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Kann ich eine gute Mutter werden?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Rosenmädchen, 9 September 2009.

  1. Rosenmädchen
    Benutzer gesperrt
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    Verlobt
    Hey.

    Es gibt etwas, was ich mal loswerden wollte.

    Ich bin mit meinem Verlobten zusammen und wir möchten später auch mal Kinder haben.
    Mein Freund liebt Kinder, er hat 2 kleine Nichten (2 Monate und 6 Jahre) und einen kleinen Neffen (3 Jahre).
    Es rührt mich, wie liebevoll er mit ihnen umgeht. Als wären es seine eigenen Kinder. Er geht mit ihnen auf den Spielplatz, er badet die Kleinen, er wickelt sie, er passt immer auf sie auf, und er geht so unendlich liebevoll und geduldig mit ihnen um. Es rührt mich so. Er würde ein guter Vater sein.

    Ich bin da anders. Ich wurde von meiner Mutter wie eine kleine Erwachsene behandelt, war deswegen als Kind schon sehr "altklug" und hatte kaum Freunde. Auch später als Jugendliche nicht.
    Und ich habe keine kleinen Kinder in meiner Familie, damit ich darin ein wenig reingewachsen wäre, wie mein Freund. Mit Kindern habe ich nicht die geringste Erfahrung.

    Durch meinen Freund habe ich es schon etwas gelernt, mit kleinen Kindern umzugehen, durch Kontakt mit seinen Nichten und seinem Neffen.
    Aber eben nur sehr dürftig. Es wirkt bei mir sehr künstlich. Weil ich nicht weiß, was ich machen soll, es ist aufgesetzt.

    Ich will nicht den gleichen Fehler machen, wie meine Mutter, die mich immer wie eine Erwachsene behandelt hat und nicht wie ein Kind, und ich weiß, mir ist das damals nicht so gut ergangen.
    Deswegen halte ich mich instinktiv lieber von Kindern fern, um es nicht so zu machen, weil ich es auch nicht anders kann.

    Bei Kindern bin ich im großen Allgemeinen sehr steif, unsicher, ich kann mit denen gar nicht umgehen, nicht kindergerecht.

    Man sagt mir, ich würde später reinwachsen, wenn man bei dem eigenen Kind dann alles von Anfang an miterlebt, den positiven Schwangerschaftstest, die Ultraschallbilder, das Fühlen im Bauch, die Geburt, und noch viel weiter ...

    Naja, ich mache mir darum echt Gedanken, weil ich denke, ich würde es trotzdem nie so können, wie mein Freund das kann, und der macht es in meinen Augen einfach perfekt, das Selbstverständlichste von der Welt.

    Ich habe irgendwie die Sorge, ich würde nie eine so gute Mutter werden. Ich will nicht den Fehler machen wie meine Mutter, sondern mit meinen Kindern viel rumalbern können, spielen und in den Arm nehmen und viel knuddeln.
    All das konnte meine Mutter nicht machen. Es ist für ein Kind das Schlimmste, wenn es sich abgelehnt fühlt.

    Am liebsten würde ich das alles können, aber ich kann es nicht. Darum halte ich mich instinktiv lieber von Kindern fern, um den Fehler nicht zu machen.
    Aber so lerne ich es nie, und das ist ein Teufelskreis.

    Hat irgendjemand einen Rat für mich, was ich in Zukunft machen kann?
     
    #1
    Rosenmädchen, 9 September 2009
  2. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Nur weil du jetzt noch nicht bereit scheinst, heißt das doch nicht, dass du keine guter Mutter abgeben würdest. Was ist überhaupt eine gute Mutter ? Es gibt soviele unterschiedliche Erziehungsmethoden und soviele unterschiedliche Arten ein Kind zu lieben. Ich weiß aus einem Jahr Au Pair Erfahrung, dass man in die Rolle der Mutter hereinwachsen kann.
     
