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Klavierspielen lernen

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von MissPerú, 15 Dezember 2009.

  1. MissPerú
    MissPerú (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    nicht angegeben
    Hallo Leute!

    Seit einer Ewigkeit möchte ich nun schon Klavier spielen lernen, aber bislang kam immer etwas dazwischen oder mir fehlte das Geld.
    Zum Frühjahr will ich es nun aber endlich angehen! :smile:

    Ich habe mir überlegt, ein mal pro Woche Unterricht zu nehmen und zu Hause täglich mindestens eine Stunden zu üben (vorausgesetzt natürlich, es macht mir auch ein kleines bisschen Spaß) - später auch durachaus länger.
    Ich werde mir dann wohl ein Elektro-Piano anschaffen, eines mit Kopfhörern, um die Nachbarn nicht so zu nerven. :zwinker:
    Leider kan ich mir kein richtiges Klavier leisten - aber ich denke doch, so ein elektronisches wird für eine Anfängerin reichen, oder was meint ihr?

    Ich würde gerne wissen, wie lange es in etwa dauern wird, bis ich Stücke wie "Für Elise" oder die "Mondscheinsonate" spielen kann.
    Kan man das ungefähr einschätzen?
    Macht es Sinn, im Laufe der Zeit eher mehrere Stunden zu üben? Oder ist es egal, ob ich nun eine Stunde oder drei Stunden übe, hauptsache ich setzte mich überhaupt regelmäßig ans Klavier?

    Über Antworten von erfahrenen Klavierspielerin würde ich mich sehr freuen! :smile:

    LG, MP.
     
    #1
    MissPerú, 15 Dezember 2009
  2. squarepusher
    Sehr bekannt hier
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    Single
    wenn du eine/n gute/n lehrer/in hast, wird sich alles fügen. dort solltest du nicht sparen.

    es stimmt keinesfalls, dass, nur weil du absolute anfängerin bist, dich gott und die welt gut unterrichten kann. ganz im gegenteil.
     
    #2
    squarepusher, 15 Dezember 2009
  3. User 91095
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    8.048
    nicht angegeben
    Es gibt sehr gute E-Klaviere und außerdem auch bei manchen Geschäften die Möglichkeit, richtige und neue Klaviere zu "mieten". Vorteil beim E-Klavier ist, dass die sich nicht verstimmen und weniger Platz brauchen. Aber ein richtiges Klavier fühlt sich natürlich ganz anders an :smile: Wenn es finanziell eher eng ist, dann ist ein E-Klavier aber eine gute Alternative.

    Ich würde mir an deiner Stelle nicht zu hohe Ziele vornehmen. Kannst du schon Noten lesen? Hast du andere Instrumente gelernt? Klavier lernen ist anstrengend und manchmal mühsam, vor allem, wenn man sich zu früh an zu schwere Stücke wagt. Glücklicherweise gibt es eine große Auswahl an netten Klavierstücken, die auch Anfänger gut spielen können (ist bei anderen Instrumenten nicht immer so einfach).

    Jeden Tag eine Stunde: Es macht einen Unterschied, ob du eine Stunde Klavier spielst oder eine Stunde Klavier übst. Ich kann nicht beurteilen, wie es ist, als Erwachsener ein Instrument zu lernen, aber regelmäßig dranbleiben und immer wieder zumindest ein bisschen üben ist sicher nicht verkehrt. Ich habe Klavier gelernt, als ich noch klein war und lustigerweise nie "Für Elise" oder den 1.Satz der Mondscheinsonate gespielt :grin: Aber es wird sicher einige Zeit brauchen, bis du die Stücke gut spielen kannst und so, dass sie schön klingen.

    Viel Spaß :smile:
     
    #3
    User 91095, 15 Dezember 2009
  4. aiks
    Gast
    0
    E-Pianos sind genauso gut zum Spielen wie normale Klaviere.
    Ich bin mit 18 ausgezogen und wollte das meiner Eltern nicht mitnehmen, weil es zu umständlich gewesen wäre, darum hab ich mir ein E-Piano angeschafft.
    Der Spielkomfort ist der gleiche, das einzige was ich unpraktischer finde sind die Plastiktasten, da ich früher Elfenbeintasten hatte und man bei denen nicht so rutscht. Allerdings bin ich sowieso dagegen Elfenbeinsachen zu kaufen.

