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Kommunikationsentzug ohne Beziehung

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Glückskätzchen, 31 Mai 2006.

  1. Glückskätzchen
    Verbringt hier viel Zeit
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    101
    0
    vergeben und glücklich
    Hallo,

    ich habe nach einigen Überlegungen folgendes festgestellt: Wenn uns der Verlust eines Menschen noch so wehtut oder vielleicht auch weniger wehtut, dann ist es zumindest die fehlende Kommunkation, die uns trübt. Denn wer ersetzt in den ersten Momenten den nicht mehr neben dir vorhandenen Menschen, wenn er plötzlich nicht mehr da ist?

    Nach Beziehungsende im April 05 von meiner ersten und damals 2-Jahre-andauernden Beziehung war ich glücklicher Single und habe mich im März 06 auf etwas festeres eingelassen. Und schon nach drei Monaten habe ich dem Ganzen ein Ende bereitet, weil dieser Mensch ein derartiges Desinteresse und eine Ignoranz gegenüber meinen Interessen und Tätigkeiten herübergebracht hat, das ich es nicht aushalten konnte. Ich habe zwar Sehnsucht nach Zuneigung, aber welcher Mensch hat dies nicht? Also habe ich feststellen müssen, dass es vielleicht nicht die Beziehung ist, die ich suche, sondern die Kommunikation. Denn es gibt hier in der Nähe keinen Menschen, mit dem ich offen über alles reden kann. Doch ein Mensch, der sich selbst nur noch öffnen müsste, damit dies klappt, gibt es schon. Jemanden, mit dem man vieles unternehmen kann, der genauso meine Tätigkeiten versteht wie ich seine usw. - jemand, der auf der selben Wellenlänge liegt. Und wie es dementsprechend kommt, zeige ich Interesse. Meine große Frage wäre selbst, ob es nun wirkliches Interesse ist oder einfach nur ein erbärmlicher Versuch, näheren Kontakt zu einem Menschen zu finden.

    Komischerweise muss ich zugeben, dass der ganze letzte Sommer (ca. Mai bis September 05) durch unsere Unternehmungen ausgefüllt war, bis es im angetrunkenen Zustand zum Körperkontakt (Küssen) kam. Danach war von seiner Seite aus Funkstille. Wohlbemerkt: ich war "sein erster Kuss". Daraufhin habe ich das Thema gelassen, er schien sich im Dezember in jemand anderen verliebt zu haben. Durch wenige, vielleicht von meiner Seite aus übertrieben betrachtete Auffälligkeiten kam ich allerdings wieder auf ihn zurück, nachdem ich es versuchte zu verdrängen, um die Freundschaft zu wahren. Und nun weiß ich nicht mehr, wie ich vorgehen soll. Interesse offen kundig machen, zeigen oder lieber verschweigen, um diesen Menschen vor einer unangenehmen Situation zu wahren. Dabei allerdings bedenken, dass ich darunter weiter eine leidensähnliche Situation annehmen werde, da ich dauernde Gedanken daran hegen muss.

    Natürlich kann man mir höchstens Tipps geben, wie ich mich am besten an eine schüchterne Person herantaste, die bisher noch unerfahren auf diesem Gebiet ist. Meine zweite Frage wäre eher, ob jemand das Gefühl des Kommunikationsentzugs selbst bemerkt und mir vielleicht mit diesem Problem weiterhelfen kann. Lieben Dank.
     
    #1
    Glückskätzchen, 31 Mai 2006
  2. Fabelle
    Fabelle (35)
    Verbringt hier viel Zeit
    312
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    0
    vergeben und glücklich
    Ich würde dir ja sehr gerne irgendwie helfen.. aber leider kann ich deinen Ausführungen aus irgendwelchen Gründen nicht folgen :frown:.
     
    #2
    Fabelle, 31 Mai 2006
  3. smithers
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Ich erlaube mir mal eben zwischen deinen Zeilen zu schreiben, sonst wird es für mich ein wenig schwer.

