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  • matze8474
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    vergeben und glücklich
    20 September 2006
    #1

    Kapitalismus

    Seid ihr für oder gegen den Kapitalismus??
    Bitte mit Begründung.

    Ich bin für den Kapitalismus, da ichj der Meinung das die Leute, die etwas leisten auch etwas erreichen im Kapitalismus.
     
  • Nicht die richtige Frage? Hier gibt es ähnliche Themen:
    1. Soziale Marktwirtschaft: wünscht ihr euch mehr Kapitalismus oder mehr Sozialismus?
  • enteo
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    20 September 2006
    #2
    Dagegen, da die Kluft zwischen Arm und Reich zwangsläufig immer größer wird. Alles dreht sich nur ums Geld. Die Reichen werden immer reicher und manche arme Leute leben nur von der Hand im Mund. Man kann zwar sagen, man habe sein Leben selbst in der Hand und ist dafür verantwortlich, aber manch einer bekommt ja nichtmal die Chance dazu.
     
  • Altkanzler
    Altkanzler (38)
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    20 September 2006
    #3
    schön einfach zu sagen "bin dagegen" und aus... wenn man schon dagegen ist sollte man auch sinnvollere und funktionierende (!) gegenvorschläge bringen...

    Ich verstehe die Nachteile des Kapitalismus, aber ehrlich gesagt geht es mir wegen ihm gut und aufgrund meiner Faulheit sehe ich auch keinen zweck dies ändern zu wollen
     
  • matze8474
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    vergeben und glücklich
    20 September 2006
    #4

    Seh ich auch so, warum soll ich mich auf irgendeine Weise gegen einen großen Teil der Gesellschaft stellen, wenn ich mich doch einfach nur anpassen brauch.

    Und das mit dem arm und reich, es hat doch jeder selbst in der Hand, was er aus seinem Leben macht.
     
  • ProxySurfer
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    20 September 2006
    #5
    Ich schließe mich enteo an.

    Der Kapitalismus ist keine Demokratie, sondern eine Diktatur* des Kapitals und wird die Probleme der Zukunft nicht lösen können (Globalisierung; technischer Fortschritt = Job-Vernichtung; Klimaproblem). :wuerg:

    * Zur Richtigstellung: Die DDR war auch eine Diktatur, eine die ich nicht zurück haben möchte. :kopfschue
     
  • Altkanzler
    Altkanzler (38)
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    20 September 2006
    #6
    Yeah einseitigkeit ist mal gaaanz klasse... technischer Fortschritt = Job-Vernichter ?

    sehr glaubwürdig .....

    und das gleichsetzen von kapitalismus mit diktatur ist ebenso unsinnig... im kapitalismus hast du die möglichkeit dich selbst für etwas zu entscheiden, du kannst bestimmen was du machst, was du anschaust und was du versuchen willst zu werden. Auch lässt dich der kaptialismus eine beliebige Meinung haben, reisen in beliebige Länder und die freie Wahl eines Berufes... klingt für mich ja mal wirklich nach diktatur *kopfschüttel*
     
  • ProxySurfer
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    20 September 2006
    #7
    @ Altkanzler:
    Ich meinte damit: Je mehr moderne Technologien (Computer, Roboter usw.), umso weniger Menschen werden gebraucht. Ein Produkt, welches in den 60er Jahren 10 Leute in 5 Stunden herstellten, stellt heute 1 Mensch in 2 Stunden her. Die restlichen Leute kriegen Hartz IV und werden als faul abgestempelt.

    Was das andere betrifft (Reisefreiheit, freie Berufswahl usw.) hast du zwar recht, trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung, weil der gegenwärtige Kapitalismus die ZUKUNFTSprobleme (siehe Proxy S. oben) nicht lösen kann.

    Ein neues Gesellschaftssystem muss die vorhandene Arbeit auf alle verteilen und die weltweite Kehrtwende beim Umweltschutz durchsetzen.
     
  • Gravity
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    nicht angegeben
    20 September 2006
    #8
    Ich bin eher für einen regulierten und gemäßigten Kapitalismus. Ist wohl aber auch geprägt davon, dass ich derzeit am unteren Ende des Kapitalismus rumhänge und kein Kapital mehr habe, um mich nach oben zu arbeiten. Ohne Moos nichts los. Und genau das ist mein Kritikpunkt am Kapitalismus.
     
