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Klausuren liegen mir wohl nicht

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Linguist, 10 März 2009.

  1. Linguist
    Linguist (26)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Okay. Für die meisten klingt das banal, aber ich habe den Ehrgeiz, mein vorhandenes Wissen, auch wirklich mal auf Papier bringen zu können. Es pisst mich schon ein wenig an, wenn ein Wochenende komplett flöten geht und am Ende 10 Punkte dabei rauskommen. Klassenkameraden tröten dann herum, wie leicht man doch mit einer halben Stunde Lernerei seine 8-9 Punkte absahnen konnte. Und das ist sicher kein pubertäres Gehabe, die haben tatsächlich nicht gearbeitet und auch im Unterricht keinerlei Interesse gezeigt.

    Nun will ich die Schuld nicht bei andern suchen, sondern das beste aus meiner Situation machen und die nächste Klausur endlich mal entsprechend schreiben. Was mache ich falsch?

    Ich lerne, in dem ich...

    1) Mir einen Überblick der entsprechenden Themen mache und durch Unterlagen blättere.

    2) Ich skizziere mir eine Mindmap, die nach Priorität gestaffelt ist. Wichtige Felder markiere ich mir entsprechend und lerne diese zu erst, weniger bedeutende kommen später an die Reihe.

    3) Ich picke mir Themenkomplex Y aus der Mindmap heraus und suche gezielt nach allen Unterlagen sowie Informationen im Buch.

    4) Ich schreibe Zusammenfassungen über alle Themen. Danach bin ich mir auch immer 100%ig sicher das zu können!

    5) Spezielle Fachbegriffe übernehme ich in eine "Kartei", die ich wie Vokabeln auswendiglerne.

    Die Vorbereitung hat mich, für Studenten mag das wenig klingen, 15 Stunden gekostet. Wirklich von Freitag - Sonntag konsequent gelernt.

    Es kotzt mich verdammt nochmal an, dass es absolut GARNICHTS bringt. Ich will die Fehler aber bei mir suchen und etwas ändern. Any suggestions?

    Linguist
     
    #1
    Linguist, 10 März 2009
  2. Mitbewohner
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    in einer Beziehung
    Kann leider keiner beurteilen, wie du den Stoff wirklich beherrschst.
    Auswendiglernen ist ganz gut, aber in vielen Fächern sind Zusammenhänge und Verständnis wichtiger, vor allem wenn die Aufgaben in der Klausur nicht nur verlangen, dass du Wissen auswürgst.

    Hängt es an der Prüfungssituation? An dem Verständnis des Themas? Interpretierst du die Aufgabenstellung falsch?

    Und es gibt halt Käpselchen, die mit bisschen Lernen und was aus den fingern saugen, ne recht passable Note schreiben, aber kann nicht jeder. Da musst du dich mit abfinden.


    Irre ich mich, oder hast du so ein Thema schon des Öfteren erstellt?
     
    #2
    Mitbewohner, 10 März 2009
  3. User 84434
    Sehr bekannt hier
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    nicht angegeben
    Vielleicht nicht immer nur das Wochenende vor der Klausur lernen, sondern meinetwegen über zwei Wochen verteilt immer mal ein bisschen lernen und am Ende eben nochmal alles durchlesen?
     
    #3
    User 84434, 10 März 2009
  4. Linguist
    Linguist (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    538
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    13
    vergeben und glücklich
    Prüfungssituationen belasten mich enorm. Bis jetzt war jede Klausur ein derber Schlag in die Eier. Klar, dass ich über die Zeit auch Selbstbewusstsein eingebüßt habe. Am Tag vorher kann man Fragen beantworten, die sonst niemand der Lehrererin beantworten kann. Am nächsten Tag klappt das nicht.

    Verständnis des Themas auf keinen Fall. Mir fällt es nur enorm schwer, mit den Operatoren umzugehen. Ich erkenne keinen Unterschied zwischen "Erklären" und "Erläutern". In der Theorie auf dem Zettel sieht man schon die Unterschiede, aber ich bekomme das nicht in die Klausur.

    Die Aufgabenstellung interpretiere ich "falsch".

    Wenn ich die Klausur vor mir liegen habe, geht mir die Pumpe auf 180. Dann seh ich mir die Aufgaben durch und denke mir noch "Das packst du alles, du weißt die Antworten". Dann schreib ich drauf los und am Ende kommt dann ne beschissene Note bei raus.

