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in linux einarbeiten - wie lange, bis man damit klarkommt?

Dieses Thema im Forum "Musik, Filme, Computer und andere Medien" wurde erstellt von *heart*, 28 Dezember 2008.

  1. *heart*
    Gast
    0
    hallo!

    ich wollte mir nun bald mal linux installieren, weil ich mit windows unzufrieden bin. ich hatte schonmal suse linux und habe da aber nur unter der grafischen oberfläche gearbeitet, jetzt möchte ich aber auf meinem laptop "richtiges linux" lernen, also so mit befehlen und etwas die marterie verstehen.

    wie lange dauert es denn ca, bis man damit gut zurechtkommt?

    ich bin mit der suse-oberfläche ganz gut zurechtgekommen, naja, da musste man auch nichts machen :tongue: aber ich habe angst, dass es mir zu lange dauert und ich aus verzwiflung wieder windows installiere, das möchte ich auf keinen fall.

    ich hab auch einen sehr alten klapprigen pc zu hause, bei dem ich mir vorstelle, dass er mit linux besser läuft, so dass ich eigtl langfristig auf linux umsteigen will.

    lg
     
    #1
    *heart*, 28 Dezember 2008
  2. User 24257
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Also generell lernt man ja mit der Oberläche als erstes. Hier sagst du, kommst du gut zurecht. Gilt das für KDE oder für Gnome? Wobei beide Oberflächen eigentlich recht intuitiv sind.

    Unter der Oberfläche gibt es eine Vielzahl von Konsolenbefehlen. Im täglichen Leben hat man sich ein paar wenige davon recht schnell angeeignet. Damit kratzt man aber immer noch nur an der Oberfläche der Möglichkeiten. (ich bezweifel aber, daß viele Anwender ad hoc mehr können, als ihre wiederkehrenden nomalen Aufgaben, für alles andere gibts ja Tante Goolgle)

    Einen Zeitrahmen zu bennenen halte ich für nicht sinnvoll, das kommt sehr stark drauf an, was du unter "gut zurechtkommen" verstehst. Das tägliche Arbeiten hast du innerhalb weniger Wochen drauf, wenn du drauf achtest, mal nicht alles graphisch zu machen, sondern mit der Konsole und mit Konfigurationsdateien spielst.

    Mein Tip: Spiel mit einer Distribution deiner Wahl etwas rum, richte dir ein System ein, wie es dir gefällt, ein Sytem halt, was Windows in deiner täglichen Anwendung ersetzt und arbeite einfach damit. Mit der Zeit werden immer wieder Sachen auftreten, die in der Konsole einfacher oder schneller gehen.

    Um das System in der tiefe kennenzulernen hilft es vielleicht auch, wenn man mit dem Produktivsystem im täglichen Leben klarkommt und auch mal ein wenig mit der Konsole gespielt hat, auf einem seperaten Rechner ins (sehr) kalte Wasser zu springen und mal ein Linux from Scratch (http://www.linuxfromscratch.org/) zu bauen, also mal alle Programm ganz von Anfang an selbst zu kompilieren und zu installiern. Oder eine Distribution wie Gentoo (http://www.gentoo.de/) zu installieren. Dabei lernt man sehr sehr viel übe den ganzen Aufbau. Dauert aber (besonders auf älteren Rechnern) seine Zeit und ist auch nicht ganz einfach. Es tauchen immer wieder Probleme dabei und dabei ist man oft auf sich allein gestellt, muß Fehlermeldungen bei Google eingeben und hoffen, daß schonmal jemand dafür ne Lösung gefunden hat. Aber danach hat man eigentlich einen recht guten Überblick.
     
    #2
    User 24257, 29 Dezember 2008
  3. matthes
    matthes (34)
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    vergeben und glücklich
    Ja also "klarkommen" tut man eigentlich nie, man verliert nur die Scheu vor Konfigurationsdateien, Startskripten, selbstkompilierten Programmen und obskuren Konfigurationsparametern. Das hängt stark davon ab, was du genau mit dem System machen möchtest, welche Programme du nutzen möchtest, und was z.B. nicht so ohne weiteres funktioniert!?

    Moderne Linux-Distributionen nehmen einem aber unglaublich viel Arbeit ab und meist gibt es nicht viel, was nicht funktioniert. Der größte Konfigurationsaufwand ist ja eigentlich heutzutage, Programme nachzuinstallieren und z.B. bei Ubuntu alternative Package-Repositories hinzuzufügen.
     
