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Kampf mit mir selbst...

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von SottoVoce, 25 September 2006.

  1. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Zurzeit stecke ich irgendwie in einem Dilemma...

    Wie einige wissen, bin ich nach meinem dualen Berufsakademie-Studium nicht von meinem ausbildenden Betrieb übernommen worden. Mein Studium endet am 30.9., bisher haben meine Bewerbungen keinen Erfolg gezeigt und ich habe noch nichts neues. Ich werde also erstmal arbeitslos sein.

    Den September jetzt hatte ich komplett Urlaub, 4 Wochen am Stück. :smile: Das war der ganze Resturlaub, den ich noch hatte, den musste ich ja "loswerden". Immerhin hatte ich seit Silvester nicht mehr frei.

    Und jetzt merke ich, dass ich die Zeit genieße. Klar, jeder genießt seinen Urlaub... Aber ich hatte noch nie soviel Zeit mit und für meinen Sohn (er ist bald 6). Die letzten 5 Jahre waren durchgehend stressig - erst Schule machen und noch Abi nachholen, dann sofort ohne nennenswerte Pause ins stressige Studium übergehen und gerade so weitermachen. Seit 5 Jahren hatte ich nur noch ganz wenige Wochen im Jahr ungestört Zeit für ihn, halt immer nur im Urlaub. Wir haben immer versucht, die wenige Zeit, die neben Studium und Vollzeitarbeit blieb, intensiv zu nutzen und viel miteinander zu machen. So kann ich mich zum Beispiel gar nicht mehr erinnern, wann das letzte Mal ein Babysitter auf ihn aufgepasst hat - ich möchte gar nicht weggehen, wenn ich Zeit mit dem Kleinen haben kann. Und er genießt es immer, wenn Mama Zeit für ihn hat.

    Tja, und jetzt sollte ich ja eigentlich sämtliche Energien darauf verwenden, mir einen neuen, qualifizierten Job zu suchen. Aber ich merke, dass ich dabei auch gegen einen inneren Widerstand von mir selbst ankämpfen muss... Ich hätte so gerne noch etwas länger Zeit für meinen Fratz. Natürlich WEIß ich, dass das nicht geht. Aber ich wünsche es mir schon sehr, dass es gehen würde! Genauso erscheint es mir gerade verlockender, einen Job hier als Kassiererin im Ort zu finden, wo ich nicht so viel arbeiten muss, das Geld aber schon reichen würde, um uns über Wasser zu halten, als mir einen richtigen Job zu suchen. Dabei bin ich für viel mehr ausgebildet worden... Nur habe ich keinerlei Ehrgeiz, das jetzt auch wirklich zu arbeiten. Es ist nicht so, dass ich ungern arbeite - aber es ist auch nicht mehr Traumjob und es fehlt mir ohne diese Arbeit gar nichts. Es macht mir nichts aus, zu arbeiten, aber ich mache es auch nicht mit ganzem Herzen.

    Entsprechend kümmere ich mich glaub ich auch nicht intensiv genug um einen neuen Job. Wie gesagt, viel verlockender fände ich einen Job als Kassiererin - ich wäre hier im Örtchen, könnte alles zu Fuß erreichen und es wäre geistig nicht gerade anstrengend... Ich hätte viel mehr Zeit für meinen Sohn. Aber auf Dauer ist das ja auch nichts und wenn ich jetzt nicht bald aus vollen Kräften Arbeit suche, werde ich nichts mehr finden, weil dann die Lücke zwischen Alter und neuer Arbeit zu groß wird. :geknickt:

    Ach menno, ich weiß einfach nicht, wie ich mich motivieren soll, wenn ich doch eigentlich gar nicht will. :frown: Kann mir mal jemand einen Arschtritt geben, bitte? :frown:
     
    #1
    SottoVoce, 25 September 2006
  2. Shiny Flame
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    Es mag jetzt hart klingen: Aber in 10 Jahren ist dein süßer Fratz ein Teenager, löst sich von zu Hause und fängt sein eigenes Leben an. Denk an ihn - Tu ihm keine Mutter an, die ihm insgeheim vorwirft, dass sie für ihn auf so vieles verzichtet hat. Glaubst du, dein kleiner Liebling will für den Rest seines Lebens die Verantwortung dafür tragen, dass seine Mutter auf einen befriedigenden Job verzichtet hat und nur Kassiererin geworden ist?

