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Ist Sterbehilfe mit Einwilligung des Todkranken Mord nach eurer Auffassung?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von Theresamaus, 21 Februar 2010.

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Ist Sterbehilfe mit Einwilligung des Todkranken Mord nach eurer Auffassung?

  1. Strebehilfe ist Mord, selbst wenn der Todkranke die Einwilligung gibt.

    2 Stimme(n)
    6,3%
  2. Sterbehilfe ist Mord, solange der Arzt den Kranken nicht aufgibt.

    0 Stimme(n)
    0,0%
  3. Das kommt auf die Umstände an. Mal ist es Mord, mal nicht.

    2 Stimme(n)
    6,3%
  4. Sterbehilfe ist für mich Sterbehilfe und kein Mord.

    28 Stimme(n)
    87,5%
  5. Das weiß ich nicht.

    0 Stimme(n)
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Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Theresamaus
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    nicht angegeben
    Schock in England. Ein beliebter BBC Moderator soll früher mal seinen AIDS-kranken Freund ermordet haben und diesen als Sterbehilfe verkaufen wollen.
    Mordermittlungen: BBC-Moderator gesteht Tötung seines Liebhabers - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama

    Ist nach eurer persönlichen Auffassung Sterbehilfe eines todkranken Partners, der eine Sterbehilfe akzeptiert, Mord, und zwar unabhängig von der geltenden Rechtsprechung? Es geht nicht darum was die Justiz dazu sagt, sondern wie ihr das empfindet.
     
    #1
    Theresamaus, 21 Februar 2010
  2. User 18889
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    nicht angegeben
    Ich empfinde es schon lange als Sauerei, dass es in Deutschland keine vernünftig geregelte, legale Sterbehilfe gibt. Das sollte endlich mal geändert werden. In anderen Ländern funktioniert es doch auch.
     
    #2
    User 18889, 21 Februar 2010
  3. User 72148
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    vergeben und glücklich
    Wenn ein Todkranker jemanden bittet ihm zu helfen sich umzubringen ist das für mich kein Mord.
    Eher eine Art erweiterter Selbstmord.
    Jeder sollte selbst entscheiden dürfen, wann er sterben möchte und jeder der ihm dabei auf sein Bitten hin behilflich ist sollte straffrei bleiben und nicht als Mörder betrachtet werden.
    Ich bin für eine legale Sterbehilfe.

    Dass das dann unter Umständen in manchen Fällen Beurteilungsprobleme mit sich bringt steht wieder auf einem anderen Blatt...
     
    #3
    User 72148, 21 Februar 2010
  4. Theresamaus
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    nicht angegeben
    Ich weiß nicht was ich davon halten soll :cry:
     
    #4
    Theresamaus, 21 Februar 2010
  5. krava
    krava (35)
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    Ich finde es nach wie vor grenzwertig und möchte es nicht in jedem Fall befürworten. Das ist etwas sehr individuelles und jeder Einzelfall kann einzeln betrachtet anders sein als der andere.
    Einem vermeintlich Todkranken ein Medikament oder von mir aus auch einen Revolver zu besorgen, mit dem er sich selbst umbringen kann, ist für mich noch etwas anderes als jemandem den Revolver an die Schläfe zu drücken, weil er es selbst nicht (mehr) kann. Da ist die Schwelle zum Mord bzw. Totschlag schon recht klein.
     
    #5
    krava, 21 Februar 2010
  6. User 32843
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    nicht angegeben
    Ich bin auch für eine legale Sterbehilfe, solange der Ausführende keinen Profit daraus schlägt. Daher bin ich mit der schweizer Regelung an sich zufrieden.
     
    #6
    User 32843, 21 Februar 2010
  7. User 85905
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    Verheiratet
    Die Sterbehilfe selbst sehe ich mit gemischten Gefühlen. Weil eben der letzte Schritt von einem anderen ausgeht (wie das Beispiel mit dem Abdrücken beim Revolver), befürchte ich, dass die Hemmschwelle bei den "Selbstmördern" sinkt.
    Ich hätte Angst, dass manche dem zustimmen, weil sich die Familie eh nicht mehr kümmert und man denen nur noch auf der Tasche liegt. Oder, dass z.B. in "irgendeiner uralten" Patientenverfügung die Tötung befürwortet wurde, diese aber gar nicht mehr dem Willen des Patienten entspricht,... Wenn man Sterbehilfe zulässt, können einige Probleme auftreten... :hmm:

    Aber ich bin definitiv gegen die aktuelle Regelung. Diese besagt, dass das Abschalten der Maschinen erlaubt ist (passive Sterbehilfe), aber ein "Todesdrink" nicht.
    Und da wird es für mich unverständlich :mad: Letztendlich stirbt der Mensch sowieso. Aber im ersten Fall muss er qualvoll ersticken oder verdursten! Deshalb bin ich dafür, entweder ganz oder gar nicht!
     
