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Kriegsdienstverweigerung und Polizei ?!?

Dieses Thema im Forum "Off-Topic-Location" wurde erstellt von Motion, 1 September 2006.

  1. Motion
    Motion (29)
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    vergeben und glücklich
    Tja also folgendes:

    Ich war bei der Musterung und habe einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt. Ob er nun angenommen wird, sei mal dahin gestellt.
    Nun würde ich mich aber für einen Polizeiberuf interessieren. Nur wird dort ja auch in einigen Bereichen mit der Waffe „gearbeitet“!

    Nun meine Frage,ob es nun überhaupt möglich ist, in die polizeiliche Richtung zu gehen!?

    MfG Motion
     
    #1
    Motion, 1 September 2006
  2. keep0r
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    nicht angegeben
    Wenn du keine Waffe abfeuern willst und es nicht ertragen kannst im Dienst evtl. mal auf einen Menschen zu schiessen eher nicht.
    Keine Ahnung, ob man bei der Polizei erst gar nich angenommen wird, wenn man den Dienst an der Waffe verweigert hat. Kann ich mir aber nicht vorstellen.
    Aber wieso willst du zur Polizei und verweigerst dann den Wehrdienst? Versteh ich nicht... Was sind die Gründe, warum die verweigerst?
    Keinen Bock und lässt dir was einfallen, oder hast du ernsthaft Probleme mit Waffen und Unterordnung? Wenn zweiteres der Fall sein sollte, empfehle ich dir nicht zur Polizei zu gehen.
     
    #2
    keep0r, 1 September 2006
  3. Schäfchen
    Schäfchen (36)
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    Es ist kompliziert
    Wenn du zur Polizei gehst (also ne Stelle im Auswahlverfahren zugesagt bekommen hast) musst du eh ned zum Bund. Ausserdem kann man seine Verweigerung auch revidieren, wenn man es sich anders überlegt, aber das is dann gar ned notwendig, die Polizei ersetz den Wehrdienst.
     
    #3
    Schäfchen, 1 September 2006
  4. Rustaman
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    Single
    Beim Auswahlverfahren wirst du dir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Frage nach dem Verweigerungsgrund stellen müssen - zu Recht.

    Wer A sagt muss auch B sagen. Solltest du den Dienst an der Waffe aus Gewissensgründen verweigert haben dürfte es schwer werden deinen plötzlichen Sinneswandel zu begründen.

    Die Wahrscheinlichkeit die Waffe auf einen Menschen richten oder gar schießen zu müssen ist im Polizeidienst definitiv höher als in 9 Monaten Wehrdienst...
     
    #4
    Rustaman, 1 September 2006
  5. mondnacht
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    in einer Beziehung
    Es besteht schon ein Unterschied darin, ob man auf einen Soldaten schießt, den man nicht sieht und der wohl auch nur seine Befehle ausführt oder ob man einen Verbrecher mit einer Waffe bedroht, um das eigene Leben zu schützen und das Gesetz durchzusetzen.

    Ich habe vor einem Jahr verweigert, weil ich erstens nicht in irgendeinen Krieg wollte und zweitens keine Lust hatte auf eine Gurkentruppe wie die Bundeswehr, wobei letzteres jeder so sehen kann wie er will. Mit der Scheu einen Menschen zu töten hatte das nichts zu tun.
     
    #5
    mondnacht, 1 September 2006
  6. Tabea2
    Tabea2 (27)
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    nicht angegeben
    Als Wehrpflichtiger wärst du auch nicht in einen Auslandseinsatz gekommen. Vielleicht sollte man sich ernsthaft vorher informieren.

    Es ist richtig, dass der Eintritt bei der Polizei, sowohl bei den Ländern als auch beim Bund, die Wehrpflicht ersetzt, aber nicht, wenn das Dienstverhältnis bei der Polizei vorzeitig beendet wird und dabei das Ende der allgemeinen Wehrpflichtigkeit (soweit ich weiß bis 23 Jahre) noch nicht beendet ist.
    Dies muss unbedingt beachtet werden.

    Ich kenn das Auswahlverfahren der Polizei nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Kriegsdienstverweigerung dabei besonderst gut ankommt, hierfür brauchst du sicherlich eine gute Begründung.
     
    #6
    Tabea2, 1 September 2006
  7. Novalis
    Novalis (35)
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Du wirst auf jeden Fall ziemlcieh Argumentationsschwierigkeiten bekommen.
    Denn genau auf den Punkt wird man Dich während des Auswahlverfahrens ansprechen.

    Wie gesagt, eine gewisse Zeit des Polizeidienstes entbindet von der Wehrpflicht.

    Du wirst aber auf jeden Fall kein Polizeibeamter in keinem Bereich werden, wenn Du ein Problem mit Waffen hast.
     