    @ich habe nach einigen Überlegungen folgendes festgestellt: Wenn uns der Verlust eines Menschen noch so wehtut oder vielleicht auch weniger wehtut, dann ist es zumindest die fehlende Kommunkation, die uns trübt. Denn wer ersetzt in den ersten Momenten den nicht mehr neben dir vorhandenen Menschen, wenn er plötzlich nicht mehr da ist?

    Es ist zwar richtig, dass der Mensch auf Kommunikation – sich mitteilen – in gewissern Maßen angewiesen ist, allerdings mag ich bezweifeln, das es genau das ist was fehlt, wenn ein geliebter Mensch nicht mehr da ist (Tot)– bzw. gegangen ist (räumlich nicht anwesend). Du würdest mit dieser Aussage den „geliebten Menschen“ zu einer „Kommunikationsstelle“ degradieren – ich denke da steckt noch viel viel mehr dahinter, als nur der Verlust der Kommunikation. Wie ist es z.B. mit schönen Situationen, die definitiv nicht mehr gemeinsam erlebt werden können ? Würde doch sicherlich auch eine getrübte Stimmung im Hirn hinterlassen. Du vermisst also wesentlich mehr als nur die Kommunikation mit einem geliebten Menschen.


    @Nach Beziehungsende im April 05 von meiner ersten und damals 2-Jahre-andauernden Beziehung war ich glücklicher Single und habe mich im März 06 auf etwas festeres eingelassen. Und schon nach drei Monaten habe ich dem Ganzen ein Ende bereitet, weil dieser Mensch ein derartiges Desinteresse und eine Ignoranz gegenüber meinen Interessen und Tätigkeiten herübergebracht hat, das ich es nicht aushalten konnte. Ich habe zwar Sehnsucht nach Zuneigung, aber welcher Mensch hat dies nicht? Also habe ich feststellen müssen, dass es vielleicht nicht die Beziehung ist, die ich suche, sondern die Kommunikation.

    Mmh – eigentlich steht die Kommunikation wesentlich Tiefer als die Beziehung – in der Herachi meine ich. Eigentlich sollte man doch glauben, dass in einer Beziehung zwangsläufig Kommunikation stattfindet oder. Man darf aber eines nicht vergessen – Du bist selbst ein Teil der Kommunikation, somit kannst Du auch ein mögliches Gespräch lenken – und sogar den Ausgang eines Gespräches bestimmen. Wenn dein Ex also kein Interesse an deinen Tätigkeiten zeigt, kann es zwei Gründe geben. Entweder ihm geht dein Leben - gelinde gesagt – am Arsch vorbei, oder Du hast einfach nicht richtig Kommuniziert. Ein Beispiel: Ich bin ein Mensch der Zahlen, Statistiken – kurz um, alles was mit Mathematik und dessen Zusammenhänge zu tun hat, ist in meinem Beruf zu Hause. Ich muss des öfteren Menschen für meine Arbeit begeistern, damit sie wieder Geld locker machen. Wenn ich denen mit furztrockener Mathematik kommen würde, sie würden mir nicht zuhören, also muss ich meine eigenen Faszination für die Welt der Zahlen in „bunte Bilder“ packen und so die Menschen damit begeistern – ich habe es also selbst in der Hand, wie so ein Meeting läuft. Auch Du kannst lustlos von deinem Job reden – aber auch Feuer und Flamme entwickeln ... Es stellt sich also die Frage, wie hast Du deinem Freund deine Tätigkeit näher gebracht ?


    @ Denn es gibt hier in der Nähe keinen Menschen, mit dem ich offen über alles reden kann. Doch ein Mensch, der sich selbst nur noch öffnen müsste, damit dies klappt, gibt es schon. Jemanden, mit dem man vieles unternehmen kann, der genauso meine Tätigkeiten versteht wie ich seine usw. - jemand, der auf der selben Wellenlänge liegt. Und wie es dementsprechend kommt, zeige ich Interesse. Meine große Frage wäre selbst, ob es nun wirkliches Interesse ist oder einfach nur ein erbärmlicher Versuch, näheren Kontakt zu einem Menschen zu finden.

