Willkommen auf Planet-Liebe

diskutiere über Liebe, Sex und Leidenschaft und werde Teil einer spannenden Community! :)

jetzt registrieren

Lebenswege (Euer Rat!)

Dieses Thema im Forum "Beziehung & Partnerschaft" wurde erstellt von ILD, 11 November 2009.

  1. ILD
    ILD (25)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    7
    26
    0
    Es ist kompliziert
    Müssen wir sterben um unsere eigenes Leben noch einmal vor uns ablaufen zu sehen ?

    Oder müssen wir sterben, um den erlittenen Schmerz vergessen zu können ?

    Wen dies der Fall sein sollte, so bin ich vor ca. 4 Jahren gestorben. Ich bin nicht Tod, aber meine Hoffnung und mein Glauben ist es. Auch mein Ich verschwand, und zurück blieb keine Lehre, sondern etwas viel schlimmeres.

    Hoffnungen,Ängste und Ziele die ich hatte verwandelten sich in Verletzungen und das Gefühl des Aufgebens. Ja, wenn diese Fragen zutreffen so bin ich tod.
    Alt bin ich nicht geworden, und Mitleid erhoffe ich nicht.

    Langsam nehme ich das Buch vor mir in die Hand. Ein leichtes zittern und jede Menge Dinge gehen mir durch den Kopf.

    Ich schlage es auf.

    Und nachdem ich die erste Seite erblicken konnte, so betrachtete ich mich selbst, und all das Leid und die vielen verschiedenen Lebenssituationen die mich bisher begleiteten.

    Meine erste Station ist folgende, die jeder Mensch und jedes Lebewesen einmal erlebt hatte.

    Es ist dunkel um mich herum. Meine Mutter und mein Vater haben ein lächeln im Gesicht, und sind über glücklich. Was ist das für ein Augenblick ?

    Um mich herum ist es warm und gemütlich und behütend werde ich von meinen Eltern in den Armen gehalten.

    Es ist meine Geburt. Ich wurde geboren.

    Ich bin nun auch ein Teil dieser Welt und ich grüße dich !

    Bald darauf lernte ich krabbeln. Meine Schwester spielte mit mir, und ich fühlte mich wohl.Als es starkt windig draußen war und wir Unterwegs waren bließ mir der kalte Wind ins Gesicht.
    Mein Vater gefiel es nicht, dass ich den kalten starken Wind nicht mochte. Ich war noch so klein und konnte noch nicht sprechen.

    Meine Mutter hielt mich behütend auf dem Arm. Es war schön,warm und der starke, beängstigende Wind machte mir nun nichts mehr aus.

    Meinem Vater gefiel das nicht. Er nahm mich meiner Mutter weg. Er meinte ich müste mich an den Wind gewöhnen und mir würde das nicht schaden.

    Er nahm meinen Kopf und hielt in in mitten der Richtung des Windes. Ich konnte kaum atmen.
    Ich fühlte mich nicht wohl. Und ich machte meine allererste Erfahrung fürs Leben, die mir bis heute ein ständiger Begleiter ist.

    Wind ist etwas schönes sagen die Leute. Wenn Wind ist hört man die Welt atmen.
    Wind tut gut sagen die Leute, wenn es windig ist so wehen die Bäume im Wind..

    Wind bereitet schmerzen sage ich. Wind macht mir Angst und ich fürchte mich.
    Wind ist gefährlich sage ich, Wind lässt mein Herz zittern, und macht mich unruhig.
    Wind lässt mich nicht schlafen, oder bereitet mir Albträume.

    Diese Dinge ist der Wind für mich. Ausgelöst in einem einzigen Moment als Baby.
    Schwacher Wind macht mir nichts aus. Doch sobald die Bäume etwas mehr im Wind schaukeln, sobald der Wind durch die Fensterritzen zu hören ist, oder einfach nur ein wenig stärker wird, erscheint die Angst.

    Nicht so wie bei einer Phobie. Nicht so wie vor Insekten wie z.b. Spinnen. Nicht so wie die Angst vor neuem unbekannten, sondern schlimmer.

    Ich wuchs nun heran. Krabbeln und klettern lernte ich schnell. Meine Mutter war für mich da, und auch meine Schwester beschäftigte sich oft mit mir.

    Mein Vater war kaum zu hause. Ich war glücklich darüber. Denn nur dann konnte ich sein was ich war. Ein kleines Kind.

    Ich hatte viele Freunde.Ich war ca. 5 Jahre alt. Fast jeden Tag besuchte ich eine Freundin die gegenüber wohnte. Nur mit Mühe konnte ich die Mauer zu ihrem Grundstück erklimmen, denn ich war immer noch zu klein.

    Zu klein um sich zu wehren. Zu klein um einen Lebensplan zu haben oder den Ziel meines Lebens zu kennen.

    Nach ein paar Jahren zogen wir weg.

    Ich blättere nun die nächste Seite in dem Buch auf, und wieder durchfahren mich viele schmerzvolle Erinnerungen.

    Ich bin nun schon in der ersten Klasse. Meine Einschulung war bereits geschehen, und ich hatte alleine ohne meinen Vater mit meiner Zuckertüte auf der Bank der Turnhalle gesessen.

    In der ersten Klasse fand ich mich nur schwer zurecht. Ich war sehr ruhig, hatte noch nicht richtig lust etwas neues zu lernen. Denn ich lernte viele Dinge zu Hause.

    Ich lernte viele Stunden alleine in einem kleinem Zimmer zu sitzen und gegen die Wände zu schauen. Ich lernte fast noch kochenden Tee trinken zu müssen nur weil mein Vater der Meinung war ich könnte ihn trinken. Doch mit Gewalt konnte er dies schon immer gut lösen.

    Ich lernte schmerzen von Schlägen auf den Kopf die es mehrmals täglich gab ohne Tränen auszuhalten. Ich lernte einen Vater zu haben der mich nicht liebte, mir den Namen ,,Der Kerl'' gab und mich für alle Dinge härtestens zu bestrafen.

    Ich lernte nichts zu sagen wenn ich krank war und schmerzen hatte, damit mein Vater nicht in meiner Zimmer kahm um mich zu schlagen.

    Ich lernte mich zu hassen, dafür dass ich meine Mutter nicht vor den fiesen und verletzenden Worten meines Vaters schützen konnte.

    Und ich lernte zu weinen. Fast jeden Tag und für sehr lange Zeit.

    Als kleiner Jungen der ich war, empfand ich mit meinen wenigen Jahren die ich alt war, hass,zorn,und den Wunsch lieber gar nicht erst geboren worden zu sein.
    Meine Mutter versuchte mir trotz all der dunklen Erlebnisse auch ein paar schöne Stunden zu bescheren, und so schaffte ich es, trotz allem zu leben und denken.

