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Lernblockade

Dieses Thema im Forum "Kummerkasten" wurde erstellt von Jacie, 6 Juli 2009.

  1. Jacie
    Gast
    0
    Hallo,

    ich habe momentan total die Krise mit meinem Studium.
    Nächsten Montag schreibe ich gleich zwei Klausuren, am Donnerstag folgt eine mündliche Prüfung. Ich habe noch so gut wie nichts gelernt und bin total verzweifelt :-/
    Das Problem ist, dass mir tausend andere Dinge im Kopf schwirren und ich mich einfach nicht konzentrieren kann :frown:
    Ich habe auch schon ein bisschen mit anderen gelernt, doch sooo viel bringt mir das auch nicht.

    Die eine Klausur (die einzige für die ich bisher etwas gemacht habe) bekomme ich mit Glück wohl hin, das interessiert mich vor allem auch.

    Die andere am Montag ...keine Ahnung, wie ich das schaffen soll, das ist alles so viel und ich kann mich einfach nicht konzentrieren, weil ich die ganze Zeit eine extreme Unruhe in mir spüre und mich mit anderen Ängsten beschäftige.
    Dann habe ich irgendwelchen Ausreden a la "ich muss putzen, hier und da ne Mail schreiben, einkaufen...extrem viel essen:rolleyes: etc. pp

    An die mündliche darf ich gar nicht denken. Das ging schon im Abi irgendwie daneben und in dem Fach damals war ich mir auch noch total sicher:eek:

    Wer ist im Moment noch im Prüfungsstress und hat total Schiss? Was ratet ihr mir?
    In der Schulzeit war ich auch viel disziplinierter und organisierter. Im Moment läuft bei mir alles drunter und drüber:confused:
     
    #1
    Jacie, 6 Juli 2009
  2. Luna.tic
    Luna.tic (26)
    Sorgt für Gesprächsstoff
    145
    43
    3
    nicht angegeben
    Hey Jacie,

    Ich bin jetzt zwar im Moment nicht im Klausurenstress, aber vielleicht kann ich dir trotzdem helfen.
    Vielleicht solltest du dir alles etwas besser strukturieren. Den ganzen Stoff am Stück in sich reinzukloppen bringt nicht wirklich viel. Da ist es besser eine halbe oder eine ganze Stunde zu lernen und dann eine Pause zu machen. Diese Pause sollte dann so gestaltet sein, dass man gut abschalten kann. So hilft man seinem Köpfchen alles besser zu behalten :smile:
    Das ist so die Methode, mit der ich ganz gute Erfolge bisher erzielen konnte. Außerdem hilft es mir, wenn ich mir Lernblätter schreibe und beispielsweise im für Mathe zig Aufgaben zum Üben rechne. Wenn ich dann mal als Pause unterwegs bin, habe ich einen Zettel dabei, wo die Dinge drauf stehen, die ich mir absolut nicht merken kann. Dann schaue ich immer mal wieder drauf. Meine Freunde müssen sich dann unterwegs auch immer mal wieder irgendetwas anhören und überprüfen, ob es stimmt, was ich sage :grin:

    Ich hoffe, das war so ungefähr das, was du dir als Hilfe vorgestellt hast :ashamed:
    LG Luna.tic
     
    #2
    Luna.tic, 6 Juli 2009
  3. Liaison
    Gast
    0
    Hi Jacie,

    vor einigen Wochen musste ich 9 Klausuren an 6 Tagen schreiben. Es war natürlich sehr wichtig, den Lernstoff genauestens zu strukturieren.
    Klar fielen mir viele Dinge ein, die ich in dieser Zeit machen könnte. Motivation musste her.
    Teile dir Lernabschnitte ein, wie Luna.tic erwähnt hat. Belohne dich mit und in den Pausen. Das klingt jetzt vielleicht banal, aber ich höre sehr gerne Musik, belohnte ich mich damit.
    Sprich, wenn ich dies und das lerne, dann darf ich so und so viel Musik hören.

