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Kurzgeschichte: Ewiger Regen (vgl. auch Post "Einer trank - einer starb")

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Austin Powers, 20 März 2003.

  1. Austin Powers
    0
    Ich ging zu einer Party, Mama, und dachte an deine Worte.

    Jasmin stand vor ihrem Spiegel und schminkte sich. Es war eigentlich das erste mal in ihrem 18jährigen Leben, dass sie sich schminkte und ebenso das erste Mal, dass sie zu einer Party ging. Es war Daniels 19ter Geburtstag. Daniel war ja so süß, vor allem wenn er lächelte, dann bildete sich ein kleines Grübchen unter seiner Unterlippe, was ihn nur noch niedlicher machte. Sanft schwang Jasmin den roten Lippenstift, als ihre Mutter die Treppen zu ihrem Zimmer herauf kam.

    Du hattest mich gebeten, nichts zu trinken, und so trank ich keinen Alkohol.

    Jasmins Mutter erschien in der Tür, sie sah einen Moment lang ihrer Tochter lächelnd zu und lehnte sich dann in den Türrahmen. „Und du denkst daran, was ich dir gesagt habe?“ – „Ja, Mama, kein Alkohol, ich habe es nicht vergessen.“ Jasmin sah ihre Mutter im Spiegel an und lächelte sanft. „Ich werde dich nicht enttäuschen.“ – „Ich weiß, Schatz…du kannst stolz auf dich und deinen Willen sein.“ Mit einem Lächeln drehte Jasmins Mutter sich um.

    Ich fühlte mich ganz stolz, Mama, genauso wie du es vorher gesagt hattest.

    Und das war Jasmin auch. Schließlich zog sich eine leichten Jacke über ihr rotes Spaghetti – Oberteil, küsste ihre Mutter zum Abschied kurz auf die Wange und verschwand aus der Tür, langsam ging sie auf den weißen VW Polo zu, den ihre Eltern ihr zum 18ten Geburtstag geschenkt hatten. Es war zwar ein altes Auto, aber es war ihr Auto.

    Ich habe vor dem Fahren nichts getrunken, Mama, auch wenn die anderen sich mokierten.

    Jasmin grinste Daniel an, hob die Hand und schob den Becher mit Wodka beiseite. „Ich trinke nicht, wenn ich fahre“ sagte Jasmin mit einem süßen Lächeln. Daniel lächelte zurück und das Grübchen bildete sich unter seinem Kinn „Wirklich nicht?“ Doch Jasmin schüttelte nur ihren Kopf mit den schulterlangen Haaren und sah ihm in die Augen. Er grinste und stand vom Sofa auf „Vielleicht später“ nahm den Becher mit, sah Jasmin noch mal an und verschwand in Richtung Küche. Gleich darauf saßen die drei besten Freundinnen von Jasmin neben ihr auf dem Sofa und umringten sie mit schweren Vorwürfen. „Er wollte doch nur nett sein und dir was zu trinken anbieten.“ – „Hast du gesehen, wie er dich angeguckt hat?“ – „Warum hast du denn seinen Drink nicht angenommen?“ – „Den Gefallen hättest du ihm ja tun können.“ – „Nur einen kleinen Schluck.“

    Ich weiß, dass es richtig war, Mama, und dass du immer Recht hast.

    Doch Jasmin lächelte nur fröhlich und lehnte sich in dem gemütlichen Sofa zurück. Sie wusste, warum sie nichts trank und dachte an die Worte ihrer Mutter. Dennoch unterhielt sie sich prächtig, auch ohne Alkohol.

    Die Party geht langsam zu Ende, Mama, und alle fahren weg.

    Die Uhr schritt auf drei zu, die Party näherte sich dem Ende. Draußen regnete es. Einer nach dem anderen verabschiedete sich bei Daniel, ging mehr oder weniger nüchtern zu seinem Auto oder fuhr bei jemand anders mit. Jasmin stand neben Daniel und sah den anderen zu, wie sie wegfuhren. Schließlich zog sie sich auch ihre Jacke an und sah verlegen zu Daniel auf „Also…gute Nacht, war toll“ sie lächelte. Daniel nickte, lächelte zurück und küsste sie schließlich auf die Wange und grinste sie an „Gute Nacht...Träum was süßes.“

    Als ich in mein Auto stieg, Mama, da wusste ich, ich würde heil nach Hause kommen; aufgrund deiner Erziehung- so verantwortungsvoll fein.