    #7
    User 85905, 22 Februar 2010
  8. Sabzi
    Gast
    11
    mal zur klarstellung, als "erweiteter Selbstmord" bezeichnet man nen Selbstmörder der vorher auch noch andere Menschen umbrngt....was hat das alles mit Sterbehilfe zu tun? :confused:
    oder weisste nich was "erweiteter Selbstmord" ist? :rolleyes:

    wenn nich dann guck mal in die Wikipedia! :mad:
    Suizid ? Wikipedia

    und zum Thema, ja würdet ihr denn das nich als "Mord" ansehen wenn jemand zB weil er verzweifelt ist beim Selbstmord hilft?

    also wenn uns ein Menschenleben so wenig wert wird dass wenn jemand sterben will oder es GLAUBT zu wollen (mal ehrlich, wer war nich schon in der Situation zu denken "ich kann nich mehr ich will sterben"????:schuettel:) dann sind wir schon sehr weit in der "Tötun von unwerten LEben" und ich denk mal das DARF es heute nich mehr geben!

    und kommt mir jetzt keiner mit "unheilbar" krank! :mad::mad: niemand kann wissen ob sich nich der Gesundheitszustand bessert oder ob jemand auf ne HEilmöglcihkeit kommt oder was auch immer?
    ....oder hat wer ne Kristallkugle wo er in die Zukunft gucken kann???? :rolleyes:

    und falls jemand an "unheilbar krank" glaubt sollte er weniger Dr. House gucken und mal mit nem ECHTEN Arzt reden!!!!!! :kopfwand
     
    #8
    Sabzi, 22 Februar 2010
  9. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    nicht angegeben
    Nein, ist es nicht.

    Ich finde, dass ein Mensch das Recht haben sollte, sein Leben zu beenden, und dafür Hilfe zu suchen, wenn das Leben für ihn ansonsten nur noch aus sehr viel Qual und Schmerz bestehen würde.
    Wenn diese Qual keine medizinischen Ursachen hat, also z.B. weil eine Person einfach keinen Sinn im Leben mehr sieht, oder vor irgend etwas davonlaufen will, kommt man in einen kritischen Bereich. Vielleicht wäre es sinnvoll, hier dem legalen Selbstmord eine gewisse Bedenkfrist vorzuschieben. Wobei die, die es wirklich wollen und nicht grade durch schwere Krankheit oder so bettlägerig sind, eh nicht dran zu hindern sind, wenn sie es wirklich wollen.
     
    #9
    BrooklynBridge, 22 Februar 2010
  10. Yrr
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    Auch abseits dessen "was die Justiz sagt", kann die Frage nur beantwortet werden, wenn dem Wort "Mord" eine Bedeutung gegeben wird. Sonst könntest Du auch fragen, ob abseits dessen, was die Medizin sagt, "ein Pickel für Euch Krebs ist". Oder ob abseits dessen, was im Duden steht, "ein Auto für Euch Bratwurst ist".

    Abseits der juristisch definierten Mordmerkmale ist "Mord" zumindest eine besonders verwerfliche Form der Tötung. Also eine Tötung, die ein größeres Unrecht darstellt, als eine "normale, durchschnittliche" Tötung. Bei der Tötung auf Verlangen (hier gegenständlich) kommt ein Hilfeleistungselement hinzu, also etwas, was den Unwertsgehalt sogar verkleinert. Damit liegt ein kleineres Unrecht vor, als bei der "normalen" Tötung, folglich kann die Tötung auf Verlangen schon systematisch kein Mord sein.

    Tötung auf Verlangen < Totschlag < Mord.

