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Ist Sex wirklich perverser als Gewalt?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Gremlin, 23 Juli 2008.

  1. Gremlin
    Gremlin (34)
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    Ehe das Thema in den Sex-Umfragen verschoben wird, will ich klar stellen, dass diese Umfrage auf die sozialen Aspekte zielt und somit nicht direkt mit Sex zu tun hat. Falls doch bitte ich um Aufklärung, ehe man es verschiebt.

    Nun, wie es auch sei:

    Ich habe mich mal wieder über den Sinn der Moral der Menschen nachgedacht und mir den Kopf geschüttelt: Sind wir wirklich so abwegig mit der Moral?

    Das Thema lautet: Kontroverse Gewalt und Sex. Mir ist aufgefallen, dass Gewalt heutzutage weniger negativ gesehen wird als Sex. Damit mein ich nicht vom Gefühl her, sondern von der Art, wie man es betrachtet in Sachen Moral oder kurz gesagt: Gewalt ist anscheinend normal, wärend Sex als verbotenes Thema gilt.

    Ein Beispiel: Geht mal in das nächstbeste Elektronikfachgeschäft. Ist euch eigentlich aufgefallen, dass Filme mit Blutmetzelszenen schon in Augenhöhe von Kindern vorzufinden sind? Da helfen auch keine roten Plastikhüllen oder Sticker mit "Ab 18" oder "Ohne Altersfreigabe". Und wenn man nach "härteren Sexfilmchen" sucht? Außerhalb einer verschlossenen Videothek, dem Internet oder "Fachgeschäfte" dafür wohl kaum. Aber nicht nur die Selbstverständlichkeit, dass Kinder ran kommen, macht es Fragwürdig. Dazu folgendes Gedankenexperiment:

    Zwei Brüder, vollkommen identisch, gehen in die Videothek, einer holt eine DVD mit extremen Blutmassakerszenen, der andere einen Porno. Nun überlegt mal: Wer befürchtet mehr, dass andere ihn komisch anstarren werden wegen seines Filmchens? Stimmt, den mit dem Porno, weil Sex ja ein Tabuthema ist; das Abschlachten von Menschen aber nicht.

    Oder in Sachen Zensur. Guckt in euer Fernsehprogramm. Welche Filme laufen früher im Fernsehen: Horrorfilme oder Erotikfilme? Und in welchen werden mehr Szenen rausgeschnitten? Gut, in Horrorfilmen wird vielleicht die ein oder andere Minute rausgeschnitten, aber bei Erotikfilmen im Fernsehen wird man keine Szene mit Geschlechtsteilen sehen, da Geschlechtsteile anscheinend für die Zensur von Satan besessen sind. Das sieht man auch auf den DVD-Hüllen: Horrorfilme mit Toten gibt es schon ab 16 Jahren, wärend Erotikfilme wohl nie unter 18 Jahre sind.

    Auch in Gesprächen merkt man es: Gewalt kann immer verwendet werden; über Sex traut man es sich nur im engsten Freundeskreis.

    Es gibt noch andere Beispiele, aber ich denke, diese wären schon eine Überlegung wert.

    Ich persönlich glaube ja, dass Gewalt perverser ist als Sex, denn Sex würde jeder sicherlich machen wollen, wärend es wohl kaum einen von uns in den Sinn kommt, einen anderen Menschen zum Spaß zu töten. Aber in unserer heutigen (Moral-) Konsumgesellschaft sieht man es anscheinend anders; wir werden weiterhin mit Blutszenen abgehärtet und Sex als Tabu aufgedrückt.

    Was denkt ihr? Ist Sex wirklich perverser als Gewalt? Oder ist Gewalt die wahre Perversion?
     
    #1
    Gremlin, 23 Juli 2008
  2. User 32843
    User 32843 (29)
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    nicht angegeben
    Gewalt ist natürlich perverser.

    Allerdings... wenn ich über Gewalt spreche, dann eigentlich immer, weil sie andere ausgeübt haben und das für mich verabscheuungswürdig ist. Ich glaube auch nicht dass sich viele Gespräche um "whoa, Gewalt ist toll" drehen, sondern eher darum, wie schlimm sie ist (jedenfalls in meinem Bekanntenkreis).

    Über Sex will ich nicht öffentlich diskutieren weil das für mich Privatsache ist. Ich will auch nichts über den Sex von irgendwem anders erfahren.
     