  • simon1986
    simon1986 (32)
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    20 September 2006
    #9
    Im Kapitalismus wird grundsätzlich Alles zur Ware. Die saubere Luft, das Wasser, die Sicherheit, sogar die Liebe. Im Kapitalismus werden Güter produziert die es besser nicht gäbe, z.B.Waffen und Personenminen.

    Der Mensch, der in diesem System reich wird und nach oben kommt, ist darauf angewiesen, dass Andere unten bleiben, z.B. als "Helfer-Typen" zu einem bescheidenen Lohn soziale Arbeit verrichten, Kranke pflegen usw. Das heisst, der Kapitalismus geht davon aus, dass es immer Gutmeschen geben wird, die unentbehrliche Arbeiten verrichten, für die kein Geld vorhanden ist. Er schafft ein Paradies für eine Minderheit.

    Damit möchte ich nichts gegen den Kapitalismus gesagt haben:engel:
     
  • Altkanzler
    Altkanzler (38)
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    21 September 2006
    #10
    die aussage so ist falsch. Je moderne eine Gesellschaft wird umso mehr verschiebt sich das arbeitsfeld. Auf der einen Seite werden weniger ungelernte Kräfte gebraucht, da stimme ich dir zu, auf der anderen Seite braucht eine moderne Gesellschaft wesentlich mehr Menschen die eben diese Modernität entwickeln und pflegen. Soll heissen, dass man heutzutage mehr Menschen benötigt z.b. komplexe Maschinen zu entwicklen, warten und bedienen, dafür weniger die die eigentliche Arbeit der Maschine leisten.

    der eigentliche sozialistische utopische Gedanken.... meiner Ansicht nach noch nie funktioniert und wird es auch nicht - dafür ist der Mensch zu böse... zu rachsüchtig, egoistisch und gierig.
    aber,das meine ich ehrlich, eine Gesellschaft braucht wohl diese "verlorenen" idealisten...

    Die problematik die unsere Gesellschaft bzgl der Arbeit hat ist nicht, dass es zu wenig arbeit gibt, es gibt zu wenig gut genug ausgebildete Menschen. Die Resourcen für arbeit ist vorhanden, doch scheinbar nicht das Können / wollen oder was auch immer dies richtig zu nutzen.

    Noch ein Nachtrag:
    Die Diskussion ist meiner ansicht nach dahingegend sinnlos, da der Sündenbock beim Kapitalismus gesucht wird. Die Frage die sich hier stellt ist, kann eine Theorie, eine Lebensweise schuldig für etwas sein, oder sind es nicht die Menschen, die Gesellschaft die eine Theorie missbraucht die Schuldigen ?
    Scheinbar ist der Kapitalismus aufgrund seiner Popularität und seiner "Hartnäckigkeit" die Theorie die für das - sagen wir - "versaute' menschliches Sein das passenste zu sein... ist somit dann der Kapitalismus schuld, dass die Menschen ihn adoptieren ? Sind die Menschen so unmündig, dass sie sich so doktrieren lassen von etwas ?
    Meiner Ansicht nach NEIN... diese Sichtweise wäre naiv
     
  • whitewolf
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    nicht angegeben
    21 September 2006
    #11
    Bis hierhin ist es, zumindest im Prinzip, richtig.

    Nach der Rechnung waeren dann also 90% arbeitslos, was einer Arbeitslosenquote von 900% entspraeche.

    Davon hab ich bisher jedenfalls noch nichts gehoert.

    Das was Du ansprichts (Fachbegriff: Produktivitaetssteigerung) ist nicht korreliert mit steigender Arbeitslosigkeit. Das ist ein abgedroschenes Maerchen, das linke Kreise seit Urzeiten predigen, aber dadurch wird es nicht richtiger.


    Sicherlich hat der Kapitalismus auch seine Schattenseiten, aber solange mir keiner ein funktionierendes alternatives Wirtschaftssystem zeigt, halte ich ihn fuer das beste System.
     
  • 3-2-1-Ich
    Gast
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    21 September 2006
    #12
    Automation führt nicht zwangsläufig zu einer höheren Arbeitslosigkeit, sondern Innovationen gleichen i.d.R. wegfallende Tätigkeitsbereiche wieder aus (das zur Theorie:cry: )!

