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  • AncientMelody
    0
    16 September 2006
    #1

    Könntet ihr mit einer Person zusammen sein, die psychisch krank ist?

    Die Frage steht mal wieder im Titel...
    Hier im Forum habe ich schon oft gelesen, dass sich einige Leute keine Beziehung mit einer Person vorstellen könnten, die depressiv ist, was ich durchaus nachvollziehen kann...
    In meiner letzten Beziehung meinte mein nun Exfreund zu mir, dass das alles kein Problem für ihn sein würde und das er Verständnis für meine Situation und mein Handeln hätte... Leider glaube ich das ihm Nachhinein nicht mehr. Er wusste, wie "psychisch labil" ich bin und dann hat er von heute auf morgen die Beziehung beendet und mich "im Stich gelassen"... Mir ist schon bewusst, dass es vielleicht auch gar nicht anders ging. Das hat mich alles ganz schön in ein tiefes Loch gerissen...
    Zu meiner Situation: Ich bin seit 6,5 Jahren in psychologischer Behandlung, habe zwei Klinikaufenthalte hinter mir... meine Diagnose: Anpassungsstörung und schwere depressive Episode...
    Was meint ihr? Könntet ihr mit einer Person zusammen sein, die psychisch krank ist?
     
  • Decadence
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    16 September 2006
    #2
    Also ich könnte es nicht..ich war mal mit jemandem zusammen, der zwa in dem sinne nicht psychisch krank war aber auch oft depressiv war, dann getrunken hat wenns ihm scheisse ging und alles helfen und unterstützennichts genutzt hat,. ständig war das leben scheisse und man müste sich am besten umbringen. das hab ich 2 monate mitgemacht und dann schluss gemacht weils mich depressiv gemacht haut und cih nur die mama fr ihn war, das will ich nicht und mach ich auch nicht mehr. es klingt zwar hart aber das könnte ich mir nicht vorstellen.:kopfschue
     
  • AncientMelody
    0
    16 September 2006
    #3
    Ich glaube, ich könnte es selber auch nicht... auch wenn ich ja selber weiß, was das bedeutet.....oder vielleicht gerade deshalb...
     
  • Decadence
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    16 September 2006
    #4
    ja eigentlich ist ja immer die frage warum man psychisch krank oder warum man depressiv ist. die ursache zu finden hilft meist ja beim bewältigen des problems.
     
  • AncientMelody
    0
    16 September 2006
    #5
    Wenn ich da mal meine Psychologin während des letzten Klinikaufenthaltes zitieren dürfte: "Vermutlich zu viele negative Erlebnisse und zu wenige schöne Erlebnisse in der Vergangenheit, Enttäuschungen und die genetische Veranlagung dazu spielt auch eine kleine Rolle."
     
  • Immortality
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    Single
    16 September 2006
    #6
    Ja, ich denke schon. Ist mir zumindest lieber , als ne oberflächliche Person. Dass das leicht wäre, sage ich ja gar nicht, aber wenn ich denjenigen lieben würde, dann natürlich.
     
  • User 37284
    User 37284 (33)
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    vergeben und glücklich
    16 September 2006
    #7
    ja, ich könnte es! es käme aber auch sehr darauf an, welche psychische Störung das wäre! Bei Depressionen kenne ich mich nicht aus, wenn es denn so wäre, dass er nur noch daheim rumsitzen würde, niemand an ihn rankäme etc., dann wohl eher nicht.

    Ansonsten könnte ich mir das schon vorstellen und würde ihn auch unterstützen! Immerhin kann man für sowas nichts.
     
  • AncientMelody
    0
    16 September 2006
    #8
    Na ja, mir geht es schon manchmal so, dass mir gar nichts mehr Spaß macht und dass man mich nur sehr schwer zu irgendwas motivieren kann...
     
  • Jolle
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    16 September 2006
    #9
    Kommt immer drauf an was es für psychische Erkrankungen sind. Bei schwierigen Sachen wie Depressionen, schwerer Verlustangst bzw. allgemeinen Angstzuständen, nein, das würde ich nicht machen. Ich kenn mich mit solchen Dingen aus, ich hatte selbst schon meine Probleme und ne Freundin von mir steckt da ganz tief drin sodass ich sagen kann, dass ich sowas auf Dauer nicht mitmachen würde. Natürlich kann die Person nichts dafür und wenn ich schon mit ihr zusammen wäre und dann solche Sachen auftreten würden, dann würde ich nicht Schluss machen, sondern versuchen zu helfen und zu unterstützen wos geht. Aber ne Beziehung mit so einem Menschen einzugehen halte ich für zu schwierig und belastend.
     
  • CCFly
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    16 September 2006
    #10
    ich leide selbst unter psychischen störungen, die mal mehr oder weniger schlimm sind, aber er hält trotzdem zu mir und hilft mir, wo er kann. und er ist für mich da, wenn ich ihn brauche, außer, wenn er mal körperlich nicht anwesend ist, aber dann versucht er es zumindest per telefon.
     
  • Tinkerbellw
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    16 September 2006
    #11
    Könnte ich nicht meine Eltern hatten beide depressive phasen meine Mutter eine sehr lange und schwere, die sehr schlimm war. Ich könnte mit so einer Person nicht zusammen sein, ich weiß zwar das sie krank ist, aber diese ständige Schwäche und Labilität möchte ich mir nicht freiwillig in meine Nähe holen!
    da ahben mich die erfahrungen aus der Vergangenheit so geprägt, das ich sofort starke Abneigungen entwickle!
     