    #3
    matthes, 29 Dezember 2008
  4. Donnie_Darko
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    Single
    Wie und ob Du mit dem Linux "klarkommen" willst, hängt stark davon ab, für was Du Linux benutzen willst.

    Wenn Du es wie ein Windows benutzen willst und auf einer grafischen Benutzeroberfläche sämtliche Arbeiten erledigen willst, dann geht das sehr schnell. Ich gehe so weit zu behaupten, dass jeder, der Windows so benutzt, indem er die "Klickreihenfolge" auswendig lernt, sehr lange brauchen wird, bis er mit einem anderem Betriebssystem zurecht kommt. Das sind insbesondere jene Menschen, die beim Umstieg von z.B. Windows XP auf Windows Vista oder beim Umstieg auf das neuere Office 2008 starke Probleme haben, damit zurecht zu kommen. Wer sein Windows, Linux oder Officeprogramm intuitiv bedienen kann, wird ohne langer Umstellung zurecht kommen. Es wird sich lediglich um Stunden handeln.

    Wenn Du Linux aber von Anfang an kennen lernen willst, musst Du Dich damit sehr intensiv beschäftigen. Ich habe vor einigen Jahren mal Gentoo installiert. Bis ich endlich den Packetbaum vom installierten System synchronisieren konnte, ich also einen Internetzugang hatte, vergingen etwa 3 Tage. Bis ich den ersten Mausklick machen konnte, etwa 2 Wochen. Compilierzeiten mit eingerechnet.
    Mein Zeitaufwand für die Erstinstallation lässt sich aufschlüsseln in: Installation und Compilieren des Basissystems: 8-10 Stunden, Einrichtung des Kernels: 2 Stunden. Allein die Installation hatte etwa 12 Stunden gedauert. Die Installation auf ein zweites System dauerte nur 2 Stunden, da ich die Befehle nicht mehr nachschlagen musste.
    Natürlich kann man sämtliche Anleitungen, seien sie für LFS oder Gentoo einfach stupide abtippen und ein einfaches Standardsystem installieren, dann lernt man aber nicht viel. Man sollte schon jeden Befehl, bevor man ihn eintippt, nachschlagen und sich über dessen Konsequenzen bewusst sein. Als ich ich damals, vor ein paar Jahren erstmals Gentoo installierte (*hinterhertrauer*), war es möglich, das System zu installieren, indem bestimmte Befehle in der Anleitung ausgelassen wurden, wenn diese nicht funktionierten (meisst, weil vorhergehende Befehle falsch eingetippt wurden, da sie nicht verstanden wurden) - Das System funktionierte dann am Ende zwar irgendwie, aber die Leute, die dann dieses System hatten, kannten elementare Befehle nicht, da sie diese ausgelassen hatten.
     
    #4
    Donnie_Darko, 29 Dezember 2008
  5. JanG
    Gast
    0
    Hallo zusammen

    Bei mir selbst läuft Linux schon seit vielen Jahren und ich arbeite jeden Tag damit. Meiner Meinung nach besteht der beste Lerneffekt darin es einfach nur zu benutzen. Dabei kommen wie von selbst immer mal wieder Fragen auf für die man sich dann die nötigen Lösungen anliest / erarbeitet / heraus sucht. Mit einer gut gemachten Distribution wie openSuse oder Ubuntu liegst du auch schon ganz richtig und bekommst einen guten Einstieg. Bei allen Experimenten wichtig ist nur das du deine persönlichen Daten regelmäßig sicherst. :zwinker:

    Gruß Jan
     
    #5
    JanG, 29 Dezember 2008
  6. BenNation
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    Ich glaube nicht, dass man als Anfänger schon gleich mal selbst einen Kernel comipilieren sollte. Ist vielleicht etwas zu heftig.
    Also ich hatte einen recht guten Kurs. Was viele heute nicht richtig beherrschen, ist beispielsweise der Aufbeu eines Pfades/Verzeichnisstruktur (egal, ob Win oder Unix), da man in Windows viel vergeschrieben bekommt.
    Als erstes würde ich mal anfangen, Verzeichnisse zu erstellen, zu löschen, zu verschieben, relative Pfade dabei korrekt anzugaben, usw.
    Mein Start waren: cp, rm, ls, rmdir, vi und deren Parameter.
    Im Netz gibt's garatiert gute Tutorials, die man mal verwenden könnte.
     