    Also ich kann beide Stücke spielen und habe auch wöchentlich einmal Unterricht genommen und hab mit 14 Klavier spielen angefangen.
    Für Elise hab ich glaub ich Ende des zweiten Jahres angefangen und die Mondscheinsonate Ende des 4. Jahres. Für die Mondscheinsonate brauchst du insofern Zeit, als dass du eine bestimmte Dehnung, Haltung und Übung der Finger brauchst, um die Akkorde greifen zu können (es ist einfach praktisch mehr als eine Oktavenspannung zusammenbringen zu können mit der Hand).

    Aber ich rate dir: Wenn es dein absoluter Traum ist Für Elise zu spielen, dann warte mit dem Lernen! Ich habe es sofort beigebracht bekommen als ich schon irgendwie fit dafür war. Ich hab es dann natürlich nicht perfekt spielen können - es war holprig, laut und leise, langsam und schnell hauen nicht so hin wie bei CD-Aufnahmen und das ist jetzt sechs Jahre her und ich spiele es fast noch genauso wie damals. Weil du dir deine Spielweise so extrem angelernt hast, dass du es nur mit starkem Willen ein paar Jahre später verbessern kannst.
    Deswegen rate ich dir die Stücke, die du einmal wirklich gut spielen können willst nicht so bald wie möglich anzufangen!
     
    #4
    aiks, 15 Dezember 2009
  5. MissPerú
    MissPerú (30)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    56
    33
    1
    nicht angegeben
    Ja, dass ich einen guten Lehrer brauche, ist sicherlich richtig.
    Aber ich stelle es mir auch schwer vor, einen guten zu finden. Hier in Hamburg bieten tausende Menschen Klavierunterricht an. Woher weiß ich, wer der richtige für mich ist?
    Ich persönlich hätte z.B. lieber jemanden, der Interesse daran hat, mir vernünftig Klavier beizubringen, als jemand, der ständig irgendwelche Späßchen macht und mich immer fragt: "Was möchtest Du denn lernen? Wir machen das, was Du möchtest..."
    Also ich brauche schon einen, der mir wirklich etwas beibringt und der mich ernst nimmt.
    Ich habe die Befürchtung, dass Klavierlehrer mit einer erwachsenen Schülerin nicht so konsequent arbeiten wie sie das mt einer sehr jungen Schülerin machen würden. Denn erstens stehen hinter einem erwachsenen Schüler keine Eltern, die sehen wollen, was ihr Kind schon alles gelernt hat. Zweitens wird aus mir ja auch wahrscheinlich keine Konzertpianistin mehr werden, also bin ich für die meisten Klavierlehrer wohl eher uninteressant.
    Obwohl ich erwachsen bin, möchte ich dennoch Klavier genauso lernen, wie es ein Kind lernen würde. Von Anfang an, mit allen Grundlagen und allen nervigen Fingerübungen, Tonleitern rauf- und runter usw.
    Alles andere macht für mich keinen Sinn.
    Ich bin auch bereit, dafür hart zu arbeiten. Aber ich brauche einen guten Lehrer, der bereit ist, diesen Weg mit mir zu gehen.
    Wie finde ich den bloß?



    @aiks: Ich habe Deinen Beitrag gerade erst gelesen: :smile: der Tipp, die "geliebten" Stücke erstmal nicht zu spielen, ist sehr gut! Ich möchte auch, wie gesagt, "von Anfang an" vernünftig Klavierspielen lernen. Die beiden von mir genannten Stücke können durchaus noch eine Weile warten.
     
    #5
    MissPerú, 15 Dezember 2009
  6. User 65313
    User 65313 (28)
    Toto-Champ 2008
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    178
    804
    Verlobt
    Hallo,

