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Implanon

Dieses Thema im Forum "Aufklärung & Verhütung" wurde erstellt von Lollipop, 11 August 2003.

  1. Lollipop
    Gast
    0
    Hi Leute!
    Ich habe mal ne Frage: Hat jemand von euch ein Implanon? Was habt ihr damit für Erfahrungen gemacht? Waren ja jetzt eigentlich schon zwei Fragen, aber trotzdem schonmal im Voraus DANKE für eure Antworten...

    Lollipop:engel:
     
    #1
    Lollipop, 11 August 2003
  2. little_viper
    Verbringt hier viel Zeit
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    4
    vergeben und glücklich
    Implanon
    Implanon ist ein noch relativ neues und entsprechend unzulänglich erforschtes Verhütungsmittel. Implanon besteht aus einem Kunststoffstäbchen (Ethylen-Vinyl-Azetat) als Träger für das Gestagen Etonogestrel. Dieses Kunststoffstäbchen wird am nicht-dominanten Arm (also meist links) 6-8 cm oberhalb der Ellenbeuge auf der Innenseite des Oberarmes unter die Haut geschoben. Dort verbleibt es für drei Jahre und soll während dieser Zeit einen sicheren Schutz vor Empfängnis gewähren. Nach dieser Zeit muß es entfernt werden und gegebenenfalls durch ein neues ersetzt werden.

    Implanon entspricht einer besonderen Kategorie von langwirksamen Verhütungsmitteln, die in den letzten Jahren wieder vermehrt von der Pharmaindustrie unter großem Werbeaufwand an die Frau gebracht werden soll. Das Konzept für solche Verhütungsmittel hat einen sehr zweifelhaften Ursprung. Es wurde nach Mitteln gesucht, für Frauen (eigentlich genauer: gegen Frauen), die zwangsweise von der "Vermehrung" ausgeschlossen werden sollten: Frauen im Trikont (sogenannte dritte Welt) oder Frauen die als körperlich, psychisch, genetisch oder sozial "minderwertig" klassifiziert wurden. So schreibt der Hersteller in der Einleitung seiner Werbebroschüre für ÄrztInnen in medizinisch versüßender Sprache: "Ihre Vorteile liegen in der bisher mit anderen kontrazeptiven Methoden nicht erreichten Wirksamkeit, in der Unabhängigkeit von der Compliance der Anwenderinnen..." Unabhängig von der Compliance heißt einfach: Ob Frau will oder nicht, solange sie Implanon im Arm hat, ist sie unfruchtbar. Die Sprache enthüllt das Frauenbild hinter diesem Verhütungskonzept: Selbstbestimmung und Eigenverantwortung sind nicht gefragt...

    Wirkprinzip
    Das Implanon-Stäbchen gibt kontinuierlich Etonogestrel in die Blutbahn ab. Da die abgegebene Konzentration im Zeitverlauf sinkt, muß, um einen sicheren Verhütungsschutz über einen so langen Zeitraum zu gewähren, die anfängliche Wirkstoffkonzentration um ein vielfaches über der notwendigen ovulationshemmenden Konzentration liegen.

    Die kontrazeptive Wirkung soll nach Angaben des Herstellers auf zwei Mechanismen beruhen:

    Der Eisprung wird während der ersten 2 Anwendungsjahre vollständig unterdrückt, während des dritten Anwendungsjahres zu mehr als 95% (Diese Daten beruhen jedoch nur auf den Ergebnissen von 62 Anwenderinnen im ersten und nur noch 46 im dritten Jahr, womit sich eigentlich eine prozentuale Angabe verbietet!).
    Das Gestagen bewirkt eine Erhöhung der Viskosität (Zähigkeit) des Schleimes im Muttermundhals und erschwert somit den Spermien den Aufstieg in die Gebärmutter.
    Anwendung
    Die Einlage von Implanon wird von einer ÄrztIn während der ersten 5 Zyklustage durchgeführt. Hierzu wird die Einlagestelle am Oberarm (s.o.) markiert, der Bereich desinfiziert und örtlich mittels Spray oder Injektion ("Spritze") betäubt. Das Implanon-Stäbchen befindet sich im Inneren einer Nadel, die schräg in die Haut eingeführt und flach unter der Haut vorgeschoben wird. Nun wird die Nadel zurückgezogen und das Stäbchen verbleibt unter der Haut. Es muß nun ein Druckverband angelegt werden, um Einblutungen vorzubeugen.