    Es wird beides sein. Grundsätzlich kommunizieren wir Menschen in den ersten Momenten eines Treffens auf chemischer Art und Weise – Schlüsselwort Pheromone. Entweder ein Mensch ist Dir auf der sprichwörtlich ersten Sekunde sympathisch oder er geht Dir am Hintern vorbei. Sollte das letztere zutreffen wirst Du nicht wirklich ein Gespräch mit dieser Person anfangen. Kannst Du ihn aber „gut riechen“, kann sich aus der Sympathie mehr entwickeln. Das ist dann aber wieder von mehreren Faktoren abhängig. Wenn Du als ein Interesse an ihm entwickelt hast, hat er die „Geruchsprobe“ schon mal bestanden – nun mußt Du weiter gucken ob dieses Gefühl weiter ausgebaut werden kann – also triff Dich mit ihm/ihr und teste es aus – sonst bekommst Du keine Antwort auf deine Frage.

    @Komischerweise muss ich zugeben, dass der ganze letzte Sommer (ca. Mai bis September 05) durch unsere Unternehmungen ausgefüllt war, bis es im angetrunkenen Zustand zum Körperkontakt (Küssen) kam. Danach war von seiner Seite aus Funkstille. Wohlbemerkt: ich war "sein erster Kuss". Daraufhin habe ich das Thema gelassen, er schien sich im Dezember in jemand anderen verliebt zu haben. Durch wenige, vielleicht von meiner Seite aus übertrieben betrachtete Auffälligkeiten kam ich allerdings wieder auf ihn zurück, nachdem ich es versuchte zu verdrängen, um die Freundschaft zu wahren. Und nun weiß ich nicht mehr, wie ich vorgehen soll. Interesse offen kundig machen, zeigen oder lieber verschweigen, um diesen Menschen vor einer unangenehmen Situation zu wahren. Dabei allerdings bedenken, dass ich darunter weiter eine leidensähnliche Situation annehmen werde, da ich dauernde Gedanken daran hegen muss.

    Na – Du kannst Fragen fragen – natürlich mußt Du eine Situation abschalten, wenn sie Dich belastet – da führt kein Weg dran vorbei. Selbst wenn Du auf die Klappe fallen solltest – das Leben wird weiter gehen. Außerdem lassen sich solche Situationen viel besser bewältigen wenn man geklärte Verhältnisse schafft. Für Dich würde ich sagen, unterdrücke nicht deine Gefühle – denn das geht mit Sicherheit in die Hose. Sage ihm was Du empfindest – aber denke dran – nicht mit der Tür ins Haus fallen. Schritt für Schritt gucken, Situation einschätzen und weiter machen .... sei locker und frei ....

    @Natürlich kann man mir höchstens Tipps geben, wie ich mich am besten an eine schüchterne Person herantaste, die bisher noch unerfahren auf diesem Gebiet ist. Meine zweite Frage wäre eher, ob jemand das Gefühl des Kommunikationsentzugs selbst bemerkt und mir vielleicht mit diesem Problem weiterhelfen kann. Lieben Dank.

    Es gibt keine Tipps zum anpirschen auf schüchterne Personen. Verschrecke sie nicht – und alles andere wirst Du während des Gespräches schon sehen. Es gibt da kein Rezept – höchstens das Du dem gegenüber zeigst, dass Du ihn/sie genau so magst wie Du ihn/sie kennen gelernt hast – also verstelle Dich nicht. Es ist ja auch keine Schande unerfahren zu sein – das waren wir alle mal – aber um ehrlich zu sein, wir alle sind es doch immer noch – wir sind immer unerfahren mit dem Umgang anderer Personen, weil doch auch jeder Mensch unterschiedlich ist.

    Im Zeitalter der SMS, des WWW, der Satellitenkommunikation und und und gibt es keinen Kommunikationsentzug mehr. Sondern nur deine Verweigerung diese Medien zu nutzen. Du kannst heute mit Personen in Australien und in Tokio gleichzeitig reden – Du mußt es halt nur tun. Wenn es Dir zu ruhig ist, dann mache Musik an ....
    Außerdem – ein Entzug ist eine Sache, die Du Dir selbst auferlegst – das sagt schon das Wort „Entzug“ aus – also ändere die Situation wenn sie Dich nicht befriedigt.
     
