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Kind + bieten?

Dieses Thema im Forum "Schwangerschaft, Geburt & Erziehung" wurde erstellt von Taftiano, 8 Mai 2005.

  1. Taftiano
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    Denk ihr dass man einem Kind etwas bieten muss?
    Muss man umbedingt, Wohnung, Arbeit, Einkommen haben?
    Oder genügt euch so ein Lebensgrundsatz wie: "wenn ich ein Kind machen will, will ich eins machen, ungeachtet dessen, wie ich finanziell da stehe?

    Früher hatten die Menschen ja auch nicht viel, und machten genügend Kinder....

    Wie denkt ihr, über das "dem Kind etwas bieten zu müssen"
     
    #1
    Taftiano, 8 Mai 2005
  2. starlight.fire
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    Single
    Finanziell abgesichert sein ist sicher nie schlecht. Eine schöne Kindheit sollte man seinem Kind schon bieten können und da sollte man sich so Dinge wie Spielzeug und Kindergartenbesuch schon leisten können. Aber Geld ist bestimmt nicht der ausschlaggebende Grund, um keine Kinder zu bekommen!
     
    #2
    starlight.fire, 8 Mai 2005
  3. Baerchen82
    Baerchen82 (34)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    Verheiratet
    Wichtig ist das ein Kind sich entwickeln kann.. bzw. das man diese entwicklung nicht dauerhaft stört.. was das finazielle angeht.. meine Ellis verfügten zwar schon in meiner Kindheit über relativ viel Geld, aber sie haben mir trotzdem gezeigt das und wie man mit sehr wenig klarkommen kann.. Trotzdem und vielleicht gerade deswegen auch, hatte ich eine wunderbare Kindheit.. Da bin ich auch ein wenig stolz drauf.. :schuechte
     
    #3
    Baerchen82, 8 Mai 2005
  4. Cats
    Cats (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    so sehe ich das auch. Ich finde man sollte sich zwar erstmal um das finanzielle bemühen aber wenn es das Schicksal so will und es nicht anders geht dann kann man auch ohne viel Geld ein Baby groß ziehen. Bin selber so aufgewachsen mit 4 Geschwistern, zwischendurch konnte meine Mama arbeiten gehen aber die meiste Zeit war sie nur für uns da :zwinker:
     
    #4
    Cats, 8 Mai 2005
  5. Koyote
    Koyote (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Verheiratet
    Ja, ich bin der Meinung dass man einem Kind etwas bieten können muss.

    Ich mache das aber nicht direkt an materiellen Dingen fest, sondern das wichtigste was ein kind bekommen muss, ist Liebe.

    Die grundsätzlichen Aussagen dass man Arbeit, Geld und Wohnung haben sollte und nicht zu jung sein sollte, gelten aber indirekt trotzdem.

    Denn wie will ich mich ausreichend um mein kind kümmern und ihm damit die Liebe geben die es braucht, wenn ich mir den ganzen Tag darüber Gedanken machen muss wie ich finanziell über die Runden komme? Ich will damit nicht sagen dass Eltern mit wenig Geld automatisch schlechtere Eltern sind, aber es ist nunmal so dass es Kindern reicherer Eltern in Deutschland besser geht. Das mag nicht richtig sein, aber Kinder aufziehen ist eine Sache die eben unwahrscheinlich viel Geld kostet.

    Viel wichtiger allerdings finde ich noch das die Eltern nicht zu jung sind, wobei hier nicht das tatsächliche Alter, sondern die Reife entscheidend ist, wer selber noch ein Kind ist, wird ein Kind nicht richtig erziehen können.

    Aber meistens möchte man ja von sich aus dem Kind ein schönes Leben bieten können und wartet deaher ab bis die äußeren Bedingungen stimmen.

    Gruß Koyote
     
    #5
    Koyote, 8 Mai 2005
  6. chantal
    Gast
    0
    Es versteht ja jeder was anderes unter seinem Kind was bieten können. Ich finde es unverantwortlich bewusst ein Kind in die Welt zu setzen wenn beide arbeitslos sind oder viel zu jung sind und selber kein Geld verdienen. Ich hab ein kleines Kind, wir haben eine schöne Wohnung er hat ein schönes Zimmer, spielsachen und wir fahren auch öfter mal weg. Mehr brauch ein Kind erstmal nicht. Wenn man das alles hat find ich es ok Kinder zu bekommen.