    Willst du für den ganzen Rest deines Lebens Kassiererin sein???

    Und, noch etwas, ganz brutales: Irgendwann braucht ihr mehr Geld, dein Kind soll vielleicht in den Sportverein oder will Musikunterricht, und es gibt ja auch noch das Gerücht, dass ab einem bestimmten Alter Markenklamotten wichtig werden...

    Aber ich weiß auch, dass das im Moment furchtbar hart für dich ist... Glaub bitte nicht, weil ich hier ein paar harte Dinge hingeknallt habe, dass ich nicht trotzdem verstehen kann, wie hin und hergerissen du dich jetzt fühlst... Scheißsituation ist das! Nur, bitte tu dir selbst den Gefallen und denk auch an die Zukunft, nicht nur an die nächsten zwei Jahre.

    Mutter sein ist wunderschön... Aber du bist auch noch ein eigener Mensch, und irgendwann, nicht heute, nicht morgen, wirst du wieder das Bedürfnis danach haben, Selbstbestätigung zu finden. Und die solltest du über deine eigene Arbeit finden, sonst wirst du vielleicht so eine furchtbare Mutter, die ihr Kind immer unter Druck setzt, zu erreichen, was sie selbst nicht erreicht hat...

    --__Arschtritt ist hiermit erteilt :zwinker: __--

    P.S. Ich bewundere ja schon, dass du nicht aus lauter Liebe zu deinem Kind erst mal gar nicht arbeiten willst, um dich auf Hartz 4 auszuruhen... Solche Leute gibt es ja leider auch
     
    #2
    Shiny Flame, 25 September 2006
  3. dummdidumm
    dummdidumm (53)
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    nicht angegeben
    Was würdest Du selber einem Dritten erzählen, dem Du in dieser Situation einen Ratschlag geben wolltest? Ich glaube, Du weißt es.

    Also tret Dich selber, bevor ich es tue... :cool1:
     
    #3
    dummdidumm, 25 September 2006
  4. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Mein allergrößtes Problem ist: Ich will nicht für den Rest meines Lebens in dem Beruf arbeiten, den ich jetzt habe. Ich meine, ich kann mir jetzt auch schlimmeres vorstellen, aber der Job füllt mich nicht aus und wirklich Freude macht er auch nicht. Er ist nur gerade "okay", ich gehe nicht mit Grausen hin, aber bei der Aussicht, das mein Leben lang zu machen, werd ich total deprimiert.

    Nur - ich weiß auch nicht, was ich lieber täte. Ich hab keine Ahnung, was mein Traumjob wäre, ich hab keinen Traumjob. Allerdings wäre mein Job einer, der Gefühle mit einbezieht. Pflege von irgendwem vielleicht oder zumindest, um mein jetzt gelerntes (BWL) mit einzubeziehen, die Organisation von Pflege oder so. Das würde wohl schon Spaß machen. Aber da find ich nie ne stelle, ich wüsste auch gar nicht wo. Nur, wenn ich jetzt in ner Bank nen Arbeitsplatz finden sollte, ist es sicher auch nicht sehr leicht, später in einen Pflegebetrieb umzuwechseln. Das passt nicht...

    Und von daher bin ich schon allein, weil mich mein Job alles andere als überzeugt, nur halbherzig bei der Sache.

    Und wenn mir das ein Dritter erzählen würde, dass er den Job gar nicht so prickelnd findet, würde ich ihm eher dazu raten, noch was anderes zu lernen oder ein Praktikum irgendwo zu machen und danach vielleicht noch ne Zusatzausbildung draufzusetzen.

    Aber wie gesagt - ich weiß ja gar nicht, was ich gerne täte...