    An deinem Beispiel orientiert: es ist sicher richtig, dass heute nur noch ein Bruchteil der Werksbeschäftigten an der direkten Produktion (Zusammenbau) eines Fahrzeugs im Vergleich zu den "70igern" tätig sind, vergessen darfst du dabei aber nicht, dass seitdem jedoch unzählige Stellen in der Entwicklung und auch in der Produktion von u.a. Fahrzeugelektronik (Bordcomputer, Navigationssysteme und Sicherheitssysteme etc. gab es damals noch nicht) entstanden sind.
     
  • SottoVoce
    SottoVoce (35)
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    21 September 2006
    #13
    Ich bin überzeugte Kapitalistin, OBWOHL ich am unteren Ende herumdümpele und zu den Armen zähle... Es überzeugt mich aber, dass jeder beim Kapitalismus selbst sein Schicksal ein stückweit in der Hand hat.

    Das ist es auch, was mich zB am Kommunismus sowas von stört... Ich bin nur dann ehrgeizig, wenn ich FÜR MICH was dabei herausholen kann. Die Gemeinschaft interessiert mich nicht besonders, wenns ums Geld geht. Ich helfe gerne, aber nur, wenns FREIWILLIG ist.
     
  • 3-2-1-Ich
    Gast
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    21 September 2006
    #14
    Ja, zumindest in Deutschland läßt sich noch sagen: "jeder ist seines Glückes Schmied"; in anderen Ländern sieht es häufig völlig anders aus, da bereits Kinder aus Kinderreichen und/oder einkommensschwachen Familien kaum Zugang zur oftmals kostenpflichtigen Bildung erhalten.
     
  • User 15848
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    21 September 2006
    #15
    Ich bin dagegen.

    Es geht für mich nicht darum, ein besseres System aufzuzeigen, Kapitalismus hat für mich hauptsächlich mit der Einstellung zu tun. Eine Gesellschaft mit weniger kapitalistisch eingestellten Menschen würde mir nun mal besser gefallen. Das heißt nicht, dass man gleich das ganze System umstellen müsste.

    Dass deshalb jeder sein Schicksal selbst in der Hand hat oder seines Glückes Schmied ist, finde ich gelinde gesagt Unsinn. Das klingt ja grad so, als wäre Glück und sogar Schicksal von Geld abhängig. Damit wird Geld wieder als oberstes Ziel und Allheilmittel hingestellt, als einzig Wertvolles im Leben und damit sind wir wieder bei der Einstellung, die ich an kapitalistischen Gesellschaften nicht leiden kann.
     
  • User 12216
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    21 September 2006
    #16
    dagegen!zumindest gegen den jetzigen!
     
  • 3-2-1-Ich
    Gast
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    21 September 2006
    #17
    Du läßt völlig unberücksichtigt, dass Geld der Motor des allgemeinen Wohlstands (und damit auch maßgeblich zum Wohlbefinden beiträgt) ist! Ohne Geld keine medizinische Versorgung, keine adäquate Bildungsmöglichkeiten, keine auf die Maßstäbe einer fortgeschrittenen Gesellschaft ausgerichtete Infrastruktur etc. - Geld bzw. fehlendes Geld fördert in erster Linie die individuelle Bereitschaft, sich zu entwickeln, was in der Masse zur Entwicklung und Erhalt einer Volkswirtschaft unumgänglich ist. Du verteufelst zu unrecht den Kapitalismus, denn dieser besagt lediglich, dass ein freies Unternehmertum grundsätzlich bestrebt ist, Gewinne zu erzielen; es gibt und gab nie ein anderes (auf Dauer lebensfähiges) System; der Kommunismus funktioniert bekanntermaßen nicht, wo wäre also die Alternative zu suchen?
     
  • whitewolf
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    21 September 2006
    #18
    Wie heisst es doch so schoen:

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis groesser als in der Theorie.

    Es geht schon darum, ein besseres System aufzuzeigen, denn traeumen kann ich auch selber.

    Was Dir besser gefaellt, sei Dir unbenommen, hilft allerdings konkret nicht wirklich weiter, wenn es nicht realisierbar ist.
     
  • Transporter
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    21 September 2006
    #19
    Im Sozialismus ist die Armut gleichmäßig verteilt, im Kapitalismus der Reichtum ungleich.
     
  • User 12370
    User 12370 (31)
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    21 September 2006
    #20
    Das Kapitalismussystem ist schlecht und fehlerhaft - aber ein besseres (welches mit dem gemeinen bürger funktionieren würde) haben wir noch nicht erfunden :hmm_alt:
     

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