    #2
    User 32843, 23 Juli 2008
  3. ProxySurfer
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    Gewalt ist die wahre Perversion! Warum Sex immer als "Schweinekram" hingestellt wird, ist mir ein Rätsel. Total abartiger Sex wie z.B. mit Kindern, Tieren oder Leichen ist für mich auch Gewalt, kein Sex.
     
    #3
    ProxySurfer, 23 Juli 2008
  4. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Aus Erfahrung finde ich Gewalt perverser, allerdings nur, wenn man den Begriff Gewalt eingrenzt. Ich gehöre nämlich nicht zu den Menschen, die nur mit den engsten Freunden über Sex reden, sondern so ziemlich mit jedem, den es interessiert und ich gucke auf den Typen mit einem Porno nicht komisch an, sondern denjenigen, der sich den Gewalt-Streifen reinzieht, weil ich besonders bei mönnlichen Freunden mitbekommen habe, was soetwas auslösen kann. Wiederum verbinde ich hin und wieder auch (gewollte) Gewalt und Sex ...
     
    #4
    xoxo, 23 Juli 2008
  5. User 44981
    User 44981 (29)
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    Im großen und ganzen finde ich deine Argumentation ziemlich schlüssig und muss dir in fast allen Punkten zustimmen.

    Auch ich kann es nicht verstehen, warum Nacktheit und Sexualität in den Medien häufig zensiert werden, während Gewalt eigentlich omnipräsent ist. Oftmals sogar in völlig übertriebener, effekthascherische und perverser Weise.
    Wobei das in anderen Ländern (z.B. USA) sicherlich noch viel schlimmer ist, als in Deutschland.
    Schon in stinknormalen Krimis werden oftmals perverse, überaus grausame Gewaltverbrechen thematisiert, was ich teilweise einfach total übertrieben und geschmacklos finde.

    Allerdings muss ich ein wenig zwischen Sexualität und nicht-sexueller Nacktheit differenzieren.
    Warum man Nacktheit zensiert und Darstellungen nackter Menschen gleich tabuisiert und in die Schmuddelecke schiebt, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, da Nacktheit für mich etwas ganz normales und natürliches ist.

    Dass man Sex in die Schmuddelecke schiebt, kann ich zwar auch nicht wirklich nachvollziehen... aber dass man Sex als etwas privates betrachtet, das nicht Jeden etwas angeht, kann ich wiederum verstehen.
    Sex ist nun mal etwas, was zwei Menschen auf ganz besondere Weise miteinander verbindet...

    Trotzdem bin ich insgesamt der Meinung, dass Gewalt auf jeden Fall etwas perverses ist, und Sex nicht pervers, sondern einfach nur Privatsache ist. (Nur manche extremen Sexpraktiken kann man vielleicht wirklich für pervers halten... aber das ist wieder ein anderes Thema)
     
    #5
    User 44981, 23 Juli 2008
  6. Grimmjow
    Grimmjow (26)
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    Ich finde, ob pervers oder nicht pervers ist gar nicht mal so die Frage sondern eher, wohin sich die Moralvorstellungen der Leute verschieben. Gewalt ist in der menschlichen (westlichen) "Zivilisation" deswegen so präsent, weil es die modernen Medien ermöglichen. Ich bezweifle, dass sich vor, sagen wir, 150 Jahren ein Aas darum geschehrt hat, was sich Schiiten und Sunniten gegenseitig antun, geschweige denn darüber berichten. Das war zwar nur ein Beispiel, aber ich hoffe, es verdeutlicht, was ich meine, so, wie ich es meine. Sex ist für mich etwas privates, das man nach heutigem Moralverständnis nicht an die große Glocke hängt, aber auch da gab es einen Kulturwandel. Ich denke dabei an die alten Griechen und ihre *hust* dekorativen Vasen etc.

    Der Mensch ist in seiner Gesamtheit nun einmal sehr merkwürdig, von der Weltanschauung bis hin zu seinen Vorlieben etc. Ich meine, was Horrorfilme angeht, die die ich kenne, hab ich alle im Free TV gesehen und fand sie relativ belanglos. Es kann sein, dass ich in der Hinsicht etwas abgestumpft bin, weil es mir zugegeben Spaß macht, allein oder mit ein, zwei Freunden Horrorstreifen zu schaun und Witze über den Film zu machen. Man muss sich auch darüber klar werden, inwiefern die gezeigte Gewalt Realität und in wie weit sie sich als Unterhaltung darbietet. Mir als Zocker steht das Wasser ja schon bis oben hin, wenn ich das Wort "killerspiel" nur höre- dieses Wort bezeichnete im Ursprung nämlich nur Spiele wie Gotcha (anderes Wort für Paintball). Aber während hartnäckig gegen Spiele gewettert wird, die recht harmlos sind, von realistischen, weil Physikengine-basierten Tötungen einmal abgesehen, ist die Gewalt im realen Leben doch viel gefährlicher. Verrohung der Sitten nenne ich das- wenn man den Gerüchten über die Vorkommnisse an Berliner Schulen glauben darf (nur als Beispiel). Es liegt auch sehr an den Erwachsenen, was als pervers angesehen wird. Manche würden sagen, wir umgeben uns mit Gewalt, eben UM abzustumpfen und den aktuellen Zustand der Welt besser zu ertragen, aber das ist eher pervers als der Typ, der sich gelegentlich einen Horrorfilm für einen amüsanten Videoabend ausleiht.

