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Keine Therapie für süchtige weil es ja mal Spaß gemacht hat?

Dieses Thema im Forum "Umfrage-Forum" wurde erstellt von die_venus, 29 Oktober 2004.

  1. die_venus
    die_venus (35)
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    Verheiratet
    Bin gerade in einer Diskusion und wollte auch eure Meinung dazu haben.

    Meint ihr auch, dass man süchtigen eine Therapie verweigern sollte, weil die Sucht am Anfang ja noch Spaß gemacht hat?

    Mir fallen da süchtige ein wie zum Bleistift: Raucher, Kiffer, Heroinsüchtige, Alkoholiker, Messies (schreibt man das so?), Tablettensüchtige, Kokainsüchtige, etc.

    Danke schonmal.
     
    #1
    die_venus, 29 Oktober 2004
  2. space
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    nicht angegeben
    Ich habe mir diesen Satz jetzt ca. 10 mal durchgelesen, ich verstehe ihn nicht.
     
    #2
    space, 29 Oktober 2004
  3. die_venus
    die_venus (35)
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    Verheiratet
    ok nochmal:

    jemand ist süchtig, diese Sucht hat am Anfag aber noch Spaß gemacht und wurde auch nicht als Sucht erkannt.

    Sollte man nun eine Therapie verweigern weil man ja freiwillig damit angefangen hat und Spaß dabei hatte, oder ist das unsinn?

    Verstanden?

    Z.B. ein Alkoholiker, er hat mit trinken angefangen und hatte Spaß dabei. Er kann aber nicht mehr aufhören, er ist süchtig.

    Bist du dafür oder dagegen, dass er eine Therapie bekommt?
     
    #3
    die_venus, 29 Oktober 2004
  4. Mr. Poldi
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    vergeben und glücklich
    Ja er sollte eine Therapie kriegen. Ich denke vielen (den meisten?) hat es am Anfang Spaß gemacht?
     
    #4
    Mr. Poldi, 29 Oktober 2004
  5. space
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    nicht angegeben
    Jede Sucht macht Spaß / bzw. bringt dem Süchtigen etwas. Von daher ist die Frage etwas ... überflüssig. Dann könnte man keinem Süchtigen eine Therapie bezahlen...
     
    #5
    space, 29 Oktober 2004
  6. die_venus
    die_venus (35)
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    Verheiratet
    Nein die Frage ist nicht überflüssig, weil Magersucht ja schließlich noch nie Spaß gemacht hat ... ist nicht meine Meinung.

    Lese dafür vielleicht mal folgendes:


    Im Dezember werden die Kippen teurer, Grund zum aufhören? - 7579805

    und die folgenden, deshalb mache ich ja auch die Umfrage ...
     
    #6
    die_venus, 29 Oktober 2004
  7. [sAtAnIc]vana
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Hm...

    Ich finde, bei Rauchern sollte keine Therapie bezahlt werden..

    Tabletten/Medikamentensüchtig wird man doch eigentlich erst dadurch, dass diese einem verordnet wurden, bzw. man einen Grund hatte sie zu nehmen - daher sollte man hier schon eine Therapie bezahlen..

    Bei Drogen die Illegal erworben wurden, würde ich keine Therapie bezahlen, da hier schon ein bewusster Kauf nötig ist - sprich man weiss was man kauft...
    Kann nachgewiesen werden, dass die Person es nicht wusste - ist es ein Einzelfall und muss dementsprechend behandelt werden..

    vana
     
    #7
    [sAtAnIc]vana, 29 Oktober 2004
  8. space
    Ist noch neu hier
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    nicht angegeben
    Ja, ich denke schon, daß die meisten von uns da eine ähnliche Meinung zu haben, aber es muss auch allen klar sein, daß eine Sucht nicht als Selbstzweck dient, sondern dem Süchtigen IMMER etwas bringt, also in sofern Spaß macht. Sonst wäre es ja keine Sucht..., von daher...
    Die Frage spielt bei der tatsächlichen Kostenübernahme folgerichtig auch überhaupt keine Rolle.
     