    #2
    xoxo, 9 September 2009
  3. brainforce
    brainforce (33)
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    557
    Single
    Sicher wächst man in die Rolle rein - dein Wille dazu ist ja vorhanden! Auch verständlich das man sich Gedanken darüber macht v.a. wenn man bisher nicht viel mit kleinen Kindern zu tun hatte - allerdings scheint doch dein Freund extrem gut mit Kindern auszukommen. Er würde dir wohl dann im Zweifelsfall bei den eigenen Kindern sicher auch ein guter Ratgeber sein!
     
    #3
    brainforce, 9 September 2009
  4. Mìa Culpa
    Gast
    0
    ....
     
    #4
    Mìa Culpa, 9 September 2009
  5. Rosenmädchen
    Benutzer gesperrt Themenstarter
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    Verlobt
    @All:

    Eine gute Mutter ist für mich, meine Kinder erstmal in den Arm nehmen zu können, mit ihnen zu spielen und nicht immer gleich so genervt zu reagieren, daß man eben viel Geduld hat. Wie mein Freund das immer macht.

    Wir machen auch oft was mit den Kleinen. Wir waren schon auf dem Spielplatz und Schwimmen, im Tierpark und ich habe auch schon mal beim Wickeln geholfen, aber eher passiv.
    Ich beobachte ja meinen Freund dabei jedesmal. Aber abschauen und genauso machen ist sehr schwer für mich.

    Sein kleiner Neffe (3) will manchmal zu mir hoch auf den Arm, was ich gerne mache, aber ich merke dabei immer diese Unsicherheit. Ich knuddle ihn auch gerne, aber halt immer mit Hemmungen.

    Nur ganz "schlimm" ist es für mich, wenn seine Nichte (6) mit mir spielen will, wie Verstecken und Fangen, und ich kann das irgendwie nicht, da tut mir die Kleine auch furchtbar leid, aber ich kann es einfach nicht, mir ist das schon zu "viel".

    Mein Freund gibt mir bei der Sache eher das Gefühl, daß ich mich einfach doof anstelle. Hat er nicht gesagt, aber manchmal kommt es so rüber. Er weiß, daß ich nicht mit Kindern kann und deswegen sehr unsicher bin.
     
    #5
    Rosenmädchen, 9 September 2009
  6. Zwergenfrau
    Meistens hier zu finden
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    nicht angegeben
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man da reinwächst. Habe eine gute Freundin während der Schwangerschaft begleitet und auf die kleine Maus aufgepasst, als sie gerade mal ein paar Wochen alt war. Irgendwann wurde ich Patentante. Vorher hatte ich zu Kindern keinen wirklichen Kontakt. Wir haben beide gelernt, die Kleine und ich.

    Schnappt euch die Kiddies gemeinsam und unternehmt was schönes. Mit der Zeit wirst du bestimmt lockerer... und dein Mann wird dir bestimmt mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn du nicht weißt, wie du dich verhalten sollst oder?

    Ich finde es gut, dass du die "Fehler" in deiner Erziehung für dich gefunden und definiert hast. Also kannst du es besser machen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
     
    #6
    Zwergenfrau, 9 September 2009
  7. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Gleich vorweg: meine Erfahrungen im Umgang mit Kindern sind natürlich nicht vergleichbar mit denen von Eltern... aber trotzdem passt meine Erfahrung hier ganz gut zum Thema:

    Seit einigen Jahren betreue ich ehrenamtlich Kinder bei Sportveranstaltungen.
    Als ich damit angefangen habe, wusste ich auch nicht, ob ich mit Kindern umgehen kann, da ich mit meiner Cousine und meinem Cousin (sind beide deutlich jünger als ich) zwar schon zurecht kam, aber auch nicht so wahnsinnig gut mit ihnen umgehen konnte und weil ich sonst so gut wie überhaupt keine Erfahrung im Umgang mit Kindern hatte.
    Heute nach der 5. Saison in dieser Tätigkeit kann ich aber definitiv sagen, dass meine Sorgen völlig unbegründet waren. Ich habe inzwischen alle Altersgruppen von 5-13 Jahren betreut und Alles hat wunderbar funktioniert. Sowohl die Kinder, als auch die Eltern waren bisher immer sehr zufrieden.

