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Kontaktabbruch zum Vater

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Angst, 3 August 2010.

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  1. Angst
    Angst (28)
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    nicht angegeben
    Guten Abend!

    Der Titel sagt es schon: ich möchte wieder einmal den Kontakt zu meinem Vater abbrechen - dieses Mal allerdings für immer!

    Warum mache ich das Ganze?
    Mein Vater war schon immer so ein Mensch, der nur an sich denkt und der allen Leuten um sich herum zeigen musste/wollte, was ER denn für ein intelligenter Schüler gewesen ist, was ER denn für einen tollen Sportverein leitet, was ER denn für ein tolles Haus gebaut hat und was ER denn für ein tollen Beruf hat. Er ging fremden Frauen im Baumarkt/Supermarkt hinterher, nur um diesen auf den Po zu sehen weil er es „geil“ fand. Dazu sei gesagt, dass meine Eltern auf sexueller Basis schon immer einige Probleme hatten und mein Vater meine Mutter damals nur geheiratet hatte, weil sie von ihm schwanger wurde.

    Im Verlauf Dessen, hatte sich mein Vater über das Internet hinter dem Rücken meiner Mutter eine „neue“ Frau gesucht und erzählte uns immer, er müsse auf eine Geschäftsreise für 2-3 Tage. Als meine Mutter dies durch Zufall erfahren hatte, zog sie aus und suchte sich sodann am gleichen Tag eine Wohnung mit meiner Schwester (heute 14, vor 2 Jahren 12) und zog dort dann auch eine Woche später ein. Das gemeinsame Konto trennte sie zu 50% des Gesamtbetrages aus und das Haus räumte sie dann fast gänzlich leer.

    Die Folge dieser Handlung war eine große Scheidung und Summen von 200.00 bis 350.000 Euro pro Person! Ich möchte auch gar nicht auf die Scheidung eingehen, da es eher eine Nebenhandlung ist.

    Warum macht ein Vater mich wütend?
    Seit der Scheidung wurde gerichtlich beschlossen, dass meine Schwester und ich alle 14 Tage ein Besuchsrecht für ein Wochenende haben. Aber nein, er ist stattdessen lieber im Garten oder macht sonst irgendetwas. Mit uns Kindern allerdings macht er nichts. Meine Schwester wohnt 8 Autominuten entfernt und er fährt niemals dort hin, geschweige denn er ruft meine Schwester an. Ich wohne 150km von ihm entfernt und mich ruft er alle 3 Tage an und fragt mich die gleichen Dinge. Es ist wie, als würde/müsste man zwanghaft den Kontakt halten. Er interessiert sich gar nicht für andere Leute.

    Von Dezember 09 bis März 10 hatte ich den Kontakt wortlos und ohne Vorwarnung eingestellt. Er hatte dann auch nicht versucht eine Erklärung zu bekommen. Er nahm es mit den Worten „wenn Du es so willst, dann ist das eben so“ hin und kehrte mir den Rücken. Auch fragte er erst nach 6 vergangenen Wochen nach mir. So, ich hatte den Kontakt dann wieder aufgenommen, weil er dann einen Autounfall hatte. Der Unfall war halb so wild, doch dachte ich dass der Kontakt dann noch so langer Zeit der Stille wieder besser werden wird.

    Leider wurde der Kontakt aber nicht besser, sondern wir hatten uns bei unserem ersten Telefonat nach dieser „langen“ Zeit nicht sonderlich viel zu erzählen. Nun ist es aktuell seit Wochen dennoch genau so wie ich es kenne. Wenn ich mir meine Zukunft als auch Gegenwart angucke, finde ich keinen Platz an dem ich ihn haben möchte bzw. einordnen kann. Ich brauche ich ihn kein Stück, weil ich mich nur noch über ihn ärgere und ich ihm immer (!) wieder eine Chance gegeben habe. Wenn ich nun also den Kontakt zu ihm abbreche, dann für immer. Denn ich bin es leid, mir am Telefon alle 3 Tage sein „Gejammer“ anzuhören, wie andere Schuld an seinem vermasseltem Leben (durch die Scheidung) sind. Ich will es einfach nicht mehr und habe es mir schon zu lange mit angesehen! Ich kann es ihm auch nicht erklären, was mich an ihm stört oder aber was er ändern muss. Er versteht es einfach nicht, egal wie ich es ihm sage. Solche Gespräche sind so, als würde man einem Kind die Schokolade wegnehmen. Deshalb gehe ich nun schon seit 2 Tagen nicht mehr ans Telefon wenn er anruft, solange bis er es nach 1-2 Wochen aufgibt. Dann wird er mir wohl noch einige SMS schreiben und das war´s dann - ich bin ihn los. Klar ist es der „falsche“ Weg, doch in meinem Fall ist es der einzig Richtige, weil es nur so geht.

    Habt ihr denn eigene Erfahrungen, die ihr mir erzählen möchtet/könnt? Wie geht es euch nach Jahren des Abbruches? Bereut ihr es? Wie ist es bei euch dazu gekommen?