    Juristisch folgerichtig bewirkt die Tötung auf Verlangen eine Sterrwirkung, so dass die Tat kein Mord mehr sein kann.

    Gruß
    Yrr.
     
    #10
    Yrr, 22 Februar 2010
  11. CCFly
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    Verheiratet
    also es gibt ja wohl sehr wohl unheilbare krankheiten. auch in der jetzigen zeit zählt aids noch dazu, zb. aids kann man NICHT heilen, nur den tod herauszögern, mit medikamenten. und bei krebs ist es auch unwahrscheinlich, noch zu überleben, wenn er spät erkannt wurde und bereits überall im körper metastasen wachsen. mein onkel ist an krebs gestorben, war keine schöne sache. er war gegen ende so mit medikamenten vollgepumpt, dass er den ganzen tag wortlos und reglos wie ein zombie dasaß. sehr unschön. und will man sich sowas ersparen muss man höllische schmerzen erleiden und irgendwann einen qualvollen tod. und darauf haben manche menschen halt keinen bock.
    ginge es mir so, ich würd auch nicht mehr leben wollen. aber der unterschied ist, ich könnte niemanden bitten, mich umzubrigen (wo wir beim thema wären), ich könnte da niemandem diese bürde auferlegen. das ist ne enorme belastung für denjenigen, der um sowas gebeten wird. obwohl ich es ja jetzt nicht als mord ansehe. mord ist hinterrücks und OHNE einwilligung des getöteten. ich würde es "mithilfe zum selbstmord" nennen.
     
    #11
    CCFly, 22 Februar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  12. donmartin
    Gast
    1.903
    Definiere "unwertes Leben". Es IST DEIN LEBEN, deine Definition von deinem "Leben".

    Aber nicht die eines von den Augen bis zum kleinen Zeh gelähmten, der nichts anderes mehr machen kann als "kucken" und dabei noch Schmerz empfindet.

    Und NEIN, ich halte es nicht für Mord. Ich habe auch noch nie gesagt "ich kann nicht mehr, ich will Sterben"....(Aber doch schon "den könnte ich umbringen....") ..:eek: .

    Das unterscheidet nämlich die Menschen voneinander, in ihrer Definition von "ihrem eigenem Leben". Dem Selbstmörder von denen, die Willen und Kraft haben zu Leben.

    Der Knackpunkt für mich ist nicht, jemanden zuzugestehen seinem Leben ein Ende zu bereiten sondern WER ENTSCHEIDET dass es zu Ende gehen darf und sollte.

    Es sollte jeder selber entscheiden dürfen.

    Wir tun uns schwer bei diesem Thema, haben aber keinerlei moralische oder ethische Bedenken, hinzunehmen, dass nach einem "simplen Beratungsgespräch" tausende heranwachsende neue Leben abgetrieben werden. Nur das diese noch nicht einmal selber Entscheiden können und WIR festlegen, wann ein Leben beginnen darf oder ob es "unwert" ist / sein wird.

    Da sollte man wirklich aus meiner Sicht nicht den Willen eines Menschen mißachten und "Gott sielen wollen", in dem man über ihn aus eigener Sicht heraus entscheidet, dass er weiterleben muss.
     
    #12
    donmartin, 22 Februar 2010
  13. User 18889
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    nicht angegeben
    Vielleicht solltest du dich eher mal mit dem Thema Medizin befassen. Die sterbenskranken Menschen, die mir bislang begegnet sind, die sind inzwischen garantiert verstorben und hätten viel drum gegeben, hätte man sie schon früher erlöst.

    Besuch doch mal ein Hospiz. Da siehst du lauter Beispiele für Leute, die sicher nicht mehr gesund werden.

    Welch unqualifizierte Aussagen.
     