    In eine solche Aufgabe kann man sicherlich gut reinwachsen. Am Anfang war ich auch etwas unsicher... aber mit der Zeit wurde ich immer lockerer und mir macht die Arbeit mit den Kindern wirklich wahnsinnig Spaß.



    Allerdings ist es sicher nicht optimal, wenn du Kindern immer aus dem Weg gehst. Nutze die Chancen, die sich dir bieten, mit Kindern etwas zu unternehmen. Auch wenn du anfänglich mit den Nichten deines Freundes vielleicht etwas ungeschickt umgehst oder oft unsicher bist, wird ihnen das wohl kaum schaden... (du bist ja nicht ihre Mutter, sondern siehst sie immer nur zeitweise)


    Was meiner Meinung nach im Umgang mit Kindern extrem wichtig ist ist, dass man die Kinder ernst nehmen muss. Mann muss versuchen, sich in sie hineinzuversetzen und die Welt aus ihrer Perspektive zu sehen. Denn aus dieser Perspektive kann man gerade auch als Erwachsener noch mal viele neue Erfahrungen gewinnen.
    Wenn Kinder merken, dass man sie ernst nimmt, auf ihre Fragen eingeht, etc. und dass man selbst auch Spaß daran hat, etwas mit ihnen zu unternehmen, läuft der Rest fast schon von alleine.
     
    #7
    User 44981, 9 September 2009
  8. capricorn84
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    Ich kann auch nichts mit Kindern anfangen, möchte allerdings sehr gerne selber Kinder haben. ich denke das wird wenn man eigene kinder hat. (hoffentlich) :smile:
     
    #8
    capricorn84, 9 September 2009
  9. krava
    krava (35)
    Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
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    Ich kann jetzt mit Kindern auch nicht gut umgehen. Einfach deswegen, weil ich es nie musste; hatte nie kleine Kinder in meinem Umfeld.

    Mein Freund kanns besser. Trotzdem schätze ich mich so ein, dass ich eine gute Mutter sein könnte. Ich bin äußerst lernfähig.
     
    #9
    krava, 9 September 2009
  10. donmartin
    Gast
    1.903
    Gute Mutter?

    Hallo, na dann will ich meine Ansichten auch mal niederlegen....:zwinker:

    Als Erstes, ich finde es sehr gut, dass du dir im Vorfeld Gedanken um das "Muttersein" machst. Es geht gar nicht darum, eine "gute Mutter" sein zu wollen oder zu werden. In die Mutterrolle wirst du, entgegen anderer Ansichten, auch nicht hineinwachsen. Es wird dir auch nicht einfacher werden, wenn du im Vorfeld mit anderen Kindern "übst"......

    Du wirst keine "gute" Mutter, jede Frau IST eine "gute Mutter"!

    Das Wort "gut" löst bei mir Brechreiz aus - wer bitteschön mag einer Frau, die Kinder in die Welt gesetzt hat, eine Note für ihre Entscheidung und ihr Dasein als "Mutter" verhängen?!

    Und ich klammere mich und auch Deinen Freund bewusst aus, weil wir es vielleicht beurteilen können, was eine Mutter ausmacht, aber nicht, ob sie "gut oder schlecht ist/sein wird". Kein Mann, und da bin ich Konservativ, kann einem Kind das geben und mitgeben, was es eine Frau kann.