    Es ist zum Davonlaufen. :geknickt:
     
    #4
    SottoVoce, 25 September 2006
  5. Packset
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    sottolein, ich kann deinen zwiespalt verstehen, aber was deine idee von der pflege betrifft, glaubst du wirklich du würdest das psychisch und physisch aushalten?

    du hast jeden tag was anderes: rückenschmerzen, knieschmerzen, migräne etc. zusätzlich würde die psychische belastung kommen. ich weiß dein opa ist krank und allein schon aus diesem grund würdest du wohl nicht die distanz wahren können.
    du hättest schichtdienst und weihnachten und silvester urlaubssperre.

    und die organisation sprich dienstpläne werden meist von den chefpflegerinen gemacht.
    ind er verwaltung wäre dann dein platz, und da hast du dann ncihts mehr mit der pflege am hut.
    ich kling jetzt vll. etwas hart und unfair, aber so soll es eigentlich nicht rüberkommen...
    und du gehörst genau wie ich zu den menschen die die arbeit nicht um 17 uhr niederlegen und die probleme dortlassen. du würdest dir jedes einzelne verdammte schicksal zu herzen nehmen.
     
    #5
    Packset, 25 September 2006
  6. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Aber in der Verwaltung eines Pflegeheims (da würde ich hinwollen, ich glaube selbst nicht, dass ich tägliche Pflege aushalten kann) oder eines Behindertenheims (das wäre erste Wahl) würde ich mich wohl fühlen. Ich hätte das Gefühl, meine Arbeit wäre sinnvoll, weil sie INDIREKT anderen Menschen hilft.

    In der Bank ist das total schwachsinnig. Ich helfe denen, die eh schon Geld haben, noch mehr draus zu machen, und die, die es wirklich brauchen würden, kriegen es ja eh nicht. Wir verkaufen Produkte, die ich selbst alles andere als überzeugend bin und abends hab ich ein schlechtes Gewissen, weil wieder ein paar abgezockt wurden... :kopfschue Das kanns auf Dauer auch nicht sein!
     
    #6
    SottoVoce, 25 September 2006
  7. Packset
    Gast
    0
    ....
     
    #7
    Packset, 25 September 2006
  8. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Meinetwegen auch Krankenhaus oder Kinder-Tagheim. Ist mir eigentlich total egal. Nur was soziales wäre schön.

    Aber da wüsste ich nichtmal, wo ich mich bewerben sollte... Und eigentlich kann ichs mir ja auch gar nicht leisten, mich nur so selektiv zu bewerben. :frown:
     
    #8
    SottoVoce, 25 September 2006
  9. User 20976
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    gibt doch auch betriebswirtschaftliche berufe in krankenhäusern - was genau dein BA-studium ist, weiß ich nicht, aber das wär dochne idee. auch stiftungen und andere "gute" firmen benötigen leute mit bwl-kenntnissen.

    dass du jetzt die freie zeit genießt, ist verständlich und nachvollziehbar. ich vermute aber, dass du nach gewisser zeit eh davon genug haben wirst, "nur" mutter und familienmanagerin zu sein. wann, ja, das weiß ich nicht.

    wie wäre es, wenn du jetzt dir mal genau auflistet, was es für alternativen gibt, WO du gern arbeiten willst und als was, wenn du außerdem mal raussuchst, welche betriebe im umkreis in frage kommen...

    das kostet schon zeit. und dann als nächstes bewerbungen schreiben. wie wärs, wenn du dir einen bestimmten termin setzt, bis zu dem du noch "frei" hast, was bewerbungen angeht? und dann gehts wieder los? bis dahin darfst du OHNE schlechtes gewissen die zeit mit dem kleenen genießen. und dann gehts mit den beruflichen pflichten weiter.
     
    #9
    User 20976, 25 September 2006
  10. Shiny Flame
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    Im schlimmsten Fall machst du dich selbstständig mit einem eigenen Pflegedienst?

    Musst dich ja auch nciht selektiv bewerben, aber eben auch in Krankenhäusern und Behindertenheimen.
     
    #10
    Shiny Flame, 25 September 2006
  11. Ike
    Ike (35)
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    Wie siehts denn aus mit wohltätigen Organisationen, wie Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen etc.? Die haben auch eine Verwaltung wo deine Fähigkeiten sicher gebraucht werden. Und wenn du dort Menschen nicht so "direkt" hilfst, ist die Hilfe dafür um so weitreichender.
     
