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Ist das ein Trennungsgrund?Oder bin ich zu sensibel?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von *sternschnuppe*, 27 Juli 2007.

  1. *sternschnuppe*
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Hey, ich bin im Moment echt verzweifelt und vielleicht kann mir der ein oder andere ja zu nem klaren Gedanken verhelfen.
    Kurz zur Situation: Ich bin 21, mein Freund auch. Wir sind seit 2,5 Jahren zusammen, wohnen seit 1,5-2 Jahren zusammen, studieren das gleiche, ziemlich anspruchsvolle, Fach. In diesem Studiengang zählt Leistung ziemlich viel, es gibt ständig Testate und Noten. Außerdem hat unser Semester eine Frauenquote von ungefähr 90%

    Die ganze Situation ist sehr komplex, man kann sie nicht wirklich in einem thread schildern, aber ich versuchs mal.
    Ich habe so oft das Gefühl, dass ich nicht auf einer Höhe mit meinem Freund stehe. Das Schlimme ist, ich weiß nicht, woran es liegt. Bin ich es? Oder er? Oder die äußeren Umstände?
    Mein Freund ist ein "Macher-Typ". An sich nichts schlimmes, eher im Gegenteil, aber ich komm einfach nicht hinterher. Er nimmt immer alles in Angriff, ist überall beliebt, jeder kennt ihn. Ich fühle mich so als sein Anhängsel. Wenn sich Leute (mal abgesehen von guten Freunden) mit uns unterhalten, dann gucken sie zu 85% ihn an und nur ab und zu gucken sie mir mal in die Augen. Das ist verletzend. Ich möchte nicht nur immer "die Freundin" sein. :cry:
    Ich bin so unselbstständig geworden, weil mein Freund alles immer macht. Entweder entscheidet er gleich oder wenn ich dann mal nen Vorschlag mache, kann er meistens überzeugen, dass der nicht so das wahre ist.
    Prüfungen fallen ihm auch leichter, sprich, er hat bessere Noten bei gleichem Arbeitsaufwand.
    Er hat eine Familie, zu der er fast jedes Wochenende fährt, ich bin adoptiert, meine leibliche Mutter war psychisch wohl sehr labil und mit meinen "neuen" Eltern versteh ich mich nur einigermaßen.
    Das alles zehrt am Selbstbewusstsein. Dadurch das wir uns so nahe stehen, vergleiche ich mich immer mit ihm. Ich weiß, es ist unklug, ich würde auch alles geben, um das abzustellen, aber ich krieg es nicht hin.
    Ich denke, für mich wäre es besser, wenn ich mich von ihm trennen würde, aber es gibt noch Liebe auf beiden Seiten. Eigentlich sind wir auf einer Wellenlänge und ich könnte mir die langfristige Zukunft (sprich Kinder etc.) auch mit ihm vorstellen. Aber nicht, wenn ich weiter das Gefühl habe, nicht 50% dieser Beziehung einzunehmen.,wenn ich immer denk, ich komm zu kurz.
    Ich weiß nicht, was ich machen soll, das ganze geht jetzt schon über ein Jahr so, dass ich immer wieder kurz vorm schluss machen bin, dann aber doch Angst kriege, einen riesen Fehlen zu machen. Ich habe Angst davor, alleine zu sein und ihn dann mit einem der 90% Mädels zu sehen und zu erkennen, dass ich ihn nicht hätte verstoßen sollen. Aber so kann es auch nicht weiter gehen. Ich bin so nicht glücklich. Die Frage ist nur, ob ich glücklicher ohne ihn bin...

    Wäre dankbar, wenn ihr eure Meinung schreibt. Und wenn ihr findet, dass ich in Selbstmitleid zerfließe und mich gefälligst zusammen reißen soll, dann schreibt auch das. :engel:
     
    #1
    *sternschnuppe*, 27 Juli 2007
  2. Knally
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    naja ich kenne das, das man sich mit dem Partner vergleicht und so. Sollte man aber nicht! Ich habe das, weil meine Mum sich immer nicht gedachte gefühlt hat in ihrer Arbeit von meinem Dad...
    Irgendwie hab ich das übernommen und ich kämpfe seitdem gegen an.
    Red mal mit ihm darüber wie du dich fühlst (was dich stört) und bitte vergleich dich nicht mit ihm, ihr habt eine Beziehung und führt keinen Contest.

