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Lügen?

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von hennahlein, 27 Februar 2010.

  1. hennahlein
    hennahlein (35)
    Öfters im Forum
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    nicht angegeben
    Hallo,
    ich weiß, dass ich einen übertriebenen anspruch an die wahrheit habe. ich komme mir schnell belogen vor und habe da auch keinerlei toleranz.
    und gerade ist wieder so eine situation....

    1. Bsp:
    eine person, selbstädig, erzählt mir von einem auftrag, der geplatzt ist, weil der auftraggeber verstorben ist. diese person macht sich nun ziemliche sorgen um die finanzielle existenz.
    ein par tage später erzählt diese person bei einer party einer vollkommen unbekannten person von diesem auftrag und die damit verbundenen reisen und abenteuer. (kam wieder dazu und habe es nur zufällig mitbekommen)


    anderes beispiel:
    vor ein paar tagen erzählte er, dass er sich schon eine Beziehung mit kindern wünscht. gestern erzählte er mir, dass er in vier wochen einen termin zur vasektomie hat und sperma eingefroren hat/lässt....

    werte ich das berechtigt als lüge oder ist es übertrieben dieser person daraus einen strick zu drehen?

    die beziehung zu ihm ist, dass wir seit drei wochen ca daten und uns seit rund 6 monaten durch den job kennen.
    die für mich einzige konsequenz wäre, dass eine person die lügt in meinem leben keinen platz hat.
     
    #1
    hennahlein, 27 Februar 2010
  2. Xorah
    Verbringt hier viel Zeit
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    nicht angegeben
    irgendwie ist er schon ein lügner, wenn du das so richtig mitbekommen hast. ob ein auftraggeber nun tot ist oder nicht, da liegt ein großer unterschied dazwischen. aber bist du sicher, dass du dich da nicht verhört hast? gab es noch mehr solche vorfälle?

    nun stellt sich die frage, ob er nur einer ist, der mal so im gespräch gerne mal rumlügt... oder eben auch in allen anderen belangen. da würde ich mir schon sorgen machen.
     
    #2
    Xorah, 28 Februar 2010
  3. aiks
    Gast
    0
    Eine Beziehung mit Kindern lässt sich doch durch eingefrorenes Sperma bewerkstelligen? Ich seh da keine Lüge drin...?
     
    #3
    aiks, 28 Februar 2010
  4. User 46728
    Beiträge füllen Bücher
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    vergeben und glücklich
    Das hab ich mir grad auch gedacht..
     
    #4
    User 46728, 28 Februar 2010
  5. Liza
    Liza (32)
    im Ruhestand
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    nicht angegeben
    Ich seh auch im ersten Beispiel keine Lüge, zumindest, wenn ich dich richtig verstanden habe. Er kann sich doch aufgrund des Todes des Auftraggebers Sorgen um seine finanzielle Existenz machen und trotzdem Spaß an dem gehabt haben, was den Auftrag vorher noch ausgemacht hat?

    Meiner Meinung nach hast du so hohe Ansprüche an die Ehrlichkeit, dass die meisten Leute sie wohl nicht erfüllen können. Im ersten Beispiel scheinst du völlig außer acht zu lassen, dass Menschen ihr Verhalten bis zu einem Grad an das jeweilige Umfeld anpassen (und ja, das ist natürlich und das hat nichts mit Unehrlichkeit zu tun; wer jemand sowas gar nicht beherrscht, zeugt es eher von einer gewissen sozialen Inkompetenz) und außerdem nicht immer gleich gelaunt sind. Wenn er in ausgelassener Feierstimmung ist und mit jemandem redet, den er kaum kennt, kommen ihm natürlich eher die spannenden geschichten in den Sinn, die er mit diesem Auftrag verbindet. Wenn er gerade in einer nachdenklichen und sorgenvollen Stimmung ist und dann mit jemandem redet, dem er mehr Vertrauen schenkt, erzählt er natürlich auch viel eher von den damit verbunden Schwierigkeiten. Das ist doch nicht widersprüchlich... das ist menschlich.

    Ich hatte mal eine Freundin, die alles, was ich gesagt und getan habe, auf die Goldwaage gepackt hat. Sie schien jedes Wort und jede Tat von mir wesentlich besser im Kopf abzuspeichern als ich selbst - und wenn ich dann dieselbe unterhaltsame und ziemlich belanglose Geschichte in zwei verschiedenen Situationen mit einem veränderten Detail erzählt habe, was ich selbst nicht einmal gemerkt habe, ging es los: Ich lebe in meiner eigenen Welt. Man kann mir nichts glauben. Mir muss man misstrauen. Ich lüge. Sie hätte noch zehn andere Beispiele dafür.
    Und jedes einzelne verdammte Mal betraf die sogenannte Lüge Belanglosigkeiten. Sachen, die einfach nicht wichtig waren - ist die Frage, ob ich zuerst abgespült oder zuerst gestaubsaugt habe, so bedeutsam, dass man mir einen Strick draus drehen müsste, wenn ich zu diesem Thema bei zwei verschiedenen Personen verschiedene Angaben mache, weil ich mich selbst nicht mehr besonders gut an dieses Zeug erinnere?