    #11
    Ike, 25 September 2006
  12. Stonic
    Stonic (41)
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    Verheiratet
    *malAnlaufnehmundSottoindenArschtretmirGolfschuhen*

    Sotto das kann ja wohl nicht wahr sein was ich da von dir lese.....:kopfschue Nun komm wieder mit dem Arsch hoch und mach was aus deinem Leben auch zum Wohle vom Keks...denk mal daran...klar ist es jetzt schön wenn du viel zeit mit ihm hast aber sieh es mal in 10 Jahren da wird er auch fordernder also such dir nen Job wo du auch sein Bedürfnisse in 10 Jahren mit abdecken kannst
     
    #12
    Stonic, 25 September 2006
  13. Dawn13
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    nicht angegeben
    Liebe Sotto

    Eigentlich kennst du die Antwort ja schon und die anderen haben sie dir auch bereits gegeben: der Keks bleibt nicht immer der Keks und du brauchst vielleicht irgendwann mehr Geld (reicht dir denn "gerade so knapp über Wasser halten" wirklich aus?) und würdest es vielleicht bereuen, wenn du Chancen, die du jetzt hast, verstreichen lässt. Ob du die dann in x Jahren nach x Jahren als Kassiererin noch hast, ist mehr als fraglich.

    Ich kann dein Dilemma bezüglich der Bank etc. verstehen. Mir gehts da leider momentan ähnlich, was mich sehr überraschend getroffen hat, weil ich jetzt die letzten Jahre beruflich und auch vom Studium absolut auf Privatwirtschaft ausgerichtet habe. Es ist aber auch nicht mein favorisierter Arbeitsplatz und ich denke auch, dass ich längerfristig einen anderen Karriereweg einschlagen werde. ABER: lieber bleibe ich jetzt noch da, als dass ich gehe, warte, Däumchen drehe und hoffe, dass ich irgendwann eine Eingebung habe. Mir bleibt wenigstens ein "Traumberuf" - den hast du ja nur beschränkt bis gar nicht. Ist es denn wirklich eine Alternative für dich, jetzt einfach mal abzuwarten und irgendnen Schwachsinnsjob anzunehmen? Ich glaube, das wird sich langfristig als Fehler erweisen.

    Ich würd auch sagen: krieg deinen Hintern hoch und such dir eine Stelle in einem Bereich, der halt deiner Ausbildung entspricht. Du kannst immer noch dann bzw. währenddessen überlegen und sorgfältig und in Ruhe nachforschen, was du wirklich machen möchtest. Dann stehst du nicht unter Druck und kannst eine wohlüberlegte Entscheidung treffen - und wenn du eine Lösung hast, kannst du sie ebensosehr in Ruhe angehen. Zudem ist BWL ein breitgefächertes Gebiet - mit der notwendigen Geduld findet sich vielleicht irgendwann auch da etwas im Pflegebereich. Nur eben, ich würde an deiner Stelle wirklich nicht warten, bis es gar nicht mehr geht und du pleite bist und alle Chancen endgültig verspielt hast (wie schnell das heutzutage geht, muss ich dir denke ich ja nicht sagen...).

    Liebe Grüsse, Dawn
     
    #13
    Dawn13, 25 September 2006
  14. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Verheiratet
    Also, nicht dass das jetzt so klingt, als täte ich gar nichts! Ich schreibe schon Bewerbungen und schicke die weg und sollte mal ne Zusage kommen, wäre ich natürlich nicht so blöd, mir durch bewusstes falsches oder nachlässiges Verhalten meine Chancen zu verbauen! :eek:

    Nur... Ich stehe da nur so halbherzig dahinter. Ich mach das zwar, aber eher mit der Erwartung "Wird eh wieder nix" und "Wenns nix wird, kümmert mich das auch nicht sehr". Und so ist es ja auch. Bisher kamen zwei Absagen, der Rest ist noch offen. Das meiste ist jetzt aber schon so lange offen, dass das mit Sicherheit auch Absagen werden. Aber es stört mich überhaupt nicht. Ich krieg sicher nen Job hier im Supermarkt, die suchen eigentlich immer wen. Mir gehts nur drum, dass ich nicht von Hartz IV leben will. Einen anderen Ehrgeiz hab ich gerade nicht und ich krieg ihn auch nicht "geweckt".

