Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Job frustriert mich

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von GreenTea, 23 April 2009.

  1. GreenTea
    GreenTea (31)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    97
    31
    0
    nicht angegeben
    Hallo Leute!

    Ich habe momentan 3 Jobs um mein Studium zu finanzieren.
    Kräftemäßig komme ich gerade so über die Runden - an manchen Tagen geht es mir wirklich schlecht, da ich (abgesehen davon, dass die viele Arbeit an sich schon recht anstrengend ist) an einer chronischen Lebererkrankung leide (Primär sklerosierende Cholangitis) und die Medikamente, die ich nehme, scheinbar noch nicht ausreichend gut wirken (habe erst vor zwei Wochen damit angefangen).
    Einer meiner Jobs ist in einer Anwaltskanzlei.
    In der letzten Woche riefen die mich an und fragten, ob ich an meinem freien Tag aushelfen könne, weil die Sekretärin und andere Aushilfen alle krank seien und es wirklich wichtig sei.
    Natürlich habe ich ausgeholfen - obwohl ich etwas Angst hatte, da ich mit dieser Tätigkeit bisher gar nicht vertraut war. Als ich ankam, dachte ich, dass die Anwälte froh seien, dass ich aushelfen konnte - aber stattdessen wurde ich behandelt wie eine Aussätzige - der Anwalt brüllte mich die ganze Zeit an, scheuchte mich in der Gegend herum in einer Art und Weise, die ich so bisher nicht kannte. Ich fand das wirklich unter aller Sau, habe aber nichts gesagt, weil ich so schockiert war.
    Ja, ich gebe zu, ich bin sehr senisbel, nehme mir Dinge schnell zu Herzen, aber andererseits habe ich schon viele Jobs gemacht und wurde bislang eigentlich nur mies behandelt, wenn ich mich irgendwie blöd angestellt hatte o.ä.
    Auf jeden Fall hat mich dieser Tag in der Kanzlei so sehr mitgenomen, dass ich danach zwei Tage fast durchgehend im Bett lag. Mein Arzt hat mir eingeschärft, ich solle mich mit meiner lebergeschichte auf keinen Fall aufregen, aber das ist leichter gesagt als getan. Ich würde da am liebsten aufhören und mir etwas neues suchen.

    Ist es eientlich normal, dass Vorgesetzte ihren Frust grundsätzlich an "Untergebenen" auslassen oder kann es auch andere Arbeitsverhältnisse geben?
    Ich würde gerne einen Job machen, der mich psychisch und körperlich nicht so sehr mitnimmt. Ich kann schnell arbeiten und mich anstrengen, aber ich kann nicht die ganze zeit herumrennen und dabei Unfreundlichkeit ertragen.
    Dafür bin ich im Moment viel zu kaputt...:geknickt:

    Könnt ihr mir sagen, wie ihr darüber denkt?
    Habt ihr villeicht eine Idee, wie ich meine Situation ändern könnte?

    LG, Tea
     
    #1
    GreenTea, 23 April 2009
  2. User 77547
    Beiträge füllen Bücher
    2.288
    248
    1.642
    Verheiratet
    Ich würde an Deiner Stelle den Job in der Kanzlei kündigen, wenn er mich emotional dermaßen belasten würde. Man muss sich nicht wie der letzte Dreck behandeln lassen.

    Kommst Du vielleicht auch mit den zwei anderen Jobs allein über die Runden?

    Über Deine Krankheit weiß ich leider nichts, aber wenn der Arzt sagt, dass man sich etwas schonen sollte, dann würde ich das schon ernst nehmen.
     
    #2
    User 77547, 23 April 2009
  3. Stonic
    Stonic (41)
    Grillkünstler
    7.532
    298
    1.764
    Verheiratet
    Je nachdem wie groß die kanzlei und wieviele Anwälte dort arbeiten ist ein recht rauer Umgangston absolut normal wie ich feststellen durfte. Das du angeraunzt wurdest liegt nicht daranwie du deine Arbeit machst sondern vielmehr an dem Pech das gerade kein anderer da ist wenn der Anwaltz sichmal wieder über irgendwas oder irgendwen geaergert hat. Und das wir uns jeden Tag über etwas aergern läßt sich in dem Job nciht vermeiden.
    Auch mir passiert es hin und wieder das ich laut werde oder meine Angestellte ein wenig anpfeife aber ich bemerke das wenigstens noch was bei meinen Kollegen nicht mehr der Fall ist.
     