    Jasmin schloss die Fahrertür ihres Polos. Es regnete, zwar nicht stark und Jasmin war sich sicher, dass dies kein Problem sein würde, da sie keine 1500 Meter wegwohnte. Auch war sie selber stolz auf sich, da sie nichts getrunken hatte, sie war auf dem Weg, erwachsen zu werden, sie war dabei, Eigenverantwortung zu übernehmen. Als sie das Auto anließ, grinste sie und dachte sich so, was ihre Mutter doch da für eine reife Tochter aufgezogen hatte.

    Ich fuhr langsam, Mama, und bog in die Straße ein.

    Der Blinker an der linken Seite des VWs blinkte regelmäßig auf, als Jasmin auf der abknickenden Vorfahrtsstraße abbog, vorschriftsmäßig langsam, wie sie es in der Fahrschule gelernt hatte, obwohl sie Vorfahrt hatte. Im Regen kam von rechts aus der Seitenstraße ein dunkler Wagen angerauscht, ohne Licht, nachts um drei.

    Aber der andere Fahrer sah mich nicht, und sein Wagen traf mich mit voller Wucht.

    Glas splitterte und Blech knirschte, als der dunkle Wagen seitlich und mit knapp 80 Stundenkilometer in den weißen VW Polo raste. Der Airbag des dunklen Wagens öffnete sich sofort, der Polo besaß keinen, da er bereits über 12 Jahre alt war. Aufgrund der Geschwindigkeit des Aufpralls wurde der Polo an der rechten Seite in die Luft gerissen, einmal um seine eigene Achse geschleudert und krachte laut auf den nassen Asphalt, wobei Jasmin aus dem Wagen geschleudert wurde und schmerzhaft auf dem Beton des Bürgersteigs liegen blieb.

    Als ich auf dem Bürgersteig lag, Mama, hörte ich den Polizisten sagen, der andere sei betrunken.

    Jasmin öffnete langsam die Augen, Regentropfen fielen vor ihr auf den Beton. Sie kniff die Augen zusammen, als sie sah, dass irgendwo neben ihr ein blaues Licht flackerte. Sie hörte lautes Gemurmel, sie hörte den Regen auf den Beton klatschen. Schließlich lief ein Polizist in ihr Blickfeld, der mit jemand anders sprach „Der andere Fahrer muss betrunken sein, er ist kaum mehr ansprechbar und hat einen hohen Promillegehalt.“ Jasmin versuchte, aufzustehen.

    Und ich bin diejenige, die dafür büßen muss.

    Doch ihr Körper reagierte nicht, auf keinen ihrer Befehle. Panik stieg in Jasmin auf. Sie versuchte, ihre Hand zu bewegen, ihren Kopf zu heben, nichts gelang. Es fühlte sich an, als ob ihr gesamter Körper eingeschlafen wäre. Ein erster Gedanke schoss ihr in den Kopf.

    Ich liege hier im sterben, Mama, ach bitte, komm` doch schnell.

    Jasmin lag so auf dem Bürgersteig, dass ihr Blick die Hauptstraße hinabfiel. Sie glaubte, von hier ihr Haus zu sehen, sie hoffte, dass ihr stummes Gebet an ihre Mutter erhört werden würde, dass sie die Straße hinauf gelaufen käme, um sie mit nach hause zu nehmen oder sie wenigstens das letzte Mal im Arm zu halten.

    Wie konnte das passieren?

    Es kam ihr wie in Zeitlupe vor, von weiten hörte sie die Sirene des Krankenwagens, der Regen schlug nun beinahe bombenartig und langsam vor ihr auf dem Bürgersteig auf, Menschen rannten umher, riefen etwas, Polizisten hielten Schaulustige auf und immer wieder Tropfen, die zu Boden donnerte oder Jasmins Gesicht trafen, was sie allerdings kaum mehr wahrnahm.