    Ich bin mir der Sache wirklich sicher und werde es durchziehen, da es nichts mehr geben wird, was man aufarbeiten/ändern könnte. Ich sehe meinen Vater schon lange als Feind, statt als Freund/Vater. Ich möchte nur mehr über die eventuellen "Folgen" erfahren.
     
    #1
    Angst, 3 August 2010
  2. Daphne
    Daphne (24)
    Sorgt für Gesprächsstoff
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    Ich hab momentan auch wenig Lust auf meinen Vater und ich denke, mit der Zeit werden wir uns ganz einfach aus den Augen verlieren. Und das stört mich nicht einmal.

    Er hat meine Mutter schlecht behandelt - nicht geschlagen oder so - und ich hab das alles mitbekommen. Ich liebe meine Mutter über alles und er hat sie immer von sich geschoben, ihr den Mund verboten, gesagt, sie würde nerven .. ich erinnere mich noch an einen Moment nach einem Streit zwischen beiden, sie ist dann ins Bad und hat Wäsche aufgehängt, ich bin hinterher und sie hatte Tränen in den Augen und meinte, ihr wäre eine Klammer ins Auge gefallen ..

    Meine ältere Schwester behandelt er genauso schlecht .. hat dazu geführt, dass sie in Therapie gehen musste, weil er ihr immer wieder eingeredet hat, sie wäre nichts wert und würde es im Leben zu nichts bringen. Und immer, wenn sie etwas schafft, macht er es nieder.

    Ich lasse mir das von ihm nicht gefallen und mir reicht es auch, dass er alles ständig auf seine Krankheit Depressionen schiebt .. wenn man ihn mit seiner neuen Ollen sieht, ist er auf einmal gar nicht mehr so depressiv ..

    Er beschwert sich, dass ich ihn nicht anrufe, aber er selbst macht es auch nicht, zahlt zu wenig Unterhalt usw.
    Ich breche den Kontakt nicht "aktiv" ab, ich lasse ihn einfach einschlafen, denn auch ich brauche meinen Vater irgendwie nicht. Ich bin nicht auf ihn angewiesen.

    Liebe Grüße :smile:
     
    #2
    Daphne, 3 August 2010
  3. User 92501
    User 92501 (36)
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    Single
    Hi.

    Ich habe seit Juni 2003 keinen Kontakt mehr und seit Weihnachten 2002 nicht mehr mit meinem Vater geredet.

    Ich hab irgendwann mal ne Therapie gegen Prüfungsangst gemacht. Dabei ist mir bewußt geworden, dass ich noch eine Menge zu thematisieren habe. Im Moment kocht durch verschiedene Dinge, der Kontaktabbruch, den ich eigentlich gut verpackt habe, wieder hoch und ich weiß, dass ich eine Therapie machen muss, sonst werde ich meine ganzen Strukturen, die ich aufgebaut habe, nicht mehr verlieren. Ich warte im Moment auf einen Platz bei einem Therapeuten.

    Ein Bekannter hat letztens gemeint, dass ich den Kontakt suchen sollte, was passiert, wenn er stirbt und ich nicht mehr mit ihm geredet hab.

    Ich weiß nicht, ob ich diesen Schritt gehen kann..., da es eigentlich mein Vater war, der mich aus dem Haus getrieben hat, weil er begonnen hat, nicht mehr mit mir zu reden, wie es schon oft in meiner Kindheit und Jugend aufgetreten ist.

    Es ist schwierig, weil es auch meine ganze Sozialisation schwierig macht...aber ich arbeite dran und wenn Du weiterhin Dich im Blick hast und gut auf Dich und Deine Stimmungen achtest und irgendwann merkst, dass eine Therapie gut wäre (was vielleicht gar nicht muss), dann solltest Du es für Dich tun...

    aber Dir auch im Klaren sein, dass vieles Unausgesprochen bleiben könnte, wenns irgendwann zu spät ist.

    Lg
    Mercur
     
    #3
    User 92501, 3 August 2010
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  4. capricorn84
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    Brauchst du denn einen "Aufpasser" mit deinen 22 Jahren oder warum pisst es dich an dass er "lieber" was in seiem Garten macht als mit dir/euch?

    Dein Vater hat deine Mutter schlecht behandelt (andere Frau, scheidung usw). Dich geht das im Prinzip nix an da es eine Sache zwischen deinem Vater und deiner Mutter ist! Dass du ev. etwas wütend auf deinen vater bist kanni ch nach voll ziehen aber dass du den Kontakt völlig einstellen willst - sehe ich als eine Laune deinerseits heraus. (mal wieder...)

    Ich lese nur heraus dass dein Vater dich anruft. Sich nach dir erkundigt. fragt wie es dir geht - du solltest dich freuen darüber! Es gibt genug Väter die nicht mal das auf die Reihe bekommen! Väter die nicht zu ihren Kindern stehen, Väter denen es egal ist ob sie Kinder haben oder nicht! Rufst du deinen Vater auch an? Fragst ihn wie es ihm geht? Machst du mal Vorschläge um was gemeinsames zu machen? zb. WE Ausflug? Campen etc?