    In der 3. Klasse übertrug ich die Probleme von zuhause nun teilweiße mit in die Schule. Sie waren so schlimm und beängstigend, dass der einzige Ort andem ich einige Dinge loswerden konnte die Schule war.

    Doch schwieg ich. Kein Mensch wuste wie es mir ging, denn durch meinen Vater musten wir glücklich und zufrieden vorspielen.

    Glücklich und zufrieden war ich jedoch in keinerlei Art. Doch schwieg ich. Woraufhin ich mich zum Ausenseiter in der Klasse Entwickelte. Ich war der ruhige. Insich verschlossene und nichtsinteressierende Typ.

    Stille Wasser sind doch tief.

    Aber es hätte soweiso niemanden interessiert.

    Nach einigen Aktionen die nicht beonders toll waren, wurde beschlossen ich könnte nach der Grundschule keine normale Schule besuchen.

    Ich war in der Grundschule einfach zu schlecht, um eine normale Schule besuchen zu können.

    Doch war ich zu dumm ?

    War ich einfach nicht in der Lage neue Dinge zu verstehen ?

    Ich wolte neue Dinge verstehen, ich wolte lernen, doch für jeden kleineren Misserfolg in der Schule gab es zum Teil brutale und sehr schmerzvolle Strafen durch die ich immer mehr absakte in der Schule.

    Durch die immer schlimmer werdende Situation zu Hause, entschloss sich meine Mutter schließlich meinen Vater zu verlassen.

    Diese Entscheidung ist noch bis heute die beste die sie getroffen hatte.

    Da ich diese Situation nicht mitbekommen sollte und auch nicht in der lage war eine richtige Schule zu besuchen kahm ich in ein Heim.

    Ein Heim war das, wofor ich auch schon zu Hause immer Angst hatte. Ich hatte anscheinend immer mal wieder eine Vorahnung und flehte meine Mutter deshalb an mich niemals in ein Heim zu geben.

    Ich war nicht älter als 12 Jahre.

    Meine Mutter versprach mir, es würde mir dort besser gehen. Sie meinte es gut. Sie war immer die Person, die mich vor allem umheil bewahren wolte, und als einzige wuste, wie es mir ansatzweiße ging.

    Sie verstand warum ich verschlossen war. Auch sie hatte unter meinem Vater sehr gelitten verbag jedoch den Schmerz etwas besser als ich.

    Als ich noch zu Hause war erlitt ich schmerzen, die täglich entweder durch handliche oder psychologische Art immer schlimmer wurden.

    Doch diese waren fast noch besser, als das was ich schließlich im Heim erlebte.

    Kein Kind solte in ein Heim. Ich wünsche niemanden solche Erfahrungen wie ich sie machte.
    Kinder sollen lachen. Kinder sollen fröhlich sein und mit ihren Freunden spielen können.
    Kider sollen leben !

    Ich mache eine Pause. Ich nehme ein Taschentuch und wische ein paar Tränen aus meinem Gesicht.
    Ich lege das Buch auf die Seite und gehe an das Fenster.

    Der Herbst ist nun vorbei, und die einige Sonnenstrahlen wärmen mein Gesicht. Draußen ist es kalt. Man sieht die Kälte nicht nur an dem atem der Menschen, sondern auch an dem Frost, der sich hier und da verbreitet hatte.

    Sofort denke ich an meine Zeit im Heim.
    Beinahe hätte ich diese Sonnenstrahlen, und auch der schönste und Lebenserhellende Moment meines Lebens nie erlebt.

    Ich gehe zurück zum Tisch und nehme das Buch wieder in die Hand. Sofort bin ich wieder etwas angespannt.

    Es sind nicht nur meine Muskeln die sich nun wieder unangenehm anfüllen, es sind auch die vielen schlechten Gedanken die immer mehr versuchen wieder in meinem Kopf einzukehren.

    Ich denke an die Abende im Heim. Gab es einen Tag an dem ich nicht ohne mich in den Schlaf zu weinen einschlief ?

    Gab es einen Tag an dem ich nicht so sehr Heimweh nach meiner Mutter hatte das ich glücklich sein konnte ?

    Nein. Keinen einzigen.

    Viele andere Kinder waren mit mir zusammen dort in diesem Haus untergebracht. Jeden Tag kahm fast das gleiche ekelhafte essen, und ich lies mir die Wut darüber nicht anmerken.

    Ich aß, auch wenn mir von dem Essen regelrecht schlecht wurde.

    Genau erinnere ich mich an eine Situation an der ich beinahe für immer in diesem Heim geblieben wäre.

    Eine Situationen bei der ich von einem Kind das psychisch so sehr krank war bis fast aufs letzte Gewürgt wurde und mir mein Herz bis obenhin schlug.

    Die Gefühle und Gedanken die mir während dessen durch den Kopf gingen liesen meinen Körper kalt werden, und mich angespannt sein. Kein Ton kahm über meine Lippen.

    Zuerst wehrte ich mich, doch dann lies ich nur noch zu.
    Langsam wolte ich es auch. Ich war mit der Welt so fertig, dass ich sogar nicht mehr weiter wolte.
    Für mich war dies nun die Endstation. Für mich war das genug vom Leben.

    Deshalb rief ich nicht um Hilfe.

    Denn es würde soweiso keiner kommen.

    Im letzten Moment kahm doch ein anderes Kind zu hilfe, und mit einem völlig vertränten Gesicht konnte ich die Situation verlassen und mich zurückziehen.
    Langsam lösten sich die Anspannungen wieder und ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht.
    Sei Stark, sei stark. Der einzige der für mich da ist bin ich selbst.

    Tausende mal sprach ich mir in Gedanken die Worte : Sei Stark !
    zu.

    Mir schlug mein Herz bis oben hin. Die Angst war groß. Und ich konnte kaum atmen.

    Mir wurde schlecht weil ich vor Angst immer schneller und kurzer atmete. Schließlich übergab ich mich.

    Ein paar Tage später telefonierte ich mit meiner Mutter. Keinen Menschen habe ich bisher von dieser Situation erzählt.

    Ich meinte zu meiner Mutter sie solle mich bitte schnellstmöglich hier rausholen. Da sie das leider nicht konnte brach ich in der Telefonzelle zusammen und in diesem Moment gab ich meiner Mutter die Schuld für die Zeit im Heim, die sie aber nicht hatte.

    Ich konnte meine Gefühle in diesem Moment nicht mehr halten, und beschimpfte die einzigste Person die nur gutes für mich wolte.

    Im Nachhinein schähme ich mich dafür.

    Ein paar Tage vergingen, der Aufentahlt im Heim wurde schlimmer, und auch das Essen wurde schlimmer.

    Nicht nur das ich fast nichts essen konnte, ich stahl schließlich essen und versteckte es in meinem Zimmer, wofür ich schwere Strafen bekahm.

