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Kosten für einen Anwalt

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von User 10015, 10 August 2010.

  1. User 10015
    User 10015 (28)
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    Weiß jmd. wie teuer ein Anwalt is, wenn dieser mir eine gute Unterlassungserklärung aufsetzen soll und evt. den geforderten Betrag außergerichtlich anfechtet?

    Ich hab da echt keine Ahnung von und hoffe, dass hier fällt nicht unter Rechtsberatung. Würde nur gern wissen, ob es sich grundsätzlich lohnen könnte (ich soll 850 € zahlen).
     
    #1
    User 10015, 10 August 2010
  2. SchwarzeFee
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    Kommt drauf an... (wie bei so vielen im Leben) :zwinker:

    Es kann sein, dass der Anwalt das ihm zu zahlende Honorar individuell mit dir vereinbart. In der Regel ist das dann ein bestimmter Regelsatz, der (so ist das jedenfalls in unserer Kanzlei) pro angefangene Viertelstunde berechnet wird.

    Oder er geht nach dem gesetzlichen Anwaltskosten, die sich dann nach dem RVG berechnen...
    Wie das im Detail aussehen könnte, könnte ich dir ausrechnen (+ Auslagenpauschale, Umsatzsteuer etc.), würde aber hier im Thread zu weit in die Rechtsberatung gehen.

    Grundsätzlich lohnt es sich aber bei 850 EUR schon, einen Anwalt einzuschalten. So teuer ist es nicht.
     
    #2
    SchwarzeFee, 10 August 2010
  3. User 20976
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    Es spricht nichts dagegen, dass Du - wenn Du so hilfsbereit sein willst - das ausrechnest und es ihm per PN mitteilst.

    Mein Tip wäre, ggf. einfach mal bei Anwälten in der Umgebung anzurufen und dort diese Frage zu stellen.
     
    #3
    User 20976, 10 August 2010
  4. ProxySurfer
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    Ich war mal bei einem Anwalt wegen einer Beratung zum Arbeitsrecht, ca. eine halbe Stunde. Erst sollte ich 100 Euro bezahlen, als der Anwalt aber merkte, dass er mich kennt und dass ich Geringverdiener bin, ist er kulant auf 50 Euro runter gegangen. Die 50 Euro haben sich aber letztlich echt gelohnt.

    Was dein Problem angeht, dazu kann ich aber nicht sagen was das kostet.
     
    #4
    ProxySurfer, 10 August 2010
  5. cartridge_case
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    vergeben und glücklich
    der betrag klingt nach etwas, was im inet schon sehr viel und oft diskutiert wurde/wird...

    also informier dich erstmal drüber :zwinker:
     
    #5
    cartridge_case, 10 August 2010
  6. User 10015
    User 10015 (28)
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    Ich hab gestern ewig im Internet recherchiert (diese Anklage wird hundertfach am Tag rausgeschickt), aber so richtig hab ich nichts gefunden. Nur, dass man sich von nem Anwalt beraten lassen soll. Preise und wirkliche Konsequenzen hab ich nicht gefunden. Ist aber auf jeden Fall leider schon mal kein Fake.
     
    #6
    User 10015, 11 August 2010
  7. Yrr
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    Ich gehe davon aus, dass Du eine Abmahnug bekommen hast, eine Unterlassungsverpflichtungserklärung abgeben und pauschalen Schadensersatz zahlen sollst.

    Zwei Möglichkeiten: Entweder es ist Spam und der Vorwurf völlig aus der Luft gegriffen, dann reden wir von einem Betrugsversuch, oder der Vorwurf ist berechtigt (z. B. Urheberrechtsverletzung wg. File-sharing). In beiden Fällen zahlst Du den Anwalt aus eigener Tasche. Im ersten Fall wirst Du nämlich den Betrüger als Kostenschuldner nicht finden und im zweiten Fall wird sich der Rechteinhaber nicht an Deinen Kosten beteiligen.

    Ob sich der Anwalt lohnt mußt Du nicht hier, sondern mit einem Anwalt vorab besprechen. Ist der Vorwurf berechtigt, kann der Anwalt die Angelegenheit verteuern. Unsere Kanzlei ist auf diese Fälle spezialisiert und wir kosten 190 Euro netto für die Erstberatung und danach 250 Euro netto / Stunde. Es gibt natürlich billigere und teurere Anwälte, in der Regel liegen die Stundesätze der spezialisierten Anwälte zwischen 180 und 300 Euro. Anwälte außerhalb dieses Spezialgebietes sind teilweise erheblich billiger. What you pay is what you get. Du siehst, wenn ich hier zwei Stunden für Dich arbeiten würde und könnte erreichen, dass die Forderung der Gegner halbiert wird, geht das ganze aus wie das Hornberger Schießen. Genau deshalb werden von dern Angreifern so geringe Pauschalbeträge gefordert - dies erschwert den Gang zum Anwalt (und ja - 850 Euro brutto sind wenig, sollte etwa eine Urheberrechtsverletzung vorliegen).