    #3
    smithers, 31 Mai 2006
  4. schaflein
    Gast
    0
    Ich glaube ich verstehe dich wie du das ungefähr meinst.

    Bei mir ist es so das der Mensch den ich liebe 4 1/2 Jahre mit mir zusammen war. In der Zeit haben wir jeden Tag telefoniert, SMS geschrieben, Emails, nun was so alles zusammenkommt. Ich wusste sie war immer für mich da und konnte sie ansprechen, ich ebenso für sie. Ich konnte mich da auf sie verlassen.

    Nun sind wir nicht mehr zusammen, und ich kann sie natürlich nicht mehr anrufen wann ich jemanden zum Reden brauche. Und die Freunde, Schwester haben ja nicht in dem Maße Zeit für einen wie es die eigene Freundin hatte.

    Das trifft mich fast noch schwerer, weil wir zwei uns dran gewöhnt hatten uns nur alle 2 - 3 Wochen ( dann meist auch länger ) zu sehen.
     
    #4
    schaflein, 31 Mai 2006
  5. büschel
    Gast
    0
    einfach natürlich und spontan sein :zwinker:

    keinen kopf drum machen würd ich sagen :zwinker:
     
    #5
    büschel, 31 Mai 2006
  6. schaflein
    Gast
    0
    :jaa: Ist aber einfacher gesagt, als getan. Ich muss irgendwie automatisch immer an sie denken, obwohl es ein Monat schon her ist.
     
    #6
    schaflein, 31 Mai 2006
  7. starlight169
    Verbringt hier viel Zeit
    484
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Bei dem Kommunikationsverlust stimme ich dir zu. Auf einmal hat man unglaublich viel Zeit und weiß gar nicht, was man damit anfangen soll.
    Zu dem Rst deines Beitrags kann ich nicht so viel sagen, denn ich verstehe nicht wer jetzt welche Person ist. Es wäre ganz nett, wenn du nochmal klar machen könntest wer jetzt welcher Mensch ist.
     
    #7
    starlight169, 31 Mai 2006
  8. Glückskätzchen
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
    133
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    0
    vergeben und glücklich
    @ smithers, ich nehme mich der Variante mal an

    Es ist zwar richtig, dass der Mensch auf Kommunikation – sich mitteilen – in gewissern Maßen angewiesen ist, allerdings mag ich bezweifeln, das es genau das ist was fehlt, wenn ein geliebter Mensch nicht mehr da ist (Tot)– bzw. gegangen ist (räumlich nicht anwesend). Du würdest mit dieser Aussage den „geliebten Menschen“ zu einer „Kommunikationsstelle“ degradieren – ich denke da steckt noch viel viel mehr dahinter, als nur der Verlust der Kommunikation. Wie ist es z.B. mit schönen Situationen, die definitiv nicht mehr gemeinsam erlebt werden können ? Würde doch sicherlich auch eine getrübte Stimmung im Hirn hinterlassen. Du vermisst also wesentlich mehr als nur die Kommunikation mit einem geliebten Menschen.

    Dass ein geliebter Mensch von mir gegangen ist, habe ich glücklicherweise im Sinne des Todes noch nicht erlebt. Nur, dass Menschen kommen und gehen, so wie es ihnen den Umständen gerade entsprechend ist. Ich möchte den gemeinten Menschen nicht als Kommunikationsstelle degradieren, doch ist es doch auch so, dass ich nicht nur mit ihm, sondern auch mit anderen Menschen genau solche Unternehmungen führen könnte. Leicht zu ersetzen ist er deshalb nicht, allerdings muss ich hinzufügen, dass ich seit dem Jahr meines Alleinseins nicht ein Freund von Liebe geworden bin, sondern sie dauerhaft in Frage gestellt und somit vorerst aus meinem Leben genommen habe. Denn ich habe keinesfalls das Gefühl von Geborgenheit bei einem Menschen, könnte mich keinem völlig öffnen, wenn er mir nicht zeigt, dass ich es wirklich könnte. Und das tut keiner, so wie ich mir es vorstelle.