    Wenn dich sein Gejammere stört dann sag ihm das! Sag ihm dass er sich sein Gejammere in den Arsch schieben soll und endlich anfangen soll nach vorne zu blicken!

    Du hast den Kontakt von dir aus eingestellt, beschwerst dich aber im Nachhinein dass er deine Entscheidung respektiert?? :kopfwand

    Deine Einstellung ist kindisch! Denk mal drüber nach, du kannst dich glücklich schätzen einen Vater zu haben!
     
    #4
    capricorn84, 4 August 2010
  5. donmartin
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    Vielleicht wirst du in ein paar Jahren anders darüber denken.

    In Zeiten, in denen es abertausende Kinder gibt, die ihren Vater vermissen und auch suchen......liebend gerne Kontakt haben würden.....
    Du bist 22 - also. Dein Vater hat sein eigenes Leben - so wie du. Auch wenn ihr euch nicht versteht "wie Freunde" , Vater bleibt Vater und du weisst, wo deine Wurzeln sind.

    Einfach den Kontakt abbrechen......ne.Das ist Feige. Sag ihm doch deine Meinung! Aber dass schaffst du nicht.
    Also bist du garnicht sooooooooooooo viel anders als dein Vater....oder?

    Er hat euch doch nicht misshandelt oder ausgeschlossen. Sicher, es ist fast Normal, dass ein Kind bei einer Trennung stellung bezieht und sich eher zu einem Elternteil hingezogen fühlt.
    Wie siehts mit deiner Mutter aus? Hat sie dich in dem Maße "bequatscht" und dir nicht auch ihre Meinung zu deinem Vater dauernd vorgejammert....?

    Du möchtest Nägel mit Köpfen machen, aber "Stille" ist nicht das Richtige Mittel.
    Wie -mercur" es so schön schrieb......."irgendwann kann es zu spät sein......."....

    Eine Chance? Wozu? DU? Welche Chancen hat er dir genommen, bzw. vermasselt?
    Ein schönes Haus? Mit etwas Geld und intaktem Elternhaus aufwachsen......

    Ich denke, bei dir spielt da mehr etwas anderes im Hintergrund eine Rolle. Das solltest du auf,- und abarbeiten.
    So denke ich auch, dass deine Mutter eher diejenige ist - mit Verlaub vorsichtig ausgedrückt - die massiven Einfluss auf dich und deine Meinungsbildung deinem Vater gegenüber ausgeübt hat.
    Vorsichtig ausgedrückt, hat dich die Trennung und Scheidung deiner ELTERN - Vater und Mutter mehr mitgenommen, als du evt. alleine Verarbeiten kannst.

    Dabei geht es nicht um die Schuldfrage - das müssen deine Eltern unter sich klären.....sondern eher darum, dass Kinder "es einfach nicht verstehen" - da sie beide gern haben. Dagegen wehrst du dich nun?
    Fachmännische Hilfe gibt es vielerorts. Auch und grade deiner Schwester zu liebe, die solltest du einbeziehen und dich mit ihr unterhalten.
     
    #5
    donmartin, 4 August 2010
  6. Damian
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    Ich kann jetzt vielleicht falsch liegen, aber das mit der Chance bezieht sich glaub ich auf ein irgendwie geartetes Interesse an seinen Kindern. Wenn ich das richtig gelesen habe, geht es hier darum auch nur den Funken an "es interessiert mich wer du bist und was du machst" zu erkennen. Würde ich alle 14 Tage zu jemandem "zitiert" werden um dann nicht mit demjenigen zu reden und dieser sich bei seinen Arbeiten vielleicht sogar noch gestört fühlt.

    Hat er sich mal geäussert wieso er eigentlich anruft? Das wäre für mich eine Frage, die mir sofort auf der Zunge liegen würde. Denn scheinbar scheint es keinen Inhalt zu geben und trotzdem meldet er sich zumindest bei dir, wenn auch nicht bei deiner Schwester, die das Ganze ja mindestens genauso hart treffen müsste. Was sagen denn deine Mutter und deine Schwester zu deiner Situation?

    Für mich klingt der Kontaktabbruch nicht unüberlegt und auch nicht kleinlich oder kindisch. Dennoch hat es Mercur gut getroffen mit dem Hinweis, dass es eben viele unausgesprochene Dinge geben könnte, wenn es deinen Vater auf einmal nicht mehr geben sollte und du deutlich mehr zu verdauen haben wirst, als du jetzt oberflächlich bemerkst.

    Egal ob du den Kontakt nun abbrichst oder nicht, pass auf dich auf, ok?



    Egal ob du den Kontakt nun abbrichst oder nicht, pass auf dich auf, ok?
     