    #13
    User 18889, 22 Februar 2010
  14. User 72148
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    vergeben und glücklich
    Wer hier einen so unqualifizierten Beitrag abgibt sollte wohl lieber nicht bei anderen Leuten Worte verdrehen um ihnen zu unterstellen, sie wüssten nicht, was sie heißen, oder? :zwinker:

    Zunächst einmal bitte meinen ganzen Satz lesen.
    Da steht nähmlich "eher so eine Art erweiterter Selbstmord".
    Die Formulierung "erweiterter Selbstmord" wird in der Tat meist in der Form verwendet, wie du sie sofort ausschließlich gesehen hast. Es handelt sich bei diesen zwei Worten aber nicht um einen völlig starren feststehenden Begriff sondern um zwei zusammen gesetzte Worte, die einfach bedeuten, dass der Selbstmord hier weiter ist als gewöhnlich. Und das kann er auf verschiedene Weisen sein :zwinker:
    Wenn du aber schon nur eine einzige Bedeutung darin siehst solltest du meiner Meinung nach zumindest auch darauf hinweisen, dass genau diese Bedeutug sehr umstritten ist, weil sie dem Wortlaut zuwider läuft.
    Was du jetzt aber damit bezwecken wolltest mich hier irgendeiner Unwissenheit zu bezichtigen, die noch nicht einmal etwas zur Sache tut, obwohl du selbst anscheinend nicht gerade "wissender" bist ist mir schleierhaft.
    Dass du dann aber auch noch unterstellst, es gäbe keine unheilbaren Krankheiten und für die daran Erkrankten immer einen Ausweg finde ich ich doch recht anmaßend.
    Da würde ich doch wirklich gerne wissen, wie du reagierst, wenn ein dir sehr nahe stehender Angehöriger plötzlich unheilbar erkrankt oder gar du selbst.
    Diesen Menschen zu unterstellen, sie würden nur so tun ist mehr als respektlos.
     
    #14
    User 72148, 22 Februar 2010
  15. User 10802
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    nicht angegeben
    :kopfschue Hallo?

    Ich kenne echte Ärzte. Ich kenne Menschen die an UNHEILBAREN Krankheiten verstorben sind. Schonmal was von Krebs im Endstadium gehört? Da gibt es keine Rettung mehr. Und ich kann es wirklich verstehen, wenn jemand, der als Perspektive nur noch ein Jahr voller schrecklicher Leiden vor sich hat, in dem er medikamentös zugedröhnt vor sich hinvegetiert bis er elend krepiert, den Wunsch äussert, sterben zu dürfen. In Würde. Versuch Dich mal in diese Person hineinzudenken. Mitzufühlen. Wie würde es Dir gehen? Was würdest Du wollen?

    Den, der ihm dabei hilft, als Mörder hinzustellen ist für mich nicht nachvollziehbar. Klar, es ist immer noch ein Tabuthema und sich damit zu befassen ist nicht schön. Aber wichtig. Manchmal ist es humaner, jemanden gehen zu lassen. Und das hat NICHTS mit unwertem Leben zu tun. Es hat damit zu tun, welche Perspektive noch bleibt. Ich würde eine Sterbehilferegelung ähnlich der der Schweiz in Deutschland wirklich begrüßen.

    Off-Topic:
    ABei der Gelgenheit empfehle ich allen die sich für das Thema interessieren und ihn noch nicht kennen den sehr gelungenen Film [ame="http://www.amazon.de/Das-Meer-mir-Deluxe-DVDs/dp/B0009Y2W58/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=dvd&qid=1266858833&sr=8-2"]"Das Meer in Mir" von Allejandro Amenabar[/ame], der in meinen Augen zum Thema aktive Sterbehilfe eine gute Diskussionsgrundlage bietet.
     
    #15
    User 10802, 22 Februar 2010
  16. CrushedIce
    CrushedIce (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    53
    Single
    vielleicht solltest DU mal mit einem echten arzt reden! du verzapfst hier einen schwachsinn....
    hast du jemals menschen sterben sehen? hast du jemals an der seite von solch unheilbaren menschen gestanden?

    dem mist zufolge, den du hier verzapfst, wohl eher nicht!

    ich habe viele von denen gesehen, ein paar davon kannte ich länger und es war klar, dass sie nicht mehr lange leben würden und so war es auch!

    und jetzt geh wieder spielen!

    zum thema: für mich ist sterbehilfe kein mord. ich wünsche mir schon lange, dass dafür endlich mal gesetzte geschaffen werden, um menschen unnötiges leiden zu ersparen.
     
    #16
    CrushedIce, 22 Februar 2010
  17. many--
    many-- (32)
    Beiträge füllen Bücher
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    1.358
    Verheiratet
    Ich habe mal einen Lungenkrebskranken im Entstadium verrecken sehen. Und ich *meine* verrecken. Man hat diesen Mann nach Hause geschickt mit der Diagnose "Sie werden innerhalb der nächsten 4 Wochen qualvoll ersticken."

