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leben beeinflussbar? (kein gedicht)

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von cranberry, 4 November 2003.

  1. cranberry
    cranberry (27)
    Verbringt hier viel Zeit
    1.602
    121
    0
    nicht angegeben
    ist wie gesagt kein gedicht, sondern einfach bloß eine art gedankensammlung.

    manchmal zweifle ich daran, dass man sein leben wirklich beeinflussen kann.
    man kann sich nicht aussuchen, ob man geboren wird und wann, von wem und wieviele geschwister man dann schon hat. Nicht, wo man seine kindheit verbringt und wie man erzogen wird. Man kann nicht wählen, welche augen- und haarfarbe man haben möchte und wie groß man einmal sein wird.

    manchmal denke ich, dass alles vielleicht anders gelaufen wäre, wenn ich woanders und überhaupt anders aufgewachsen wäre oder wenn ich anders aussehen würde. wie es wäre, blaue oder braune augen zu haben und ob eine andere hautfarbe mich anders hätte werden lassen.

    ist das leben schon vorbestimmt oder kann ich wirklich etwas bewirken?
    bin ich nur eine unter vielen...unter millionen menschen oder bin ich anders? bin ich besonders? hört jemand auf mich, wenn ich eine andere meinung habe als "alle"? wäre ich in einem anderen körper genauso, wie ich es jetzt bin? würde ich genauso denken und fühlen? würde ich mehr oder weniger freunde haben?

    ich glaube, dass es eine sehr große rolle spielt, wie man denkt und wie man aussieht. und irgendwie ist das schrecklich...
    musste das einfach nur mal aufschreiben. was haltet ihr davon? seht ihr es genauso oder vollkommen anders? freu mich auf eure kommentare :zwinker:
     
    #1
    cranberry, 4 November 2003
  2. shabba
    Gast
    0
    hey :zwinker:

    zunaechst moechte ich sagen: diese gedankensammlung finde ich persoenlich einfach fantastisch. ich stelle mir selbst manchmal aehnliche fragen, die frage nach vorbestimmung, nach eigener beeinflussung der situation, des lebens, allem, sozusagen.

    meine meinung zu mancher der aspekte ist:

    vielleicht koennen wir uns ja doch aussuchen, zu wem wir wollen, welche eltern wir haben wollen, vielleicht ist es ja so. stell' dir mal vor du bist ein rosa woelkchen, irgendwo, koerperlos, und willst ein leben beginnen, vielleicht "suchst" du dir deine passenden eltern, vielleicht sind es einfach menschen, die zu dir passen. wenn ich meine mutter in einem anderen leben gekannt haette, haette ich sie bestimmt gemocht. [ok, ok das driftet jetzt etwas ab in die idee der inkarnation]. viele menschen haben partner, die einfach zu ihnen passen, oder irgend einen besonderen bezug zueinander haben. und ich glaube, dass das kein "zufall" ist. ich glaube nicht an gott, aber ich glaube, dass viele dinge einfach geschehen, weil sie gewollt werden, weil sie foermlich geschehen muessen. die "wahl" des partners ist da nur ein beispiel.

    und folglich glaube ich auch an eine starke "mitbestimmung". man ist nicht immer nur der "beobachter", als den man sich oft wahrnimmt. man nimmt aktiv am eigenen "schicksal" und an der gestaltung der umwelt teil. das faengt ganz frueh an, zum beispiel in der schule. es gibt immer die, die "dazu" gehoeren wollen, andere haben ein anderes sozialverhalten. dies ist meines erachtens aber nicht fest bestimmt, nein, jeder kann, wenn er will, seines glueckes schmied sein, sich aendern, damit auch seine umwelt aendern. klar macht's an dieser stelle auch was aus, wie du gesagt hattest, wie du dich giebst, was du an hast, etc.