    Ich stell hier im 3-Monats-Takt Threads rein, weil ich nicht verstehe wieso mir das so schwer fällt. Bin ich dafür einfach zu schwer von Begriff, oder was? Wie soll ich das erst an der Uni packen. Da gehen nur Klausuren in die Note ein. Keinen Small Talk mehr, in der man der Lehrerin umfangreiches Wissen offenbaren kann.

    Am schlimmsten sind die Transferaufgaben. Erlerntes Wissen auf neue Themenfelder anwenden. Da kommt mir regelmäßig die Gülle hoch. Ich versuche das über Aufgaben zu trainieren, aber jede Transferaufgabe ist einfach anders, verlangt eine neue Ausrichtung. Damit komme ich ganz schwer zu Recht.

    Dann habe ich ständig Angst das die Zeit nicht reicht. Ich versuch die Aufgaben möglicht schnell auf Papier zu bringen. Eine Struktur ist da eher weniger drin.

    Ich komme nur nicht damit klar, in Klausuren zur "Mittelklasse" zu gehören. Ich will das unbedingt ändern. Daraus ergibt sich oft ein enormer Druck, weil man noch mehr lernt und immer mit einem mulmigen Gefühl in die Klausur geht. "Du hast viel gelernt, wenn es wieder ein Tritt in die Eier gibt, stehst du nicht mehr auf." So sind oft meine Gedanken in der Vorbereitungs- und Prüfungsphase.
     
    #4
    Linguist, 10 März 2009
  5. User 12900
    where logic cannot intervene
    9.748
    598
    4.923
    nicht angegeben
    Also ich will dich nicht beleidigen oder so, aber gerade an Transferaufgaben sieht man doch, ob man etwas verstanden hat oder nicht. Von daher wage ich zu bezweifeln, ob du das Thema auch wirklich immer vollständig verstanden hast - vielleicht verstehst du einzelne Teile, aber dir fehlt der Zusammenhang im "Großen Ganzen"?
    Die Aufgabenstellung richtig zu interpretieren ist aber nunmal eine der wichtigsten Dinge, ich jedenfalls hab mir aufgrund dessen schon so einige Noten gerettet, obwohl ich nicht soooo viel Ahnung vom Thema hatte.:grin:
    Das kann man aber doch anhand von zB Stark-Büchern o.ä. trainieren, es gibt ja nicht unendlich viele Aufgabenstellungen!
    Tut mir leid, falls ich es überlesen haben sollte, aber um welches Fach handelt es sich denn hier? Oder hast du allgemein ein Problem mit Aufgabenstellungen?


    Warum? Hast du das Gefühl, du wärst eigentlich viel besser, als deinen Noten widerspiegeln? Falls ja, kann ich mir nicht ganz vorstellen, dass dies allein daran liegt, dass du die Aufgabenstellung nicht verstehst - und wenn doch, das hat ja auch in gewissem Maße mit Intelligenz zu tun?!
    Und nochmal, hast du dieses Problem in allen Fächern?

    Edit:
    Ich habe mir jetzt nochmal durchgelesen, was du alles machst. Und für mich als Studentin ist das höchstens für schwere Fächer an der Uni normal, in der Schule habe ich niemals so einen Aufwand betrieben. Du scheinst dich ja wirklich intensiv mit dem Thema zu befassen, da kann ich ehrlich gesagt kaum verstehen, wieso du dann so "schlecht" (10 Punkte sind ja eigentlich nicht wirklich schlecht, aber ich finde es für den Lernaufwand auch zu "wenig") bist...entweder du lernst falsch (zB nur oberflächlich), oder du hast einfach doch Verständnisprobleme?
     
    #5
    User 12900, 10 März 2009
  6. Drachengirlie
    Verbringt hier viel Zeit
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    35
    vergeben und glücklich
    1. Du setzt dich zu viel unter Druck.
    2. Du lernst zu viel.
    3. Du bist zu chaotisch während der Klausur.

    Lösung:

    1. Lernzeit auf ein paar Wochen ausdehnen - strukturiert lernen. Zudem auch lernen, dich selbst nicht mehr so arg unter Druck zu setzen! Vllt auch mal deine Noten akzeptieren!
    2. Weniger lernen, Freizeit miteinbauen, Sport treiben, Freunde treffen, abschalten!
    3. Themen, die dir zu den Antworten einfallen auf ein Schmierpapier schreiben, dann strukturiert die Fragen beantworten!
     