    Zu der Frage, wen ich schief ansehen würde: Den Typen mit dem Horrorfilm würde ich fragen, welche Filme er schon gesehen hat, falls er sich einen Film leiht, den ich auch kenne und gut fand, und dem Typen mit dem Porno würde ich einfach kurz zuzwinkern. Mann versteht sich ja :grin:
     
    #6
    Grimmjow, 24 Juli 2008
  7. wellenreiten
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    nicht angegeben
    ich habe mir darüber noch nie gedanken gemacht, aber ich kann deinen beobachtungen wohl zustimmen...

    für mich persönlich ist gewalt die wahre perversion. ich kann solche eindrücke gar nicht verarbeiten, bekomme alpträume, noch jahre später kommen mir szenen in den sinn von irgendwelchen psycho-horror-ichweißnichtwas-filmen (und es waren immer noch die harmloseren) und ich wünsche mir, ich hätte es nie gesehen... solche phantasien, die als vorlage für diese produktionen dienen, sind ekelerregend und abartig... und noch viel widerlicher ist, dass menschen so etwas auch noch ausleben.

    wenn sex mit perversion in verbindung gebracht werden kann, dann hat es die bezeichnung sex sowieso nicht mehr verdient.

    und es ist in der tat äußerst traurig, dass sex nicht einfach als etwas schönes im öffentlichen seinen raum bekommt - ohne abartigkeiten und ohne, dass genug menschen vor scham im boden versinken möchten. und ich glaube nicht, dass ein gut gemachter erotikfilm irgendwerlche nachhaltigen abschreckenden eindrücke vermittelt, wie meine oben geschilderten bzgl. irgendwelcher gewaltfilme.
     
    #7
    wellenreiten, 24 Juli 2008
  8. User 18780
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    wenn man sex oder gewalt als die Tat sieht, dann ist wohl gewalt etwas perverses, weil es gegen die geltenden Moralvorstellungen verstößt.

    Die Haltung (!) unserer Gesellschaft gegenüber dem Thema Sex oder dem Thema Gewalt kann nicht pervers sein, denn unsere Gesellschaft prägt die Moralvorstellungen und somit auch die Perversion. D.h. die vorherschende Behandlung dieser beiden Themen entspricht automatisch auch der selbstdefinierten Moral.

    Die Frage ist in meinen Augen eher, ob unsere aktuellen Moralvorstellungen zu überdenken sind.

    Ich denke auch, dass Sex als Thema viel stärker gemieden wird als Gewalt. Das ist schade.

    Es gibt in meinen Augen aber einen nicht von der Hand zu weisenden Grund: Sex ist ein persönliches Thema, bei dem man etwas über sich preisgibt. Ob man sich einen Porno ausleiht und dabei gesehen wird, oder ob man mit anderen über Sex spricht: andere könnnen relativ schnell (vermeintlich richtige) Rückschlüsse über dein Sexualleben ziehen.
    Bei Gewalt ist das nicht der Fall. Wenn du dir einen Gewalthaltigen Film ausleihst, oder mit anderen über Gewalt sprichst, dann geht es meistens nicht um die Gewalt, die du selbst ausübst.
    Es ist also auch eine Frage des "von sich preisgebens".


    Auf der anderen Seite gibt es eine Erwartungshaltung: Man lernt, dass Gewalt ein akzeptiertes Thema ist, während das beim Sex nicht der Fall ist. Jeder weiß, dass die Gesellschaft "verklemmt" dem Sex gegenüber steht, hat es aber selbst schwer, anders (also offen) zu handeln.
    Weshalb viele nicht darüber reden - denn andere erwarten das so von dir!
    Selbst wenn du ein aufgeschlossener Mensch beim Thema Sex bist: du wirst vermutlich nicht wie selbstverständlich zum nächstbesten Bekannten laufen und erzählen wie dein letzter Porno war oder das dein Vibrator das absolute Supergerät ist, wärend du über jeden anderen Film problemlos sprechen "kannst".