    #3
    Stonic, 23 April 2009
  4. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
    9.405
    248
    657
    nicht angegeben
    Deine Geschichte ist mir vertraut, deshalb will ich mal was von mir erzählen.
    Ich hab auch ne geschägigte Leber, und das wohl den Rest meines Lebens. Ich hab dadurch eine stark gestörte Stoffwechselfunktion, die mit permanenter Dauermüdigkeit und Abgeschlagenheit einhergeht.
    Es ist also für mich schon schwierig, das gleiche Pensum an Leistung zu bringen wie das eines gesunden Menschen. Wenn man dann aber noch fertiggemacht wird, nimmt das einen viel mehr mit, weil man nicht mehr genügend Kraft hat, sich noch dagegen zu wehren.

    Erstmal: Du hast es nicht verdient, angeschnauzt zu werden, vor allem nicht, wenn Du noch Deinen freien Tag opferst. Der Vorgesetzte soll hinter dem Angestellten stehen und nicht gegen ihn. Auch wenn der Anwalt schlecht gelaunt war, sollte er sich dennoch soweit zusammennehmen, dass er Dir gegenüber freundlich bleibt.
    Niemand soll seinen Frust an andere Personen auslassen, die nix dafür können!

    Mein Rat: Lass Dir vom Arzt ein schriftliches Attest geben, welches Du Deinem Vorgesetzten zeigst. Zumindest sieht er ja dann, dass Du gesundheitlich angeschlagen bist und deswegen behutsamer mit Dir umgegangen werden sollte.
    Ich hatte das nach meinem Nervenzusammenbruch vor 3 Jahren auch so gemacht, und seitdem ist Ruhe. Trotzdem denk ich über eine Versetzung nach, da meine Krankheit sich im Laufe der Jahre verschärft bemerkbar macht und ich gewisse anstrengende Arbeiten bald nicht mehr machen kann, da ich ja auch nicht jünger werde, denn jedes Jahr nehmen meine Gebrechen zu.

    Falls es nicht besser wird, und die Atmosphäre dort Dich emotional zu sehr mitnimmt, solltest Du über eine Kündigung nachdenken.

    Bei weiteren Fragen PN

    Ansonsten alles Gute:smile:
     
    #4
    User 48403, 23 April 2009
  5. User 36025
    Verbringt hier viel Zeit
    390
    103
    13
    nicht angegeben
    hey greentea,

    ich würde dir wieder das gleiche wie in deinem anderen thread raten: schau dich an deiner uni um, ob nicht studentische hilfskräfte gesucht werden. von freuden habe ich bisher mitbekommen, dass die arbeit, die dort erledigt werden muss echt nicht anstrengend ist.
    außerdem würde so ein job dich auch mehr ins studium reinbringen.

    dass dein arbeitgeber so rumschnauzt, ist natürlich nicht okay. lass dich nicht unterbuttern. du willst bei ihm nicht die nächsten 10jahre arbeiten, musst dir also nicht alles gefallen lassen.
    ich kenne den job nicht, weiß nicht, was daran körperlich/ seelisch sehr anstrengend ist.

    vielleicht findest du einfachere aushilfstätigkeiten? höre dich mal in deinem bekanntenkreis um. über vitamin b (und bei menschen, die deine krankheitsgeschichte kennen) ist es vielleicht einfacher für dich, den passenden nebenjob zu bekommen.
     
    #5
    User 36025, 23 April 2009
  6. GreenTea
    GreenTea (31)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    97
    31
    0
    nicht angegeben
    Hallo Leute!

    Zunächst einmal: vielen Dank für eure Antworten!

