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Leibliche Mutter

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von jason!, 12 Juni 2007.

  1. jason!
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    hi
    erstmal möchte ich euch meine vorgeschichte erzählen.
    ich wurde direkt nach meiner geburt zur adoption freigegeben und hatte ein riesen glück, dass ich bei so liebevollen menschen aufgenommen wurde und wie ein richtiges familienmitglied behandelt werde. immer habe ich das gefühl dafür dankbar sein zu müssen und fühle mich daher immer extrem schlecht wenn ich mal streit mit meinen eltern hatte. dieses gefühl dankbar sein zu müssen kommt daher, dass mein leiblicher dad tot ist und meine leibliche mum im schlimmsten viertel von frankfurt lebt und schwerst drogenabhänig ist.
    trotz dieser dankbarkeit, fühle ich mich oft unwohl, besonders wenn die halbe familie sich sonntags zum kaffee trinken trifft. ich denke dann oft, dass ich hier irgendwie fehl am platz bin und mir wird klar, dass niemand hier wirklich mit mir verwandt ist. Es ist hart, nicht zu wissen woher man kommt. die paar daten die ich da oben von meinen leiblichen eltern genannt habe, sind die einzigsten mir bekannten. ich weiß nicht warum meine mum drogen nimmt. ich weiß nicht wie sie aussieht. ich weiß nicht woran mein vater gestorben ist und wie er aussieht weiß ich auch nicht. ob ich geschwister habe weiß ich auch nicht. diese unwissenheit macht jemanden echt nachdenklich, also habe ich mich nach fast 2 jahren endlich dazu überwunden mit meinen eltern darüber zu reden und beim jugendamt nachzufragen, wo meine leibliche mum wohnt.
    Nun bin ich mir nicht ganz sicher was ich machen soll. Hat irgendjemand vielleicht damit erfahrung oder einen tipp? ich mein wie soll ich reagieren wenn ich zum ersten mal meine mum sehe und meine großeltern (sie lebt bei ihren eltern). außerdem stellt sich doch auch die frage ob sie mich überhaupt sehen will ... Ich bin mir einfach verdammt unsicher ....
    danke fürs lesen
     
    #1
    jason!, 12 Juni 2007
  2. Zoey'
    Zoey' (32)
    Benutzer gesperrt
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    vergeben und glücklich
    hm, ich kann dir nur sagen: ich hab z.B. eine Tante und einen Onkel, die kenne ich, seit ich ungefähr 3 Jahre alt bin - sie sind nur Freunde von meinen Eltern - aber für mich ist es so, als wären sie wirklich meine Tante und mein Onkel und auch wenn ich sie nicht oft sehe, weiss ich, dass ich mich 100%ig auf die beiden verlassen könnte und ich habe die beiden lieber als so einige "richtige" Verwandte,....

    genauso ist es mit der Schwester meiner Mama (also meine Tante) - ihren Mann (mein "Onkel" habe ich lieber als sie, und würde mich in einem Notfall auch nur auf ihn verlassen, und nicht auf sie....)

    ich denke, in deinem Alter ist das normal, dass diese Identitätsfragen auftauchen - aber meine ganz persönliche Meinung dazu ist: liebe deine Eltern, sie kennen dich von klein auf, sie lieben dich bestimmt von ganzem herzen, ebenso wie deine anderen Verwandten! Auch wenn ihr nicht blutsverwandt seid!
    Sie waren für dich da, als deine leibliche Mutter nicht da sein konnte/wollte und sie wird es wahrscheinlich auch aufgrund ihrer Drogensucht jetzt auch nicht können.

    Ich kann mir vorstellen, dass es schlimm ist, nicht zu wissen, woher man kommt. Aber das wichtigste ist, dass du ein gutes Zuhause hast, mit Eltern, die dich lieben.
    Die wahren Eltern sind diejenigen, die sich um dich kümmern, sich um dich sorgen, und nicht diejenigen, die dich gezeugt haben.
     