    #6
    Damian, 4 August 2010
  7. capricorn84
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    Wieso muss sich der Vater rechtfertigen weil er seinen Sohn anruft? :ratlos: Die Frage ist doch eher die warum der Sohn seinen Vater nie anruft? (zumindest erwähnt er das nicht in seinem Beitrag)
     
    #7
    capricorn84, 4 August 2010
  8. Angst
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    Ich sollte mich also glücklich schätzen, dass ich einen Vater habe der sich bei mir melden? Gut, aber warum ruft er dann nur mich an und nie meine Schwester? Warum macht er nur das Nötigste und warum dreht er mir immer die Worte im Mund um und ist der Meinung dass ich nichts aus mir machen werde? Warum redet er schlecht über mich, wenn es mir Mal nicht gut geht? Warum kommt er mich nie besuchen und erwartet dass ich ihn besuchen komme? Warum ist es ihm egal ob ich ihn mag oder nicht? Warum ist es ihm egal ob seine Kinder ihn wollen oder nicht? Warum hat er meinen Geburtstag vergessen? Warum habe ich zu Weihnachten keine Kleinigkeit von ihm bekommen? Warum hat er mich Heiligabend alleine im Haus sitzen und warten lassen und ist zu seiner neuen Frau gefahren? Warum beneidet er mich? Warum redet er seinen Kindern ein, dass Frauen schlechte Menschen sind und man nie heiraten darf? ...

    Ich könnte die Liste bis auf genau 100 Fragen fortführen, welche ich meinem Vater geschrieben habe. Alle Fragen die er mir nie beantwortet hatte und die ich gerne von ihm wissen möchte. Hat er mir diese Fragen jemals beantwortet? Nein! Als Antwort kam ein lapidares „immer soll ich der böse sein“.. „gebt nur dem Alten die Schuld, der bezahlt schon alles“..

    Man kann mit ihm reden und ich sagen, dass er aufhören soll zu jammern, doch er wird/hat es nie verstanden. Wenn ich ihm sage was wir zusammen machen könnten, hat er keine Zeit. Ich meine, ist es zu viel verlangt (!!) mit seinen beiden Kindern ein Eis und ein Kaffee trinken zu gehen und sich einfach nur zu unterhalten? Ist es das? Jedes (!) Gespräch was wir führen, geht um seine Scheidung. Also lege ich immer wieder auf. Doch beim nächsten Mal fängt er wieder mit der Scheidung an sodass ich wieder auflege. Das geht immer und immer so weiter.

    So, wo ist mein Verhalten zwecks Kontaktabbruch nun kindisch?

    Das Schlimme ist ja auch, dass ich immer mehr merke wie ich wie mein Vater bin. Wenn ich später so bin wie er, dann suche ich mir einen wackeligen Stuhl und ein Seil! Denn ich bin in viel Dingen wie er und das darf/will ich nicht. Ich versuche bewusst dagegen zu steuern, doch nicht immer klappt es. Natürlich suchen viele Kinder ihre Väter und wollen den Kontakt. Doch ich möchte diesen nicht mehr, da mein Vater mir eher schaden will.

    Mal eine Frage an euch: Was würdet ihr mit einem Freund machen, wenn dieser euch schlechtes bzw. euch schaden will? Irgendwann kündigt ihr ihm die Freundschaft. Warum also nicht auch mit dem Vater? Daran finde ich nichts Verwerfliches.

    Natürlich ist es nicht die feine englische Art einfach so den Kontakt abzubrechen. Doch selbst wenn ich ihm eine E-Mail sende, werde ich nur eine lapidare dumme kurze (meine E-Mail war 17 Seite und seine nicht Mal eine!!!) Antwort bekommen. Wenn ich mit ihm drüber reden werde, wird er es nicht verstehen und in einigen Wochen wieder in sein altes Muster fallen. Selbst nun wo er eine neue Frau hat, ist er schon wieder hinter ihre, Rücken auf der Suche nach einer neuen Frau, weil ihm seine aktuelle nicht mehr gut gefällt. Grund ist auch hier, weil er bei ihr nicht voll im Mittelpunkt steht. Aber richtig, ich schaffe es nicht. Aber nur weil ich Angst davor habe. Diese Angst wird aber untergraben davon, dass ich genau weiß dass mein Vater es eh nicht verstehen wird. Denn ich habe es schon so oft versucht.

    Nein, misshandelt hatte er niemanden. Doch hat er mit der Faust gegen einen Schrank geschlagen sodass dieser kaputt ging und sagte zu uns Kindern, sollten wir ihn in der Scheidung nicht etwas entgegenkommen und helfen, dann würde irgendwann ein Familienmitglied seine Wut zu spüren bekommen. Dann hat er uns des Diebstahls beschuldigt und am Ende hatte er die Sachen selbst nur verloren. Meine Schwester kann 10km am Abend in Regen durch die Stadt laufen weil man Vater keine Zeit hat und dann meinte er: „was glaubst Du was Diesel kostet“.

