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Internet-Realität

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von MisSparkleKitty, 17 März 2004.

  1. Du klickst mich an. Zaghaft fängt ein Gespräch an. Zunähst über die unwichtigen Sachen des Lebens. Je später es wird, desto mehr gefällt mir deine virtuelle Nähe, deine immer wärmer werdende Worte schmeicheln mir. Ich fühle mich nicht allein, ich habe ja dich - wenn auch irgendwo am anderen Ende. Ich fange an ein bisschen sentimental zu werden, mich auf ein Gespräch der anderen Art einzulassen. Ich bin offen, ich stehe zu dem, was ich schreibe. Meine Finger schreiben Gefühle und Empfindungen auf, die meine Lippen nie auszusprechen gewagt hätten. Ich fühle mich geborgen, ich höre mir eine langsame und getragene Musik an, deine Komplimente flimmern auf dem Monitor - ich fühle mich geliebt.
    Die Nacht bringt Romatik mit sich, verrückte Phantasien und unentdeckte Offenheit. Ich gebe mich dir virtuell hin, verliebe mich in ein paar Buchstaben in Smileys von dir, die mehr als tausend Worte sagen. Es ist absurd, doch es scheint so wirklich. Es ist so warm, es kommt von Herzen, du lässt mich nicht allein. Zwei einsame Menschen, die online sitzen und sich ihre Gefühle offenbaren, jeder einzeln allein vor seinem PC ein Gefühlschaos durchlebt und glaubt zu wissen, wie er auf den anderen eingehen soll. Es klappt. Die Chemie stimmt vorne und hinten perfekt, alles scheint zu wunderbar um wahr zu sein. Mit einem Lächeln auf den Lippen und von Liebe erfülltem Herzen, einer Seele, die weiß, dass sie nicht alleine ist, lege ich mich schlafen um von dir zu Träumen...

    ...da sehe ich dich, du kommst auf mich zu. Ich begrüße dich, doch nicht so wie ich es gerne würde. Mir wird heiß und kalt, für einen Moment scheint alles stehen zu bleiben. Ich traue mich nicht, dir in die Augen zu sehen. Alle Gesprächsthemen, die mir durch den Kopf gehen, trauen sich nicht über meine Lippen zu schleichen. Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich drehe meinen Kopf zu Seite, damit du das enttäuschte Gesicht nicht sehen kannst, das ich mir selber zeuge. Was ist nur los mit mir? Wo ist die Offenheit, was warme Gefühl von letzter Nacht? Wieso habe ich Probleme mein Gleichgewicht zu halten, sobald ich dir in die Augen sehe und mich noch Wochen danach genau an deinen Blick und jeden bläulichen Schimmer in deinen Augen erinnern kann? Warum kriege ich es nicht auf die Reihe dir zu zeigen, wer ich wirklich bin, was ich dir geben möchte? Was ist es, dass mich so verunsichert? Warum fällt mir kein Gesprächsthema ein?- es gibt doch Tausende davon! Warum agire ich nicht? Warum steigt ein Gefühl der Eifersucht in mir auf, wenn ich sehe, dass du mit einem anderen Mädchen sprichst? Warum tu' ichs mir so schwer damit? Bin ich nicht fähig zu lieben? Nicht fähig es zu zeigen? Zu schüchtern?

    Ja, die Wahrheit ist wohl, dass ich schüchtern, unsicher und verkrampft bin. Genau das Gegenteil von dem, was ich eigentlich sein will...nämlich offen, ehrlich und entspannt. Aber es fällt mir so schwer. Ich kann jeden Jungen ansprechen und mir ihm über Gott und die Welt reden, den du mir zeigst, doch nur bei dir habe ich Probleme. Ist das versteckte Antipathie? Ist es versteckte Abneigung? Bitte, kann mir einer erklären, was das ist ?!?

    Hilfe erwünscht :'(

    MfG,

    MisSparkleKitty
     
    #1
    MisSparkleKitty, 17 März 2004
  2. Marla
    Marla (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    123
    1
    nicht angegeben
    Im Internet kann man so leicht so offen sein... wenn man sich nach einem solchen gespräch real trifft wird die offenheit erwartet, man glaubt es müsse so sein.
    Die agst, nicht so offen wie im chat sein zu können lähmt einen. die ersten minuten sind entscheidend... schafft man es dann nicht sich zu zeigen wie man ist, ist es später schwer über den eigenen schatten zu springen. Je intimer die gespräche waren, desto mehr weiß der andere von einem, desto höher sind die erwartungen.... und desto höher die erwartungen, umso schwerer fällt es sie zu erfüllen...
     
    #2
    Marla, 18 März 2004

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