  • keenacat
    keenacat (31)
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    vergeben und glücklich
    16 September 2006
    #12
    ich glaube es hätte zu starke auswirkungen auf meine eigene psyche, ich würd mich damit nur selbst kaputt machen, ich könnte es nicht!

    außerdem bin cih viel zu lebensfroh und unternehmungslustig, spontan, kontaktfreudig als dass ich überhaupt in betracht zeihen würde einen solchen menschen als partner auszuwählen!
     
  • xoxo
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    16 September 2006
    #13
    Kommt auf die psychische Krankheit an und wie sie den Alltag erschwert, falls ueberhaupt.
     
  • Ginny
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    vergeben und glücklich
    16 September 2006
    #14
    Ja, aber es wäre schwer und eine ganz schöne Belastung ... hatte so was Ähnliches schonmal und musste mit Selbstmordankündigungen und manisch-depressiven Phasen und dergleichen umgehen. Ich möchte so etwas eigentlich nicht mehr erleben, aber wenn ich die Person liebe, würde ich mein Bestes versuchen, damit umzugehen.
     
  • Riot
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    16 September 2006
    #15
    Ich war fast 2 Jahre mit jemand zusammen, der psychisch labil/krank ist. War für mich nicht immer leicht, aber auch kein allzu großes Problem, da ich in Beziehungen eigentlich immer diejenige bin, die den "stärkeren" Part übernehmen muss.

    Letztendlich ist es aber gescheitert und ich weiß nicht, ob ich es nochmal (bewusst!) so machen würde.
     
  • Blume19
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    16 September 2006
    #16
    irgendwie hat doch jeder seine macken, ich würd das beste aus seinem leben machen!
     
  • Olga
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    vergeben und glücklich
    16 September 2006
    #17
    Nein, ich glaube nicht, dass ich das könnte; und ich finde auch, dass man das erst beurteilen kann, wenn man mal Menschen mit psychischer Krankheit länger erlebt hat. Nur dann kann man abschätzen, ob man wirklich damit umgehen kann.
    In meinem engeren Familienkreis gibt es mehrere Personen, die schon jahrelang psychische Krankheiten haben und ich finde es auf Dauer sehr anstrengend, wenn man täglich damit zu tun hat. Das könnte ich nicht.

    Außerdem möchte ich mit meinem Partner unser Leben planen, mich auf die Zukunft freuen, den Alltag genießen; und meiner Erfahrung nach werden derartige Dinge durch psychische Krankheiten häufig verhindert.
     
  • Maxx
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    16 September 2006
    #18
    Da psychische Erkrankungen in verschiedenen Kombinationen, Formen und Abstufungen auftreten können und jeden betroffenen Menschen individuell kennzeichnen, kann man natürlich nicht verallgemeinern, aber ich glaube dennoch, dass die breite Masse nicht kompetent genug ist, um die Materie ausreichend zu verstehen. Deshalb wäre es bestimmt für viele Personen sehr schwierig einen psychisch kranken Partner, je nach Schwere und Krankheitsbild, zu ertragen, bzw. diesen ausreichend zu verstehen und zu unterstützen.

    Je nach Art der Erkrankung werden Symptome und Verhaltensweisen leider oft fehlinterpretiert und folgedessen haben Nicht-Betroffene ein völlig falsches Bild vom seelischen Zustand des Betroffenen und können nicht verstehen, dass dessen Leben anderen Regeln unterworfen ist. Häufig verschlimmern die Reaktionen aussenstehender Personen die Lage des Betroffenen nur, statt diesem zu helfen.

    Ebensowenig wie man einem Blinden die Farbe blau erklären kann, ist es für eine seelisch gesunde Person möglich, sich in die Sicht- und Denkweise eines psychisch kranken Menschen hineinzuversetzen.

    Auch wenn viele Laien sich anmassen die Lage eines psychisch Kranken beurteilen zu können, ist es leider so, dass selbst Psychologen und Psychiater bei vielen ihrer Patienten versagen und vorschnell verurteilen, weil das Ausmass der Problematik nicht einsehbar und das Problem als solches nicht greifbar ist.

    Da ich selbst in die Kategorie der Psychos gehöre, könnte ich zumindest aus eigener Erfahrung viel über das kontraproduktive Verhalten der Gesellschaft allgemein bzw. psychologisch geschulten Menschen gegenüber meiner Person erzählen.

    Auch aus diesem Grund pflege ich nun seit 5 Jahren! keinerlei Kontakte mehr zu anderen Menschen. Deshalb käme eine Beziehung für mich auch gar nicht erst in Frage. (um das Thema mal von der anderen Seite aus zu beantworten)

    Da man aber immer wieder hört, dass auch sozial schwer gestörte Menschen nicht selten in festen Partnerschaften leben bzw. gelebt haben, kann man auch in dieser Hinsicht nicht verallgemeinern. Allerdings wundere ich mich selbst darüber wie das funktionieren soll und wie die Leute dann ihren Partner gefunden haben. Da habe wiederum ich selbst als Psycho Mühe das nachzuvollziehen.
     
  • Dillinja
    Dillinja (35)
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    16 September 2006
    #19
    ja, ich könnte
     
  • User 37284
    User 37284 (33)
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    vergeben und glücklich
    16 September 2006
    #20
    Vor allem hat es auch etwas mit Persönlichkeit zu tun. Wenn ich einen Menschen liebe, dann auch wenn er ne psychische Krankheit hat! Natürlich käme es auch darauf an, ob es mich selbst einengt etc.
     

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