    Und noch ein Tip:

    Menschen unterteilen sich, je nach präferiertem Wahrnehmungskanal bzw. –sinn, in drei Gruppen: „visuell“, „auditiv“ und „kinesthetisch“. Das heißt, dass sich manche Menschen jeweils Inhalte besser merken können, die sie sehen (visuell), hören (auditiv) oder aber fühlen (kinesthetisch). Wenn du herausgefunden hast, zu welchem Wahrnehmungs-Typ du gehörst, fällt dir das Lernen umso leichter, wenn du den zu lernenden Stoff über eben diesen Sinneskanal aufnimmst!

    Ich merk mir Dinge viel besser, wenn ich sie schreibe.

    Viel Glück
     
    #3
    Liaison, 6 Juli 2009
  4. glashaus
    Gast
    0
    Wo lernst du denn? Macht es Sinn, sich in die Isolation der Bibliothek zu begeben und dort konzentriert zu arbeiten?
     
    #4
    glashaus, 6 Juli 2009
  5. User 12900
    where logic cannot intervene
    9.748
    598
    4.923
    nicht angegeben
    Mir gehts genauso, nur dass bei mir die Zwischenprüfung davon abhängt. Hab nichtmal mehr 3 Wochen und hab heute gerade mal angefangen, für die 2 mündlichen und 2 schriftlichen Prüfungen zu lernen...
    nebenbei muss ich auch noch arbeiten.

    Ein wenig geholfen hat mir ein Lernplan,, d.h. exakt aufschreiben, was du an welchem Tag um welche Uhrzeit machst. Für weitere Tipps bin ich auch dankbar. :zwinker:
     
    #5
    User 12900, 6 Juli 2009
  6. xoxo
    Sophisticated Sexaholic
    20.750
    698
    2.618
    Verheiratet
    Ich lerne nur unter verdammten Zeitdruck. Also ab ca. 12 Stunden vor der Prüfung. Ich lese mir alles einmal durch, markiere das wichtigste, blätter noch mal drüber. Schlafe 4 oder 5 Stunden. Stehe auf, versuche unter der Dusche die Dinge im Kopf durchzugehen. Was ich behalten habe, habe ich verstanden. Alles andere wird auf Kurzzeitgedächtnis (und da arbeite ich dann mit Eselsbrücken, Symbolen etc …) auf Kurzzeitgedächtnis gelernt.

    Ich lasse mich nicht stressen. Was passiert schon groß, wenn man eine Prüfung nicht besteht? Dann wird man ggf. aus seinem Studium gekickt und kann seinen Traumberuf nicht auf direkte Art und Weise erlernen. Aber mal im Ernst: Life goes on.
     
    #6
    xoxo, 6 Juli 2009
  7. Zwergenfrau
    Meistens hier zu finden
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    128
    109
    nicht angegeben
    Hast du so etwas wie eine "Lieblingslernzeit"? Ich kann mich morgens beispielsweise am Besten konzentrieren, weshalb ich auch schon deutlich vor dem Frühstück vior den Büchern sitze (so ab 6 Uhr miorgens). Und dann habe ich auch nicht so ein schlechtes Gewissen, wenn ich nachmittags ein paar Stunden ganz "wichtige" Dinge wie Einkaufen, Putzen, Mails schreiben,... mache.
    Mir hilft auch, den Stoff nicht nur zeitlich sinnvoll einzuteilen, sondern auch so, dass ich meine Lieblingsthemen bzw. die Dinge, die mir einfach(er) fallen zuerst lerne. Die Motivation kommt dann von ganz alleine.

    Viel Erfolg!
     
    #7
    Zwergenfrau, 6 Juli 2009
  8. Habbi
    Gast
    0
    Ja ich kenne das. Ich bin auch grad im Klausurstress und hab manch andere Sachen im Kopf. Gestern war ich saumüde und lag trotzdem 4 Stunden wach :what: Ich zwinge mich einfach zum lernen. Ich setze mich vor meinen PC und surfe, sag mir allerdings "Um 11 fängst du an mit lernen". Und das mach ich dann auch. Ich mach schon andere Dinge zwischendurch aber ich zwinge mich selbst dann immer dazu mich um eine bestimmte Uhrzeit hinzusetzen.
    Lernen tu ich meistens von vorne nach hinten. Wenn ich meine Lieblingsthemen zuerst mache dann hab ich nach denen keine Motivation mehr :grin: Wobei ich auch immer wieder ein bisschen mit einem Studienkollegen in Konkurrenz stehe. Das motiviert mich meistens.

