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  • User 167048
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    Verheiratet
    14 September 2017
    #1

    It's complicated

    Liebes Forum,
    Ich bin seit 7 Jahren verheiratet, der Sohn ist mittlerweile 4,5.
    Vor zwei Jahren hatte meine Frau mehrere Suzidversuche, 1 Jahr Klinikaufenthalt und seit dem intensive Therapie. Die Diagnose liegt mittlerweile bei einer schizophrenen Psychose. Sie sieht mich sehr als das Böse, den schlimmen Großvater der die ganze Familie missbraucht hat.
    Wegen meines Kleinen versuche ich es Tag für Tag weiter zu ertragen. Klar ist, dass wir von einer romantischen Beziehung ganz weit weg sind.
    Ich will nicht jammern, erhoffe mir eigentlich von jemandem der in einer ausweglosen Situation eine Erfolgsgeschichte erlebt hat. Gibt es die da draußen?
     
  • User 116134
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    nicht angegeben
    14 September 2017
    #2
    Wieso denn? Und wieso möchte sie noch mit dir zusammenleben, wenn sie das so sieht? Könntest du dir nicht auch Hilfe holen und z. B. mal mit ihren Therapeuten sprechen? Was sagen die denn zum Familienleben? Schizophrene Psychose ist doch eine Diagnose, die das alltägliche Zusammenleben und die Erziehung eines Kindes sehr beeinflusst.
    Meine laienhafte Meinung, ohne deine Details zu kennen: Ich glaube, dass man damit ganz selten etwas Gutes tut, wenn man schon das Wort "ertragen" verwenden muss.
     
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  • User 167048
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    Verheiratet
    14 September 2017
    #3
    Wir arbeiten mit einem Spezialisten für Familientherapie. Sie will ja an der Situation arbeiten, nur entspricht halt die Wahrnehmung immer wieder nicht der Realität. Es kommt dann gerne immer wieder auf, dass ich, oder andere Ihr etwas Böses wollen.

    Es gibt ja auch immer wieder Hoffnungsphasen, wo der Mensch den man kannte wieder aufblitzt, zeitweise...

    Bezüglich des Guten tun, stimme zu es ist weniger als ideal, aber auch der Therapeut weiß wie ich auch, wenn ich sie verlasse, dann kriegst sie a das Kind nicht zu sehen, und b rutscht sie in relativ kurzer Zeit ganz ab.
     
  • User 158340
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    14 September 2017
    #4
    Wahrscheinlich willst du das nicht hören, weil du dir auch darüber Gedanken machst, aber: Ist es denn für dein Kind am besten, wenn es die Mutter so sieht und erlebt? Ich weiß ja nicht, WIE sie versucht hat, sich umzubringen, aber hat das Kind davon was mitgekriegt? (Und sag jetzt nicht, er/sie sei zu klein. Mein Sohn ist 2 und kriegt ALLES mit, was hier im Haus passiert.) Kriegt das Kind jetzt die Aussetzer mit? Ist sie vielleicht sogar eine Gefahr für das Kind, weil sie irgendwann beschließen könnte, das Kind mit sich in den Tod zu nehmen, ehe sie es bei dem "Bösen" Leniens lässt?

    All meine Erfahrung, die ich bislang mit schizophrenen Personen habe (was zugegebenermaßen nur 2 sind), lassen mich überzeugt sein, dass da nur ein stationärer Aufenthalt längerfristig hilft, insbesondere, wenn Medikamente genommen werden müssen und das vernünftig eingestellt werden muss. Und man hilft diesen Personen nicht im Mindesten damit, dass man sie in Watte packt und Mitleid hat und "Armes Hasi" spielt und alles über sich ergehen lässt weil "Sie ist ja krank und meint das nicht so". Ja, deine Frau ist krank. Sie ist an einer Krankheit erkrankt, die sehr häufig tödlich verläuft (wenn da schon mehrere Suizidversuche im Raum stehen....). Und da ist vielleicht der beste Aufenhaltsport für sie ein Krankenhaus, wo man sich um ihre Krankheit kümmern kann.

    Ganz ehrlich, auch wenn es schwer fällt: Für SIE kannst du keine Verantwortung übernehmen. Das muss sie selber leisten, so schwer es auch ist.
    Aber für DEIN KIND, da musst du die Verantwortung übernehmen und tun, was für dein Kind am besten ist. Auch wenn das für dich oder deine frau vielleicht nciht das beste ist. Aber das Kind kann nicht auf sich selbst aufpassen. Das ist deine verantwortung als Vater, da aufzupassen.
     
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  • User 167048
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    Verheiratet
    15 September 2017
    #5
    Danke für die Antwort,

    Ja das ist mir alles sehr bewusst. Mein wichtigstes Ziel ist der Kleine, und die Frau ist so schlimm wie es klingt sekundär.
    Das ist aber auch alles mit dem sehr guten Familientherapeuten abgesprochen. Der Mann hat mehr als 50 Jahre Erfahrung in dem Bereich.