    Als kleiner Junge der ich derzeit war dachte ich, ich war wirklich böse. Ich hätte vielleicht lieber garnichts essen sollen.

    Nachdem ich schließlich von einem anderen Jungen zu Handlungen gezwungen wurde die ich nicht weiter erwähnen möchte, kahm schließich der Krankenhaustag.

    Langsam ging es mir seelisch immer schlimmer. Ich weinte nun auch schon am Tag, still und leise für mich.

    In kleinen geheimen Räumen und Kammern. Doch konnte ich niemanden erzählen wie es mir ging.
    Ich lernte nie, über meine Gefühle reden zu dürfen. Bei uns zu Hause war dies verboten. Und mein Vater achtete genau darauf.

    Sicherlich gibt es für jeden Menschen mal den Moment wo er sagt ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr.

    Stop !

    So kahm der Moment auch für mich als kleinen Jungen mit ca 12 Jahren.
    Als Jungen der bisher nichts kannte außer Hass,Schmerzen, und Erfahrungen die bis heute mein Leben prägen.

    Schließlich waren wir im Heim auch mal unterwegs einkaufen.
    Mein Taschegeld was im Heim nicht besonders viel war teilte ich mir für diesen besonderen Tag genau ein.

    Ich wuste genau was ich wolte.

    Sicherlich habe ich als kleines Kind nicht viel überlegt, aber ich wuste keinen andere Ausweg.

    Ich kaufte mehrere Eimer Kartoffelchips. Mit einem Ziel das ich damit verfolgte.

    Ich wolte mich so voll essen, bis ich daran kaputt gehe. Genau das war mein Plan.
    Nicht nur die schlechten Essenssituationen dort in der Unterkunft, sondern auch die allgemeine Situation und die vielen Erfahrungen die ich schon hatte verleiteten mich zu diesem Versuch.

    Und wenn ich weg bin, so kann ich nicht mehr leiden dachte ich.

    Tatsächlich aß ich 2 Eimer Kartoffelchips lehr, bis meine schmerzen so schlimm waren das ich mich auf dem Boden welzte.

    Eine Betreuerin kahm und ich wurde ins Krankenhaus gefahren. Dort weigerte ich mich allerdings gegen eine Aufnahme zur Beobachtung, weil ich schließlich wuste warum ich da war.

    Blutabnehmen ist bei mir genau wie auch Impfen nicht möglich. Eine schreckliche Ehrfahrung die ich aus früher Kindheit machte ist dieser Auslöser gewesen. So würde ich sogar eher sterben, als eine Impfung anzunehmen. Nicht wegen des Glaubens, sondern wegen diesem einem Moment, der eine rießige Brandfläche in mich einbrannte.

    Mit ca. 8 oder 9. Jahren stand bei uns der Tag der Impfung an. Mein Vater machte für uns immer den Arzttermin aus.
    Schließlich kahm der Tag, und da ich bis jetzt noch keine Impferfahrungen besaß war ich ein wenig aufgeregt vor der Nadel.

    Eigentlich hatte ich sogar ein wenig Angst.

    Bei der Ärztin angekommen wuchs meine Angst und ich klammerte mich an meine Mutter fest, die versuchte mich zu beruhigen. Mein Vater fand meine Angst amüsant und empfand diese als lächerlich.

    Im Ärztezimmer schließlich angekommen war meine Mutter die erste mit der Impfung. Alles lief ohne Probleme bis ich an der Reihe war.

    Ich sagte mehrmals ich hätte Angst davor. Schließlich fing ich an zu weinen.
    Mein Vater lachte darüber. Meine Mutter versuchte mich zu trösten.

    Die Ärztin wolte schon mehrere male loslegen mir die Impfung zu verpassen, doch ich schrie vor Angst und weinte immer mehr.

    Schließlich zerrte die Ärztin und mein Vater mich zu sich. Ich konnte mich nicht wehren. Sie hielten mich so fest. Beide trückten sie mich so fest, dass ich nicht einmal mehr schreien konnte.

    Schließlich rammte die Ärtin mir die Spritze in den Arm woraufhin ich noch mehr zu weinen begann. Meine Mutter tröstete mich. Mein Vater und die Ärztin lachten.

    Ich weinte.

    Diese Erfahrung verhinderte nun auch das Blutabnehmen im Krankenhaus, wo ich landete nachdem ich mich schrecklich vollgegessen hatte und eigentlich mit dieser Aktion von diser schrecklichen Welt verschwinden wollte.

    Es war nicht nur ein satt essen. Es war nicht nur ein viel zu viel essen, sondern ein Essen mit der absicht daran zu sterben. Ich wolte nicht mehr weiter. Ich war 12 oder 13 und wolte nicht mehr weiter, und ich konnte auch nicht.

    Mein Versuch mich bis zuletzt vollzuessen scheiterte.

    Kurz nachdem dies geschah wurde ich aus dem Heim entlassen was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wuste. Ich kahm endlich zu meiner Mutter nach Hause, und konnte dort wirklich beginnen zu Leben.

    Leben war da für mich schon einmal, nicht diese schrecklichen Dinge weiterhin zu erleben. Trotz allem blieb mir jede Erfahrung genaustens im Kopf und ich erinnere mich noch heute an jedes Detail was ich bis zu meinem 18. Lebensjahr erlebte.

    Als ich aus dem Heim kahm, waren 2 Jahre vergangen.

    Ich war nun 2 Jahre älter.

    Ich konnte eine richtige Schule besuchen, und schloss diese aus einem besonderen Grund mit Belobigung ab. Dannach holte ich meinen Realschulabschluss nach.

    Nun blättere ich wieder eine Seite um. Alle bisherigen Gefühle und Gedanken verschwinden auf einmal.

    Ich betrachte ein Bild. Ein Bild das mir auch zum ersten mal in meinem ganzen Leben Freude und Lebenskraft gab.

    Auf diesem Bild war ein besonderes Mädchen. Ein Mädchen das ich nicht wegen ihres äußern liebte so wie leider viele Männer in meinem jetzigen Alter.

    Nein ihr äußeres interessierte mich überhaupt nicht, denn ich sah mitten in ihr Herz.
    Ein Herz voller Güte und Liebe, wie ich es noch nie in meinem Leben sah.

    Was ich an ihr liebte war ihre Herz,ihre Art, und alles was sie tat. Sie war der Grund warum ich vergaß was immer ich erlebt hatte. Warum ich auf einmal aus der Sicht eines richtigen Menschen sehen konnte und nicht wie davor aus der Sicht eines gequälten Tieres.

    Es war der Moment, als wäre ich noch einmal geboren, als würde ich erst jetzt leben, und hätte davor nur einen Albtraum gehabt.

    Mein Herz öffnete sich und es war als ob die Sonne direkt eingezogen wäre. Abertausende von Schmetterlingen und wunderbaren Gefühlen die ich bis dahin nicht kannte durchflossen mich zum ersten mal.