    #2
    Zoey', 12 Juni 2007
  3. Nephilim
    Nephilim (30)
    Verbringt hier viel Zeit
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    Single
    Ich nehme mal an, deine Eltern werden dich dabei unterstützt haben, (sonst hättest du das auch erst mit 18 selbst machen können),deine leibliche Mutter ausfindig zu machen, deshalb werden sie dich bestimmt auch bei dem Besuch unterstützen.
    Wie du reagieren sollst kann dir leider niemand sagen, das wirst du erst herausfinden können wenn du ihr gegenüber stehst. Was du jetzt versuchen kannst ist heraus zu finden, was du für deine leibliche Mutter fühlst, ob du überhaupt etwas fühlst und was deine wirklichen Eltern für dich sind.
     
    #3
    Nephilim, 12 Juni 2007
  4. sonnenschein26
    Verbringt hier viel Zeit
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    0
    nicht angegeben
    Kennst du ihre Adresse? Wie wäre es, wenn du ihr einen Brief schreibst? Einfach so vor der Tür stehen würde ich nicht.
    Ich kenne dein Gefühl irgendwie nicht dazuzugehören. Ich habe es auch auf jeder Familienfeier. Bin auch früh adoptiert worden. Mich hat allerdings von meinen Adoptiveltern keiner unterstützt bei der Suche nach der leiblichen Familie. Mußte alles über Ämter herausfinden. Auf meinen Brief kam eine freundliche Antwort meiner Zwillingsschwester zurück. Ein Treffen mit sämtlichen Familienmitgliedern folgte. Leider ist sie sehr eifersüchtig auf mich und sieht mich als Konkurrenz. Daher zerstört sie jeglichen Kontakt zu unsrer Mutter, die diesen gerne wollen würde :ratlos:
    Aber: ich weiß nun woher ich komme und kenne meine richtige Familie. Das beruhigt das ewige Gegrübel etwas.
    (Meinen Adoptiveltern habe ich nie etwas davon erzählt. Sie würden es nicht verstehen und mich als undankbar hinstellen)
     
    #4
    sonnenschein26, 13 Juni 2007
  5. glashaus
    Gast
    0
    Ich würde auf jeden Fall auch einen Brief schreiben. Wenn du den Wunsch hast, mehr über deine Eltern zu wissen, solltest du diesen Wunsch auf jeden Fall weiter verfolgen.

    Zu dem was Zoey' geschrieben hat:
    So einfach, wie du das charakterisierst ist das leider nicht. Sowas würde einen so oder so ein Leben lang verfolgen, und zwar täglich.
     
    #5
    glashaus, 13 Juni 2007
  6. jason!
    Verbringt hier viel Zeit Themenstarter
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    0
    Single
    danke für eure antworten.
    bisher scheint mir die idee, einen brief zu schreiben, am besten.
    genau hier bin ich mir nicht mehr so sicher. einerseits wäre es in gewisser weise eine erlösung, andererseits weiß ich aus erfahrung das es oft besser ist unwissend zu sein. ich meine, wenn ich dann aufeinmal herrausfinde das meine leibliche mum mich hasst und absolut nichts mit mir zutun haben will, dann wäre es mir im nachhinein doch lieber gewesen sie nicht zu kennen. ich hoffe ihr versteht was ich meine. ich habe ein wenig angst davor sehr enttäuscht oder sogar abgelehnt zu werden. in dem fall wäre ich genauso weit wie vorher, nur das ich dann wüsste, dass meine leibliche mum nichts mit mir zutun haben will. praktisch sogar ein schritt zurück ... zumindest was die mutivation angeht!
     
    #6
    jason!, 13 Juni 2007
  7. sonnenschein26
    Verbringt hier viel Zeit
    292
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    0
    nicht angegeben
    Sicher ist es verständlich, dass man Angst hat abgelehnt zu werden. Diese Angst hatte ich auch. Deshalb die Variante mit dem Brief. Da hat die "Mutter" dann die Chance zu reagieren oder auch nicht. Wenn sie reagiert, dann hast du die Gewißheit, dass sie dich sehen/ von dir hören möchtest.
    Was du machst, mußt du selbst entscheiden. Ich denke aber, dass du das Richtige machst.
     
    #7
    sonnenschein26, 13 Juni 2007
  8. glashaus
    Gast
    0
    Vielleicht hilft es dir auch, wenn du wüsstest, dass sie nichts von dir wissen will. Meiner Meinung nach kommt man mit einem Fakt immernoch besser zurecht als mit einer Vermutung. Dann hat man immerhin etwas, mit dem man arbeiten kann.
     
    #8
    glashaus, 13 Juni 2007

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