    ich bin vom Fach und kann dir daher auch nur raten, dass du dir deinen Lehrer mit Bedacht auswählst. Ein guter Lehrer gibt dir eine kostenlose Probestunde zum beschnuppern, denn es ist nicht nur wichtig, dass der Lehrer gut ist, sondern auch, dass du dich bei ihm/ihr wohl fühlst. Das kann man ja schon oft nach einer Stunde feststellen. Ach ja, ein guter Lehrer unterrichtet übrigens auch NIE an einem Digitalen Klavier. Unterricht muss zumindest an einem Klavier stattfinden, ein Flügel wäre natürlich optimal. Aber lass dich nicht auf einen Lehrer mit einem digitalen Instrument ein!
    Weiterhin solltest du von vorneherein sagen, was du möchtest, so wie du es hier geschrieben hast. Also dass du Technik lernen willst, dass du es richtig machen willst und nicht nur ein bisschen herumklimpern (was ich übrigens klasse finde, solche Schüler sollte es öfter geben *g*). Das ist auch für den Lehrer wichtig zu wissen, weil es durchaus viele erwachsene Schüler gibt, die Klavier nur zur Entspannung spielen oder weil sie dann einmal die Woche mit jemandem quatschen können :zwinker: So weiß dein Lehrer auch gleich, was du möchtest.
    Und sollte es sich nach einiger Zeit herausstellen, dass du mit dem Lehrer doch nicht zufrieden bist, scheue nicht zu wechseln. Allerdings musst du je nach Lehrer auch schauen, wie schnell du aus dem Vertrag wieder rauskommst. Meistens ist das zum Quartalsende.
    Möchtest du eigentlich Unterricht von privat oder in einer Musikschule?

    Was das Digi angeht kommt es darauf an, was für eines du dir kaufen möchtest. Ich kann gut nachvollziehen, dass du kein Geld für ein Klavier hast, aber lass dich ruhig mal bei einem oder auch mehreren Klavierhäusern beraten. Es ist allerdings nicht richtig, dass ein Sigi für einen Anfänger "schon ausreicht", ganz im Gegenteil. Meiner Meinung nach soll gerade ein Anfänger ein gutes Instrument haben. Technik lässt sich am besten mit den richtigen Tasten lernen, also dass sie die richtige Schwere haben. Bei "billigen" Digis ist das halt leider oft nicht der Fall. Es ist wichtig, dass du ein gutes Instrument hast, an dem du dich wohlfühlst, ansonsten macht es nämlich keinen Spaß zu üben und man fällt in ein Loch (ich spreche aus Erfahrung). Daher überleg dir einen Kauf gut, probiere ruhig stundenlang herum. Und wenn du vor dem Instrumentenkauf schon einen guten Lehrer gefunden hast, frag ihn ob er mitkommen kann und dir bei der Auswahl hilft.
    Es gibt nämlich wirklich gute Digis (auch wenn niemals eines an ein echtes Klavier herankommen wird, meine meinung :zwinker: ), aber es gibt auch richtigen Schrott. Da musst du wirklich aufpassen!

    "Für Elise" ist gar nicht so einfach, wie es sich anhört, wenn man es richtig spielen möchte. Je nachdem was für Vorerfahrungen du hast und wie schnell du lernst wird es schon ein paar Jahre dauern. Aber ich finde das nicht schlecht, ich habe erst jetzt ein Stück gelernt, das ich schon seit Jahren lernen möchte und es aber immer wieder als zu schwer erachtet habe. Es war aber ein Ziel, auf das ich hinarbeiten konnte und das motiviert auch.

    Was das üben angeht so ist es wichtig, jeden Tag ein bisschen zu üben. Und wenn es nur zehn Minuten sind! Aber lieber jeden Tag 30 Minuten als zwei Mal die Woche vier Stunden. So lernst du mehr und auch effektiver, aber zum Thema üben wird dir ein guter Lehrer auch sicher eine ganze Menge sagen können.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich ruhig bei mir melden :zwinker:
     
    #6
    User 65313, 15 Dezember 2009
  7. aiks
    Gast
    0
    Wenn du jemanden kennst, der Klavier spielen kann wäre es vielleicht auch gut, wenn du den mal mitnimmst zu einer Stunde.

    Meine Mutter wollte mal Klavier lernen und ich bin dann mal in der Stunde dringesessen, weil wir gemeinsam nachher heimfahren wollten.
    Und der Lehrer war grauenhaft.
    Sie ist mit einem Katzenbuckel am Klavier gesessen, ist irgendwie gesessen. Sie hat mit den Händen von unten herauf gespielt, hat wirklich leicht zu korrigierende Fehler gemacht und der Lehrer hat sie dann nachher gelobt wie toll sie das gespielt hat und hat das nächste Stück angefangen.
    Als Anfänger merkt man solche Sachen nicht, weil man es nicht besser weiß.
     
    #7
    aiks, 15 Dezember 2009
  8. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    3.287
    Single
    Hi!