    #6
    Drachengirlie, 10 März 2009
  7. starlight169
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    vergeben und glücklich
    Ich finde, es kommt sehr darauf an, um welches Fach es hier geht. Ich habe für Geschichte völlig anders gelernt als z.B. für die Sprachen. Aber nehmen wir mal als Beispiel Geschichte:

    Wenn ich in der Klausur saß, war es ganz wichtig, dass ich die erste Viertelstunde Notizen gemacht habe. Selbst wenn die Klausurzeit knapp bemessen ist, stellen die Notizen sicher, dass du keine Punkt vergisst. Und lieber etwas weniger ausführlich erläutern als irgendetwas ganz wichtiges vor lauter Panik vergessen.

    Dann habe ich immer mit den reinen Wissensaufgaben angefangen, weil dort die geringste Gefahr besteht, dich anhand der Notizen zu verhaspeln. Einzige Ausnahme: Wenn ich gesehen habe, dass es auf eine Aufgabe über die Hälfte der Punkte gab, hab ich damit angefangen, weil man sicher sein konnte, dass dort viel verlangt wird. Besser dort zu ausführlich als später nicht mehr genug Zeit, alles was dort verlangt wird hinzuschreiben.

    Ganz wichtig ist auch, zu jeder Aufgabe eine kleine Einleitung zu schreiben, dann einen deutlichen Hauptteil zu machen und auf jeden Fall einen schönen Schlusssatz zu formulieren. Das gab bei uns auch immer Punkte. Generell hilft guter Stil in den Klausuren. Hinterlässt einen besseren Eindruck.

    Ganz zum Schluss habe ich meistens erst den Transferteil angefangen, meistens in der letzten Viertelstunde. Das ist überhaupt nicht schlimm, denn dazu fällt einem meistens auf jeden Fall irgendetwas ein. Bei uns wurde häufig die eigenen Meinung gefragt, die man häufig nur begründen musste. Da fielen mir immer viele Gründe ein, die sich super einflechten ließen. Mir hat dann oft die Struktur gefehlt, aber weil ich die ersten Aufgaben schon schön und meistens vollständig erledigt hatte, hat das nicht mehr so viel Abzug gegeben.

    Auch noch wichtig - lass dich nicht in Panik bringen, wenn du nach einer Stunde noch an der ersten Aufgabe sitzt. Mir ging es immer so, dass ich mich erst einarbeiten musste und in der zweiten Stunde bedeutend schneller und konzentrierter arbeiten konnte.

    Lernzeit ausdehnen würde ich nicht unbedingt - ich glaube, der Stoff sitzt zwar bei dir, du kannst nur schlecht in der Klausurenzeit darauf zugreifen. Deshalb glaube ich, könnten dir die Notizen zu Anfang der Stunde helfen.

    Du kannst aber auch mal deine Lehrer darauf ansprechen, was du ihrer Meinung nach noch verbessern könntest. Bei mir standen immer Kommentare drunter, und aus den meisten dieser Geisteswissenschaftsklausuren bin ich mit 12/13 Punkten rausgegangen, wobei 14 schon 15 entsprachen.
     
    #7
    starlight169, 10 März 2009
  8. Linguist
    Linguist (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    538
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    13
    vergeben und glücklich
    Ist nicht beleidigend :zwinker: Aber ich habe das ja verstanden. Wir haben eine sehr penible Lehrerin, die sehr genau nachfragt. Transferaufgaben bedeuten ja nicht Wiedergabe des Erlernten, sondern konkrete Anwendung. Wiedergabe fällt mir leicht, Anwendung eher weniger.

    Ja und das sage ich ganz ehrlich. In der Hinsicht kann ich mich gut einschätzen. Ich würde hier nicht rumheulen, wenn ich nicht guten Gewissens behaupten könnte, im Unterricht alles zu wissen. Ja sogar anwendungsbezogene Aufgaben erledige ich unter ruhigen Bedingungen schnell. Man hat eben Zeit das erbaute Gedankenkonstrukt nochmal auf fehlende Schrauben und Nieten zu überprüfen.