    Wir Menschen sind nichts anderes als Tiere, leider "verkümmern" positive wie negative Eigenschaften immer mehr.
    So, wie du merkst, dass dein Partner "der Richtige ist", der Mann, den du liebst, merkst du es auch unterbewusst und folgst einem Instinkt.
    Du möchtest ein Kind von ihm haben. Ein Kind ist ja nun mal nicht eine Entscheidung, als wenn ich mir einen Döner kaufe.
    "Heute mal mit Salat oder doch lieber ne Pizza?" Das ist eine Entscheidung für das ganze Leben. Für Dich als Frau und Mutter.
    Diese "Entscheidung" ist schon eine Entscheidung und der Wille, Mutter zu Sein, ein Kind großzuziehen und das nach DEINEN Vorstellungen und von Dir als Mutter und Frau. Zusammen mit einem Partner. Soetwas steckt in jeder Frau, jede Frau möchte das Beste für Ihr Kind, Ihr "Fleisch und Blut". Auch eine Mutter, die ihr Kind zur Adoption gibt, hat Gründe und handelt nach ihrem Instinkt, das Beste für ihr Kind zu wollen.

    Ich habe den größten Respekt nd meine Anerkennung an alle Frauen, die sich für ein Kind entscheiden.Oder auch mehrere.
    In Großfamilien, sagt man, "erziehen sich die Kinder gegenseitig. Sie achten aufeinander und machen alles Gemeinsam. Ist eine Frau mit mehreren Kindern keine "gute Mutter"?? Bloß weil sich in dem Moment, das "Mutter sein" auf die Organisation und die Erledigung des Haushaltes beschränkt? Oh, nein! JEDES der Kinder hat etwas bekommen, mitbekommen als die Frau sich für das Kind entschieden und es geboren hat. Die Mutterliebe! Die Mutterliebe ist durch NICHTS zu ersetzen, sie ist einmalig und da komme ich auf den Anfang zurück - das ist es, was kein Mann und kein Aussenstehender geben, verteilen und organisieren kann.

    Wenn eine Frau oder ein Mädchen ein Kind bekommt, ist doch (bei der MEhrheit jedenfalls) Eines sofort da. Die Freude, das Mutterglück und das Muttersein, die Mutterliebe. Und die ist so groß, die hält ein Leben lang. Bei Dir und deinem Kind/den Kindern. Bei mehreren gibt es da nichts zu "verteilen", es ist für jedes individuell und reichlich vorhanden!!
    Und es wird soviel zurück kommen! das lässt sich durch nichts messen und durch nichts bezahlen!

    Folge Deinem Instinkt, es ist jeder Frau gegeben.

    Eine Mutter wird sehr schnell von Aussen als gut oder schlecht beurteilt, abgestempelt.
    Mutter sein, bedeutet in erster Linie mit dem Partner, mit anderen Menschen, mit anderen Kindern und anderen Müttern umgehen zu können.
    Jede Frau, die auf dem Spielplatz zu "ihrem Kind rennt", andere Kinder vielleicht anblöckt oder sich mit anderen Eltern streitet - wirkt arrogant und überheblich - aber sie tut es ja auch "nur" für ihr Kind.

    Es werden im Laufe der Zeit sehr viele "gut gemeinte Ratschläge", sehr viele Menschen kommen, die es Besser wissen, die meinen etwas beurteilen zu können. Einiges wird sich als Wahr anderes als Schwachsinn herausstellen. Und da du dir im Vorfeld Gedanken darüber machst, wirst du vorbereitet sein. Es gibt im Leben einer Mutter jeden Tag zig Entscheidungen, die getroffen werden müssen. Glaubst Du daran, dass davon auch nur Eine ist, die "gegen" das Wohlbefinden des Kindes und gegen die Innere Einstellung, eine "gute Mutter für sein Kind zu sein" ist?

    Nein.

