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  • Cornflakes
    Gast
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    3 Mai 2009
    #1

    "Jedem das Seine"

    Hallo :smile:

    Aus einer Diskussion aus einem anderen Forum wollte ich die Frage hier auch mal stellen:

    Sagt ihr hin und wieder "Jedem das Seine" oder benutzt ihr diesen "Satz" nicht mehr, weil er negativ behaftet ist?

    Wenn ja, wurdet ihr schonmal darauf aufmerksam gemacht? Wie habt ihr reagiert? Verwendet ihr ihn seitdem nicht mehr?

    Hier noch ein Link von wikipedia (ist zwar nicht die beste Quelle, aber gut):
    http://de.wikipedia.org/wiki/Jedem_das_Seine

    Schönen Sonntag noch

    Cornflakes :smile:
     
  • MsThreepwood
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    3 Mai 2009
    #2
    Ich benutze den Satz ohne jeglichen Hintergedanken und ich wurde auch noch nie darauf aufmerksam gemacht, dass der Satz unpassend sei.

    Ehrlich gesagt ist es in meinen Augen übertrieben, sämtliche Wörter und Redewendungen, die irgendwann einmal missbraucht wurden, aus dem Sprachgebrauch zu verbannen.
     
  • xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    3 Mai 2009
    #3
    Seltsam, mir war scheinbar gar nicht bewusst, wie negativ konnutiert der Ausspruch ist.
    Dennoch verwende ich ihn nicht, ich sage lieber "Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort." (Ich bin Agnostikerin).
     
  • Schmusekatze05
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    3 Mai 2009
    #4
    Ich sehe das wie EnfantDuSang.

    Ich benutze die Redewendung sehr oft, habe bisher gar nicht gewusst, dass da irgendwas Schlimmes bei sein soll und werde sie auch weiterhin benutzen. Ich find, dass man es auch echt übertreiben kann!

    Das würde ich aber in einem ganzen anderen Zusammenhang benutzen, als "Jedem das Seine".
     
  • Cornflakes
    Gast
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    3 Mai 2009
    #5
    Bis vor ein paar Wochen wusste ich selber nicht, dass dieser Satz so "missbraucht" wurde. Ich selber benutze den Satz auch hin und wieder im Alltag und wurde nie darauf angesprochen und finde die es auch übertrieben, alle Sprachwendungen zu verbannen, die so eine Geschichte haben. Ich stimme den bisherigen also zu.

    Ich fand es aber einfach mal interessant zu hören, ob andere das kennen und wie sie damit umgehen etc.
     
  • Kronos
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    3 Mai 2009
    #6
    Also wenn mir diese Aussage - auf den jeweiligen Moment bezogen - "passend" erschien, habe ich sie genutzt.
    Und wegen dieser "Diskussion" aufgrund des historischen Hintergrundes, das ganze wird mittlerweile leicht...naja,
    ich gehe mal nicht näher darauf ein.
     
  • Prof_Tom
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    3 Mai 2009
    #7
    Ich benutze den Satz schon ewig aus dem genannten Gründen nicht ..
     
  • Nevery
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    3 Mai 2009
    #8
    ich hab mir den gegengrund jetzt garnicht durchgelesen, ist nämlich eine meiner lieblingsredewendungen, die ich mir nicht versauen lassen will.
    allerdings nutze ich sie auch eher im positiven sinne, bzw, um meine akzeptanz auszudrücken. so nach dem motto "ich verstehs nicht - aber jedem das seine".
     
  • MrShelby
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    3 Mai 2009
    #9
    Da der Satz eine Geschichte hat, die bis weit vor die Zeit des 3. Reiches zurückgeht, finde ich ihn grundsätzlich in seiner Aussage unproblematisch.

    Das der Satz später in einem menschenverachtenden Zusammenhang benutzt wurde, stimmt. Aber was folgt daraus?

