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Kannibalismus

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von ProxySurfer, 4 Dezember 2003.

  1. ProxySurfer
    Sehr bekannt hier
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    Single
    Aus aktuellem Anlass 2 Fragen:

    1. In den Medien wird der Kannibale, der jetzt vor Gericht steht, in Zusammenhang mit sexuellen Perversionen gebracht. Findet ihr, daß das was mit Sexualität zu tun hat?

    2. Wenn ihr Richter wärt, wie würdet ihr den Kannibalen bestrafen? Mord (Gefängnis)? Perverse Sterbehilfe (geringe bis mittlere Haftstrafe)? Psychatrische Anstalt für immer? Oder nur psychatrische Therapie?

    Meine Antworten:
    1. Finde daß es nichts mit Sexualität zu tun hat. Der ist einfach nur psychisch krank.
    2. Psychische Anstalt mit Therapie. Und nur raus lassen, wenn sicher ist, daß von ihm keine Gefahr ausgeht.
     
    #1
    ProxySurfer, 4 Dezember 2003
  2. glashaus
    Gast
    0
    1) Stimme dir zu
    2) Haft und Therapie, wobei ich denke dass die Erfolgsaussichten relativ gering sind. Wobei 'Mord' ja nicht wirklich passend ist, angeblich wollte das 'Opfer' ja verspeist werden.

    Frage mich wo sich die Gesellschaft noch hinentwickeln wird?
     
    #2
    glashaus, 4 Dezember 2003
  3. lin
    lin
    Gast
    0
    für mich sehr schwierig zu beantworten..... aber 1. ist sicher eine sexuelle perversion. sexuell dadurch, da es dem zweck des aufgeilens diente und es diese menschen anmachte. da ists ja egal was wir davon halten, aber sobald jemand etwas tut, damit es ihn anmacht, damit er zum orgasmus kommt, etc, etc, ist es sexueller basis....

    zu nr 2.... das problem an dieser sache ist, dass das opfer es wollte....tötung auf verlangen.... das ists und nciht mehr! wenn ich jemanden dazu bringe mich umzubringen und das will und das alles schriftlich, etc, festhalte, so dass es verhält (warn ja auch videoaufnahmen dabei)..... dann ists auf verlangen....
    und dafür gibts n gesetzlichen strafbestand! ich denke eine therapie bringt net viel aber eben....ich bin für gefängnis! denn er hat nicht wahllos ein opfer umgebracht sondern eines auf verlangen....
     
    #3
    lin, 4 Dezember 2003
  4. Maximus
    Maximus (37)
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    nicht angegeben
    Sexuelle Perversionen sind ja nun mal in gewisser Weise abnormale und damit, allerdings nur zum Teil, krankhafte, sexuelle Triebe. Also stehen beide Seiten richtig. Zum einen, dass es einfach nur krank ist, zum anderen, dass es eine sexuelle Perversion ist. Ist ja vergleichbar mit vielen anderen, sexuellen Perversionen. Nekrophilie zum Beispiel. Auch krank, aber eben eine Krankheit die auf einer sexuelle Perversion basiert.

    Es geht doch, wenn man den Berichten trauen kann, ganz deutlich aus denen hervor, dass er diese Phantasien hatte und später diese Tat ausgeführt hat, um eine sexuelle Befriedigung zu erlangen. Das Opfer hat sich ebenfalls genau aus diesem Grund dafür "zur Verfügung" gestellt um für sich selbst ebenfalls eine Befriedigung zu erhalten.

    Für uns ist das nicht vorstellbar, bzw. zumindest für mich nicht. :grin: Das Opfer, bzw. das freiwillige Opfer, wie auch der Täter selbst, haben diese "Schlachterei" lediglich ausgeführt, um sich eine -sexuelle- Befriedigung zu suchen, welche man eben durchaus als -krank- bezeichnen kann und sollte. Wie gesagt, für uns nicht vorstellbar und nachvollziehbar, aber diese Tat ist die Folge einer sexuellen, krankhaften und perversen Phantasie und eines sexuellen Triebes zweier Männer, die sich einzig nur getroffen haben, um diesen Trieb zu befriedigen.