    Sei dir genau im klaren WAS du möchtest und was du NICHT möchtest.
    Das bist du schon, weil du es ja nicht "wie deine Mutter machen möchtest".
    Seid EUCH BEIDE untereinander einig, was IHR für das Beste bei der Erziehung für Richtig haltet.
    Es gibt nichts schlimmeres als Eltern, die sich nicht einig sind! Was die Liebe, die Mutterliebe nicht im geringsten betrifft. (siehe oben...)
    Seid EINE Gemeinschaft, zeigt dem Kind / Kindern dass ihr zusammengehört, dass es/sie eine Anlaufstelle haben und geht selbstbewusst auf andere zu. Eure Erziehung ist die Einzig Richtige für EUER Kind, das einmalig ist und dem es keine andere Methode aufzuzwingen gilt.

    Eine Mutter ist nicht gut, wenn sie anderen nach dem Mund redet und ihre Kinder so erzieht, mit ihnen so umgeht, wie andere es für Richtig halten!

    Eine Mutter (und nat. auch ein Vater) sollten von Anfang an das Kind/die Kinder als eigenständige/s Wesen mit eigenem Charakter entgegen treten.
    Es/Sie akzeptieren, sich auf seine/ihre Ebene bewegen und es/sie doch ernst nehmen. Von Anfang an, richtig mit ihnen reden, Ihm/ihnen die Welt zeigen, erklären und auf alles das Neugierig machen, was "da draussen geschieht". Fordern und Fördern. Ihm/Ihnen helfen, wenn es/sie im übertragenen Sinne "gefallen ist/sind", den Weg zeigen aber nicht ebnen und nicht vorschreiben.
    Zeigen, dass JEDER nur mit Wasser kocht, Gefühle zulassen, weinen, Lieben und Leiden.

    Der Alltag wird kommen, es wird etwas anderes sein, als ob du "nur" Kinder anderer beaufsichtigst. Und darin besteht die Kunst. die Kunst, die ich persönlich beachtenswert finde und der meine vollste Anerkennung gilt.
    Doch muss ein Kind auch lernen (wie oben beschrieben): Halt, Mama KANN nicht mehr. Sie ist traurig und/oder nicht "so wie sonst".
    Das Kind soll seinen Freiraum haben und nimmt sehr viel Zeit und Kraft in Anspruch. Das vermittelt ihm, dass es den Erwachsenen - der MAma nicht anders ergeht. Mama und Papa sind auch nur Menschen.

    Eine Mutter ist immer da. Sie hat immer ein Auge, ein Gedanken bei ihrem Kind. Sie ist gestresst, lässt sich vll auch "gehen", nimmt in Kauf, dass der Busen hängt und es Schwangerschaftsstreifen gibt. Sie liegt nachts wach, und leidet. Sie weint, schreit und schimpft. Sie leidet, wenn das Kleine mit verklebten Augen auf dem Sofa sitzt, wenn es mit 40 Fieber Wadenwickel bekommt und auch wenn man Ihm die Grenzen aufzeigt und mal ein böses Wort aus dem Mund kommt oder geschimpft werden muss!! Wenn es dem Kind NICHT seinen Willen lässt und ihm frühzeitig beibringt, dass "Mutter" sein nicht mit Kochen, Waschen und Bügeln, sowie das Hinterher räumen von Klamotten bedeutet. Sie leidet und schämt sich, wenn es im Supermarkt vor der Kasse schreit und sich auf dem Boden wälzt....
    Diese Gefühle, diese Mutterliebe, die vollste Konzentration und bald das "sich selber Aufgeben" beinhaltet - ist das NICHT "GUT"??
    Sicher, es gibt auch Momente, an denen es "nicht mehr weiter geht".
    Es scheint so, als wär man überfordert. Aber auch mit den dicksten Rändern unter den Augen, mit den zotteligsten Haaren und auch mit Tränen in den Augen.......FÜR DAS KIND bist du/ist die FRAU die "gute MUTTER, die BESTE und die liebste Mutter der Welt"!! Und auch kurz vor dem zusammenklappen mit mieser Laune und verschwitzt vom Tag: Es gibt keine Mutter, die nicht mal eben ein Butterbrot schmieren kann, ein "Gute Nacht Küsschen" fürs Kind hat oder es ungewaschen ins Bett schickt.
    Das ist Alltag, das ist Realität, das ist es, nicht den Ansprüchen Anderer zu genügen zu wollen - das ist "GUT SEIN"..