    Möchte dich zunächst beglückwünschen, dass du dich dazu entschlossen hast, Klavier zu lernen. Meiner Ansicht nach ein sehr schönes Instrument... :smile:

    Unterricht zu nehmen ist sicherlich wichtig. Beim Privatlehrer kommst du eventuell günstiger weg, aber du musst gucken, was du da auch genau willst. Kann sein, dass du bei einem alten Jazzpianisten landest - der würde aber höchstwahrscheinlich nur bedingt in deine Richtung gehen, da du ja eher klassisches Klavierspiel suchst, sprich: die alten Meister, Bach, Beethoven usw. mit Noten und allen drum und dran lernen willst :zwinker:

    Guck dir also an, was so ein Lehrer für einen Stil selbst spielt oder fähig und gewillt ist, zu spielen. Eventuell bist du da auch besser bei einer Musikschule aufgehoben, wenngleich das teurer kommt.

    Ich selbst habe das Klavierspielen in einer Musikschule gelernt, allerdings im Einzelunterricht. Dies würde ich dir auch raten, wenngleich es die teuerste Variante ist.

    Zum Thema üben: Ist bei Menschen sehr unterschiedlich. Ich habe früher jeden Tag meine halbe Stunde Klavier gespielt, später eine Stunde, auch wenn ich keinen Bock hatte. :zwinker:
    Selbstdisziplin muss man da schon mitbringen, sofern man nicht mehr im strengen Elternhaus lebt und ja - es kann seeehr frustrierend sein :zwinker:

    Zum Thema "echtes" Klavier vs. Digipiano: Ich musste mein "echtes" Klavier zuhause zurücklassen, als ich mit dem Studium anfing, besitze aber seit kurzem ein Digitalpiano von Yamaha (CLP-370), was meinen Ansprüchen schon sehr gerecht wird. Tatsächlich habe ich das Gefühl, es spielt sich fast ein bisschen besser als mein altes, da ich plötzlich Dinge kann, die ich vorher nie sauber konnte. Was hier aber teilweise gesagt wird, stimmt: Digipianos sind oftmals sehr schwach gewichtet, was für eine "saubere" Technik nicht unbedingt zuträglich ist. Zudem kommt das Klangerlebnis an ein echtes Klavier oder gar einen Flügel nicht heran. Spaß machen, kann es trotzdem, da es doch mittlerweile schon recht gute Modelle auch mit recht gutem feeling gibt. Ebenfalls froh bin ich darüber, dass ich es mit Kopfhörern betreiben kann, da ich meist Mitternacht übe.

    Falls du genügend Geld hast, könntest du auch ein sogenanntes "Silent" Piano in Erwägung ziehen. Dies ist ein akustisches Klavier mit einer zusätzlichen Funktion, welche die Hammer ein Stück weit von den Saiten zurückzieht, so dass diese nicht mehr angeschlagen werden. Stattdessen wird die Hammerbewegung von einer Lichtschranke abgenommen und schließlich zur digitalen Tonerzeugung genutzt. Sehr clever, denn so hast du die Vorteile von akustischem Klavier und Digipiano in einem! :zwinker:

    Für ein gutes silent kommst du imho unter 5000,- aber nicht weg. Akustische Klavier kann man mit dieser Funktion aber auch Nachrüsten, falls du da ein gutes günstiges findest...

    Für mich war da das Digipiano doch die bessere Alternative. Imho muss man hier aber auch an die 2000,- einplanen, um ein gutes Instrument (auch für einen Anfänger) zu erwerben.

    Zum Thema "Für Elise" - ich weiß nicht, wann ich das gelernt habe. Ich glaube, ich habe es immer mal wieder gelernt. :zwinker:
    Das erste mal nach 3 oder 4 Jahren? Das muss schrecklich geklungen haben, bloß war ich da als Kind einfach unkritischer und mir hats Spaß gemacht, einfach möglichst laut und schnell in die Tasten zu hauen... :grin:
    Irgendwann wurde es dann langweilig und ich habe es wieder verlernt, bis ich es ein Jahr später mal wieder entdeckt habe und da wurde es schon anders. Das hat sich ein paar Mal wiederholt und nach 11 Jahren bin ich jetzt bei einer wirklich relativ leisen und wesentlich gefühlvolleren Interpretation angelangt. :zwinker:

    Von daher möchte ich dir Mut machen: Auch wenn dein Lieblingsstück anfangs vielleicht nicht deinen Erwartungen entspricht - soetwas kann sich im Laufe deiner Entwicklung noch ändern.