    #8
    space, 29 Oktober 2004
  9. sprotte
    sprotte (43)
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    huhu,

    da ich beruflich mit suchtkranken zu tun habe (nein, ich bin nicht der dealer...), bekommt man eher hassgefühle wenn jmd wieder rückfällig wird mit dem man sich sehr mühe gab und er seine/unsere arbeit einfach wegwirft.
    die kunst besteht dann ruhig neu an die sache wieder ranzugehen und nicht zu resignieren.
    das suchtgefühl scheint schon eine starke rolle zu spielen, aber wer von den "nieprobierten", und ich denke das ist die mehrheit, kann schon definieren warum clean sein besser ist?
    sicher provokant. aber wie sieht es denn mit einer volksdroge, dem rauchen, aus? jeder raucher weiß es ist schlecht, und redet es sich schön.
    bei jedem schuss das gleiche in grün. spaß macht es sicher nicht in der gosse zu liegen und zu betteln.
    von entzugsschmerzen mal ganz zu schweigen. im übrigen hat bbc mal eine frau bei einem entzug begleitet und eine reportage daraus gemacht. wen es interessiert sollte sie sich mal zu gemüte führen...
     
    #9
    sprotte, 29 Oktober 2004
  10. SunsetLover
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    Single
    Hä?!?!
    Ich versteh die ganze Fragestellung auch irgendwie nich... :ratlos:
     
    #10
    SunsetLover, 29 Oktober 2004
  11. FAST jede Sucht macht am Anfang Spaß, und um mal einen Spruch von einem Plakat zu zitieren: "Jede Sucht hat eine Geschichte". Ich finde, Süchtigen sollte eine Therapie bezahlt werden. Denn einige wurden bestimmt auch durch die Gesellschaft in eine getrieben.
     
    #11
    Perfect Gentleman, 29 Oktober 2004
  12. Gewitterziege
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    Verheiratet
    keine sucht macht spaß!

    Am anfang wo es noch spaß macht da is es noch keine sucht und diejenigen die auf dem besten weg zur suchtkrankheit sind, meinen sie werden eh nie süchtig sie haben das voll unter kontrolle, fataler irrtum natürlich.

    Von daher passt die ganze argumentation von wegen sucht würde spaß machen nicht, wenn es zur sucht geworden ist, gehts ja nur noch darum die Entzugssymptome zu bekämpfen. Das hat nix mit high werden zu tun, sondern nur damit das diejenigen den tag ohne schmerzen rumbringen wollen.
     
    #12
    Gewitterziege, 29 Oktober 2004
  13. Hast Recht!
     
    #13
    Perfect Gentleman, 29 Oktober 2004
  14. Peppi86
    Peppi86 (30)
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    vergeben und glücklich
    jeder der eine therapie machen will sollte eine bekommen, denn einsicht ist der erste weg zur besserung.
    das man jemanden nicht zwingen kann sich helfen zu lassen ist klar, aber diejenigen die hilfe suchen sollen sie bekommen.
     
    #14
    Peppi86, 30 Oktober 2004
  15. Dawn13
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    nicht angegeben
    Nicht zwangsläufig. Bulimiekranke z.B. werden teils neben der eigentlichen Sucht auch abhängig von Abführmitteln. Die wurden ihnen aber ganz bestimmt nie verordnet.


    Sucht macht selten Spass, auch anfangs nicht. Kein Raucher findet es sauwitzig, zu rauchen und kein Heroinsüchtiger spritzt sich das Zeug, weil es riesigen Spass macht. Meistens steckt was anderes dahinter.
    Find ich ja interessant, dass zwischen Raucher und Abhängigen von stärkeren Drogen unterschieden wird. Wieso denn das? Versteh ich ehrlich nicht...

    Therapiene sollten bezahlt werden, wenn das offensichtlich der einzige Weg ist. Ich lass bestimmt keinen Kokainabhängigen einfach in der Gosse liegen, weil er ja schliesslich freiwillig mal angefangen habe. Sorry, aber das find ich Egoismus pur.
     
    #15
    Dawn13, 30 Oktober 2004
  16. [sAtAnIc]vana
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    nicht angegeben
    angagierst du dich denn in solchen Hilfsstätten für diese Leute ZUR ZEIT ?


    Ok, bei Bullemieerkankten mit den Abführmitteln hatt ich net dran gedacht und zudem auch net gemeint..
    Ich red von Leuten die süchtig nach verschreibungspflichtigen Medikamenten sind....

    vana
     
    #16
    [sAtAnIc]vana, 30 Oktober 2004
  17. Dawn13
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    nicht angegeben
    Nein.