    Ich habe dieses Problem in meinen LKs Biologie und Erdkunde. Erdkunde mündlich 1, Klausuren immer 3, aber da ist es ganz klar berechtigt. Biologie aber nicht.

    Sehr gut läuft es nur in Deutsch/Geschichte. Da schreib ich um die 13 Punkte.

    Es geht um Biologie. Notizen werde ich nächste mal versuchen. Ich mache mir da auch immer den Vorsatz, auf jeden Fall zu strukturieren. Gelingt mir aber in den Klausuren nicht, weil die Aufgaben ja so einfach erscheinen. "Wozu noch strukturieren, wenn man die Fragen beantworten kann" denke ich mir dann oft. Ich weiß das es falsch ist, aber Klausuren sind für mich immer schlimme Situationen in denen ich nur noch eingeschränkt "rational" und ruhig handle.

    Die Punkte stehen bei den Aufgaben leider nicht dabei. Ich halte es eher umgekehrt: Erst die anspruchsvollen Transferaufgaben, dann das genaue Auskotzen des Erlernten. Ich ermüde in Klausuren nach ca. 90-100 Minuten und will den Zettel nur noch möglichst bald abgeben. Keine Ahnung wieso. In der Klausur spack ich zu sehr ab.

    Okay. Merk ich mir schon mal vor.

    Ist bei mir genau umgekehrt. Ich kann mich nach 2 Stunden einfach nicht mehr genau konzentrieren oder das "große Ganze" überblicken. Ich steiger mich da immer enorm rein. Das passiert mir bei Aufgaben, deren Lösung ich kenne oder glaube zu kennen. Dann schreibe ich drauf los.

    Bei den Klausuren ist immer ein Erwartungshorizont dabei. Oft fehlen mir dann Punkte, die mir im Nachhinein genau in DEM Moment nicht eingefallen sind. Ich ärgere mich jedes mal schwarz. So als ob mein Wissen in der Klausur verschlossen im Tresor liegt und ich in 4 Stunden den Schlüssel finden muss.
     
    #8
    Linguist, 10 März 2009
  9. Mitbewohner
    Sorgt für Gesprächsstoff
    273
    43
    11
    in einer Beziehung
    Ja dann liegt es wohl an der Aufregung und mangelnder Reflektion.
    Ich weiß nicht wie du diese Pani wegbekommst.
    Aber wenn du schon in der Klausur bist und schreibst und schreibst, würde ich IMMER zwischendrin mal innehalten und durchlesen, was du eigentlich schreibst und ob das auch gefragt ist.
    Das passiert mir auch, dass ich mal abschweife und was anderes erkläre und vom Hundersten ins Tausendste komme.
    Also lieber mal kurz Pause machen und schauen, was du machst, wie die Aufgabenstellung lautet, ob das passt.

    In Kunst bei großen Interpretationen und Beschreibungen hat es mir geholfen erst auf einen Schmierzettel die wichtigen Schlagwörter für meine Beantwortung aufzuschreiben.
    Danach bin ich auf dem richtigen Bogen auf die einzelnen Themen genauer eingegangen und habe eins nach dem anderen abgehakt.
    Also Struktur ist auch ziemlich wichtig, wenn der Lehrer was Strukturiertes zu lesen bekommt, bekommst du auch mal ein Pünktchen mehr, weil der Text einen besseren Eindruck hinterlässt und sich halt einfach korrigieren lässt.
     
    #9
    Mitbewohner, 10 März 2009
  10. User 53463
    Meistens hier zu finden
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    vergeben und glücklich
    Ich denke, dass bei dir eine Mischung aus mehreren Dingen vorliegt. Einerseits brauchst du vermutlich etwas mehr Aufwand als der Durchschnitt für ein bestimmtes Resultat. Andererseits bist du in den Klausuren oft etwas unaufmerksam und durcheinander. Bei ersterem denke ich musst du das eben als gegeben hinnehmen. Wenn du gut bis sehr gut sein willst brauchst du vermutlich einen sehr großen Aufwand.