    #6
    BenNation, 29 Dezember 2008
  7. User 24257
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    nicht angegeben
    Wieso? Kernel kompilieren ist eines der einfachsten Dinge dabei :grin:
    Du hast aber insoweit recht, daß ein grundlegenes Verständnis der Verzeichnischstruktur ganz am Anfang sicher ungemein weiterhilft.

    Ich selbst hab auch relativ am Anfang (kannte die graphische Oberfläche recht gut udn auch ein paar Belehler und Config-Dateien)
    mein LFS gebaut. Hat irre Spaß gemacht. WAs man aber dabei beachten sollte: Die Arbeit nicht unterschätzen!!! Man läßt sich da auf ne ganze Menge tippen ein. (Und vor allem auch Warten beim Kompilieren)
    Genauso wirds bei ner Gentoo-Installation sein, aber ne Stage 3 Installation sollte für den Anfang ausreichen.

    Es ist aber ein echt erhabenes Gefühl, wenn X das erste mal startet und alls geklappt hat. :grin:
     
    #7
    User 24257, 29 Dezember 2008
  8. BenNation
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    Siehste, was bei Win sofort so ist, darauf kann man sich als Linuxer noch freuen^^

    Ich hab noch nie einen Kernel gebaut und ich wüsste jetzt auch nicht, wie ich das tun sollte. Mal angenommen, ich habe noch gar kein OS drauf, wie compile ich dann was?
     
    #8
    BenNation, 29 Dezember 2008
  9. User 24257
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    nicht angegeben
    Dann fängst du nicht mit dem Kernel an, sondern mit den Tools, die du zum Kompilieren brauchst.

    Eine LFS-Installation funktioniert aus einem Basissystem heraus (kann ne Live-CD sein): Mit den Tools von dem Basissystem kompilierst du eine sog. Toolchain (glibc, Binutils, GCC, ...). Mit dieser Toolchain kompilierst du die Toolchain nochmal, um die Abhängigkeit von Basissystem zu enternen.

    Mit ein paar anderen zusätzlichen Tools hast du dann ein funktionierendes temporäres System ohne Kernel. Dafür nutzt du den Kernel im Basis-System in ner Chroot-Umgebung.

    Mit diesem temporären System bauen wir nacheinander alle notwendigen Programme für das entgültige System. Bspw. die Binutils und GCC werden insgesamt also 3 Mal kompiliert. Ganz am Schluß kommt dann erst der Kernel. Also auch noch in der Chroot-Umgebung. Danach ist das System dann bootbar.
     
    #9
    User 24257, 29 Dezember 2008
  10. BenNation
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    vergeben und glücklich
    Und wenn du jetzt denkst, ein absoluter Noob, der noch nie was mit Linux gemacht hat, könnte das mal eben, dann stimmt mit dir was nicht :smile: :tongue:
     
    #10
    BenNation, 29 Dezember 2008
  11. User 24257
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    nicht angegeben
    Es ist bis ins letzte Detail beschrieben, was man da machen muß. Mit sehr vielen Erklärungen und mit ALLEN notwendungen Befehlen zum Copy&Paste.
    WEr noch nie mit Linux gearbeitet hat, kann das sicher nicht, aber wer mit der Oberfläche klarkommt und keine Scheu vor der Konsole hat, die wichtigsten Befehle (die du genannt hast) und Config-Dateien kennt, der hat keine Probleme mit dem LFS-Buch. Die allermeisten Fehlermeldungen kann man über Google lösen und wenn das nicht geht, gibts zu Linux MASSIG Support-Foren und -Mailing-Listen.

    Um das nochmal klarzustellen: Keiner, der mit Linux ganz normal arbeiten will, muß sowas machen. Der einfache Weg ist, eine Distribution der Wahl ganz normal zu installieren und zu benutzen. Dabei lernt man alles notwendige. Un auch in der Konsole muß keiner (übermäßig viel) arbeiten, nahezu alles geht graphisch. Wer aber wissen will, wie das System aufgebaut ist und was die Welt im Innersten zusammenhält, der hat mit dem Selbstbauen sicher eine helle Freude.
     
    #11
    User 24257, 29 Dezember 2008

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