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Leben, Vollkommenheit

Dieses Thema im Forum "Geschichten, Gedichte und Nachdenkliches" wurde erstellt von Liberty, 21 Juni 2006.

  1. Liberty
    Liberty (31)
    Verbringt hier viel Zeit
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    vergeben und glücklich
    Hey Leute, ich habe gerade mal im Datenkeller meines Notebooks gesucht und da ist mir wieder eingefallen, dass ich vor ca. einem 3/4 jahr immer oft Texte zu Themen geschrieben habe, welche mich beschäftigen. Das alles war in einer Zeit die für mich sehr turbulent war. Den hier finde ich ganz gut, wenn ich ihn nochmal so lese:

    Zwar verfolgt er keinen eigentlichen Sinn, aber ich stelle ihn mal rein:

    Der Mensch, sein Leben:


    Das Leben, biologisch gesehen die Geburt, die Vervielfältigung, der Tod. Eine Abhandlung chemischer Reaktionen mit dem Ziel der eigenen Art den Fortbestand und damit das Überleben zu sichern.
    Der Mensch, erklärt in wenigen, kalten Worten.
    Doch ist das Leben nicht viel mehr als das oben genannte? Das Leben des Menschen, es hat ein so weitreichendes Spektrum, dass es nicht auf Tausenden von Seiten Papier nieder geschrieben werden könnte. Jeder Mensch, eine so riesige Bibliothek des Lebens. Eindrücke, Erfahrungen, Gedanken, Wünsche, Verlangen, milliardenfach auf dieser Erde vorhanden. Nur was ist der Mensch nun, was macht ihn letztendlich zu mehr als einer Ansammlung von Kohlenstoff? Jeder erkennt sich irgendwo wieder in den oben genannten Schlagworten.
    Jeder sucht es, Wärme, Verständnis, Liebe. Das menschliche Wesen, letztendlich nur auf der Suche nach Glück? Nur was ist Glück? Jeder definiert es anders, aber letztendlich basiert alles auf einem einzigen Begriff. Das erreichen eines Zustandes der eigenen Vollkommenheit. Nur wer erreicht diesen Zustand jemals? Gab es jemals, gibt es einen Menschen, oder wird es jemals einen Menschen geben, der dies erreichen wird? Wir wussten es nie, wir wissen es auch jetzt nicht und wir werden es niemals wissen. Die Suche nach dem eigenen Glück ist das, was das menschliche Wesen ausmacht. Das Glück und damit der Zustand der Vollkommenheit ist unerreichbar. Mancher mag sagen, vollkommen fühle ich mich mit meiner Arbeit, meinen Kindern, meiner mich liebenden Frau. Nur sind diese Zustände allgegenwärtig, ständig bestehend? Sie sind es nicht. Sie unterliegen allesamt dem Faktor der zeitlichen Begrenzung. Ein Mensch arbeitet nicht immer, Kinder sind nicht immer anwesend und bringen, wie im Verlauf des folgenden Satzes zu sehen, nicht immer Freude mit sich und auch in der Liebe gibt es Phasen, des nicht Verstehens und der gegenseitigen Abneigung. Das Gefühl der Vollkommenheit unterliegt letztendlich ebenso dem Faktor der zeitlichen Begrenzung wie die Faktoren welche zur Vollkommenheit beitragen. Denn Vollkommenheit steht als Großes über dem Ganzen. Einzelne Termini, wie Liebe, Erfolg, Geborgenheit sind tragende Säulen, welche, wie oben genannt, zeitlich begrenzt sind, ohne die, die Vollkommenheit nicht bestehen kann. Nachdem der Zustand der Vollkommenheit nicht erreicht werden kann, bleibt sich zu fragen. Wie kann er Mensch in die Nähe dieses Zustandes kommen? Kann er dies überhaupt? Jeder Mensch muss dies selbst mit sich vereinbaren. Nur eines ist unverrückbar. Der Mensch muss versuchen, sich von dem „Hinterherlaufen“ der Vollkommenheit zu lösen. Nicht das Erreichen des Vollkommenen sollte sein Ziel sein. Vielmehr sollte er versuchen auf dem Weg, zur nicht erreichbaren Vollkommenheit, einen Zustand, welcher der Vollkommenheit nahe kommt zu erlangen. Denn am Ende des Lebens steht vielleicht die Enttäuschung das „etwas“ nicht erreich zu haben. Jeder Mensch, der sich unmittelbar mit seinem eigenen Tod konfrontiert sieht, sei es altersbedingt oder aufgrund einer eventuell tödlich verlaufenden Krankheit und womöglich an das Sterben denkt, unabhängig von sozialer-, sowie gesellschaftlicher stellung, finanzieller Lage und Bildungsstand schreibt am Ende sein ganz eigenes, persönliches Resume seines Lebens. Ein positives oder negatives? Beides bleibt offen. Denn am Ende bleibt nur eines, die Suche. Die Suche in der wir die eigene Erfüllung und damit Vollkommenheit finden können. „Faber est suae quisque fortunae.“, jeder ist seines Glückes Schmied.
     
    #1
    Liberty, 21 Juni 2006
  2. jason!
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    hi
    Finde die Geschichte echt gut! eine geschichte in dieser richtung hat mir schon ewig im kopf rumgeschwirrt! un da ist sie nun endlich niedergeschrieben :smile: !!! bloß die letzte offen stehende Frage bzw die wichtigste WARUM all das so ist, haste glaubsch garnicht erwähnt! warum wollen wir im leben etwas erreichen?? warum sehnen wir uns so sehr nach liebe?? klaro könnte man alles auf die fortpflanzung beziehen! z.b. die frage warum wir erfolgreich sein wollen! naja ein erfolgreicher mensch hat mehr geld un kann daher seine familie versorgen und das heißt er ist ein sehr gut geeigneter partner!!
    Aber ich mein die erde wird sowieso irgendwann mal untergehen! warum dann immernoch dieses verlangen etwas zu erreichen?! sind wir etwa nicht fähigkeit etwas zu glauben oder wahr zunehmen dass für uns so vollkommen unreal vorkommt??
     
    #2
    jason!, 21 Juni 2006

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