    Es war wie das, was ich schon immer gesucht hatte. Was mein Leben hätte sein sollen schon von Anfang an.
    Kann ein Bild einem sagen das man Wertvoll ist ?
    Kann ein Bild einen trösten und das Herz das über die vielen Jahre zerstört wurde wieder ein Pflaster aufkeleben ?

    Jedesmal wenn sie irgendwo war, wo ich bin sah ich sie an. Ich sah mitten in ihr Herz.
    Und ich empfand, was ich davor noch nie erlebt hatte. Geborgenheit,Sicherheit,Glauben,rießengroße Liebe, und zum allerersten mal in meinem Leben hörte ich mein eigenes Herz schlagen.

    Doch wie alle Erfahrungen die ich gemacht hatte gab ich davon nicht besonders viel Preiß. Gefühle waren nicht erlaubt.Ich durfte sie nicht haben. Wenn ich sie hatte bekahm ich als kleines Kind Strafen dafür.

    Nachdem ich Stunden und Tage in einem kleinem Zimmer verbringen muste und ich mich mehr als langweilte fing ich an über mich selbst zu lachen. In diesem kleinem Zimmer in das mein Vater mich zwang wenn er zu Hause war fing ich an zu lachen. Dies war der einzigste Moment, wo ich richtig lachen konnte.

    Ich lachte in den Spiegel hinein und sagte mir : ,,lächle doch mal wieder ''

    Im Nachhinein wünschte ich schließlich ich hätte nie gelacht. Mein lachen wurde mit schmerzvoller Bestrafung dafür von meinem Vater belohnt. Schließlich lies ich es sein. Und mein lachen fand ich nicht wieder bis ich das Heim verlassen konnte, und sie schließlich sah.

    Das ist alles, was mir bis jetzt noch geblieben ist von ihr. Einige sehr kurze Momente an denen ich nur durch sie wieder richtig lachen kann. Ich sehe ihr Bild an und werde für einen kurzen Moment wieder fröhlich.

    Als ich sie richtig warnahm in dieser besonderen Zeit geschah folgendes...

    Nun wenn ich sie ansah, sah sie mich zurück an.

    Nun schaute auch sie immer häufiger und immer länger zu mir herüber. Wir versuchten uns Teilweiße gegenseitig auszuweichen wenn wir uns ertappten das wir uns ansahen.

    Jedesmal konnte ich die Tage,Minuten,Stunden,Sekunden nicht erwarten bis ich sie wiedersehen konnte.

    Und durch die Blicke die immer länger,häufiger wurden unterhielten wir uns. Es war wie es ein bekannter Spruch ebenfalls sagt :

    Blicke sagen mehr als tausend Worte...

    Und genau so war es. Ich vergaß meinen Schmerz, all die schlimmen Erfahrungen, und all das Leid. Ich erfuhr mit ca 16 Jahren was es heißt auf dieser Welt zu leben, zu sein und wirklich frei zu atmen.

    Ich fühlte mich wie ein Adler der über die Wälder und Täler kleitet, in seinen Augen spiegeln sich alle Wunder dieser Welt.

    In ihrer Nähe war ich das, was ich hätte sein sollen nach meiner Geburt.

    Ein Mensch.

    Ich erlebte die schönsten Gefühle und Gedanken. Ich verschwendete keinen Sinnlosen Gedanken mehr an meine Vergangenheit und meine Erlebnisse. Ja ich denke ich konnte sogar meinem Vater und all den Menschen die mir Schmerzen bereitet haben sogar ein wenig verzeihen.
    In einem besonderen Moment berührte ich für einen kurzen Moment ihre Hand. Und in diesem Moment fühlte ich nicht nur aber tausende Schmetterlinge in meinem Bauch, sondern ich spürte wie mein Körper zum ersten mal atmete. Sich nicht versteckte in einem völlig kaputten Herz.
    Es war als wäre ich in den Himmel hinein und wieder hinas geflogen.

    Irgendwann und vorallem viel zu schnell kahm der Moment indem alles endete.
    Ich beschreibe das Gefühl, wenn man z.b. Eine Kerze anzündet, sie aber nach 2 Sekunden wieder ausbläst.

    Die Zeit war vorbei, und ohne mit ihr auch nur ein eniziges Wort sprechen zu können sah ich sie nicht mehr.

    Das Plaster auf meinem Herzen wurde heruntergerissen von der Zeit des Lebens.

    1 Jahr in der diese wunderschöne Zeit war endete.

    Und dadurch das ich schon als kleines Kind lernte alles für mich zu behalten habe ich nicht mit ihr gesprochen. Wie immer mit niemanden. Mir wude schließlich schmerzvoll beigebracht nichtssagend und ohne Gefühle zu zeigen vor die Menschen zu treten.


    Ca 3 Jahre nun wird meine Liebe zu ihr immer größer. Wie ist das Möglich ?

    Da ich nicht in der Lage war ihr meine Gefühle selbst zu sagen schrieb ich mehrere Briefe.

    Jeder kennt doch diese Liebesbriefe...

    Als 15 jähriger wuste ich nicht, dass es nicht unbedingt die beste Art ist es ihr zu sagen. Ich hatte noch keinerlei Erfahrung mit guten Gefühlen, da meine bisherigen immer schlecht waren.
    Ich hatte noch nie zuvor jemanden auch nur ansatzweiße irgendwelche Gefühle mitteilen können.

    Ich schrieb ihr viele Briefe. Woraufhin keiner zurückkahm.
    Ich will mich in der Luft zerreißen das ich sie nicht ansprechen kann bzw. konte.

    Einmal am Telefon unterhieleten wir uns wegen einer gemeinsamen Sache, doch genau da konnte ich ihr es nicht sagen.

    Ich weiß nich wieso. Aber es ist wie eine Tür die fest verschlossen vor einem steht und man hämmert mit dem Fäusten dagegen doch sie öffnet sich nicht.

    Man schreit tritt dagegen und bekommt einen Heulkrampf weil diese Tür einfach nicht aufgeht, aber dies Lebenswichtig wäre.

    Genauso sah es in mir aus. Am liebsten hätte ich es ihr entgegengeschriehen, doch diese schreckliche Tür verhindert das.

    Keiner meiner Brife wurde beantwortet. Heute weiß ich nicht, ob dies die Eltern waren, die nicht wolten das wir zusammenkommen so jung wie wir waren. Zudem kahm das beide Eltern streng Christlich waren. Ich denke dies hatte vielleicht dazu geführt das sie sich nicht meldete.
    Ich denke eigentlich ihre Eltern verhinderten dies, da sie erst 13 war, und ich nur 2 Jahre älter.