    Vom VERSTAND her weiß ich schon, dass ich mich da vielleicht auch emotional mehr reinhängen müsste. Dass es vielleicht mit einer anderen inneren Einstellung besser klappen würde. Aber zurzeit krieg ich die Einstellung nicht hin. :geknickt:

    Der Keks und ich haben bisher von nicht einmal 750 Euro im Monat gelebt, das war das letzte Gehalt, was ich bekommen habe. Für mich ist schon 1.000 Euro ein Supergehalt, und dafür muss ich keinen Spitzenjob annehmen... Nicht gerade als Putzfrau arbeiten, aber ein Megajob braucht es nicht sein. Von den 1.000 Euro könnten wir BEQUEM leben und das ist alles, was ich will..

    Ich hab mich noch nie über meinen Beruf oder die Schule oder so definiert. Das ist für mich ein notwendiges Übel - vermutlich eben auch, weil ich gar keinen Traumjob hab. Es gibt für mich nur große Übel, mittlere Übel, kleine Übel und annehmbare Übel. Aber ich tu das nicht, weil ichs WILL. Wenn ich finanziell nicht müsste, würde ich nicht arbeiten, also nicht regelmäßig Geld verdienen (mit nicht müsste meine ich, wenn ich Millionärin wäre oder so). Langweilig wäre mir sicherlich trotzdem nie...

    Ich hab gar keinen Ehrgeiz, mich mal hochzuarbeiten. Die Vorstellung, soviel zu tun zu haben, dass ich jeden Tag Überstunden machen muss, ist für mich ein Graus. Soviel Spaß kann eine Arbeit gar nicht machen, dass ich das in kauf nehmen würde... Das müsste mit Geld dann schon reichlich entlohnt werden...

    Schön wäre es auch, wenn ich eine 80%-Arbeitsstelle annehmen könnte, meinetwegen auch im Bankensektor oder was weiß ich wo. Was ich halt nicht will, ist direkter Kundenkontakt, das liegt mir einfach nicht. Ich mag Verwaltung, ich mag Organisation, meinetwegen auch Controllig oder den Kreditsachbearbeitungsbereich. Aber da gibt es nirgends Stellen, das sind im Gegenteil gerade die Bereiche, wo vorzugsweise Stellen abgebaut werden...

    Klar bewerbe ich mich brav weiter. Was bleibt mir auch anderes übrig. Aber glücklich bin ich damit nicht.
     
    #14
    SottoVoce, 25 September 2006
  15. Dawn13
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    nicht angegeben
    Was wär dann z.B. mit HR (innerhalb ner Bank natürlich)? Das ist ja auch nicht mit Kundenkontakt, verlangt dafür eher viel Sozialkompetenz (okay, nicht grad ein Pflegeberuf, aber immerhin ein Anfang), ist eher Backoffice-Arbeit mit eher organisatorischen Aufgaben...?

    Wegen 80%: Vielleicht kannst du ja - falls es denn wird - vorerst eine 100%-Stelle annehmen und dann versuchen, im Laufe der Zeit zu reduzieren. Natürlich gibts keine Garantie, dass das klappt, aber es ist wahrscheinlich einfacher, als von vornherein eine 80%-Stelle zu finden... (ich kenne das, ich kann ja nur 80% arbeiten, ist ein Fluch...)

    Richtig so ;-) Glaub mir, irgendwann wirst du das auch so sehen...
     
    #15
    Dawn13, 25 September 2006
  16. Sternschnuppe_x
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    Ja, JETZT noch...

    Aber wenn Kinder wachsen, dann werden auch die Wuensche und die Ansprueche grösser...

    Ich sage nicht, dass Kinder nur teure Markensachen haben sollen, und es muss auch nicht unbedingt Golf als Sport sein. Aber irgendwann mal wird es dem Keks vermutlich nicht mehr reichen, Dinge zu bekommen, die man irgendwo guenstig/geschenkt gebraucht bekommen kann (so wie die gesammelten Kassetten hier zum Beispiel... :zwinker:).

