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Krieg der Engel (I, II & III)

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von alex-b-roxx, 6 März 2007.

  1. alex-b-roxx
    0
    Ich hab hier die beiden ersten Teile reingesetzt, die haben einigen Leuten gut gefallen und sie sagten, sie würden gerne einen dritten Teil lesen. Ich hab den dritten Teil geschrieben, dann jedoch alle drei zu einem Teil zusammengefasst und ein wenig überarbeitet. Hier ist jetzt quasi die komplett, überarbeitete Zusammenfassung aus allen drei Teilen:

    Auf der Kathedrale, mit brennendem Gefieder,
    der weiße Engel, singend seine Lieder,
    ein Feuer brennt sich durch sein Federkleid,
    sein Gesicht verzerrt vor Schmerz und Leid.

    Ein feuriges Schwert, fest in seiner Hand,
    ebenso flammend, wie sein brennend Gewand,
    ein Schrei voll Gefühl, er bricht sich nun Bahn,
    umfassend des Engels, Angst, Wut & Wahn.

    Auf der Kathedrale, kalten Hass im Herzen,
    der schwarze Engel, sich labend an Schmerzen,
    die er und der weiße nun Leidvoll erträgt,
    und all das Gute ist hinweggefegt.

    Umgeben von Schatten und doch existent,
    die kalte Wut, tiefschwarz in ihm brennt,
    in seiner Hand von Schatten ein Schwert,
    welches das Licht verschluckt und verzehrt.

    So stehen sie dort im Angesicht,
    der Ritter des Todes, der Ritter vom Licht,
    der Konflikt der Ewigkeit: Tag contra Nacht,
    erschaffendes Licht bekämpft tödliche Macht.

    Es kreuzen sich nun der Engel klingen,
    von ferne hört man sie ganz leise singen,
    denn in diesem Moment, in dieser Nacht,
    beginnt eine apokalyptische Schlacht.

    Auf der Kathedrale, ein Kampf ist entbrannt,
    zwei Engel sie steht dort im Flammengewand,
    sie beginnen den Kampf, beginnen ihr Ringen,
    in diesem Moment wird ein Schrei aus dem Singen.

    Der weiße Engel, gespeist vom Mute,
    schwingt er sein Schwert, kämpft er für das Gute,
    Hält der den Schild für des Lichtes Strahlen,
    erträgt er den Kampf und seine Qualen.

    Der schwarze Engel ist gespeist vom Leid,
    gehüllt in sein schattiges, dunkles Kleid,
    schwingt er das Schwert, hält er den Schild
    und in seinen Augen, die Wut leuchtet wild.

    Auf der Kathedrale, mit nun brennenden Seelen,
    Laute voll Schmerz dringen aus ihren Kehlen.
    Schreie der Wut, brechen lauthals hervor,
    betäuben der Menschen Herz, Hirn und Ohr.

    Dorch fordert der Kampf nun seinen Tribut,
    so verblasst nun des weissen Engels Mut,
    schwacher wird des schwarzen Engels Neid,
    es ergraut der Engel prachtvoll Kleid.

    Es verstummt der Engel Schrei und Singen,
    zu Boden fallen lautlos ihre grauen Schwingen,
    das Gute, das Böse sind eins, sind vermischt,
    aus Licht und dem Dunkel erschafft sich Zwielicht.

    So geht nun der Engel unsterbliche Macht,
    verschwunden ist aller Cherubims Pracht
    es fallen zwei Leiber hernieder zur Erden,
    weil sie von Engeln zu Menschen werden.

    Am Fuße der Kathedrale - Es ist Nacht,
    ein alternder Priester ist schlaftlos und wacht,
    am Fuße sieht er - zwei geschundene Leiber,
    gefallne, ergraute Pracht-Federkleider.

    Beide sie stöhnen und heulen vor Pein,
    der Priester ist hilflos, denn er ist allein,
    er fasst sich ans Herz, wird blaß und wankt,
    sein Glaube er bröckelt, wackelt und schwankt.

    Gefallene Engel, sie liegen vor ihm,
    seine Ehre befiehlt ihm niederzuknien,
    doch ist er getroffen, dazu sehr entsetzt,
    sein Glaube erschüttert, gespannt und verletzt.

    Es erheben sich wieder, die gefallenen Krieger,
    trotz ihres Falls, gibts noch keinen Sieger,
    sie erwacht es in Ihnen, sie greifen die Waffen,
    denn sie wollen den Sieg, wollen es schaffen.

    So stehen sie wieder - im Angesicht,
    kein Kämpfer des Bösen, kein Ritter vom Licht,
    zwei Menschen, die sich haßvoll schlagen,
    die sich nicht zu vertragen wagen.

    Sie kämpfen jetzt auf Tod hin aus,
    sie reissen sich beide die Herzen heraus,
    des anderen Herz, fest in ihrer Hand,
    durchschneiden des Gegners Lebensband.

    So stirbt der Mensch, ein Leben geht,
    ein Leben, das wimmernd um Gnade fleht,
    in seinem Kopf hört er ganz leise Lieder,
    ein Bild von einem Engel - mit brennendem Gefieder.

    Vor der Kathedrale, bald geht die Nacht,
    ein Priester, der bei den Toten wacht,
    er zweifelt und trauert, er weint wie ein Kind
    und denkt nach über Menschen, wie sie so sind.
     
    #1
    alex-b-roxx, 6 März 2007
  2. Biene123
    Verbringt hier viel Zeit
    8
    86
    0
    Single
    Wow...
    das ist fantastisch!
     
    #2
    Biene123, 6 März 2007
  3. alex-b-roxx
    0
    Dankeschön
     
    #3
    alex-b-roxx, 7 März 2007
  4. anjep
    Verbringt hier viel Zeit
    213
    101
    0
    nicht angegeben
    wow bin schprachlos
    kriegt man gänsehaut beim lesen
     
    #4
    anjep, 7 März 2007
  5. Scheich Assis
    Verbringt hier viel Zeit
    967
    113
    51
    vergeben und glücklich
    Es tut gut mal so ein schönes Gedicht zwischen den ganzen drittklassigen Liebessülzen zu lesen :zwinker: Hut ab, wirklich gut verfasst. Erinnert mich beim Lesen an das gleichnamige Buch von Hohlbein. Kompliment.
     
    #5
    Scheich Assis, 7 März 2007
  6. alex-b-roxx
    0
    Hör ich immer wieder und ich gebe dir recht. Es hat mich dazu inspiriert. Habe das Buch schon mehrmals gelesen. War echt klasse. Ist aber wirklich nur, was das Bild vom brennenden Engel betrifft. Sonst hat es wenig damit zu tun.

    Danke.
     
    #6
    alex-b-roxx, 8 März 2007
  7. alex-b-roxx
    0
    Edit
     
    #7
    alex-b-roxx, 20 März 2007
  8. Welpie
    Welpie (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    319
    103
    21
    Single
    Echt grandois muss ich sagen find das echt grandios
     
    #8
    Welpie, 20 März 2007
  9. Syber
    Syber (33)
    Verbringt hier viel Zeit
    627
    103
    1
    vergeben und glücklich
    ...gefällt mir sehr gut.. :smile:
     
    #9
    Syber, 20 März 2007
  10. alex-b-roxx
    0
    Naja. Grandios nicht grade...aber es ist von allen meinen Dingern mein persönlicher Favorit.
     
    #10
    alex-b-roxx, 21 März 2007

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