    #7
    Novalis, 1 September 2006
  8. Koyote
    Koyote (38)
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    Verheiratet
    Klar besteht ein Unterschied darin. Der Unterschied ist wohl dass man als Soldat seine gesamte Dienstzeit etwas übt, nur um es im Ernstfall zu beherrschen. Es ist jedoch sehr unwahrscheinlich dass man je in die Situation kommt tatsächlich auf jemanden Schießen zu müssen.
    Als Polizist ´sieht die Sache da schon ganz anders aus, die Waffe hat hier eine ganz andere Bedeutung, sie wird hier nicht nur zu Trainingszwecken benutzt, sondern auch im täglichen Dienst.
    Hier geht es nicht nur darum sein eigenes Leben zu verteidigen.
    Als Wehrpflichtiger kommst Du garantiert nicht unfreiwillig in einen Auslandseinsatz, worauf du das mit der Gurkentruppe beziehst weiss ich nicht, sehr fundiert scheint Dein Wissen jedenfalls nicht zu sein, ansonsten wäre Dir klar, dass alle Probleme die es in der Bundeswehr gibt, bei der Polizei ebenso vorhanden sind, da fehlt es nämlich genauso am Geld, ist ja letztlich auch der selbe Arbeitgeber, nur ein anderes Ministerium.

    Es wäre schon klug sich auf das Auswahlverfahren sehr gut vorzubereiten, und andere als die oben genannten Gründe für Deine Verweigerung vorzubringen, ansonsten wird das nämlich nichts. Der Psychologe ist nämlich das größte Hindernis, und dem entgeht garantiert nichts. Unhd wenn Du keine vernünftige Begründung hast, warum Deine Verweigerung einen möglichen Dienst bei der Polizei nicht behindert, dann wird er sich wohl für einen der anderen unzähligen Bewerber entscheiden, bevor er sich einen eventuellen "Problemfall" einkauft. Er hat schließlich genug Auswahl.

    Gruiß aus S-H
     
    #8
    Koyote, 1 September 2006
  9. LuzDeLaLuna
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    mein vater hat es damals so gemacht das er beim bgs seine ausbildung gemacht hat und er musste dadurch nicht zum bund (die wollten ihn einberufen).
     
    #9
    LuzDeLaLuna, 1 September 2006
  10. Rustaman
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Für einen Außenstehenden mag es so aussehen. Aber, will der Soldat eigentlich nicht auch einfach nur sein Leben und das seiner Kameraden schützen, genau wie der Polizist überleben und uns Bürger schützen will?

    Beide müssen im Zweifel auf Menschen schießen. Egal ob feindlicher Soldat oder Amokläufer, du bist froh dass du noch lebst aber im nächsten Moment beginnst du zu begreifen, dass du grade ein Leben beendet hast. Auch wenn das Verhalten rechtmäßig war, sowas geht nicht spurlos an einem vorbei!
     
    #10
    Rustaman, 1 September 2006
  11. Klinchen
    Klinchen (33)
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    vergeben und glücklich
    Wenn man Österreich den Wehrdienst verweigert, kann man nicht zur Polizei gehen!
     
    #11
    Klinchen, 4 September 2006
  12. Znarf
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    nicht angegeben
    In Österreich kann man ja auch Oberbefehlshaber des Bundesheeres werden, obwohl man keinen Präsenzdienst geleistet hat... *g*

    Mein Vater ist Polizist (österreicher :zwinker:), und meint, wenn man die richtigen Leute kennt ist es trotzdem schwer... aber möglich Polizist zu werden.
    Wies in Deutschland läuft... Keine Ahnung.
     
    #12
    Znarf, 4 September 2006
  13. Ich sehe einen sehr großen Unterschied zwischen dem Polizeidienst und dem Dienst bei der Bundeswehr. Und wenn es für dich eben auch Unterschiede siehst, (die du erklären kannst)... nur zu.
     
    #13
    Perfect Gentleman, 4 September 2006
  14. sweetclimber
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    Single
    Naja ich denke mal nich das die Polizei jemanden einstellt der den Kriegsdienst verwigert hat. Das ist genau wie ein Sportschütze den kriegsdienst wohl kaum verweigern kann, denn das hauptargument von den leuten ist ja das sie keien Waffe benutzen wollen oder sonst irgen ein Schwachsinn.

    bundeswehr ist nicht schlimm und im Kriegsfall wird eh jeder männliche bürgen eingezogen obe er will oder nich.
     
    #14
    sweetclimber, 4 September 2006
  15. User 631
    Verbringt hier viel Zeit
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    6
    nicht angegeben
    Falls du eine Laufbahn bei der Polizei machen willst:

    Ansonsten würde ich sagen: Du kannst deine persönliche Einstellung zu Waffen und dem Töten auf Befehl jederzeit ändern. Das ist keine Entscheidung auf Lebenszeit.

