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Ist der sexuelle Missbrauch am Canisius-Kolleg ein Einzelfall?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 15 Februar 2010.

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Ist der sexuelle Missbrauch am Canisius-Kolleg ein Einzelfall?

  1. Das muss ein Einzelfall sein. Man darf bischöfliche Gymnasien nicht verteufeln.

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  2. Das ist bestimmt kein Einzelfall, aber auch nicht gang und gäbe.

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  3. Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Das muss an bischöflichen Gymnasien gang und gäbe sein.

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  4. Das passiert nur an Gymnasien mit ausschließlich männlichen Schülern, weil diese Pater schwul sind.

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Status des Themas:
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  1. Theresamaus
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Am Berliner Canisius-Kolleg (privates Gymnasium, das von Jesuitenorden getragen wird) soll es möglicherweise eine dreistellige Zahl von Schülern sexuell missbraucht worden sein.
    Raue korrigiert Meldung über Missbrauchszahlen | rbb Rundfunk Berlin-Brandenburg

    Nun gibt es Berichte über Missbräuche durch katholische Priester auch andernorts, z.B. aus St.Pölten.
    Glaubt ihr, dass der Canisius-Kolleg ein Einzelfall ist oder ob solche Praktiken an allen bischöflichen Gymnasien gang und gäbe ist?
     
    #1
    Theresamaus, 15 Februar 2010
  2. User 44981
    User 44981 (29)
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    Ob das an allen bischöflichen Gymnasien gang und gäbe war, weiß ich nicht und ich halte das schon für ein wenig übertrieben...
    Allerdings ist das bestimmt auch kein Einzelfall und ich rechne schon damit, dass noch deutlich mehr aufgedeckt wird.
     
    #2
    User 44981, 15 Februar 2010
  3. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    Aber wie konnten sie das 30 bis 40 Jahre geheimhalten?
     
    #3
    Theresamaus, 15 Februar 2010
  4. brainforce
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    auch anderswo konnte es durch andere Täter und auch Opfer geheimgehalten werden...
     
    #4
    brainforce, 15 Februar 2010
  5. dollface
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Frag sie doch.

    Meiner Meinung nach ist das sicher kein Einzelfall, sondern kommt bzw kam öfter vor, als es sich viele Leute eingestehen möchten.
    Es als "gang und gäbe" zu bezeichnen halte ich jedoch für übertrieben.
     
    #5
    dollface, 15 Februar 2010
  6. User 12900
    where logic cannot intervene
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    nicht angegeben
    Dito.
    Dennoch würde ich persönlich meine Kinder bzw. Söhne nie auf eine solche Schule schicken.

    Es gab auch in meiner Familie schon Vorfälle zwischen Mitglieder christlicher Organisationen und kleinen Jungen...ich bin da nicht ganz vorurteilsfrei.
     
    #6
    User 12900, 15 Februar 2010
  7. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    Warum vergreifen sie sich immer an Jungen und nicht an Mädchen?
     
    #7
    Theresamaus, 15 Februar 2010
  8. dollface
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Vielleicht weil sie homosexuell sind oder weil die Schulen zum teil nur für Jungen sind?
    Woher sollen wir das wissen.
    Schreib doch bei solchen Fragen direkt einen Brief an das Kolleg und erkundige dich.
     
    #8
    dollface, 15 Februar 2010
  9. brainforce
    brainforce (33)
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    und genau so eine Haltung finde ich sch...

    Ich bin sicher kein treuer Kirchgänger oder besonders gläubig etc. - aber mir geht es mittlerweile auf den Senkel das offenbar eine ganze "Berufsgruppe" pauschal über einen Kamm geschert wird - sogar von eigentlich "seriösen" Nachrichtenmagazinen wie dem "Spiegel".
     
    #9
    brainforce, 15 Februar 2010
  10. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier
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    Den Medien geht es doch in erster Linie ums Verkaufen. Und Storys zum Thema Kinderschänder oder Pädophile verkaufen sich prächtig, da lechzt der Mob danach. Wenns geht noch mit detaillierten Beschreibungen. :eek:
     
    #10
    ProxySurfer, 16 Februar 2010
  11. brainforce
    brainforce (33)
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    so schauts aus - dazu kommt eben das heute viele Personen "antikirchlich" eingestellt sind (was ja an sich nicht verwerflich ist). Nur vielen von denen kommt so ein Vorwurf "Kindesmissbrauch" eben gerade recht... - mir scheint jedenfalls die Objektivität geht bei einigen gewaltig flöten!