    Das wichtigste ist ja das man ihm liebe geben kann und man selber glücklich ist, wenn ich mich jetzt noch mit Geldsorgen rumärgern müsste würde es mir nicht gut gehen und das würde der kleine ja merken
     
    #6
    chantal, 8 Mai 2005
  7. gwyneth
    Gast
    0
    ein kind braucht zuneigung, zeit, geduld, interesse, einen liebevollen umgang, geborgenheit, vorbilder.... und das braucht mehr kraft und energie und willen als der schnöde mammon.
    die menge der spielsachen ist weniger ausschlaggebend (ich finde, meine tochter hat viel zu viele), genausowenig die urlaubsdichte (ich fahr nicht so oft mit meiner tochter fort im sinne von urlaub, aber wir gehen ob ihrer tiervernarrtheit alle zwei wochen in den tierpark, ich geh einmal in der woche mit ihr schwimmen, jeden tag in den park auf den spielplatz, oft wandern, in den wald, an den see, fahr aus der stadt raus, besuchen bauernhöfe von bekannten etc.), Alter und reife sind in den augen des kindes äußerst relativ. wichtiger ist die bereitschaft sich mit dem kind und sich selber auseinanderzusetzen.
    ich leb im moment an meinem persönlichen finanziellen minimum. allerdings nicht, weil ich keine arbeit finden würde, ich glaube schlicht, dass im jetzigen alter meine tochter mich und meine zeit dringender braucht als markenklamotten (sie ist drei). ich hab deshalb meinen job auf den nagel gehängt (neben dem studium) und verbringe jetzt das letzte halbe jahr vorm kindergarten nur für und mit meiner tochter. gesellschaftliche werte sind relativ, wir kommen über die runden, leben halt etwas anders als andere, aber wenn ich abend in die augen meiner tochter schaue und sie sagt "mama, du bist die allerbeste mama auf der gaaaanzen welt. ich hab dich soooooo lieb" dann weiß ich, dass ich es nicht ganz falsch mache und das elternschaft unabhängig ist von alter und finanziellen hintergründen, sondern von der bereitschaft und die sensibilität, die bedürfnisse eines kindes wahrzunehmen
     
    #7
    gwyneth, 8 Mai 2005
  8. Urmeli
    Gast
    0
    Was das Finanzielle angeht, so hast du wohl recht, dass Geldsorgen auch das Kind spürt, aber auch, wenn man kein eigenes Geld verdient, haben es die Kinder heutzutage doch wirklich gut. Wenn man einfach "nur" arbeitslos ist, sorgt der Staat gar nicht mal so schlecht für Mutter und Kind. Man muss nur wissen, wie man günstig lebt und das Leben kann dann wirklich gut sein. Wie du beschrieben hast, schöne Wohnung, ab und an mal wegfahren etc.. Das habe ich bei einer Freundin mit Staunen festgestellt. :eek: :grrr:

    Ich selber habe auch ein Kind und kein eigenes Einkommen. Mir macht es der Staat aber nicht ganz so leicht, denn ich wollte nicht auf mein Studium verzichten und war somit auch auf die Hilfe anderer angewiesen. Als Student hat man nämlich nur einen Anspruch auf BAFöG, und das auch nur für einen begrenzten Zeitraum. Sozialhilfe o.ä. gibt es da nicht. Da hat man doch schon hin und wieder mal Sorgen, was die Zukunft angeht. Dennoch hat mein Sohn es wirklich gut. Dank meiner Mama!! :smile: Sie hat ein großes Haus mit Garten und uns für die Zeit des Studiums bei sich aufgenommen, damit die Betreuung gewährleistet ist. Damit biete ich meinem Sohn bestimmt mehr, als manch andere Eltern, denn so kann ich in der Uni alles geben und zu hause bin ich nur noch MAMA! Und ich denke eine liebevolle Mama ist das Wichtigste, was ein Kind braucht. Geld kann keine Liebe ersetzen!