    Ach ja, ich mache mir immer einen geistigen Plan welches Fach ich wann lernen will, auch ob ich mit oder ohne Studienkollegen lerne. Dann weiß ich wieviel ich wann schaffen muss und vorher wird nicht aufgehört.
     
    #8
    Habbi, 7 Juli 2009
  9. BrooklynBridge
    Planet-Liebe-Team
    Moderator
    5.855
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    5.378
    nicht angegeben
    Mmmh teilweise hilfreich, teilweise das Gegenteil. Eine solche Einstellung führt vermutlich dazu, dass man sich schlecht vorbereitet. Wenn es dann aber wirklich auf die Prüfung zugeht, kann man besser einen klaren Kopf behalten und trotz bestehender Lücken das Beste draus machen. Am besten alle paar Tage die Lebensphilosophie wechseln ;-)

    Aber vergeigte Prüfungen können schon ziemlich entscheidend sein!


    Ich kenne das auch, dass die Motivation schwer fällt (und viel schwerer als in der Schule). Liegt vermutlich daran, dass man sich den Lernstoff viel mehr selbst aufbereiten muss. In der Schule wird schon alles viel detaillierter und zeitintensiver vermittelt.
     
    #9
    BrooklynBridge, 7 Juli 2009
  10. User 20976
    (be)sticht mit Gefühl
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    398
    2.056
    vergeben und glücklich
    Ich kann mir Dinge gut merken, wenn ich nach dem intensiven Lesen und Exzerpieren (in eigenen Worten!) des Lernstoffs nach draußen gehe und zwanzig Minuten durch die Gegend laufe. Dabei denke ich nicht unbedingt gezielt an den Lernstoff, sondern "mein Hirn macht sich selbstständig". Setz Dir erreichbare Ziele und mach Dir einen realistischen Zeitplan - zwölf Stunden täglich zu lernen funktioniert nicht, so ausdauern kann man sich eben nicht konzentrieren, dafür ist unser Hirn nicht konzipiert. Pausen einplanen (und da am besten nicht mit "weiteren Medien" zudröhnen).

    Thema Zeitdruck: Erst knapp vorher zu lernen und zu arbeiten/zu schreiben, wird vermutlich irgendwann nicht mehr funktionieren, jedenfalls habe ich diese Erfahrung gemacht. Außerdem ist es meiner Ansicht nach einfach schade, wenn man sich im Eiltempo den Stoff ins Hirn kloppt - oft bleibt davon nämlich nur sehr fragmentarisch etwas dauerhaft und brauchbar hängen. Klar kann man so Prüfungen bestehen - aber ich finde es wichtiger, Stoff zu kapieren und nicht kurz intus zu haben, um die Inhalte "abliefern" zu können.

    Glashaus' Tip mit der Bibliothek halte ich für sehr sinnvoll - klar gibts auch Leute, die zuhause gut lernen können, aber zuhaus gibt es immer auch viele "verlockende" Ablenkmöglichkeiten. Ob einem auffällt, dass man die Fenster dringend putzen sollte, ob der Fernseher ruft, ob der Stapel Geschirr plötzlich unbedingt abgewaschen werden will...die blödesten Sachen scheinen da dringender und attraktiver als zu lernen.

    In der Bibliothek hat man ein konzentriertes Lern- und Arbeitsumfeld, keine klingelnden Telefone, sondern eben "klösterliche Abgeschiedenheit" (wenns eine richtige Bibliothek mit Redeverbot) ist. Vielleicht hilft es Dir auch, Dich mit anderen zu verabreden, um sich gegenseitig zu disziplinieren. Pausendauerkontrollinstanz.

