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lauter problemchen....

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von Judith1983, 27 Februar 2007.

  1. Judith1983
    Gast
    0
    hallo zusammen,
    bin heute abend auf dieses forum gestoßen nachdem ich mir über meine Beziehung den kopf zerbrochen habe.

    ich versuche mal das ganze zu beschreiben:
    ich bin seit über 4 jahren mit meinem freund zusammen. wir haben eine fernbeziehung, sehen uns aber jedes wochenende und telefonieren jeden tag. eigentlich war immer alles sehr schön und ich war mir sicher , dass er der richtige ist. doch seit einiger zeit sind meine gefühle sehr am schwanken. mir fällt auf, dass ich ihn kaum vermisse und das mich vieles an ihm stört. natürlich kann das auch an den umständen liegen. begonnen hat mein zweifeln vor ca.1 1/2 Jahren- mit vielen auf und abs. zuvor war ich länger krank. und danach hatte ich das gefühl mein leben genießen zu müssen und alles mitnehmen zu müssen.ich habe in meiner neuen umgebung die richtigen leute kennengelernt und habe endlich das gefühl wieder freude am leben zu haben. er machte eine ganz gegensätzliche entwicklung durch: er hatte angst um mich und tut sehr viel für mich und zeigt mir extrem, dass er mich liebt.außerdem hat er momentan berufsbedingt nicht so viele freunde. mich engt das ein, weil ich im moment eher freiheit brauche. außerdem sehe ich die gefahr, dass wir uns auseinander entwickeln. durch unsere unterschiedlichen tätigkeiten entwickeln wir völlig neue interessen, die der andere noch nicht teilt.
    oft frage ich mich, ob ich ihn noch liebe, ob er meinen erwartungen entspricht und ich mit ihm langfristig glücklich werden kann oder ob er für mich einfach ein guter freund ist, der mir sicherheit gibt. er ist so lieb und es tut mir so leid überhaupt daran zu denken.
    ich will auf keinen fall, dass unsere beziehung kaputt geht. aber im moment habe ich nicht das gefühl wirklich glücklich damit zu sein:-(

    puuh, das war jetzt ganz schön viel...
    hoffe ihr könnt mir weiter helfen...freu mich schon auf die ratschläge:smile:
    danke schonmal im voraus!:smile:

    schnellversion für lesefaule:zwinker:
    sind solche gefühlsschwankungen normal in längeren beziehungen?
    wie ähnlich muss man sein um glücklich zu werden?ist es vielleicht eine übertriebene erwartung?und wie kann man mit dem extrem unterschiedlichen bedürfnis nach nähe oder freiheit umgehen?wie kann man dem entgegenwirken, dass einer zu viel für den anderen tut?
     
    #1
    Judith1983, 27 Februar 2007
  2. capricorn84
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    1.137
    Verheiratet
    Hast du über deine Gedanken und Gefühle schon mal mit deinem Freund geredet?
     
    #2
    capricorn84, 27 Februar 2007
  3. Judith1983
    Gast
    0
    ja das habe ich. er weiß eigentlich alles und sieht die probleme auch. zum teil jedenfalls. aber wir wissen nicht wie wir da raus kommen.und je öfter ich unsicher bin und er das mitbekommt desto mehr klammert er, was das problem noch verstärkt....und so weiter...:geknickt:
    hast du einen tipp was wir tun könnten?
     
    #3
    Judith1983, 27 Februar 2007
  4. +Sandmann+
    +Sandmann+ (35)
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Wenn ich alles richtig verstanden habe, war er während deiner Krankheit an deiner Seite und hat dementsprechend dein Leid zum Teil mitgetragen. Dadurch haben sich bei ihm wohl einige Verlustängste aufgebaut, denen er durch eine "Flucht nach vorn" zu begegnen versuchte. Dies äusserte sich dann in seiner "übertriebenden" Fürsorge und Anhänglichkeit, die du ja augenscheinlich ein wenig einengend findest.