    Ich muss und werde mich nicht entscheiden. Dennoch konnte ich bei der Trennung sehen wie meine Eltern wirklich sind. Mein Vater ist ein jämmerliches Schwein welches versucht, andere bewusst „fertig zu machen“ und andere Menschen sind ihm nichts wert. Meine Mutter ist ein Teufel, die eiskalt auf andere wirkt und fremde Menschen beleidigt. Immerzu muss sie z.B. während der Autofahrt Leute dermaßen beschimpfen, dass ich mich frage warum sie das macht. Meine Schwester hat da mehr Anstand! Leider aber ist meine Mutter wenn es drauf ankommt sehr hilfsbereit, was ich ihr niemals vergessen werde. Das ist auch der einzige Grund warum ich zu ihr noch Kontakt habe ihre Hilfsbereitschaft die wirklich extrem ist.

    Es gibt keinen Hintergrund. Ich möchte meinen Vater nur nicht mehr in meinem Leben haben, da ich ihn nicht brauche und ich sein Gesicht nicht mehr sehen mag. Natürlich hatte meine Mutter vieles zu meiner Meinung über meinen Vater beigetragen. Ich war aber auch bei jeder Verhandlung dabei und habe von beiden Seiten den Schriftverkehr der Anwälte gelesen. Sollte ich später in einer Scheidung stecken, werde ich alles wissen, was ich wissen muss. Meine Eltern haben es mir so gesehen „aufgezwungen“ es zu lesen. Ich konnte also live miterleben wer das größte Schwein ist. Natürlich kann ich es nicht verarbeiten. Ich gehe deshalb aber auch nicht zum Psychologen. Eher setze ich mich ans Klavier und spiele 8 Stunden ohne Pause. Das hat immer geholfen. Nicht die Tatsache dass die Beiden sich getrennt haben schockiert mich. Nein, es ist die Tatsache WIE es die Beiden gemacht haben. Die Art und wie die Beiden miteinander umgehen und dass man die Scheidung teils auf den Rücken der Kinder ausgetragen hat.

    Bei meinem Vater kann ich den Kontakt einfach so abbrechen, meine Mutter hingegen kommt zu mir gefahren und wartet vor dem Haus bis ich da bin. Selbst wenn ich wegziehen würde, sie würde mich stalken und finden. Ich würde sie nicht los werden!
     
    #8
    Angst, 4 August 2010
  9. capricorn84
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    Ja dann mach doch! Wozu dann der Thread? :ratlos:

    Ratschläge einholen ist ja schön und gut aber da du dein Vorhaben sowieso durchziehen wirst wozu uns dann dein "Leid" auf die Nase binden?

    Schon mal sorry vorweg dass ich nur 3 Sätze schreibe auf deine lange Antwort.... :rolleyes:
     
    #9
    capricorn84, 4 August 2010
  10. Damian
    Damian (36)
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    Sorry, aber langsam reichts mal...
    Glaubst du ernsthaft indem du ihm deine Weltansicht aufdrängst, dass sich dadurch was ändern wird? Wenn jemand über sowas nachdenkt heisst das er steckt in ner ziemlich großen Krise. Ich HABE Menschen kennen gelernt, die in meinen Augen ZU RECHT den Kontakt abgebrochen haben. Das ist sehr sehr schmerzhaft und keine leichte Entscheidung.

    Zu behaupten, dass sojemand sich nicht so haben soll und sich gefälligst mehr anstrengen sollte macht mich sauer. Dann schreibt lieber nichts. So eine pauschale Klatsche ist weder hilfreich noch realitätsnah.

    Ich will nicht behaupten, dass ich glaube es sei die richtige Lösung...aber ich behaupte auch nicht, dass es definitiv die falsche ist.
     
    #10
    Damian, 4 August 2010
  11. capricorn84
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    Wo hab ich das gemacht? Ich hab meine Ansicht zu den Dingen geschrieben das macht ja in einem Forum so. Klär mich auf falls dies nicht der Fall ist!


    Ich behaupte nix. Ich hab was geschrieben was er machen könnte. Zb den Vater selber anrufen...

    Nana, tief durchatmen. Mich macht auch viel sauer. Vor allem wenn man angegangen wird dass man hier nur das schreiben soll was dem TS zustimmt!

    Ich lass mir von dir sicher nicht den mund verbieten.
     
    #11
    capricorn84, 4 August 2010
  12. User 66223
    User 66223 (31)
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    Ich kann verstehen dass du den Kontakt abbrechen willst... Ich habe das gleiche gemacht aber wegen anderen Problemen und es ging mir gut... Ich hatte keinen bzw. nur wenige Gedanken an ihn "verschwendet"... Heute bereue ich es zutiefst, denn vor ein paar Jahren starb er...
     
    #12
    User 66223, 4 August 2010
  13. capricorn84
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    1) Mein Beileid.

