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krankhaft oder normal?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von User 54534, 30 Juli 2008.

  1. User 54534
    Meistens hier zu finden
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    Single
    hy!

    Ich weiß nicht so recht ob das hier überhaupt reingehört obwohl ich mit der situation eigentlich ganz zufrieden bin aber ich merke schon, dass es mich belastet und sich doch negativ auf meine psyche auswirken kann -.-

    das problem mag wohl makaber klingen aber das problem heißt "sport." für viele menschen ist sport eher mord aber für mich ist der sport eine art quelle fürs glücklich sein. ich weiß auch nicht wie ich es beschreiben soll aber ich merke, dass ich meine leistungen immer weiter steiger und das ich mich dabei immer wohler fühle und wenn ich diese leistung nicht erbringe, dass ich in ein schwarzes loch falle und ein schlechtes gewissen bekomme, weil ich mich nicht bewegt habe. es gibt gewiss momente oder situationen wo ich sage, dass ich keine lust auf sport habe und mich mal einen tag hängen lasse aber das belastet meine psyche sehr und ich bereue es den tag danach, dass ich den tag davor keinen sport gemacht habe.

    ich selbst würde von mir sagen, dass ich quasi von der bewegung abhängig geworden bin. nicht nach kurzer zeit sondern nach langer zeit und intensivem training. es ist mittlerweile mein lebensinhalt geworden und ich fühle mich auch damit wohl bloß merke ich auch, dass sich einige interessen ziemlich zurückgebildet haben wie z.B. die lust zu feiern oder alkohol zu trinken oder die sexuelle begierde.
    ich verspüre nur noch sehr sehr selten den reiz am sexuellen. es scheint sich immer mehr mit der zeit zurückzubilden und iwann wird wohl der punkt kommen wo es ganz vergessen ist Oo

    ich muss sport treiben. wenn ich z.B. mit meinem mtb unterwegs bin, dann muss ich min. 2 std. fahren sonst fühle ich mich nicht wohl. ich muss es tun und es macht mir auch spaß aber es müssen min. 2 std. sein und das auch bei erhöhtem tempo -.-
    es geht nicht anders. wenn ich gemütlich fahre, dann fühle ich mich nicht ausgelastet und bin deprimiert -.-
    ich brauche immer das gefühl wenn ich abends ins bett gehe, dass ich etwas geschafft habe am tag und zwar mit bewegung.

    mittlerweile ist es auch so, dass ich meine sozialen kontakte sehr vernachlässige, einfach um das sportliche pensum einhalten zu können. ich weiß es mag krank klingen aber für mich ist das normalzustand!!!

    ich achte auch sehr streng auf meine ernährung und um gottes willen, nein, ich will nicht abnehmen. ich bin sehr diszipliniert bei meiner ernährung und wenn es was süßes gibt, dann nur zu bestimmten zeiten.

    ich fühle mich glücklich mit dem zustand aber ich glaube nicht, dass andere menschen, die nicht so sehr vom sport begeistert sind, mich verstehen können.

    thx fürs lesen -.-
     
    #1
    User 54534, 30 Juli 2008
  2. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
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    Verheiratet
    Deine Beziehung zu Sport ist nicht normal.

    Wikipedia über Sportsucht:

    Betroffene leiden unter dem inneren Zwang, sich täglich oder mehrmals wöchentlich sportlich zu betätigen, wobei die erbrachte Leistung eine wichtige Rolle spielt und kontinuierlich gesteigert wird.

    Für die Entstehung von Sportsucht gibt es mehrere wissenschaftliche Erklärungsansätze. Auf der psychischen Ebene kann Leistungssport dazu dienen, das Selbstbewusstsein zu steigern, Misserfolge in anderen Bereichen zu kompensieren und der Bewältigung von Problemen auszuweichen. Völlige körperliche Erschöpfung wird häufig angestrebt und als Erfolgserlebnis gewertet.

    Ein anderer Erklärungsansatz betont die Bedeutung der körpereigenen Hormonproduktion. Bei intensiver sportlicher Betätigung schüttet der Körper verstärkt Endorphine aus, die den Organismus im Extremfall in einen Rauschzustand versetzen können. Langstreckenläufer bezeichnen diesen Zustand als Runner's High.


    Merkmale für das Vorliegen einer Sportsucht sind nach Angaben von Sportpsychologen:

    * Ausdauersport ist ein zentraler Lebensinhalt
    * bei erzwungenem Verzicht auf Sport treten körperliche Symptome wie Nervosität und Magenschmerzen auf oder psychische wie Schuldgefühle oder Depressionen
    * die Belastung wird kontinuierlich gesteigert
    * der Drang zu trainieren wird als innerer Zwang erlebt
    * körperliche Warnsignale vor Überlastung werden ignoriert
    * es wird auch bei Verletzungen weiterhin trainiert
    * soziale Kontakte werden wegen des Sports vernachlässigt oder aufgegeben

    Ständige Überlastung des Körpers über Jahre führt zur Schwächung des Immunsystems und zu Schäden an Gelenken, Knochen, Sehnen und Bändern. Außerdem kann Sportsucht zur totalen Isolation führen.
     