    Doch, DAS ist es, was eine Mutter ausmacht, das ist es, was man meint, wenn man davon spricht, "gut mit Kindern umgehen zu können".

    Angst ist eine völlig falsche Basis. Gedanken machen ja, aber JEDE Frau macht instinktiv das Richtige. Und das ist GUT. Für sich und für das Kind/die Kinder. Ein Leben lang.
    Und ich denke, auch Dir ist es gegeben und du WIRST eine Mutter sein.

    Wenn du dann zum Muttertag das erste selbstgemalte Bild auf deiner guten Tischdecke, die erste beklebte Klorolle mit Stofffetzen, geschnibbelt aus deinem Lieblingspullover vom Kind, mit einem Küsschen und "Mama ich hab dich lieb" bekommst - dann hast du die Gewissheit und kommst zu der Erkenntnis das es völlig Normal ist, Mutter zu sein. Eine "GUTE MUTTER" zu sein.


    Off-Topic:
    Hab ich das wieder verzapft da oben....mannomann....
    Meine Mutter ist seit 10 Jahren Tod und wir konnten uns auf den "Tod" nicht ausstehen.....Trotzdem sage ich nicht, dass sie eine "schlechte Mutter ist oder war. Sie hat leider zu oft den Schein wahren wollen und sich überall reinreden lassen, obs von Verwandte oder von anderen war. Und hat Ihre Wut auf ihren Mann - meinen Vater auf mich übertragen. Da er Alkoholiker ist, hat er viele Dummheiten gemacht. Obwohl meine Mutter mir gesagt hat: "Weil ich mit Dir schwanger war, musste ich diesen Trinker heiraten", sage ich nicht, sie war eine schlechte Mutter oder hätte mich nicht geliebt. Ich habe daraus Lehre gezogen und es Anders gemacht.
    Sie hat mir schließlich das wunderbare Leben geschenkt, und dieses kostbare Gut werde ich mir nicht kaputt machen lassen, indem ich andere indirekt dafür Verantwortlich mache und erst Recht nicht, indem ich nicht auch wenigstens (leider!! ich wollte schon mit 15 Kinder haben!!) einem Kind die Chance gebe, das hier alles zu erleben und ihm (s)ein wunderschönes (nicht materielles) Leben zu schenken, bzw ihm den Weg für ein Solches zu bereiten.....
     
    #10
    donmartin, 9 September 2009
  11. User 75021
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    Verheiratet
    Toller Beitrag, donmartin :anbeten:

    Ich schildere mal kurz aus meinem Leben:

