicht weiter gehen kann. Ich hab mir auch überlegt, den Text von oben nochmal an ProFamilia zu schicken und ihn auch meiner Freundin zu zeigen und ihr auch zu sagen, was ihr so dazu gemeint habt.

    Ich hab vorgestern noch lange mit ihr telefoniert und da hat sie auch wieder gemeint, dass sie es nicht mehr länger aushält zu Hause und dass sie mit ihrer mutter auch sehr lange darüber gesprochen hat. Was dabei rausgekommen ist, weiß ich noch nicht genau, sowas kann man am Telefon immer schlecht bereden.

    Naja, wenn sich was neues ergeben hat, schreib ich auf jeden Fall nochmal.

    mfg,
    tobey
     
    #8
    tobey, 6 November 2005

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