    Ich denke an der zweiten Sache kannst du etwas üben. Zum einen wirst du durch die vielen Klausuren während der Kollegstufe etwas Routine bekommen. D.h. du machst dich irgendwann doch nicht mehr so verrückt bzw. nur noch bei den größeren Sachen. Bei mir ist es auch so, dass ich arge Panik genau dann habe, wenn von der Prüfung sehr viel abhängt, oder sie mir sehr wichtig ist. Wenn du also evtl. mit der Einstellung ran gehen könntest, dass eine nicht zweistellige Punktezahl auch kein Beinbruch ist, weil du eben jemand bist der mehr Aufwand betreiben muss, dann könnte es sein, dass deine Panik abnimmt und du dann wenn du lockerer bist bessere Ergebnisse einfährst. Wäre schön wenn es so einfach ginge, denke es ist nicht so leicht seine Einstellungen zu so etwas zu ändern. Aber vielleicht schaffst du das mit dem Angst ablegen besser wie ich :smile:
     
    #10
    User 53463, 10 März 2009
  11. Joppi
    Gast
    0
    Linguist, mach dir keinen Kopf wegen des Studiums. Ich kenne viele Leute, die in der Schule Top-Noten geschrieben haben und sich im Studium sehr schwer tun und genauso kenne ich Leute, die in der Schule nur Mittelmaß waren und während des Studiums voll aufblühen.

    Ein guter Freund von mir hat, wie du, während der Schulzeit immer sehr viel gelernt und war trotzdem selten besser als der Schnitt. Sein Diplom hat er jetzt als Jahrgangsbester abgeschlossen. Ich wollte dir damit nur sagen, dass du dir nicht so viele Gedanken machen solltest - wer ehrgeizig ist, geht seinen Weg, immer.
     
    #11
    Joppi, 11 März 2009
  12. User 39498
    User 39498 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Verheiratet
    Erstmal ein Kommentar zu deinen Sorgen bzgl. Studium: Nein, im Studium zählen eben NICHT nur Klausuren. In Zeiten des Bachelors machst du nicht einfach deine Scheine und schreibst eine große Klausur für mehrere Semester, sondern man erbringt Leistungsnachweise während des Semesters, zum Beispiel Präsentationen, Referate und Coreferate, Essays, Hausarbeiten, Fallstudien, Projektarbeiten, usw... das man auch mal Klausuren schreiben muss, ist klar, aber in vielen Fächern zählen die bei mir grade mal 30-40% in die Endnote..dieses Semester schreibe ich sogar nur Hausarbeiten und eine einzige Klausur, im Sprachkurs Schwedisch.

    Da brauchts du dir also gar keinen Kopf machen. Im Studium hat man genau die Chance, die man in der Schule meistens nicht hat: Zeigen, was man drauf hat, ohne einfach nur auswendig gelerntes auszukotzen.

    So, nun zu Bio:
    Ich hatte auch Bio Leistungskurs. Ich finde Klausuren schon immer ätzend, ich lerne aber auch nicht gerne und kann schon gar nicht auswendig lernen. Ich hab für den LK auch nicht wirklich viel gelernt, und hab immer um die 12 Punkte geschrieben, da lag VIEL an meiner schönen, ausgefeilten Schreibweise, dem guten Stil, wenigen Rechtschreibfehlern, und sinngemäßer Wiedergabe von Fakten, aber niemals habe ich so geschrieben wie es im Buch steht. Transferaufgaben fielen mir eigentlich immer am leichtesten, von daher kann ich dir da leider nicht helfen... :hmm: Die machen doch eigentlich am meisten Spaß, weil man endlich mal was anwenden kann, ein echter Fall, und nicht nur einfach hinschreiben was man gelernt hat.

    Auch das Abitur ist nicht die wichtigste Hürde des Lebens. Diese Klausuren bedeuten nicht die Welt. Und es ist völlig in Ordnung, nicht überall eine 1 zu haben. Man muss ja auch den Aufwand-Nutzen Ratio im Auge behalten! Mach dich nicht so wahnsinnig und freue dich lieber über die 2. Klopf dir mal selbst auf die Schulter für deine disziplinierte Arbeitsweise! Ich sag mir jedes Semester wieder "diesesmal fängst du früher mit lernen an" und schreibe dann trotzdem alle Hausarbeiten auf den letzten Drücker, manchmal in 5h :confused: :grin:
     
    #12
    User 39498, 11 März 2009
  13. User 32843
    User 32843 (29)
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    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Ich möchte doch anmerken dass das nicht überall so ist. Das einzige was bei uns nicht in einer Klausur bewertet wird sind die Praktika, für alle anderen Fächer gibt es eine Prüfung, die 100% der Note ausmacht.
     