    2) Genau das meine ich lieber Ts. Ich wette dass du es bereuen wirst. Einfach so den Kontakt abzubrechen! Du schreibst er nervt dich weil am Tel immer nur über das selbe bla bla bla geredet wird. Ja und? Glaubst andere sichd nicht genervt von ihren Eltern? Deßwegen mache ich aber noch lange keinen Kontaktabbruch. Mein Vater ist auch nicht der einfachste, hat mich oft beleidigt, kommt heute noch vor, stempfelt mich als ein Nichts ab, dass ich nichts kann, es nie zu was bringen werden usw. Und? Er kriegt seine Dämpfer von meiner Mama die in solcchen Sachen hinter mir steht. Aber ich denk doch nicht dran keinen Kontakt mehr mit ihm zu haben. :eek: Das käme mir echt nie in den Sinn...
     
    #13
    capricorn84, 4 August 2010
  14. LiLaLotta
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    Ich kenne das auch, mein Vater interessiert sich auch nicht für mich, er ruft mich niemals an (angeblich, weil ich kein Festnetz habe) und eine Email im halben Jahr ist das Höchste der Gefühle. Sollte man sich doch mal am Telefon haben, weiß ich nicht, was ich sagen soll und er redet nur Unsinn. Für mich ist er schon lange nicht mehr mein Vater. So einen krassen Kontaktabbruch finde ich aber nicht nötig. Ich denke, man sollte sich einfach bewusst machen und damit anfreunden, dass dieser Mensch, der sich Vater nennt, eben nur ein Erzeuger ist. Und vermutlich tut dein Vater alles mit genauso wenig bösen Absichten wie mein Vater. Vielleicht fehlt ihnen einfach was im Kopf. Ich habe aufgehört, mehr von meinem Vater zu erwarten und mich einfach damit abgefunden, dass er wohl irgendwie nicht ganz dicht ist und er einfach nicht anders sein kann. Es ist traurig, aber wieso soll man noch Energie aufbringen, um ihn zu hassen oder ihn als Feind zu betrachten? Lass den Kontakt doch so vor sich hindümpeln...Geh nicht ans Telefon, wenn du keinen Bock hast und melde dich nicht, wenn du nicht willst. Aber zu sagen: Du bist für mich gestorben...das zeigt nur, wie nah dir das alles eigentlich noch geht. Und stell dir vor, einem von euch passiert etwas, dann seid ihr im Streit auseinandergegangen und das könnte ich persönlich mir vielleicht nie verzeihen.
     
    #14
    LiLaLotta, 4 August 2010
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  15. Angst
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    Wenn du es nötig hast dir von deinem Vater heute noch (!) sagen zu lassen, dass Du ein Nichts bist, dann musst Du das tun. Ich hingegen habe soetwas nicht nötig und möchte mit einem Menschen der mich so behandelt nichts zu tun haben.
     
    #15
    Angst, 4 August 2010
  16. User 46728
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    Jedem, der das vorhat, rate ich dazu, mehr als 5mal drüber nachzudenken und mehr als 3 Nächte drüber zu schlafen.

    Mein Dad ist seit 4 Jahren tot, meine Eltern trennten sich als ich 7 war und ließen sich 6 Jahre später scheiden. Wir hatten ein gutes Verhältnis, sahen uns einmal im Monat. Hätte sich seine Mutter nicht dauernd eingemischt, die immer dabei sein wollte, hätte ich ihn auch gern öfter gesehen.
    Wir hatten nie Probleme. Der Kontakt zerbrach kurz nach meinem 18. Geb, also 2004, aus reiner Sturrheit. Er dachte sich, dass ich mich doch melden könnte, er macht s ja immer und ich hab sicher kein Interesse. Ich dachte ähnliches: mein Vater hat keinen Bock auf mich und meldet sich deswegen nicht. Eigentlich war er sehr traurig darüber, das weiß ich jetzt, und er hat meine Mutter bis zum letzten Tag geliebt, das wusste auch niemand. Ich versuchte Monate später ihn auf seinem Handy zu erreichen (ne Festnetznr hatte ich nie), einmal die Woche, 4 Wochen lang, jedes Mal kam "die Nr ist nicht vergeben". So nahm ich an, dass er nach dem Tod seiner Mutter zurück in sein Heimatsland gegangen ist, hier war er nie glücklich. Und das bestätigte meine Theorie, dass er mich nicht will. Nach seinem Tod erfuhr ich, dass sein Handy genau in den Wochen in Reparatur war. Ich lud ihn nicht mal zum Abiball ein, das bereue ich, denn dann hätten wir noch 3 Monate vor seinem Tod gehabt.
    Er starb plötzlich, wusste nichts über mein Leben in den letzten 2 Jahren und ihc wurde mir bewusst, dass ich Fragen hatte: ich kannte meinen Vater leider nicht so gut, wie ich wollte oder wie man sollte.
    Mein Opa erzählt mir ab und zu von der Kindheit meines Vaters, mehr weiß er aus Scheidungsgründen nicht.
    Ich bereue heute zutiefst, was passiert ist. Du wirst es wahrscheinlich auch irgendwann bereuen.
     