    Ok. Ist was anderes und stimmt natürlich :smile:
     
    #17
    Dawn13, 30 Oktober 2004
  18. [sAtAnIc]vana
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Ich finde, dass die Frage an sich n sehr sehr heikles Thema behandelt..

    Da, auch unterschieden werden muss, was der Grund für die Sucht ist..

    Manche probieren Drogen wie Koks usw. nur aus Langeweile und/oder Gruppenzwang aus und andere wurden richtig hineingetrieben....

    *find*

    aber ich finde net, dass die antworten irgend was mit Egoismus zutun haben.. bzw. wenn ist es ein natürlicher Egoismus - der Trieb sich selbst möglichst am besten am Leben zu erhalten...

    Wenn man wirklich jedem eine Therapie bezahlen würde - denken se sich doch erst recht "jetzt kann ich ja" und.. am Ende ist das ganze Geld futsch und die, die es wirklich brauchen bleiben auf der Strecke...

    vana
     
    #18
    [sAtAnIc]vana, 30 Oktober 2004
  19. Daucus-Zentrus
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    nicht angegeben
    Liebe Dawn13:
    Warum hilfts du denn diesen Suchtkranken nicht?
    Ich habe es schon unter dem anderen Topic geschrieben: Ich finde es sehr merkwürdig, dass man mir und anderen Egoismus vorwirft, weil ich gegen staatlich finanzierte Therapien für alle Suchtkranken bin, aber gleichzeitig jeder durchschnittlicher Raucher alle vier Tage für Zigaretten durchschnittlich so viel ausgibt, dass ein Kind statt in Afrika zu verhungern hier in unserem Wohlstandsland überleben könnte.
    Du hast eine andere Grenze für Hilfe als ich. Ok, das akzeptiere ich ja auch, aber diese Grenze ist rein willkürlich, also akzeptiere bitte auch meine Grenze...!
     
    #19
    Daucus-Zentrus, 30 Oktober 2004
  20. Dawn13
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Nur weil ich sage, ich halte es für Egoismus, Suchtkranken nicht helfen zu wollen und ihnen schon rein grundsätzlich eine Therapie verweigern zu wollen, heisst das noch lange nicht, dass deswegen jeder direkt helfen muss. Ich finde nicht die Tatsache traurig, dass man nicht unmittelbar hilft, sondern die Aussage, Suchtkranke, egal welcher Art, hätten keine Therapie verdient.

    Was wenn ein guter Freund von dir abstürzt? Sagst du ihm dann, scher dich zum Teufel, du bist ja selber blöd, dass du mit den Drogen überhaupt angefangen hast? Und sag mir jetzt bloss nicht, deine Freunde würden so was niemals tun, so was passiert manchmal schneller und öfter als man denkt. Ich hab das nämlich erlebt und ihn nicht einfach fallen lassen, weil er ja selber schuld sei, und genau das meine ich damit, wenn ich sage, ich finde so eine Einstellung egoistisch.

    Hab ich irgendwo geschrieben, ich würde deine Grenze nicht akzeptieren? Nicht dass ich wüsste. Ich habe eine andere Meinung und ich FINDE, es ist egoistisch. Wenn andere das anders sehen, auch okay, sag ich nix gegen. Ist ja ne Diskussion hier und kein "Ich hab recht - du nicht"-Ding...

    Aber: Werden die, die Drogen "einfach mal so" probieren nicht auch indirekt hineingetrieben? Bzw. wie wird jemand in Drogen hineingetrieben, wenn nicht aus Gruppenzwang, Langeweile, krankem Interesse o.ä.?


    Kein Süchtiger denkt sich "na schön, die bezahlen mich, also spritz ich weiter Heroin". Ne, wirklich nicht, wie gesagt, ne Sucht ist NIE schön und jene, die es wirklich nötig haben (und die mein ich auch, wenn ich sage, dass ne Therapie nicht verweigert werden soll) sind aus diesem möglicherweise anfänglichen Spass-Stadium schon LÄNGST raus! Einen, der dreimal jährlich Ecstasy schluckt, schick ich nicht in Therapie, es geht doch hier um wirklich Abhängige und da ist keine Spur von Freude mehr da.
     
    #20
    Dawn13, 30 Oktober 2004

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