    Manchmal gehen die Rechteinhaber aber auch prinzipiell nicht auf vorgerichtliche Vergleiche ein (um die eigenen Preise nicht zu verderben, denn das Internet weiß alles). Weil die meisten Empfänger einer berechtigten Abmahnung das Risiko scheuen, vom Gericht zu einem zigfachen Schadensersatz verurteilt zu werden, zahlen Sie oft am Ende den geforderten Betrag - die Anwaltskosten kommen dann noch dazu.

    Gruß
    Yrr.
     
    #7
    Yrr, 11 August 2010
  8. ArsAmandi
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    nicht angegeben
    Dr. Evil hat eine PM....
     
    #8
    ArsAmandi, 11 August 2010
  9. Wenn du eine Abmahnung gekriegt hast, solltest du in JEDEM FALL einen Anwalt einschalten. Es ist äußerst falsch überhaupt nicht zu reagieren.
    Desweiteren rate ich von vogefertigten Abmahnungen ab, die im Internet rumgeistern, da dir sonst eventuell ein rechtlicher und finanzieller Nachteil entsteht.
    Desweiteren als letzter Tip: Schicke nie die mitgeschickte Unterlassungserklärung so wie sie ist zurück. Ich würde dir empfehlen sie von einem Anwalt anpassen zu lassen.
    Such dir einen Anwalt der auf das Gebiet spezialisiert ist, sprich bei Abmahungen wegen Urheberrechtsverletzungen eben einen Anwalt aus diesem Bereich.
    Eventuell kann dir auch die örtliche Verbraucherzentrale helfen.

    Nur solltest du auf jedenfall keine Zeit verlieren und so schnell wie möglich zum Anwalt gehen, damit dir nicht noch ne Klage zusätzlich ins Haus flattert, was die Sache nur unnötig und ziemlich heftig verteuert.
     
    #9
    JustASweetDream, 11 August 2010
  10. Yrr
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    Jetzt schickst Du den Quatsch auch noch als PM. Reicht es nicht, dass Dein unqualifizierter Beitrag hier im Forum gelöscht wurde?

    Bisher weiß hier noch niemand, worum es überhaupt geht. Was Inhalt der Abmahnung war. Ob der Vorwurf berechtigt ist. Ohne diese Informationen ist jede konkrete Empfehlung unseriös.

    Anwälte sind für Dich Rechtsverdreher, aber Du löst Rechtprobleme mit Mustererklärungen aus dem Internet. Mach das ruhig selber, aber richte bitte bei anderen mit diesem Unsinn keinen Schaden an!

    Yrr.
     
    #10
    Yrr, 11 August 2010
  11. ArsAmandi
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    nicht angegeben
    Ist mir klar, dass du so reagierst, würde ich auch, wenn ich damit Geld verdienen würde.

    Es ist eindeutig worum es hier geht und ob schuldig oder nicht schuldig, sowas interessiert die Abmahner kein Stück.
    Dass die Abmahnungen tonnenweise rausgehauen werden um den erschrockenen Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen ist ja nun kein Geheimnis mehr.

    Die Kanzleien leben von den (von mir) geschätzten 30%, die bezahlen.
    Zudem erwirtschaftet man der eigenen Branche noch Geld, indem die erschrockenen Abgemahnten zum Anwalt rennen.

    Dies ist eindeutig ein Fall in dem ich den Erfahrungen von 7000 Abgemahnten im Internet mehr vertraue als irgendeinem Anwalt, der für diese Sache zudem finanziell auch sehr sinnlos ist, wie du selbst erklärt hast.

    Das Dokument aus meinem Link reicht aus, dass sich die Anwälte zu 99% nicht mehr melden, bzw. nur noch mit einem Brief. Was will man mehr?
     
    #11
    ArsAmandi, 11 August 2010
  12. Yrr
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    Bist Du ein Troll? Willst Du provozieren, oder dem Threadstarter helfen? Ich kenne Dich nicht, aber aus dem was Du schreibst kann ich und jeder, der sich ein bischen mit der Materie auskennt erkennen, dass Du kein Fachmann bist. Denn Du differenzierst nicht. Natürlich hilft eine modifizierte UVE oft. Manchmal ist das aber auch genau der falsche Weg. Die richtige Strategie hängt immer vom Einzelfall ab und den kennst Du nicht.

    Du bist das typische Großmaul mit Halbwissen. Bloß weil es Abmahnungsmissbrauch gibt, sind alle Abmahnanwälte unseriös. Du hast nicht den Hauch einer Ahnung, warum es Abmahnungen gibt und auch besser geben sollte. Du hast keinen Schimmer, wie viele verschiedenen Abmahnungsfälle es gibt.

