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Lügen wir uns glücklich?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von discovery, 8 Juni 2007.

  1. discovery
    discovery (39)
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    nicht angegeben
    Ich schreibe die Folgenden Zeilen, nicht um eine Antwort zu bekommen, sondern eher zum Nachdenken und vieleicht auch, um mich selbst ein klitze klein wenig zu bemitleiden. :zwinker:


    Man kommt Abends nach Hause und fühlt sich irgendwie seltsam. Schon auf der Fahrt nach Hause, hat man im Unterbewußtsein überlegt, warum man eigentlich nach Hause fährt. Eigentlich will man gar nicht zu Hause sein, denn es gibt nichts, auf das man sich freut, nichts was einem erwartet. Die letzten Tage, Wochen und Monate ständig das selbe, nur das Datum ändert sich.

    Wenn man genau darüber nachdenkt, erkennt man, das selbst die Reihenfolge der verschiedenen Dinge die man zu Hause macht, ständig ident sind. An den meisten Tagen, stopft man sich den Kopf einfach mit nebensächlichen Gedanken voll, um vom Wesentlichen abgelenkt zu sein. Eigentlich entpuppt sich diese Taktik recht wirkungsvoll, aber nur solange, bis ein gewisses Handeln oder Wahrnehmen, einen selbst aus dieser erschaffenen "normalen" Welt reisst und man sieht sein Leben mit anderen Augen und fängt an sich selbst Fragen zu stellen.

    Belügen wir uns denn ständig selbst? ... Spielen wir uns selbst vor, das wir so glücklich sind wie es gerade ist?
    Wissen wir eigentlich was wir wollen, oder glauben wir es nur zu wissen?

    Haben wir uns schon mal über unsere Gedanken, gedanken gemacht? Ich glaube wohl kaum. Warum auch?
    Vieleicht würden wir dann erkennen das wir uns selbst belügen?

    Man denkt, man ist glücklich und zufrieden, so wie es ist. Ich hab es ja selbst so gewollt.
    Es spielt nicht mal eine Rolle, um was es im Detail geht. Mann ist nie zu 100% Glücklich.

    Bitte beantwortet mal für euch selbst folgende Frage:
    Gibt es eine Beziehung, in der es genau so abläuft wie es Beide wollen?

    Ich selbst hatte noch keine, kenne auch niemanden und kann es mir auch nicht vorstellen das es sowas gibt.
    Gibt es jemanden der keine Beziehung hat und sagen kann, das es genau so läuft wie er es haben will?

    Ich würde daraus Schlußfolgern, das man nur glücklich ist, wenn man nicht glücklich ist ... oder glücklich sein ist unmöglich. Oder, wer weiß ... vieleicht redet man es sich nur ein, glücklich zu sein und belügt sich somit wieder selbst. Vieleicht, besteht glücklichsein aus einem Bestandteil von negativen Momenten? ... Ich hab wirklich keine Ahnung.

    Ich stelle einigen Personen, die eine Beziehung führen folgende direkte Frage: "Und? wie läuft eure Beziehung?"
    und ich bekomme von niemanden eine wirklich überzeugende Antwort:

    "Passt alles"
    "Es läuft ganz gut"
    "Eigentlich ganz gut"
    "Kann mich nicht beklagen"
    "Naja, geht so"
    "Wir haben letzte Woche Schluß gemacht"
    "Gut, wir ziehen bald zusammen. Wir suchen grade ne Wohnung"

    Es ist auch recht interressant wie diese Leute bei so einer Frage reagieren. Mir kommt es so vor, als ob jedem bei dieser Frage als ersters negative Momente oder Eigenschaften durch den Kopf schießen. Als ob man sich ertappt fühlt.

    Man lebt so sein Leben und glaubt man ist glücklich.

    Das selbe funktioniert auch andersrum, wenn man Leute fragt die solo sind.