    Dieses Vorgehen beinhaltet das übliche Risiko kleiner Eingriffe: Infektion mit Rötung, Wärme und Schmerzen, allergische Reaktionen und Nachblutungen.

    Die Entfernung des Implanon-Stäbchens erfolgt nach drei Jahren über einen kleineren Eingriff. Nachdem das Stäbchen lokalisiert wurde, wird die Stelle auf der Haut markiert und desinfiziert. Nun wird ein örtlich wirksames Anästhetikum (Betäubungsmittel) unter das Stäbchen gespritzt. Nun wird am unteren Ende ein kleiner Einschnitt in der Haut durchgeführt. Das Stäbchen wird nun in Richtung des Schnittes geschoben und mit einer Klemme gegriffen und herausgezogen. Dabei muß unter Umständen anhaftendes Gewebe gelöst werden. Die Wunde wird verschlossen und mit einem Druckverband versehen. Auch hier gelten die gleichen Risiken wie beim Einführen von Implanon. Der Hauteinschnitt kann eine kleine Narbe hinterlassen.

    Nebenwirkungen
    Da Implanon erst seit kurzem für den Markt zugelassen wurde, beruhen die bisherigen Beschreibungen der Nebenwirkungen auf einer relativ kleinen Zahl von Anwenderinnen (2362 Frauen). Somit ist in Zukunft damit zu rechnen, daß die Zahl der beschriebenen Nebenwirkungen weiter steigen wird.

    Die Anwendung von Implanon bewirkt bei ca. 20% der Anwenderinnen ein Ausbleiben der Regel (Amenorrhoe). Verlängerte Blutungen traten bei knapp 12 % ein. Auch bei den übrigen Frauen treten häufig Blutungsunregelmäßigkeiten und Schmierblutungen auf. (Dabei wurden in dieser Studie, wie einer kleinen Fußnote zu entnehmen war, nur die Daten von Frauen aufgenommen, die die Studie beendet haben. Insofern ist zu erwarten, daß die Zahlen noch sehr viel schlechter ausfallen würden, wenn auch noch die Frauen eingeschlossen würden, die die Studie wegen Nebenwirkungen abgebrochen haben... Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!)
    Nebenwirkungen mit einer Häufigkeit von mehr als 5%: Akne, Kopfschmerzen, Zunahme des Körpergewichtes, Schmerzen oder Spannungsgefühle in der Brust.
    Nebenwirkungen mit einer Häufigkeit > 2,5% und <5%: Haarausfall, depressive Verstimmungen, Stimmungsschwankungen, Veränderungen der Libido, Abdominal-(Bauch)Schmerzen, Dysmenorrhoe (Menstruationsschmerzen).
    In seltenen Fällen wurde ein starker Blutdruckanstieg beobachtet.
    Implanon hat einen Einfluß auf den Blutzuckerhaushalt, deshalb sollte dieser bei Diabetikerinnen streng überwacht werden.
    Nach der Entfernung des Implantates kann es einige Monate dauern, bis wieder fruchtbare Zyklen auftreten.
    Wechselwirkungen mit Medikamenten
    Da Gestagene in der Leber abgebaut werden, kann die Sicherheit von Implanon durch die Einnahme von Medikamenten, die den Leberstoffwechsel steigern, beeinträchtigt werden. Dazu gehören z.B. Babiturate, Carbamazepin und einige Antibiotika. Bei der Einnahme von solchen Medikamenten sollte Frau für einige Wochen zusätzliche Verhütungsmethoden anwenden.