    #2
    xoxo, 30 Juli 2008
  3. User 44981
    User 44981 (29)
    Planet-Liebe Berühmtheit
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    Single
    Auch wenn ich deine Sportbegeisterung, bzw. deine Sportsucht schon ziemlich extrem finde, kann ich dich teilweise gut verstehen.

    Auch ich brauche ein gewisses Sportpensum...Zwar nicht täglich, aber mindestens 2 mal wöchentlich in die Sporthalle, gelegentlich laufen gehen, im Winter möglichst viel Skifahren, im Sommer möglichst viel Segeln. - Diesen Ausgleich zu meinem Studienalltag, wo ich doch sehr viel sitze und Kopfarbeit leiste, brauche ich einfach.

    Mal eine oder maximal zwei Wochen darauf verzichten... das geht gerade noch. Aber wenn ich gezwungenermaßen länger auf meinen Ausgleich verzichten muss (z.B. wegen Verletzung oder Krankheit), fehlt mir wirklich etwas.
    Einen längeren, reinen "Erholungsurlaub" kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Das wäre für mich sicherlich nicht erholsam.
    Auch, oder gerade im Urlaub muss ich aktiv sein. Anders geht es nicht.

    Nur eine Sache kann ich selbst nicht wirklich nachvollziehen: Wie kann man durch Sport seine sozialen Kontakte vernachlässigen?
    Zumindest ich habe gerade durch den Sport viele soziale Kontakte.
     
    #3
    User 44981, 30 Juli 2008
  4. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    474
    vergeben und glücklich
    Ja, du hast eine Sportsucht!
    Gerade gestern habe ich einen Bericht über das Thema gesehen. Da waren 2 Männer, die auch jeden Tag trainierten, wenn sie das vernachlässigt haben, bekamen sie Depressionen und sind in ein Loch gefallen!!
    Das Ende vom Lied war, dass sie dann eine Therapie machten...

    Kannst du nicht einmal versuchen das Ganze etwas herunterzufahren? Fühlst du dich richtig unwohl, wenn du weniger als 2 Stunden trainierst? Was machst du denn genau für eine Sportart? Schonmal versucht einfach täglich ne halbe Stunde joggen zu gehen? wie fühlst du dich danach?
     
    #4
    User 37284, 30 Juli 2008
  5. Schweinebacke
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
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    4.660
    nicht angegeben
    Ich denke mal, durch herunterfahren läßt sich da so einfach nix machen. Es ist ja nicht schlimm, das er exzessiv Sport betreibt, sondern das er negative Empfindungen entwickelt, wenn er mal etwas weniger macht. Man muss irgendwie an diesen negativen Empfindungen arbeiten, nicht am Sport.
     
    #5
    Schweinebacke, 30 Juli 2008
  6. Momo-DL
    Momo-DL (24)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Also ich hatte auch mal n Freund wie dich. Der war mein bester Kumpel. Und wir kannten uns von GHeburt an... 14 Jahre.. Ab da an hat er alles vernachläsigt weil er immer und immer mehr sport gemacht hat... er hat quasi seine Freunde für die Bewegung aufgegeben. Wie man helfen kann weiß ich leider nicht. Wollt dich nur warnen das dus nicht zu weit treibst. kann nämlich ganz extrem werden.
     
    #6
    Momo-DL, 30 Juli 2008
  7. User 37284
    User 37284 (31)
    Benutzer gesperrt
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    474
    vergeben und glücklich
    Ja, ich weiß.
    Mir ging es nur darum, es einfach mal auszuprobieren um zu sehen, ob er wirklich in ein schwarzes Loch fällt.
     
    #7
    User 37284, 30 Juli 2008
  8. -itz-
    -itz- (26)
    Benutzer gesperrt
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    0
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    nicht angegeben
    Der TS schreibt hier von zwei Stündchen MTB Radeln "mit überhöhtem Tempo" und sonst nichts darüber, wie intensiv er nun genau sportlich tätig ist.

    Da kann man nun wirklich nicht unbedingt von einer Krankheit, denn das ist eine Sucht, sprechen...

    Ich würde dem TS raten, sich neben dem Sport noch Beschäftigungen zu suchen, die ihn ausfüllen. Vielleicht versucht er ja irgendetwas zu kompensieren durch den, für seine Maßstäbe, vielen Sport.
     
    #8
    -itz-, 31 Juli 2008

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