    Zum Urteil: Ich kann das ja wirklich nciht so beurteilen, aber aus der ersten Sicht heraus würde ich sagen: Haft lediglich für Tötung auf Verlangen, danach aber lebenslanger Aufenthalt in der Klappse mit vernünftiger Betreuung. Ich denke, man sollte diesen Menschen nicht mehr in die Freiheit entlassen, diese Phantasien scheint er ja schon seit seiner Kindheit zu haben, und dieser Mann ist ja nun knapp 40 wenn ich mich recht entsinne. Diese Phantasien bekommt der beste Psychologe folglich nicht mehr unter Kontrolle. Ergo, eine tickende Zeitbombe. Wer weiss, ob er sich nicht mal ein Opfer sucht, welches sich nicht freiwillig verspeisen lassen möchte aber eben doch von ihm verspeist wird, wenn er irgendwann mal wirklich wieder entlassen werden sollte. Faktisch zu gefährlich, den überhaupt irgendwann noch mal auf die Menschheit loszulassen.
     
    #4
    Maximus, 4 Dezember 2003
  5. in den usa wäre so einer in die todeszelle gekommen - in deutschland ist kommt er mit ner kleinen haftstrafe davon und wird bei guter führung nach ein/zwei jahren auf freien fuß gelassen, es sei denn, er findet vorher schon seinen eigenen weg nach draußen - hats ja alles schon gegeben.
     
    #5
    JimiHendrix2901, 4 Dezember 2003
  6. global player
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Zu 1. Ich meine auch, dass es sich um eine sexuelle Perversion, denn nachdem, was man den Medien entnehmen kann, diente die Behandlung durchaus zur Befriedigung des Sexualtriebes. Insbesondere wurde ja bekannt, dass der Täter dem Opfer, als es noch lebte, den Penis abgeschnitten hat und diesen mit dem Opfer gemeinsam verspeisen wollte. Die Wunde hatte er abgebunden. Gegessen hat er das Geschlechtsteil dann aber doch nicht wegen der Konsistenz dessen, wie es hieß.

    Zu 2. Was die begangene Tat betrifft, hängt es wohl davon ab, ob das Opfer tatsächlich bei freiem Bewusstsein in die Tötung/Verspeisung eingewilligt hat. Zwischenzeitlich wollte das Opfer nämlich wieder nach hause nach Berlin fahren, hatte sogar schon eine Fahrkarte gekauft, ließ sich dann aber irgendwie überreden, doch beim Täter zu bleiben. Dann begann der Täter dem Opfer Schlafmittel einzuflösen und anschließend Alkohol. Das Gericht wird also klären müssen, inwieweit das Opfer tatsächlich zum Tatzeitpunkt eingewilligt hatte bzw. ob diese Einwilligung fortdauerte. Wenn nicht, sieht es sehr stark nach Mord aus. Kann die Sache nicht restlos aufgeklärt werden, gilt wohl in dubio pro reo Tötung auf Verlangen. Ob die Einweisung in ein psychiatrisches Krankenhaus erfolgen kann, hängt davon ab, ob der Täter zumindest vermindert schuldfähig ist. Danach sieht es offenbar, was man so hört, momentan nicht aus. Allerdings hat der Gutachter noch nicht ausgesagt.
    Es bleibt also spannend.
     
    #6
    global player, 4 Dezember 2003
  7. Unicorn
    Unicorn (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Es hat definitiv mit Sexualität zu tun, da es (auch) um sexuelle Befriedigung ging.
    Ich würde das als eine Art extremen Fetischismus bezeichnen - für andere Leute sind Nylonstrumpfhosen des ultimativ erregende Moment :zwinker: , für ihn war es der "Mord" und Kannibalismus. (Köpft mich nicht gleich für den Vergleich, ja? Ich will damit keinesfalls verharmlosen. Natürlich kann man das nicht mehr als "normalen" Fetischismus bezeichnen, weil er dabei einen Menschen getötet hat.)

    Er hat jemanden "auf Verlangen" getötet. Man könnte sagen, eine Art Sterbehilfe - jemand wollte aufgrund seiner psychischen "Störung" geschlachtet werden, das hat er getan.
    Natürlich "hätte er das nicht gedurft". Der einzig richtige Weg im Umgang mit dem späteren "Opfer" (was meiner Meinung nach der falsche Begriff ist) wäre gewesen, ihn zu einem Psychologen zu schicken...