    Alleine geht es uns immer am Besten. Es gibt niemanden, vor dem man sich rechtfertigen muss, niemand der einem sagt, was man zu tun hat, niemanden stört es, wenn man die Zahnbürste nach dem putzen nicht in den Becher stellt. Man kann wirklich das machen, was man will und niemand hat was dagegen, nörgelt oder meckert. Man ist sein eigener Herr, und gestalltet sich sein Leben so, wie man es gerne hat.

    .... schön ... aber will man das alles denn wirklich? ... ist denn auch niemand da, den man vermisst?


    Ich bin der Meinung, egal was man tut, wie man lebt und wie man sich verhällt, man erzählt das, was man selbst hören und wahrhaben will, und man registriert nicht mal, das man sich nur was vor macht.
    Nach Aussenhin ist immer alles anders. Nach Aussenhin will man gut da stehen. Wieso sollte ich auch jemanden erzählen das ich nicht glücklich bin, wenn ich doch selbst dafür verantwortlich bin. Vieleicht müsste ich mir selbst noch eine Schwäche eingestehen.


    Einige von euch werden meinem Gedankengang nun nicht folgen können, aber es ist auch nicht wirklich schlimm.
    Es gibt auch einen Grund für diese "meine" Erläuterung.
    Ich bin selbst nicht glücklich, und habe überlegt, was muss ich tun um glücklich zu sein.
    Ich habe leider keinen Weg dazu gefunden. Ich habe genug gefunden das mich glücklich machen würde, aber das sind dann immer nur Teile vom Ganzen. Ich habe keinen Weg gefunden in allem glücklich sein zu können und finde es auch als unmöglich.
    Ich kann zufrieden sein, aber auf keinen Fall glücklich.
     
    #1
    discovery, 8 Juni 2007
  2. User 35148
    User 35148 (43)
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    Muss man denn unbedingt immer glücklich sein?
    Dass Du zufrieden bist, ist schon mal gut.
    Viele sind doch nicht einmal mehr das.
    Nörgeln und jammern ständig herum, an den kleinsten Kleinigkeiten.

    Man muss auch nicht immer alles wollen was andere haben,
    manches mag sogar richtig unerreichbar sein.
    Träume darf man haben, aber man sollte realistisch bleiben
    und nicht verzweifeln, wenn es nicht klappt.

    Wenn man es schafft, mit dem glücklich zu werden,
    das man hat, dann ist alles andere egal ;-)

    :engel_alt:
     
    #2
    User 35148, 8 Juni 2007
  3. Zaunkönig
    Zaunkönig (30)
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    Dazu kommen mir sofort zwei Gedanken:

    1. Rechtschreibung ist wohl nur den reichen Menschen von Natur aus angeboren
    und
    2. Prost! :bier:
     
    #3
    Zaunkönig, 8 Juni 2007
  4. discovery
    discovery (39)
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    Vollkommen unnötig dein Kommentar
     
    #4
    discovery, 8 Juni 2007
  5. User 75070
    User 75070 (25)
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    vergeben und glücklich
    bin der gleichen Meinung wie einsamerEngel :smile2:

    aber wieso sollte Rechtschreibung nur den reichen Menschen angeboren sein? ^^
     
    #5
    User 75070, 8 Juni 2007
  6. SottoVoce
    SottoVoce (34)
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    Meine Beziehung läuft momentan ganz genau so, wie mein Freund und ich das wollen. Wir sind beide definitiv sehr glücklich miteinander, es gibt zurzeit nicht einmal regelmäßige Streitthemen (die hatten wir in der Vergangenheit, haben sie aber gelöst). Meine Beziehung ist einfach perfekt.

    Und ich freue mich jeden Abend endlos aufs Heimkommen!

    Ich bin aber auch stark genug, mir einzugestehen, wenn was nicht gut läuft - denn nur dann kann ichs aktiv anpacken und aus dem Weg räumen. Klar gibts in meinem Leben Punkte, die nicht gut laufen - aber ich arbeite dran, ich gesteh mir (und auch allen andern) das ein, dass es da gerade scheiße läuft und lüge mir da nicht selbst in die Tasche. Nur so kann ich dann ja auch wirklich was dagegen machen! Was hab ich davon, mich selbst zu belügen?!
     