    Wenn sein bester Freund einen Scoutranzen bekommt und Adidas-Turnschuhe ist das hundert pro hart fuer ihn, wenn bei euch nichts davon drin ist. Was nicht heisst, dass er nicht begreifen wuerde, dass manche Dinge einfach nicht GEHEN. Aber willst du in Zukunft immer, bei fast jedem Wunsch "nein" sagen muessen?

    Selbst fuer Fussball muss man einen Vereinsbeitrag zahlen, man braucht Fussballschuhe (mit Spikes, ohne Spikes, was weiss ich was es da alles gibt), vielleicht wuenscht er sich dann irgendwann mal auch ein Bayern-Muenchen-Trikot... er wird Klassenfahrten haben, die eine Menge Geld kosten...

    Und auch wenn du versuchst, ihn das so wenig wie möglich merken zu lassen, wird er trotzdem spueren, wenn dich Geld als Thema belastet/beschäftigt. Und vielleicht sogar ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn er sich etwas wuenscht aber weiss, dass du dir das nicht leisten kannst.

    Du kannst nicht davon ausgehen, dass ein Supermarkt-Kassen-Job immer fuer ein "bequemes" Leben reichen wird.

    Und was, wenn der Keks irgendwann mal grösser ist und seine eigenen Wege geht? Und du nichts mehr in deinem eigentlichen Beruf findest, weil du schon viel zu lange draussen bist? Bist du jemand, der als Hausfrau und Mutter wirklich seine dauerhafte Erfuellung findet? Könntest du dir vorstellen, dich irgendwann mit Tupperparties selbst zu verwirklichen?

    Klar, ich kann schon verstehen, dass die Situation im Moment schwierig ist und dass es in gewisser Hinsicht "verlockend" ist, einfach gar nichts zu tun... aber du musst dich zwingen, auch an später zu denken, nicht nur an jetzt oder die nächsten ein, zwei Jahre.

    Sternschnuppe
     
    #16
    Sternschnuppe_x, 26 September 2006
  17. SottoVoce
    SottoVoce (34)
    Sehr bekannt hier Themenstarter
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    Mein Problem ist ja: Ich finde es genauso verlockend, mich mit Tupperparties zu verwirklichen wie mich in meinem eigentlichen Beruf zu verwirklichen - nämlich gar nicht. Ich würde beides tun, weil ich halt müsste (wegen Geld), aber ich würde beides NICHT tun, weil ich wollte. Ich finde in meinem Beruf keine Erfüllung. Nur - ich kenne auch keinen anderen Beruf, in dem ich Erfüllung finden würde!

    Ich WÜRDE wohl als Hausfrau und Mutter am meisten Erfüllung finden, am besten, wenn es mehrere Kinder sind. Das mache ich gern und mit Freude. Aber ich weiß natürlich, dass das auch keine Zukunftsperspektive ist...
     
    #17
    SottoVoce, 26 September 2006
  18. Ike
    Ike (35)
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    Mit dem richtigen Mann, der auch ganz gut verdient... :link_alt:

    Aber derzeit ist das einfach keine Option. Also sieh dich einfach nach einer Arbeitsstelle um. Es muss ja nicht für immer sein, vielleicht nur für 5-10 Jahre.
     
    #18
    Ike, 26 September 2006
  19. rainbowgirl
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Ich kann supergut verstehen, wie das ist, wenn man nur arbeitet, weil es eben sein muss, und nicht, weil es einen irgendwie ausfüllt oder zufrieden macht. Und es ist ein Scheißgefühl. :geknickt:
    Trotzdem: Wenn es keinen Job gibt, den du wirklich gerne machen würdest: Nimm den, der auf Dauer das meiste Geld einbringt. Und das ist höchstwahrscheinlich nicht der Job an der Supermarktkasse.
    Erfüllung wirst du auch in der Bank nicht finden, aber wenn du wenigstens mehr Geld verdienst?? Die Ansprüche deines Kindes werden mit der Zeit wachsen...