    Ich hatte nie etwas mit Kindern am Hut!
    Kinder haben mich genervt.
    Ich habe eine jüngere Halbschwester und selbst die konnte ich in meiner Jugend kaum ertragen *gg*
    Ich hätte sie manchmal vor die Wand klatschen können, ganz ehrlich.
    Für mich war immer klar: Ich will nie Kinder haben!
    Ich hielt mich für absolut ungeeignet und hatte auch gar keinen Bock auf MEIN Leben wegen einem frechen Blag zu verzichten...und dann wurde ich mit 19 ungewollt schwanger.
    Katastrophe.
    Meine ganze Familie schlug die Hände über dem Kopf zusammen und dachte "oh gott".
    Naja, hab mich dann damit arrangiert und mir wenig Gedanken gemacht.
    Mein Sohn war dann irgendwann auf der Welt (und damit konnte ich mich kaum anfreunden, Jungs waren ja noch schrecklicher als kleine Mädchen) und ich konnte ihn nicht mehr zurückgeben, war halt meins.
    Zuerst war mir alles völlig fremd. Ich hatte nie zuvor ein Baby gewickelt, angezogen, gebadet oder gefüttert...ich hatte Angst das ich ihn fallen lasse wenn ich ihn ihm Arm halte, das ich ihm aus Versehen beim anziehen/wickeln ein Bein breche oder ich ihn einfach mal irgendwo vergesse.
    Nichts von alledem ist passiert.
    Mein Sohn war sicherlich damals auch mein "Versuchskaninchen", weil ich ja absolut keine Erfahrung mit Kindern hatte.
    Aber es ist tatsächlich so, das man in die Mutter-Kind Beziehung reinwächst.
    Man hat ganz schnell den Dreh raus und weiß wie man mit dem Kind umgehen muss, man lernt mit dem Kind und entwickelt sich weiter.
    Heute bin ich tierisch froh das ich meinen Sohn habe und stolz auf uns beide, das wir das so toll hinbekommen. Er ist jetzt fast 9 und hat sich zu einer lieben Persönlichkeit entwickelt. Ich möchte mir mein Leben ohne die Kinder gar nicht mehr vorstellen und kann selber kaum glauben, das ich früher so negativ über Kinder gedacht habe.
    Klar ist es etwas anderes ob man eigene Kinder hat oder fremde betreut, jedoch bin ich mittlerweile wahnsinnig kinderlieb und das spüren auch die Freunde meiner Kids. Wir haben oft Besuch und die Zwerge kommen gerne zu uns.
    Man muss sich einfach gehen lassen, nicht darüber nachdenken was andere Erwachsene von einem halten wenn man mit dem Kind durch den Dreck robbt.
    Ich sehe die Welt mit Kinderaugen und das erleichtert mir den Umgang mit Kindern.
     
    #11
    User 75021, 9 September 2009
  12. donmartin
    Gast
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    ja!!! Dito
     
    #12
    donmartin, 9 September 2009
  13. Tinkerbellw
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    nicht angegeben
    In einer Sache muss ich einigen Vorrednern wiedersprechen....Es gibt für mich auch schlechte Mütter. Ich sage nicht, dass diese Frauen schlechte Menschen sind, aber sie sind nich gut als Mutter geeignet. ich arbeite als Therapeutin und es gibt seltene aber auftretende Fälle von Therapiekindern bei denen die Mütter Null Emphathie (=Einfühlungsvermögen) für das Wohlergehen ihres Kindes haben oder das Kind einfach nur heillos überforden. Wir hatten Anmeldegesppräche in unserer Einrichtung da hieß es " Mein Kind ist doch eh balla balla" oder " hauen bringt da gar nichts da schlägt er zurück und wenn man dann haut, haut er noch fester"(bei einem autistischen Kind!!! etc.
    Also meiner Meinug nach gibt es Menschen denen fehlt das Verständnis oder zumindest die Lust sich in die Welt des Kindes einzufühle, aber das sind die wenigstens.
    Ich arbeite seit meiner Studienzeit mit Kindern und auch wenn einem theoretisch viel über die Störungsbilder bei Kiddies beigebracht wurde hat einem keiner gesagt wie man sich denn direkt die pädagogische Arbeit mit den Kind vorzustellen hat. Aber ich denke mit der Zeit lernt man wirklich mit Kindern umzugehen sich auf das Kind individuell einzustellen.
    jetzt durch die Teilarbeit in einer integrativen Kita rutsche ich auch oft in die Erzieherrolle: Grenzen setzen, abestecken und auch Konflikte aushalten trotzdem aber dem Kind vermitteln, dass es in seiner Persönlichkeit ok ist. Das fand ich anfangs schwer aber ich glaube auch das gelingt mir inzwischen ganz gut.