    Hier stellt sich dann die Frage, wie es zu dieser Haltung gekommen ist und wie man etwas daran ändern kann.

    Mann im M :zwinker: nd
     
    #8
    User 18780, 24 Juli 2008
  9. LiebesLieber
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    nicht angegeben
    Also Gremlin aus meiner Sicht ist Deine Betrachtungsweise stark eingeschränkt und zwar auf Film/DVD. In diesem Bereich magst Du vielleicht Recht haben.

    Wenn ich den Betrachtungswinkel mal vergrößere und z.B. Werbung, Zeitschriften etc. miteinbeziehe, sieht die Sache differenzierter aus.

    Sex oder nackte Haut ist in unserem Alltag allgegenwärtig. Guck Dir nur mal die TV-Zeitschriften oder bestimmte Werbeplakate an. Da wird sehr offen und freizügig mit "Sex" umgegangen. Gewalt dagegen maximal in einigen Bild-Titelseiten verherrlicht.

    Per Definition (pervers=von herrschenden Moralvorstellungen abweichend) wäre Sex dann nicht mehr perverser als Gewalt.
     
    #9
    LiebesLieber, 24 Juli 2008
  10. User 44981
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    Zuerst mal noch ein Nachtrag zu meinem letzten Beitrag...
    Ich finde es gut, dass tatsächliche Gewalt in den Medien thematisiert wird. Die mediale Berichterstattung über gewalttätige Handlungen (Kriege, Morde, Schießereien, Schlägereien, Gewalt gegenüber Kindern, usw.) ist meiner Meinung nach notwendig, um die Gesellschaft für diese Themen zu sensibilisieren, so dass nicht nur weggeschaut und ignoriert wird, sondern versucht wird, zukünftige Gewalt zu verhindern.

    Aber die detaillierte Darstellung der Gewalttaten (in manchen Medien bei der Berichterstattung über reale Ereignisse) oder die übertriebene Darstellung fiktiver Gewalt in Filmen, Computerspielen, etc. geht mir einfach zu weit.
    So etwas dient nur der Befriedigung irgendwelcher voyeuristischer Triebe und nicht der Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung.

    @LiebesLieber
    Nicht nur in der Werbung, sondern auch sonst in den Medien wimmelt es vor mehr oder weniger eindeutigen Andeutungen in Richtung Sex und viel nackter Haut. Aber die Geschlechtsteile bleiben fast immer (wenn auch nur sehr spärlich) bedeckt und beim Sex sind immer gewisse Bereiche geschickt verdeckt oder durch eine entsprechende Kameraposition nicht sichtbar.
    Die Darstellung entblößter Geschlechtsteile oder die wirkliche Darstellung sexueller Handlungen ist von daher weiterhin tabuisiert.
    Es wird hier eher versucht, möglichst eindeutige Andeutungen zu machen, ohne das Tabu zu brechen...
     
    #10
    User 44981, 24 Juli 2008
  11. squarepusher
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    Off-Topic:
    ich glaub nicht, dass wir immer zu jedem zeitpunkt wissen, welcher selbstgeprägten moralvorstellung wir gerade anheimfallen. moralvorstellungen sind eine eisberg-sache. bewusst "orten" wir sie in einem beliebigen bewertungsprozess fast nie. es ist daher IMO schon richtig, von einem eigenleben, einem schattenprozess zu sprechen, und nicht zu sagen: gut, so und so behandeln wir das thema gewalt, also muss das das sein, was wir eh wollen.


    zum thema:
    ein bisschen mehr sex würde die gewalt eigentlihc obsolet machen. das weiß z.b. auch das militär. es gibt denker, die davon überzeugt sind, dass eine gewaltlose gesellschaft erst möglich ist, wenn es niemanden mehr gibt, der dir sagt: "wenn es zum krieg kommt, musst du dein land verteidigen".
     
    #11
    squarepusher, 24 Juli 2008
  12. BenNation
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    vergeben und glücklich
    Witzig, gerade gestern abend hab ich mir zu dem Thema Gedanken gemacht.

    Legen wir die Fakten fest:
    - Sex ist was normales, natürliches, was im Prinzip jeder tut.
    - Gewalt (gerade in Spallterfilmen) ist etwas grausames.