    Gegenanzeigen (Kontraindikationen)
    Der Hersteller gibt bisher folgende Gegenanzeigen an:

    Aktive venöse thromboembolische Erkrankungen
    Gestagenabhängige Tumoren
    Bestehende oder vorausgegangene schwere Lebererkrankungen, solange die Leberfunktionswerte sich nicht normalisiert haben
    Bestehende oder vermutete Schwangerschaft
    Nicht abgeklärte vaginale Blutungen
    Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile von Implanon (ist anzunehmen bei Unverträglichkeit anderer gestagenhaltiger Medikamente und nach Schwangerschaftsgestosen)
    Sicherheit
    Bei der Anwendung bei 2362 Frauen ist bisher keine Schwangerschaft berichtet worden. Damit erscheint die Sicherheit recht hoch, jedoch bleibt abzuwarten, wieviel Schwangerschaften bei einer größeren Gruppe von Frauen auftreten werden. Insbesondere während des dritten Anwendungsjahres könnte es bei sinkender Wirkstoffkonzentration und gelegentlichen Eisprüngen zu Schwangerschaften kommen.

    Berichte von Frauen und ihren Erfahrungen mit Implanon können Sie hier nachlesen


    Vorteile
    Recht sichere Verhütung über drei Jahre

    Nachteile
    Schwerer Eingriff in das Hormonsystem mit bisher begrenzt abschätzbaren Nebenwirkungen; Anwenderinnen machen sich zu Versuchskaninchen der Pharmaindustie
    Häufige Blutungsstörungen
    Der natürliche Zyklus ist aufgehoben, was von einigen Frauen als unangenehm empfunden wird
    Kein Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen


    (www.verhuetung-abc.de)
     
    #2
    little_viper, 11 August 2003
  3. User 1539
    User 1539 (33)
    Sehr bekannt hier
    6.859
    173
    4
    Verheiratet
    http://www.liebes-forum.net/showthread.php?s=&threadid=13203&highlight=implanon


    http://www.liebes-forum.net/showthread.php?s=&threadid=12310&highlight=implanon


    http://www.liebes-forum.net/showthread.php?s=&threadid=9287&highlight=implanon


    Sollte erst mal reichen, oder? Beim nächsten Mal bitte erst suchen, dann posten :tongue: :zwinker:

    Juvia

    edit: @little_viper --> Deine Infotexte in allen Ehren, aber es geht hier ja eher um individuelle Erfahrungen und nicht um Infos allgemein. Also bitte nicht ständig mit Infotexten um dich werfen :zwinker: Danke!
     
    #3
    User 1539, 11 August 2003
  4. Lollipop
    Gast
    0
    Mein Frauenarzt, der wirklich gut ist, hält ziemlich viel davon und ich habe auch schon gelesen, dass das Implanon sicherer als die Pille sein soll!

    Lollipop
     
    #4
    Lollipop, 11 August 2003
  5. play
    Gast
    0
    2 Freundinnen haben des,un die haben überhaupt keine probleme damit! die kriegen halt au ihre tage nimmer,was ja erst positiv erscheint.aber mich würds stören,da hat man ja gar keine kontrolle mehr!
     
    #5
    play, 11 August 2003
  6. User 1539
    User 1539 (33)
    Sehr bekannt hier
    6.859
    173
    4
    Verheiratet
    Also ich hab jetzt noch ein paar Testberichte gefunden, die ich persönlich ziemlich abschreckend finde :rolleyes2

    Klickt hier!

    Juvia
     
    #6
    User 1539, 11 August 2003
  7. klene
    Gast
    0
    ich hab das implantat selber.. und absolut keine probleme damit... das einzige was halt etwsa blöd ist das man es nachher selber bezahlen muß und es halt nunmal nicht soooo billig ist.. aber wenn man mal die Pille mal hochrechnet.. das kommt einen genauso teuer.
    ich würde es immer wieder machen lassen und das die tage dann aufhören find ich noch das beste daran :smile:
     
    #7
    klene, 25 August 2003

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