    man haelt sich selbst immer fuer neutral, einen beobachter. ist man nur ein teil eines großen systems, nur ein raedchen im getriebe? ich denke, das haengt davon ab, was du daraus machst. klar gibt es momente im leben, in denen man genau das denkt. dann zum beispiel, wenn's um die karriere geht, die berufswahl, studium...du musst dich bilden, du musst genau das machen, was tausende, millionen andere vor dir auch gemacht haben, die gesellschaft erwartet etwas von dir. viele wollen das vielleicht nicht tun, sie sind "dagegen", gegen das system, gegen die "erwartungen", die die gesellschaft an sie stellt. aber ich betrachte das leben als eine herausforderung, es haengt alles von dir ab. klar, man kann gegen den strom schwimmen, und dabei gluecklich sein. es gibt auch leute, die gerne teil eines ganzen sind (dabei fallen mir immer spontan die vielen kleinen chinesen ein). aber ich denke, man muss nicht zwangslaeufig in der großen masse "verschwinden", wenn man sich "anpasst", und mitschwimmt. jeder ist individuell, und jeder hat zu jedem zeitpunkt die moeglichkeit, seine individualitaet zu unterstreichen. damit meine ich nicht, dass es falsch ist, sich zum beispiel bei der kleidungswahl anzupassen. klar gibt es viele leute, die meinen, menschen haengen von der kleidungswahl, der musik, die sie hoeren, dem style, den sie leben, usw. ab. aber ich denke, man ist doch viel mehr als das. der mensch hat nun mal das beduerfnis, irgendwo "dazuzugehoeren". so paradox das klingt, selbst leute, die sich in randgruppen zusammenfinden, weil sie nicht die meinung der "großen" buergerlichen gesellschaft teilen, finden sich ja auch wiederum in gruppen zusammen, die bunte schnuersenkel tragen oder sich die koepfe rasieren. kein mensch ist gerne alleine. aber das ist kein grund zum verzweifeln: jeder mensch behaelt seine individualitaet, der eine besteht mehr darauf, der andere macht sich moeglichst klein, um nicht aufzufallen.

    wann ist man mit sich zufrieden? was ist glueck? und wer ist zum beispiel mit seinem aussehen zu 100% zufrieden? ich denke, man kann an sich arbeiten. man kann sich aendern, man kann sein aussehen aendern, man kann sein sozialverhalten aendern. ja, alles ist irgendwann gepraegt worden, aber man kann doch immer neu anfangen. man ist nicht nur das, was andere von einem denken. dieses "image" kann man aendern. es gibt fuer alles irgend eine moeglichkeit, wenn man daran glaubt, dass es klappt. klar koennte jetzt jemand sagen, dass er nicht die moeglichkeit hat, sein image zu aendern, weil er in der fuenften klasse das und dies gemacht hat und jetzt die "anderen" jetzt dies und jenes von ihm denken. aber warum kann man nicht leute einfach vom gegenteil ueberzeugen, an sich arbeiten?

    und ja, du bist anders. und das ist auch "gut so", um das gefluegelte wort zu verwenden. es ist nicht gut, den gedanken zu haben, anders sein zu muessen. klar kann man an seinen macken arbeiten, aber der "mensch" bleibt doch der gleiche.

    und man stellt sich immer die was-waere-wenn-frage. was waere wenn ich wundertoll aussaehe, viel geld haette, woanders leben wuerde...
    tja..traeume..man sollte sehen, welche traume lassen sich leben, wie erwaehnt, man kann an sich arbeiten, sport machen, geld verdienen...es ist nicht alles nur von außen vorbestimmt. und was waere, wenn ich nicht da waere? wuerden dann meine freunde immer ohne mich in der schule rumstehen? klingt doof, aber was waere die welt ohne mich? das ist eine interessante frage, aber ich denke, man hinterlaesst doch ne menge spuren auf seinem weg durch die welt...die welt waere zumindest anders. das ist bei albert einstein vielleicht anders als bei max mueller, so mag es scheinen, aber was ist mit der frau vom max mueller, seinen kindern und kindeskindern, und seinem geschaeftspartner, dem er geholfen hat eine firma aufzubauen, die jetzt ganz groß ist......und so weiter und so fort...

    der depremierende gedanke des nichts-veraendern-koennens, der eigenen insignifikanz gegenueber der riesigen masse von menschen die auf diesem planeten leben und gelebt haben, ist meiner meinung nach nicht optimistisch genug. man denkt ueber sowas auch meistens nur dann nach, wenn man leerlauf hat, wenn man "vor einer wand steht".....naja..aber ich hatte aehnliche gedanken auch schon, und jetzt kennst du meine gedanken dazu.
    ist leider auch etwas ungeordnet geworden, vielleicht hab ich mich ja irgendwo wiederholt oder hab woanders was ausgelassen...

    ach das ist so ein riesiges thema.....ich koennte stundenlang weiterschreiben..zum beispiel ueber den aspekt, ueber den ich nachgedacht habe, als der matrix-hype ausgebrochen ist...bin ich auch nur son depp unter vielen tausenden, der sich von der medienwirtschaft verarschen laesst? bin ich kein individuum? bin ich berechenbar, gehoere in einer statistik zu einem bestimmten raster? ist die ganze medienwelt nur an meinem geld interessiert?
    tausende aspekte gibt's da.....ach wir muessten uns mal unterhalten :zwinker:

    gruß,
    shabba
     
    #2
    shabba, 4 November 2003

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