    Vielleicht hatte sie auch einfach mehr erwartet, und einfach gehofft das ich mich bei ihr melde und mit ihr spreche. Vielleicht aber kahm keiner der Briefe jemals bei ihr an, da ich vielleicht den falschen Absender verwendete.
    Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass sie keinen Brief erhalten haben muste. Verschiedene andere Dinge so bin ich mir inzwischen sicher verhinderten dies.

    Denn ich bat sie, mir auch zu schreiben wenn sie möchte das ich ihr nicht mehr schreibe. Ich bat sie mir ein Zeichen zu geben egal welches.

    Oft habe ich in diesen 3 Jahren versucht mit ihr zu reden. Habe ihre Nummer gewählt und nachdem ich ihre Stimme hörte vor Angst wieder aufgelegt.
    Ich wünschte es wäre eine normale Angst gewesen, doch diese Angst legte sich wie eine Tür vor mich. Die sich bis heute nicht öffnen lässt.

    Nachdem die Zeit immer mehr vergeht, und ich sie immer mehr liebe, nun schon seit 3 Jahren sie nicht vergessen kann, gebe ich mich wieder auf.

    Ich möchte anderen dieses Leid was ich erfuhr ersparen, und deshalb leide lieber ich selbst weiter, und übertrage nicht den Schmerz auf andere. Denn so habe ich es gelernt.

    Ich lebte für einen kurzen Moment. Ich lebte als ich sie kannte.
    Und ich freue mich euch erzählen zu können, ja auch ich habe gelebt.

    Auch ich habe für einen kurzen Moment gesehen wie es ist auf de Welt zu sein. Sicherlich war meine Zeit hier auf der Welt nicht besonders lang, ja sogar nur ein Jahr. Doch was ich sehen konnte, ja was ihr Tag täglich erleben könnt war wunderschön und einzigartig.

    Ich wünschte, ich hätte so leben können.

    Doch jetzt kehren diese Erinnerungen an damals oft zurück. Schmerz macht sich wieder in mir breit, und ich verliere die Lust an all den Dingen die das Leben bietet.

    Seit 3 Jahren träume ich von ihr. Spüre ihre haltende Hand in meinen Träumen und liebe sie immer mehr. Diese Träume sind es, die mir neuen Mut machen, mir Kraft geben.
    In meinn Träumen spüre ich wie ihre haltende Hand mir wieder ein Pflaster auf mein Herz klebt, und damit meine Wundern heilt.

    Ich schickte ihr eine einzelne Rose, ohne Absender und weiß icht ob sie sie erhalten hatt.

    Ich liebe sie so sehr, und nur der Gedanke an sie ist es, warum ich noch bin. Nur der Gedanke daran das Sie existiert, auch wenn ich durch diese Blockade nie mit ihr sprechen kann.

    Nur diese einzelnen wenige Bilder sind es ,die mich noch ein Sück halten.
    Nachdem diese Blockade mich immer mehr zerstört. Mir anfängt nun auch schmerzen zu bereiten.

    Ich sagte mir vergiss sie einfach, vergiss sie. Doch wenn ich sie vergesse dann bin ich nicht mehr. Wenn ich sie vergesse bin ich das, was ich war in der Zeit bevor ich sie kannte.
    Nicht nur das ich sie nicht vergesen kann, ich werde es auch nie wollen. Nie im Leben und niemals.

    Die Blockade zerstört nun auch den Rest der von mir geblieben ist. Sie zerstört nun das was als einzigstes noch übrig ist. Meine Persönlichkeit.

    Ich verschliese mich wieder. Lasse mich bei Freunden nicht mehr sehen, und gehe langsam kaputt an dieser Tür, an der mehrere Dellen meiner Fäußte und mehrere Schreie einkraviert sind.

    Ich stehe als lehre Hülle an der Haltestelle eines Busses. Alle Menschen um mich herum interessieren mich nicht. Aus Angst das jemand merken könnte wie es mir geht, kann ich niemanden in die Augen schauen. Ich sehe niemanden an, hoffe das mich niemand bemerkt, und ich als lehre Hülle vor mich hin träumen kann.

    Einzig allein meine Gedanken an sie lassen mich noch an dieser Haltestelle stehen.

    Ich blättere nun auf die letzte Seite des Buches. Hier sind ein paar Bilder auf denen sie zu sehen ist. Hier sehen ich, dass was mich im Augenblick noch hält, wenigstens noch 10 % meiner Persönlichkeit, und 10 % meines Herzens.

    Ich wünschte ich währe nur schüchtern, ich wünschte ich hätte nur Angst vor dem was sie sagt wenn ich mit ihr spreche. Was ich habe ist mir mitgegeben wurden schon als kleines Kind.

    Etwas das ich nicht ablegen kann, und nie vergessen.

    Diese elendige Tür die nicht aufgeht. Es ist die Tür, in dessen Zimmer ich Stunden und Tage, sogar Wochen verbrachte.

    Die Fotos sind wunderschön. Langsam streiche ich auf dem Bild über ihre Haare entlang und sage ihr danke. Danke dafür, dass du mir das bisschen Lebenskraft gibst, dass ich jetzt habe...

    Bevor ich das Buch nun schließe denke ich noch einmal an eine Situation die nicht weit zurück liegt.

    In einem Bekannten chat im Internet mit ganz vielen Mitgliedern hatte ich mit 17 ein eigenes Profiel erstellt. Vor ein paar Wochen chattete ich mit einem Mädchen. Wir unterhielten uns über die Welt und andere Dinge.

    Ihr ging es nicht gut. Sie erzählte mir von ihren Problemen, doch ich nicht besonders viel von meinen. Den ich lernte es nicht, ich lernte es nicht zu dürfen, und würde es auch nicht tun.
    Trotz alledem meinte sie zu mir :

    Woher nimmst du nur diese Kraft ?

    Ich endgegnete ihr : Die Kunst ist nach einem Niederwurf nicht liegen zu bleiben, sondern wieder aufzustehen. Aus diesen Niederschlägen lernt man, und schöpft schließlich neue Kraft.

    Ich hoffe ich machte ihr damit ein wenig Mut. Ich hoffe sie merkte nicht, dass dies nicht mehr meine Lebensweiße ist, und ich keine Kraft mehr habe ja diese schon vor vielen Jahren verschwunden ist.

    Ich erwarte kein Mitleid. Ich erwarte kein Mitleid von irgendeinem Menschen. Das habe ich nie, und das lernte ich nie.

    Langsam schließe ich nun das Buch. Die Fotos von diesem besonderen Mädchen das ich so oft ansah und sie mich, lege ich wieder unter mein Kopfkissen. Morgens hole ich die Fotos heraus und sehe sie an. Dann träume ich von ihr und schöpfe ein wenig Kraft für den neuen Tag.

    Ich lege nun die Fotos unter mein Kissen. Das Buch stelle ich in mein Regal zurück.

    Noch ein letztes mal sehen ich aus dem Fenster.