    Off-Topic:

    Eingezogen werden kann sogar jede/r Bundesbürger/in, egal, welchen Geschlechts.

    Im Verteidigungsfall werde ich Verweigerer aber nicht gezwungen, mit einer Waffe auf Menschen zu schießen. Ich darf dann eher Sani machen oder Gräben ausheben. Ist mir immer noch lieber als Töten.
     
    #15
    User 631, 4 September 2006
  16. Novalis
    Novalis (35)
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    Naja lustig... auf die regelung würd ich mich im Ernstfall aber nicht verlassen... sonst würden ziemlich viele auf einmal verweigern...
     
    #16
    Novalis, 4 September 2006
  17. mondnacht
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    in einer Beziehung
    Hab ich doch gar net gesagt :eek:

    Na dass man nicht in einen Krieg muss weiss ich aber es wurde gesagt, dass Soldaten, die ihren Grundwehrdienst leisten oder auf jeden Fall geleistet haben auch eingezogen werden können! Muss ja net jetzt sein...

    Ich fände es schwachsinnig, mein Leben im Libanon wegzuwerfen.

    Die Leute die wirklich etwas taugen in der Bundeswehr, sofern sie dazu gehören und nicht ein eigenständiger Teil sind (keine Ahnung) sind die KSK!

    Zum Sportschützen:
    Der schießt ja nicht auf Menschen bzw. es ist nicht sein eigentliches Ziel, das er trainiert. Von daher dürfte auch ein Sportschütze verweigern können, sofern er nicht gerade angibt, dass er nur verweigert um nicht eine Waffe benützen zu müssen.
     
    #17
    mondnacht, 5 September 2006
  18. JAS
    JAS (49)
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    0
    Single
    mondnacht kam mir etwas bezüglich Sportschützen zuvor!

    Ich bin evangelischer Christ und Sportschütze.

    Beides ist für mich ohne Probleme miteinander vereinbar.
    "Waffen" im zivilen Gebrauch sehe ich in erster Linie als Sportgeräte. Bei Flugzeugen gibt es hauptsächlich Passagiermaschinen und Sportflugzeuge. Kann man aber auch als echte zerstörende Waffe einsetzen, nine eleven.

    Verweigert habe ich damals nicht, da sah es auch noch etwas anders aus. Wenn mich damals ein Psychologe gefragt hätte, ich war damals noch nicht Sportschütze, hätte ich auf die Frage "Haben Sie ein Problem mit Waffen" ganz klar mit "nein" geantwortet. Ich könnte mir auch vorstellen, in einem wirklich ganz großen Notfall von irgendeiner Waffe, könnte in dem Moment auch ein Baseballschläger sein, Gebrauch zu machen, wenn es mein Leben und das meiner Familie rettet.

    Angriffsmäßig schießen auf Befehl kann ich nicht, sprich auf mir unbekannte Menschen schießen, weil sie der "Feind" sind.

    Zum Polizeidienst:
    Mir ist nicht bekannt, daß von einem Polizisten gefordert werden könnte, auf Befehl auf irgendeine Person zu schießen.
    Daher sehe ich keine Unstimmigkeit, als Polizist an der Schußwaffe ausgebildet zu werden. Sie dürfte als Abschreckung dienen. Im Extremfall, der aber sehr sehr selten sein dürfte, ist es eine Verteidigungswaffe. Ich gehe aus vom "normalen" Polizeidienst.

    Nun eine ernsthafte Gewissensfrage, GAU:
    Könntest Du im Notfall auf (Dich angreifende) Menschen schießen? Wenn nicht, ist es der falsche Berufswunsch. Denke auch daran, daß ein zukünftiger Kollege betroffen sein könnte, der auf Deine "Rückendeckung" vertraut...

    JAS
     
    #18
    JAS, 5 September 2006
  19. Novalis
    Novalis (35)
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    103
    2
    nicht angegeben
    Gibt es und nennt sich finaler Rettungsschuss.

    Die Schußwaffe ist bei der Polizei keine Verteidigungswaffe. Ganz einfach aus dem Grunde, daß Polizisten nicht aus Notwehr schießen, sondern stets nach dem Polizeigesetz. Und da ist die Schußwaffe Teil des sogenannten unmittelbaren Zwanges.
    Außerdem gehört auch die Schußabgabe auf flüchtende Personen dazu.

    Also nochmal, wer ein Problem mit Schußwaffen hat, der ist für den Polizeidienst nicht geeignet.
     
    #19
    Novalis, 5 September 2006
  20. User 631
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    6
    nicht angegeben
    Off-Topic:
    Das ist keine einfache Regelung, das ist unser Grundgesetz :zwinker: Im Zweifelsfall behälst einfach die Anerkennung deiner Verweigerung, hab ich auch gemacht.
     
    #20
    User 631, 5 September 2006

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