    Zum Thema innere Unruhe: Ist das das schlechte Gewissen, weil Du zu spät mit dem Lernen begonnen hast? Oder generell Unruhe bezogen auf Prüfungsangst und ggf. auch Zweifel am Studium bzw. an Dir selbst und Deiner Befähigung?
    Im Moment könnte es vielleicht helfen, Dir keine Horrorszenarien auszumalen à la "und wenn ich nicht bestehe, was dann?" - ggf. laut STOP sagen, wenn Du so zu grübeln beginnst. Stattdessen: LERN ab jetzt, beschäftige Dich mit dem Stoff, widme Dich den Inhalten. Mut zur Lücke ist ggf. nötig, aber Du hast noch Zeit zu lernen, nutze sie.

    Dein Leben wird nicht scheitern, wenn Du jetzt Klausuren verhaust oder schlechte Noten bekommst. Es ist keine Tragödie. Du kannst nicht ändern, dass Du das Lernen zu sehr aufgeschieben hast - aber Du kannst die restliche Zeit noch nutzen.
    Es ist kontraproduktiv, Dich mit "wenn-ich-doch-nur"-Gedanken aufzuhalten. Du lebst nicht im Konjunktiv - es gibt Versäumnisse, Du hast Fehler gemacht, nicht zu ändern, abhaken, stattdessen jetzt das Beste draus machen und eben noch lernen, was in der verbleibenden Zeit zu lernen ist.

    Außerdem: Schau mal, ob die psychologische/soziale Studentenberatung Kurse gegen Prüfungsangst bzw. für systematisches Lernen anbietet. Hilft für den Moment nicht, aber könnte für spätere Situationen nützlich sein. Ebenso Bücher gegen das Aufschieben :zwinker:.
     
    #10
    User 20976, 7 Juli 2009
  11. Feuer & Wasser
    Verbringt hier viel Zeit
    57
    91
    0
    vergeben und glücklich
    Hey!

    Ich kenne das so ähnlich von mir:

    Man denkt, man schafft einen Teil schon irgendwie gerade so - und das andere, naja, dass ist zu schwer, das ist unmenschlich viel etc. etc.

    Alle diese Beschwerden an die entsprechenden Klausuren hatte ich auch im Kopf und lernen wollte ich auch nicht recht - es war dann immer so, dass ich zum lernen den Computer angemacht hab, alles mal kurz überflogen hab und dann gespielt hab - nur um mich am Ende noch viel schlechter zu fühlen, weil ich's nicht schaffe...

    Bei mir hat sich herausgestellt, dass diese Studienrichtung bzw. dieses Fach einfach nichts für mich sind:
    Ich hab's mir von der Schule her anders vorgestellt, hatte nicht die Fähigkeiten und dazu eine nur geringe Frusttoleranz...

    Deshalb wäre mein Rat an dich, dir mal genau zu überlegen, ob du dieses Studium mit all seine Schwierigkeiten, all seinen öden Teilbereichen und uninteressanten Themen außerhalb dessen, was dich eigentlich an dem Fach interessiert, wirklich das richtige für dich und deine Interessen ist.

    - Sonst kann es dir so gehen wie mir und du schleppst dich mit immer mehr Frust von Semester zu Semester, von einer Nachprüfung in die nächste...

    Deshalb die wichtige Frage, die du dir stellen musst:
    Will ich allen Stress und all die Probleme und all die unschönen Seiten dieses Studiums auf mich nehmen? Ist es mir das wert?


    Wenn ja, dann Knie dich rein, such dir professionelle Lernhilfe. - Jeder hat mal eine mehr oder minder kurze Tiefphase im Studium, da kommt man wieder raus, wenn man's wirklich will.

    Wenn nicht, dann such lieber heute als morgen nach Alternativen, die du auch wirklich durchziehen kannst und willst.


    Ich wünsch dir viel in jedem Fall viel Glück!
    Du schaffst das schon.

    Aber sei unbedingt wirklich ehrlich zu dir und steh auch fest zu deiner Entscheidung...
     
    #11
    Feuer & Wasser, 7 Juli 2009

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