    #6
    SottoVoce, 8 Juni 2007
  7. User 35148
    User 35148 (43)
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    Shaina, danke :smile:

    Was ist mit der Rechtschreibung?
    hab keine groben Fehler entdeckt... darum geht es doch nicht...

    Besser als Rechthaberei alleimal ;-)

    :engel_alt:
     
    #7
    User 35148, 8 Juni 2007
  8. cynthia_ann
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    Das seh ich vollkommen anders. Man kann sich alles schlechtreden, und du bist darin ganz sicher ziemlich gut. Damit machst dus dir allerdings nicht leichter und ehrlicher ist es auch nicht - zwei Seiten der selben Medaille:kopfschue
     
    #8
    cynthia_ann, 8 Juni 2007
  9. waschbär2
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    vergeben und glücklich
    Glücklichsein ist ein Momentanzustand, kein Dauerzustand.
    Bei Niemandem.

    Dauerhafte Zufriedenheit ist das Maximale, was du aus deinem Leben herausholen kannst.
     
    #9
    waschbär2, 8 Juni 2007
  10. eeyore
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    :anbeten:

    Ich denke auch dauerhaftes Glücklichsein, damit meine ich jetzt wirkliche Euphorie kann einen etwas abheben lassen und "blind" werden lassen.
    Außerdem wenn du immer glücklich bist, wie willst du es dann zu schätzen wissen?

    Es ist wie das "Gute", das Gute kann nur dann als gut erkannt werden wenn es auch mal was schlechtes gibt.

    Ist dir schonmal aufgefallen das mehr Menschen in die Kirche gehen, Geld spenden etc. wenn eine Katastrophe passiert ist. das passiert auch aus Mitleid, aber auch aus Freude das man selber Glück hatte.
     
    #10
    eeyore, 8 Juni 2007
  11. discovery
    discovery (39)
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    Mir geht es dabei auch nicht um Materialistische Sachen, sondern eher um die Wünsche, die meine Gefühle befriedigen
    Können denn Sachen die einem bisher nicht glücklich gemacht haben, auf einmal glücklich machen?
    Das freut mich auch zu hören, aber nicht persönlich nehmen, ich kann´s nicht ganz glauben.
    Man akzeptiert halt auch einige Sachen, oder schließt Kompromisse, mit denen man dann zufrieden ist, aber im Grunde änderst du deine Einstellung um eine geeignete Lösung zu finden. Das ganze macht man um Konflikte zu lösen. Bist das dann noch du?

    Ich rede es mir nicht schlecht. Ich versuche es mal extrem realistisch zu sehen, für mich realistisch.
    Ich bin ein sehr optimistischer Mensch der 360 Tage im Jahr gut aufgelegt und ständig fröhlich ist. Ich kann gut verdrängen, das würde es eher treffen aber irgendwann kommt das verdrängte und ist um einiges stärker, als wenn man sich sofort damit auseinander setzten würde.


    Ich bin auch so klug und weis, das es eine Sache der Einstellung ist. Genau das macht jeden Menschen aus. So wird jeder was einzigartiges.
     
    #11
    discovery, 8 Juni 2007
  12. SottoVoce
    SottoVoce (34)
    Sehr bekannt hier
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    Verheiratet
    Ehrlicherweise fällt mir gerade nur ein Konflikt ein, der aber an MIR (meinem Charakter, meiner Persönlichkeit) nichts ändert (ich wünsch mir ein Kind, aber wir müssen noch eine Weile warten, ehe das Sinn macht). Allerdings wünscht sich mein Freund das Kind genauso wie ich und er muss auch genauso warten. :-p Ist also eigentlich gar kein Konflikt - eher ein Konflikt zwischen uns und der Zukunft oder sowas. :-p

    Ansonsten - ich bin total zufrieden, was meine Beziehung angeht. Wie gesagt, wir hatten große Probleme, aber wir haben sie alle in den Griff bekommen und mit viiiiel Reden auch Lösungen gefunden, die für uns beide keine faulen Kompromisse sind, sondern mit denen wir beide glücklich sein können.