    Letztendlich ist die Freundschaft daran zerbrochen, zumindest von meiner Seite aus. Es hat mich einfach sehr tief verletzt, dass ich wegen jeder Kleinigkeit als Lügnerin hingestellt wurde... als schlechter Mensch.

    Was ich damit sagen will: Ich glaube, wenn du deine Grenzen so eng steckst, dass kaum noch jemand hineinpasst (ganz böse gesagt: eigentlich kaum noch jemand außer Autisten), machst du es damit deinem Umfeld nicht leicht und auch dir selbst nicht. Wenn ich deine beiden Beispiele so lese, habe ich nämlich den Eindruck, dass du regelrecht nach der Lüge suchst. Dieser Mann ist dir nahe gekommen und du kannst ihn offensichtlich leiden - aber irgendwie schwingt in deinen Zeilen ganz viel Slebstschutz mit. Als hättest du so eine Angst, von ihm enttäuscht zu werden, dass du jetzt schonmal prophylaktisch und sehr krampfhaft nach allem suchst, was dich enttäuschen könnte. Als hättest du eine starke Angst, verletzt zu werden, die dich unheimlich misstrauisch gegenüber Menschen hat werden lassen, besonders gegenüber Menschen, die das Potential haben, dich zu verletzen. Wie eben wohl besagter Herr.

    Ich mein das nicht bös... aber wenn ich deinen Beitrag lese, frage ich mich, ob du schonmal sehr enttäuscht worden bist oder woher diese Angst kommt. Vielleicht wäre das mal eine Frage an sich selbst wert. Auch um deiner selbst willen. Denn ganz ehrlich: Ich stelle es mir nicht unbedingt schön vor, sich ständig belogen zu fühlen und ständig zu misstrauen. Belastet dich das denn gar nicht? Jetzt mal völlig abgesehen von der Frage, ob der Herr, um den es hier konkret geht, gelogen hat oder nicht?


    Und abschließend zur konkreten Situation: Nein. Ich bin nicht der Meinung, dass er gelogen hat. In beiden Fällen nicht. Es sei denn, ich habe dich falsch verstanden und er hat im ersten Fall vor einer anderen Person tatsächlich behauptet, dieser ominöse Auftraggeber sei noch am Leben - dann würde ich mir an deiner Stelle auch Gedanken machen, ihn für einen Aufschneider halten und vorsichtig sein.
    Aber so... nein. Das waren keine Lügen.
     
    #5
    Liza, 28 Februar 2010
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  6. User 38494
    Sehr bekannt hier
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    168
    395
    Verheiratet
    dann ist doch für dich alles klar. :smile:

    ------

    die frage die sich stellt ist wohl ... wann ist etwas eine lüge und wann nicht.
    wie liza schon sagt, gibt es sicherlich auch bei mir 100 varianten wenn ich was erzähle.
    manchmal sage ich etwas (unbewusst) so, wie es mein gegenüber hören möchte.

    fangen wir doch mal an bei der belanglosen frage an, wenn man jemanden trifft und ihn fragt: "hey ... lange nicht gesehn ... wie gehts dir?"
    ich denke mal, das gut 98 % der leute sagen, das es ihnen gut geht ... obwohl es bei vielen nicht stimmt, sie aber aus höflichkeit und/oder zürückhaltung nicht jedem seine gefühlswelt ausbreiten wollen.

    oder wenn beispielsweise meine frau gerade besonders glücklich ist, da werde ich wohl kaum sagen, das ich mich in just diesem moment langweile ... da sage ich dann nichts und lächle einfach. ... ist das auch eine lüge? ... ok, in diesem moment freue ich mich, weil sie glücklich ist. :engel:

    persönlich würde ich mich als ehrlichen menschen beurteilen.
    ich sage wenn mir etwas nicht passt ... ich lasse mich nicht verbiegen ... ich bin eben ich.
    aber genauso gehört zu meinem ich auch, das ich meinen engsten und engeren freunden und freundinnen auch mal meinen frust erzählen darf wenn ich mich scheisse fühle und ein wenig neben der spur bin, ohne das man mir dann nach ein paar tagen nicht zugesteht, das ich meine melancholische tiefstphase überwunden habe.

    ich glaube jeder mensch hat momente wo er mal dem einen oder anderen seine probleme ausschüttet und eben diese probleme sich nach einer (manchmal kurzen zeit) in luft aufgelöst haben.

    freunde sollten es verstehen einen zu nehmen wie man ist.
    sie sind die ersten die von den gefühlen die einen bewegen erfahren.
    sie sind dazu da einen im tief aufzufangen und sich daran freuen sollten, wenn es einem gut geht und man dinge die man erst als schlimm empfunden und dann bewätigt hat. :zwinker:
     
    #6
    User 38494, 28 Februar 2010

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