    Ich weiß es ist unwahrscheinlich, ich hatte irgendwie nur auch Bestätigung gehofft, dass es Personen. Gibt die sagen es wird alles gut.
    Alle die Risiken und Probleme sind mir sehr bewusst...
     
  • wild_rose
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    15 September 2017
    #6
  • User 92501
    User 92501 (37)
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    Single
    15 September 2017
    #7
    Hallo Leniens,
    wie alt ist der Mann?

    Ich weiß leider auch, was es bedeutet, wenn man mit einem psychisch erkrankten (aber hier leider nicht diagnostiziert) Elternteil aufwächst und aus meiner heutigen Sicht kann ich nur sagen, dass ich es toll gefunden hätte, wenn ich nicht in seiner Nähe gewesen wäre und meine Mutter den Ar... in der Hose gehabt hätte, zu gehen.
    Das hätte mir sehr viel Aufarbeitungszeit erspart und noch viele Stunden mehr beim Psychotherapeuten.

    Wenn Dein wichtigstes Ziel Dein Kind ist, dann biete ihm ein Heim, wo nicht alles schwarz ist, wo niemand ist, der ständig wegen seiner Psychosen austickt und gemein ist. Biete ihm eine Höhle, wo er in einem gesunden Umfeld aufwachsen kann.

    Für wen ist denn dieser Therapeut zuständig? Für Dich? Deine Frau? Dein Kind?
    Wenn ich das jetzt für mich interpretiere - und da bitte ich Dich, mich zu korrigieren, wenn es falsch ist - kümmert er sich nur um das Wohl Deiner Frau? Nicht um Dein Kind?
    Zu Punkt a: natürlich kann sie das Kind sehen. Nennt man Besuchsrecht. Hier vielleicht mit Aufsicht und wenn Ihr euch ansich versteht, kann man da ja auch sehr großzügige Regelungen treffen und b: es geht hier um Dein Kind...um die Gesundheit Deiner Frau müssen sich Ärzte kümmern, da kannst Du als Laie nichts tun, meiner Meinung nach.
    Vielleicht wäre eine räumliche Trennung einfacher zu vollziehen, als eine komplette Trennung? Zu sagen: Frau, gerade geht es mit uns nicht mehr, weil Deine Krankheit zu sehr im Raum steht und der Kleine und ich können nicht mehr, aber wir sind immer für Dich da. Vielleicht ist dann das Abschmieren nicht ganz so dramatisch.

    VG
     
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  • Miss la Vie
    Ist noch neu hier
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    nicht angegeben
    15 September 2017
    #8
    1. Meine ganz ehrliche Meinung? Du und dein Sohn sollten sich etwas von ihr distanzieren. Ich beziehe da jetzt meine persönlichen Erfahrungen ein, denn meine Mutter leidet seit ich denken kann an Depressionen. Für mich als Kind war es immer sehr schwer, mit ihren wechselnden Launen umzugehen und diese zu verstehen. Zudem hat ihr Verhalten und die instabilen Verhältnisse zuhause, über die Jahre einige Spuren hinterlassen, mit denen ich und auch meine Schwester heute noch zu kämpfen haben. Aus meiner Sicht als Sozialpädagogin stellt es ebenfalls kein schönes Umfeld für euren Kleinen da. Deine Frau bietet im Moment keine sichere Basis, die Rückhalt gibt und eure schwierige Beziehung wird er sicherlich auch mitbekommen. So wie du es erzählst, scheint die ganze Situation generell sehr schwierig und wird es wahrscheinlich auch erstmal bleiben
     
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  • User 167048
    Ist noch neu hier Themenstarter
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    Verheiratet
    16 September 2017
    #9
    Danke für eure Antworten.
    Der Therapeut ist super, ist 80 Jahre alt und für Sie zuständig, areneiet aber mit uns allen.
    Mein erster Fokus ist das Kind, der zweite meine Frau, und ich stell mich hinten an. Wahrscheinlich, da geb ich euch recht muss ich bald mich an stelle 2 rücken, und sie wird dem Therapeuten überlassen, aber es ist. Ich einfach. Vielleicht auch daher der Titel: it's complicated...
     
  • User 92501
    User 92501 (37)
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    Single
    17 September 2017
    #10
    Es hat auch niemand behauptet, dass es einfach ist. In Deiner Situation möchte sicherlich niemand stecken, weil Du Entscheidungen treffen musst, die Dich und Dein Kind betreffen und eben auch Deine Frau.
    Suche Dir bitte für Dich auch einen Therapeuten, der den Fokus nur auf Dich hat und Dich stärkt.
    Denn Du musst nun stark sein für Dich und Dein Kind. Die Profis sollen sich um Deine Frau kümmern.
     

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