    Die Mondscheinsonate habe ich recht spät gelernt, vielleicht nach 8 Jahren? Hätte ich sicherlich schon früher spielen können, aber durch das Warten war halt gleich der erste Versuch sehr "geschmeidig" und mehr so "wie es klingen soll".

    Falls du noch Fragen hast, kannst du dich gern melden.
     
    #8
    Fuchs, 15 Dezember 2009
  9. aiks
    Gast
    0
    Ich hab auch ein E-Piano von der gleichen Serie wie Fuchs (wobei meins anscheinend gut einen tausender weniger kostet ^^) und ich muss sagen ich bin damit auch sehr zufrieden. Ich kann klassische Stücke drauf spielen, es hat einen guten Ton, die Tasten sind gewichtet und die Pedale funktionieren auch ordentlich. Ich will kein großer Pianist mehr in meinem Leben werden, also brauch ich nicht mehr :smile:
     
    #9
    aiks, 15 Dezember 2009
  10. User 39498
    User 39498 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    348
    3.373
    Verheiratet
    Ich habe mit 5 angefangen Klavier zu lernen (wurde damals vor die Wahl Klavier oder Violine gestellt). Hatte jahrelang einen wunderbaren Engländer der mich durch alle Prelüden gequält hat :tongue:

    Ein E-Piano ist zwar praktisch, aber meiner Meinung nach macht man damit grade am Anfang viel kaputt. Es geht ja auch nicht nur um das, was an Tönen rauskommt, sondern auch um die Faszination für das Instrument! Günstige akustische Klaviere gibt es gebraucht, und in einer Großstadt wie Hamburg gibt es sicherlich den ein oder anderen Privathaushalt der gerne ein Klavier los werden würde.

    Ich habe auch den großen Fehler gemacht und mein Klavier nicht von zu Hause mitgenommen. Meine Mitbewohnerin hat ein E-Piano auf dem ich ab und an mal spiele, aber hauptsächlich spiele ich in der Uni am Flügel. Der Unterschied ist SEHR stark spürbar - aber vielleicht habe ich noch nicht das richtige E-Piano ausprobiert.

    Wichtig ist auch, das du Noten lesen lernst. Kannst du das schon? Es ist nichts nerviger, als ständig nachzählen zu müssen. In den ersten Monaten wirst du noch nicht allzu viele Noten lesen müssen weil es erstmal um Fingerübungen gehen wird, aber du kannst ja parallel Noten pauken. :smile:
     
    #10
    User 39498, 15 Dezember 2009
  11. many--
    many-- (32)
    Beiträge füllen Bücher
    3.052
    248
    1.358
    Verheiratet
    ...vielleicht möchtest du es zu Anfang statt mit richtigem Klavier- lieber mit Keyboardunterricht beginnen? Das hätte im Wesentlichen die Vorteile:

    1) Du kannst problemlos Gruppenunterricht nehmen, das kommt billiger.
    2) Du kannst problemlos mit einem relativ simplen Startinstrument beginnen.
    3) Anfangs hast du schnellere Erfolge, das motiviert.

    Denn wie hier schon gesagt: ein E-Piano ist kein Klavier; das Klavier als Saiteninstrument (ich denke mal, ein Klavier mit diesem magnetischen Tonschickschnack wirst du dir für den Anfang eher nicht leisten können ^^) hat eine bestimmte Anschlagsstärke in den Tasten, die ein normales elektronisches Gerät nicht hat. Ein E-Piano ist zwar normalerweise wenigstens anschlagssensitiv (dh nicht jede Berührung der Taste produziert einen gleichlauten Ton), aber es fehlt eben die Anschlagshärte; so was lernst du nur auf einem richtigen Instrument.

    Und: Klavierspielen ist nicht einfach. Bis es für die alte Elise reicht, gehen sicher 1, 2 Jahre ins Land (abhängig von deinen Vorkenntnissen). Und, eigene Erfahrung: "Ich übe täglich eine Stunde", das klappt so eher selten :zwinker: da wird dann schnell "eine Viertelstunde, aber heute geht nicht, da gehe ich ins Kino" draus. Und dann ärgerst du dich maßlos, dass du keine schnelleren Erfolge hast... und hast dann irgendwann das teure Instrument da rumstehen und nix davon gehabt.

