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Kampfsport: Sinnvoll zur Selbstverteidigung?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von YoungBoy, 19 November 2007.

?

Lohnt es sich, Kampfsport zum Selbstschutz zu praktizieren?

  1. ja

    23 Stimme(n)
    69,7%
  2. nein

    10 Stimme(n)
    30,3%
  1. YoungBoy
    YoungBoy (29)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hallo,

    haltet ihr es für sinnvoll, dass man sich dem Kampfsport als Hobby zuwendet, um sich selbst verteidigen zu können? Bei dieser Frage möchte ich alle anderen Nebeneffekte außer die kampfsportspezifischen Verletzungen ausblenden. Es ist nämlich so, dass ich auf jeden Fall Sport mache und mir nun die Frage stelle, ob sich ein Wechsel zur Selbstverteidigung denn lohnen würde.

    Man lernt auf jeden Fall einiges auf diesem Gebiet, die Frage ist jedoch eher, ob man es jemals anwenden werden muss und ob man in diesem Falle durch das Training derart verbesserte Chancen hat, dass man das Blatt wenden kann. Wird man beispielsweise als Frau Opfer eines Vergewaltigungsversuches oder ein Einzeltäter kommt, um einem die Handtasche zu klauen, so sehe ich klare Vorteile in solch einer Ausbildung. Aber als Mann ist die Wahrscheinlichkeit ja viel höher, dass man von einer feigen, asozialen Meute aus Spaß zusammengeschlagen wird. Dass man eben in Situationen gerät, in denen man damit nur sehr wenig ausrichten kann - wenn z.B. Waffen ins Spiel kommen. Da gibt es zwar auch sehr viele Techniken im Kampf dagegen, aber es ist statistisch nachgewiesen, dass man die höchsten Überlebenschancen hat, wenn man wegrennt.

    Ist Kampfsport nur noch eine alte Tradition oder etwas härtere Sportart, oder ist es noch eine angebrachte Strategie zum Selbstschutz?

    Man soll sich auch überlegen, ob die Verletzungen und unschönen Erfahrungen bei dem Sport nich über dessen Vorteil dominieren.

    Also, lohnt es sich oder nicht?
     
    #1
    YoungBoy, 19 November 2007
  2. Novalis
    Novalis (35)
    Benutzer gesperrt
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    2
    nicht angegeben
    Das ist hier schon umfassend diskutiert worden.
    Samt differnzierung zwischen Kampfsport, Kampfkunst und SV.

    Mein Fazit lautet:
    Entsprechende Situationen kann man meist von vornherein verhindern und weglaufen ist die gesündeste Methode.
    Um Kampfsport bzw. Selbstverteidigung entsprechend anwenden zu können, braucht es jahrelanges, wenn nicht gar jahrzehntelanges Training.
     
    #2
    Novalis, 19 November 2007
  3. neruda
    Verbringt hier viel Zeit
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    9
    nicht angegeben
    Kann man so pauschal nicht beantworten.
    Kommt auf den Trainierenden, das Training und den Trainer an.
    Wenn genügend Sparring gemacht wird, bringt es auf alle Fälle was. Um sich verteidigen zu können, muss man wissen, wie es sich anfühlt, auszuteilen, aber vor allem einstecken zu müssen. Es hilft die beste Kampfkunst nichts, wenn man was abbekommt und dann dasteht wie versteinert, weil man damit nicht umgehen kann :zwinker:

    Das würd ich so nicht unterschreiben. Wenn ich mit dem Training beginne mit dem Ziel, mich verteidigen zu können und das nach Jahren noch nicht kann, dann hab ich imo was verkehrt gemacht bzw. bin in der falschen Schule.
    Es gibt Selbstverteidigungssysteme wie z.B. Krav Maga, mit denen man relativ schnell verteidigungsfähig wird wenn man das Training ernsthaft betreibt.
    Ansonsten hast du natürlich recht, die beste Selbstverteidigung ist nach wie vor Weglaufen :zwinker:
     
    #3
    neruda, 19 November 2007
  4. Jou
    Jou (30)
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    vergeben und glücklich
    Ich mache seit gut einem Jahr Shaolin.
    Shaolin ist eine sehr alte Kampfkunst....Sie wurde fürs Überleben gemacht. Und genau die erlernen wir auch. Das Training ist sehr intensiv und streng.
    Man lernt einiges...