    Letzte Woche gab es einen Moment, dass ich durch das Schlüsselloch dieser Türblockade sehen konnte.

    Ich beschloss wenn ich schon nicht mit ihr reden konnte wenisgtens zu sehen woher sie kommt.
    Ich fuhr zu einem Ort von dem ich 12 km in tiefster Kälte lief, nur um zu sehen wo sie wohnt.

    Wo sie wohnt ist es wunderschön. Meine Seele wurde je weiterer Kilometer ich lief immer ein Stück freier.

    Ab dem 7 Kilometern wurde ich langssam ein wenig erschöpft. Ich nahm ihr Bild in die Hand und schafte dadurch noch den Rest der 12 km zu gehen.

    Ich lief diese Strecke zu Fuß. Hin und zurück.

    Als ich sah wo sie wohnte durchströmte mich ein wenig Hoffnung. Und ich erfuhr für einen kurzen Moment wieder, wass es heißt ein Mensch zu sein.

    Nicht jeder Mensch braucht einen Materiellen Wert, um auch nur ein kleines Stück glücklich zu sein.

    Dieser Tag wird mich hoffentlich noch weitere 3 Jahre halten.
    Denn auf mehr, wage ich nicht zu hoffen...

    Und vielleicht sollte ich auch nur dieses Foto von ihr haben. Dann weiß ich ganz sicher, ich werde sie niemals verletzen, mit Dingen die mir wiederfahren sind. Denn sie weinen zu sehen, könnte ich niemals aushalten.

    Ich öffne das Fenster, die kühle Luft füllt den Raum. Die Sonne verschwindet hinter einer dickeren Wolke, und es dämmert langsam.

    Stumm beobachte ich, wie ein paar Vögel hinter den Bäumen verschwinden, und denke daran, dass es nur einen Menschen gibt, warum ich noch bin.

    Das ist das Mädchen auf dem Foto.

    Schon komisch das es so unbeschreiblich schwer ist eine Nummer auf dem Telefon zu wählen.

    Langsam schließe ich die Augen, und wünsche mir von ganzem Herzen, von all dem was noch übrig ist, dass ich sie hoffentlich noch einmal treffe oder ihre Stimme höre,

    um den Lebensfaden endlich zu finden.

    Ich habe für einen kurzem Moment gelebt. Aber ich habe gelebt !

    Was mich hält, mich stärkt ?
    Ist Sie, die ich immer mehr liebe, weit über die Grenzen des menschlichen Verstandes hinaus.
    Von Tag zu Tag mehr.
    Und auch wenn ich sie nicht sprechen oder hören kann, so ist sie die einzelne Rose auf dem Tisch die niemals welken wird.

    Ich bin nun 18 doch was für ein Leben habe ich noch vor mir ?

    Ich weiß nicht, wie lange die Stimme in meinem Kopf und das Foto mir noch sagt :

    Sei Stark !

    Doch eines weiß ich. Wenn ich meine Vergangenheit weiter verberge, bleibe ich ein Lehrwandler. Ein Mensch, der normal scheint zu sein. Ein Mensch, der rießigen Schmerz nicht nach außen trägt um jemanden anderen zu schaden.

    Und so bleibe ich dennoch ein Mensch.Zumindest nach außen hin. Und vielleicht bin ich ja der Junge von Nebenan.

    Was ist nun meine Frage für diesen Thread ?

    Hatt jemand einen Rat für mich ?

    Vielen Dank für eure Geduld mit diesem Text.

    Ich entschuldige mich für Rechtschreibfehler !

    Grüße

    Lehrwandler


    PS: Liebe ist etwas, dass aus mir einen Menschen machte. Wenn auch nur für einen kurzen Moment.

    Dies ist ein kurzer Niederschrieb aus meinem Leben, mehr wird die Welt wohl nie Erfahren.
    Danke für ihre Aufmerksamkeit.

    Wenn ich diesem Mädchen jemals hätte noch einen Satz sagen dürfen, so wäre dies folgender gewesen:

    PS: Ich liebe dich
     
    #1
    ILD, 11 November 2009
  2. Rakitic
    Rakitic (20)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    73
    31
    0
    vergeben und glücklich
    meine Signatur passt ich les mir den mal durch
     
    #2
    Rakitic, 11 November 2009
  3. aiks
    Gast
    0
    Ich habe noch nie von einem Menschen gehört, der so arg in Selbstmitleid gebadet hat, das ist doch unglaublich!

    Alles wegen dem du da so ungluablich rumjammerst ist doch vollkommen normal! Jeder von uns hier hat rumgeheult, weil er geimpft werden musste und ist trotzdem geimpft worden, jeder von uns hat schon mal Liebeskummer gehabt. Aber deswegen glauben wir nicht, dass das Leben so unglaublich furchtbar zu uns ist.

    Überwinde doch mal dieses furchtbare Selbstmitleid und sei ein Mann!

    Glaubst du, wir haben alle in Rosenblüten gebadet bis jetzt?

    Das was du hier machst ist einfach nur egozentrisch und extrem nachtragend.
    Klar lernst du nicht was Mitleid ist, weil du dich selber schon damit erschlägst -.-
     
    #3
    aiks, 11 November 2009
  4. kickingass
    Beiträge füllen Bücher
    2.099
    248
    1.051
    vergeben und glücklich
    ganz ehrlich, das ist doch komplett übersensibler quatsch.

    ja du hattest ne harte kindheit, hatten viele, get over it. wenn du das alleine nicht schaffst, dann such dir hilfe von aussen, eine therapie wäre angebracht.

    und du liebst das mädchen nach 3 jahren noch mehr? blabla, du liebst doch nur eine illusion, du weißt gar nicht WER oder WIE sie wirklich ist, du hast dir nur ein bild von ihr zusammengesponnen in deinem kopf. vermutlich aus dem selben grund, warum leute unsichtbare freunde haben. einsamkeit, schmerz. whatever. mit richtiger realer liebe hat das aber nichts zu tun.

    und mit 18 zu behaupten man ist vor 4 jahren gestorben, ist sehr sehr sehr überdramatisierend. du hast dein ganzes leben noch vor dir, nur weil du einen harten start hattest, brauchst du dich jetzt nicht fallen lassen.

    ja ich weiß das sich das jetzt nicht mitfühlend anhört, aber ich weiß wie es ist zu glauben dass das leben nur scheisse für einen bereit hält und das man der ärmste von allen ist. aber es ist nicht so.. und wie du dir als kind gesagt hast, sei stark, sonst ist es keiner für dich.
     
    #4
    kickingass, 11 November 2009
  5. kaninchen
    Gast
    0
    Therapie - das war das erste Wort, was mir für dich in Sinn gekommen ist. "Schlimme Kindheit" ist ein sehr dehnbarer Begriff, manche kommen nicht drüber weg, dass sie ihr Barbie Traumhaus nicht bekommen haben, andere werden zu Hause verprügelt und denken sich immer noch, dass es auch schlimmer sein könnte.