    Das heißt natürlich nicht, dass ich immer himmelhochjauchzend glücklich bin - dazu hat mein Leben viel zuviele Aspekte, die eben NICHT gut laufen.

    Aber es gibt Momente, da rücken die Aspekte ,die nicht gut laufen, total in den Hintergrund, und das schöne Wetter, die vertrauensvolle Hand meine Sohnes in meiner, sein unbeschwertes, vergnügtes Lachen, das Necken meines Freundes, eine liebevolle Umarmung, ein neues, perfekt passendes Kleidungsstück oder ein Vogelpärchen, das im Baum nistet, rückt in den Vordergrund und für eine Weile überstrahlt das dann alles andere. Dann bin ich so glücklich, dass ich platzen könnte, dass ich es rausschreien will, die ganze Welt umarmen, tanzen, lachen, ...

    Von daher: Ich bin mit meinem Leben sehr, sehr zufrieden, meine Beziehung läuft annähernd perfekt und JA, es gibt Momente, in denen ich einfach nur und ungetrübt glücklich bin!!!
     
    #12
    SottoVoce, 8 Juni 2007
  13. Mirabelle
    Gast
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    Ich glaube schon, dass ich mich manchmal selbst belüge, meist vielleicht aus reinem Selbstschutz um keine Dinge an mich heranzulassen, die mich nachdenklich und damit unglücklich machen, sich selbst einzureden, dass man zufrieden ist kann einen davor bewahren, sich selbst und seine Situation hinterfragen zu müssen und vielleicht auch schmerzliche Konsequenzen daraus ziehen zu müssen.
    Ich glaube swchon, dass wir wissen was wir wollen, ich will meist das,was ich momentan nicht habe und glaube dann, dass mich das, was ich nicht habe, glücklich machen würde, wenn ich es denn habe, aber meist fängt das gleiche Spiel dann wieder von vorne an, wenn ich es bekommen habe, glaube ich, dass mich etwas anderes gölücklicher machen würde, bis ich denn verliere, dann weiss ich den Wert doch zu schätzen, aber dann ist es meist zu spät und dann ist man erst Recht unglücklich, auch wenn man sich versucht einzureden, dass man es nicht ist.

    Ich habe mir Gedanken über meine Gedanken gemacht und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass ich unglücklich bin so wie es ist, aber diesen Gedanken auch zuzulassen und vielleicht daraus seine Konsequenzen zu ziehen, kann verdammt weh tun und auch genauso schwer sein, da ist es der einfachere Weg sich etwas vorzulügen, ja da hast du recht. In dem ich mir selber etwas vorlüge, kann ich versuchen diese Lüge zu glauben und zu leben, ohne dass ich gewzungen bin mich und mein momentanes Leben zu hinterfragen. Der einfachere Weg ist das definitiv.

    Ich habe leider noch keine erlebt, meine eigenen nicht und die, die ich bisher mitbegkommen und auch mit den Partnern auch gesprochen habe, auch nicht.
    Bei mir ist es irgendwie immer so, dass ich glaube, mir fehlt etwas zum glücklich sein und dass etwas das mir bei meinem Partner fehlt, lerne ich dann jemanden kennen, der diese Eigenschaft hat, von der ich dachte, dass sie mich glücklich machen würde, dann tut sie das doch nicht.
    Ich habe eine genaue Vorstellung, wie eine Beziehung ablaufen sollte um mich glücklich zu machen und mein Partner auch, aber zusammen kommen wir da nicht auf einen Nenner. Aber auch hier ist es wieder besser, sich selbst etwas vorzumachen, als der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, denn diese kann bei zeiten schon verdammt schmerzhaft sein.

    Mich würde allein sein aud Dauer nicht glücklich machen, sicher da ist niemand auf den man Rücksicht nehmen muss, aber da ist auch niemand, der dich auffängt, wenn du mal fällst und schon gar niemand, der dir dann wieder auf hilft.