    Zu dem Thema in Rampenlicht stehen:
    Es gibt zwei Arten von Menschen, die hellen und die grauen... die grauen stehen im Schatten der hellen, haben sich aber auch meist dahin gestellt und können auch nur selber ins Licht treten, denn es gibt mehr als nur einen Scheinwerfer.. ;-)

    Knally
    Auf deine Titelfrage: NEIN
     
    #2
    Knally, 27 Juli 2007
  3. *Gelini*
    *Gelini* (28)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Finde ich eine sehr gute Antwort!

    Klar seid ihr nicht gleich, er hat vielleicht Glück, dass ihm alles was leichter fällt... aber das wäre doch kein Grund, die Beziehung zu beenden.

    Hör auf dich mit anderen zu vergleichen und lernen zufrieden mit dir selber zu sein. Und wenn du meinst, du bist nur "das Anhängsel" dann versuch doch mal selber aktiv zu werden (s.o. die Scheinwerfer).

    Und als letztes: Rede mit deinem Freund, vielleicht ist ihm garnicht klar, dass er dich mit manchen Entscheidungen so überrennt. Er will schließlich nicht, dass du traurig bist denke ich mal!
    Also Kopf hoch und auf in den Kampf:zwinker:
     
    #3
    *Gelini*, 27 Juli 2007
  4. User 67018
    User 67018 (33)
    Sehr bekannt hier
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    in einer Beziehung
    Selbstmitleid ist ein ziemlich besch***** Wort. Ich nehme das nicht, weil ich denke, dass jeder mal so ne Phase hat.
    Zum Thema: Ich denke nicht das das ein Trennungsgrund ist, viel mehr eine Chance zu arbeiten. Von beiden Seiten. Wenn ihr das gleiche studiert, könnt ihr dann nicht z B zusammen lernen..? Oder macht ihr das vlt schon...? Dann bitte ihn doch einfach mal, dir das ein oder andere noch mal zu erklären, wenn du denkst, du hast das noch nicht so verstanden...

    Wegen dem im Schatten stehen... das Gefühl kenne ich. Aber das muss man nicht nur negativ sehen. Du kannst z B auch denken ,dass da immer einer ist, der bestimmt ne Lösung hat, wenn´s brennt und dir gar nix (Gutes) mehr einfällt.

    Ich finde es sehr hart, dass du wegen so einer Sache über Trennung nachdenkst. Und du machst es nicht, weil du Angst hast, alleine zu sein bzw. ihn mit anderen zu sehen. Mädel, wenn du schreibst, da ist bei beiden Liebe, wie kann man da an Trennung denken...? :ratlos: :eek:

    Dann lass dich doch nicht so in den Schatten stellen. Es gibt da immer zwei Seiten, eine, die das Spiel spielt und die andere, die sich das gefallen lässt. Dann rede doch einfach mit, und sitze nicht daneben wie Hans-Wurst... Es wird schwer, sich da ein wenig zu drehen und noch schwerer, den anderen das klar zu machen, aber wenn du das willst, dann packst du das auch... da bin ich mir sicher!!
     
    #4
    User 67018, 27 Juli 2007
  5. User 52655
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Nun, das Problem liegt ja an sich nicht bei deinem Freund bzw kann er daran nichts ändern. Er kann ja nunmal nicht schlechtere Noten schreiben oder sich mit seiner Familie streiten, damit du dich besser fühlst.
    Auch eine Trennung würde dir vermutlich nichts bringen. Dann hättest du zwar keinen Freund mehr, der dich im Studium "übertrumpft", aber vielleicht irgendwann einen, der irgendetwas anderes besser kann, als du. Das ist auch normal, aber du fühlst dich dadurch gleich minderwertig und fixierst dich auf Punkte in denen du jemand anderem "unterlegen" bist.

    Das Problem ist also dein Selbstwertgefühl.
    Daran musst du arbeiten. Das geht aber nicht mit zusammenreißen oder sich gut zureden, wie du schon bemerkt haben wirst. Such dir am besten Hilfe dabei. Profesionelle Hilfe.
     
    #5
    User 52655, 27 Juli 2007
  6. *sternschnuppe*
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Hey, danke für die Antworten :smile:

    Sehr schön gesagt. Mir fällt es nur so schwer, aus dem Schatten zu treten. Ich bin einfach nicht sooo der Typ dafür, war nie Klassensprecher oder so etwas.

    Hab ich schon viele viele Male. Aber wie ihr schon richtig sagt: Er kann ja nichts dafür, dass ihm vieles so leicht fällt und dass seine Vorschläge nunmal oft einfach sinnvoller sind. Es ist nur so deprimierend.

