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Kindstaufe!?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Subway, 25 April 2008.

  1. Subway
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    Hallo,

    vor einiger Zeit "musste" ich der Taufe meines Neffen beiwohnen. Mit noch nichtmal einem Jahr wurde er Mitglied der katholischen Kirche.

    Ich seh allerdings einfach keinen Sinn darin. Warum wird jemand in eine Glaubensrichtung gedrängt, bevor man auch nur ansatzweiße einen Glauben entwickeln kann?

    Aber ich muss sagen, dass es mir ein Lächeln auf die Lippen gezaubert hat, dass nicht nur mein Neffe nach der Taufe geschrien hat wie ein Spieß, sondern auch ein kleines Mädchen (ca. 6 Jahre denk ich) sich mit Händen und Füßen gewehrt hat. Leider ohne Erfolg.
     
    #1
    Subway, 25 April 2008
  2. Chafu
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    nicht angegeben
    Find des auch net wirklich gut. Aber is nunmal so, dass die Kids einfach in die selbe Glaubensrichtung wie die Eltern gedrängt werden.
    Ich selbst würde meine Kinder glaub ich garnet Taufen wollen, aber wie erklärft man dann nem 12 Jährigen Kind warum alle anderen in seiner Klasse jetz Firmung / Kommunion / Konfermation haben, nur er nich?! :ratlos:
     
    #2
    Chafu, 25 April 2008
  3. Ginny
    Ginny (35)
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    vergeben und glücklich
    Natürlich wärs eigentlich logischer, das Kind eines Tages selbst entscheiden zu lassen, ob es getauft werden will oder nicht. Andererseits seh ich da auch nichts Schlimmes drin, die Taufe selbst macht ja keinen praktischen Unterschied und christlich erzogen wird so ein Kind vermutlich ohnehin. Das eigentliche Bekenntnis zum Glauben des Kindes selbst ist ja mehr die Konfirmation/Firmung mit ca. 14 Jahren und die Taufe das Bekenntnis der Eltern.
    Vielleicht mögen die Eltern einfach das Ritual und wollen aus Traditionsgründen nicht darauf verzichten (sogar Ungläubige wollen ja teilweise unbedingt kirchlich heiraten, weil es ihrer Meinung nach "dazugehört"). Früher hatten Eltern ja zudem oft Angst, ihr Kind käme nicht in den Himmel, wenns nicht vor dem Tod getauft wurde ... gibts auch heute noch.
     
    #3
    Ginny, 25 April 2008
  4. Subway
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    Verheiratet
    Naja, das wurde ja letztes Jahr vom Papst abgeschafft. Link
     
    #4
    Subway, 25 April 2008
  5. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Ich sehe es ähnlich.

    Meine Kinder werden auf jeden Fall nicht getauft, bevor sie sich selbst dazu entscheiden, dass sie getauft werden wollen.
     
    #5
    User 44981, 25 April 2008
  6. Ginny
    Ginny (35)
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    vergeben und glücklich
    Das ändert nicht unbedingt etwas an der Überzeugung der Menschen, glaube meine Oma z.B. würde die alte Auffassung nach wie vor vertreten, Papst hin oder her. ;-)
     
    #6
    Ginny, 25 April 2008
  7. User 12370
    User 12370 (30)
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    nicht angegeben
    Taufen sind nun mal ein traditionelles Ritual unserer christlichen Gesellschaft. Das Kind wird gesegnet und auf seinen Namen getauft, die Familie kommt zusammen und feiert - eigentlich doch nichts schlechtes. Und wie gesagt, ist das eigentliche Bekenntnis und der Beitritt zur katholischen Kirche erst die Firmung mit mindestens 13 Jahren.

    Ich bin kein großer Freund der momentanen Umsetzung der Glaubensrichtlinien und Vorschriften aus Rom. Aber es ist auch nicht alles schlecht was katholisch ist. Kinder mit christlichen Werten (und damit mein ich weder fanatische noch scheinheilige) zu erziehen ist bestimmt kein Fehler.

    Kinder sehnen sich doch sogar nach einer gewissen sicherheit und sind in dem Alter doch noch gar nicht befähigt sich allzu großer Freiheit zu öffnen. Ich würde einem traurigen Kind im Grundschulalter vermutlich auch erzählen dass die Oma jetzt ganz bestimmt im Himmel ist, anstatt die große philosophische frage nach dem Sinn des Lebens aufzuwerfen.

    Später sieht die Sache dann natürlich anders aus. Eine Weltoffene Einstellung mit dem Hintergrundbewusstsein der positiven Aspekte der Katholiken und einer gefestigten eigenen Vorstellung vom Leben und dessen Sinn wäre für mich wohl das erstrebenswerteste Erziehungsergebnis.
     
    #7
    User 12370, 25 April 2008
  8. LadyMetis
    LadyMetis (33)
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    Dann kann man sich ja genauso fragen warum manche Eltern ihr Kind in einen christlichen Kindergarten stecken...
     
