Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Kurzgeschichte: Ein Tag am Strand

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Austin Powers, 19 Februar 2003.

  1. Austin Powers
    0
    Auch wenn es nichts mit Liebe zu tun hat, es is was nachdenkliches *G*


    Die Sonne brannte auf seine Haut. Man hörte das Meer rauschen. Jack selber lag im Sand, sah nach oben in den Himmel und schwieg. Er war seit heute Morgen hier, zusammen mit vielen anderen gekommen. Er drehte den Kopf ein wenig, um sich nach seinen Kumpels umzusehen, jedoch sah er nur Fremde, die er mal beiläufig gesehen hatte. Jack überlegte, aufzustehen, ihm war trotz der Sonne kalt. Dicht neben ihm rannte eine kleine Gruppe Männer vorbei, Sand spritzte hoch und Jack drehte den Kopf weg. Er wollte sich beschweren, wollte ihnen irgendetwas nachrufen, doch ihm fehlte die Kraft. Er legte den Kopf in den Nacken und sah hinauf zum strahlend blauen Himmel. Ein Lächeln umspielten Jacks blasse Lippen, der bisher noch nicht oft am Meer gewesen war. Er spürte, wie Wasser seine Füße, die noch in seinen Schuhen steckten, umspielten. Er merkte es daran, dass die kleinen Wogen, die immer wieder vergeblich gegen die Sandmassen am Strand anrannten, seine Füße bewegten und sie, soweit dass die Beine zu ließen, auseinander trieben. Erneut spritzte Sand neben Jack auf, er sagte nichts mehr, er hatte sich seit heute morgen daran gewöhnt, der Strand war ja auch ziemlich voll und ständig kamen neue Leute. Eben kam die Sonne wieder hinter den Wolken hervor und Jack wollte bereits seinen Arm heben, um seine Augen vor der Sonne zu schützen, aber sein Arm wollte sich nicht rühren. Er hatte zu lange darauf gelegen. Entfernt verklangen Rufe, die Sonne brannte und die Wogen kämpften unaufhaltsam weiter. Ein paar Möwen sangen weiter ihr ihnen typisches Meereslied. Es war ein schöner warmer Tag. Anscheinend war der Strand deswegen so voll. Um Jack herum lagen noch viele andere, sahen in den Himmel oder sahen so aus, als ob sie schliefen. Was war heute eigentlich für ein Tag? Ein schöner Junitag, dass fiel Jack sofort ein. Er war nicht oft im Ausland gewesen, aber er wusste, es würde sich ihm nicht mehr so oft diese Gelegenheit bieten. War der sechste? Ja, er glaubte, dies heute Morgen gehört zu haben. Er war ja schon seit Tagen auf den Beinen gewesen, aber irgendwie war sich Jack sicher, dass diese Hetze heute vorbei wäre. Seine Freunde waren immer noch nicht in Sicht, sie würden sich aber sicher noch blicken lassen. Es war der sechste Juni Vierundvierzig, dessen war sich Jack nun sicher. Was er jedoch nicht wahrhaben wollte und auch nicht bemerkte, das war die Blutpfütze, die sich unter ihm sammelte und langsam durch den Sand lief, sich mit anderem Blut mischte, um schließlich im Meer zu enden. Die Kugeln hatten ihn im Arm und im Rückenmark getroffen. Nun lag er hier in der Sonne und starb, genoss die Sonne, während die Wellen weiterhin ihren Kampf gegen den Sand aufnahmen und verloren, um gleich darauf erneut gegen den Sand anzurennen.



    Ihr dürft gerne Kritiken oder Fragen äußern, ich beantworte eigentlich alles *g* Ich bin auf eure Meinung sehr gespannt, vor allem auf Angelinas *ggg*
     
    #1
    Austin Powers, 19 Februar 2003
  2. Angelina
    Gast
    0
    Hi,

    wieso auf meine?! :eek: :grin:

    Austin Powers kann ja auch mal richtig sentimental sein! :zwinker:

    Aber die Kurzgeschichte ist wirklich traurig...
    aber mir stellen sich so einige Fragen,
    die nicht geklärt werden! :grin:
    Weiss ja nicht ob das Sinn der Sache ist. :tongue:

    Jedenfalls frage ich mich, wieso er diesen Schuss abbekommen hat? (zum Beispiel) *g*

    Naja man muss ja irgendwie immer den Hintergrund wissen *g*
    Aber ansonsten wirklich schön geschrieben bzw. umschrieben!

    WEITER SO!
    Du kannst das wirklich gut! :smile:

    Liebe Grüße,
    Angie!

    Und haste etwas anderes erwartet...
    oder doch schon so einen ähnlichen Kommentar?! :zwinker2:
     
    #2
    Angelina, 19 Februar 2003
  3. Austin Powers
    0
    Es freut mich, dass dir die Geschichte gefällt, ich löse noch nicht auf, wieso er stirbt, ich gebe dir nur einen Hinweis: Gucke dir das Datum an, dann wirst du darauf kommen, weshalb er gerade da stirbt.