    Du scheinst von alleine nicht über deinen Vater, das Heim usw. wegzukommen und flüchtest dich stattdessen in die Liebe zu einem Mädchen, die ganz offensichtlich nicht erwiedert wird. Das führt definitiv zu gar nichts. Wenn du wirklich so darunter leidest wie du schreibst, dann such die professionelle Hilfe!
     
    #5
    kaninchen, 11 November 2009
  6. ILD
    ILD (25)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    7
    26
    0
    Es ist kompliziert
    Habt dank für eure Antworten !
    Ich wünsche ihnen allen einen schönen Abend !

    LG
     
    #6
    ILD, 11 November 2009
  7. Sonata Arctica
    Beiträge füllen Bücher
    8.323
    248
    620
    vergeben und glücklich
    habt ihr das etwa alles gelesen?
     
    #7
    Sonata Arctica, 11 November 2009
  8. kaninchen
    Gast
    0
    Tatsächlich... Hat auch was Zeit gekostet, über einen etwas aussagekräftigeren zweiten Beitrag des TS hätte ich mich daher doch gefreut...
     
    #8
    kaninchen, 12 November 2009
  9. ILD
    ILD (25)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    7
    26
    0
    Es ist kompliziert
    Liebe Leser/Leserinnen,

    Ich danke euch für eure Vorschläge und Ideen. Ich werde mir das einmal durch den Kopf gehen lassen.
    Ich denke auch, dass ich warscheinlich Hilfe gebrauchen könnte die Dinge die waren, und manche Dinge die noch sind verarbeiten zu können.

    Vielen Dank das ihr euch diesen langen Text durchgelesen habt. Dies ist die kürzeste Fassung und die mit den wenigsten Geschehnissen die ich beschrieben habe aus meinem Leben. Viele Dingen möchte ich nicht erzählen, da diese zum Teil schlimmer sind als die oben geschriebenen.

    Ich danke euch sehr für eure Ratschläge, und wünsche euch allen eine schöne und erfolgreiche Restwoche !
    Viele Grüße

    ILD
     
    #9
    ILD, 12 November 2009
  10. keks007
    keks007 (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    252
    103
    2
    nicht angegeben
    Ich habe mir alles durchgelesen und finde das einige von euch zu hart urteilen.
    Es gibt eben sensible und weniger sensible Menschen und der Threatstarter scheint eben zu den sehr sensiblen zu gehören. Und der Großteil der Menschen macht zum Glück auch nicht so eine Kindheit mit.
    Ich denke, dass man im Elternhaus eine bedingungslose Grundliebe erfahren sollte die einem das nötige Selbstbwusstsein gibt sich zu einem charakterlich starken Menschen zu entwickeln. Und das scheint ILD nie bekommen zu haben. Ich denke es ist schrecklich wenn man sich nie akzeptiert fühlen kann.
    Einen wirklichen Rat habe ich auch nicht. Profesionelle Hilfe würde ich an deiner Stelle auch ausprobieren. Das muss zwar nicht immer helfen, aber manchmal eben doch. Es hilft vielleicht auch aus einer Situation in die man sich zu einem gewissen Grad schon reingesteigert hat, wieder raus zu kommen.
    Und das mit dem Mädchen halte ich auch für eine Traumfigur die du aus ihr gebastelt hast weil du sie eben kaum kennst. Das ist ja auch nicht wirklich schlimm an sich, wenn dir das im Moment hilft. Aber du solltest lernen auch ohne solche Luftschlösser in deinem Leben klar zu kommen.
     
    #10
    keks007, 12 November 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  11. ILD
    ILD (25)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    7
    26
    0
    Es ist kompliziert
    Vielen Dank für deine Antwort !
    LG
    ILD
     
    #11
    ILD, 12 November 2009
  12. sweetlena
    Gast
    0
    klingt ein wenig nach ADS- Aufmerksamkeitsdefizit...
    mich stört hier allerdings weniger, dass du im Selbstmitleid badest, sondern eher die völlig überzogene
    Schreibweise!
    Jeder hat seine Probleme und jeder kommt damit auf die eine oder andere Art klar, aber deine
    Darstellung klingt sehr als wärst du nur für alle das Opfer dieser harten, kalten Welt,
    sorry, aber ich finde deinen Post ganz schrecklich!
     
    #12
    sweetlena, 12 November 2009
  13. DanaScully
    DanaScully (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    36
    93
    1
    nicht angegeben
    Also Stopp mal Leute!

    ILD lass dich hier nicht so anmachen. Ich war sehr bewegt von dem, was du geschrieben hast. Du hast eine Art und Weise des Schreibens an dir, die sehr gut Gefühle und Gedanken in Worte fassen lässt. Einige mögen's, einige halt nicht! Aber Fakt ist doch: das was du geschrieben hast, kam vom Herzen. Und dafür verdienst du Respekt, dass du dich überhaupt überwunden hast, das hier in dem Forum zu schreiben.

    Du hattest scheinbar eine sehr schwere Kindheit, wie viele andere auch oder halt auch nicht. Und dass Kindheitserfahrungen das spätere Leben extrem prägen können, davon kann ich ein Lied singen. Ich selbst hatte zwar eine so gesehen sehr schöne Kindheit und eine tolle Familie, aber durch viele Schicksalsschläge weiß ich wie schwer es ist Dinge auszusprechen und damit zurecht kommen zu müssen.

    Ich würde dir allerdings auch raten, dass du vielleicht dir professionelle Hilfe suchst. Um zu lernen, dir alles von der Seele zu reden..Auch wenn es unglaublich schwer ist, aber wenn du jemanden hast, der dir zuhört ( auch wenn es nur der therapeut ist, zu dem du mit der zeit vertrauen aufbaust und der Abstand zu allem hat)...wird es dir vielleicht besser gehen.

    Und ich glaube auch, dass es einen Grund hat, dass du das hier niedergeschrieben hast. Es ist eine Art Hilferuf..

    Also Leute, urteilt doch bitte nicht so hart über jemandem, der es nicht leicht gehabt hat ( das hat hier nichts mit Mitleid zu tun)....


    Liebe grüße

    Dana
     
    #13
    DanaScully, 12 November 2009
    • Danke (import) Danke (import) x 1
  14. ILD
    ILD (25)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    7
    26
    0
    Es ist kompliziert
    Ich danke dir Dana,
    Ja, es war schon eine überwindung. Aber die größte Überwindung ist wenn man jeden Tag aufsteht und sich schlecht fühlt. Die Überwindung dabei ist, stark und gesund auszusehen, obwohl es einem echt schlecht geht.

    Ich danke dir für deine Antwort, und wünsche dir einen schönen Abend !