    #13
    User 32843, 11 März 2009
  14. User 42447
    User 42447 (31)
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    206
    nicht angegeben
    Das ging mir auch grade durch den kopf und ich würde sagen, dass das stark vom fach abhängt.
    Des weiteren fand ich das auswendig lernen im studium schlimmer, als in der schule. In der schule waren wenigstens noch ein paar transferaufgaben dabei, in klausuren im studium oft keine, sondern nur extreme details, die da gefragt wurden aus nem mega fetten skript..sinnlos.

    Zu dem was du da beschreibst, linguist, fällt mir ein, wie es bei mir und einem kumpel in geschichte war.
    Er war echt super gut in geschichte, hat sich total dafür interessiert, sich in diskussionen eingebracht und konnte jede jahreszahl.
    In der zeit hab ich meistens gedöst oder mich gelangweilt.
    Kurz vor tests oder klausuren, hat er mich immer irgendwelche jahreszahlen gefragt, die ich nie wusste, weil ich keine lust hatte die zu lernen und ich die nach nem tag eh wieder vergessen hätte.
    Er hatte vor klausuren den stoff auch super drauf.
    Bei der klausurenrückgabe, war es jedes mal das gleiche spiel:
    Ich war besser als er, hatte meistens so um die 13/14 punkte und er dümpelte bei 10 oder 11 und war total am ausrasten :zwinker:
    Davon erzählt er heute noch...

    Er hat dann jedes mal nachgefragt, worans bei ihm lag. Antwort immer die gleiche: Du gehst zu sehr in die details und vergisst das wesentliche, die kernaussagen.
    Ich denke mal, er wusste einfach immer zu viel, hat das auch aufgeschrieben, wollte damit glänzen und hat aber die wesentlichen knackpunkte, kernaussagen, nicht deutlich genug rübergebracht.
    Da ich in geschichte nie ins detail gelernt habe, weil kein interesse bestand, hatte ich in dem fall wohl einen besseren überblick. Und da die details fehlten, konnte ich sie auch nicht aufschreiben und habe mich auf die hauptsächlichen aussagen beschränkt.

    Vielleicht ist es bei dir ähnlich?

    Und zu den operatoren bei den fragestellungen...: da haben wir mal nen zettel bekommen, was die genau bedeuten und was erwartet wird (z.b. bei "vergleichen sie", "skizzieren sie kurz"...usw..).
    Gibts bestimmt auch hier im internet irgendwo schön zusammengefasst.
     
    #14
    User 42447, 11 März 2009
  15. Tinkerbellw
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    nicht angegeben
    das ist ejtzt nicht nur auf diesen Thread bezogen sondenrn auf alle möglichn threads von dir, die ich in den letzten monaten quer gelesen habe!
    ZÜGEL deinen Ehrgeiz oder besser gesagt deine mega hohen Erwartungen an dich selber. So kann man ja nur enttäuscht werden. Ich hatt weiß Gott in der Schule keine schlechten Noten, in Bio und Geschichte immer Noten zwischen 1-2 aber ich habe mich nie so fertig gemacht, wenn einen note mal schelchter war. ich habe ordentlich dafür gelernt, konnte den Stoff aber meistens noch gut aus de unterricht und wenn ich in einer Klausur saß, dann überfiehl mich hächstens der Unwille, diesen Mist jetzt noch mal detailliert aufs papier bringen zu müssen anstatt die Verzweiflung wie das jetzt alles in der kurzen zeit zu bewältigen wäre.
    Du dagegen setzt dich wegen deinr Erwartungen so unter Druck, dass klares denken, was ja sonst anscheinend möglich ist, nicht mehr funktioniert.

    Allgemein würde ich dir eher zum stressabbau raten, sonst bist du nach der Schule schon so frustriert, das du gar nicht zu studieren anfängst oder dein Studium nach der ersten drei Schmeißt!
    Such dir mal eine sache in deinem Leben die du nicht direkt zu einem riesen Leistungswettkapmf machst, sondenr die dir einfach NUR Spaß macht!
     