    Im Übrigen denke ich, ist diese Karrierregeilheit heutzutage nicht wirklich gesund. Man will erstmal finanziell abgesichert sein. Toll, aber wann sind wir das heute noch, bei immer steigender Arbeitslosenzahl und wenn wir denken, dass wir nun genügend Geld haben, ein Kind zu machen und auch sonst das Gefühl haben, alles Wichtige erlebt zu haben, dann sind wir steinalt und die Erzieher im Kindegarten sagen: "Oh, heute holt dich ja deine Oma ab!" :grin:

    Ob das das Richtige ist, wage ich zu bezweifeln :grrr:
     
    #8
    Urmeli, 8 Mai 2005
  9. Sylphinja
    Sylphinja (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Klar ist es net wirklich wichtig ob man nun ein Markenspielzeug hat oder net als Kind (mir wars net wichtig, schon alleine weils in der ehemligen DDR so ein Hickhack eh net gab)

    Aber dennoch sehe ich das finanzielle vielleicht net ganz so locker wie manch andere. Den zum finanziellen sehe ich net nur, das ein Kind vielleicht SPielzeug bekommt oder net (das bekommt es meist zur Genüge eh von Bekannten, Verwanten und weis der Fuchs net von wem noch geschenkt)

    Aber wenn man sich als Eltern dann jeden Monat GEdanken machen muss, ob man das Geld für Essen, Miete und Lebenshaltungskosten zusammenbekommt, dann finde ich es mitunter etwas verantwortungslos dem Kind gegenüber.
    Klar kanns passieren das nach dem Kind die Eltern in die Arbeitslosigkeit rutschen (daran kann man leider heute nix ändern, und das geht auch verdammt fix heutzutage)

    Aber wenn beide schon jahrelang Sozi beziehen oder AL (und nicht nebenher noch arbeiten gehen auf Minijobbasis) oder es ein junges Päärchen ist, wo noch gar keiner nen Schul- oder LEhrabschluß hat, dann finde ich das net gerade die beste BAsis für ein Kind.

    Ich finde gerade dann wenn man es noch planen kann (Unfälle sind hier net eingeschlossen, das kann immer passieren) dann sollte man da vielleicht erstmal auf einem festeren Fundament planen, als das die bisherigen Einnahmen gerade so reichen um zwei satt und versorgt zu bekommen, denn mit dem bissel Kinder- und Erziehungsgeld bekommt man kein Kind groß.

    Kat
     
    #9
    Sylphinja, 8 Mai 2005
  10. Cats
    Cats (33)
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    1
    Verheiratet
    Dann wäre ich jetzt auch nicht da. Mein Vater wurde damals plötzlich arbeitslos und meine Mutter trennte sich von ihm /aus anderen gründen. Ich bin trotzdem glücklich aufgewachsen und mir hat es an nix gefehlt.
    Ich bin aber der Meinung man sollte erst ma ein festen Grundstein dafür haben. Glückliche eltern sind mir wichtiger. Ohne eine Schulausbildung sollte man keine Kinder bekommen. Man sollte schl. auch dem KInd etwas beibringen können und reif dazu sein. Obwohl reif..... das sind manche 30.jährige noch nicht einmal...also sollte man nicht alle über ein Kann scheren und jede zukünftige Mutti is anders...
     
    #10
    Cats, 8 Mai 2005
  11. Sylphinja
    Sylphinja (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    @Cats lesen hilft, ich sagte ja wenn plötzlich dann einer arbeitslos wird ist das was anders, aber inmitten einer Arbeitslosigkeit ohne Perspektive muss man kein Kind planen.

    So wie das bei dir klingt, warst du schon unterwegs als dein Vater arbeitslos wurde? Und ich rede auch davon wenn BEIDE ohne Job und Perspektive sind und das schon langjährig vor der Kinderplanung.

    Kat
     
    #11
    Sylphinja, 8 Mai 2005
  12. Cats
    Cats (33)
    Verbringt hier viel Zeit
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    1
    Verheiratet
    nein er wurde erst arbeitslos als ich geboren war.
    Ok sorry habe ich überlesen :zwinker:
    Ok wenn beide ohne job sind dann finde ich es nicht so dolle, aber wenn beide über jahre hinweg den kinderwunsch haben und keinen richtigen job finden (aber sich bemühen und kleine jobs annehmen) dann würde ich trotzdem ein baby bekommen. Ich finde sowas sollte dann aich kein hinderniss sein
     
    #12
    Cats, 8 Mai 2005
  13. Sylphinja
    Sylphinja (38)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    siehe auch oben, wenn beide wenigstens versuchen sich über Minijobs noch bissel über Wasser zu halten, ist das auch okay) Dann tun sie ja wenigstens was anstatt nur daheim zu sitzen, und den Tag verstreichen zu lassen (und Minijobs bekommt man relativ gut).

