Katze soll ersetzbar sein?

Dieses Thema im Forum 'Off-Topic-Location' wurde von Himbeercookie gestartet, 13 August 2012.

  1.  

    Himbeercookie Öfters im Forum

    Single
    Hey,

    ich muss darüber nun endlich ein paar Meinungen lesen

    Meine Katze hat Lymphknotenkrebs (heißt soviel wie, er kann kaum etwas fressen). Natürlich macht mich das alles ziemlich fertig, ich habe ihn schließlich aufgezogen seit er auf der Welt war. (Die Chance das er überlebt, ist momentan minimal)

    Irgendwie muss ich mit immer mehr Leuten kämpfen, die fragen, warum ich so ein Gesicht ziehe und ihnen dann sage was Sache ist. Und was bekomme ich als Antwort?

    "Das Tier kannst du sowieso ersetzen" oder "Nur eine Katze, kein Mensch"

    Das häuft sich an und mein Kopf tut schon weh, da ich irgendwie nur noch solche Meldungen zu hören kriege.

    Sehe ich die ganze Sache wirklich so verzwickt, oder sind das doch nur falsche Meinungen?
    Vielen Dank für eure Meinungen.
     
  2.  

    Reliant Sehr aktiv hier

    31 Jahre
    vergeben und glücklich
    Naja, ein Haustier ist ein guter und Treuer Freund.
    Aber auch wenn einem Menschen oder Tiere wichtig sind, manchmal verlieren wir sie, und auch wenn es schwierig scheint, kommen neue Tage und neue Freunde und neue Tiere.
    Vielleicht nicht ersetzbar, aber man macht weiter.
    Wieso es manche nicht verstehen das es einem weh tut ein Tier zu verlieren versteh ich dafür nicht.
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  3.  

    Maximilian Sorgt für Gesprächsstoff

    Single
    Also ich würde da nicht auf die andern hörren. Du hast dich sicher immerhin, immer um die Katze gekümmert und sie ist dir nun mal an das Herz gewachsen. Wenn es ein Gegenstand wäre, würde ich es noch verstehen. Aber nicht bei einem Lebewesen, das find ich schon etwas krass. Wenn deine Katze wirklich sterben sollte, dann wirst du das schon selber wissen ob du eine neue haben willst oder nicht. Aber ich hoffe die Katze steht das durch, viel Glück ;)
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  4.  

    MyHIMC Sorgt für Gesprächsstoff

    16 Jahre
    Single
    Mein Hamster ist vor einer Woche leider verstorben. Da bekam ich von manchen Leuten, den ich's erzählt hab auch solche Antworten. Andere, die selber ein Haustier besitzen, hatten Mitleid mit mir.
    Ich finds ziemlich frech von denen, die davor keinen Respekt haben. Aber ich hab mir gedacht, dass das vieleicht ihre Art ist, Mitleid auszudrücken... Ich finds trotzdem seltsam:confused:
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  5.  

    smurfy Meistens hier zu finden

    vergeben und glücklich
    Wir haben selbst 2 Katzen, die nun schon 5 Jahre alt sind - wir haben sie seit der Geburt.
    Einige Bekannt und Freunde von uns sind da gleicher Meinung, z.B. (wir wohnen im 5. Stock)
    "Naja, wenn der Kater da mal runterfällt, musst dir halt nen neuen holen, im Tierheim gibts ja genug..."
    Ich kanns auch nicht verstehen.
    Unsere Katzen gehören zur Familie, das selbe gilt für Hunde, etc.
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  6.  

    Himbeercookie Öfters im Forum Themenstarter

    Single
    Obwohl die selbst mit Haustieren aufgewachsen sind, das ist der Punkt den ich leider nicht verstehe.
    Ob das eine andere Art von Mitleid ist weiß ich nicht, aber eine solche Denkweise im falschen Moment preis zu geben, kann schon schmerzhaft sein.
  7.  

    honi soit qui mal y pense Öfters im Forum

    nicht angegeben
    Du siehst die Lage nicht verzwickt.
    Die Dir entgegengebrachten Meinungen können sicherlich so, wie sie geäußert wurden, gemeint sein;
    sie können aber auch eines bezwecken wollen: Dass Du die Lage eben nicht ganz so dramatisch nehmen solltest, die Krankheit der Katze Dich nicht so runterziehen soll - dann ist es aber sicherlich nicht "glücklich" formuliert, wenn es sich auf die zwei von Dir genannten Sätze beschränkt.