    Das sich die (kath.) Kirche nicht immer unbedingt besonders klug verhält steht denk ich mal außer Frage!
     
    #11
    brainforce, 16 Februar 2010
  12. User 44981
    User 44981 (29)
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    Dass man bei der nicht unerheblichen Anzahl von Missbrauchsfällen in kirchlichen Einrichtungen gewisse Vorbehalte gegenüber solchen Einrichtungen hat, ist doch völlig verständlich...
    Das lange Totschweigen und Vertuschen derartiger Fälle, die späte Aufdeckung, das Verhalten der Kirche (vor allem der katholischen Kirche), der Umgang der Kirche mit einigen Tätern in der Vergangenheit (z.B. Täter, die später doch wieder mit Kindern und Jugendlichen zu tun hatten), usw. lassen auch noch auf eine ziemlich große Dunkelziffer schließen und sind alles Andere als vertrauenserweckend.

    Ich würde meine Kinder aber sowieso schon aus anderen Gründen nicht in eine kirchliche Betreuungseinrichtung schicken...
     
    #12
    User 44981, 16 Februar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  13. User 12900
    where logic cannot intervene
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    nicht angegeben
    Naja, diese Vorwürfe kommen ja nicht von ungefähr. Und wenn du meinen Beitrag gelesen hättest, hättest du auch gesehen, dass ich in meinem unmittelbaren Umfeld damit bereits Erfahrungen hatte. Also nimm es mir bitte nicht übel, dass ich meine Kinder nicht dennoch auf eine katholische Schule schicken würde.:hmm:

    Natürlich gibt es auch viele (ich hoffe ja, die meisten) Priester, die mit sowas nichts am Hut haben, aber es gibt nunmal welche, und das sind offenbar nicht wenige, die man eben am besten nicht mit kleinen Jungs alleine lässt.
     
    #13
    User 12900, 16 Februar 2010
  14. many--
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    Ich sage mal so: ganz neutral betrachtet, gab es in den letzten Jahren doch ziemliche viele Enthüllungen im Bereich "kirchliche Jugendeinrichtungen". Teilweise Fälle von sexuellem Missbrauch, teilweise Fälle von krasser Misshandlung körperlicher und pädagogischer Art. Für ersteres zeichnen wohl häufig sexuell frustrierte männliche, für letzteres sexuell und sozial frustrierte weibliche Kirchenpersonen verantwortlich, die aufgrund religiöser Gebote und Regeln normale sexuelle und soziale Kontakte nicht kennen lernen dürfen.

    Einfach gesagt: wie sollen Leute, die sich aufgrund mystischer Vorstellungen ihre Lebensweise radikal reglementieren lassen, Kinder modern erziehen? Wie soll mein Kind von jemandem, der zentrale Elemente der modernen Welt für sich ablehnt, zu mündigen Bürgern derselben gemacht werden?
    Und wie zynisch ist es, Menschen systematisch die eigene Sexualität zu verkrüppeln und sie dann auf andere Menschen loszulassen, nicht nur davon ausgehend, dass da "schon nichts passieren" wird, sondern sogar behauptend, derart geprägte Personen könnten besonders gute Vorbilder abgeben?

    Natürlich ist nicht jeder Zölibatäre automatisch ein Sexualstraftäter, aber offensichtlich bringt die religiöse Überprägung durch Zölibat und Lebensregel im Bereich der Pädagogik ziemlich viele faule Eier hervor. Es gibt insgesamt wohl deutlich mehr staatliche als religiöse Schulen, aber die meisten organisierten Missbrauchsfälle sexueller, körperlicher und sozialer Natur finden in den religiösen Schulen statt... warum sieht man da keinen Zusammenhang und reagiert mal?
    Wie gesagt: der einzelne Priester oder Bruder oder Schwester ist natürlich keine Gefahr, aber die Organisation als Gesamtes ist offensichtlich ein höherer Gefahrenfaktor als andere Einrichtungen. Angesichts der Tatsache, dass Kindeswohl (für mich zumindest) eine höhere Priorität hat als zB religiöse Empfindsamkeit, würde mir diese Erkenntnis genügen, um gewisse Veränderungen im Bereich pädagogischer Institutionen zu befürworten.

    Es geht dabei nicht um weltanschauliche Dinge, sondern einfach um die Tatsache, dass speziell gewisse kirchlicherseits ideologisierte Lebensformen (um das mal ganz undifferenziert so zu nennen) mit größerer Wahrscheinlichkeit nicht nur für die Kindererziehung ungeeingnete, sondern für das Kindeswohl gefährliche Personen produzieren. Warum diese Gefahr nicht beim Namen nennen und dagegen vorgehen?
     