    Aber will man nicht immer genau das Gegenteil von dem, das man gerade hat? Der Beziehungsmensch wünscht sich bei Zeiten seine Freiheit zurück und der Alleinlebende wünscht sich bei Zeiten jemanden, mit dem er die guten und schlechten Dinge des Lebens teilen kann.

    Manchmal glaube ich, dass manche (ich will das ja nicht verallgemeinern) sehr schwer zufrieden zustellen sind.

    Und ja vielleicht helfen Selbstlügen dabei, dass man wenigstens nahe an die Vorstellung des 100%igen Glücks herankommt.

    So, das war jetzt aber genug Philosophie und Seelenstriptease :ratlos:
     
    #13
    Mirabelle, 8 Juni 2007
  14. laura19at
    laura19at (31)
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    vergeben und glücklich
    Belügen wir uns denn ständig selbst? ...
    Ja, aber wer gibt das denn gerne zu


    Spielen wir uns selbst vor, das wir so glücklich sind wie es gerade ist?
    Wir spielen uns oft was vor

    Wissen wir eigentlich was wir wollen, oder glauben wir es nur zu wissen?
    Eigentlich wissen wir gar nix

    Haben wir uns schon mal über unsere Gedanken, gedanken gemacht?
    Ja, und es hat mich verrückt gemacht und mir schlaflose Nächte bereitet..also vielleicht auch nicht grad das Wahre


    Gibt es eine Beziehung, in der es genau so abläuft wie es Beide wollen?
    Man kann es nie allen recht machen.
     
    #14
    laura19at, 8 Juni 2007
  15. a fungal fiend
    Benutzer gesperrt
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    nicht angegeben
    nach einiger zeit kommt die erfahrung und bringt die einsicht, dass glück und genuß eine fata morgana sind, welche, nur aus der ferne sichtbar, verschwindet, wenn man herangekommen ist; dass hingegen leiden und schmerz realität haben, sich selbst unmittelbar vertreten und keiner illusion noch erwartung bedürfen. fruchtet nun diese lehre, so hören wir auf nach glück und genuß zu jagen und sind vielmehr darauf bedacht, dem schmerz und leiden möglichst den zugang zu versperren. wir werden erkennen, dass das beste, was die welt zu bieten hat, eine schmerzlose, ruhige, erträgliche existenz ist und beschränken unsere ansprüche auf diese, um sie umso sicherer durchzusetzen. denn um nicht sehr unglücklich zu werden, ist das sicherste mittel, daß man nicht verlangt, sehr glücklich zu sein.

    wenn man den zustand eines menschen seiner glücklichkeit nach abschätzen will, soll man nicht fragen nach dem, was ihn vergnügt, sondern nach dem, was ihn betrübt: denn je geringfügiger dieses ist, desto glücklicher ist der mensch, weil ein zustand des wohlbefindens dazu gehört, um gegen kleinigkeiten empfindlich zu sein: im unglück spüren wir sie gar nicht.
     
    #15
    a fungal fiend, 9 Juni 2007
  16. laura19at
    laura19at (31)
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    vergeben und glücklich
    @a fungal fiend
    sehr schöner Beitrag
     
    #16
    laura19at, 9 Juni 2007
  17. discovery
    discovery (39)
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    nicht angegeben
    Den letzten Beiträgen nach zu urteilen, fällt mir auf, das ich wohl nicht ganz alleine mit dieser Meinung bin. Besonders Mirabelle hat es sehr treffend beschrieben und so offen Ihre Gedanken beschrieben.

    Alles Positive hat auch eine negative Seite. Es kommt drauf an, von welcher Seite man es bedrachtet. Sehe ich die Vorteile vom "alleine sein" so bin ich glücklich und zufrieden. Kommt der Moment an dem man sich nach Nähe sehnt, wem zum reden braucht, erkennt man das dieses Leben doch nicht so toll ist, wie man es sich vorgestellt hat.
    Arbeite ich viel und hart, freue ich mich über meinen Erfolg und meine Weiterentwicklung, doch das ich durch meinen Erfolg gleichzeitig meine Familie, Freunde oder meine eigenen Interessen vernachlässige, sieht man nicht, da man in diesem Moment nur an das positive denkt um glücklich zu sein. Dann halt nur solange bis man die negativen Seiten wahrnimmt und darüber nachdenkt.