    Kannst mir ja deine Idee per PN mitteilen *g* Aber es freut mich, dass dir die Story gefällt, aber derzeit an einer noch traurigeren *g* Man darf gespannt sein *ggg*
     
    #3
    Austin Powers, 19 Februar 2003
  4. Angelina
    Gast
    0
    @Strahlemann (Mojo) :grin:

    Achso das hast du mit einberechnet,...
    das SOLLTE also so sein! *g*

    Mhm dann isses dir wirklich gelungen! :tongue:

    LG Angie!
     
    #4
    Angelina, 20 Februar 2003
  5. Sokrates
    Gast
    0
    ist dir ganz gut gelungen, aber zumindest drei sachen sind logisch gesehen nicht ganz schlüssig:

    1.) stell dir den kerl mal vor, wie er da am strand liegt - wo soll ihm denn da groß die sonne auf die haut brennen?

    2.) rückenmark durchtrennt - wie soll er da die wellen bemerken? in seinen beinen sollte er kein gespür mehr haben. oder meinst du, er sieht die bewegung?

    3.) "Er legte den Kopf in den Nacken" - da der typ liegt, wie kann man da noch den kopf in den nacken legen, um den himmel zu sehen? *kratz*

    naja, will kein spielverderber sein, aber sowas solltest du auch beachten :zwinker:

    greetz
     
    #5
    Sokrates, 20 Februar 2003
  6. kaninchen
    Gast
    0
    Ähm - 1944 is schon klar - 2. Weltkrieg, aber war der 6. Juni ein besonderer Tag? Ich versteh nämlich nicht so ganz wie jemand am Strand liegen kann und dann "einfach so" angechossen wird?
    Aber schön geschrieben ist die Geschichte. Gefällt mir auf alle Fälle sehr gut!
     
    #6
    kaninchen, 20 Februar 2003
  7. Austin Powers
    0
    Der 6te Juni war der D-Day, die Landung der Alliierten in der Normandie, deshalb der Strand. *g*

    1.) stell dir den kerl mal vor, wie er da am strand liegt - wo soll ihm denn da groß die sonne auf die haut brennen?

    *grübel* Vielleicht sollte man Gesicht sagen oder etwas hat ihm Teile der Kleidung zerfetzt *weitergrübel* Ich werde es mal überarbeiten *vor sich hingrübel*

    2.) rückenmark durchtrennt - wie soll er da die wellen bemerken? in seinen beinen sollte er kein gespür mehr haben. oder meinst du, er sieht die bewegung?

    Es ist ja nicht durchtrennt, vielleicht eher angekratzt...aber gutes Argument

    3.) "Er legte den Kopf in den Nacken" - da der typ liegt, wie kann man da noch den kopf in den nacken legen, um den himmel zu sehen? *kratz*

    Naja, er kann den Kopf seitlich liegen haben oder das Kinn auf der Brust. Aber ich denke mal, große Teile sind Eigeninterpretation.
    Aber stimmt allerdings, ist etwas unschlüssig *grübel* *grübel* Ich werde ne Änderung in Erwägung ziehen. Habe es ja schonmal radikal gekürzt, die Kugeln und sein Tod wurden viel genauer beschrieben, habe es dann aber arg beschnitten, um halt zum Nachdenken anzuregen.
     
    #7
    Austin Powers, 20 Februar 2003
  8. Jack18
    Gast
    0
    ich darf mein Kommentar noch dazu abgeben:

    eine wirklich schöne (vom Schreibstil mein ich) Geschichte.
    Erst am Schluss zu verraten dass es die Landung in der Normandie ist. Gute Idee
    Kritik meinerseits: Du hast da eine hässliche Wiederholung drin: "umspielten" zweimal kurz hintereinander.

    "Kumpels" hätte ich auch nicht geschrieben "Kameraden" wäre besser gewesen. Das verrät auch nicht unbedingt dass es sich hierbei um leuten aus seiner Kompanie handelt.
    Manchmal kommt so eine umgangssprachliche note raus. du gleitest da auf ein "primitiveres" niveau ab.

    "sie würden sich aber sicher noch blicken lassen"
    vielleicht:
    "sie würden ihn aber bald besuchen, wenn er nur lang genug Geduld hatte"
    da ist auch noch gleich eine Anspielung aufs "durchhalten" drin!

    Es ist auch schön, wie du einzelne Details der Szene beschreibst! Der genaue Weg des Blutes z.b.

    Denk dir nichts, ich kritisiere gerne :grin:

    by
    jack18

    Ich finde es kommt garnicht so darauf an, ob jetzt da wirklich geklärt werden muss ob er noch was in den Füsen fühlt wenn er einen Schuss in die Wirbelsäule bekommen hat.
     
    #8
    Jack18, 5 März 2003

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Kurzgeschichte Tag Strand
Kollege Karl
Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches Forum
10 August 2015
1 Antworten
Ksatomueaksaschji
Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches Forum
7 Oktober 2013
2 Antworten