    Kat
     
    #13
    Sylphinja, 8 Mai 2005
  14. Cats
    Cats (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.084
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    1
    Verheiratet
    genau so meine ich das! Wenn man arbeitslos is kann man wenigstens minijobs machen, an jeder ecke suchen se :zwinker:
     
    #14
    Cats, 8 Mai 2005
  15. gwyneth
    Gast
    0
    @sylphinia
    stimmt, sorgen der eltern belasten auch die kinder - egal welcher art. aber ein leben ohne sorgen ist unrealistisch. ich red auch mit meiner tochter darüber, wenn ich traurig bin/ mir sorgen mache, wenn ich merke, dass es sie auch belastet.
    ich war noch in der schule, als sie auf die welt kam, als sie sechs monate alt war hab ich zu studieren angefangen. ich hab mich immer selber versorgt, nehme kein geld (bzw. sehr selten) von meinen eltern, bekomme weder alimente noch etwas vom staat. ich will meiner tochter selbständigkeit vorleben. wir haben kein auto, wohnen in einer kleinen wohnung, aber dafür hab ich zeit für sie, bin ich von niemanden abhängig. und sehr glücklich so. und das spürt auch das kind. und sie ist ein aufgewecktes, quirrliges, immer fröhliches kleines mädchen.
    ich habe mich fürs erste dafür entschieden, dass ein leben auf diese weise für uns beide besser ist. ich werde wahrscheinlich länger studieren, zu alt sein, wenn ich fertig bin. ich werd als alleinerziehende mutter nie eine mörderkariere hinlegen. da ich mich nie von einem mann abhängig machen möchte fällt auch absicherung in diese richtung aus. doch ein leben ohne sicherheitsnetz ist bis zu einem gewissen grad auch einstellungssache und es macht auch freier. und ich kann mir die freiheit herausnehmen auf meine tochter einzugehen. gestern hatte sie schlecht geschlafen und war müde und grantig. darauf haben wir uns in unsere kuschelecke zurückgezogen und ich hab 5 stunden lang tiergeschichten vorgelesen. nicht abgewaschen, nicht geputzt, nicht aufgeräumt, nichts für dir uni getan. und es hat niemanden gestört. mach ich eben heute. ich bin keinem arbeitgeber verpflichtet. und wenn es finanziell wirklich mal eng ist zeichne ich ein paar nächte lang ein projekt für irgend ein büro durch, mach renderings oder schieb ein paar ersatzschichten in meinem lieblingslokal.
    ich verbringe drei stunden am tag mit kochen, weil meine tochter mir immer helfen darf und das eben dauert, bis sie einen erdapfel in kleinstteile zerschnitten hat. ich bruauch schon mal für 200 meter straße eineinhalb stunden, weil da liegt ein blatt, da sind ameisen und dort finden wir eine büroklammer, wer könnte sich da hinter dem fenster verstecken etc. und ich kenne sonst kaum frauen die sich die zeit nehmen, so mit ihren kindern anzuhalten, kinder, die die welt in ihrem tempo entdecken dürfen und nicht einfach mitgeschleift werden. wahrscheinlich ist das jetzt die wichtigste zeit in meinem leben, sollte es eigentlich auch ausbildungstechnisch sein. aber ich hab keine sekunde das gefühl etwas zu verpassen. und ich kenne einige mütter um die dreißig, die haben gearbeitet, vorm kind brav geheiratet und die fliegen jetzt durch die gegend, fühlen sich eingesperrt, überfordert, überlegen, wo sie ihr kind unterbringen, wenn sie nach 1,5 jahren zu hause wieder arbeiten gehen, weil das haus abbezahlt werden muss und sie mit einem gehalt nicht länger über die runden kommen. ich komm mit viel weniger aus, "kauf" mir lieber das lachende gesicht meiner tochter im zoo als neue schuhe und glaub, dass es keinen schöneren weg gibt, mutter zu sein (für mich)
     
    #15
    gwyneth, 8 Mai 2005
  16. Sylphinja
    Sylphinja (38)
    Verbringt hier viel Zeit
    3.817
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    7
    vergeben und glücklich
    @gwyneth ich sag ja nicht das man komplett sorgenfrei ist oder sein muss für ein Kind (das dies Utopie ist weis ich selber), aber es ist eine Sache ob ich mir Gedanken machen muss jeden Tag mein Kind ernähren zu können (weil ich vollkommen bewust und gewollt auf eine nicht vorhandene finanzielle Basis ein Kind geplant und gezeugt habe).