    Ja, am liebsten würde ich den Job tatsächlich kündigen. Nur müsste ich mich dann auch um einen neuen Job kümmern, denn ich komme mit zwei Jobs nicht über die Runden.
    Ich war eigentlich froh, den Job in der Kanzlei gefunden zu haben (er wurde mir übrigens über die Uni vermittelt), denn ich hatte einen regelrechten Job-Marathon hinter mir.
    Ich weiß nicht, ob es klug wäre, da jetzt zu kündigen - ich meine in der jetzigen Situation. Mir geht es körperlich und seelisch wirklich absolut mies - ich würde mir am liebsten die Pulsadern aufschneiden. Ich bin zudem für den nächsten Monat so mit lernen eingespannt, dass ich es mir nicht leisten kann, schon wieder einen neuen Job zu suchen und schon wieder die Ungewissheit zu ertragen, wie ich meine nächste Miete zahlen soll.
    Deswegen zögere ich gerade ein wenig mit dem kündigen, ehrlichgesagt...
    Vielleicht warte ich einfach den nächsten Wutausbruch des chefs ab und frage ihn dann, ob er sich evtl. im Ton mäßigen könnte.
    Ich denke, dass diese sogenannten Führungspersönlichkeiten mit den Jahren vollkommen den Horizont verloren haben - sie haben kein Bewusstsein mehr dafür, was sie eigentlich tun, wenn sie ihre Laune an Mitarbeitern auslassen. Sicher hat meinem Chef noch nie jemand gesagt, dass sein Umgangston nicht angebracht ist.
    Auf jeden Fall werde ich mir das nicht mehr gefallen lassen - er kann ja beim nächsten Mal, wenn ich mich so anmacht, selbst entscheiden, ob ich gehen soll oder ob es ihm gelingt, sich im Ton zu mäßigen. So werde ich ihm das sagen.
    Gott sei Dank scheinen ja nicht alle Juristen so zu sein! @stonic - das ist beruhigend!

    @Radl_django - die Idee mit dem Attest ist gar nicht schlecht - aber irgendwie komme ich mir dann wie eine Bettlerin vor. Ich weiß nicht, dann habe ich doch alle anderen Mitarbeiterinnen gegen mich. :kopfschue


    Ich kann im Übrigen auch niht so recht nachvollziehen, wieso man sich als Anwalt mehr herumärgern muss als andere Berufsgruppen. Haben Ärzte, Lehrer und Krankenschwestern keinen Grund, ihre Wut an anderen auszulassen?
    Was ist bitte so extrem schlimm daran, Anwalt zu sein? Belastung hin oder her - wenn ihm das zu viel ist, soll er doch seinen Posten als Anwalt einfach aufgeben und eine Umschulung zum Gärtner machen....:mad:
     
    #6
    GreenTea, 24 April 2009
  7. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
    9.405
    248
    657
    nicht angegeben
    Ich hab das inzwischen auch festgestellt. Überhaupt scheint das ein sehr weit verbreitetes Phänomen zu sein, denn in meinem Leben ist bisher nur ein Chef untergekommen, der seine Mitarbeiter mit dem Minimum an Respekt und Freundlichkeit behandelt.

    Das nächste Mal solltest Du ihm also unbedingt Kontra geben. Ich hab selbst festgestellt, wenn man sich wehrt, passen die Leute auch auf, jem nicht so leicht verbal anzugreifen. Bei mir ist es mittlerweile viel besser geworden, seit ich mich wehre und auch keine Angst habe, mich beim Betriebsrat zu beschweren. Wenn mir einer dumm kommt, gibt's auch sofort was zurück!

    Es geht hier um Deine Gesundheit! Es bringt nichts, dass Du alles in Dich hineinfrisst und irgendwann mit einem Nervenzusammenbruch im Krankenlaus landest, wie es bei mir der Fall war. Mit Bettelei hat das also gar nichts zu tun.

    Das ist wo ich auch immer sage: Die Leute haben den Beruf verfehlt.

    Und last not Least: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Daran sollten sich auch die Arbeitgeber halten.
     
    #7
    User 48403, 24 April 2009
  8. User 4590
    User 4590 (33)
    Planet-Liebe ist Startseite
    8.102
    598
    9.730
    nicht angegeben
    Hast du denn gar keine Möglichkeit, finanzielle Unterstützung zu bekommen, z.B. Bafög? Was ist mit deinen Eltern?

    Ehrlich gesagt glaube ich, dass du unabhängig von deinen aktuellen Problemen in dieser Kanzlei grundsätzlich eine andere Lösung finden musst. 3 Jobs und dazu ein Studium ist ja für einen normalen Menschen schon eine ziemliche Belastung, aber du bist ja zusätzlich auch noch durch deine Erkrankung beeinträchtigt, kannst also eigentlich nicht soviel leisten bzw. dürftest dich nicht einem solchen Stress aussetzen.
     