    Mmh – eigentlich steht die Kommunikation wesentlich Tiefer als die Beziehung – in der Herachi meine ich. Eigentlich sollte man doch glauben, dass in einer Beziehung zwangsläufig Kommunikation stattfindet oder. Man darf aber eines nicht vergessen – Du bist selbst ein Teil der Kommunikation, somit kannst Du auch ein mögliches Gespräch lenken – und sogar den Ausgang eines Gespräches bestimmen. Wenn dein Ex also kein Interesse an deinen Tätigkeiten zeigt, kann es zwei Gründe geben. Entweder ihm geht dein Leben - gelinde gesagt – am Arsch vorbei, oder Du hast einfach nicht richtig Kommuniziert. Ein Beispiel: Ich bin ein Mensch der Zahlen, Statistiken – kurz um, alles was mit Mathematik und dessen Zusammenhänge zu tun hat, ist in meinem Beruf zu Hause. Ich muss des öfteren Menschen für meine Arbeit begeistern, damit sie wieder Geld locker machen. Wenn ich denen mit furztrockener Mathematik kommen würde, sie würden mir nicht zuhören, also muss ich meine eigenen Faszination für die Welt der Zahlen in „bunte Bilder“ packen und so die Menschen damit begeistern – ich habe es also selbst in der Hand, wie so ein Meeting läuft. Auch Du kannst lustlos von deinem Job reden – aber auch Feuer und Flamme entwickeln ... Es stellt sich also die Frage, wie hast Du deinem Freund deine Tätigkeit näher gebracht ?

    In einer Beziehung muss nicht zwangsläufig Kommunikation entstehen. Wieso reden denn so wenige darüber, was sie empfinden, was sie wollen oder über ihre sexuellen Bedürfnisse? Das zeigt sich immer wieder in den Forenthemen, die hier so erstellt werden, das genau die Kommunikationen in einigen Teilen fehlt. Ich denke, dass ich weiß, wie ich meine Dinge anderen rüberbringe, damit sie wenigsten den Funken von Interesse verspüren. Doch wenn beispielsweise mein eigener Freund nicht einmal darauf anspringt, wenn ich sage, dass ich zu einem sehr guten Freund eine Woche lang fahren werde, um ein wenig Urlaub zu machen, dann würde ich doch wenigstens ein wenig nachfragen erwarten. Oder wenn ich mit ihm über einer meiner Hauptbeschäftigungen während meiner Freizeit rede, die für mich wichtig sind und so viel Zeit einnehmen, dass ich mich teils nichtmal mit ihm treffen kann. Natürlich muss ich hinzufügen, dass ich später herausfand, dass er doch schon eine Freundin hatte (er ist 22 und meinte, ich wäre seine erste), die er wohl immer ausgefragt hatte - deshalb hat sie angeblich Schluss gemacht. Eine Möglichkeit, warum er es bei mir vermeiden wollte. Aber auch für mich eine Feststellung, dass wenn dies wahr ist, er mir etwas verschweigen wollte aus mir unersichtlichen Gründen.

    Es wird beides sein. Grundsätzlich kommunizieren wir Menschen in den ersten Momenten eines Treffens auf chemischer Art und Weise – Schlüsselwort Pheromone. Entweder ein Mensch ist Dir auf der sprichwörtlich ersten Sekunde sympathisch oder er geht Dir am Hintern vorbei. Sollte das letztere zutreffen wirst Du nicht wirklich ein Gespräch mit dieser Person anfangen. Kannst Du ihn aber „gut riechen“, kann sich aus der Sympathie mehr entwickeln. Das ist dann aber wieder von mehreren Faktoren abhängig. Wenn Du als ein Interesse an ihm entwickelt hast, hat er die „Geruchsprobe“ schon mal bestanden – nun mußt Du weiter gucken ob dieses Gefühl weiter ausgebaut werden kann – also triff Dich mit ihm/ihr und teste es aus – sonst bekommst Du keine Antwort auf deine Frage.

    Ja, ich kenne diesen Menschen ja nun schon sehr lange, auf näherer Basis seit einem Jahr. Das heißt, die Sympathie ist da, die Frage ist nur, inwieweit sie auf der anderen Seite vorhanden ist. Austesten ist für mich immer ein schweres Wort, denn damit kann ich sogut auch eine gute Freundschaft leichtsinnig aufs Spiel setzen.