    Mein Leben zerplatzt wie eine Seifenblase.

    Tausend Bilder zogen in Jasmins Kopf vorbei – sie in einem Hochzeitskleid. Danach, wie sie als Anwältin promovierte, wie sie schwanger war und schließlich, wie sie ihr erstes Kind bekam. Unendlich viele wunderschöne Dinge fielen Jasmin ein, all das, was sie noch hätte tun können, doch mit einer traurigen Gewissheit wurde ihr klar, dass sie das nicht mehr erleben werden würde. Etwas weckte ihre Aufmerksamkeit.

    Ringsherum ist alles voller Blut, Mama, das meiste ist von mir.

    Ein dünnes Rinnsal hatte sich aufgrund des Regens gebildet, doch nicht ausschließlich vom Regen, den dieses Rinnsal hatte eine andere Farbe, eine dunklere Farbe, die Farbe von Blut. Es lief von Jasmin weg, den Bürgersteig hinab, hinaus in die offene Straße. Sie sah, dass das Rinnsal seinen Ausgang irgendwo unter ihrem Kopf hatte.

    Ich höre den Arzt sagen, Mama, dass keine Hilfe mehr für mich möglich ist.

    Während Jasmin den Lauf des Rinnsals verfolgte, trat plötzlich ein weißer Schuh in ihren Blickbereich, kam auf sie zu und beugte sich neben ihr. Jasmin konnte dazu noch eine weiße Hose erkennen und glaubte, dass dies der Arzt sein könnte. Als sie an seinem Knie vorbei guckte, fühlte sie sich bestätigt, als sie den Rettungswagen auf der Straße stehen sah, der beide Türen geöffnet hatte, während ein Rettungssanitäter eiligst eine Barre herauszog. Schließlich stand der Arzt auf und wandte sich einem Menschen außerhalb ihres Blickbereiches zu und teilte demjenigen mit, dass für Jasmin keine Hilfe mehr möglich wäre. Währenddessen hatte der Rettungssanitäter die Barre fertig abgeladen und aufgebaut und rannte auf Jasmin zu. Erneut kam es ihr vor, als würde die Zeit stehen bleiben, sie wusste, dass ihr Leben bald vorbei sein würde, ihre Gedanken glitten zurück zu ihrer Familie.

    Ich wollte dir nur sagen, Mama, ich schwöre es, ich habe wirklich nichts getrunken.

    Jasmin hoffte, ihre Mutter würde das erfahren, war sie doch so stolz auf ihre Tochter und ihren Willen. Jasmin wusste, ihre Mutter würde ihr glauben. Sie hatte nicht getrunken, nicht einen Schluck.

    Es waren die anderen, Mama, die haben einfach nicht nachgedacht.

    Johannes war mittlerweile schon einundzwanzigmal angetrunken gefahren, was sollte ihm schon geschehen? Er gab damit sogar oft an. Auch diesmal prallte er damit, während er das vierte Bier öffnete.

    Er war wahrscheinlich auf derselben Party wie ich, Mama.

    Daniel grinste Johannes nur an. „Pass einfach ein wenig auf, wenn du heimfährst, okay?“ Johannes nickte und setzte das vierte Bier an den Mund, es war an diesem Abend auf der Party nicht sein letztes Bier gewesen.

    Der einzige Unterschied ist nur: Er hat getrunken, und ich werde sterben.

    Johannes war sanft von seinem Airbag gefangen worden, als sich der Zusammenstoß ereignete. Sein neuer Gurt hatte ihn trotz der Wucht im Sitz gehalten. Noch bevor er wusste, was geschehen war, lag Jasmin auf dem Bürgersteig und er kam nicht mal aus dem Auto, weil er im betrunkenen Zustand seinen Gurt nicht aufbekommen hatte.

    Warum trinken die Menschen, Mama?