    Zur Selbstverteidigung muss ich sagen, ich könnte mich schon verteidigen, jedoch würde ich wahrscheindlich selten Formen, bzw. Schläge und Kicks aus dem Shaolin anwenden, da diese einfach aus gewissen Situationen heraus gemacht werden. Zudem sind viele Situationen die wir nachgespielt haben, wirklich nur fürs Überleben gedacht.. Ich kenne drei verschiedene Arten, wie ich jemandem das Genick brechen kann, zudem kenne ich noch verschiedene Arten wie ich jemandem sonst Tot schlage, bzw. Ellbogen, Knie und Fuss breche..
    Wenn ich angegriffen werde, (nehme mal an von einem Mann) dann gibts für mich eifach nur einen Schlag, bzw. Kickm, und das ist dann zwischen die Beine....
     
    #4
    Jou, 19 November 2007
  5. YoungBoy
    YoungBoy (29)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    0
    Single
    ich habe schon einige jahre training hinter mir, die ich in meiner jugend absolviert habe. dadurch fühle ich mich auf jeden fall "gleich starken" gegnern, also leuten mit meiner statur, überlegen. auch habe ich keine angst vor leuten, die besonders schwach oder träge auf mich wirken. jedoch ist eher davon auszugehen, dass man wenn dann von einem zähen, erfahrenen schlägertyp angegriffen wird, dem das spaß macht und der darauf aus ist, gewalt zu praktizieren.

    man wird immer nur von leuten angegriffen, die sich für überlegen halten. manche irren sich gewaltig, aber da ich ja der gute bin, hat das keine konsequenzen für sie.

    aber es gibt wirklich genug große, stämmige männer, bei denen ich einfach nicht wüsste, was ich machen soll. fettschicht so dick, dass die schläge vllt nicht mal zu den genitalien durchkommen, so schwer, dass man sie beim besten willen nicht werfen kann und so groß, dass man an kopf und kehlkopf gar nicht rankommt.

    dann habe ich auch im laufe der zeit gemerkt, dass besonders bei karate primär das selbstbewusstsein trainiert wird, sodass die leute recht ungünstige kampfsysteme erlernen aber schon als anfänger davon überzeugt sind, dass sie alle platt machen.

    und ja, ich würde gern zum unisport und nicht in teure vereine gehen, die kosten ja mindestens 10 euro im monat...
     
    #5
    YoungBoy, 19 November 2007
  6. Novalis
    Novalis (35)
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben

    Ich wiederhole mich im Vergleich zu anderen Threads dazu sicher, aber jetzt noch einmal:

    Es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen Techniktraining und dem wahren Leben. Da kommt nämlich immer alles anders als man denkt und das Gegenüber verhält sich nunmal völlig anders als der Trainingspartner.

    Um eine Technik wirklich zu beherrschen, muß sie ins Blut übergegangen sein. Sie muß instinktiv einsetzbar sein.
    Ich habe seit meinem 10ten Lebensjahr Kampfsport betrieben und ich würde höchstens 3-6 Techniken bei mir als soweit fortgeschritten bezeichnen.

    Zusätzlich kommt zur echten Selbstverteidigungssituation noch etwas, was grundsätzlich alle unterschätzen.
    Adrenalin und Schmerz.

    Ehemalige Kollegen von mir, teiwleise auch schon mit Kampfsporterfahrung, habe ich 3 Jahre lang im Selbstverteidigungstraining begleitet.
    Einige davon habe ich völlig hilflos in Echtsituationen erlebt.
    Wer noch nie selbst mal richtig einen eingeschenkt bekommen hat, wird davon beim ersten mal so perplex sein, daß es das auch schon war.
     
    #6
    Novalis, 19 November 2007
  7. Jou
    Jou (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.039
    123
    2
    vergeben und glücklich
    Genau so seh ich das auch..
    Ich kann zwar viele Techniken, aber die Anwendung im realen Leben würde bei mir zumindest jetzt nicht klappen...
    Man wird erstens überrascht, zweitens weiss man nicht, wie der Angreifer angreift, etc.etc......
     