    #16
    User 46728, 4 August 2010
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  17. darkangel001
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    Zu einem schlechten Eltern-Kind-Verhältnis gehören immer zwei. Wenn ich zu Hause sitze und darauf warte, dass mein Vater mich anruft, kann ich mich natürlich beschweren, dass er es nicht macht. Ich könnte auch einfach zum Hörer greifen und ihn selbst anrufen.

    Vielleicht ist er aus irgendeinem Grund nicht über die Scheidung hinweg und redet deshalb ständig davon? Jeder ist so, wie das Leben ihn geprägt hat.

    Als meine Eltern sich getrennt haben, wollte ich nichts mehr von meiner Mutter wissen, schließlich hatte sie meinen Vater betrogen. Ich habe bei meinem Vater gewohnt und war am Wochenende bei ihr, aber eher zwangsweise. Ich mochte das Haus nicht, da es dem neuen Mann meiner Mutter gehörte. Ich mochte den Geruch nicht, ich mochte diesen Fremden nicht, ich mochte meine Mutter nicht, die irgendwie anders war.

    Hätte sie sich nicht dahinter gesetzt und um mich gekämpft, hätten wir heute wohl auch keinen oder nur sporadischen Kontakt. Sie hat nicht locker gelassen, hat so oft mit mir über die Situation geredet (über die ich auf gar keinen Fall reden wollte), bis sie mich endlich zum Reden bekommen hat. Das höchste der Gefühle war ein Brief, den sie mir geschrieben hat, wo drin steht, dass sie Angst hat, sie würde mich verlieren. Noch heute, nach zehn Jahren, muss ich heulen, wenn ich diesen Brief zufällig wieder finde.

    Klar kannst du den Kontakt zu deinem Vater abbrechen. Ob du ihm, dir, deiner Schwester und vielleicht sogar deinen zukünftigen Kindern damit einen Gefallen tust, steht in den Sternen.

    Meine große Schwester und ich hatten auch oft Probleme mit meinem Vater. Er ist auch ein ganz "besonderer" Typ. Wenn meine Schwester nicht hinter mir gestanden hätte, würde heute vieles anders aussehen. Letztendlich habe ich ein sehr, sehr viel besseres Verhältnis zu meinem Vater als sie. Vielleicht braucht deine kleine Schwester auch deine Unterstützung - und zwar nicht in der Hinsicht, dass du den Kontakt abbrichst und sagst "Sieh zu, wie du mit Papa klar kommst".

    Letztendlich ist es natürlich deine Entscheidung. Du kennst ihn, hast dein Leben mit ihm verbracht und sicher vieles durchgemacht. Ich habe gelernt, dass Familie das Wichtigste auf der Welt ist. Aber jeder hat andere Erfahrungen und muss seinen eigenen Weg gehen - notfalls ohne Eltern.
     
    #17
    darkangel001, 4 August 2010
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  18. squarepusher
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    Single
    ich habe seit ich 18 bin auch keinen kontakt mehr zu meinem vater, genauso wie meine geschwister, weil er ein vom selbsthass zerfressener tyrann ist. was ich dir nützliches sagen kann, ist: ich habe niemals jemals bereut, mich in dingen, in denen ich das gefühl hatte, es würde um meine selbstachtung, meine identität etc gehen, für mich und mein bauchgefühl zu entscheiden. eigentlich nicht nur in solchen dingen, ganz allgemein. ich habe es niemals bereut, entscheidungen zu treffen, die mir einen wunsch erfüllen. ganz im gegenteil: ich bekam dadurch das gefühl, nicht nur das richtige getan zu haben, sondern ein auf jahre unlösbares problem endlich für mich zufriedenstellend gelöst zu haben, wirklich "weitermachen" zu können und auch ein in jeder hinsicht vollwertiges, produktives mitglied der gemeinschaft zu werden. erwachsen zu werden.

    ohne jetzt verroht klingen zu wollen ist die väterrolle-romantisierung, die manche hier im thread betreiben, ausdruck dessen, dass die jeweiligen leut keine ahnung davon haben, wie es ist, einen psychisch kranken, narzisstischen, sadistischen, ignoranten, was auch immer, vater zu haben. die glauben ihr kleines, vernachlässigbares päckchen elend, das sie aus ihrer kindheit mithaben und das gegen die vielen "schönen zeiten" der kindheit, an die sie sich erinnern können, immer der weitaus geringere teil war, mit dem leben anderer leute vergleichen zu können. was von einer gesunden arroganz zeugt, aber nicht immer richtig ist.

