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Leben in neuer Stadt: Tief-Hoch-nun wieder tiefer?

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von RitterOhnePferd, 14 November 2008.

  1. RitterOhnePferd
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Hallo Leute!

    Um meine Situation darzustellen, muss ich eigentlich ziemlich weit ausholen.
    Früher war ich ein schüchternen, zurückhaltender Typ, der jahrelang am Pc verbracht hat und sich Kenntnisse anerlangt hat. Im Alter von süßen 16-17 Jahren sagte ich mir, ich muss aus mir herauskommen. Ich wurde aufgeschlossener, hatte aber noch immer keine einzigen Freunde und war halt immer der nette Typ, der einfach nur nett ist. Die Stadt meiner Schule war zu weit weg, Freundeskreise waren schon fest, mein Dorf nur mit Trottel besäht. Ich hatte daher die ganze Zeit nur einen guten Freund, mit dem man aber nicht über tiefere Lebensinhalte reden konnte. Ein Hobby-Freund eben.
    Dann kam meine Bundeswehrzeit in der ich einfach diente. Keinen Kopf über die Zukunft machen zu müssen war schon toll. Ich fing an zu rauchen, legte aber gleichzeitig gut zu, was Körpermaße angeht. Ich hatte in dieser Zeit einen Fehlgriff mit einer Minderjährigen als Freundin. Ich genoss die Kameradschaft, aber sie war eben nicht von Dauer. Freunde werden kann man da auch nicht, hat doch jeder Freundeskreise im Heimatort und man zerstreut sich danach wieder.
    Dann kam meine Ex-Freundin. Hals über Kopf verliebt, in eine eigene Wohnung, keine Freunde und das Studium als Ziel im Kopf. Dann fingen die Probleme an. Versuch der bewussten Schwangerschaft. Lügen. Faulheit. Geldnot bei mir. Sie machte mich echt fertig. So heruntergewirtschaftet trennte ich mich Anfang diesen Jahres und zog zurück in mein Elternhaus, ins kleine Zimmer, dass ich seit 20 Jahren habe.
    Dann sollte das Studium in Angriff genommen werden - ich konnte mich nicht entscheiden.

    Dann endlich einmal Glück. Ich bewarb mich auf eine 500km entfernte Stelle und wurde angenommen. Mein absoluter Traumjob, Hobby und Pc-Kenntnisse in einem.
    Hier wohne ich nun. Ich bin als freier Mensch hergekommen. Ich arbeite, lass es mir gut gehen, gebe endlich Geld aus für mich. Ich habe auch schon eine Freundin gefunden, bevor ich den ersten Freund habe. Aber wir passen so gut zusammen und zudem haben wir uns erstmal über lange Zeit beschnüffelt - keine rosa rote Brille.
    Doch nun fängt es an. Nachdem ich lang in einer Montage-Unterkunft wohnte, bin ich nun endlich in meiner eigenen Wohnung. Da nervt mich der ganze Zettelkram. Steuern. Ummelden, abmelden, anmelden. All das schränkt mich ein. Dann meine Arbeit. Echt toll, wären da nicht die Überstunden. Ich habe Probezeit und kann mir nicht alles erlauben, obwohl ich nahezu unkündbar bin. Ich komme aktuell abends nach Hause und habe kaum Zeit. 1h Renovieren, dann noch dieses und jenes und ich muss wieder schlafen. Am Wochenende verbringe ich Zeit mit meiner Freundin, meistens macht sie aber die Vorschläge, weil ich mich nicht auskenne hier. Teils machen wir nichts, weil ich zu fertig bin.
    Ich würde gern Sport machen, habe aber kaum Zeit. Ich komme schlecht an neue Freunde ran.
    Ich fühle mich aktuell einfach so unfrei, obwohl ich doch vor einigen Monaten sooo frei hier ankam!
    Ich wollte Urlaub nehmen, geht aber nicht. Die Kollegen waren eher, also muss ich mit meiner Freundin auf nächstes Jahr warten.

    Ich benötige dringend Tipps, wie ich meine Freiheit wieder erlange.
    Wie ich an eigene Ideen für Wochenendgestaltung komme, um meiner Freundin zu zeigen, dass ich mit ihr was erleben will.
    Wie ich mehr Zeit für Sport, Essen, Freunde bekomme.
    Ich möchte mich selbst achten, mir etwas Gutes tun und Beziehungskultur leben, wie ich sie mir nach dem Fehlgriff mit meiner Ex erst wieder aufbauen musste (Vera***** und Vertrauen komplett weg). Es ist schon eine riesige Überwindung meiner jetzigen Freundin einfach die Partys zu erlauben, mit Alkohol und soweiter. Aber ich reiße mich zusammen, ich zwinge mich, Vertrauen zu haben. Wenn sie sagt früher fand sie einen toll, der ist seit Kurzem dabei und war letztens auf der Party, dann frage ich gleich, findest du ihne jetzt auch noch toll? Und bin schopn vorher misstrauisch und eifersüchtig. Dabei habe ich keinen Grund dazu. Das ist eine Äußerung meiner noch im Wachstum befindlichen Heilung von Beziehungskrisen.

    Wie finde ich zum Abschluss all dieser Prozesse? Wo soll ich anfangen, was nach hinten schieben?

    Im Fluss des Glücks deprimiert mich der aktuelle, kleine Rückschritt. Dafür benötige ich Unterstützung, oder aufmunternde Kommentare.
     
    #1
    RitterOhnePferd, 14 November 2008
  2. glashaus
    Gast
    0
    Ich finde, dein Problem ist auch ein wenig Luxus :zwinker:

    Papierkram, renovieren, etc. sind doch schonmal alles Dinge, die dich nicht auf ewig begleiten werden. Wenn das abgeschlossen ist, fällt der Zeitaufwand dadurch weg.
    Wie lang arbeitest du denn derzeit abends? Ich kenn das von mir, ich komm im Moment oft um 20 oder 21 Uhr aus der Uni heim - klar, dann hab ich wenig Lust auf Hausarbeit, Sport, oder Freunde treffen. Dafür hab ich mir aber inzwischen feste Zeiten geschaffen, nach und nach.
    Dienstags gehe ich z.B. regelmäßig mit guten Freunden essen und ins Kino, der Termin ist reserviert. Genauso der Donnerstagvormittag, da gehe ich eine Stunde zum Sport, komme was wolle. Samstags kaufe ich ein und mach eine Grundreinigung in der Wohnung...

    durch diese relativ feste Planung fällt es mir leichter, in Stresszeiten den Alltag zu bewältigen. Ich weiß, wann ich welche Timeslots frei habe und muss mir darüber keine Gedanken mehr machen. Alles eine Frage des Zeitmanagements :zwinker:
    Vielleicht kann dir ja sogar deine Freundin ein bißchen den Rücken freihalten? Mein "Freund" arbeitet oft bis 23 Uhr oder sogar länger, da übernehm ich gerne ein paar Sachen, zu denen er sonst nicht kommt.

    Insgesamt klingt es nach typischen Eingewöhnungsproblemen in einer neuen Umgebung/in einem neuen Lebensabschnitt. Setz dich nicht so unter Druck! Erledige eins nach dem anderen, dann wird das alles schon :smile:
     
    #2
    glashaus, 14 November 2008

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