    Egal was man macht, was man tut man ist glücklich oder unglücklich, wann man es selbst will.

    laura19at weis es, aber will darüber nicht reden. Sie nimmt es einfach hin, da es so ist, und man es eh nicht ändern kann. Mann kann auch mit Lügen gut leben.

    und dann noch zu a fungal fiend
    Schöner Hintergründiger Beitrag. Man merkt das es doch noch Leute gibt, die sich über selbstverständliche Sachen noch Gedanken machen können.

    Ich bewundere die Leute die sich selbst kritisieren können und sich auch Fehler eingestehen, die gar keine Fehler sind. Was richtig und falsch ist, beurteilt jeder selbst.

    Danke für eure super Beiträge ::smile:
     
    #17
    discovery, 9 Juni 2007
  18. Pezi5555
    Pezi5555 (31)
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    Ich findes es fad, wenn alles perfekt ist. Zum Beispiel find ich einen Rasen, der wirklich perfekt gemäht ist, und wirklich jeder Grashalm gerade steht schrecklich. Gefällt mir überhaupt nicht.

    Genauso ist es bei Menschen. Und ich kenne keinen der perfekt ist, oder eine perfekte Beziehung hat. Sie sind glücklich miteinander und das reicht doch. Es muss und soll nicht immer alles schön sein, sonst lernt man ja nichts aus dem Leben.

    Ausserdem was ist eigentlich perfekt??
     
    #18
    Pezi5555, 9 Juni 2007
  19. slaughterer
    Verbringt hier viel Zeit
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    in einer Beziehung
    Hallo!


    Bei mir ist das genauso; nur dass ich das Ganze etwas allgemeiner fasse, und mich selber mit ''Mach ich schon irgendwie'' ''Wird schon wieder...'' tröste.
    In Wirklichkeit weiss ich aber, dass ich ganz und garnicht glücklich über den Moment, die Tatsache, die Person.....; bin.
    Dieses ''Selbst belügen'' oder ''Verdrängen von negativen Gedanken'' ist denke ich, ein Selbstschutz-Effekt, der uns Menschen davor bewahrt, (''bewahren soll'') zuviel Negatives in uns zu tragen, bzw. nach Aussen hin. Letzteres beeinflusst immerhin unsere Umwelt, unsere Mitmenschen, Freunde, Bekannte, und und und.

    Wie der Threadstarter bereits erläutert hat, ist Niemand zu 100% glücklich mit seinem derzeitigen Befinden - Leben allgemein, Beziehung, Freundschaft, Job.....;
    Es wäre meiner Meinung nach katastrophal, wenn jeder seine
    Gedanken so wahrnehmen würde/akzeptieren würde - ohne sich zu belügen - wie sie wirklich sind.


    So, das wars erstmal.
     
    #19
    slaughterer, 9 Juni 2007
  20. Sternschnuppe_x
    Benutzer gesperrt
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    2
    Single
    Dann hab ich wohl ziemlich viel Glück in meinem Leben, denn ich bin schon einen beträchtlichen Teil meiner Zeit wirklich GLÜCKLICH wegen irgendwas. :smile: Ich finde mein Leben toll und bin eigentlich schon mehr als nur zufrieden.... :schuechte_alt:

    Natürlich läuft in einer Beziehung auch mal was schief, man streitet sich mal oder es gibt Dinge, mit denen man am anderen oder in der Beziehung nicht so ganz glücklich ist, aber das ist doch normal. Und genauso gibt's auch, wenn man alleine ist, Dinge, mit denen man nicht so glücklich ist. Aber auch das ist normal.

    Eine Beziehung ist solange gut, wie sie einem mehr gibt als fordert/traurig macht/stressig ist.
     
    #20
    Sternschnuppe_x, 9 Juni 2007

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