    Es geht schon damit los, dass die UVE, die Du empfiehlst, totaler Nonsens ist, wenn hier echter Missbrauch vorliegt, also die abgemahnte Tat nicht begagen wurde und hierzu hat sich der Threadstarter noch nicht geäußert. In Fällen unberechtiger Abmahnung sollte daher die Abmahnung ignoriert, oder negative Feststellugsklage erhoben werden.

    Ist die Abmahnung berechtigt, muß geprüft werden, ob der Verstoß sauber ermittelt wurde (z. B. IP Zuordnung bei illegalem Download). Da passieren oft Fehler, die man nutzen kann. Dann kommt es auch auf den selber Verstoß an. Es kan nämlich sein, dass es dem Abmahner weniger auf den pauschalierten Schadensersatz ankommt, als vielmehr darauf, Auskunft über die Umstände zu erhalten, etwa wenn der Abgemahnte selber ein illegales Download-Portal bertreibt. Dann hilft Dir die die modifizierete UVE gar nichts, weil sich der Abgemahnte trotzdem eine teure einstweilige Verfügung fängt - nämlich auf Auskunftserteilung. Seit Umsetzung der Enforcement Richtlinie ist es nämlich sehr leicht, eine einstweilige Verfügung nur wegen des Auskunftsanspruchs zu erhalten.

    Ich will Dich jetzt nicht überfordern, aber es gibt auch noch andere Abmahnfälle als den illegalen Download. Du kannst z. B. auch abgemaht werden, wenn Du Plagiate verkaufst. Dann hängt an der Abmahnung meist noch ein Vernichtungsanspruch und wie willst Du den mit einer UVE erfüllen?

    Es gibt mittlerweise (leider) "Künstler", die vermarkten Ihre "Musik" ausschließlich über diesen Schadensersatz. Sie sorgen irgendwie dafür, dass ihre Songs in den Tauschbörsen auftauchen, ermitteln dann die Nutzer und gehen gegen diese wegen "Verbreitung" (nicht Download) von urheberrechtlich geschützen Werken vor. Natürlich ist das widerwärtig, aber rechtmäßig. Da das ganze Konzept darauf zielt, Gewinn zu machen, reicht hier eine UVE oft nicht aus.

    Kurz: Die alleinige UVE zieht dann, wenn das primäre Interesse des Abmahnenden tatsächlich darauf geht, dass ein Verhalten unterlassen wird und/oder er Zweifel hat, dass er seinen Anspruch vor Gericht durchbekommt und/oder es tatsächlich genug "Kunden" gibt, die freiwillig zahlen. Das geht nicht per Ferndiagnose.

    Noch etwas handwerkliches: Dein Muster einer UVE läßt den Bereich frei, in der die zu unterlassende Handlung beschrieben wird. Hier soll der Verwender selber eintragen, was er unterlassen will. Dies setzt aber voraus, dass er genau weiß, was alles verboten ist (nur Upload oder auch Download, nur im geschäftlichen Verkehr oder auch im privaten Bereich usw.). Daran kranken viele UVE. Entweder sie sind viel zu weit formuliert - unnötig, oder sie sind zu eng und schützen daher nicht vor einer einstweiligen Verfügung.

    Abschließend zu Deinen Zahlen: Die stimmen nicht. Du plapperst hier nur die Scheißhausparolen aus dem Internet nach. Natürlich gibt es Abmahner, die nie klagen, etwa weil sie wissen, dass die Gerichte ihr Verhalten als missbräuchlich ansehen, oder weil die - aufwändige - Ermittlung des Verletzers fehlerhaft ist. Eine Regel läßt sich hier aber nicht bilden, s.o.

    Gruß
    Yrr.
     
    #12
    Yrr, 11 August 2010
  13. Stonic
    Stonic (41)
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    @ Yrr Danke du hast mir hier die Arbeit abgenommen :smile:
     
    #13
    Stonic, 12 August 2010
  14. User 10015
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    Habe gerade noch mit dem Anwalt telefoniert und abgesehen davon, dass er auch meinte, dass das sone Llnke Tour von denen ist meinte er, wenn ich einen Anwalt nehmen möchte, kann ich mir einen Beratungshilfeschein besorgen, damit kann ich zum Anwalt meiner Wahl gehen und der Staat übernimmt die kosten, weil ich es mir schlichtweg nicht leisten kann als Student. Den beantrage ich erst mal und dann überlege ich weiter, was ich mache.
     
    #14
    User 10015, 12 August 2010
  15. User 10015
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    Alles klar, ich hab beratungshilfe beantragt bekommen und muss somit gar nichts für den Anwalt bezahlen.

    Danke euch!
     
    #15
    User 10015, 13 August 2010

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