    Auch wenn es aufmunternd gemeint ist, stimmt nur, dass eine Katze kein Mensch ist, aber das hat nichts mit minder- oder höherwertig zu tun. Es ist schlichtweg falsch, dass ein Tier 1:1 ersetzbar ist; v.a. dann nicht, wenn es einen lange begleitet hat.
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  8.  

    MyHIMC Sorgt für Gesprächsstoff

    16 Jahre
    Single
    Hast recht. Zu Katzen hat man glaube ich eine "festere" Beziehung als zu einem Kanninchen oder Hamster. Ich hatte bisher auch nur Meerschweinchen und zwei Hamster... Wirklich traurig war ich nicht, aber trotzdem verstehe ich dich, dass du sehr traurig über den Zustand deiner Katze bist. Das bin ich auch :geknickt:.
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  9.  

    Himbeercookie Öfters im Forum Themenstarter

    Single
    Der Gedanke vom nicht zu dramatisch Denken ist berechtigt. Wie man so etwas aber rüberbringt ist dann eine absolut andere Sache.
    Leider verlief das Gespräch nur mit Mitleid, bevor sie hörten, dass es sich um ein Tier handelt
    --- Beitrag wurde zusammengefügt, 13 August 2012 ---
    Ach nein, das glaube ich nicht. Ich war auch etwas angeschlagen, als meine letzten beiden Merris (von 14) verstorben sind. :) Danke für deine Worte
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  10.  

    Saskia M Sorgt für Gesprächsstoff

    19 Jahre
    vergeben und glücklich
    niemand ist ersetzbar.. kein mensch und auch kein tier!

    wer das bis jetzt noch nicht erkannt hat, tut mir leid.
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  11.  

    Sit|it|ojo Sehr aktiv hier

    25 Jahre
    nicht angegeben
    Du hast eine emotionale Bindung, das Tier ist dir wichtig. Andere sehen es nur als Tier ohne Emotionen oder Bindung. Unglücklich formuliert aber relativ normal. Mir persönlich lieber als die, die gleich mit anfangen zu schluchzen. Meine Hündin hatte auch schon 3 Mal Krebs, leben tut sie immer noch und da wird sich wohl auch so schnell nix dran ändern. Ersetzen kann man ein Tier nicht, ist ja keine Sache. Aber leiden sollte man für sein Tier auch nicht. Trauer ja, leiden - nein.
  12.  

    Himbeercookie Öfters im Forum Themenstarter

    Single
    Wie gesagt, ich hoffe für meine Katze (es war nach wie vor im ersten Moment Trauer, als mir zu Ohren kam, was er nun hatte)
    Das ich weine wenn er dann tot da liegt, fände ich allerdings angebracht.
    Aber es geht ja hier um Meinungen und nicht um das Leiden
  13.  

    krava Verhütungsberaterin mit Herz & Hund

    32 Jahre
    Verliebt
    Gib da bloß nichts drauf!
    Als wir unsere inwzwischen verstorbene HÜndin für über 1000 Euro operieren haben lassen, bekamen wir auch zu hören, dass wir von dem Geld doch locker einen neuen Hund kaufen könnten. :(
    Und nach ihrem Tod vor knapp 3 Monaten haben auch die wenigsten meine riesengroße Trauer verstanden. Ihr Tod hat mich mehr getroffen als mich der von so manchem Menschen aus meinem Umfeld je treffen könnte. Das ist einfach Fakt!
    Ein Tier ist genauso wenig ersetzbar wie ein Mensch und die emotionale Bindung ist sehr oft noch viel größer als zwischen Menschen. Egal ob es eine Katze, ein Hund oder ein Meerschweinchen ist.

    Auch mein Freund, der eigentlich wirklich eine verdammt harte Schale hat, meinte nach ihrem Tod, dass er mehr getroffen ist, als wenn vielleicht sein Opa sterben würde, zu dem er keinen sehr guten Draht hat.

    Ich wünsch dir viel Kraft für die schwere Zeit, die dir und deiner Mietze bevorsteht.
    Ich weiß wie sehr einen so was umhaut, aber die Tiere vertrauen uns und es ist einfach unsere Pflicht, Verantwortung für sie zu übernehmen und im schlimmsten Fall uns auch dafür zu entscheiden, sie gehen zu lassen.

    Alles Gute!
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  14.  

    User 68775 Planet-Liebe Berühmtheit

    28 Jahre
    Single
    Naja, man leidet doch mit allem was man liebt und gehn lassen muss... oder nicht?
    Da macht es dann keinen Unterschied ob Katze oder Meersau. Den Vergleich mit Menschen finde ich an solchen Stellen immer albern, weil das einfach unterschiedliche Paar schuhe sein sollten.
    Wer seine Tiere behandelt wie seine Kinder tut ihnen mindestens so übel, wie jemand der sie gleichgültig behandelt.