    #7
    Jou, 19 November 2007
  8. neruda
    Verbringt hier viel Zeit
    19
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    9
    nicht angegeben
    @ Novalis: du hast natürlich recht bzgl. Schmerz und Adrenalin. Deshalb macht meiner Meinung nach eben nur Training Sinn, welches ausgiebig Sparring beinhaltet. Ich bin aber auch der Meinung, dass es nicht unbedingt etliche Techniken braucht, um sich einigermaßen verteidigen zu können. Keep it simple. Die Grundtechniken im Muay Thai oder Boxen sind eigentlich recht schnell zu erlernen, es liegt halt dann zum grossen Teil am harten Training und Sparring, diese Techniken zu verinnerlichen.

    Man kann aber natürlich über die Definition von "Selbstverteidigungsfähigkeit" sinnieren. Beinhaltet das, dass ich jeden Angreifer in jeder Situation, wenn ich will, bewusstlos schlagen kann oder erhöht sich vielleicht nur die Wahrscheinlichkeit, dass ich aus einer gefährlichen Situation unbeschadet bzw. unbeschadeter raus komme im Verhältnis dazu, wenn ich keinen Kampfsport betreibe? Ich definiere es eher als letzteres, sollte ich mal in eine solche Situation kommen, habe ich aber gerne jeden noch so einen kleinen Vorteil auf meiner Seite :zwinker:

    Ich sag's mal so: schaden kann's nicht, aber Garantien auf der Strasse gibt's sowieso keine, darüber sollte sich jeder im klaren sein . Die Realität der Strasse kann man in keinem Training simulieren (ok, kann man natürlich schon, ist aber auf Dauer wohl etwas ungesund :grin:)

    *Interessehalber*: Um welches Selbstverteidigungssystem handelte es sich dabei?
     
    #8
    neruda, 19 November 2007
  9. BeowulfOF
    BeowulfOF (35)
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    314
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    Hi,

    Äpfel mit Birnen zu vergleichen sollte man unterlassen. Zudem hier der allgemeine Hinweis auf die Suchfunktion.

    Sport ist immer für die faire Situation von vergleichbaren Teilnehmern unter ausgewogenen Bedingungen bestimmt. Alleine deswegen ist Kampfsport KEINE Selbstverteidigung, auch wenn viele das anders sehen.

    MFG BeowulfOF
     
    #9
    BeowulfOF, 19 November 2007
  10. waschbär2
    Beiträge füllen Bücher
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    218
    275
    vergeben und glücklich
    Das meine ich doch wohl auch !

    Und es gibt keine bessere Selbstverteigung, als DENKEN :zwinker:
     
    #10
    waschbär2, 19 November 2007
  11. Novalis
    Novalis (35)
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    744
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    2
    nicht angegeben
    Dafür gibt es keinen speziellen Namen. Es ist ein - nicht bundeseinheitliches - System für Sicherheitsbehörden.
    Es enthält Elemente aus Judo, Karate und - das miteinschließend - Ju Jutsu sowie praxisbezogenes, Messerangriffe, Schußwaffengebrauch, Fesselung usw.
     
    #11
    Novalis, 19 November 2007
  12. ¡Ich!
    ¡Ich! (36)
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    Verheiratet
    Der Grund warum ich Karate mache ist nicht in erster Linie der, dass ich mich dadurch besser verteidigen kann. Es erfüllt mich einfach meine müden Knochen zu bewegen und für mich kann ich nur sagen, dass ich dadurch mental sehr viel stärker geworden bin...

    Klar werden im Ernstfall die Techniken nicht so kommen, wie man sie übt, aber ich denke schon, dass meine Reflexe entsprechend geschult sind um einiges abzuwehren. Auch der Wille ist da alles zu geben, bis zum umfallen zu kämpfen :karate_alt:
     
    #12
    ¡Ich!, 19 November 2007
  13. Novalis
    Novalis (35)
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    2
    nicht angegeben
    Ein wesentlicher Vorteil von Kampfsport oder Kampfkunst ist allerdings schon nach kurzer Zeit intensiven Trainings zu haben, wie vielelicht schon vom Vorredner angedeutet:

    Selbstbewußtsein wirkt sich, mit dem Trainingserfolg, auf die Körperhaltung aus.
    Und die Art und Weise wie man sich bewegt, hat einen sehr großen Einfluß darauf, ob man Opfer von Straftaten wird.