    #14
    many--, 16 Februar 2010
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  15. brainforce
    brainforce (33)
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    Hmm man sollte sich auch mal vor Augen führen das zumindest "früher" (und auch heute noch) die allermeisten "Kinderverwahranstalten", "Kinderheime", "Internate" sich in der Hand von "christlichen Organisationen" befanden... da war wenig mit rein staatlichen Einrichtungen bzw. staatlicher Kontrolle. Und das gilt eben auch für "kirchliche Schulen" an denen meist auch ein "Internat" etc. angeschlossen war und somit der Kontakt enger als in "normalen" staatlichen Schulen.

    Viele Orden (Nonnen, Mönche) aber auch Verbände (Caritas, Malteser etc.) sind ja genau in diesem "sozialen Feld" tätig!

    Und dann ist es klar das die "Missbrauchsfälle" natürlich in erster Linie nur dort auftauchen konnte etc.

    Desweiteren wurde "früher" vieles einfach totgeschwiegen bzw. drüber weg gesehen - das war einfach die damalige Mentalität - und das es soweit kommen konnte ist auch dem "damaligen Staat" anzulassen - hier könnte man auch wieder den Schwenk machen zum Umgang mit der eigenen dt. Vergangenheit in den 50er - 70er Jahren. Das hat zwar mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun aber die Problematik ist genau die selbe! Die unliebsame Vergangenheit aber auch die unliebsamen Dingen der Gegenwart wurden nicht thematisiert sondern totgeschwiegen bzw. sogar gedeckt!

    Trotzdem wurde das Thema von Jugendeinrichtungen schon damals kritisch thematisiert und beleuchtet - unter anderem prominent von Ulrike Meinhof (der späteren RAF-Terroristin). Trotzdem fand nur ein äußerst langsamer "Aufbruch" statt bzw. die Erkenntnis das teilweise etwas schief läuft.

    (Sexueller) Missbrauch kommt in allen Gesellschaftsschichten vor - und ich hab noch keine Statistik gesehen aus der hervorgeht das kath. Priester bzw. "Personen im Dienst der Kirche" daran signifikant überproportional beteiligt sind! Und solange das nicht eindeutig belegt ist ist alles einfach nicht wirklich objektiv sondern eher auf BILD-Niveau was die Berichterstattung angeht v.a. wenn man sich auch noch die anderen Umstände betrachtet (eben das die meisten derartigen Einrichtungen wo sexueller Missbrauch überhaupt möglich war sich in der Hand von kirchl. Organisationen befinden und befanden).
     
    #15
    brainforce, 16 Februar 2010
  16. BrooklynBridge
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    nicht angegeben
    Genau das denke ich auch.
     
    #16
    BrooklynBridge, 16 Februar 2010
  17. User 77547
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    Bischof Mixa hat jetzt wohl kundgetan, dass an den Missbrauchsfällen eigentlich die 68er Schuld seien mit ihrer verantwortungslosen Sexualmoral

    Fällt einem dazu noch etwas ein? Mir nicht.
     
    #17
    User 77547, 16 Februar 2010
  18. User 44981
    User 44981 (29)
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    Mir fällt dazu nur eine Sache ein: Mixas Äußerungen passen mal wieder wunderbar in das Bild, das ich von der Führung der katholischen Kirche, deren Geistlichen und in abgeschwächter Form auch noch von der gesamten katholischen Kirche oder sogar allgemein von christlichen Kirchen habe:
    Weltfremd und ignorant bis zum geht nicht mehr.

    Solche Aussagen bestätigen mal wieder meine vor allem rein gefühlsmäßigen, nicht notwendigerweise durch Studien gestützen Vorbehalte gegenüger den Kirchen, kirchlichen Einrichtungen, usw.
     
    #18
    User 44981, 16 Februar 2010
  19. dollface
    Verbringt hier viel Zeit
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    Dazu fällt mir dann dochw irklich auch nix mehr ein.
    Das ist ja schon fast ne Frechheit.
     
    #19
    dollface, 16 Februar 2010
  20. Papier
    Gast
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    Nunja das ist halt die "Logik" der katholischen Kirche, die gemein, fiese "sexuelle Revolution" hat ihre armen Ordensträger "angesteckt", gegen dieses satanische Werk ist nunmal eben kein Mensch...äh gewabnet...oder so.
     
    #20
    Papier, 17 Februar 2010

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