    Dass kein Lebewesen, das das Leben mit einem geteilt hat und einen eigenen Charakter besaß, je ersetzbar ist, ist jedem, der Tiere hält und kennt bewusst.
    Genauso sollte einem eben bewusst sein, dass alles was lebt vergänglich ist, und der Mensch mehrere Generationen seiner Tiere überlebt.
    Man tut, was man für das geliebte Wesen tun kann und will, und irgendwann muss man es eben loslassen - in dem Wissen, dass was man geteilt hat einzigartig ist - dass es aber neue Einzigartigkeiten mit einem andern Tier geben kann. Etwas, das weder besser noch schlechter ist, und auch nicht gleichwertig... außerdem darf man nie vergessen, dass Tiere nicht wissen, was hätte sein können.
    Seinem Tier tut man das beste, wenn man ihm die Aneinanderreihung seiner Lebensmomente immer so gut wie möglich gestaltet, und wenn das nicht mehr möglich ist, die Verantwortung bis zum Ende übernimmt, dem Tier Leiden zu ersparen.

    Ignorier einfach was andre über deine Katze denken oder sagen und konzentrier dich drauf ihr die verbleibenden Zeit schön zu gestalten um dann bereit zu sein, sie gehn zu lassen.
    Und später ein anderes Tier anders zu lieben steht dir immer offen - so muss man das mit dem "ersetzen" dass Leute so blöd herumplappern versuchen zu sehen.
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  15.  

    Sit|it|ojo Sehr aktiv hier

    25 Jahre
    nicht angegeben
    Wenn du das gleiche unter leiden verstehst was ich darunter verstehe, dann nein. Deswegen auch die strikte Trennung zwischen Trauer und Leiden.
  16.  

    User 68775 Planet-Liebe Berühmtheit

    28 Jahre
    Single
    Off-Topic:
    tja, ich mache die Unterscheidung auch, aber ich leide auch mit Tieren, vor allem mit meinen, und trauere nicht nur um sie.
    Ich leide nicht unter ihrem Tod, wohl aber darunter, wenn sie leiden müssen und ich nicht helfen kann - außer mit dem Tod. Aber ich leide generell nicht unter gestorbenen Lebewesen - nur unter Sterbenden. Und ich leide mit den Trauernden, ob sie um Menschen oder um Tiere trauern.
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  17.  

    Himbeercookie Öfters im Forum Themenstarter

    Single
    Ob man im Leiden versinkt, liegt immerhin an der Beziehung vom Mensch zum Tier. Also würde ich mich da nicht festsaugen, dass es da so große Unterschiede für jeden gibt :)
  18.  

    Ritter Lanze Meistens hier zu finden

    35 Jahre
    nicht angegeben
    Ja, ein Tier ist kein Mensch. Aber wenn man eine enge Beziehung zu einem Tier hat, dann reagiert man emotional stärker als bei einem Menschen zu dem man keine enge Beziehung hat.
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  19.  

    User 68775 Planet-Liebe Berühmtheit

    28 Jahre
    Single
    Off-Topic:
    Naja, alles mit Maß :) In Leiden versinken ist nun auch nicht Ziel der Sache. wie gesagt, im Endeffekt muss alles was lebt auch sterben - und es für die, denen eine Lücke bleibt einfach kurzzeitig schlimmer, als für die, die sterben.
    Wie man damit umgeht ist letztendlich Sache des persönlichen Charakters. Aber ich muss sagen, dass Menschen, die mit ihren Tieren nicht leiden, und danach nicht um sie trauern, keine großen Sympathien von mir bekommen.
    Menschen die es allzusehr übertreiben jedoch auch nicht...
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  20.  

    User 118619 Sorgt für Gesprächsstoff

    30 Jahre
    nicht angegeben
    Es geht nicht um Meinungen, sondern um Gefühle. Und da zählt nur eins - nämlich deins. Und wenn dir das weh tut, hast du ein Recht dazu!

    "Ist doch nur ein Tier" ist leider eine gesellschaftliche Denkweise.. die sogar Menschen annehmen (oder zumindest vorgeben) die selber beim tod ihres Haustiers Rotz und Wasser heulen..um sich zu trösten, sich den Schmerz zu nehmen oder einfach nur nicht "verweichlicht" herüber zu kommen. Lass sie reden und denken was sie wollen und mach es mit dir selbst und hoffentlich 1-2 lieben Menschen die dich verstehen oder wenigstens für dich da sind aus.
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