    Na – Du kannst Fragen fragen – natürlich mußt Du eine Situation abschalten, wenn sie Dich belastet – da führt kein Weg dran vorbei. Selbst wenn Du auf die Klappe fallen solltest – das Leben wird weiter gehen. Außerdem lassen sich solche Situationen viel besser bewältigen wenn man geklärte Verhältnisse schafft. Für Dich würde ich sagen, unterdrücke nicht deine Gefühle – denn das geht mit Sicherheit in die Hose. Sage ihm was Du empfindest – aber denke dran – nicht mit der Tür ins Haus fallen. Schritt für Schritt gucken, Situation einschätzen und weiter machen .... sei locker und frei ....

    Ich habe es bisher, auch wenn für den ein oder anderen nach Dummheit klingt, immer das getan, was für dena nderen von Vorteil sein könnte. Deshalb lasten mir eventuell auch so viele Probleme an, allerdings stört mich das nicht auf grundsätzlicher Basis. Ich treffe mich morgen so oder so mit ihm, weil wir schulische Projekte zusammen bearbeiten. Abends/nachts sehen wir uns DVDs an, auf seinem Vorschlag allerdings. Eine Idee, wie ich es verdeutlichen könnte, habe ich allerdings nicht.

    Es gibt keine Tipps zum anpirschen auf schüchterne Personen. Verschrecke sie nicht – und alles andere wirst Du während des Gespräches schon sehen. Es gibt da kein Rezept – höchstens das Du dem gegenüber zeigst, dass Du ihn/sie genau so magst wie Du ihn/sie kennen gelernt hast – also verstelle Dich nicht. Es ist ja auch keine Schande unerfahren zu sein – das waren wir alle mal – aber um ehrlich zu sein, wir alle sind es doch immer noch – wir sind immer unerfahren mit dem Umgang anderer Personen, weil doch auch jeder Mensch unterschiedlich ist.

    Ich geb dir da völlig Recht... :zwinker: Ich werde mich nicht verstellen, das bringt keinem der beiden Seiten was, aber dennoch bin ich ein wenig ratlos.

    Im Zeitalter der SMS, des WWW, der Satellitenkommunikation und und und gibt es keinen Kommunikationsentzug mehr. Sondern nur deine Verweigerung diese Medien zu nutzen. Du kannst heute mit Personen in Australien und in Tokio gleichzeitig reden – Du mußt es halt nur tun. Wenn es Dir zu ruhig ist, dann mache Musik an ....
    Außerdem – ein Entzug ist eine Sache, die Du Dir selbst auferlegst – das sagt schon das Wort „Entzug“ aus – also ändere die Situation wenn sie Dich nicht befriedigt.

    Ja, ich bin zwar verstrickt in der Medienwelt, allerdings stimmt es, dass mich dennoch der Kommunikation entziehe. Sicherlich auch aus finanziellen Gründen, denn den Aspekt muss man immer mitbeachten. Ich werde keinem Menschen offen über Dinge erzählen, die mir wichtig sind, wenn ich nur Email oder SMS zur Verfügung habe. Stille ist es nicht, die mich trübt. Sondern das Interesse und die Besorgnis der Menschen, die einem selbst sagen, man sei ihnen wichtig. Ob man es durch ihre Tätigkeiten auch glaubt, ist die andere Frage.

    ------------

    Noch mal eine Kurzfassung:
    Nach zweijähriger Beziehung Kommunikationsverlust. Im letzten Jahr habe ich mehr Zuneigung für einen Freund empfunden, im September kam es dann zum Körperkontakt; daraufhin sah er mich wochenlang nicht mehr an, keine Ahnung wieso. Der Freund selbst schien sich im Dezember neu verliebt zu haben, also habe ich es zu verdrängen versucht. Allerdings habe ich immernoch diverses Interesse an ihm, aber ich weiß nciht, wie es umgedreht ist. Er hingegen ist ein sehr schüchterner Typ, er würde wahrscheinlich nie den ersten Schritt machen.
     