    Letztlich sind es doch 2 Gruppen, die sich darüber aufregen, dass sich Menschen "erdreisten", diesen Satz zu benutzen. Einerseits Linke "Skandalierer" (gerne auch aus der Antifa), und andererseits der Zentralrat der Juden. Anders Gesagt: Die Masse der Bevölkerung benutzt den Satz einfach nur im Sinne von "Jeder bekommt privat/beruflich/usw. was er verdient" oder "Jeder, wie er will", und denkt sich nix dabei. Denen wird dann vorgeworfen "historisch unsensibel" zu sein, und spätestens wenn dann Begriffe wie Judenvernichtung ins Spiel gebracht werden, startet die ewige Debatte um die "Deutsche Verantwortung". In diesem Fall läuft es für mich aber schon auf eine fragwürdige Selbstzensur hinaus, wenn vorschnell gedacht wird "Oh...Holocaust...dann sag ich ab jetzt lieber was anderes, um auf der sicheren Seite zu sein". Sehr problematisch ist es insbesondere dann, wenn ein Klima entsteht, das sowas aussagt wie: Wer den Satz sagt, macht mit. Jedem nun eine insgeheime Sympathie für das 3. Reich zu unterstellen, wie es (extrem) linke Gruppen schnell tun, ist wirklich lächerlich.

    Um es anders zu sagen: Wer was ändern will, soll den Mund aufmachen, wenn der ausländische Arbeitskollege angepöbelt wird, und sich nicht insgeheim ach so oft auf die Schulter klopfen, weil man sich selber einen Satz verbietet.
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
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    3 Mai 2009
    #10
    Wenn überhaupt, dann benutze ich den Satz "Jedem das Seine" auch so. Im Sinn von Toleranz.

    Darüber hinaus verwende ich den Satz nicht. Am Satz als NORM ist für mich etwas Problematisches. Er geht von Unterschieden zwischen Menschen aus, die es so gar nicht gibt. Wenn ich sage "jedem das Seine" mache ich mich zur Instanz die von hoch oben entscheidet, was für wen gut ist und was nicht, wer was beanspruchen darf und wer etwas nicht braucht.
     
  • User 44981
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    3 Mai 2009
    #11
    Auch wenn ein schlauer Spruch mal von irgendjemandem (wobei irgendejmand durchaus auch ein menschenverchtendes Regime, o.Ä. sein kann) für "böse" Zwecke misbraucht wurde, bleibt er immer noch ein schlauer Spruch.

    Von daher werde ich diesen Spruch auch weiterhin ohne irgendwelche Bedenken verwenden.
     
  • Schmusekatze05
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    3 Mai 2009
    #12
    Ja, genauso nutze ich das auch. Man könnte auch sagen: Mach was du willst, solange du damit glücklich bist. Aber das ist so lang :zwinker:
     
  • Ginny
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    3 Mai 2009
    #13
    Ich benutze ihn hin und wieder. Ich würds nicht machen, wenns eine Erfindung der Nazis wäre, aber ich finde, das Sprichwort sollte nicht darunter leiden, dass es missbraucht wurde.
     
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    3 Mai 2009
    #14
    Ja, so benutze ich das auch.
     
  • ArsAmandi
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    3 Mai 2009
    #15
    Ich benutze den Satz nicht, 1. weil ich ihn einfach inhaltlich dumm, besserwisserisch und arrogant finde und 2. weil ich mich äußerst intensiv mit der Geschichte auseinander gesetzt habe und seit Jahren weiß, wozu er damals benutzt wurde.
     
  • ILTS
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    3 Mai 2009
    #16
    Ich benutze diese Phrase, bin jedoch noch nie auf seine historische Bedeutung aufmerksam gemacht worden, auch wenn ich von dieser mal gelesen habe.
    Aber wenn man alles in der deutschen Sprache, was im dritten Reich beutzt wurde, verbannen würde...wieso dann nicht gleich eine ganz neue Sprache?
     
  • Scheich Assis
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    3 Mai 2009
    #17
    Achja, die Autobahn-Diskussion...mal gleich das Naz-o-Meter anwerfen :zwinker:
     
  • Jolle
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    3 Mai 2009
    #18
    Ich hab noch nie drüber nachgedacht, dass an diesem Satz IRGENDwas schlimm oder negativ sein könnte. Ist mir auch recht egal, ich werd das weiterhin sagen wenns passt. Soweit kommts noch, dass ich mir den "verbieten" lasse oder so :ratlos:
     
  • happy&sad
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    3 Mai 2009
    #19
    Ich benutze den Ausdruck durchaus wenn er passt. Dass er mal aus negativen Gründen benutzt wurde tut dem keinen Abbruch, denn für mich zählt das, was er heute bedeutet.
     

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