    Es war ein gelungener Abend gewesen. Johannes war schon immer gegen Kiffen gewesen, jedoch sah er im Alkohol keine Droge und sprach ihm gerne zu. Er fühlte sich danach einfach besser, am besten war es, mit Freunden zu trinken, einfach gesellig zusammen sein und ein Bier nach dem anderen zu trinken, während man über weltbewegende Dinge sprach.

    Es kann das ganze Leben ruinieren.

    Johannes Leber war schon seit langem nicht mehr die beste. Jedoch wusste Johannes das nicht und es wäre ihm wahrscheinlich auch egal gewesen. Was kümmert es ihn, wenn ihm sein Hausarzt heute sagen würde, dass er, wenn er weiter dem Alkohol in dieser Art zuspricht, ihm hohen Alter Gicht oder schlimmeres haben würde.

    Ich habe jetzt starke Schmerzen, Mama, wie Messerstiche so scharf.

    Der Schmerz drang noch ein letztes Mal durch das lädierte Rückenmark und peinigte Jasmin schlimm. Jedoch konnte sie sich weder krümmen oder ähnliches. Sie musste das letzte Mal diesen Schmerz über sich ergehen lassen, eine Träne rann über ihre geschminkte Wange.

    Der Mann, der mich angefahren hat, Mama, läuft herum, und ich liege im Sterben.

    Johannes lief geschockt durch den Regen. Er wusste nicht, woran er war, wohin er nun gehen sollte. Seine Kleidung war durchnässt, seine gegelte Frisur vom Regen ruiniert. Bestürzt sah er auf sein Auto, sah auf die ganzen Glassplitter, sah auf die zerdrückte Stoßstange. Er wandte sich hilflos um, als er Jasmin auf dem Boden liegen sah, während sich der Arzt gerade von ihr abwandte. Johannes Blick traf Jasmins.

    Er guckt nur dumm.

    Er wusste nicht, was er sagen, oder machen konnte. Fassungslos und bestürzt sah er auf Jasmin, die blutend auf dem Bürgersteig lag. Johannes wankte, stützte sich schließlich am Polizeiwagen ab und musste an sich halten, sich nicht zu übergeben.

    Sag meinem Bruder, dass er nicht weinen soll, Mama.

    Jasmins kleiner 9jähriger Bruder lag schlafend in seinem Bett. Er träumte von morgen, wo ihm seine große Schwester versprochen hatte, mit ihm ein Eis essen zu gehen. Sie war immer für ihn da, machte mit ihm seine Hausaufgaben und sie unternahmen zusammen viele gemeinsame Dinge. Erst letzte Woche waren sie zusammen im Zoo.

    Und Papa soll tapfer sein.

    Sie war immer seine Kleine. Er war damals so glücklich, als sie geboren wurde, weil seine Frau zuerst eine Fehlgeburt hatte. Umso herzlicher hatte er sich seither um Jasmin gekümmert, beide verstanden sich auch noch jetzt blendend, sie konnte ihm alles erzählen. Sie war sein ganzer Stolz, bis ihr kleiner Bruder überraschend kam, er liebte sie beide von ganzem Herzen.

    Und wenn ich im Himmel bin, Mama, schreibt "Papas Mädchen" auf meinen Grabstein.

    Es stand nicht auf ihrem Grabstein. Doch tief in dem Herzen ihres Vaters, wird sie es immer sein. Er hat das einzige Mal in seinem Leben am Grab seiner Tochter geweint.

    Jemand hätte es ihm sagen sollen, Mama, nicht trinken und dann fahren.

    Johannes hatte selbst erlebt, wie seine Eltern unter Alkoholeinfluss gefahren waren. Was er dabei nicht bedachte, dass seine Eltern eine längere Erfahrung mit dem Auto hatten. Es kümmerte ihn wenig, war er doch im Auto der Größte, egal in welchem Zustand.

    Wenn man ihm das gesagt hätte, Mama, würde ich noch weiterleben dürfen.