    Viele liebe Grüße

    ILD
     
    #14
    ILD, 12 November 2009
  15. sweetlena
    Gast
    0
    Dana, das Problem ist nicht , dass wir ( zumindest denke ich dass es vielen hier so geht ), nicht nachvollziehen können wie eine schlimme Kindheit sich auf das spätere Leben auswirkt und wie sehr man damit alleine sein kann.
    die Formulierung lässt daruaf schließen, dass ILD einfach viel zu sehr versinkt und sich dafür Bestätigung holen möchte, zumindest ein bisschen als Mensch angenommen zu werden.
    Ich selbst sitzte aufgrund meiner Kindheit jede Woche beim Psychotherapeuten und das würde ich ILD auch empfehlen, wenn er seine Probleme lösen möchte.
    Ein Thread dieser Art bringt nicht weiter, er erregt nur Mitleid, was schön ist aber im Endeffekt halt keine Chance auf Heilung bietet.
     
    #15
    sweetlena, 12 November 2009
  16. DanaScully
    DanaScully (28)
    Verbringt hier viel Zeit
    36
    93
    1
    nicht angegeben
    ja da hast du recht sweetlena, ich fand es nur schlimm zu lesen, dass er hier gleich so hart angegangen wurde..
     
    #16
    DanaScully, 12 November 2009
  17. aiks
    Gast
    0
    Weil er anstatt irgendetwas zu machen einfach nur rumjammert und sich in Selbstmitleid badet.

    Klar, das mit dem Heim ist schlimm - aber sich über den Rest auszulassen und dann auch noch in so einer pseudosentimentalen Form ist einfach lächerlich.
    Mich macht es aggressiv, wenn Leute derartig egozentrisch und auf ihre eigenen Probleme fixiert sind und dann auch noch in Foren schreiben, um noch mehr Mitleid von anderen zu heischen und um nichts anderes geht es hier. Und dann auch noch melodramatisch schreiben "aber ich erwarte kein mitleid, das hab ich noch nie bekommen" (oder so ähnlich) ist wirklich überflüssig.

    Es geht mich an, dass Leute, anstatt dass sie etwas ändern, ihren Arsch hochkriegen oder mal für ein bisschen was kämpfen nur rumliegen, rumjammern und glauben sie sind die ärmsten Hascherl der Welt.
     
    #17
    aiks, 12 November 2009
  18. ILD
    ILD (25)
    Sorgt für Gesprächsstoff Themenstarter
    7
    26
    0
    Es ist kompliziert
    Hallo,
    Vielen Dank für eure Antworten.
    Ich habe lediglich um einen Rat für die Zukunft gebeten ( siehe Threadtitel).
    Wie schon gesagt werde ich mir entsprechende Hilfe suchen.
    Für Menschen die meine Erlebnisse lächerlich finden habe ich nur folgendes zu sagen :
    Macht erst einmal das nach, was ich mitmachen muste, dann reden wir weiter. Es gibt viele ,,Klugscheißer oder angebliche ,,Allwissende '' Personen im Internet. Die Frage ist daher für mich. Muss ich solche Antworten mir zu Herzen nehmen ? Sicherlich nicht. Denn genau diese Personen haben meist auch irgend einen krankhaften Tik immer alles zu wissen oder ihre Meinung äußern zu müssen.
    Ich habe hier lediglich euren Rat für meine Zukunft erhoft, den ich schließlich auch erhalten habe.
    Trotz allem Danke ich allen für ihre ehrliche Kritik und ihren Rat. Denn vorallem für den Rat habe ich diesen Thread gestartet.

    Nur noch eine kurze Frage : Wenn ein Mensch gequält und vergewaltigt wird. Dann ist er wohl selber schuld an seinem Schicksal ?

    Viele Grüße,
    ILD
     
    #18
    ILD, 13 November 2009
  19. Fuchs
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    5.487
    398
    3.287
    Single
    Hallo!

    Eins vorweg: ich habe, was du da geschrieben hast, nur kurz quer gelesen, aber die restlichen posts der Leute in dem Thread hier verfolgt. Sicherlich ist es sehr befreiend, sich die Dinge mal von der Seele zu schreiben und es gibt ja tatsächlich Leute, die sich das komplett durchlesen (also nicht so faule Typen wie mich), helfen wollen und dir etwas Rat geben.

    Wenn es dir allerdings primär um Rat geht, mag ich dir den Tipp geben, dass du versuchen solltest, deine Probleme in einer knapperen und nüchternen Form darzustellen, denn damit erleichterst du vielen Nutzern (unter anderem auch mir), dich zu verstehen und auch die Antworten würden insgesamt konstruktiver ausfallen und dich weder angreifen noch in Schutz nehmen. So entbrennt nur eine Diskussion wie mit dir "umzugehen" sei, was dir recht wenig hilft, oder?

    Ich sehe das hier zumindest als ein Forum, wo man solche Probleme präsentieren und auf Rat bzw. Erfahrungen anderer Nutzer hoffen und bauen kann. Dein Beitrag hingegen gehört für mich eher in ein Tagebuch oder in einen vertraulichen Brief zu einem Freund. In dieser Form wird er dir hier nicht viel bringen.

    Um dir noch auf deine Frage (k)eine Antwort zu geben: Die Klärung von Schuld hilft Menschen nur in den wenigsten Situationen wirklich weiter.

    beste Grüße
    -Fuchs
     
    #19
    Fuchs, 13 November 2009
  20. aiks
    Gast
    0
    Natürlich ist man dann nicht selber schuld und niemand hier will abstreiten, dass deine Vergangenheit kein Zuckerschlecken war.

    Nur gibt es zwei Wege mit so einer Vergangenheit umzugehen:

    1. Für den Rest seines Lebens in seinem Zimmerchen zu sitzen und rumzujammern
    2. Es verarbeiten, überwinden und einen Schritt nach vorne machen und für ein besseres Leben zu kämpfen.

    Ich bin mir sicher, gerade die die wenig Verständnis für dich zeigen, haben selber viel Scheiße miterlebt.
    Weil man dann einfach weiß, dass es zwar schwer aber machbar ist, sein Leben in so einer Situation selber in die Hand zu nehmen.

    Aber es scheint so als würdest du es nicht einmal probieren, sondern nur Mitleid wollen. Vorallem deine Wortwahl drückt das _erheblich_ aus.
     
    #20
    aiks, 13 November 2009

jetzt kostenlos registrieren und hier antworten
Die Seite wird geladen...

Ähnliche Fragen - Lebenswege Rat
schuichi
Beziehung & Partnerschaft Forum
2 Dezember 2016 um 14:00
12 Antworten
LittleMissLily
Beziehung & Partnerschaft Forum
31 Oktober 2016
12 Antworten
Gast174
Beziehung & Partnerschaft Forum
15 August 2016
8 Antworten
Test