    Und da war er nun. Es hat bei ihm 3 Wochen gedauert, die er zwar mit seiner Familie, aber unter furchtbaren Schmerzen und in permanenter Todesangst zugebracht hat, und dann hat er Krämpfe bekommen und mehrere Stunden lang um jeden Atemzug gerungen, bis es endlich vorbei war.

    Wer mir von der "Heiligkeit des Lebens" spricht und Sterbehilfe für Mord hält, der sollte sich solche Szenen einmal anschauen. Das Ende des Lebens kann ein verdammt unschöner Prozess sein, und mir fällt kein einziger guter Grund ein, warum ein Mensch Zeitpunkt und Art seines Abtretens nicht selber bestimmen können sollte.

    Hunde, Pferde, Katzen und Meerschweinchen töten wir, wenn ihr Leiden zu schlimm wird. Ohne sie zu fragen. Menschen kann man fragen, und ich garantiere: die allermeisten Bewohner, oder besser, Insassen von Altenheimen und Hospizen würden dir nicht sagen, dass sie ihr Elend gerne noch ein Weilchen ertragen wollten. Diese Leute würden den schnellen, schmerzfreien Tod wählen, denn ein langsamer, qualvoller steht ihnen ohnehin bevor.

    Scheiß auf diese ganze Moraldiskussion, die das Thema immer wieder hervorruft - da steckt doch wieder nur Religion dahinter. Warum leidende Menschen zwingen, auf den natürlichen Verfall ihres Körpers zu warten? Oder warum sie als Selbstmörder enden lassen, die ihr eigenes Leben unprofessionell und schmerzhaft beendet haben, um einem noch schlimmeren Ende zu entgehen? Welcher grausame Gott kann das wollen?
    .. Na gut, vermutlich derselbe, der den Krebs überhaupt erst auf die Menschheit los gelassen hat. Macht schon Sinn.

    Zu dem Thema sollte man mal Peter Singer und Konsorten lesen. Oder, wie gesagt, einfach mal einem Menschen beim langsamen Sterben zusehen. Dann gibt es keine zwei Meinungen mehr.

    Denn der Nächste, der aus moralischen Gründen gezwungen wird, elend und langsam zu verrecken, könntest du sein.
     
    #17
    many--, 22 Februar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 5
  18. CrushedIce
    CrushedIce (36)
    Verbringt hier viel Zeit
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    53
    Single
    das abschalten der maschinen ist erst dann erlaubt, wenn von zwei unabhängigen ärzten der hirntod, also der biologische tod festgestellt wurde. maschinen werden nicht abgestellt, um das leben zu beenden.
     
    #18
    CrushedIce, 22 Februar 2010
  19. User 38570
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    offene Beziehung
    Ich sehe in solchen Fällen keine Mordmerkmale, von daher kann das auch keiner sein. Über Totschlag könnte man diskutieren.

    Aber letztlich muss das jeder für sich entscheiden, ich bin da für den Grundsatz: "Jeder bringt sich so gut um, wie er kann - Hauptsache er tuts aus freien Stücken".
     
    #19
    User 38570, 22 Februar 2010
  20. Hilfiger
    Verbringt hier viel Zeit
    268
    113
    28
    offene Beziehung
    - Jeder Mensch hat das Recht seinem Leben selbst ein Ende zu setzen.
    - Kein Mensch hat das Recht, das Leben eines anderen willentlich zu beenden.

    Daher kann ich nur eine Lösung unterstützen, bei welcher der eigentliche Auslöser der Selbsttötung von der betroffenen Person selbst vorgenommen wird. Allerdings würde ich in bestimmten Fällen, nach einer präzisen Prüfung die Beihilfe zum Selbstmord straffrei stellen. Wie gesagt - nur mit vollem Einverständnis der betroffenen Person und durch bewusste Auslösung.

    Ich bin aber nicht dafür, dass ein Leben unbedingt mit allen Mitteln verlängert werden muss. Die Ehrfurcht vor dem Leben bedingt für mich auch die Verpflichtung die Würde seines Endes zu schützen.
     
    #20
    Hilfiger, 22 Februar 2010

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