    #8
    LadyMetis, 25 April 2008
  9. Reliant
    Reliant (35)
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    vergeben und glücklich
    nun, mit einem Jahr ist das Kind noch garnicht in der Lage einen Glauben für sich auszuwählen. Deswegen kann es ja mit 14 selbst aussuchen welcher Kirche es angehören will. Wo also ist das große Problem?
     
    #9
    Reliant, 25 April 2008
  10. wundera
    Gast
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    Hi,

    Kinder werden doch immer in eine bestimmte Glaubens- und Lebensführungsrichtung oder Verhaltensweise "gedrängt", indem es von ihren Eltern vorgelebt wird.
    Sei es nun eine christliche Lebensweise, alternative Erziehungsmethoden, Essgewohnheiten...

    Ich finde es nur logisch, dass gläubige Eltern ihren Kindern die Werte und Gebräuche ihrer Religion mitgeben wollen. Genauso wie atheistische Eltern ihre Kinder nach ihren Überzeugungen und Werten erziehen wollen.

    LG, wundera
     
    #10
    wundera, 25 April 2008
  11. glashaus
    Gast
    0
    Ich frage mich, was daran schlimm ist, wenn sich Eltern für eine bestimmte Erziehung entscheiden, in der viele Werte und Normen eben über den Glauben vermittelt werden?

    So wie wundera schon sagte, im Prinzip wird JEDES Kind von seinen Eltern in einem hohen Maße beeinflusst. Ich kann nichts verwerfliches daran finden wenn Kinder getauft werden und mit dem (christlichen) Glauben erzogen werden. Im Laufe seines Lebens kann es sich doch dann aktiv damit auseinander setzen und sich auch gegen ein Ausleben des Glaubens entscheiden.
     
    #11
    glashaus, 25 April 2008
  12. User 505
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    Ich finds nicht weiter tragisch. Ich bin auch evangelisch getauft, habe aber mit Kirche nichts am Hut und fühle mich nirgendwo hineingedrängt. Als es damals hieß "Konfirmationsanmeldung oder Schwimmbad" hab ich halt meinen Badeanzug eingepackt :zwinker:

    Aber: Die Kirche kann durchaus auch Einfluss auf das Arbeitsleben haben, als Ungetaufter hast du z.B. bei den Maltesern kaum Chancen auf einen Arbeitsplatz, selbst evengalisch getaufte nehmen sie nur mit Murren :zwinker: In meinem Berufsfeld (Rettungsassistentin) macht das immerhin einen von vier großen Arbeitgebern aus. Im christlichen Kindergarten hätte man wohl auch (ob als "Wärter" oder "Insasse") Probleme.

    Von daher find ichs ganz in Ordnung getauft zu sein.

    Ob ich meine Kinder taufen würde, weiß ich nicht, ich sehe aber nichts Grundsätzliches, was dagegen spräche, wenn mein Partner das wollte (was momentan eher unwahrscheinlich wäre :zwinker: ).
     
    #12
    User 505, 25 April 2008
  13. Subway
    Planet-Liebe Berühmtheit Themenstarter
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    Ich finde, dass Glaube nichts anerzogenes sein sollte, sondern durch eigene Gedanken und Erfahrungen zustande kommen sollte. Eine Indoktrination im Kindesalter finde ich alles andere als gut.

    Es spricht natürlich nichts gegen eine Erziehung mit christlichen Werten, die Werte sind ja im großen und ganzen auch gut und stimmen mit den Gesetzen überein.
     
    #13
    Subway, 25 April 2008
  14. Reliant
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    vergeben und glücklich
    Zeig mir einen Menschen der nicht die Summe seiner äusseren Einflüsse ist. Egal was ob Glauben, oder Charakter oder sonstwas, alles ist anerzogen.
     
    #14
    Reliant, 25 April 2008
  15. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Mein Sohn ging in einen christlichen Kindergarten, weil ich ihm eben die christlichen Werte vermitteln wollte. Wir gehen ja auch sonntags in den Gottesdienst, da hat ers ja eh auch "mitbekommen". Und ehrlicherweise sind gerade die städtischen Kindergärten in meinem Ort eine Katastrophe. Im christlichen (evangelischen) wurde viel mehr gemeinsam gespielt, gebastelt, Unternehmungen organisiert usw... Das hat mir vom Gesamtkonzept her also sowieso deutlich besser zugesagt.

    Außerdem lernen sie dort ja nicht zwangsläufig "glauben". Sie lernen, was Weihnachten bedeutet, was wir an Ostern feiern, was man Pfingsten feiert usw... Und das find ich wichtig. Ich finds völlig schockierend, wenn ich Reportagen mitbekomme, wo Leute auf der Straße gefragt werden, was man Weihnachten feiert und dann kommt der größte Schwachsinn heraus!!! Das gehört einfach auch ein bisschen zur Allgemeinbildung - finde jedenfalls ich. Die Leute FEIERN ja Weihnachten, dann müssen sie doch auch wissen, was das für ein Fest ist?!

