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Krankenhausakte

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Dreamworld, 14 August 2006.

  1. Dreamworld
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Hallo ihr Lieben,

    weiß zufällig jemand darüber bescheid wer eine Krankenhausakte einsehen darf? Nur die betroffene Person selbst oder auch Angehörige? Oder ist es generell nicht möglich? Und wenn es möglich ist, wie geht das genau von statten (vielleicht hat ja schonmal jmd. eine angefordert)? Und wie lange werden Krankenhausakten aufgehoben?

    Danke schonmal,
    Dreamworld
     
    #1
    Dreamworld, 14 August 2006
  2. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    soweit ich weiß, müssen ärzte patientenakten zehn jahre aufbewahren. ich hab 2004 jedenfalls noch meine patientenakten von 1981 aus dem damaligen krankenhaus anfordern können, wobei nicht alles zu erhalten war, einiges war wohl auf dem dachboden.

    mit "patientenakte" und "einsicht" oder "aufbewahrung" als suchwort kommst du über google weiter. das hier hab ich gefunden:



    http://www.datenschutzzentrum.de/medizin/arztprax/dsrdpat2.htm#5


    "V. Recht auf Einsicht in Patientenakten
    1. Allgemeines
    Das Recht auf Einsicht in die Patientendokumentation als eine besondere Form der Auskunftserteilung beruht nicht nur auf Datenschutzrecht bzw. dem "Recht auf Selbstbestimmung und der personalen Würde des Patienten" (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 Abs. 1 GG; BVerfG NJW 1999, 1777 = ArztR 1999, 52 = MedR 1999, 180), sondern besteht auch als Nebenrecht aus dem Behandlungsvertrag und zivilrechtlich zur Durchsetzung von Rechtsansprüchen (§ 810 BGB). Eine weitere Grundlage dieses Recht findet sich in den ärztlichen Berufsordnungen (§ 10 Abs. 2 MBO-Ä). Im Rahmen eines Arztprozesses kommt noch ein prozessuales Einsichtsrecht des Patienten hinzu (§ 422 ZPO).
    Als Nebenanspruch aus dem Behandlungsvertrag hat ein Patienten auch das vorprozessuale Recht auf Einblick in solche medizinischen Dokumentationen, die von Relevanz für die individuelle Behandlung sind, ohne dass diese zur Person des Patienten geführt sein müssten. Dies gilt z.B. bzgl. einer Bluttransfusion für die (anonymisierte) Blutspendedokumentation, die Herstellerdokumentation sowie die Ausgabedokumentation (LG Düsseldorf RDV 1999, 173).
    Die Akteneinsicht ist ein Holrecht für den Patienten. Das Recht auf Einsichtnahme ist eine besondere Form der Auskunftserteilung, die bei einem umfangreichen Informationsersuchen aus einer Akte der einfachen Auskunftserteilung vorzuziehen ist. Die Akteneinsicht bezieht sich zunächst darauf, dass der Datenträger, auf dem die Patienteninformationen gespeichert sind, v.a. visuell zugänglich gemacht wird. Dadurch kann der Patient nicht nur seine Patientendaten zur Kenntnis nehmen, sondern zugleich auch den Datenträger und dadurch dessen Beweis- bzw. Dokumentationskraft prüfen.
    Die Art und Weise der Einsichtsgewährung (Ort, Zeitpunkt, Umstände) liegt ebenso wie die Auskunftserteilung im Ermessen des Arztes. Grds. erfolgt die Einsicht in den Behandlungsräumen. Angemessen ist, wenn ein Patient eine Einsicht innerhalb von einem Monat verlangt.
    Die Akteneinsicht verfehlt ihre Informationsfunktion, wenn die Patientendaten auf eine Art und Weise festgehalten sind, die der Patient nicht versteht. Dies ist schon bei handschriftlichen Aufzeichnungen in Arztbriefen oder auf Karteikarten oft der Fall, z.B. wenn eine nicht verständliche Terminologie oder eine nicht bzw. nur für ein Eingeweihte lesbare Schrift verwendet wird. Dies gilt nicht nur bei konventioneller, sondern auch bei elektronischer Speicherung, wenn Abkürzungen oder Codes genutzt werden, deren Entschlüsselung dem Patienten nicht möglich ist. Dem Arzt obliegt im Rahmen von Treu und Glauben für den Patienten Lesbarkeit und Nachvollziehbarkeit herzustellen. Die inhaltliche Vermittlung kann auch in einem Arztgespräch hergestellt werden.
    Das Einsichtsrecht kann auch in der Form wahrgenommen werden, dass ein Arzt oder eine Person des Vertrauens des Patienten mit der Einsicht beauftragt wird. So kann der Patient die Herausgabe von Krankenunterlagen an den nachbehandelnden Arzt verlangen. Anstelle der persönlichen Einsichtnahme kann auch ein Rechtsanwalt mit der Akteneinsicht beauftragt werden. Ihm stehen dabei im Rahmen des erteilten Mandats die gleichen Rechte zu wie dem Betroffenen selbst. Einschränkungen der Akteneinsicht (dazu s.u. 2.), die in der Person des Patienten liegen, müssen bei einem Rechtsanwalt oder einer sonstigen dritten Person des Vertrauens nicht automatisch vorliegen. Dies ist z.B. der Fall, wenn einem Patienten die Einsicht aus Gründen des eigenen Gesundheitsschutzes vorenthalten wird. Gerade in diesen Fällen ist u.U. zur Wahrung der Patienteninteressen eine Einsicht durch eine Vertrauensperson geboten."

    - später auf derselben seite folgen auch informationen, welche teile einer akte für patienten nicht einzusehen oder nur eingeschränkt einzusehen sind.
     
    #2
    User 20976, 14 August 2006
  3. Dreamworld
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    in einer Beziehung
    wow, vielen Dank!

    :smile:

    Hast mir sehr geholfen!
     
    #3
    Dreamworld, 14 August 2006
  4. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    vergeben und glücklich
    gern geschehen :smile:
     
    #4
    User 20976, 14 August 2006
  5. Tabea2
    Tabea2 (27)
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    nicht angegeben
    Kenn mich da nicht wirklich so aus, aber eines ist klar. Angehörige dürfen keine Krankenakten anforden, dies würde gegen die ärztliche Schweigepflicht verstoßen.
     
    #5
    Tabea2, 14 August 2006
  6. N@$!r
    N@$!r (32)
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    Single
    also meine ist verschwunden nachdem die scheisse bei mir gebaut haben....ist bis heute nicht aufgetaucht.

    bei meiner oma das gleiche
    ein arzt hat fehler gemacht und das kostete ihr das leben leider mit 1 jahr leidensweg

    ich bin ab september im rechtsschutz und werde das krankenhaus verklagen sammt ärzte sonst kommt man nicht an die akten ran (ich nicht und auch kein anderer weil die angeblich weg sind)

    in der akte ist ja alles protokolliert
    wenn ich da unstimmigkeiten sehe dann verklage ich die nochmals und nochmal mich kostet das eh nichts wegen rechtschutz.
     
    #6
    N@$!r, 14 August 2006

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