    #8
    User 4590, 24 April 2009
  9. User 48403
    User 48403 (47)
    SenfdazuGeber
    9.405
    248
    657
    nicht angegeben
    Das denk ich auch. Auf lange Sicht schadest Du Dir damit nur noch mehr Deiner Gesundheit.

    Was verdienst Du bzw. musst Du ausgeben, um über die Runden zu kommen?
    3 Jobs + Studium sind ja schon für einen gesunden Menschen eine sehr grosse Belastung.
     
    #9
    User 48403, 24 April 2009
  10. *Fleur*
    *Fleur* (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    294
    103
    9
    vergeben und glücklich
    Andere Frage: Wie sieht es mit deinen Lebenshaltungskosten aus?
    Für was brauchst du wie viel?
    Wie viel verdienst du pro Job circa? Gibt es ev. (staatliche) Unterstützung?
     
    #10
    *Fleur*, 24 April 2009
  11. GreenTea
    GreenTea (31)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    97
    31
    0
    nicht angegeben
    Also ich verdiene mit den 3 Jobs insgesamt zwischen 600-700 Euro, welche ich auch zum Leben benötige.

    Miete: 270 Euro
    Nebenkosten: 40
    Telefon/Internet: 25
    Handy: zwischen 15 und 20
    Essen/Trinken/Hygieneartikel/Nahrungsergänzung etc. : 200
    Bausparvertrag: 50
    (dazu kommt noch semesterbeitrag und evtl. mal Theater oder Kino, Bücher, Büromaterial, mal ein Kleidungsstück)

    staatl. Untertsützung bekomme ich keine, meine Eltern können mir ebenfalls nichts mehr zahlen...
     
    #11
    GreenTea, 24 April 2009
  12. Starla
    Gast
    0
    Ich finde, Du solltest Dir dringend einen (!) Job suchen, durch den Du die Gesamtsumme aufbringen kannst. Gerade im Verkauf o.ä werden doch oftmals Teilzeitstellen angeboten...
     
    #12
    Starla, 24 April 2009
  13. GreenTea
    GreenTea (31)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    97
    31
    0
    nicht angegeben
    hallo Starla!

    Welche Vorteile hätte das?
     
    #13
    GreenTea, 24 April 2009
  14. mufasa
    mufasa (31)
    Verbringt hier viel Zeit
    115
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Kann nur von mir sprechen: Habe 2 Jahre lang neben meiner Vollzeit-Ausbildung (schulisch) noch in einer Bäckerei und einer Firma gearbeitet, die Autogasanlagen herstellen. Also Ausb. + 2 Jobs. Inzwischen mache ich "nur" noch einen Job nachmittags nebenher (Honorarkraft an einer Förderschule für Lernbehinderte), bei dem ich fast genauso viel verdiene wie bei beiden Jobs vorher und trotzdem weniger Stunden machen muss.

    Ich finde es total erleichernd, nicht mehr zwischen 3 grundverschiedenen Dingen hin- und herdenken zu müssen. Von der Schule auf die Bäckerei umstellen, dann gedanklich wieder bei Autogasanlagen sein... zerrt auf Dauer an der Konzentration und zum Schluss habe ich auch gemerkt, dass ich nicht mehr so aufmerksam sein konnte, egal in welchem Bereich.

    Könnte dir vielleicht auch helfen?
     
    #14
    mufasa, 24 April 2009
  15. Drachengirlie
    Verbringt hier viel Zeit
    707
    113
    35
    vergeben und glücklich
    1. Du hast mehr Zeit für dich!
    2. Du musst nicht drei Jobs auf einmal machen! :eek:

    Ich bin mir relativ sicher, dass du einen Job irgendwo findest, wo du mindestens 400€ verdienst. Vllt gibt es sogar einen, wo du mehr verdienst... Aber eigentlich müsstest du doch noch Kindergeld kriegen, oder nicht? Weil 400 + Kindergeld ist dann doch schon fast die benötigten 600€? :hmm:
     
    #15
    Drachengirlie, 24 April 2009

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Job frustriert mich
Polly
Kummerkasten Forum
4 Oktober 2016
7 Antworten
cinderella20
Kummerkasten Forum
7 September 2016
18 Antworten
swn lumpi
Kummerkasten Forum
1 Mai 2016
17 Antworten