    Damit meine ich natürlich nicht die Spaddels mit Rasierklingen unter den Armen sondern einen selbstbewußten, aufrechten, kraftvollen Gang.
     
    #13
    Novalis, 19 November 2007
  14. YoungBoy
    YoungBoy (29)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    Single
    an den schmerz bin ich teilweise gewohnt, hatte schon häufiger das blut aus der nase spritzen und ohne zumindest kleine verletzungen ging kein training herum. ein grund, weshalb die sache auch so unangenehm war.

    das mit dem adrenalin ist jedoch noch schlimmer. wenn ich denke, es kommt gleich zum kampf, dann rast mein puls sofort hoch und ich werde sogar irgendwie zittrig... viele techniken erscheinen einfach vergessen.
     
    #14
    YoungBoy, 19 November 2007
  15. happy&sad
    happy&sad (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    2.477
    123
    3
    nicht angegeben
    Ich denke schon dass Kampfsport, wenn man entsprechend trainiert, auch gut zur Selbstverteidigung ist. Ich bin mir verdammt sicher, dass mein früherer Trainer problemlos klar kommt, wenn ihn drei 'normale' Männer angreifen.
    Bei mir dagegen bin ich, trotz neun Jahren Kampfsport, nicht ganz so sicher. Ich habe den Sport aber auch eher als ganzheitliches Training betrieben, als als Kampfsport.
    Was ein Training bringt, egal welches, liegt eben am eigenen Einsatz und am gesetzten Ziel.
     
    #15
    happy&sad, 19 November 2007
  16. Wowbagger
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    446
    101
    0
    nicht angegeben
    Und im Zweifelsfall denkt das auch der Trainer und legt es drauf an, wenn er besser weggelaufen wäre.
    Was ich bei allen in meinem Umkreis festgestellt habe, die Kampfsport gemacht haben: Selbstüberschätzung.
    Würd ich überfallen, gäb ich Handy und Geld halt raus. Gerät man in Ärger, weglaufen.
    Bisher konnte ich allem Stress ausweichen, insofern hatte ich da Glück.
     
    #16
    Wowbagger, 19 November 2007
  17. YoungBoy
    YoungBoy (29)
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    86
    0
    Single
    bei meinen alten trainern bin ich auch davon überzeugt... aber die haben das fast alle entweder beruflich betrieben (profisport, profitrainer) oder beruflich benötigt (bund, polizei, ...) oder zumindest hatten sie einen beruf für kräftige kerle und haben größtenteils auch etliche titel abgesahnt.

    aber mein beruf ist ja meine ausbildung, ich hab maximal zwei mal die woche ein paar stunden für kampfsport zur verfügung neben dem normalen fitness- und krafttraining.

    und wenn ich mir auf lehrgängen so manche schwarzgürtin anschaue, die beim rückwärtskick umfällt etc ....
     
    #17
    YoungBoy, 19 November 2007
  18. Novalis
    Novalis (35)
    Benutzer gesperrt
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    103
    2
    nicht angegeben
    Schlauer ist es. Aber ich würde eher mein Geld essen und mein Handy zertreten, als es irgendeinem ... zu überlassen :zwinker:
     
    #18
    Novalis, 19 November 2007
  19. jonny´G
    Verbringt hier viel Zeit
    356
    101
    0
    Single
    Krav Maga! :anbeten:
     
    #19
    jonny´G, 19 November 2007
  20. americangirl
    0
    Schaden tuts sicher nicht, wenn man weiss, wie man sich richtig wehren kann. Aber das hab ich auch einst in einem Selbstverteidigungskurs gelernt. Das hat was gebracht. Aber wenn ein Mann mir was antun will, könnte ich mich körperlich eh nicht wehren. Von daher, bin ich froh, dass ich den SV-Kurs gemacht hab. Am besten ist aber sowiso einfach wegglaufen.
     
    #20
    americangirl, 19 November 2007

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