    Ich weiß. Bin vor einem Jahr auch zu ner Psychologin gegangen. Hat bisher aber nicht wirklich was gebracht. :kopfschue


    Ich will ihn wirklich nicht verlieren. Er ist ein wundervoller Mensch. Nur manchmal denke ich, dass ich seiner dominanten und teilweise genialen Art einfach nicht gewachsen bin und dass es für meine Entwicklung besser wär, ins kalte Wasser zu springen und unabhängig zu werden.
     
    #6
    *sternschnuppe*, 27 Juli 2007
  7. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    Single
    Aber das ist natürlich schwierig, wenn ihr ständig zusammen seid, an derselben Uni im selben Semester dasselbe studiert... Ich glaube, das ist so ein bißchen wie mit Zwillingen in derselben Klasse oder älteren Geschwistern, die auf dieselbe Schule gehen und dieselben Lehrer haben, es ist immer ein gewisser "Vergleich" da, man wird auch immer in eine Schublade gesteckt, ist eben grundsätzlich "ihr beide" und nicht mehr "du", wird nicht mit eigenständiger Persönlichkeit gesehen sondern nur als Teil eines Zweiergespanns. Ist in Beziehungen oft so ähnlich, gerade wenn beide noch einen großen Teil des Tages zusammen verbringen bzw. einen gemeinsamen Freundeskreis haben - da heißt es dann oft nur noch "kommt IHR da und da?" oder "wie sieht's bei EUCH aus, habt IHR Zeit?".

    Was studiert ihr denn?

    Ich würde auch sagen, daß das Problem dein fehlendes Selbstbewußtsein und eben fehlendes "Identitätsgefühl" ist, weil du dich nur noch als "die Freundin von X" wahrgenommen fühlst. Vielleicht würde dir ja wirklich ein "Sprung ins kalte Wasser" helfen? Schonmal daran gedacht, die Uni zu wechseln? Oder ein Auslandssemester zu machen? Könnte hilfreich sein, um einfach mal nur DU zu sein und nicht nur "die Freundin von X" und vor allem, um zu merken, daß du auch selbst was schaffen kannst und Leute dich als Person schätzen, ohne dich ständig mit deinem Freund zu vergleichen. Insbesondere ein Auslandssemester ist wirklich gut für die Entwicklung von Selbstbewußtsein und der eigenen Persönlichkeit, weil man woanders nochmal ganz von vorne anfangen kann, ohne Vorurteile, ohne daß die anderen schon ein bestimmtes Bild von einem haben oder irgendwelche Erwartungen.

    viele Grüße von der Namensvetterin :zwinker:
     
    #7
    Sternschnuppe_x, 27 Juli 2007
  8. User 52655
    Sehr bekannt hier
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    vergeben und glücklich
    Das ist ja auch nicht weiter schlimm. Man kann auch als "Schattenmensch" glücklich werden.
    Ich finde das etwas negativ ausgedrückt ehrlich gesagt. Nur weil man eher introvertiert ist und nicht dauernd im Mittelpunkt stehen möchte, muss man ja nicht unglücklich sein.
    Dein Problem bei der Sache ist eher, dass du das Gefühl zu haben scheinst, mehr im Mittelpunkt stehen zu müssen. Du musst eben rausfinden, ob du das auch willst, oder ob du das nur wollen willst. Sprich ob du dich wohler fühlen würdest, wenn du mehr im Licht stehen würdest, oder ob du eigentlich so zufriedener bist, es dir aber schwer fällt, dazu zu stehen.

    Woran lag das?
    Eher an der Psychologin, an ihrer Methode oder daran, dass du vielleicht noch nicht bereit warst?
    Wenn es an einem der ersteren beiden gelegan hat, solltest du vielleicht mal zu einem anderen Therapeuten wechseln. Nicht jede Methode ist für jeden geeignet und mit manchen Menschen kann man persönlich eben nicht so gut reden, egal ob es Therapeuten sind oder nicht.
     
    #8
    User 52655, 27 Juli 2007
  9. User 15848
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Wenn ihr darüber geredet habt, was sagt er denn dazu?
    Er kann zwar nichts dafür, aber ich denke, dass er dir zumindest dabei helfen kann - wobei dann auch wieder das Problem auftreten könnte, dass ER dir hilft und du dich damit weiter unterlegen fühlst.
     
    #9
    User 15848, 30 Juli 2007
  10. Traumkrähe
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Und was ist, wenn du dir einen eigenen Freundeskreis oder eigene Aktivitäten suchst, in denen du dann halt mal besser bist als dein Freund?
    Dann solltest du ihn halt nicht mitnehmen, was er auch respektieren müsste.
     
    #10
    Traumkrähe, 30 Juli 2007

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