    #8
    Glückskätzchen, 31 Mai 2006
  9. smithers
    Verbringt hier viel Zeit
    1.349
    121
    0
    nicht angegeben
    @Dass ein geliebter Mensch von mir gegangen ist, habe ich glücklicherweise im Sinne des Todes noch nicht erlebt. Nur, dass Menschen kommen und gehen, so wie es ihnen den Umständen gerade entsprechend ist...... (gekürzt, sonst schlachten uns die Admins hier ;-))

    Das Schlüsselwort heißt Vertrauen. Ohne Vertrauen kann keine Liebe wachsen. Wenn Du das Gefühl der Liebe bereits in Frage stellst, dann kann es mit dem Vertrauen doch schon recht nicht klappen. Mir scheint es so, als ob Du langsam aber sicher auftaust. Du hast Dich lange zurückgezogen und nun allmählich merkst Du, dass Rückzug Dich nur isoliert. Ich denke, genau gegen diesen Gedanken kämpfst Du an – Isolation. Um diese Isolation aufzubrechen, mußt Du Dich bemühen wieder Gefühle zuzulassen. Du bist kein Stein – Du bist ein Mensch. Und Menschen haben Gefühle – unterdrücke sie nicht, sondern zeige diesen Gefühlen den Menschen die Dir wichtig sind. Öffne Dich und lass andere Menschen in deine Gefühlswelt blicken – auch wenn dieser Schritt wiederum die Gefahr des „verletzt werdens“ birgt. Kein Vorteil ohne ein Nachteil ... doofe Naturgesetz.

    @In einer Beziehung muss nicht zwangsläufig Kommunikation entstehen. Wieso reden denn so wenige darüber, was sie empfinden, was sie wollen oder über ihre sexuellen Bedürfnisse? Das zeigt sich immer wieder in den Forenthemen, die hier so erstellt werden, das genau die Kommunikationen in einigen Teilen fehlt. Ich denke, dass .........

    Als Partner kannst Du nicht den Anspruch erheben alles Verstehen zu wollen was den anderen so bewegt. Recht hast Du, dass er eigentlich ein wenig mehr Interesse zeigen dürfte, wenn Du genau diese Äußerungen machst. Mir kommt es so vor, als ob es ihm a. egal ist oder b. er nicht das richtige verstanden hatte. Beispiel: Meine Arbeit fesselt meine Gedanken, ich arbeite zu 90% mit dem Kopf, den Rest erledigt in der Regel der Rechner. Manchmal bin ich von meiner Arbeit so geblendet, dass ich mich in s Auto setzt und einfach nach Hause fahre ohne überhaupt zu wissen wie ich nun nach Hause gekommen bin. Ich fahre quasi im Unbewussten Auto – und ich muß über 45 Minuten mit dem Auto fahren um nach Hause zu kommen. Zu Hause angekommen geht aber dieses „in seinen Gedanken vertieft sein“ weiter. Ich habe mich sooft erwischt, dass meine Maus mir etwas gesagt hat, ich mich aber nicht mehr erinnern konnte was sie gesagt hat – ich war nicht aufnahmebereit. Das passiert mir des öfteren – und es ist zugegeben peinlich. Kurz gesagt – es ist allerdings komisch, wie sich dein Freund verhalten hat. Kannst Du das von mir beschriebene Phänomen ausschließen?

    @Ja, ich kenne diesen Menschen ja nun schon sehr lange, auf näherer Basis seit einem Jahr. Das heißt, die Sympathie ist da, die Frage ist nur, inwieweit sie auf der anderen Seite vorhanden ist. Austesten ist für mich immer ein schweres Wort, denn damit kann ich sogut auch eine gute Freundschaft leichtsinnig aufs Spiel setzen.

    Ja, ist richtig, damit kann man Freundschaften auch zerstören. Aber genau das muss Dir zeigen wie vorsichtig Du vorgehen mußt. Hier gilt leider der hole Spruch „no risk no fun“ – komm aus Dich heraus. Ich sehe da jemanden der sich in einer Ecke versteck und total irritiert ist von dem Leben was sich da abspielt. Wenn Du nicht manchmal den Mut zum Risiko hast, werden Dich zwar weniger die Leute verletzen können, aber auf der anderen Seite wirst Du viel verpassen im Leben.