    Oder ob entweder ich oder das Kind (oder alle Beteiligten) ungewollt in so eine Situation rutschen wos finanziell mal etwas eng werden kann.

    Wenn ein Mädel ungewollt in schwierigen Situationen schwanger wird, bewundere ich eher ihren Mut sich der Situation dennoch zu stellen und zu versuchen alles irgendwie geregelt zu bekommen.
    Wenn ein Paar ein Kind bekommt und sich eine Notlage ergibt (die heute ja wirklich schneller geht als man denkt) dann habe ich große Achtung vor den Leuten die dann net einfach abtreiben getreu dem Motto "ach war zwar geplant aber nu past es überhaupt net" (entweder man plant ein Kind, dann aber mit allen Konsequenzen oder man läst es).

    Aber ich kann mich halt leider der Meinung einiger Leute net anschließen, dennen es scheiß egal ist, in welche Situation sie bewust ein Kind planen. So finde ich muss eine 16 Jährige (nur weil sie was zu knuddeln will) ohne Schulabschluß und Perspektive bewust ein Kind planen und zeugen.
    Oder ein Päärchen das seit Jahren Sozi bezieht und weder Lust noch Ambitionen hat sich wenigstens nebenher was zu verdienen, die ein Kind zeugen wollen aus den teilweise blödesten Gründen (weil durchs Kindergeld noch bissel was reinkommt, oder weil man dann ja net arbeiten gehen muss ectpp).

    Ich denke solche Menschen sollten kein Kind in die Welt setzen, und in solchen krassen Fällen finde ich die "utopische" Idee mit dem Führerschein für Kinder ganz angebracht.

    Kat
     
    #16
    Sylphinja, 8 Mai 2005
  17. gwyneth
    Gast
    0
    regelt der dann auch was gute und was schlechte erziehung ist? was man kindern erlaubt, was nicht? was qualifiziert zum kinderkriegen?

    sowas in der art gabs ja schon mal. erinnern wir uns alle nicht so gern zurück. wer entscheidet, was ist entscheided und wie wirds umgesetzt? werden kinder, die in zu armen, dummen etc. familien geboren werden weggenommen, oder dürfen sie erst gar nicht auf die welt kommen?
    das gabs immer wieder, ob es in der zeit der ober- und untermenschen war, ob es die tibetischen frauen sind die alle zwangssterilisiert werden, bzw. zwangsabgetrieben, ob es in den vielen jahrhunderten des feudalwesens war, als die leibeigenen kein recht auf partnerschaft hatte und etwaige kinder, die entstanden direkt in herrenbesitz übergingen....
    das recht auf fortpflanzung ist ein grundrecht, dass behinderten, armen, reichen, dummen, klugen, faulen, fleißigen gleichermaßen zusteht....
    die überheblichkeit der heutigen, westlichen gesellschaft über den wert von leben und regulation von demselben zu urteilen ist anmaßend. ich persönlich glaube, dass es viele formen von glücklicher und unglücklicher kindheit gibt. das hängt maßgeblich von der glücksfähigkeit der eltern ab. leider ist es so, dass die höhe der schicht, in der kinder aufwachsen, maßgeblich für ihre perspektiven ist in der wahlmöglichkeit und was bildung angeht. mir ist bildung sehr wichtig. deshalb werd ich sie ihr auch ermöglichen. aber ich spreche niemandem ein glückliches, ausgefülltes leben ab, der vom sozialamt lebt, jemandem, der bei hofer hinter der kasse sitzt oder fremder leute wohnungen putzt.
    dieser ärger mancher, sie müßten dann für dieses kind aufkommen, weil die eltern zu faul/dumm sind, das selbst zu tun ist derartig überheblich und kurzsichtig. ich finde es nicht schlimm, wenn eine frau kinder bekommt, weil sie die eher als einen lebensinhalt begreift als andere arbeit und lieber ihre 5 kinder aufzieht. was ist daran schlimm, darin seine berufung zu sehen? warum ist das eine minderwertige tätigkeit? warum hat die bankangestellte mehr recht darauf?
    ich wuchs in einer klassischen upper-middleclass familie auf (jedenfalls nach außen) und mich hat diese art zu leben immer angewidert. meiner tochter werden die türen der eliteschulen versperrt bleiben, die ich besuchen musste, sie wird nicht der gängigen selbstbeweihräucherung ausgesetzt werden und dieser selbstdarstellung. ein aufwachsen in dieser schicht finde ich schlimmer weil es jeder menschlichkeit entbehrt.