    Getauft wurde mein Sohn auf seinen eigenen Willen hin mit 6 Jahren und so möcht ichs mit allen Kindern halten. Sie sollen SAGEN, wenn sie getauft werden möchten. Es war ganz toll, weil wir mit dem Pfarrer gemeinsam den Gottesdienst selbst gestalten durften und der Pfarrer die Predigt so gehalten hat, dass sogar mein kleiner Sohn kapiert hat, was er ihm sagen will. Als Baby find ichs jetzt zwar nicht grundsätzlich abzulehnen, aber einfach irgendwie überflüssig... Der SINN der Taufe wird dabei ja irgendwie etwas verfehlt...
     
    #15
    SottoVoce, 25 April 2008
  16. Beastie
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    weil ich keine andere wahl habe
    weil ich möchte, dass mein sohn mit den kindern zum kindergarten geht, mit denen er auch in die schule kommt
    weil ich möchte, dass meinen kind religion beigebracht wird.
    (die reihenfolge ist NICHT wilkürlich)

    unser sohn wird nicht getauft, wir haben selber mit der kirche nichts am hut. ich bin evangelisch getauft, mein mann katholisch (skandaaaal! :grin::tongue:)
    dennoch find ich es nicht falsch, dass er die kirche usw kennen lernt. nur so kann er entscheiden, ob das gut für ihn ist oder nicht.

    ansonsten, siehe sotto
     
    #16
    Beastie, 25 April 2008
  17. User 75021
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    Das unterschreib ich mal so, ist bei uns ähnlich.
    Bei uns stand auch von Anfang an fest, das die Kinder in einen katholischen Kindergarten und auch in eine katholische Grundschule kommen. Sie bekommen dort einfach ganz andere Werte vermittelt, als in den öffentlichen Einrichtungen.
    Den Kindern wird erklärt, warum wir christliche Feste feiern und ich finde so etwas sehr wichtig.
    Ich bin selber katholisch und gehe mit den Kindern auch regelmäßig in die Kirche.
    Getauft wurden sie mit 2 und 4 Jahren.
    Finde es aber auch vollkommen in Ordnung, ein Baby taufen zu lassen. Das Kind kann sich ja später immer noch dazu entscheiden, aus der Kirche auszutreten.
     
    #17
    User 75021, 25 April 2008
  18. User 4590
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    nicht angegeben
    Ich finde dabei immer nur schade, dass Religionsunterricht, sei es im Kindergarten oder später in der Schule, hierzulande de facto nur Unterricht in evangelischer bzw. katholischer Religion bedeutet; die anderen Religionen werden in den Hintergrund gestellt oder ganz ausgeblendet (auf jeden Fall war es zu meiner Schulzeit so). Ich fände es wichtig, dass ein Kind eine breitere Perspektive vermittelt bekommt, dass es auch z.B. über den Islam oder Hinduismus Bescheid weiß, denn das ist erstens wirksam gegen Vorurteile und zweitens ist doch ein möglichst umfassender Überblick die bestmögliche Grundlage dafür, sich für oder gegen etwas zu entscheiden.

    Was das Thema Taufe angeht, ich persönlich lege darauf keinen großen Wert, aber würde mein Partner das gern wollen, wäre es für mich auch kein Problem. Getauft zu sein ist ja nichts endgültiges, das Kind kann sich jederzeit selber für etwas anderes entscheiden, und ich würde ihm da sicher nicht im Weg stehen.
     
    #18
    User 4590, 25 April 2008
  19. User 67627
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    meine tochter (6) ist nicht getauft und ich lasse ihr später die wahl, ob sie sich noch taufen lassen möchte.
    selbst der sohn unseres pfarrers wurde erst zu seiner konfirmation getauft (fand ich irgendwie cool ):zwinker:

    sie geht auch in einen freien kindergarten,wo ihr jedoch auch die christlichen feste und deren hintergründe nahegebracht werden (sie kennt sich da schon weit besser aus als ich :schuechte ).
     
    #19
    User 67627, 25 April 2008
  20. User 53338
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    Hallo,

    ich und mein Bruder wurden nicht getauft, aus dem Grund den du genannt hast. Unsere Eltern wollten uns keinen Glauben auferzwingen. Wir hätten uns aber taufen lassen dürfen, wenn wir das gewollt hätten - eine Freundin von mir hat das sogar mit 14 noch gemacht. Ich bin einer stark religösen Großstadt groß geworden, wo der großte Teil der Einwohner katholisch war und man selbst von den Religonslehren ausgegrenzt wurde, weil man nicht getauft war und die Existenz Gottes anzweifelte. Naja, dass die Werte, die diese Lehrer den Kindern damit vermittelt haben, wirklich so gut sind, bezweifel ich ja...


    Vor drei Wochen wurde der Sohn meiner Freundin getauft, damit er "nicht in die Hölle kommt", sollte ihm etwas zustoßen. Ja, das war die Argumentation dafür ihn in den katholischen Glauben hinein zu zwängen. Wobei ich mich natürlich frage, was das für ein Gott sein soll, der einen unschuldigen Säulging in die Hölle schickt. :eek: :kopfschue
     
    #20
    User 53338, 25 April 2008

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