    #15
    Tinkerbellw, 11 März 2009
  16. Linguist
    Linguist (26)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    538
    103
    13
    vergeben und glücklich
    Momentan ist einfach die Situation kacke. Abitur fast in der Tasche, aber noch keinerlei Zukunftsperspektive. Dass bereitet mir enormes Unbehagen, gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise. Da liegt der eigentliche Kern. Die Unzufriedenheit nehme ich dann mit in die Schule und so verstärkt sich alles gegenseitig, eine Art Teufelskreis. Aus der Ungewissheit, was ich denn mal machen will, hat sich dann dieser Ehrgeiz entwickelt. Ich sehe momentan einfach noch nicht Dinge in denen ich zu besonderen Leistungen fähig bin und das ist frustrierend. Ich habe einfach Angst, wenn ich an der Schule nur Durchschnitt bin, auch später an der Uni, wo fast nur kluge Köpfe rumlaufen, völlig unterzugehen. Ich brauche die Gewissheit in einigen Fächern wirklich zur Spitze zu gehören auch um mich langsam mal für ein Studium/Ausbildung festzulegen. Wenn ich mich jetzt schon nicht durchbeißen kann, wie soll das dann erst auf dem Arbeitsmarkt werden. Sind alles Gedanken die mir so durch den Kopf schießen, mehr oder weniger geordnet aufgeschrieben.
     
    #16
    Linguist, 11 März 2009
  17. envy.
    Meistens hier zu finden
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    133
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    nicht angegeben
    Ich kann mir vorstellen, dass du nicht genügend auf die Fragestelleung eingehst. Reine Reproduktion reicht nicht, und alles aufschreiben, was einem zum Thema einfällt auch nicht.
    Schreib dir bei der nächsten Klausur dich und fett "FRAGEN BEANTWORTEN!" drüber, damit du dich selbst daran erinnern kannst. Mach dir sonst vorher einen genauen Plan, was du in der Klausur schreiben möchtest, damit du dich nicht wiederholst und klar strukturieren kannst.
     
    #17
    envy., 11 März 2009
  18. Grottenolmin
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Je nach Studiengang und Uni sind da auch nicht nur Überflieger unterwegs. Natürlich gibt es Studiengänge, wo gehäuft Leute mit sehr gutem Abischnitt oder besonderer Begabung auf einem bestimmten Gebiet unterwegs sind (letzteres wohl besonders in Naturwissenschaften), aber im Prinzip gibt's an der Uni genauso Leute mit 3,2er-Abi wie mit 1,2er-Abi. Außerdem sagt der Abischnitt nicht so wahnsinnig viel über den späteren Studienerfolg aus. Es gibt Leute, die nach der Schule regelrecht aufblühen, weil sie endlich das machen können, was sie wirklich wollen, und weil ihnen selbständiges Lernen und Erarbeiten mehr liegt als Schulunterricht. Andere hatten ein sehr gutes Abi, sind aber an der Uni von soviel Eigenständigkeit eher überfordert oder suchen sich vielleicht auch den "falschen" Studiengang raus, der ihnen doch nicht so wirklich liegt.

    Was heißt "durchbeißen können"? Du bist doch nicht schlecht in der Schule, du hast die Disziplin, konsequent zu lernen, du schlägst dich doch nicht schlecht im Moment. Aber - und das soll jetzt nicht fies klingen oder entmutigen - vielleicht BIST du einfach kein Spitzenkandidat in der Schule, egal was du machst. Bei mir war auch einer im Jahrgang, der gelernt hat wie blöd und trotzdem überall "nur" auf um die 10 Punkte kam, das war einfach so. Über die möglichen Ursachen steht hier ja schon viel...

    Wann machst du denn Abi? Dieses Frühjahr oder erst nächstes? Musst du erst noch Wehr-/Zivildienst ableisten? Da würdest du ja auch nochmal etwas Zeit zum Überlegen gewinnen.

    Ich hatte selbst nach dem schriftlichen Abi noch keine Ahnung, was ich studieren will (und war neidisch auf die Jungs, die Zivildienst machen "durften" und sich noch nicht festlegen mussten). Mit meiner ziemlich kurzfristig nach dem Ausschlussprinzip getroffenen Entscheidung bin ich trotzdem sehr glücklich geworden. :zwinker:

    Und wenn du nach einem oder zwei Semestern merkst, es ist doch nicht das Richtige und du willst lieber was anderes machen - dann ist das auch okay, das geht vielen so und ist kein Beinbruch. Setz dich selbst nicht so unter Druck!
     
    #18
    Grottenolmin, 11 März 2009

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