    Ich sag dir was: Mein Freund war vor 7 Jahren fast in der gleichen Situation wie du. Er hat seine Ausbildung zum Bankkaufmann abgeschlossen, dann einige Zeit in der Bank gearbeitet und festgestellt, dass er einfach nicht fähig ist, den Leuten Sachen aufzuschwatzen, die sie gar nicht haben wollen und nicht brauchen. Dann gabs auch noch die Vorgabe, am Tag mindestens x Kredite an den Mann zu bringen. Und er meinte halt, das kann's nicht sein. Hat also da aufgehört und ein Studium angefangen. Na ja, Ende vom Lied: Das Studium hat er nicht finanzieren können (bzw. er hat es nicht geschafft, Finanzierung und Studium unter einen Hut zu bringen), also hat er sich nach ewigen Zeiten durchgerungen, es abzubrechen, weil er einfach seine Prüfungen immer wieder versaut hat.
    Und jetzt versucht er doch wieder in seinen alten Beruf zurückzukommen, weil es immer noch besser ist, mit einer Arbeit die einem nicht gefällt Geld zu verdienen, als gar keins zu verdienen.
    Äh, na ja, langsam wirds ein bisschen off topic...Jedenfalls versuch so schnell wie möglich an einen Job im Banksektor zu kommen, da Berufserfahrung alles ist was zählt. Du musst ja nicht ewig dableiben, aber du wirst, wenn du es dir später mal anders überlegst, riesige Schwierigkeiten haben, wieder 'einzusteigen', wenn du in der Zwischenzeit jahrelang an der Supermarktkasse gearbeitet hast!
     
    #19
    rainbowgirl, 26 September 2006
  20. Mila_Superstar
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    Single
    Auch wenn ich hier viele andere Stimmen höre, gebe ich mal meinen konträren Senf dazu.

    Sotto, du hast echt viel erreicht bisher. Guck mal, du bist 23 hast einen 6 jährigen Sohn, Abitur und ein Studium. Für die meisten anderen Menschen ist das gleichzusetzen mit Überanforderung pur. Ich halte es für überhaupt nicht verwerflich, wenn bei dir jetzt einfach die Luft raus ist. Du darfst dir eingestehen, dass du da wirklich nen Löwenjob gemacht hast und es ist total verständlich, dass dir gerade am liebsten nach Kassiererin ist.

    Mein Rat wäre, häng an die 4 Wochen Urlaub noch einen Zeitraum dran, von dem du denkst, dass du danach wirklich gut erholt wärest (4 Wochen? 8 Wochen?). Es ist echt nichts schlimmes dabei zu sagen, das war zu viel, ich brauch Urlaub. Und selbst wenn der unter Arbeitslosigkeit fällt, na und? Ich glaube nicht, dass das deinen Arbeitsweg behindert. Wenn dich jemand fragt, warum das so war, dann reicht bestimmt die Antwort: ich brauchte nach dem Studium Urlaub und mein Sohn hatte eine Phase, in der er mich mehr als sonst braucht. Andere Studenten fahren nach ihren Abschluss 3 Monate mit dem Rucksack nach Thailand.
    Ich denke, dass das der Weg wäre um deine Energien wieder auszufrischen um dich danach wirklich konstruktiv um einen passenden Job zu kümmern.

    Also, entspaaaannen, Luft holen, aufladen und ich denke, dann kommt auch wieder dein Ehrgeiz zum Vorschein. Denn den musst du, bei dem was du geleistet hast wirklich haben.

    Und als Hintergrund zu meinem Beitrag: ich bin in einer ganz ähnlichen Situation wie du. Studium fast fertig, nicht übernommen worden (sehr große Enttäuschung, die auch erstmal verdaut werden muss), während des Studiums doppelt und dreifach Gas gegeben (Job, Freunde, Parties, viel viel Lernen um schnell zu studieren). Und der Tipp von meiner Studienberaterin. Machen Sie nach ihrem Studium mal ordentlich Urlaub! Der Rest kommt von allein.
     
    #20
    Mila_Superstar, 26 September 2006

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