    @Ich habe es bisher, auch wenn für den ein oder anderen nach Dummheit klingt, immer das getan, was für dena nderen von Vorteil sein könnte.....

    Gott bewahre – es ist keine Dummheit. Ich handle stets zum Vorteil der anderen Person. Das liegt aber auch daran, dass ich jede Situation stark durchdenke und stets mindestens drei mögliche weitere Schritte im Kopf habe. Allerdings birgt dieses verhalten ein großes Risiko – wenn zwei Menschen die so denken aufeinander treffen – dann knallt es gewaltig. Meine Maus und ich sind da aus dem gleichen Holz geschnitzt – und es hat so manches mal geknallt – nun haben wir uns synchronisiert (so will ich es mal nennen). Das war aber nicht einfach das zu erkennen.

    @Ja, ich bin zwar verstrickt in der Medienwelt, allerdings stimmt es, dass mich dennoch der Kommunikation entziehe. Sicherlich auch aus finanziellen Gründen, denn den Aspekt muss man immer mitbeachten. Ich werde keinem Menschen offen über Dinge erzählen, die mir wichtig sind, wenn ich nur Email oder SMS zur Verfügung habe. Stille ist es nicht, die mich trübt. Sondern das Interesse und die Besorgnis der Menschen, die einem selbst sagen, man sei ihnen wichtig. Ob man es durch ihre Tätigkeiten auch glaubt, ist die andere Frage.

    Es haben Dir hier viele geantwortet – ist doch ein Zeichen dafür, dass Du wichtig bist – oder? Guck mal, ich kenne Dich nicht, ich weis kaum was von Dir, und trotzdem bist Du mir in dieser Sekunde wichtig. Mir liegt etwas an den Problemen andere Menschen – nenn es meinetwegen „Forscherwillen“. Ich analysiere Probleme, stelle sie mit anderen gegenüber, suche Schnittmengen und und und. Ich ziehe daraus Schlüsse, baue Thesen auf, und verbreite sie, überprüfe sie wiederum, revidiere sie oder ändere sie ab. All das passiert nur, weil ich mich der Kommunikation mit anderen Menschen stelle. Ich trage wie ein Kollektor alles zusammen und versuche Schlüsse daraus abzuleiten. Im Detail ist da eigentlich jeder Mensch unwichtig – aber gleichzeitig bildet er doch mit seinem geschilderten Problem ein Teil des gesamten – verstehst Du was ich meine ? Jeder ist auf einer gewissen Art und Weise wichtig in dieser Gesellschaft.
    Warum sollte man nicht über Email seine intimsten Gedanken austauschen. Ist es nicht gerade die Anonymität, die es einen einfacher macht über schwierige Probleme zu reden. Beispeil: Ich habe meine Maus im I-Net kennen gelernt. Wir haben uns jeden Tag Mails / Faxe geschickt über ein halbes Jahr lang – obwohl wir uns weder gesehen haben, noch Fotos ausgetauscht hatten. Wir haben in diesem guten halben Jahr so viel vertrauen aufgebaut – das war nur schwer zu erschüttern. Ich denke, der Grund, warum hier im Forum die Themen thematisiert werden die Du genant hast, ist halt die Anonymität. Manchmal ist es schwer über manche Dinge mit dem Partner zu reden – da holt man/frau sich gerne Anregungen.


    Also, wenn Du weist, dass er schüchtern ist, dann gebe deinen Herzen einen Ruck und erzähle ihm doch mal von deinen Gefühlen. Mehr als nein sagen kann er nicht – und Du weist woran Du bist. Es ist der einzigste Weg der Gewissheit bringt. Nimm sein Hand (wenn es passt) halte sie fest – und sage ihn doch einfcah, dass Du Dich sehr wohl fühlst in seiner Nähe. Das saget nichts – aber doch gleichzeitig viel. Warte seine Reaktion ab und schmiede dann das Eisen solange es heißt ist. Folge deinem Herzen und habe nicht immer Angst was falsch zu machen. Das klappt schon – wetten ? ;-)
     
    #9
    smithers, 31 Mai 2006

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