    Aufgrund deiner Krankheit hat sich dein Verhaltensspektrum massiv geändert. Einer Freundin von mir ging es ähnlich. Nach ihrer überstandenen Krebserkrankung hatte sie, ähnlich wie du, das Bedürfnis nach Freiheit und konnte sich bis heute auch in keiner neuen Beziehung binden. Wobei es ihr nicht an Angeboten fehlte. Sie hat das oft so beschrieben, als ob sie durch die lange Leidenszeit einen komplett anderen Bezug zum Leben bekommen hat und sich ihre Wertmaßstäbe dadurch ebenfalls vollständig geändert haben.

    Er scheint aufgrund seiner "aufdringlichen" Fürsorge für dich selbstverständlich geworden zu sein, so dass du seine Aufmerksamkeiten nur noch schwer wertschätzen kannst.

    Er muss verstehen das dich seine Anteilnahme einengt. Sein Fokus ist scheinbar komplett auf dich gerichtet.

    Würde es dir helfen wenn er wieder mehr eigenen Hobbies nachgehen , oder wieder mehr mit seinen Freunden unternehmen würde?
    Und was hindert ihn daran? Er muss lernen dich loszulassen um dich wieder voller Freude und freiwillig bei sich haben zu können.
     
    #4
    +Sandmann+, 28 Februar 2007
  5. User 18889
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    nicht angegeben
    Inwiefern fühlst du dich eingeengt? Für mich ist es schwer vorstellbar, dass das in einer Fernbeziehung überhaupt möglich ist, weil ihr euch doch eh nur am Wochenende seht.

    Deine Zweifel scheinen ja insgesamt schon sehr groß zu sein. Leider fällt mir ansonsten gerade nichts ein, was ich zur Lösung deines Problems beitragen könnte.
     
    #5
    User 18889, 28 Februar 2007
  6. Judith1983
    Gast
    0
    hallo sandmann,
    erstmal vielen, vielen dank! habe das gefühl du verstehst das problem sehr gut.da bin ich froh..:smile:
    ich habe auch schon daran gedacht, dass er wieder mehr mit seinen freunden machen sollte und mehr seinen hobbies nachgehen sollte.wir haben auch schon überlegt, ob wir uns ein wochenende bewusst nicht treffen.
    andererseits habe ich angst davor, dass wir uns auseinander leben, wenn wir zu viel alleine machen und uns in unterschiedliche richtungen orientieren.
    ???
     
    #6
    Judith1983, 28 Februar 2007
  7. User 18889
    Beiträge füllen Bücher
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    nicht angegeben
    Keine Ahnung, ob nur ich das so sehe, aber ihr führt schon nur eine Wochenendbeziehung und wenn ihr euch da ein Wochenende nicht sehen wollt, finde ich es irgendwie bedenklich. Ich kann es nicht besser ausdrücken. Da scheint ja gar kein Verlangen mehr nach Nähe zu sein.

    Habt ihr euch nicht vielleicht schon auseinander gelebt?
     
    #7
    User 18889, 28 Februar 2007
  8. +Sandmann+
    +Sandmann+ (35)
    Verbringt hier viel Zeit
    71
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    0
    nicht angegeben
    Das schönste ist doch wenn man sich selbst genügt, man alleine glücklich leben kann, es dann aber mit dem Partner zusammen nochmal unendlich viel schöner ist.

    Doch für mich klingt es so, als ob er dich für sein glückliches Leben bräuchte. Er macht sein Glück von deiner Anwesenheit (und Abhängigkeit?) abhängig und diesen Druck spürst du gerade. So eine Verantwortung kann man aber schwer für eine länger Zeit übernehmen. Ja, es gab eine Zeit wo du ihn extrem gebraucht hast.
    Doch die ist nun vorbei. Das heisst nicht das du undankbar für seine Hilfe wärst oder ihn nicht mehr brauchen würdest, eben nur nicht mehr so extrem. Bei ihm hat sich eine bestimmte Verhaltensweise eingeschliffen die ihm gar nicht mehr bewusst zu sein scheint. Weise ihn darauf hin. Sanft aber bestimmt.
    Man kann auch zu zweit alleine sein, sogar sehr gut. Das macht den jeweiligen Partner frei und das Zusammensein ist dann reines Glück und keine Verpflichtung...

    Das mit dem Auseinanderleben kann "eventuell" immer passieren. Es wird aber auf jeden Fall passieren wenn er weiterhin "so sehr klammert", wie du es sagst. Er muss nur verstehen das er dich nicht verlieren wird, wenn eure Beziehung ein wenig "lockerer" wird.