    Sex ist wesentlich näher an der Gesellschaft und zudem legal.
    Das heisst, man ist eher geneigt, Gewalt zuzulassen, da die Leute vermutlich weniger leicht geneigt sind, diese für sich zu adaptieren. Da Sex was legales und legitimes ist, ist man näher an der Gesellschaft dran und hat somit stärkeren Einfluss auf diese, als sowas "zivilisationsfremdes" wie Splatter.
    Boah, schwer das in Worte zu fassen...
    Vielleicht fällt mir noch was besseres ein.
     
    #12
    BenNation, 24 Juli 2008
  13. simon1986
    simon1986 (30)
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    Verlobt
    Mein Pa sagt immer: Pornofilme sind nur dann jugendfrei, wenn die Frau mit der Kettensäge zerteilt wird.

    Voll zynisch - aber irgendwie leider wahr!

    Am TV könnte ich jeder Abend in öffentlichen Mehrheitsprogrammen herum spritzendes Blut und und Leichen sehen. Aber kaum je sanfte schöne Porno-Szene:ratlos:
     
    #13
    simon1986, 2 August 2008
  14. CCFly
    CCFly (36)
    live und direkt
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    Verheiratet
    sex mit gewalt ist pervers. die definition von pervers ist sexuell unnormal.
     
    #14
    CCFly, 2 August 2008
  15. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Naja, ehrlich mal, die richtig knallerharten Metzelfilme gibts auch nur unter der Ladentheke, manches ist sogar indiziert oder beschlagnahmt. Bei Sex ist wenigstens alles außer irgendwelche Tierpornos erlaubt.
     
    #15
    Schweinebacke, 3 August 2008
  16. klärchen
    klärchen (35)
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    nicht angegeben
    sex wird nicht als tabuthema betrachtet, weil er "pervers" ist, sondern, weil er intim ist. gewalt ist das nicht.

    ein tabu entsteht auch nicht, um die zu schützen, die fragen dazu stellen könnten, sondern um die zu schützen, die davon wissen und angst haben darüber zu sprechen. soll heißen, wir halten das thema sex nicht von kindern fern, um sie vor schaden zu bewahren, sondern um uns selbst nicht in erklärungsnöte zu bringen.

    nun muss man vll nur noch klären, warum sex so viel intimer und tabubesetzter ist als gewalt. ich denke, es hat etwas damit zu tun, dass man in dem moment, wo man sex hat, nackt, verletzlich und unaufmerksam ist. man ist angreifbar. und das gilt es zu verstecken.

    aber das ist nur eine theorie, die ich mir grade aus den fingern gesaugt habe.
     
    #16
    klärchen, 3 August 2008
  17. DarkPrince
    Gast
    0
    Ich find beides nicht pervers. Beides ist allgegenwärtig. Ficken tun Millionen Menschen am Tag und genauso schlachten sich am Tag auch Tausende von Menschen ab.
    Um mal auf das Filmthema ein zu gehen:
    Kein Kind was keine 18 Jahre ist, wird so nen Film sehen können. An der Kasse kontrollieren sie 100% ob er/sie 18 ist. Da hilft auch kein cooler Gangstablick oder ein Pornobalken auf der Lippe. Da wird der Ausweis verlangt und wer keine 18 ist, kriegt weder nen Porno noch nen "Metzelfilm" weder im Handel noch in der Videothek. Soviel zum Legalen Weg. Wenn aber Kinder was sehen wollen, weil es z.B die ach so coolen Freunde schon gesehen haben, laden sie sich den Film runter und fertig. Und mal ehrlich, die Filme ab FSK 16 sind so lächerlich daß man darüber eigentlich nur lachen kann. Man sieht alle paar Tage irgendwo in den Nachrichten Straßenschlachten mit Verletzten oder Verstümmelten usw, also warum sollte man keine Horrorfilme zeigen dürfen?
    Genauso die "Pornos" die im Fernsehen laufen. Was sieht man denn da großartig? Nen nackten Arsch und paar Titten vielleicht und mehr nicht.
    Ich glaube der Anteil von Gewalt und Sex im TV oder den Medien ist ziemlich ausgeglichen. Und ich rede jetzt Fernsehen oder DVD. Die Zensur ist da ähnlich eingestuft.
     
    #17
    DarkPrince, 3 August 2008
  18. Casscavall
    Casscavall (33)
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    vergeben und glücklich
    Off-Topic:
    Ahm.....da ist ein kleiner Fehler ---> "Gewalt ist schlimmer als Gewalt"
     
    #18
    Casscavall, 4 August 2008

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