    Also ich glaube fest daran, dass du eine gute Mutter wird, da du dir Gedanken machst. Du wirst nicht deinen Weg gehen sondern bist bereit zu lernen- von deinem Freund und auch von deinem Kind. ich denke eine Mutter mit so einer Einstellung kann sich ein Kind nur wünschen!
     
    #13
    Tinkerbellw, 10 September 2009
  14. Chérie
    Chérie (30)
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    Ich kann sehr gut nachvollziehen, was du empfindest. Mein Freund hat eine Tochter (fast 10) und sie war auch das erste Kind in ihrem Alter, mit dem ich näher zu tun hatte.
    Altersmäßig sind wir natürlich zu nah beieinander, um irgendwie Mutter-Tochter-Gefühle zu entwickeln. Und das ermöglicht mir, mich eben an meine eigene Kindheit mit Barbie, Verstecken, Schule spielen etc. erinnere und mich ein Stück weit einfach darauf einlasse.
    Kinder animieren ja meist von ganz alleine, du selbst musst kaum etwas dafür tun - einfach mitmachen, wenn du es möchtest!
    Gleichzeitig haben wir neulich was gespielt: sie war die Mutter und ich das Kind. Sie war schon im Spiel so mütterlich, das war der Wahnsinn. Total bemüht usw. Ich war dann natürlich auch mal die Mutter, und habe es absolut nicht hinbekommen, "mütterlich" zu spielen.

    Aber auch ich bin zuversichtlich: man wird in diese Rolle hineinwachsen, insbesondere, wenn es auch um eigene Kinder geht!
     
    #14
    Chérie, 10 September 2009
  15. donmartin
    Gast
    1.903
    Natürlich! Siehst du das richtig und bist an der Basis, hast Erfahrungen!

    Im Zusammenhang mit der Frage der TS, wollte oder möchte niemand extreme und "andere" Erziehungsmethoden aufzeigen....ich jedenfalls nicht.

    Die TS macht sich Gedanken und das ist GUT. Sie möchte sich vorbereiten und dem Kind ein Leben ermöglichen, auf das es einen Anspruch hat.
    Nicht "gut" oder "schlecht" definieren, weil darüber streiten sich die Gelehrten seit Jahrtausenden und würde hier den Rahmen sprengen...:zwinker:

    Ich möchte mich auch gar nicht mit diesen Menschen beschäftigen, mir tun eher die Kinder leid. Denn sie haben einen Anspruch darauf, dass sich Menschen frühzeitig Gedanken machen (wie die TS) und "Wissen" was sie wollen und sich bewusst sind, das es ein Mensch ist, dem man dort gegenübersteht/dem man das Leben schenkt/geschenkt hat....
    :winkwink:
     
    #15
    donmartin, 10 September 2009
  16. User 75021
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    Verheiratet
    Natürlich gibt es solche Mütter, aber ich denke nicht das die TS eine schlechte Mutter wird, da sie sich jetzt schon solche Gedanken macht.
    Das finde ich sehr gut.

    Aber du hast recht, es gibt Mütter bzw Eltern denen man verbieten sollte sich fortzupflanzen. Ich bekomme da recht schnell Wut auf die Eltern und kann dann nicht mehr rational denken...mir tun die Kinder immer furchtbar leid und ich bekomme den Drang sie alle mit nach Hause zu nehmen...jaja, Helfersyndrom :ashamed:
    Ich lasse auch den besten Freund meines Sohnes so oft wie es geht bei uns spielen, damit er wenigstens ab und zu Familienleben genießen darf-er ist ein Heimkind und hat Kontakt zu seiner Mutter.
    Ich weiß nicht was da vorgefallen ist, das er im Heim lebt aber ich kann es nicht verstehen. Er ist ein wirklich lieber und hilfsbereiter Kerl.

    Mal gut das ich nur eine Wohnung und kein Bauernhaus mit vielen Zimmern habe :grin:
     
    #16
    User 75021, 10 September 2009

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