    Was meinst du mit unterschiedlichen Richtungen? Welche Interessen habt ihr denn schon entwickelt? Gibts da keine gemeinsamen Schnittmengen? Was habt ihr beiden denn für Hobbies?
     
    #8
    +Sandmann+, 28 Februar 2007
  9. Judith1983
    Gast
    0
    hallo sandmann (und alle anderen natürlich auch:zwinker: ),
    du hattest gefragt, was ich mit unterschiedlichen richtungen meine: ich interessiere mich immer mehr für gesellschaftliche probleme, für politik und das aktuelle zeitgeschehen. außerdem interessiere ich mich für psychologie, zwischenmenschliches, philosophisches etc. ich habe immer das bedürfnis mich mit ihm zu unterhalten. er hört mir zwar zu und interessiert sich auch dafür, kann aber oft nicht so viel dazu sagen, weil er -im gegensatz zu mir- beruflich und auch privat v.a. technisch interessiert ist und mit solchen dingen weniger konfrontiert wird. ich hingegen werde beruflich damit konfrontiert und beschäftige mich daher einfach sehr viel damit, während ich mit technik nicht viel am hut habe. ich habe das gefühl, dass die unterschiedlichen beruflichen richtungen uns in verschiedenen richtungen lenken. andererseits haben wir auch vieles gemeinsam: musik machen und genießen, spazieren gehen, wintersport, freunde treffen, kinder, tischkicker etc.;-)... wir haben auch diesselben normen und werte und ähnliche zukunftsvorstellungen, das ist nicht das problem.
    was meinst du, wie viel ähnlichkeit braucht man?
    übrigens, er hat deine nachrichten hier gelesen und hat mir gesagt, dass ihm dadurch einiges klar wurde und dass er versuchen will mir nicht immer "zu Füßen zu liegen". es ist scheinbar einfach besser, wenn das jemand unanhängiges sagt!
    danke dafür!


    an maria: natürlich habe ich die befürchtung, dass wir uns schon etwas auseinander gelebt haben und das erscheint mir auch bedenklich. aber für ist so etwas auch in gewisser weise lenkbar und damit umkehrbar. ich denke allerdings nicht , dass die fernbeziehung das problem ist. die haben wir schon immer.hoffe einfach, dass wir es wieder so himbekommen, wie es früher mal war:herz:
     
    #9
    Judith1983, 28 Februar 2007
  10. +Sandmann+
    +Sandmann+ (35)
    Verbringt hier viel Zeit
    71
    91
    0
    nicht angegeben
    Gaia vs. Zitadelle

    Ich denke dass man für eine glückliche Beziehung nicht zwangsweise 1:1 die gleichen Interessen benötigt. Es gibt da natürlich unterschiedliche Meinungen. Manche bevorzugen einen Partner der harmonisch auf einer Wellenlänge liegt, der einen Großteil der Interessen teilt und mit dem man dann auch zusammen seinen Hobbies frönen kann.

    Wiederum andere fühlen sich gerade von der Gegensätzlichkeit ihres Partners angezogen. Diese Unterschiede halten beinahe zwangsläufig eine gewisse Spannung in der Beziehung, die das beste Mittel gegen den grauen Alltag sein kann. Es kann sehr erfrischend wirken an der Faszination des anderen teilzuhaben und sogar zu lernen.

    Interessen wandeln sich das ganze Leben über. Ganz klar das man sich da an manchen Stellen "auseinander-interessiert".
    Aber eine gemeinsame Basis, was Werte und Zukunftsvorstellungen anbelangt sollte man schon teilen, und ihr teilt da ja eine ganze Menge! Insofern seh ich für euch keine unlösbaren Probleme.

    Alles Gute! :smile:
     
    #10
    +Sandmann+, 28 Februar 2007
  11. spice
    spice (30)
    Verbringt hier viel Zeit
    136
    101
    0
    nicht angegeben
    Schließe mich Sandmann an. Habe zum Teil dieselben "Fehler" wie dein Freund gemacht. Wünsche euch viel Glück für die Zukunft.
     
    #11
    spice, 28 Februar 2007

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