    eine verlorene tochter mit tochter, die die meisten hier nach einem ausgiebigen spielplatz-nachmittag, barfuß, dreckig, alte klamotten, viel zu jung, mit laut und falsch singendem kind an der hand, als sehr "asozial" bezeichnen würden, ein typischer fall für den elternführerschein eben
     
    #17
    gwyneth, 8 Mai 2005
  18. Sylphinja
    Sylphinja (38)
    Verbringt hier viel Zeit
    3.817
    123
    7
    vergeben und glücklich
    Ich sage nicht das eine Bankangestellte mehr Rechte hat, aber du beantwortest so gesehen auch meine "unterschwellig" mitklingende Frage net.

    Was ist so verwerflich daran, wenn man eben dagegen ist das ne 16 Jährige (selber noch ein Kind) bewust ein Kind plant und bekommt, obwohl sie keinerlei abgesicherte Lebensbasis hat für dieses Kind.
    Muss diese dann bewust ein Kind in Armut großziehen, anstatt noch 3-5 Jahre zu warten bis sie wenigestens einen Schul- und Lehrabschluß hat.

    Oder Eltern die definitv zu faul zum arbeiten sind, müssen diese in ihre "Sozifaulheit" auch noch ein Kind setzen mit zumeist minderen Motiven?

    Ich glaube wir beide reden aneinander vorbei was gewisse Menschen betrifft bei dennen ich ein Kind in den jeweiligen Situationen verantwortungslos finde.

    Kat
     
    #18
    Sylphinja, 8 Mai 2005
  19. gwyneth
    Gast
    0
    das mit dem vorbeireden stimmt wahrscheinlich :zwinker:

    nein ich finde es nicht schlimm, wenn ein "sozialfall" ein kind bekommt. ich finde auch bis zu einem gewissen grad ein aufwachsen in armut nicht schlimm. was ich schlimm finde, sind gewisse aspekte davon, die sind aber keine primären probleme der armut sondern des gesellschaftssystems und unseres bildungssystems.
    wenn 16 jährige ein wunschkind bekommen halte ich das für dumm, nicht mehr, nicht weniger. und denke, dass man den eltern dieser jung-eltern ziemliche vorwürfe machen darf. ich finde es schade für diese jungen menschen, die nicht erkennen, was sie wegwerfen und nie wieder bekommen - eine jugend. denen niemand genug über Verhütung beigebracht hat und über verantwortung.
    aber ich denke nicht, dass es irgend ein instrument geben DARF, das zu verbieten, verhindern, abgesehn von einer breiter zugänglichen bildung. das problem ist, es gibt kein instrumentarium, dass nicht menschenrechtsbeschneidend wäre, zu leicht zu mißbrauchen, zu politisch manipuliert. es ist überheblich zu urteilen, wer kinder bekommen darf, wer nicht. es ist überheblich, selbst maßstäbe zu setzen, die als voraussetzung für gute elternschaft stehen sollen.
    ich persönlich finde ja, dass niemand kinder bekommen dürfte, der sagt, ein klaps schadet nicht. und dumme menschen machen mich wahnsinnig. eine bekannte hat ein kleines kind und manchmal greif ich mir echt an den kopf. neben eine vielbefahrenen schnellstraße spazieren gehen, dem jungen schon schokolade zu geben, nen baby von wenigen monaten im märz ohne socken. aber ihr das kinderhaben deshalb verbieten, weil sie ein wenig schwer von begriff ist?

    was man seinem kind bieten soll/will/kann ist sehr relativ. entweder es entspricht den gesellschaftlichen normen, die uns eingebläut wurden oder es entspricht dem, was wir selbst erlebt haben oder es steht dem diametral gegenüber. aber irgendwo da absolute anzusetzen?