    richtig ist, dass man sich seine familie nicht aussuchen kann und dass der vater immer ein teil der eigenen herkunft bleiben wird. es ist aber eine unterstellung, dass menschen, die keinen kontakt mehr zu einem teil ihrer herkunft haben, diese dadurch zwangsläufig vergessen. (in wirklichkeit ist das gegenteil richtig. wir alle kinder lieben unsere väter. es gibt kein kind, das das nicht von sich aus getan hätte. nur manchmal stößt diese liebe nicht auf gegenliebe. und auch ganz unabhängig vom familienquerel sind es letztlich die kinder, die überbleiben. ob man den kontakt abbricht oder nicht, man redet, denkt, fantasiert sich die eigenen eltern auf lange zeit "gut". man denkt sie sich schön. das ist eine dynamik, auf die man achten sollte.). davon abgesehen habe ich niemals je ein argument dafür gehört, gegen den eigenen willen den kotakt zu menschen aufrechterhalten, die einem schaden. es gibt einfach keines, was denn auch. ich persönlich finde, dass man sich innerfamiliär mit solchen menschen nicht abgeben muss. ich finde sogar, dass man sich allgemein alle paar jahre einmal fragen sollte, warum man noch verheiratet/befreundet/was auch immer ist. wenn familienmitglieder meinen, sie können dir zusetzen, sollte schnell klargestellt werden, dass diese entweder augenblicklich damit anfangen, ein gefälligst besserer vater/eine bessere mutter/ein besserer bruder zu sein, oder man einfach aufsteht und geht. und bevor jetzt jemand mit diesem sierigen familienblah daherkommt von wegen "ja, man muss sich ja nicht immer einig sein", "in jeder familie gibt es konflikte": ihr habt keine ahnung davon, wie es ist, in einer familie zu leben, in der es wirkliche probleme gibt. ihr glaubt eurer sieben pubertätserinnerungen an den ach so gemeinen vater/die ach so gemeine mutter sind auch nur annähernd mit wirklcihen "problemen" in familien zu vergleichen. also spart es euch.

    @TS wie gesagt: mutig den weg zu verfolgen, den man verfolgen will, weil man schon lange immer wieder den wunsch hat, mit dem gedanken spielt, und es sich letztlich einfach richtig anfühlt, KANN man im nachhinein gar nicht bereuen. ich habe mich gelegentlich umgedreht, aber immer wieder bestätigt festgestellt, dass es eine tolle entscheidung war, den kontakt abzubrechen. wenn du ehrlich zu dir selbst bist, auf die eigenen wünsche hörst und einfach mutig deinen weg verfolgst, auch wenn es fünf hanseln gibt, die keine ahnung davon haben, wer du bist und woher du kommt, und dir die welt erklären wollen, wirst du es nie bereuen, auch wenn du vorher zweifel hast. irgendwann muss man für das eigene wohlergehen verantwortung übernehmen. um jeden preis auf den familienangehörigen zu hocken ist nicht der sinn des lebens. ich bin in meinem ganzen leben bisher nie dazu gekommen, eine entscheidung zu bereuen, die ich unter diesen umständen getroffen habe. wenn du konkretere dinge bereden willst, schreib mir PM.

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 13:01 -----------

    ich will mich jetzt keinesfalls mit dir drüber unterhalten, sondern nehme nur diesen satz als beispiel her. so ein blödsinn. aber ich kann mir gut vorstellen, aus welcher richtung, aus welcher sozialisierung, aus welcher art familie er kommt, und wie wenig so eine familie mit familien, die echte probleme haben, etwas gemeinsam hat. solche vorwürfe sind, aus meiner warte, lächerlich.
     
    #18
    squarepusher, 4 August 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  19. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Mit 17 Jahren bin ich nach einem Jahr Aufenthalt in den USA nach Hause zurückgekehrt. Mein Eltern dachten beide, ich sei noch das kleine Mädchen von damals. Aber in den USA musste ich für mein eigenes Wohl sorgen und zusehen, dass ich im Leben vorrankomme. Ich bin sehr unabhängig und selbstbewusst geworden. Das Verhältnis zu meinen Eltern hat sich verschlechtert. Mit 20 Jahren bin ich erneut von einem Auslandsaufenthalt zurückgekehrt. Wieder hat meinen Eltern dieses Jahr in meiner Entwicklung gefehlt und sie haben sich nicht an mein neues Ich gewöhnt/gewöhnen wollen. Angeblich schlechte Charaktereigenschaften meinerseits haben sie mit den USA verbunden, dass einfach ich das jetzt war, und nicht alle Amerikaner so sind, kam ihnen nicht in den Sinn. Zusätzlich hat ihnen mein Studium nicht gepasst, sie haben mein Vertrauen missbraucht, mich beleidigt, waren aggressiv, und verständnislos. Wenn ich mit ihnen gesprochen habe, sind sie Kompromisse eingegangen und haben sich hinterher nicht daran gehalten, sie haben Versprechen gebrochen und Warnsignale nicht erkannt. Im März 2008 habe ich den Kontakt zu ihnen abbgebrochen. Inzwischen macht mich der Gedanke an sie weder traurig noch wütend, es ist mir gleichgültig. Ich habe ihnen so ziemlich alles verziehen und damit kann ich so jetzt gut leben.
     
    #19
    xoxo, 4 August 2010

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