    Um wieder aufs Thema zurückzukommen: Wenn er beweisen kann, dass sein "Opfer" wirklich so getötet werden wollte, sollte er die dafür vorgesehene Haftstrafe bekommen, parallel dazu eine umfassende psychiatrische Therapie.
    Ich finde es falsch, etwas von "Für immer wegsperren" zu schreien. Denn man muss meiner Meinung nach immer beachten, dass sein "Opfer" getötet werden wollte - und zwar genau so (jedenfalls, soweit mir bekannt ist). Das ist kein Mord, und er stellt auch keine Gefahr für andere Menschen dar. Jemanden, der kleine Kinder missbraucht, würde ich weitaus eher "für immer wegsperren" als diesen Mann, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht jemanden gegen dessen Willen getötet hätte.

    Liebe Grüße vom nachdenklichen Fabeltier
     
    #7
    Unicorn, 5 Dezember 2003
  8. PeterLustig
    0
    Na, dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben.
    Erstmal sollte klar sein, dass es nur bedingt sexuelles Verlangen war!
    Denn soweit ich das mitbekommen habe, wollte das Opfer nur das er den Schwanz abgeschnitten bekommt (Kastration) und sie den zusammen verspeisen. Allerindgs ist bei dem Vorfall etwas schiefgelaufen und der Typ wäre verblutet, sodass er ihn töten musste. Also wollte der Mann nicht wirklich getötet werden. Zumindest gehörte der Tod sicher nicht zu seinem sexuellen Verlangen.

    Dann sollte man auch sehen, dass das Opfer nicht gefragt hat, sondern der Kannibale gesucht hat. Klar, es gibt etliche Seiten im Netz, wo solche Menschen ihren Neigungen pflegen. Es gibt teilweise Seiten, wo Männer ihre Selbstkastration mit Bilder und Videos dokumentieren.
    Sicher ist das aus meiner und wohl aus der Sicht der meissten Menschen unvorstellbar und extrem krank, aber solange sies an sich machen, hab ich kein Problem damit, doch wenn sie es an anderen Menschen tun, egal ob gewollt oder nicht hab ich damit ein Problem, zumal der Tod bei der Phantasie wohl nicht auszuleben sein darf. Für mich gehört der Typ nicht ins Gefängnis und schon garnicht in die Klappse, sondern auf den elektrischen Stuhl! Dieser Mensch ist mit Sicherheit nicht therapierbar und kostet den Staat nur Geld und eventuell weitere Opfer! Zudem wird dieser Fall ähnlich Folgen haben, wie damals der belgische Kinderschänder. Es wird viele Nachamer geben! Ein hoch auf unsere Medien!
     
    #8
    PeterLustig, 5 Dezember 2003
  9. lin
    lin
    Gast
    0
    doch zuerst zumindest wollte das opfer das auch. ob das stimmt was oben geschrieben wurde, dass der typ wieder nach hause wollte weiss ich nicht, aber der tod war geplant!
     
    #9
    lin, 5 Dezember 2003
  10. PeterLustig
    0
    Naja, an der Strafe sollte sich meineserachtens trotzdem nichts ändern!
    Wenn jemand Sterbehilfe leistet wird er auch bestraft!
     
    #10
    PeterLustig, 5 Dezember 2003
  11. lin
    lin
    Gast
    0
    ja, aber anders! und ich kann da net viel gegen sagen,w enn der es wollte...

    ich finde übrigens sterbehilfe im krankheitsfall ( unheilbare krankheit mit schmerzen ) sollte straffrei sein, jedoch isses wat anders :smile:
     
    #11
    lin, 5 Dezember 2003
  12. PeterLustig
    0
    Es ist nur schwer möglich festzustellen ob es Strebehilfe war, deshalb bin ich gegen Sterbehilfe! Das gäbe wieder etliche Fälle die trotzdem vor Gericht landen würden.

    Nur weil er eventuell getötet werden wollte, kann man ihn nicht töten, dann bräuchten wir auch keinen Menschen helfen, die sich die Pulsadern aufschneiden.Sowas kann in Verzweiflung schon mal vorkommen.
     
    #12
    PeterLustig, 5 Dezember 2003

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