    Jasmin hatte während der Party zu Johannes rübergesehen, gesehen, wie er ein Bier nach dem anderen trank. Einen kurzen Moment hatte sie überlegt, zu ihm hinzugehen und ihn zu fragen, wie er denn nach hause käme, er würde ja wohl kaum mehr fahren können. Doch sie verwarf den Gedanken, da sie ihn aus der Schule als einen vernünftigen jungen Mann kannte und sie ging davon aus, dass er nicht mehr fahren würde.

    Mein Atem wird kürzer, Mama, ich habe große Angst.

    Jasmin zog scharf die Luft ein, sie begann zu japsen. Ihr war klar, dass es bald vorbei sein würde. Die Panik machte sich erneut in ihr breit. Sie wollte nicht so sterben und war doch bereits so gut wie tot. Ein neues, letztes Bild sah sie vor ihren Augen – ihre liebevolle Mutter.

    Bitte weine nicht um mich, Mama.

    Ihre Mutter kam zu spät zum Unfallort, obwohl man sie so schnell wie möglich informiert hatte. Ihre Tochter war zu diesem Zeitpunkt bereits schon vier Minuten tot. Die Mutter stürmte zu dem Leichnam ihres Kindes, kniete sich daneben, in den Regen und das Blut und nahm sie weinend in den Arm, so blieb sie im Regen sitzen und weinte, so dass sich ihre Tränen mit dem Regen vermischte.

    Du warst immer da, wenn ich dich brauchte.

    Ihre Mutter war immer bei Jasmin gewesen. Bei ihren ersten Worten, bei ihren ersten Gehversuchen, sowie ihren ersten Hausaufgaben. Immer hatte sie ihr alles einfach gemacht, hatte immer wieder Geduld aufgewiesen und manchmal bis spät in die Nacht mit Jasmin geredet.

    Ich habe noch eine letzte Frage, Mama, bevor ich von hier fortgehe:

    Jasmin spürte, wie sie schwächer wurde, wie ihre Augenlider nach unten sanken. Sie tat ihre letzten Atemzüge, Blut lief über ihre Lippe, ihr Atem ging flach und schnell, bis er schließlich ganz aussetzte.

    Ich habe nicht vor dem Fahren getrunken, warum bin ich die jenige die sterben muss?

    Ihre Augen schlossen sich langsam. Schließlich starb sie auf dem Bürgersteig, gerade, als ihre Mutter aus dem Haus stürzte, sich Daniel in sein Bett legte und von ihr träumte und sich dazu entschloss, sie für nächstes Wochenende ins Kino einzuladen.
    Der Regen prasselte auf ihren toten Körper, es würde immer so weitergehen.




    Anmerkung: Der kursivgeschriebene Text war im englischen in Gedichtform auf der Springfield High School (Springfield, VA; USA) im Umlauf, nachdem eine Woche zuvor zwei Studenten bei einem Autounfall getötet wurden. Er trug den Titel „Warum Mama?“

    Vgl. den Post "Einer trank - einer starb", ich habe diese Kurzgeschichte auf Wunsch gepostet, freue mich aber über jede Kritik, Meinung und ähnliches, denn davon leben Autoren und dann schreibe ich auch weiter, weil ich weiss, dass ich gelesen werde *g*
     
    #1
    Austin Powers, 20 März 2003
  2. Bea
    Bea (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.311
    121
    0
    vergeben und glücklich
    Wow!
    Also ich finde, dass du wirklich gut schreibst... Sogar besser als ich... (Gut, das ist keine Kunst, aber was solls)...
    Was kann ich dir an Kritik geben? Ab und an passt die Reihenfolge irgendwie nicht... Dann sthet da "sie ist seit 4 Minuten tot" und in der nächsten Passage heißt es "sie machte ihre letzten Atemzüge"... Das ist eigentlich das einzige, was mir wirklich aufgefallen ist!

    Hast du schonmal drüber nachgedacht, bei einem Wettbewerb mitzumachen? Du würdest sicherlich gute Chancen haben!!
     
    #2
    Bea, 20 März 2003
  3. spacko
    spacko (41)
    Verbringt hier viel Zeit
    223
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Jetzt sitze ich hier vor meinem Computer. Zu hause, in Sicherheit.
    Bei meiner Familie
    - und habe Tränen in den Augen.