    beispiel:
    meine tochter kommt im herbst in den kindergarten. hier ist die betreuungsplatzsituation sehr schwierig. gute plätze muß man mit der lupe suchen. meine eltern hätten gern gesehn, wenn ich meine tochter in den elite-kiga für landesbedienstete schicke, der auf grund seiner exklusivität nicht mal im telefonbuch steht. mein vater hätt meine tochter gern dort hineinprotektiert. etwas, was dann wieder "etwas bieten" darstellen würde. ich hab es vorgezogen meine tochter in einen städtischen kiga zu geben, mit sehr gemischten nation, religionen, gemischten altersgruppen. es gibt schon genug menschen, die sich für etwas besseres halten. und (nicht bei allen) bei einigen kindern aus nicht so hohen gesellschaftlichen schichten hab ich ob sozialkompetenz viel bessere erfahrungen gemacht. und wenn es die nicht geben würd, dann müßte ich meine tochter mit diesen snobs aufwachsen lassen :grin:
     
    #19
    gwyneth, 8 Mai 2005
  20. Sylphinja
    Sylphinja (38)
    Verbringt hier viel Zeit
    3.817
    123
    7
    vergeben und glücklich
    Eben weil diese Entscheidung wer darf, kann oder sollte niemand treffen kann, sprach ich von der utopischen Idee mit dem "Kinderführerschein".

    Es ist nunmal so (da gebe ich dir recht) das es niemanden gibt, der diese Entscheidung treffen kann ohne dabei zu parteiisch zu sein, seine Neutralität zu verlieren oder nicht Gefahr läuft seine Macht zu mißbrauchen (wo das endet das wissen spätestens ehemalige DDRler, wenn ich bedenke welches Machtinstrument der Staat in den Händen hatte, als er Familien auseinderreisen konnte...welch ein Zufall das es meist Familien waren die als politisch nicht korrekt oder gefährlich angesehen waren oder die nicht ins politische Bild passten, da sie Dinge representierten die es in der DDR nicht geben durfte ..offiziell)

    Ich persönlich finde es halt nur schlimm, wie manche Kinder behandelt oder bisweilen gar mißbraucht werden, seis weil die Eltern auf nem Egotripp sind, versuchen damit ihr Leben in den Griff zu bekommen, Geld zu erschnorren, sich sonstwas für Unterstüzung erhoffen und und und......
    In diesen Fällen gerät der Gedanke warum man eigentlich Kinder zeugen sollte irgendwo in den Hintergrund.

    Und ich finde nix schlimmes daran wenn ne Frau mit Sozi ein Kind bekommt, sofern sie sich und dem Kind eine Perspektive bieten kann.
    Ich finde nur schlimmes daran, wenn die Gründe dafür "falsch" sind (in meinen Augen, da dies ja immer sehr standpunktabhängig ist....siehe oben).

    Ich frage mich auch warum es bei manchen Weibern klappt das die schwanger werden und bei manchen die es (in meinen Augen) vielleicht eher verdient hätten nicht. Warum wird ne blöde Bitch, die sich den Ganzen Tag mit Zigaretten, Hasch, Schmerz- und Schlaftabletten usw zudröhnt, jeden Tag jemanden anderen über sich drüberrutschen läst usw., schwanger und eine Frau die es sich seit Jahren verzweifelt wünscht nicht.
    Wo ist da ausgleichende Gerechtigkeit?

    Die gibt es leider nicht, ebenso wie es ein von mir angesprochenes Machtinstrument wie einen Kinderführerschein nicht gibt. Im Nachhinein manchaml vielleicht zum Glück (denn es gibt ja auch durchaus Frauen die eigentlich krass ausgedrückt Schlampen sind, aber sobald das Kind da ist, eine 180 Grad drehung machen)

    Das vielleicht ändert aber halt nix daran das ich es persönlich verantwortungslos und nicht richtig finde, das solche Personen dann Kinder in die Welt setzen.

    Und im Falle deines Beispieles mit deiner Tochter würde ich es sicher ebenso machen wie du, denn ich finde wenn ein Kind in einer snopischen Umgebung geprägt wird, verliert es auch einen Großteil dessen was eine schöne Kindheit ausmacht.
    Ich denke uns steht etwas ähnliches mit meiner Schwiegermutter bevor wenn die Babyplanung bei uns klappt, nichtsdestotrotz aus Respekt vor meinem Kind und Wertschätzung dessen was ich als grundlegend richtig empfinde würde ich mir Nicht in die Erziehung oder Gestaltung meines Tagesablaufes mit meinem zunkünftigen Kind reinreden lassen.


    Kat
     
    #20
    Sylphinja, 8 Mai 2005

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