    Daher mein Tipp, wie gesagt: fang mit Keyboard an. Da ist der Einstieg meist ohnehin auf totale Anfänger gerichtet, und du wirst schnell einige recht bekannte Lieder erlernen und nicht, wie im Klavierunterricht, ewig lange Etüden spielen. Die Grundfertigkeiten des Tasteninstrumentspielens lernst du hier auch, und, wie gesagt, das Ganze kostet zu Anfang nicht die Welt und ist im Unterricht besser zu organisieren.
    Wenn das dann ein oder zwei Jahre läuft, steig aufs Klavier um. Vielleicht hat sich in der Zwischenzeit auch deine finanzielle und deine Raumsituation verändert, so dass das Klavier eher machbar wird.
     
    #11
    many--, 15 Dezember 2009
  12. squarepusher
    Sehr bekannt hier
    2.507
    198
    442
    Single
    ich würde nicht sagen, dass keyboard für anfänger besser geeignet ist. zwar hat man dort vielleicht schneller ein art erfolg, aber dafür ist das erreichte IMO auch nicht so motivierend, wenn man klavierspielen will. gerade wenn ihr geschmack in richtung mondscheinsonate und für elise geht, wird ein keyboard da nicht so viel können. es ist ein anderes instrument mit ganz anderen möglichkeiten und grenzen, keinesfalls aber ein klavier für anfänger.
    sie sollte jedenfalls klavierunterricht nehmen und sich wennmöglich auch ein stage-piano, d.h. ein elektronisches, aber an einem richtigen klavier orientiertes, instrument, kaufen.

    zum thema lehrer-suche:

    frag bei der örtlichen musikhochschule nach, am besten bei einem prof für instrumentalpädagogik. der gibt dir dann die nummer von einer/m seiner (besseren) schüler/innen, die dich dann auch wirklich unterrichten und nicht nur ein bisschen klimpern lassen. guter unterricht kostet seine 30€ pro stunde.
     
    #12
    squarepusher, 15 Dezember 2009
  13. aiks
    Gast
    0
    Ich würd das mit dem Keyboard auch nicht empfehlen.

    Zumindest bei meinem Unterricht hab ich auch nicht ewig lange Etüden, sondern meistens Kinderlieder gelernt und ich finde man hat am Anfang schon ziemlich viele Erfolge!
    Ich finde es eher nach dem ersten Jahr flau.

    Am Anfang kannst du erstmal richtig greifen, dann kannst du langsam schon die Hände unterschiedlich voneinander bewegen, dann hast du das erste kleine Lied, das schon recht gut klingt.
    Dann hat man mal ein paar Akkorde drauf, mit denen man Lieder in den alten Singbüchern seiner Schule nachspielen kann und so.

    Man muss sich halt beim Üben drauf einstellen, dass es Momente geben wird, wo nichts weitergehen wird und man nur noch rumschreit vor lauter Wut, weil man eine Stelle nicht und nicht hinkriegt. Aber wenn man es doch geschafft hat fühlt man sich um so besser und auch ziemlich entspannt.
     
    #13
    aiks, 15 Dezember 2009
  14. User 65313
    User 65313 (28)
    Toto-Champ 2008
    931
    178
    804
    Verlobt
    Ich bin ebenfalls absolut gegen ein Keyboard, habe aber auch nicht so das Gefühl, dass du das überhaupt als Möglichkeit sehen würdest :zwinker:
    Ein Keyboard ist wie squarepusher eigentlich schon gesagt hat, ein völlig anderes Instrument. Es wird oft als "die leichtere Variante" des Klavieres gesehen, dabei ist es das absolut nicht. Das einzige was die beiden gemeinsam haben sind die Tasten - mehr aber auch nicht. Da kann man gleich Akkordeon lernen.

    Der Tip mit der Musikhochschule war übrigens super, das kannst du wirlich mal probieren. Das ist an jeder Hochschule anders, aber vielleicht gibts in Hamburg auch eine extra Sparte für "Methodik Klavier". Die Studenten dort sind oft dankbar für einen Schüler und in den meisten Fällen auch wirklich gut. Wobei du natürlich auch an unmotivierte Studenten geraten kannst :zwinker:
     
    #14
    User 65313, 15 Dezember 2009
  15. aiks
    Gast
    0
    Off-Topic:
    Und dann hört man immer und immer wieder: "Cool!! DU kannst Klavier spielen? Spiel doch hier mal was auf dem Keyboard vor!" :kopfwand
     
    #15
    aiks, 15 Dezember 2009

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