    Weil ich weiss: es geschieht. Jetzt und immer wieder.
    Ich habe es gesehen, und miterlebt.

    Mir ist kalt, ganz tief drinnen!
     
    #3
    spacko, 21 März 2003
  4. Austin Powers
    0
    @Spacko: Ich fasse das als Lob auf? Zumindest scheint dir die Story zu "gefallen"

    @Bea: Vielen Dank für dein Lob, sowas tut immer gut. Btw wann setzt du 'Hemmungslos' fort? *g*

    Das ist absichtlich so gewählt, weil sich diese Strophe auf die Mutter bezog. Im allerletzten Abschnitt heißt es ja, dass die Mutter gerade zur Tür rauseilt.
    Es gibt zwischen den Gedichtzeilen keinen wirklichen chronologischen Ablauf.
    Und von wegen Wettbewerb *abwäg* ich will erstmal meine eigene Page, dann sehen wir weiter *schmunzel*
     
    #4
    Austin Powers, 21 März 2003
  5. spacko
    spacko (41)
    Verbringt hier viel Zeit
    223
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Na ja wie kann einem ein solcher Bericht „gefallen“?
    Er ist beeindruckend bedrückend nachdenklich machend.
    Eben alles was ein Text diesen Themas haben sollte. Ich würde ihn gerne privat weiterverwenden, wenn du nichts dagegen hast.
    Er ist schon sehr eindrucksvoll beschrieben, ich finde ihn wirklich gut. Er spiegelt auf erschreckende Weise die Wirklichkeit wieder.

    Gruß Spacko

    P.S. die Sanitäter benutzen ein Trage keine Bahre :cool: (die is für den Bestatter gedacht)
     
    #5
    spacko, 21 März 2003
  6. Austin Powers
    0
    Was schließt das mit ein, bzw. was hast du damit genau vor? Wenn du es ausdrucken solltest, schreibe als Autor bitte WJ drunter, is mein Künstlername *ggg* Aber sag mir bitte erst, was du damit vorhast *g* Danke :zwinker:
     
    #6
    Austin Powers, 21 März 2003
  7. spacko
    spacko (41)
    Verbringt hier viel Zeit
    223
    101
    0
    vergeben und glücklich
    Ähem,
    ja also ich bin Notfallseelsorger. Da unser Verein noch recht klein ist (ca.8 aktive für einen Landkreis) müssen wir noch ordentlich Werbung machen um weitere Aktive zu bekommen.
    Ich würde den Text gerne so oder in leicht gekürzter Form bei solchen Präsentationen einbauen. Ziel dieses Textes wäre es bei den Zuhörern ein Bewusstsein für unsere Arbeit zu schaffen. Sie emotional an dieMaterie heranzuführen und den sonst so abstahierten Begriff des Sterbens für sie nachvollziehbar zu machen.
    Normalerweise sauge ich mir für diese Präsentationen selbst geschichten aus den fingern, aber wenn ich die Möglichkeit habe einen Text zu nutzen bin ich froh über die entlastung.

    Mit freundlichen Grüssen
    Spacko
     
    #7
    spacko, 21 März 2003
  8. JustMe4u
    Gast
    0
    :cry:
    Das ist so traurig...
    Aber leider ist es wahr, es trifft meist die Unschuldigen.
    Ich finde, das eigentlich keine Geschichte ist. Es könnte viel eher ein "Lehrtext" sein. Wenn man sowas liest, kann man doch nicht wirklich noch der Meinung sein: "Ein kleines Gläschen schadet bestimmt nicht...".
    Ich jedenfalls nicht, der Meinung bin ich sowieso :zwinker:
    Mach weiter so!
    P.S.: Nachdenklich macht der Text auf jeden Fall. Ich bin mal gespannt auf die nächste Sache :zwinker:
    P.S.S.: Schreib doch auch mal was fröhliches :zwinker:)
     
    #8
    JustMe4u, 18 August 2003

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